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Mise en place de permanences destinées aux personnes concernées par des actes de violence, comme le prévoit la convention d'Istanbul
Kuprecht Alex · P-M · Conseil des Etats · Schwyz · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Präsident (Kuprecht Alex, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
Herzog Eva · Mit-F · Conseil des Etats · Bâle-Ville · Groupe socialiste
Die vorliegende Motion beauftragt den Bundesrat, ein schweizweites professionelles 24-Stunden-Beratungsangebot für Opfer von Gewalt und davon mitbetroffene Personen einzurichten. Das Angebot soll sowohl telefonisch wie auch online verfügbar sein oder schweizweit koordiniert werden, dies in Erfüllung von Artikel 24 der Istanbul-Konvention, welche die Schweiz unterzeichnet hat und die seit dem 1. April 2018 in Kraft ist. Das Angebot muss für alle Betroffenen leicht zugänglich sein und in der Bevölkerung breit bekannt gemacht werden.
Alle zwölf Ständerätinnen haben diese Motion unterzeichnet, und im Nationalrat wurden überparteilich gleichlautende Motionen eingereicht.
Die Corona-Krise hat die Notwendigkeit dieses Angebots deutlich gemacht. Schon im ersten Lockdown befürchteten die Fachleute steigende Zahlen von Fällen häuslicher Gewalt; inzwischen sind die Zahlen tatsächlich gestiegen. Die Menschen verbringen, in teilweise engen Verhältnissen, mehr Zeit zuhause, sei es wegen Homeoffice, Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit, und die wirtschaftliche Unsicherheit belastet die Beziehungen.
Im Auftrag des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung ist im Januar dieses Jahres eine Publikation erschienen, welche eine Übersicht über die schweizweit bestehenden Beratungsangebote bei Gewalt gegen Frauen und bei häuslicher Gewalt bietet; hier sind Knaben und Männer auch mitgemeint. Die Studie macht deutlich, dass das Angebot in den einzelnen Kantonen und Regionen sehr unterschiedlich und sehr lückenhaft ist. Es zeigt sich, dass nur 28 Prozent der auf Gewalt spezialisierten Beratungsstellen rund um die Uhr und dass 47 Prozent nur zu Bürozeiten von Montag bis Freitag erreichbar sind. Keines der Rund-um-die-Uhr-Angebote deckt jedoch alle Formen von Gewalt und alle betroffenen Gruppen ab, wie es die Istanbul-Konvention fordert. Wir sehen also grosse Lücken ausserhalb der Bürozeiten und während des Wochenendes.
Die Publikation zeigt, dass einiges getan wird, dass aber innerhalb der Schweiz grosse Unterschiede bestehen und dass der Anteil von Rund-um-die-Uhr-Angeboten gerade bei gewaltspezifischer Beratung sehr tief ist.
Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion - dafür danke ich. Ich habe durchaus den Eindruck, dass das Thema häusliche Gewalt ernst genommen wird und dass der Wille zur Umsetzung der Istanbul-Konvention spürbar ist.
In seiner Stellungnahme zur vorliegenden Motion schreibt der Bundesrat nun, dass die Zuständigkeit für die Errichtung eines solchen Beratungsangebotes bei den Kantonen liege und dass er seine eigene Rolle als eine koordinierende sehe.
Die Istanbul-Konvention verpflichtet die Schweiz, ein schweizweites professionelles 24-Stunden-Beratungsangebot für Opfer von Gewalt und davon mitbetroffene Personen zu garantieren. Wie man es umsetzt, ist nicht fix definiert, auch wir haben es in der Motion bewusst offengelassen. Da das Angebot schweizweit sein muss, sehe ich die Rolle des Bundes aber schon so, dass sie sich nicht darin erschöpft, das bestehende Angebot zu koordinieren, sondern dass sie auch darin besteht, treibende Kraft zu sein, auf nachweislich vorhandene Lücken hinzuweisen und zu helfen, diese zu schliessen.
Die Corona-Krise hat die Notwendigkeit des Anliegens verdeutlicht. Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren hat Anfang Jahr beschlossen, dass auch die Einführung einer zentralen Nummer noch einmal geprüft werden könnte, wie dies in anderen Ländern der Fall ist. Prioritär ist jedoch die 24-Stunden-Erreichbarkeit.
Über die konkrete Umsetzung sollen die Fachleute auf Bundes- und Kantonsebene entscheiden. Eine gute Koordination und gerade auch den Einbezug von bewährten Angeboten verschiedener Institutionen auf kantonaler Ebene halte ich für entscheidend, damit die Umsetzung gelingt.
Ich bitte Sie, unsere Motion anzunehmen. Es ist die Motion aller Ständerätinnen, Ihrer Kolleginnen.
Berset Alain · BR-M · Conseil fédéral · Fribourg
Aujourd'hui, nous n'avons effectivement pas de permanence téléphonique nationale au sens de la Convention d'Istanbul. Mais, comme vous le savez, nous avons ratifié cette convention il y a peu et avons, depuis peu également, des moyens supplémentaires pour sa mise en oeuvre. Ensuite, tout le processus peut se développer. Des rapports réguliers, évidemment, seront réalisés sur la base des engagements pris par la Suisse.
Cela dit, dans le cadre de la pandémie, on a constaté depuis une année que le nombre de victimes de violences domestiques qui cherchent conseil ou qui cherchent refuge augmente - c'est quelque chose que l'on a pu constater avec le temps -, de même d'ailleurs que le nombre d'interventions policières dans certains cantons, même si, dans le même temps, le nombre d'infractions pénales semble rester stable - à un niveau assez élevé, mais stable. Ce sont naturellement des données que l'on va continuer d'observer.
En janvier dernier - cela fait donc maintenant un peu moins de deux mois -, le comité de la Conférence des directrices et directeurs cantonaux des affaires sociales a décidé de réexaminer cette opportunité de créer un numéro de téléphone centralisé au niveau national. Nous avons également réalisé, avec la Confédération et en particulier avec l'Office fédéral de la justice, une étude de faisabilité, qui a présenté différents scénarios, de manière à pouvoir mettre en place une permanence téléphonique centralisée au niveau national. Dans le cadre de la répartition des compétences existante, la Confédération peut tout à fait jouer un rôle de coordination et, sur demande des cantons, octroyer des aides financières destinées à la prévention de la violence.
Donc, vous abordez, avec cette motion, un sujet qui nous paraît extrêmement important et qui entre aussi dans le cadre d'un développement que nous sommes en train de faire en lien avec la Convention d'Istanbul.
C'est dans ce sens que le Conseil fédéral a proposé et vous propose d'accepter la motion.
Kuprecht Alex · P-M · Conseil des Etats · Schwyz · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Angenommen - Adopté