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Des campagnes de prévention contre la violence
Candinas Martin · 1VP-M · Conseil national · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Antrag der Mehrheit
Annahme der Motion
Antrag der Minderheit
(Steinemann, Addor, Geissbühler, Hess Erich, Nidegger, Reimann Lukas, Schwander)
Ablehnung der Motion
Proposition de la majorité
Adopter la motion
Proposition de la minorité
(Steinemann, Addor, Geissbühler, Hess Erich, Nidegger, Reimann Lukas, Schwander)
Rejeter la motion
President (Candinas Martin, emprim vicepresident): (discurra sursilvan) Vus avais retschavì in rapport en scrit da la cumissiun.
Kamerzin Sidney · Mit-M · Conseil national · Valais · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Par 17 voix contre 6, la commission vous propose d'accepter cette motion qui a déjà été acceptée par le Conseil des Etats et dont la thématique a fait l'objet d'une pétition lors de la Session des femmes 2021.
Nous connaissons des campagnes de prévention dans divers domaines - lutte contre le tabagisme, lutte contre les maladies transmissibles, en matière de circulation routière, également -, mais on connaît peu, voire pas de campagnes de prévention, que ce soit au niveau cantonal ou au niveau fédéral, en matière de violences dans le domaine sexuel, fondées sur le genre ou en matière de violences domestiques. Or, les chiffres sont parlants: il y a un décès toutes les deux semaines, soit 25 par année, en Suisse, des suites de violences domestiques. C'est beaucoup trop!
Des campagnes de prévention pourraient permettre aux victimes d'être informées des voies existant pour prévenir de tels comportements avec des conséquences aussi dramatiques. Cela pourrait permettre aussi à l'entourage, aux proches des victimes de savoir comment se comporter lorsqu'on fait face à des situations de violence domestique. Cela pourrait permettre également aux auteurs de telles violences domestiques de prendre conscience de leur comportement et d'éviter l'escalade de la violence qui pourrait conduire au décès, malheureux et dramatique, de victimes.
Pour lutter contre ce fléau et ses conséquences, divers moyens sont en cours de mise en oeuvre, notamment aussi la révision du droit pénal sexuel, ainsi que le bracelet électronique, qu'on espère bientôt préventif et pas seulement répressif.
Mais, pour augmenter l'information et la sensibilisation, pour augmenter les effets de la prévention, au niveau cantonal, au niveau fédéral, avec les associations, avec les ONG aussi, et conformément aux conventions internationales applicables en la matière, la commission vous invite, par 17 voix contre 6, à accepter la motion Maret Marianne, comme l'a fait le Conseil des Etats.
Steinemann Barbara · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Es liegt uns völlig fern, häusliche Gewalt zu negieren oder zu bagatellisieren. Das Thema ist zu Recht seit Jahren und Jahrzehnten auf unseren Traktandenlisten. Das Ziel, die häusliche Gewalt zu bekämpfen und zu verringern, teilen wir mit der Motionärin und den Unterstützern der Motion.
Seit Jahren führen Kantone und Städte Präventionskampagnen durch, in Trams, in Polizeistationen, auf Plakatwänden. Bei der Bekämpfung von Gewalt ist kein Staatsversagen festzustellen: Aktiv sind Polizei, Opferberatungsstellen, Sozialarbeiter, Psychologen, Paartherapeuten, Frauenhäuser und viele, viele Stellen mehr - allein im Kanton Zürich sind 220 Personen bei der Kantonspolizei gegen häusliche Gewalt im Einsatz. Wir müssen uns eigentlich nichts vorwerfen lassen.
Trotzdem sind in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen Gewalt ausgesetzt. Das bestätigt ein Blick auf die statistischen Zahlen. Letztes Jahr wurden 10 480 Personen der häuslichen Gewalt beschuldigt. Zehn Jahre zuvor waren es 8547. Das ist eine kontinuierliche Zunahme um fast 23 Prozent in zehn Jahren. Wichtig ist doch, dass sich die Opfer aus ihrer Situation befreien, den Täter verlassen, die Gewaltdelikte zur Anzeige bringen und dass dann der Staat auch eine angemessene Antwort darauf hat. Oftmals ist die Täterschaft bereits im Vorfeld wegen Gewalt und Drohungen polizeilich registriert.
Aber ist auch die Bereitschaft der Politik da, die wahren Ursachen zu erkennen und zu bekämpfen und die Täter auch einer gerechten Strafe zuzuführen? Das werfen wir Ihnen vor, liebe Ratsmitglieder auf der linken Ratsseite: Sie haben beispielsweise bei der parlamentarischen Initiative Rickli Natalie, die forderte, dass jeder Vergewaltiger tatsächlich ins Gefängnis muss, einstimmig Nein gestimmt.
Es gibt einfach Kulturen, die mehr Probleme mit Gewalt machen als Europäer. Man stempelt uns sofort zu Rassisten, weil man sich nicht mit den Migrationshintergründen befassen will. Man achtet lieber auf die politische Korrektheit: Häusliche und sexuelle Gewalt komme in allen Gesellschaftsschichten vor, lautet das Narrativ. Aber stimmt das wirklich?
Ja, Gewalt kommt in allen Gesellschaftsschichten vor, aber überhaupt nicht im gleichen Ausmass. Insbesondere Gewalt gegen Frauen ist grossmehrheitlich ein Problem von nicht integrierbaren Zuwanderern. Auch der aktuellste Fall aus Zürich-Altstetten, bei dem eine junge Kurdin ihr Leben lassen musste, hat eine starke kulturelle Komponente. Der Täter war mit Katalogstraftaten einschlägig vorbestraft. Leider hat man es verpasst, ihn aus der Schweiz auszuweisen.
Die Flüchtlingswelle von 2015 hat uns deutlich mehr Sexualdelikte beschert. An dieser Stelle darf man die Debatte nicht abwürgen, das gehört eigentlich in die Untersuchungen und die Wissenschaft mit einbezogen. Übrigens sind nicht alle Täter Männer. Der gegenteilige Fall tritt immer häufiger ein; laut Bundesamt für Statistik waren letztes Jahr in 26,36 Prozent der Fälle von häuslicher Gewalt die angezeigten Personen Frauen.
Wir setzen auf ein schärferes Strafrecht und schärfere Strafmassnahmen und die konsequente Durchsetzung des Landesverweises, wo dies möglich ist, also dort, wo die Täterschaft nicht über die Schweizer Staatsangehörigkeit verfügt. Davon wollen Sie aber nichts wissen. Sie wollen keine höheren Strafen, keine Gefängnisaufenthalte, keine Ausschaffung. Sie möchten einfach ein paar Plakate aufhängen und hoffen, dass sich die Gewalt verringert. Wen möchten Sie damit erreichen? Die gewöhnliche Bevölkerung, die ohnehin nicht gewalttätig ist?
Solange diese Präventionsmassnahmen nicht auf die entsprechenden Risikogruppen fokussieren, macht das für uns keinen Sinn. Diese Risikogruppen verhalten sich politisch nicht korrekt, oder zeigen Sie mir die Täterinnen und Täter, die sich von gut gemeinten Bildern und Sprüchen auf Plakaten und Inseraten abhalten lassen, ihre Mitmenschen zu schlagen. Sie lassen sich dann abschrecken, wenn sie wissen, dass sie erstens unser Land verlassen und zweitens für lange Zeit ins Gefängnis gehen müssen. Das ist nämlich die angemessene Antwort des Staates auf solche Straftaten. Damit bringen wir klar zum Ausdruck, dass wir hierzulande häusliche Gewalt und insbesondere Gewalt gegen Frauen nicht tolerieren und dass der Verstoss dagegen Konsequenzen für die Freiheit, für den Geldbeutel und für die Aufenthaltsbewilligung hat.
Aus diesen Gründen beantragt Ihnen meine Minderheit die Ablehnung dieser Motion.
Berset Alain · VPBR-M · Conseil fédéral · Fribourg
Pour commencer, je remarque que le Conseil national a déjà adopté trois motions qui vont dans ce sens, dont deux ont une teneur exactement identique à la motion dont vous discutez aujourd'hui. Ce message a déjà été transmis par le Conseil national. Il nous paraît judicieux de poursuivre sur cette voie, sans quoi le signal sera difficile à interpréter pour le Conseil fédéral, qui propose également d'adopter la motion de manière à pouvoir développer quelque chose qui n'existe pas, à savoir des campagnes de prévention nationales, telles que la motion le demande. Des mesures de sensibilisation existent déjà et elles peuvent être complétées par ces campagnes de prévention nationales. Nous devons encore y travailler: pour le choix des messages, des médias, de la diffusion, de la périodicité. Tout cela nous attend encore.
J'aimerais vous inviter, comme je l'ai fait sur des textes à la teneur identique, à accepter cette motion.
Candinas Martin · 1VP-M · Conseil national · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Präsident (Candinas Martin, erster Vizepräsident): Die Mehrheit und der Bundesrat beantragen die Annahme der Motion. Eine Minderheit Steinemann beantragt die Ablehnung der Motion.
Vote
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 127 Stimmen
Dagegen ... 50 Stimmen
(4 Enthaltungen)