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Wie lässt sich die Ausschüttung des Gewinns der SNB an Kantone und Bund langfristig sicherstellen?

55202 · Amtliches Bulletin

Du 7 déc. 2021

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Consulté le 11 sept. 2026

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Source

Objet parlementaire: Comment garantir à long terme un versement du bénéfice de la BNS aux cantons et à la Confédération? (21.4110)

21.4110

Wie lässt sich die Ausschüttung des Gewinns der SNB an Kantone und Bund langfristig sicherstellen?

Hefti Thomas · P-M · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion

Le président (Hefti Thomas, président): L'interpellateur est non satisfait de la réponse écrite du Conseil fédéral et demande l'ouverture de la discussion. - Ainsi décidé.

Juillard Charles · Mit-M · Ständerat · Jura · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

M. le conseiller fédéral Maurer sourit déjà, car c'est un débat que nous avons mené à plusieurs reprises, et je voudrais d'abord remercier le Conseil fédéral de sa réponse, même si je n'en partage pas totalement le contenu.

Le rappel du cadre légal par le Conseil fédéral est correct mais incomplet. En effet, l'article 99 de la Constitution fédérale se compose de quatre alinéas et, dans sa réponse, le Conseil fédéral s'arrête à l'alinéa 3. Quid de l'alinéa 4 qui stipule que la Banque nationale "verse au moins deux tiers de son bénéfice net aux cantons"? Plutôt que distribuer son bénéfice, la Banque nationale constitue une réserve pour distributions futures. Celle-ci s'élève à 90,9 milliards de francs au compte 2020. C'est le résultat cumulé des bénéfices non distribués ces dernières années.

Conformément à la loi sur la Banque nationale, une convention entre la Banque nationale et la Confédération règle les modalités de la distribution du bénéfice aux cantons et à la Confédération. S'il peut paraître souhaitable de lisser dans le temps le montant versé au titre de la distribution du bénéfice, ce qui offre une certaine visibilité aux cantons et à la Confédération, il est assez facile de comprendre que la Banque nationale ne verse pas les deux tiers de son bénéfice aux cantons. De plus, cette visibilité est toute relative. En effet, comme cette réserve est en fait du bénéfice reporté au bilan, c'est la première réserve qui sera utilisée avant toutes les autres en cas de résultat négatif de la Banque nationale. Ainsi, la part des cantons et de la Confédération s'envole parfois en un seul exercice, comme en 2013 par exemple.

En effet, en 2013, malgré une réserve pour distributions futures de plus de 20 milliards de francs en début d'exercice, le résultat négatif n'a pas permis de verser de parts du bénéfice. Qui nous dit qu'il n'en sera pas de même demain ou après-demain? Personne. Or, tant les cantons que la Confédération comptent sur cet argent à l'avenir, notamment pour faire face aux coûts de la crise du Covid-19 et pour amortir la dette accumulée au cours de la crise.

Pour pallier ces aléas financiers et économiques, il y aurait à mon avis une solution assez simple qui ne requiert ni changement constitutionnel ni même de la loi sur la Banque nationale, sans non plus d'intrusion dans la gestion de la Banque nationale, qui doit rester indépendante. Il suffirait à mon avis de sortir la réserve pour distributions futures du bilan de la Banque nationale et de verser la somme correspondante dans un fonds géré en commun par la Confédération et les cantons, qui décideraient ensemble des sommes annuelles distribuées. Le fonds serait alimenté chaque année par le versement des deux tiers du bénéfice de la Banque nationale et il ne pourrait pas être négatif pour éviter que la Confédération soit obligée de faire la banque.

Cette proposition peine à faire son chemin et moi aussi je peine à comprendre la frilosité de la Confédération et des cantons. Je suis persuadé que nous en reparlerons à l'occasion, même très prochainement.

Maurer Ueli · BR-M · Bundesrat · Zürich

Die Schweizerische Nationalbank beschäftigt uns ja ab und zu in der politischen Diskussion. Ich denke, es ist wichtig, wieder einmal festzuhalten, welche Aufgabe die Nationalbank hat. Ihre Aufgabe ist es, die Währungsstabilität sicherzustellen. Diesbezüglich hat die Schweizerische Nationalbank, auch im Vergleich zu anderen Nationalbanken, eine etwas besondere Stellung.

Gerade wenn wir die letzten Wochen beobachten, dann stellen wir ja wieder fest, dass der Druck auf den Schweizerfranken ausserordentlich gross ist. Der Grund dafür sind für einmal nicht nur die schwächeren Währungen, insbesondere der schwächere Euro, sondern es ist auch die Situation der Inflation. Wir haben eine recht tiefe Inflation im Vergleich zu unseren Nachbarländern, auch Deutschland, wo die Preise massiv gestiegen sind. Das führt natürlich sofort zunehmend auch dazu, dass die Flucht, um es so zu sagen, in den Schweizerfranken noch verstärkt wird. Diese Situation - die Inflation - bewegt im Moment auch den Schweizerfranken. Neben der starken Währung ist es eine weitere Aufgabe der Nationalbank, diese Situation zu stabilisieren. Sie versucht das nicht nur, sondern sie macht das auch sehr erfolgreich.

Das heisst aber auch, dass die Nationalbank relativ viele Unsicherheiten aufzufangen hat, die es im Wirtschaftsleben gibt und die in nächster Zeit nicht kleiner werden. In dieser Situation haben wir ja die bisherige Praxis fortgeführt, dass wir die Gewinnausschüttung jeweils für fünf Jahre festlegen. Fünf Jahre, glauben wir, können wir überblicken, dies auch wegen der Ausschüttungsreserve, welche die Nationalbank zugänglich machen kann.

Vielleicht entsteht hier aber auch eine gewisse Irritation, weil die Ausschüttungsreserve gleichzeitig eigentlich auch der Gewinnvortrag ist, den die Nationalbank vornimmt. Mit dieser Ausschüttungsreserve müssen dann auch allfällige Verluste aufgefangen werden. Es ist also nicht eine Ausschüttungsreserve, die einfach nur für Ausschüttungen zur Verfügung steht, sondern sie muss im Sinne des Gewinnvortrags eben auch bereitstehen, um allfällige Verluste abzubuchen.

Wir sind der Meinung, dass die Ausschüttungen, die wir mit der Nationalbank vereinbart haben, für die nächsten fünf Jahre möglich sein sollten, vorausgesetzt, dass nichts ganz Ausserordentliches passiert. Weiter gehen wir nicht. Wir streben auch keine weitere Verstetigung an, weil der politische Druck auf die Nationalbank damit natürlich noch grösser werden würde.

Ich bin auch nicht so unglücklich darüber, muss ich sagen, dass wir diese Vereinbarung für fünf Jahre treffen. Denn sobald wir die Ausschüttungen verstetigen würden, würden diese Mittel natürlich ins ordentliche Budget fliessen und für den Konsum gebraucht. In der Situation, in der wir uns gerade jetzt befinden, könnte die Gewinnausschüttung beim Bund wie auch bei den Kantonen dazu dienen, die ausserordentlichen Ausgaben für die Bekämpfung der Covid-19-Krise wieder zu tilgen. Hätten wir das im ordentlichen Budget immer eingeplant, wäre die Covid-19-Krise schwieriger zu verkraften, auch für die Kantone.

Zusammengefasst: Wir sind nicht so unglücklich über diese Situation. Die Nationalbank ist in einer schwierigen Situation. Die Schwierigkeiten dürften in Anbetracht der Währungsturbulenzen, der Verschuldung rund um uns herum, der Inflation und des Drucks auf den Schweizerfranken eher noch zunehmen. Die Nationalbank kann nicht verschiedene Aufgaben gleichzeitig erfüllen. Wir müssen uns davor hüten, eine Verstetigung der Gewinnausschüttung festzuschreiben. Mit diesen fünf Jahren können wir und die Kantone gut leben.

Ich glaube, es ist wichtig, dass wir in dieser Situation die bestehende Gewinnaufteilung zwischen Bund und Kantonen nicht antasten. Die Versuchung ist gross, sich jetzt auf die Gewinne der Nationalbank zu stürzen und sie für alles Mögliche einzusetzen, von der AHV über die Arbeitslosenentschädigung bis hin zu weiss nicht was. Die Nationalbank braucht diese Unabhängigkeit. Das ist manchmal etwas unangenehm, weil dann keine langfristige Sicherheit besteht. Solange die Nationalbank aber ihre Kernaufgabe so gut erfüllt, erfüllt sie eben eigentlich die wichtigste Aufgabe im Staat überhaupt.

Man hat die Aufgabe der Nationalbank in den letzten Jahren immer etwas ausgeblendet. Gerade jetzt ist es notwendig, dass wir einen Frankenkurs haben, der Exporte ermöglicht. Wäre das nicht der Fall, hätte sich die Wirtschaft nie so schnell erholt, wie wir es jetzt im Rahmen dieser Covid-19-Krise erleben. Es ist vor allem die Aufgabe der Nationalbank, einen stabilen Frankenkurs zu halten, damit Exporte weiterhin möglich sind. Mit der Erfüllung dieser Hauptaufgabe macht die Nationalbank einen wichtigen Job für die Schweizer Wirtschaft, und ich denke, wir sollten das so belassen.