23.028
Standortförderung 2024-2027
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Präsident (Candinas Martin, Präsident): Wir führen eine gemeinsame Eintretensdebatte über die Vorlagen 1 bis 7. Danach führen wir auch die Detailberatung in einer einzigen Debatte.
Dettling Marcel · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Die Standortförderung des Bundes ist ein wichtiges Instrument, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der KMU-geprägten Schweizer Volkswirtschaft zu erhalten und zu steigern. Um mit den Instrumenten der Standortförderung 2024-2027 fortzufahren und sie weiterentwickeln zu können, unterbreitet der Bundesrat dem Parlament sechs Finanzierungsbeschlüsse im Gesamtumfang von 646,13 Millionen Franken. Es geht um folgende Finanzierungsbeschlüsse:
1. Bundesbeschluss über die Finanzierung der E-Government-Aktivitäten zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen für die Jahre 2024-2027;
2. Bundesbeschluss über die Finanzierung der Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour) für die Jahre 2024-2027;
3. Bundesbeschluss über die Finanzhilfe an Schweiz Tourismus für die Jahre 2024-2027;
4. Bundesbeschluss über weitere Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung;
5. Bundesbeschluss über die Finanzierung der Exportförderung für die Jahre 2024-2027;
6. Bundesbeschluss über die Finanzierung der Förderung der Information über den Unternehmensstandort Schweiz (Standortpromotion) für die Jahre 2024-2027;
7. Bundesbeschluss über die Festlegung des Mehrjahresprogramms des Bundes 2024-2031 zur Umsetzung der neuen Regionalpolitik.
Am 28. August 2023 hat sich Ihre Kommission ausgiebig mit dem Geschäft auseinandergesetzt.
Bereits am 14. Juni 2023 hat der Ständerat die Vorlage beraten. Er ist auf die Vorlage eingetreten und hat verschiedene Änderungen am Entwurf des Bundesrates vorgenommen. So hat der Ständerat beim Zahlungsrahmen für Schweiz Tourismus eine Aufstockung um 13 Millionen Franken auf neu 246 Millionen Franken beschlossen. Beim Bundesbeschluss 5 hat der Ständerat ebenfalls eine Änderung am Entwurf des Bundesrates beschlossen: Beim Zahlungsrahmen für weitere Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung wurde eine Erhöhung um 12,7 Millionen Franken auf neu 230 Millionen Franken beschlossen. Weiter hat der Ständerat beim Bundesbeschluss über die Finanzierung der Exportförderung eine Anpassung vorgenommen: Es wurde ein Artikel mit dem Zusatz zur Berücksichtigung der exportorientierten Land- und Ernährungswirtschaft ergänzt.
Am 15. August 2023 hat die Finanzkommission, das finanzpolitische Gewissen des Parlamentes, einen Mitbericht zuhanden der WAK-N verabschiedet. Darin verweist die Finanzkommission auf die äusserst angespannte Lage der Finanzen beim Bund. Trotz einschneidender Sparmassnahmen gibt es einen Bereinigungsbedarf in den Finanzplanjahren 2025-2027, und zwar von 700 Millionen Franken im Jahr 2025, von 300 Millionen Franken im Jahr 2026 und von sogar 1,2 Milliarden Franken im Jahr 2027. Deshalb hat uns die Finanzkommission eindringlich gebeten, am Entwurf des Bundesrates festzuhalten und auf die vom Ständerat beschlossenen Aufstockungen zu verzichten. Dies zur Ausgangslage in unserer Kommission.
In der Kommission war das Eintreten auf alle Bundesbeschlüsse unbestritten, ausser bei Bundesbeschluss 5. Die Wichtigkeit der Standortförderung fand in der Kommission breite Zustimmung. Gerade der Tourismus ist in der Schweiz ein äusserst wichtiger Wirtschaftszweig, in vielen Bergregionen ist er sogar der wirkliche Wirtschaftsmotor. Im Berggebiet wird jeder fünfte Franken damit verdient. 25 Prozent der Arbeitsplätze sind dort im Tourismus zu finden, in gewissen Regionen sogar weit über 50 Prozent.
Neben der Digitalisierung ist die nachhaltige Entwicklung als Schwerpunkt in der Botschaft des Bundesrates aufgeführt. Einige Beispiele: Gerade im Tourismus wird deshalb die Ganzjährigkeit angestrebt, um die Saisonalität zu durchbrechen. Auch soll beispielsweise eine bessere geografische Verteilung angestrebt werden, weg von Hotspots. Weiter soll die Kreislaufwirtschaft gefördert werden.
Wir beantragen dem Nationalrat, auf die Vorlage einzutreten. Zu den einzelnen Beschlüssen werde ich mich in der Detailberatung äussern.
Feller Olivier · Mit-M · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
La promotion économique de la Confédération pour les années 2024 à 2027 poursuit cinq objectifs principaux. Il s'agit d'améliorer les conditions-cadres des PME, de renforcer les régions, de contribuer au développement durable, de valoriser les opportunités du numérique et de renforcer l'attractivité de la place économique et touristique suisse. Comparé à la précédente période allant de l'année 2020 à l'année 2023, le Conseil fédéral entend davantage se concentrer sur la durabilité et la digitalisation. A cette fin, le Conseil fédéral soumet au Parlement six arrêtés fédéraux qui portent sur des crédits d'engagement ou des plafonds de dépenses. Un septième arrêté concerne les priorités du programme pluriannuel relatif à la mise en oeuvre de la Nouvelle politique régionale.
Le Conseil des Etats a examiné ce dossier le 14 juin 2023. La Commission de l'économie et des redevances du Conseil national, quant à elle, a planché sur cet objet lors de sa séance du 28 août 2023.
A titre liminaire, il est utile de rappeler que les six arrêtés financiers portent sur des dépenses potentielles maximales. Cela signifie que, dans le cadre des débats budgétaires annuels, les dépenses en question pourront être réduites si la situation financière de la Confédération et le mécanisme du frein à l'endettement l'exigent.
L'arrêté fédéral sur le financement des activités de cyberadministration en faveur des petites et moyennes entreprises pendant les années 2024 à 2027 prévoit un crédit d'engagement de 32,8 millions de francs. Cet arrêté n'a pas suscité d'importantes discussions au sein de la commission, qui vous recommande, sans opposition, d'entrer en matière.
L'arrêté fédéral sur le financement de l'encouragement de l'innovation, de la coopération et de la professionnalisation dans le domaine du tourisme (Innotour) pendant les années 2024 à 2027 prévoit un crédit d'engagement de 45,43 millions. S'agissant de cet arrêté, la Commission de l'économie et des redevances vous recommande également, sans opposition, d'entrer en matière.
L'arrêté fédéral concernant l'aide financière accordée à Suisse Tourisme pour les années 2024 à 2027 prévoit un plafond de dépenses de 233 millions. La commission vous propose, sans opposition, d'entrer en matière. J'aurai l'occasion, dans le cadre de la deuxième partie du débat, lors de la discussion par article, d'évoquer un certain nombre d'aspects liés au contenu de cet arrêté.
L'arrêté fédéral relatif à l'établissement du programme pluriannuel de la Confédération 2024 à 2031 concernant la mise en oeuvre de la Nouvelle politique régionale énumère les axes de promotion et les priorités thématiques concernant la politique régionale. De même, la commission vous recommande, sans opposition, d'entrer en matière.
S'agissant de l'arrêté fédéral concernant de nouveaux apports au Fonds de développement régional, il prévoit un plafond de dépenses de 217,3 millions de francs pour les années 2024 à 2031. La commission vous recommande d'entrer en matière sur cet arrêté. J'aurai également l'occasion, lorsque nous aborderons le deuxième bloc, d'évoquer un certain nombre de questions de contenu liées à cet arrêté.
Enfin, s'agissant de l'avant-dernier arrêté qui nous est soumis, l'arrêté fédéral sur le financement de la promotion des exportations pendant les années 2024 à 2027, il prévoit un plafond de dépenses de 99,1 millions de francs. Là aussi, la commission vous recommande, sans opposition, d'entrer en matière.
De même, concernant le dernier arrêté, qui est l'arrêté fédéral 7 sur le financement de la promotion des conditions d'implantation des entreprises en Suisse pendant les années 2024 à 2027, la commission vous recommande, sans opposition, d'entrer en matière.
En d'autres termes, l'entrée en matière n'est guère controversée. Il s'agira de débattre ensuite du contenu de ces différents arrêtés, qui soulève davantage de problèmes et fait l'objet de différentes propositions de minorité.
Giacometti Anna · Mit-F · Nationalrat · Graubünden · FDP-Liberale Fraktion
Die Finanzkommission des Nationalrates hat sich an ihrer Sitzung vom 29. Juni 2023 mit der Vorlage befasst und beschlossen, der Kommission für Wirtschaft und Abgaben einen Mitbericht nach Artikel 50 Absatz 3 des Parlamentsgesetzes zukommen zu lassen. Die FK-N beantragt der WAK und dem Nationalrat, auf die Vorlage des Bundesrates einzutreten und den Verpflichtungskrediten und Zahlungsrahmen im Gesamtumfang von 646,13 Millionen Franken zuzustimmen.
Sie wissen es, die Finanzlage des Bundes ist seit längerer Zeit sehr angespannt. Aus diesem Grund ist eine breite Mehrheit der FK-N dezidiert gegen jede Aufstockung gegenüber dem aktuellen Finanzplan. Die FK-N appelliert, finanzpolitische Vernunft walten zu lassen. Konkret lehnt die Finanzkommission die vom Ständerat beschlossenen Aufstockungen bei der Finanzhilfe an Schweiz Tourismus in der Höhe von 13 Millionen Franken und bei den Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung in der Höhe von 12,7 Millionen Franken ab.
Die Mehrheit der Finanzkommission kann eine Aufstockung der Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung von 217,3 auf 230 Millionen Franken ohne Kompensation innerhalb der Instrumente der Standortförderung nicht unterstützen. Mit der Festlegung von neuen Schwerpunkten muss an anderer Stelle gespart werden. Ein Antrag Badertscher, der in der FK-N mit 20 zu 3 Stimmen abgelehnt wurde, unterstützt die Äufnung des Fonds für Regionalentwicklung mit der Begründung, er sei eine wichtige Stütze zur Förderung der lokalen Wirtschaft und der Resilienz in den Regionen.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat 2021 eine Wirtschaftlichkeitsprüfung von Tourismusinfrastrukturen der neuen Regionalpolitik durchgeführt. Sie ist zum Schluss gekommen, der Fonds für Regionalentwicklung sei überdotiert. Die EFK hat dem SECO deshalb empfohlen, die Höhe des Fonds dem tatsächlichen Bedarf anzupassen, wobei das SECO diese Empfehlung abgelehnt hat. Eine Mehrheit der FK-N teilt die Vorbehalte der EFK und erachtet die aktuelle Dotierung des Fonds in Höhe von 1,12 Milliarden Franken als zu hoch.
Im Namen der Finanzkommission bitte ich Sie, der Mehrheit Ihrer Kommission zu folgen und den Verpflichtungskrediten und Zahlungsrahmen gemäss Entwurf des Bundesrates zuzustimmen.
Grin Jean-Pierre · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Dans le cadre de la procédure de corapport, la Commission des finances s'est penchée sur les aspects financiers de la promotion économique 2024-2027 et ses six arrêtés fédéraux de financement. L'examen préalable est du ressort de la Commission de l'économie et des redevances de notre conseil, dont vous avez entendu les rapporteurs tout à l'heure. L'entrée en matière sur cet objet n'a suscité aucune opposition de la part de la Commission des finances. La majorité de votre Commission des finances vous propose donc d'approuver les crédits d'engagement et les plafonds de dépenses d'un montant de 646,13 millions de francs, conformément au projet présenté par le Conseil fédéral.
La Commission des finances constate que les chiffres du budget 2024, avec plan intégré des tâches et des finances 2025-2027, ne laissent aucune marge de manoeuvre pour des augmentations en 2024. De plus, malgré les mesures d'allègement engagées, les mesures de correction budgétaires pour respecter le frein à l'endettement pour les années 2025-2027 s'élèvent toujours à des montants importants compris entre 0,3 et 1,2 milliard de francs par an.
C'est pour ces raisons de politique budgétaire qu'une large majorité de la Commission des finances rejette l'augmentation de 13 millions de francs de l'aide financière à Suisse Tourisme et des apports de 12,7 millions au Fonds de développement régional décidés le 14 juin 2023 par le Conseil des Etats. Seule une petite minorité de la Commission des finances soutient ce dernier point. Cette proposition, défendue par la minorité Badertscher, a été rejetée par la Commission des finances, par 20 voix contre 3.
Pour éviter de faire des coupes ailleurs, la grande majorité de la Commission des finances vous demande de la rigueur financière, d'en rester à la proposition initiale du Conseil fédéral de 646,13 millions de francs, et de ne pas suivre les décisions du Conseil des Etats. Car la constitution, dans le Fonds de développement régional, d'un trésor de guerre n'est pas acceptable pour la politique financière actuelle. Les prêts annuels du fonds, selon le SECO, ne seront pas touchés par les montants proposés par le Conseil fédéral.
Ritter Markus · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Die Schweiz steht in einem intensiven internationalen Standortwettbewerb. Der Bundesrat will daher die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer KMU und auch der Regionen mit sieben konkreten Bundesbeschlüssen weiter stärken. Die Mitte-Fraktion unterstützt diese Zielsetzung und will dafür auch die notwendigen Mittel sprechen. In den Themen "Nachhaltige Entwicklung" und "Digitalisierung" werden mit 23 konkreten Aktivitäten die Schwerpunkte gesetzt. Auch sollen die Rahmenbedingungen für die KMU verbessert, die Regionen gestärkt und die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandortes Schweiz gestärkt werden.
Die Mitte-Fraktion erachtet diese sieben Bundesbeschlüsse als sehr bedeutend. Gerade im Bereich des Tourismus haben wir mit den Covid-Jahren schwierige Zeiten hinter uns. Im Bereich der internationalen Gäste gilt es, wieder Boden gutzumachen und die Kontakte in die verschiedenen Länder zu festigen. Dies ist umso dringender, als die Schweiz mit dem sehr harten Schweizerfranken doch für viele ausländische Gäste ein teures Pflaster geworden ist. Wir haben auf der anderen Seite aber sehr viel zu bieten und weisen ein ausgezeichnetes Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Gäste auf. Diese Zusammenhänge gilt es aufzuzeigen und mit einem gezielten Marketing erfolgreich transparent zu machen.
Die Mitte-Fraktion anerkennt, dass der Tourismus eine der grossen Exportbranchen unseres Landes ist und gerade im Berggebiet jeder fünfte Franken in dieser Branche verdient wird. Im Berggebiet arbeitet zudem jeder Vierte im Tourismus, in einigen Regionen gar jeder Zweite.
Bei der Detailberatung wird der Fonds für Regionalentwicklung zu einer grossen Diskussion führen. Die Mitte-Fraktion steht ganz klar hinter einer erfolgreichen Regionalpolitik und damit auch hinter den entsprechenden Instrumenten. Die Schweiz besteht nicht nur aus den grossen Städten und dem Mittelland. Wir verfügen über viele Regionen, die abseits liegen und es wirtschaftlich nicht leicht haben. Die Mittel der neuen Regionalpolitik sind Investitionen in die Zukunft dieser Regionen und in die dortigen Arbeitsplätze. Ohne Arbeitsplätze sind die Menschen noch stärker gezwungen, aus diesen Regionen abzuwandern und Arbeit nahe den grossen Zentren zu suchen. Dort reden wir aber bereits jetzt von Wohnungsnot und Verkehrsüberlastungen. Die Schweiz ist in weiten Teilen nur sehr dünn besiedelt. Wir tun gut daran, gerade diesen Regionen auch Perspektiven zu bieten und mit der Förderung von klugen Projekten auch dort Investitionen in die Zukunft möglich zu machen.
Die Mitte-Fraktion wird auf alle sieben Entwürfe eintreten und bittet Sie, dasselbe zu tun.
Burgherr Thomas · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Mit der Botschaft zur Standortförderung 2024-2027 unterbreitet der Bundesrat dem Parlament sechs Beschlüsse zur Finanzierung in der Höhe von insgesamt 646,13 Millionen Franken sowie einen Bundesbeschluss über die Festlegung des Mehrjahresprogramms 2024-2031 zur Umsetzung der neuen Regionalpolitik. Wir müssen also festhalten: Das ist primär ein grosses Subventions- und Geldverteilungsprogramm. Der Ständerat will den Zahlungsrahmen für den Tourismus nun sogar von 233 Millionen auf 246 Millionen Franken und den Fonds für die Regionalentwicklung von 217,43 auf 230 Millionen Franken erhöhen - als ob das Geld an den Bäumen wachsen würde.
Ich denke, wir können zwar auf die Beschlüsse eintreten, da generell nichts gegen Standortförderung einzuwenden ist. Dennoch müssen wir dieser Geldverteilung auch kritisch begegnen. Die richtige, echte und relevante Standortförderung findet nicht unter dem Titel "Standortförderung" statt, sondern in zig anderen Dossiers, die wir in den Kommissionen und im Parlament tagein, tagaus behandeln. Für mich als aktiven Unternehmer eines KMU in einer sich konkurrierenden Branche wirkt die Behandlung dieser Bundesbeschlüsse, über die wir ja letztendlich entscheiden, eher als Nebensache.
Für mich müssen die Taten auf all die hehren Worte über Standortförderung in all den anderen Themendossiers folgen. Die Standortattraktivität und Wirtschaftsfreundlichkeit zeigt sich viel stärker in zahlreichen anderen Bereichen. Das Parlament müsste konsequent für eine bezahlbare und sichere Stromversorgung einstehen, auf neue Verbote und Verordnungen verzichten, den Freihandel vorantreiben sowie die Bildung und Forschung unternehmerischer ausrichten und auf jeden Fall die Steuern senken. Leider passiert das oft nicht. Zumindest mit dem neuen Unternehmensentlastungsgesetz ist die Entwicklung aber erfreulich.
Ein Standortförderer eines sehr erfolgreichen Kantons hat mir einmal seine alleinige Hauptstossrichtung der Standortförderung erklärt: Pflege der ansässigen Unternehmen. Mir leuchtet das ein, das ist das Wichtigste an der Standortförderung.
Die Schweiz betreibt bewusst keine Industriepolitik und wehrt sich grossmehrheitlich gegen den aktuellen globalen Trend, aus politischen Gründen Industrien zu subventionieren. Wir setzen auf eine liberale und freiheitliche Wirtschaftspolitik. Wenn es den ansässigen Unternehmen gutgeht, zieht das andere Unternehmen an und treibt die Entstehung neuer Firmen an.
Auch international sind Manager und Unternehmer sehr gut vernetzt. Wie das unternehmerische Klima ist, spricht sich schnell herum. Insbesondere in den neuen Branchen im Bereich der Dienstleistungen, der Digitalisierung und der neuen Technologien wählen die Leute mit den Füssen, das heisst, wenn der Regulierungsdschungel zunimmt, wandert man ab. Nimmt die Steuerlast zu, investiert man nicht mehr. Trifft man jedoch auf spannende und freiheitliche Umstände, wo es andere interessante Unternehmen, Zulieferer, Partner, Forschungsstätten, gute Lebensumstände gibt, da geht man doch hin!
Gleiches gilt auch für das Gewerbe. Ein Unternehmen gründen oder übernehmen will man doch nur, wenn man eine Perspektive hat und nicht nur Steine im Weg sieht, die heute leider vor allem vom Staat kommen. Die Pflege der ansässigen Unternehmen und das Beibehalten der freiheitlichen Rahmenbedingungen sind also die effektive Standortförderung.
Somit hinterfrage ich die Budgetposten dieser Vorlage nicht generell, denke aber, dass wir ohne schlechtes Gewissen weniger ausgeben können, einerseits weil dies kaum Einfluss auf die Attraktivität des Unternehmensstandortes Schweiz hat, andererseits weil wir infolge der angespannten Finanzlage und anderer Prioritäten den hiesigen Standort besser durch konkrete Massnahmen fördern, die den Unternehmen mehr Luft geben und sie möglichst frei, innovativ und unternehmerisch handeln lassen, als durch Subventionen und Förderungen mit dem Geldtopf.
Die SVP-Fraktion wird auf die Finanzierungsbeschlüsse eintreten, die Spendierhosen des Ständerates ablehnen sowie die Kommissionsmehrheit beim Bundesbeschluss über weitere Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung unterstützen.
Glättli Balthasar · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion
Ich danke Ihnen für diese Bemerkungen, Herr Burgherr, sie erlauben es mir nämlich gerade ein wenig, in die grundsätzliche Debatte einzusteigen.
Wir von der grünen Fraktion - um das vorwegzunehmen - beantragen Ihnen auch Eintreten auf diese Vorlage. Wir finden es aber wichtig, dass diese Vorlage eben nicht, wie das der Vorredner gesagt hat, einfach eine Subventionsorgie sein soll, sondern es soll in eine ganz bestimmte Richtung gefördert werden. Die Kommissionssprecher haben es betont: Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, aber auch das Thema Digitalisierung zur Entlastung der Unternehmen in der Beziehung zu den Behörden. Das sind ganz wichtige Elemente, und ohne diese Zielrichtung wäre für uns eine Zustimmung zu einer Vorlage, die quasi einfach einer Subventionsorgie entspräche, sicher nicht möglich gewesen.
Ich möchte aber schon auch noch ein wenig auf das eingehen, was darüber gesagt wurde, was denn Standortförderung sei. Wir sprechen hier ja vor allem von den KMU, dem Rückgrat unserer Wirtschaft, wie man immer wieder sagt. Bei diesen, muss ich Ihnen ehrlich sagen, sind genau Ihre Rezepte - Steuersenkungen, Steuersenkungen, Steuersenkungen - die falschen, weil die Steuern für ganz viele KMU ein sehr kleiner Faktor sind.
Wichtig wäre z. B. - und da haben Sie recht, da müsste man in anderen Politikfeldern gemeinsam entsprechend Mehrheiten finden können -, dass man ein Hauptübel bekämpft, nämlich das Arbeitskraftpotenzial, das heute nicht sauber ausgeschöpft wird. Dazu gehen in meiner Mailbox im Moment aus allen Branchen, aus der ganzen Schweiz Beschwerden und Sorgen ein, es häufen sich die Krisenzeichen. Wir haben ein riesiges inländisches Arbeitskraftpotenzial, das nicht genutzt wird. Das ist im Moment eine der grössten Sorgen, auch der KMU. Hier können wir mit nichts anderem als mit der Vereinbarkeit - Stichworte Krippen, Kita, Tagesschulen, Elternzeit - die Bedingungen schaffen, damit die Unternehmen hier nicht falsche Fesseln haben. Das ist nicht Teil dieser Vorlage, aber - Sie haben auch etwas ausgeholt, Herr Burgherr - ich erlaube mir, diese Zusammenhänge richtigzustellen. Das schaffen wir nicht über die Steuerpolitik. Über die Steuerpolitik holen wir Flugsand, mit einer Vereinbarkeitspolitik aber schaffen wir die Möglichkeit, dass das inländische Arbeitskraftpotenzial genutzt wird.
Bei der ganzen Diskussion gab es ein wenig einen Eiertanz. Industriepolitik ist ja ein Schimpfwort. Ich muss Ihnen sagen: Im ersten Sektor, in der Landwirtschaft, machen wir ohne Sorgen Industriepolitik, auch im dritten Sektor, im Tourismus. Im zweiten Sektor, wo es um die Industrie geht, wagen wir es nicht. Ich finde das schade. Weltweit spricht man davon, dass man die Resilienz stärken, die Abhängigkeit in den internationalen Wertschöpfungsketten verringern muss. Wenn wir den Standort stärken wollen, dann müssen wir ihn auch robuster machen. Da müssen wir auch sehen: Niemand hat allein Erfolg, es braucht die ganzen Netze. In dem Sinn darf man auch Nachhaltigkeit, nachhaltige Technologien fördern und weiterdenken. Eine engagierte Klimapolitik ist übrigens auch eine intelligente Tourismuspolitik. Extremwetter und die Folgen des schmelzenden Permafrosts produzieren nicht die besten Werbebilder für den Tourismusstandort Schweiz.
In dem Sinne schliesse ich nach dieser Tour d'Horizon. Ja, im Grundsatz können wir mit den Ausrichtungen hier Ja sagen zu dieser Standortförderungspolitik. Wir setzen selbst aber noch andere Akzente, Sie haben die Motion Michaud Gigon 21.3937, "Bürgschaftsprogramm für Schweizer KMU für Investitionen in klimafreundliche Technologien und in die Digitalisierung", angenommen. Diese will, dass man die Unternehmen bei Investitionen in klimafreundliche Technologien und in die Digitalisierung unterstützt. Hier machen wir einen ersten Schritt. Wir machen ihn ohne riesige Begeisterung. Sie sehen: Es bleibt noch viel zu tun, wenn wir unseren Standort wirklich nachhaltig fördern wollen.
Gössi Petra · Mit-F · Nationalrat · Schwyz · FDP-Liberale Fraktion
Zuerst zu meinen Interessenbindungen: Ich bin Verwaltungsrätin der Auto AG Schwyz und Stiftungsbeiratspräsidentin des Natur- und Tierparks Goldau. Das sind beides Unternehmen, die unter anderem im Bereich des regionalen Tourismusangebotes tätig sind.
Werter Herr Glättli, ich muss Ihnen sagen, Sie haben mich jetzt schon ein wenig provoziert. Sie haben die Industriepolitik angesprochen. Das wurde in der Kommission diskutiert, aber es wurde auch explizit gesagt, dass es eben keine vertikale Industrieförderung ist, die genau eine Branche trifft. Es ist eine horizontale Förderung für die Regionen und deshalb eben nicht damit vergleichbar, und deshalb heisst es eben auch "Standortförderungspolitik".
Nun aber zum Eintreten: Die Vorlage ist innerhalb der FDP-Liberalen Fraktion unbestritten. Wir werden den Anträgen der Mehrheit folgen, wobei wir in der Frage über die Höhe der Finanzhilfe an Schweiz Tourismus im Beschluss 3 und in der Frage über die Höhe der Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung nicht geschlossen sind. Auf die jeweiligen Argumente gehe ich später noch ein.
Wir erachten die Standortförderung des Bundes als ein enorm wichtiges Instrument, das wir auch in Zukunft stärken wollen. Sie ist wichtig, um die Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen zu verbessern, um Regionen zu stärken, um zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und um die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandortes zu stärken. Im Vergleich zur Periode bis 2023 wird die nun folgende Periode der Nachhaltigkeit und der Digitalisierung eine grössere Bedeutung beimessen. Es ist in unserer Fraktion unbestritten, dass sich die Instrumente der Standortförderung bewährt haben und fortgeführt werden müssen. Zudem erachten wir die Fokussierung auf die Nachhaltigkeit und die Digitalisierung mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen als richtig.
Die KMU bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft und sind von entscheidender Bedeutung für unseren Wohlstand. Sie sind massgeblich für über 60 Prozent der gesamten Wertschöpfung in der Schweizer Wirtschaft verantwortlich. Darüber hinaus erweisen sie sich als herausragende Ausbildungsstätten, indem sie fast 70 Prozent aller Lernenden in unserem Land ausbilden. In Anbetracht des intensiven internationalen Standortwettbewerbs und der anhaltenden Herausforderungen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir sie weiterhin administrativ entlasten. Die Digitalisierung aller Verwaltungsprozesse ist hier ein Schlüsselfaktor, um KMU zu unterstützen. Sie ermöglicht es ihnen, ihre Abläufe mit den Behörden und der Verwaltung einfacher und effizienter zu gestalten. Dieser Schritt ist notwendig, um sicherzustellen, dass unsere KMU in diesem wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich bestehen können.
Die Schweiz hinkt international noch hinterher, wenn es um Online-Dienstleistungen geht. Laut dem E-Government-Benchmark 2021 der Europäischen Union liegt die Schweiz nur auf dem 30. Platz von 36 Ländern. Hier besteht also erheblicher Nachholbedarf. Eine moderne und effiziente öffentliche Verwaltung ist entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes.
Neben den KMU ist aber auch der Tourismus ein entscheidender Faktor für den Wohlstand der Schweiz. Es fliessen zwei Drittel der von Touristen in der Schweiz ausgegebenen Schweizerfranken in nicht touristische Bereiche. Diese Tatsache unterstreicht die weitreichende wirtschaftliche Bedeutung der touristischen Wertschöpfung, die weit über den Tourismussektor hinausreicht. In den Bergregionen bildet der Tourismus sogar den zentralen Wirtschaftssektor. Er generiert dort bis zu über 50 Prozent der Arbeitsplätze, womit er für einige Kantone sogar als systemrelevant bezeichnet werden kann. Insgesamt gehört der Tourismus zu den fünf grössten Exportbranchen der Schweiz.
Der Tourismus befindet sich im Wandel, und die Pandemie hat diesen Wandel beschleunigt und verstärkt. Die Veränderungen sind offensichtlich: Die Gäste buchen kurzfristiger, sie reisen über kürzere Distanzen, sie legen besonderen Wert auf Vertrauen, auf Sicherheit, auf Sauberkeit, sie suchen vermehrt nachhaltige Angebote. Auch all dies gilt es in der Förderung zu berücksichtigen.
Die Exportwirtschaft der Schweiz steht insgesamt vor wachsenden Herausforderungen, die wir angehen müssen. Deshalb ist in der FDP-Liberalen Fraktion Eintreten unbestritten. Wir sind in zwei Punkten - ich habe es eingangs erwähnt - nicht geschlossen. Darauf werde ich in der Detailberatung noch eingehen.
Ich danke Ihnen für die Unterstützung dieser Positionen.
Badran Jacqueline · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion
Die SP-Fraktion wird selbstverständlich wie auch in vergangenen Jahren auf die Vorlage eintreten und weitgehend in allen Teilen dem Bundesrat folgen. Zwei Ausnahmen gibt es dabei.
Das ist eher ein technisches Detail: Eine Mehrheit von uns ist der Meinung, dass die Einlagen in den Regionalfonds nicht so hoch ausfallen müssen. Der Fonds ist übergenug gefüllt, die Zinserträge aus den fast 600 Millionen Franken liquiden Mitteln in diesem Fonds sollten steigen und damit auch die konstanten Ausgaben finanzieren. Es ist in dem Sinne nicht nötig, so viele neue Mittel einzubringen. Damit folgen wir dem Ratschlag der Eidgenössischen Finanzkontrolle.
Das Zweite ist die Standortpromotion. Da haben wir nicht das Gefühl, dass das eine zielführende Sache ist, dass man herumgeht und Marketing betreibt, um anderen Ländern Steuersubstrat, Arbeitskräfte und im Anschluss noch die von ihnen ausgebildeten Fachkräfte buchstäblich zu stehlen. Das braucht vom Bund kein Geld.
Eine Bemerkung möchte ich noch gerne zu diesem, wie mir scheint, doch eigenartigen mentalen Modell machen, das wir uns in Sachen sogenannte Industriepolitik angewöhnt haben. Herr Kollege Ritter hat es genau gesagt: Die Schweiz stehe im Wettbewerb, und mit diesen Mitteln wolle der Bund die Wettbewerbsfähigkeit stärken - das sind immer diese pathetischen Sätze, die wir hier zu hören bekommen ... Hm -, aber wir betreiben keine Industriepolitik. Doch, das tun wir! Wir betreiben Industriepolitik, einfach für den primären und den tertiären Sektor, aber nicht für den sekundären. Man redet sich ein bisschen raus, Frau Gössi hat das gut gemacht, indem sie sagte, dass das nicht die vertikalen Branchen seien, die wir subventionierten, sondern die horizontalen. Das stimmt natürlich teilweise.
Das ist nicht völlig falsch, aber es ist eben doch ein bisschen falsch. Ich meine, Entschuldigung, die Landwirtschaft ist nun einmal auch eine vertikale Sache, nicht nur eine horizontale Sache, was sie natürlich auch ist. Natürlich machen wir das. Wenn wir hier zu Recht Exportförderung machen, subventionieren wir nachher natürlich auch die Maschinenindustrie. Das ist eine vertikale Geschichte.
Ein Punkt liegt mir schon am Herzen: Sogenannt keine Industriepolitik ist eben auch eine Industriepolitik. Wir sehen in Europa jetzt auch, nachdem wir die Steuern für grosse Konzerne harmonisiert haben, dass wir von einem Steuerwettbewerb in einen Subventionswettbewerb wechseln werden. Wir haben hier zig Firmen, die - auch und namentlich hier in diesem Rat - Forderungen stellen und sagen, dass sie jetzt, wo sie die Steuersubventionen nicht mehr bekommen, gerne die anderen Subventionen hätten. Es fängt jetzt ein "Rattenrennen" um Subventionen an.
In der Realität gibt es im sekundären Sektor, in der wirklich produzierenden Industrie, schon längst eine Subventionsorgie in Europa - das kann man so sagen. Wir müssen uns überlegen: Wollen wir hier noch eine Von Roll, wollen wir hier noch Swiss Steel, wollen wir hier noch den energieintensiven Teil der Maschinenindustrie? Wenn wir hier für sie Exportförderung machen, wäre es vielleicht angemessen, dass wir tatsächlich in anderen Bereichen bezüglich dieser Spitze der Energiekosten, die gerade den Sekundärsektor extrem belastet, etwas unternehmen und uns nicht hinter Floskeln verstecken und behaupten, man betreibe hier gar keine Industriepolitik.
Das ist nicht in Ordnung, und ich finde, dass wir, wenn wir hier zu dieser Vorlage alle freudig Ja sagen, auch an die anderen Industriezweige, die wir hier haben, denken sollten. Das ist auch bei der, wie man so schön sagt, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu berücksichtigen.
Bertschy Kathrin · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grünliberale Fraktion
Die Vorlage trägt ja den Titel der Standortförderung und formuliert das Ziel, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der KMU-geprägten Schweizer Volkswirtschaft zu erhalten und zu steigern. Die Instrumente sollen zur Stärkung der Wertschöpfung und zur Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze beitragen. Wenn Sie die Vision anschauen - sie steht auf Seite 10 der Botschaft -, dann lässt sich aber unschwer erkennen: Es ist eine Sicht, die sehr stark auf die Branchen, auf die Regionen, auf die Arbeitsplätze fokussiert ist, und viel weniger eine, die auf die Erwerbskräfte, auf die Arbeitskräfte fokussiert. Wer aber mit Wirtschaftsführerinnen und -führern dieses Landes spricht, weiss: Das grösste Problem aktuell ist der Fachkräftemangel. Es fehlen qualifizierte Arbeitskräfte und der Zugang zu den Märkten.
Wenn wir die Statistik, die demografische Entwicklung anschauen, dann sehen wir: Es fehlen uns schon bald mehrere hunderttausend Fachkräfte, und das betrifft die KMU in grossem Ausmass. Aus unserer Sicht wären daher Instrumente und Subventionen, die auf eine bessere Ausschöpfung des einheimischen Erwerbspotenzials hinwirken, die am besten geeigneten. Die Instrumente sind jetzt aber noch nicht darauf ausgerichtet, weder übergeordnet noch als eigenständiges Ziel noch als Querschnittaufgabe; das als Vorbemerkung.
Wir sind daher der Ansicht, dass eine Neuausrichtung der Standortförderung ab 2028 zu prüfen ist, in der der Fokus stärker auf eine bessere Ausschöpfung des Erwerbspotenzials gelegt wird. Das ist eine viel effizientere Politik. Man erreicht pro Steuerfranken, pro Subventionsfranken eine höhere Wertschöpfung. Die beste Standortförderung wäre also eine Abschaffung der Progressionsstrafe auf dem Zweiteinkommen, eine Individualbesteuerung; das wäre eine erschwingliche Kinderbetreuung; das wäre aber auch der Marktzugang zu den europäischen Partnern und anderen wichtigen Märkten.
Ich nehme zu den sieben Bundesbeschlüssen bereits jetzt Stellung und werde dann in der Detailberatung nicht mehr sprechen. Wir lehnen dort Aufstockungen aus materiellen und auch aus finanzpolitischen Gründen ab. Die Standortförderung ist in den Stellschrauben zu wenig effizient und zu wenig auf die nachhaltige Entwicklung und die Förderung des Erwerbspotenzials ausgerichtet, als dass wir Aufstockungen verantworten könnten.
Sie haben vorhin die Kommissionssprecherin der Finanzkommission gehört. Sie hat gesagt, dass wir im Tourismus "finanzpolitische Vernunft walten" lassen sollten. Wenn Sie die Debatte des Ständerates zum Tourismus im Amtlichen Bulletin gelesen haben, dann haben Sie gesehen, dass sich der Präsident der Seilbahnen Schweiz, der Präsident der Walliser Tourismuskammer und ein Vertreter des Drei-Seen-Landes gemeldet haben, um für höhere Beiträge zu weibeln. Ich habe da eine vage Vermutung, wer sich Zuschüsse erhofft. Für die grünliberale Fraktion stellt sich die Frage, inwiefern die Finanzierung des Marketings einer Branche eine staatliche Aufgabe ist. Natürlich gibt es Synergien, das macht es aber nicht automatisch zur Staatsaufgabe. Hier besteht offensichtlich Konsens zu finanzieren. Wir werden das nicht ablehnen, aber wir bitten Sie, beim tieferen Beitrag des Bundesrates zu bleiben.
Abgesehen davon nützt uns im Tourismus eine Ankurbelung der Nachfrage wenig, wenn wir sie nicht decken können, weil die qualifizierten Fachkräfte fehlen. Wer kürzlich Ferien oder ein Wochenende in den Schweizer Bergen verbracht hat, kennt die Meldung, dass ein Abendessen oder eine Übernachtung nicht möglich ist, weil das Personal fehlt. Es ist das Personal, welches wir mehr fördern müssen. Es wäre mehr geholfen, wenn sich der Erwerb hier lohnte. Das ist heute mit Schwelleneffekten, Prämienverbilligungen, Kita-Kosten und der Progressionsstrafe auf Zweiteinkommen nicht gegeben. Dort anzusetzen, das wäre sehr zielführend. Wir müssen den Personalbedarf auch nicht mit Migration abdecken. Wir haben gut ausgebildetes inländisches Personal.
Im Hinblick auf den Fonds für Regionalentwicklung bestreiten wir nicht den Sinn der neuen Regionalpolitik und ihren Beitrag zum nationalen Zusammenhalt. Wir nehmen aber mit Erstaunen zur Kenntnis, dass die Kantone teils Projekte bewilligen, welche Mitnahmeeffekte darstellen. Es geht schlicht darum, dass wir nicht einen Fonds weiter äufnen müssen, welcher heute Reserven von über einer Milliarde Franken hat. Man kann dort zurückhaltender äufnen und beginnen, die Reserven aufzubrauchen sowie den Fondsstand zu verringern, ohne dass die Regionalpolitik infrage gestellt ist. Das ist der Grund für unsere Zurückhaltung.
Die grünliberale Fraktion wird daher überall die Mehrheit unterstützen und bittet Sie, dasselbe zu tun.
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
Le Conseil fédéral soumet au Parlement six projets d'arrêtés de financement pour un total de 646,13 millions de francs, en vue de reconduire et de développer les instruments de la promotion économique dont le financement arrivera à échéance fin 2023. Il s'agit des instruments suivants: cyberadministration, Innotour, Suisse Tourisme, Nouvelle politique régionale, promotion des exportations et promotion de la place économique. De plus, le Conseil fédéral propose au Parlement d'adopter un arrêté fédéral relatif à l'établissement du programme pluriannuel de la Confédération pour la période 2024 à 2031 concernant la mise en oeuvre de la Nouvelle politique régionale.
Il convient de souligner d'emblée que les arrêtés de financement proposés dans ce message correspondent à la vision budgétaire du Conseil fédéral. Pour 2024, des coupes linéaires de 2 pour cent, en partant des plafonds maximaux du message, ont déjà été décidées. Je salue à ce propos la position de la Commission de l'économie et des redevances, qui soutient dans les grandes lignes les propositions financières du Conseil fédéral, et je vous invite à suivre le projet du Conseil fédéral; il est équilibré, il tient compte de la situation financière difficile de la Confédération, il tient compte aussi - et il faut le souligner - des défis actuels auxquels est confrontée la place économique de notre pays, tout particulièrement les petites et moyennes entreprises et ceci, dans toutes les régions.
J'en viens maintenant à quelques remarques sur les objectifs de la promotion économique et sur les sept arrêtés dont il est question aujourd'hui.
Tout d'abord, concrètement, la promotion économique vise à améliorer les conditions-cadres des PME, à stimuler la compétitivité régionale, à contribuer au développement durable, à valoriser les opportunités de la numérisation et, enfin, à renforcer l'attractivité de la place économique et touristique suisse.
En comparaison avec la période actuelle, la promotion économique pour les années 2024-2027 se focalise encore davantage sur la durabilité et sur le numérique. Par ce message, mon département et le Conseil fédéral ont voulu mettre un accent tout particulier sur deux éléments stratégiques. D'une part, dans le cadre de la cyberadministration, il s'agit d'accélérer le développement du guichet virtuel central pour les entreprises Easygov. D'autre part, il s'agit de renforcer encore davantage les activités économiques extérieures. Ces renforcements stratégiques nécessitent impérativement des moyens supplémentaires dans les lignes de crédit par rapport à la période précédente, sans quoi les objectifs ne pourront pas être atteints.
Le premier accent stratégique est celui de la cyberadministration. Dans la politique en faveur des PME - c'est le projet no 1 d'arrêté fédéral -, la priorité est d'alléger la charge administrative qui pèse sur les entreprises. Le point central est le développement de la plateforme Easygov. Elle existe en tant que telle aujourd'hui. Elle est conçue comme un guichet unique. Actuellement, plus de 82 000 entreprises sont enregistrées sur Easygov et plus de 50 services administratifs y sont intégrés. Pour répondre à la demande et à l'appel des PME, l'offre de prestations en ligne proposée par Easygov doit être rapidement étoffée au cours de la période de 2024 à 2027. Cela est un objectif prioritaire pour mon département et il s'agit de lui allouer les moyens financiers suffisants pour cette extension, d'où l'augmentation prévue de 18,3 millions de francs.
Le deuxième accent stratégique est celui mis sur les activités économiques extérieures. Cela a été dit par certains des intervenants, notre pays fait face à des défis toujours plus exigeants: il s'agit du protectionnisme croissant, d'une politique industrielle de plus en plus marquée de nombreux Etats et de l'accès à la Suisse au marché intérieur de l'Union européenne.
Les exportateurs suisses ont donc besoin d'un soutien ciblé, adapté à leurs besoins, afin de pouvoir saisir les opportunités commerciales supplémentaires, y compris dans le domaine des grands projets d'infrastructures internationaux. Cette approche dite Team Switzerland, c'est-à-dire l'association plus étroite des secteurs privé et public, va être approfondie afin de soutenir les exportateurs, mais aussi les cantons, de manière encore plus ciblée.
Concernant la promotion de la place économique, elle vise, en partenariat avec les cantons, à encourager l'implantation à long terme d'entreprises étrangères. Il s'agit en particulier de souligner la valeur des écosystèmes suisses, comme le domaine des sciences de la vie, pour pouvoir encourager des implantations d'entreprises à forte valeur ajoutée et innovatrices dans notre pays. Cela inclut la facilitation des implantations d'entreprises de recherche et de développement au sein du Parc suisse d'innovation.
Venons-en maintenant à la politique du tourisme. Ici, les priorités thématiques vont porter sur le développement de la promotion des investissements, sur le développement durable, ainsi que sur la transformation numérique du secteur touristique. Par ailleurs, le programme de relance pour le tourisme suisse, qui vise à contrer les répercussions négatives de la pandémie de COVID-19, va se déployer, en particulier dans le cadre d'Innotour. Par le biais d'Innotour, la Confédération encourage l'innovation, la collaboration et la professionnalisation dans le domaine du tourisme, d'où, ici aussi, une augmentation avec un crédit d'engagement de 45,4 millions de francs, soit une augmentation de 10,7 millions de francs.
Outre Innotour, il faut mentionner, dans le cadre de la politique du tourisme, Suisse Tourisme. Nous vous proposons d'allouer à Suisse Tourisme un plafond de dépenses de 233 millions de francs. La mission de Suisse Tourisme consiste à effectuer un marketing de base pour la place touristique suisse, en s'acquittant entre autres du développement de la marque, de la prospection des marchés et de l'information des clients. Pour les années 2024 à 2027, Suisse Tourisme renforcera encore le développement durable. Elle axera donc sa publicité afin de répartir les flux touristiques sur l'ensemble du pays et de promouvoir le tourisme dit quatre saisons, qui encourage la prolongation des séjours touristiques. Il y a à cet endroit une divergence avec le Conseil des Etats. J'y reviendrai dans la discussion par article.
Je termine par la politique régionale.
La Nouvelle politique régionale (NPR) soutient le développement économique des régions de montagne, des espaces ruraux, des régions frontalières. Elle aide à créer des perspectives pour les entreprises, pour les employés, pour les résidents des espaces ruraux et des régions de montagne. Elle contribue ainsi à la création et à la sauvegarde d'emplois dans ces régions, à l'occupation décentralisée du territoire et, en quelque sorte, à l'élimination d'inégalités régionales.
L'évaluation qui a été faite du programme pluriannuel pour les années 2016 à 2023 conclut que la NPR remplit sa mission. Les cantons l'utilisent dans des configurations multiples pour donner des impulsions au développement économique régional en réalisant des projets concrets.
Il est important de rappeler que les moyens de la NPR, investis par la Confédération, sont doublés par les cantons. Globalement, chaque franc investi par la Confédération donne lieu à près de 5 francs d'investissement par les autres acteurs. Cela démontre l'effet de levier extrêmement important de l'engagement de la Confédération.
Fin juillet 2023, les cantons ont soumis leur programme pour la période 2024-2027 au SECO, qui confirme que les cantons prévoient d'investir des montants supérieurs à ce qui était prévu pour les années 2020-2023. Il s'agit donc pour la Confédération de soutenir les cantons dans cette démarche.
En résumé, j'aimerais souligner que les plafonds de dépenses et les crédits d'engagement proposés représentent des montants maximaux fixés par l'Assemblée fédérale. Ils n'équivalent pas à une autorisation de dépense. Les crédits budgétaires requis pour les dépenses en faveur de la promotion économique, vous le savez, doivent être sollicités chaque année par la voie du budget et approuvés par le Parlement.
Le Conseil fédéral vous propose cependant de ne pas augmenter les plafonds. Cela constituerait, de votre part, un signal difficilement compréhensible en cette période d'économies budgétaires.
Je vous prie donc, au nom du Conseil fédéral, d'entrer en matière et de soutenir partout les propositions du Conseil fédéral.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Präsident (Candinas Martin, Präsident): Wir führen nun die Detailberatung der sieben Bundesbeschlüsse in einer Debatte.
Regazzi Fabio · Mit-M · Nationalrat · Tessin · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Der Bundesrat beantragt für Schweiz Tourismus für die kommenden vier Jahre einen unveränderten Beitrag von 233 Millionen Franken. Dieser Status quo würde nur schon wegen der Inflation einen Rückschritt bedeuten. Im Jahr 2022 waren die teuerungsbedingten Mehrkosten gemäss der Abrechnung von Schweiz Tourismus um fast die Hälfte höher als alle Wechselkursgewinne. Dieser Kaufkraftverlust reduziert international die Marketingbudgets massiv.
Ich möchte Ihnen kurz aufzeigen, weshalb es die moderate Erhöhung bei den Mitteln für Schweiz Tourismus braucht. Schweiz Tourismus spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermarktung unseres Landes im In- und Ausland. Die Bemühungen von Schweiz Tourismus, die Schönheit der Schweiz und all ihre Attraktionen zu fördern, sind unerlässlich. Der Tourismus ist Leitsektor und bildet das wirtschaftliche Rückgrat zahlreicher Bergregionen und peripherer Gebiete. Gerade in diesen Regionen ist der Sektor aber oft auch sehr klein strukturiert. Die Destinationen und Leistungsträger sind darauf angewiesen, dass die Schweiz als Ganzes vermarktet wird. Durch die zentrale Vermarktung wird den lokalen Gemeinden geholfen, Arbeitsplätze zu schaffen und ihre Infrastruktur zu verbessern.
Schweiz Tourismus ist aber auch entscheidend dafür, den Tourismus zu einem nachhaltigen Wirtschaftssektor zu machen. Dabei gilt es, die grossen Anstrengungen von Schweiz Tourismus zu würdigen, nicht einfach immer mehr Gäste in die Schweiz zu bringen, sondern die richtigen Gäste zur richtigen Zeit an den richtigen Ort für möglichst lange Aufenthalte. Diese Strategie verlangt ein neues, gezieltes Präzisionsmarketing, das aber auch deutlich mehr kostet.
De plus, la promotion de la durabilité est essentielle à la survie du tourisme: non seulement les clients attendent un tourisme durable, mais nous tous, en tant que société, sommes tributaires d'un développement durable du tourisme. Les entreprises font déjà beaucoup dans ce domaine, les bases sont posées. Mais il s'agit maintenant de les mettre en oeuvre et de les vivre activement. Pour cela, l'ensemble du secteur, y compris Suisse Tourisme, est appelé à agir.
Zu guter Letzt stellt auch die digitale Transformation den Tourismus vor grosse Herausforderungen. Der Tourismus ist sehr stark von der Digitalisierung betroffen. Die Gäste informieren sich und kommunizieren praktisch nur noch digital. Web 3.0, künstliche Intelligenz und virtuelle Realität spielen eine zentrale Rolle und verlangen vom Tourismussektor eine dringliche, schnelle digitale Transformation. Sie sehen, der Tourismus steht vor grossen Herausforderungen.
Ausserdem haben wir in den letzten Jahren beobachtet, wie andere Länder verstärkt in ihre Tourismusindustrie investierten und aggressive Marketingstrategien verfolgten. Wenn die Schweiz wettbewerbsfähig bleiben will, muss sie in der Lage sein, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Eine Erhöhung der Fördermittel für Schweiz Tourismus wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Je vous appelle donc à augmenter les moyens de promotion de Suisse Tourisme. Faisons en sorte, ensemble, que la Suisse reste une destination touristique de premier ordre et que nous puissions tirer pleinement parti des avantages du secteur.
Der Ständerat hat in der vergangenen Sommersession die Mittel für Schweiz Tourismus um 13 Millionen Franken auf 246 Millionen Franken für die kommende Förderperiode von vier Jahren angehoben.
Ich bitte Sie, meinen Antrag auf Erhöhung der Mittel für Schweiz Tourismus auf 246 Millionen Franken ebenfalls zu unterstützen.
Ritter Markus · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Wir befinden uns bei meinem Minderheitsantrag beim Bundesbeschluss 5 und damit bei den weiteren Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung. Der Bundesrat beantragt Ihnen für die Jahre 2024 bis 2031 - also für acht Jahre - einen Zahlungsrahmen von 217,3 Millionen Franken, pro Jahr somit rund 27 Millionen Franken. Das sind für die ganze Periode rund 12 Millionen Franken weniger als bisher. Der Ständerat hat daher einen Zahlungsrahmen von 230 Millionen Franken beschlossen. Die Mehrheit der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat ohne erkennbare sachliche Begründung den Zahlungsrahmen auf 150 Millionen Franken festgesetzt. Nicht einmal aus unserer Finanzkommission wurde ein solcher Antrag gestellt.
Mit meiner Minderheit beantrage ich Ihnen, dem Bundesrat und damit auch der Mehrheit unserer Finanzkommission zu folgen.
Unsere Regionalpolitik ist eine Erfolgsgeschichte. In den vergangenen acht Jahren konnten von 1000 Projektträgern rund 1600 Projekte unterstützt werden. Der Einfluss auf die Regionen ist damit zweifelsohne sehr gross.
Das Bundesgesetz über Regionalpolitik legt in Artikel 21 Absatz 3 und in Artikel 22 Absatz 2 fest, wie wir diesen Fonds zu äufnen haben. Insbesondere in Artikel 21 Absatz 3 wird ausgeführt, dass die längerfristige Werterhaltung des Fonds anzustreben ist. Das macht auch Sinn. Dank des Fonds können wir mit sehr wenigen Bundesmitteln eine ausgezeichnete Wirkung erzielen. Wir zahlten bisher pro Jahr nur rund 28 Millionen Franken aus Bundesmitteln in den Fonds ein. Jedes Jahr können wir aus diesem Fonds aber A-Fonds-perdu-Beiträge von 50 Millionen Franken und in gleicher Höhe auch Darlehen gewähren. Solche Instrumente sind ein Glücksfall für den Bund und die Regionen.
Trotz gesetzlichem Auftrag ist der Fondsbestand seit 2008 um 130 Millionen Franken gesunken. Wenn wir dem Antrag der Mehrheit der WAK-N folgen würden, ist zu erwarten, dass der Fondsbestand bis 2031 deutlich unter einer Milliarde Franken zu liegen käme. Bereits heute ist rund die Hälfte der Mittel des Fonds liquide. Der Handlungsspielraum würde also deutlich eingeschränkt.
Der Fonds wurde in anspruchsvollen Zeiten für unsere Regionen geäufnet. Er bildet das Rückgrat unserer heutigen Regionalpolitik. Projekte, die unterstützt werden, kommen aus den Regionen und müssen mit den Bundesmitteln kofinanziert werden. Es wird also eine sehr hohe Wirkung mit relativ wenig Bundesmitteln erreicht. Ich warne deshalb davor, den Antrag der Mehrheit der Kommission anzunehmen und so zu beginnen, den Fonds zu plündern. Diese Mittel sind wichtig, um eine wirtschaftliche Entwicklung auch in den Regionen anstossen zu können. Deshalb unterstützen auch die Vertreter der Kantone bzw. der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz, die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete und viele weitere Organisationen die Werterhaltung des Fonds, und das ist genau das, was der Antrag meiner Minderheit fordert.
Ich bitte Sie daher, beim Bundesbeschluss 5 bei Artikel 1 Absatz 1 der Minderheit Ihrer Kommission und damit dem Bundesrat sowie der Mehrheit der Finanzkommission zu folgen.
Badertscher Christine · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion
Zuerst zu meiner Interessenbindung: Ich bin Mitglied im Vorstand der SAB, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete. Zwar bin ich Unterländerin, die Berggebiete und die ländlichen Regionen liegen mir aber am Herzen. Daher bitte ich Sie, meine Minderheit zu unterstützen.
Dabei geht es nicht um eine Erhöhung der Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung, sondern darum, den Fonds nicht zu kürzen. Denn der Bundesrat hat in seiner Vorlage die Mittel gegenüber dem letzten Bundesbeschluss bereits gekürzt. Der Ständerat hat dies korrigiert und die Einlage in den Fonds wieder auf 230 Millionen Franken angesetzt. Die Mehrheit der Finanzkommission will die Mittel kürzen und folgt dem Bundesrat, und die Mehrheit der WAK will sogar noch weiter gehen und die Gelder noch weiter kürzen; wir haben es vorhin gehört. Dies ist keine nachhaltige Finanzpolitik.
Der Fonds für Regionalentwicklung wurde in über fünfzig Jahren aufgebaut, damit Mittel für sinnvolle Projekte zur Verfügung stehen. Diesen Fonds nun aufgrund der mehr oder weniger sinnvollen Sparübungen zu plündern, ist unfair gegenüber den Bergregionen. Wir haben gestern hier über den Zusammenhalt der Schweiz gesprochen. Dabei geht es nicht nur um die Sprachregionen, sondern auch um den Zusammenhalt zwischen Stadt und Land. Für die ländlichen Regionen sind die NRP-Projekte sehr wichtig. Es geht auch um eine Wertschätzung gegenüber der grossen und zum Teil schwierigen Arbeit, die geleistet wird. Es geht heute also um ein wichtiges Zeichen für die Rand- und Bergregionen.
Zurück zu den Finanzen: Wir sprechen hier von einem Finanzierungsbeschluss über acht Jahre. Das heisst, mein Minderheitsantrag kostet pro Jahr 1,6 Millionen Franken mehr. Wir beschliessen in diesem Rat höhere Beträge, und Sparpotenzial gäbe es in anderen Bereichen genügend. Die Regionalpolitik des Bundes ist von der finanziellen Dotierung her ein kleines Instrument, doch ihre Hebelwirkung ist sehr gross. Gemäss der Botschaft mobilisiert jeder vom Bund eingesetzte Franken das Fünffache an Investitionen für die Schweizer Regionen, denn die Kantone und selbstverständlich auch die Projektträger müssen ebenfalls ihren Anteil leisten.
Wir können hier also für relativ wenig Geld viel Nachhaltigkeit und Innovation kaufen, denn der Bundesrat will in der Regionalpolitik dem Aspekt der nachhaltigen Entwicklung stärkere Beachtung schenken, was wir natürlich begrüssen. Die Projekte werden also genau überprüft, und nur sinnvolle Vorhaben werden unterstützt, zum Beispiel ein Projekt aus dem Mattertal, in dem eine Kooperation den nachhaltigen Tourismus fördern und somit mehr Wertschöpfung in der Region generieren will, oder ein Projekt aus dem Kanton Aargau, in dem mit einer Informationskampagne die Schülerinnen und Schüler von der Berufslehre überzeugt werden sollen. Wir wissen alle, dass es für Unternehmen immer schwieriger wird, ihre Lehrstellen zu besetzen. Die NRP-Projekte sind also einerseits wichtig für die Berglandwirtschaft, andererseits aber auch für die KMU im ländlichen Raum. Sie fördern die Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit in den Randregionen sowie, wie bereits erwähnt, die Nachhaltigkeit.
Die Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren hat uns in einem Brief darum gebeten, die Einlagen nicht zu kürzen und dem Ständerat zu folgen. Die Kantone haben versprochen, dass sie bereit sind, künftig mehr zu investieren. Das ist entscheidend für die Ausschöpfung der Bundesmittel, da der Bund ja nur einen Beitrag leistet, wenn der Kanton auch mindestens einen gleich hohen Beitrag bezahlt.
Zum Schluss noch einmal die Feststellung: Bei meinem Minderheitsantrag geht es nicht um eine Erhöhung, sondern darum, dass wir die Mittel nicht kürzen. Einen Einzelantrag, gleichlautend wie mein Minderheitsantrag, hat Christine Bulliard, Präsidentin der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete, eingereicht.
Ich bitte Sie, meine Minderheit sowie den Einzelantrag Bulliard zu unterstützen und den Beitrag somit bei 230 Millionen Franken für die Jahre 2024 bis 2031 zu belassen, wie dies auch der Ständerat entschieden hat.
Im Namen der Berggebiete und der ländlichen Regionen danke ich Ihnen; wir setzen heute ein wichtiges Zeichen für die Randregionen.
Birrer-Heimo Prisca · Mit-F · Nationalrat · Luzern · Sozialdemokratische Fraktion
Ich spreche zu meinem Minderheitsantrag zum Bundesbeschluss 6, da geht es um die Exportförderung. Der Ständerat hat mit dem Einzelantrag Würth den Bundesbeschluss über die Exportförderung mit einem zusätzlichen Subventionsempfänger angereichert. Salopp könnte man vom "Schweinefüsse-Artikel" sprechen. Wen wundert es? Der Antragsteller hat ein Mandat bei einem Unternehmen, das Schlachtnebenprodukte verwertet - so viel zum direkten Lobbying via Einzelantrag im Ständerat.
Worum geht es? Mit dem vom Ständerat in Artikel 1 eingefügten Absatz 2 sollen bei der Exportförderung neu auch Dritte wie beispielsweise die Plattform Agrarexport profitieren können. Aktuell ist es die SGE, also Switzerland Global Enterprise, die als Ansprechpartnerin für die Wirtschaft fungiert. Für den Agrarmarkt braucht es jedoch spezielles Wissen. Daher wurde mit gutem Grund die Plattform Agrarexport gegründet. Diese kümmert sich um solche Dinge wie Marktzugang für den Export von Schweinefüssen und anderem. Das zuständige Bundesamt für Landwirtschaft hat dazu finanzielle Beiträge gesprochen, die Ende 2024 auslaufen.
Aktuell wird also die Plattform Agrarexport, das kann man auch auf dieser Plattform nachschauen, von ihren Mitgliedern sowie vom Bundesamt für Landwirtschaft und vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen finanziert. Obwohl klar war, auch bereits bei der Anschubfinanzierung, dass die Branche bezüglich weiterer Finanzierung in der Pflicht steht und dass das BLW zuständig ist - dort gibt es auch eine Arbeitsgruppe Agrarexport, die die Branche unterstützt -, versucht man nun, sich über diesen Bundesbeschluss 6 aus einem anderen Topf zu bedienen. Dass so weniger Mittel für die bisherige Exportförderung zur Verfügung stehen werden und dass damit KMU aus anderen Wirtschaftszweigen diesen zusätzlichen Subventionsempfänger mitfinanzieren oder, wenn Sie wollen, mitfüttern werden, das sollte allen klar sein, wenn Sie diesem Antrag zustimmen.
Ich bitte Sie daher, dem Bundesrat und meiner Minderheit zu folgen und diesen neu eingefügten Absatz 2 abzulehnen.
Ritter Markus · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Bei den Bundesbeschlüssen 1 und 2 wird die Mitte-Fraktion der Mehrheit folgen.
Beim Bundesbeschluss 3 über die Finanzhilfe an Schweiz Tourismus für die Jahre 2024-2027 liegt bei Artikel 1 Absatz 1 eine Minderheit Regazzi - gemäss Ständerat - vor. Die Mitte-Fraktion wird dieser Minderheit folgen.
Bereits der Ständerat hat für die Vierjahresperiode einen um 13 Millionen Franken erhöhten Zahlungsrahmen gesprochen. Die Aufwendungen für das Marketing haben aufgrund der veränderten Zusammensetzung der Gästegruppen im Tourismus markant zugenommen. Die Tendenz zu immer mehr Individualtourismus fordert zusätzliche Werbemassnahmen. Aber auch das Bewerben grosser ferner Märkte benötigt mehr Ressourcen. Zudem hat die hohe Teuerung im Ausland den Mittelbedarf bei Schweiz Tourismus stark beeinflusst. Deshalb rechtfertigen sich auch etwas höhere Mittel.
Beim Bundesbeschluss 4 werden wir der Mehrheit folgen.
Bei Artikel 1 Absatz 1 des Bundesbeschlusses 5 wird die Mitte-Fraktion zuerst dem Einzelantrag Bulliard und dann, sollte dieser nicht angenommen werden, der Minderheit folgen. Der von der Mehrheit der Kommission vorgeschlagene Kahlschlag im Fonds für Regionalentwicklung, der nicht einmal von der Finanzkommission gefordert wird, entbehrt jeder Grundlage. Der Bundesrat, die Finanzkommission und die Minderheit der WAK-N wollen Mittel von 217,3 Millionen Franken für acht Jahre bewilligen. Der Ständerat hat sogar auf 230 Millionen Franken aufgestockt, wie dies auch der Einzelantrag Bulliard fordert. Auch die Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz unterstützt diese 230 Millionen Franken, wie sie der Ständerat gutgeheissen hat. Eine Reduktion der Mittel, wie von der Mehrheit beantragt, auf 150 Millionen Franken widerspricht dem Bundesgesetz über Regionalpolitik und würde die Zielerreichung bei der Regionalpolitik gefährden. Dies wird von der Mitte-Fraktion klar abgelehnt.
Beim Bundesbeschluss 6 über die Finanzierung der Exportförderung für die Jahre 2024-2027 wird die Mitte-Fraktion überall der Mehrheit folgen. Dies gilt insbesondere auch für Artikel 1 Absatz 2. Der Ständerat hat mit diesem Absatz 2 eine wichtige Ergänzung eingefügt. Damit wird im Exportförderungsgesetz die Rechtsgrundlage dafür geschaffen, dass im Bereich der Lebensmittel die Kreislaufwirtschaft gewährleistet werden kann - eigentlich ein aktuelles Thema, das auch den Konsumentenschutz interessieren müsste. Gegenüber heute entstehen keine Mehrkosten. Es geht um Rechtssicherheit. Diese Mittel sind aber wichtig, damit Schlachtnebenprodukte, wie zum Beispiel Schweinefüsse, auf Märkten wie in China, wo sie als Delikatesse gelten, erfolgreich positioniert werden können. Ich glaube, dies macht Sinn. Auch hier gilt das Prinzip der Kofinanzierung. Mit wenig Mitteln kann auch hier sehr viel erreicht werden.
Beim Bundesbeschluss 7 wird die Mitte-Fraktion ebenfalls der Mehrheit folgen und eine Reduktion der Mittel gegenüber dem Antrag des Bundesrates bzw. dem Beschluss des Ständerates ablehnen.
Baumann Kilian · Mit-M · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion
Die Standortförderung ist ein wichtiges Instrument der Bundespolitik. Die grüne Fraktion steht grundsätzlich hinter dieser Politik. Sie unterstützt insbesondere Massnahmen, die zur Förderung der ländlichen Regionen und damit zum Ausgleich zwischen den Regionen und zum Zusammenhalt der Schweiz beitragen. Die grüne Fraktion unterstützt aber nicht alle zur Debatte stehenden Massnahmen, und zu einzelnen Punkten bestehen innerhalb der Fraktion auch unterschiedliche Positionen, die ich Ihnen in der Folge kurz ausführen möchte.
Zu den einzelnen Anträgen: Beim Bundesbeschluss über die Finanzhilfe an Schweiz Tourismus für die Jahre 2024-2027 wird die grüne Fraktion mit der Mehrheit der Kommission für Wirtschaft und Abgaben dem Bundesrat folgen. Die Branche hat sich nach der Pandemie schon gut erholt. Die grüne Fraktion sieht keine Notwendigkeit, die Nachfrage weiter anzukurbeln und die Beiträge an Schweiz Tourismus noch zu erhöhen.
Den Bundesbeschluss über weitere Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung unterstützt die grüne Fraktion. Die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in ländlichen Regionen, Berggebieten und Grenzregionen ist uns ein grundsätzliches Anliegen. Dafür müssen auch die entsprechenden finanziellen Mittel gesprochen werden. Zur angemessenen Höhe dieser Mittel gibt es aber innerhalb unserer Fraktion unterschiedliche Positionen.
Die eine Seite erachtet die vom Bundesrat geplanten Einlagen in den Fonds als nötig für dessen langfristigen Erhalt und befürchtet bei einer Kürzung eine Einschränkung des regionalpolitisch wichtigen Instruments. Diese Stimmen unterstützen den Minderheitsantrag, den Zahlungsrahmen von 217,3 Millionen Franken gemäss Bundesrat zu bewilligen.
Für andere ist der Fonds für Regionalentwicklung gegenwärtig gut gefüllt. Sie folgen deshalb dem Antrag der Mehrheit der Kommission für Wirtschaft und Abgaben, einen Zahlungsrahmen von lediglich 150 Millionen Franken zu bewilligen. Die gesetzlichen Grundlagen für den Fonds für Regionalentwicklung können auch eingehalten werden, wenn er weniger stark geäufnet wird, und das ist angesichts der finanzpolitischen Lage auch geboten.
Auch zum Einzelantrag Bulliard gibt es in unserer Fraktion ganz unterschiedliche Positionen.
Noch zur Exportförderung: Dem Bundesbeschluss über die Finanzierung der Exportförderung steht die grüne Fraktion kritisch gegenüber. Die tierische Produktion in der Schweizer Landwirtschaft wird relativ stark mit Bundesmitteln gefördert. Nebst den bekannten negativen Folgen dieser Politik für Umwelt und Klima entstehen auch Produktionsüberschüsse, für die in der Schweiz keine Nachfrage mehr besteht. Mit der Exporthilfe soll die Vermarktung dieser Überschüsse im Ausland unterstützt werden. Wir von der grünen Fraktion lehnen es ab, die Fehlanreize der Agrarpolitik bei der tierischen Produktion mit weiteren Bundesmitteln zu kaschieren, und unterstützen deshalb den Minderheitsantrag Birrer-Heimo, den vom Ständerat eingebrachten Absatz 2 in Artikel 1 wieder zu streichen.
Zum Schluss komme ich noch zur Standortpromotion 2024-2027: Die grüne Fraktion betrachtet die Standortpromotion, also das Anlocken von ausländischen Firmen in die Schweiz durch das Befeuern des Standortwettbewerbs, kritisch. Das auf diesem Weg erreichte Wirtschaftswachstum ist nicht nachhaltig und schadet anderen Wirtschaftsstandorten durch den Entzug von Steuersubstrat und Fachkräften. Die grüne Fraktion sieht für keine Seite dieses ruinösen Standortwettbewerbs einen Vorteil und wird deshalb den Minderheitsantrag Badran Jacqueline unterstützen, für die Standortpromotion einen Zahlungsrahmen von lediglich 9,25 Millionen Franken zu bewilligen.
Gössi Petra · Mit-F · Nationalrat · Schwyz · FDP-Liberale Fraktion
Da es im Bundesbeschluss 6 um die exportorientierte Land- und Ernährungswirtschaft geht - das ist die Position, die vom Ständerat eingebracht wurde -, hier noch eine Offenlegung der Interessenbindung: Ich bin Präsidentin der Föderation der schweizerischen Nahrungsmittelindustrien (Fial).
Die FDP-Liberale Fraktion stimmt bei den Bundesbeschlüssen 1 und 2 mit der Mehrheit.
Beim Bundesbeschluss 3, der Finanzhilfe an Schweiz Tourismus, folgt eine Minderheit der Fraktion der Minderheit Regazzi und will dem Tourismus wie der Ständerat einen Zahlungsrahmen von 246 Millionen Franken bewilligen. Der Bundesrat beantragt Ihnen hier einen Zahlungsrahmen von 233 Millionen Franken. Schweiz Tourismus beantragte ursprünglich sogar 258 Millionen Franken, das vor allem deshalb, weil die Organisation die zahlreichen Herausforderungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit und die Digitalisierung meistern und die Nachwehen von Covid-19 bekämpfen will. Diejenigen in unserer Fraktion, die der Minderheit Regazzi und damit dem Ständerat folgen, kommen Schweiz Tourismus mit dem Kompromiss zwischen der Position des Bundesrates und der Position von Schweiz Tourismus entgegen.
Die Mehrheit folgt allerdings mit Blick auf die aktuelle Lage der Bundesfinanzen und somit vor allem aus finanzpolitischer Sicht dem Antrag des Bundesrates.
Beim Bundesbeschluss 4 folgen wir wiederum der Mehrheit, und beim Bundesbeschluss 5 - dort geht es um die Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung - folgen wir grundsätzlich geschlossen der Argumentation der Finanzkommission und der EFK, die in einem Bericht aufgezeigt hat, dass die Liquidität des Fonds gesenkt werden sollte, da er sehr stark geäufnet ist. Dieser Punkt wurde in der WAK-N ausführlich diskutiert. Den Minderheitsantrag Badertscher aus der Finanzkommission unterstützen wir nicht. Die Frage ist nun aber, wie stark der Beitrag an die Äufnung gesenkt werden soll. Grundsätzlich ist der Fonds für die ländlichen Gebiete und die Regionalpolitik äusserst wichtig; das ist unbestritten. Die verstärkte Urbanisierung auf der einen Seite und die niedrige Wertschöpfung und das geringe Wirtschaftswachstum im ländlichen Raum und in den Berggebieten auf der anderen Seite sind gegenläufige Trends, und deshalb sind die NRP-Projekte so wichtig.
Die Unterstützung bleibt aber auch weiterhin möglich, wenn der Fonds mit 150 Millionen Franken geäufnet wird. Da die Vorschriften auch mit diesem tieferen Zahlungsrahmen von 150 Millionen Franken eingehalten werden, folgt die Mehrheit der FDP-Liberalen Fraktion dem Antrag der Mehrheit.
Beim Bundesbeschluss 6 über die Finanzierung der Exportförderung begrüssen wir den Beschluss des Ständerates, der damit neu aufgenommen hat, dass der Bundesrat die besonderen Herausforderungen der exportorientierten Land- und Ernährungswirtschaft bei der Überwindung technischer Handelshemmnisse besonders berücksichtigen soll.
Und noch ein Wort zum Bundesbeschluss 7 über die Standortpromotion: Wir erachten die gezielten Leistungen, die von Switzerland Global Enterprise (SGE) erbracht werden, als sehr wertvoll. Pro Jahr unterstützt SGE aktuell so viele KMU wie nie zuvor - im Jahr sind das rund 6000 Unternehmen - mit 20 000 Handlungen oder Leistungen. Die letzte Umfrage bei den Dienstleistungsempfängern hat gezeigt, dass die Zufriedenheit und die Wirkung bei rund 90 Prozent liegen; das ist sehr hoch, und es ist vor allem nicht selbstverständlich. Aus politischer Sicht ist es aber noch wichtiger, zu erwähnen, dass die zunehmenden Leistungen - ungefähr plus 15 Prozent -, die erbracht werden, in den letzten vier Jahren allen drei Sektoren zugutegekommen sind: dem ersten Sektor mit rund 10 Prozent, dem zweiten Sektor mit rund 70 Prozent, dem dritten Sektor mit rund 20 Prozent. Das heisst, dass von diesen Leistungen alle profitieren können, was auch notwendig und richtig ist. Damit dies weiterhin, also auch in der Periode von 2024 bis 2027, möglich ist, folgen wir hier der Mehrheit.
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
Tout d'abord, à l'arrêté 3, concernant la proposition d'augmentation du Conseil des Etats, reprise par la minorité, le Conseil fédéral vous prie d'en rester à sa version. Nous souhaitons tous apporter un appui important au tourisme, mais cette augmentation de 13 millions de francs telle qu'elle est présentée n'est absolument pas raisonnable, particulièrement en période de restriction budgétaire.
Il ne faut pas oublier que des augmentations dans un pot vont signifier des coupes budgétaires ailleurs. De plus, la situation actuelle du tourisme présente une image positive. Dans l'hôtellerie, en Suisse, les nuitées en 2022 ont presque atteint le niveau de 2019. Le retour des visiteurs étrangers, en particulier ceux venus d'Europe, et une forte demande intérieure ont contribué à cette bonne année 2022. Dès lors, je vous prie de nouveau, instamment, de suivre le projet du Conseil fédéral en acceptant un plafond de dépenses de 233 millions de francs et de rejeter la proposition d'augmentation.
Concernant l'arrêté 5, dont le plafond de dépenses au versement de nouveaux apports au Fonds de développement régional est débattu, le Conseil fédéral peut comprendre la volonté de la Commission de l'économie et des redevances du Conseil national de réduire en temps financièrement difficiles les dépenses. Malgré cela, il rejette la proposition de couper les apports au Fonds de développement régional d'un tiers. En demandant des apports au fonds à hauteur de 217,3 millions de francs et en planifiant simultanément les investissements - donc des dépenses - du fonds de 400 millions de francs, la Confédération utilise les liquidités disponibles dans ce fonds.
J'aimerais attirer votre attention sur un point, en relevant une distinction importante.
La valeur du Fonds de développement régional s'élève actuellement à 1,1 milliard de francs. En plus des fonds liquides, la valeur du fonds comprend les prêts, qui sont déjà investis dans des projets d'infrastructures concrets. Il va de soi que les prêts liés à des investissements en cours ne sont pas disponibles pour de nouveaux projets. La liquidité du Fonds de développement régional se monte actuellement à 500 millions de francs. Cette liquidité n'est pas liée et elle est donc à disposition pour financer des projets. Cela signifie concrètement que le fonds va diminuer, mais il disposera encore de suffisamment de liquidités en 2027.
Bien sûr, les investissements dans les régions suisses et leur développement économique sont essentiels pour leur avenir. Les programmes présentés fin juillet 2023 par les cantons au Secrétariat d'Etat à l'économie prévoient que ceux-ci veulent investir 19 pour cent environ de plus dans cette Nouvelle politique régionale de la période 2024 à 2027 par rapport à la période actuelle 2019 à 2023. La Confédération doit rejoindre les cantons dans leurs efforts en faveur du développement économique régional.
Comme je l'ai dit, nous sommes en période de restriction budgétaire. Nous devons en tenir compte. Augmenter le fonds, comme le demande le Conseil des Etats, signifie une réduction ailleurs. En revanche, une réduction massive des apports dans le fonds, comme le propose votre commission préparatoire, enverrait un signal totalement erroné aux régions en ces temps difficiles. La Confédération veut donc répondre à la volonté des cantons d'investir davantage dans le développement économique des espaces ruraux et des régions de montagne.
Je vous rappelle qu'en demandant des apports au fonds à hauteur de 217,3 millions de francs, le projet du Conseil fédéral présente déjà une réduction considérable comparativement à la période précédente. Pour la période 2016 à 2023, le montant approuvé par le Parlement s'était élevé à 230 millions de francs. Maintenant, nous en sommes à 217,3 millions de francs. Cela signifie une diminution de 12,7 millions de francs. De plus, une compensation du renchérissement n'est pas prévue. Finalement, une réduction de 2 pour cent a déjà été décidée pour l'année 2024.
Compte tenu de tous ces éléments, le Conseil fédéral a jugé que le Fonds de développement régional dispose de liquidités suffisantes si le Parlement approuve les apports demandés à hauteur de 217,3 millions. Il faudra peut-être revoir la situation pour maintenir le cap à long terme, mais il s'agira d'en discuter dans des périodes économiques plus favorables. Il s'agit aussi de se rappeler que la loi stipule que l'on doit garantir la valeur du fonds.
Pour toutes ces raisons, je vous prie de suivre la proposition du Conseil fédéral, qui permet de réduire quelque peu les liquidités du fonds, tout en maintenant sa pérennité.
Concernant l'arrêté 6, où il y a une divergence, je vous invite à suivre la proposition du Conseil fédéral et la minorité Birrer-Heimo.
Le promoteur des exportations, Switzerland Global Enterprise (SGE), fait déjà beaucoup dans ce domaine. Près de 7 pour cent de l'ensemble des entreprises soutenues par SGE relèvent du secteur alimentaire. Les entreprises de ce secteur représentent près d'un quart des exposants au "Swiss Pavilion", que SGE organise lors de salons internationaux. En 2024, par exemple, 8 des 25 participations à de tels salons concerneront le secteur alimentaire. Les défis particuliers que le secteur agroalimentaire exportateur doit relever pour éliminer les obstacles techniques au commerce sont certes nombreux. J'aimerais citer, à titre d'exemple, tous les aspects de l'agrément d'entreprise exportatrice et des procédures d'enregistrement en vigueur à l'étranger.
C'est dans ce but qu'une plateforme a été créée et soutenue par un financement de départ temporaire, via le budget agricole. Selon les dispositions du droit agricole, un tel soutien doit se limiter à un financement initial. L'Office fédéral de l'agriculture avait fixé très clairement comme condition que cette plateforme devait être financée par le secteur privé agricole à partir de l'année 2025. Cela a été clairement, dès le départ, convenu et communiqué. L'autofinancement par le secteur doit rester l'objectif.
Si vous deviez suivre ici la décision du Conseil des Etats, soutenue par la majorité de la commission, cela signifierait concrètement que le financement initial provisoire de la Confédération serait remplacé par une nouvelle subvention, ceci au détriment de la promotion des exportations, donc au détriment de SGE.
Cela signifierait que vous enlèveriez des moyens pour soutenir les PME exportatrices pour les donner ailleurs - en allemand on dit "Treu und Glauben" -, ce qui ne fonctionne pas. Pour le futur, cela pose la question des "Impulsfinanzierung", des financements initiaux. Si les conditions connues dès le départ ne sont plus respectées, il y a quand même un problème. De plus, dans ce cas précis, SGE aurait une tâche supplémentaire très spécifique qui dépasserait clairement son mandat.
Je vous prie donc instamment de soutenir la proposition de la minorité, qui est aussi celle du Conseil fédéral.
Enfin, concernant le projet 7, à savoir l'arrêté fédéral sur le financement de la promotion des conditions d'implantation des entreprises en Suisse, je vous prie d'en rester au projet du Conseil fédéral, soutenu par la majorité. La prospérité de la Suisse ne va pas de soi. Les implantations de firmes étrangères contribuent à l'innovation et à la compétitivité de notre pays. Nous ne voulons pas implanter un maximum d'entreprises, mais implanter des entreprises innovatrices, de qualité et qui amènent de la valeur ajoutée. Une large majorité des cantons a d'ailleurs déjà signalé qu'ils avaient l'intention de signer le nouveau contrat de prestation avec SGE. Une réduction du montant prévu par la Confédération mettrait en péril le système soigneusement élaboré avec les cantons et affaiblirait notre présence à l'étranger.
Je vous prie donc d'en rester au projet du Conseil fédéral.
Regazzi Fabio · Mit-M · Nationalrat · Tessin · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Monsieur le conseiller fédéral, j'ai bien écouté vos explications au sujet de la minorité Birrer-Heimo à l'arrêté fédéral 6. Est-ce que vous envisagez d'autres solutions?
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
Encore une fois, les règles du jeu étaient claires dès le début, Monsieur le conseiller national Regazzi. Si vous rejetez la proposition venue du Conseil des Etats et si vous soutenez la proposition du Conseil fédéral, nous aurons l'occasion d'avoir une divergence, de pouvoir approfondir encore une fois les choses avec le Conseil des Etats. Mais l'on ne peut pas simplement changer les règles comme cela. Il y aurait éventuellement - nous devons encore approfondir ceci - la possibilité de prolonger quelque peu le soutien, par le biais de l'Office fédéral de l'agriculture (OFAG), mais cela demande un approfondissement. Si, par contre, vous suivez aujourd'hui la proposition du Conseil des Etats, nous devrons certainement prendre une partie des fonds à SGE de façon à pouvoir financer cette tâche, ce qui n'était pas prévu à l'origine.
Dettling Marcel · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Die Detailberatung in der Kommission verlief weniger harmonisch als die Eintretensdebatte. Auf der einen Seite lagen uns die verschiedenen Aufstockungen gemäss dem Beschluss des Ständerates vor, und zwar beim Entwurf 3 um 13 Millionen Franken auf 246 Millionen Franken, beim Entwurf 5 um 12,7 Millionen Franken. Auf der anderen Seite lag uns das Schreiben der Finanzkommission vor, welche uns eindringlich bat, aufgrund der sehr angespannten Finanzlage beim Bund auf sämtliche vom Ständerat beschlossenen Aufstockungen zu verzichten und dem Bundesrat zu folgen.
Zu den Details:
Bei den Bundesbeschlüssen 1 und 2 folgt die Kommission einstimmig dem Ständerat.
Beim Bundesbeschluss 3 über die Finanzhilfe an Schweiz Tourismus erachtet es die Mehrheit der Kommission aufgrund der angespannten Finanzlage des Bundes als fahrlässig, weitere Aufstockungen vorzunehmen. Denn der Bundesrat hat für die Periode 2024-2027 im Vergleich zur vorherigen Periode bereits eine Aufstockung vorgenommen. Es ist also nicht so, dass der Bundesrat auf demselben Niveau verharren würde. Bei Schweiz Tourismus wird mit dem bundesrätlichen Entwurf eine Aufstockung um 3 Millionen Franken beantragt, und zwar von 230 auf 233 Millionen Franken. Der Ständerat und die Minderheit Regazzi möchten noch weiter aufstocken. Das lehnt die Mehrheit der Kommission ab. Die Minderheit Regazzi möchte dem Ständerat folgen, da der Tourismus viele Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung angehen müsse und auch die Nachwehen von Covid noch spürbar seien. Im Namen der Mehrheit der Kommission bitte ich Sie, hier dem Bundesrat zu folgen und auf eine weitere Aufstockung zu verzichten.
Beim Bundesbeschluss 4 über die Festlegung des Mehrjahresprogramms des Bundes 2024-2031 zur Umsetzung der neuen Regionalpolitik empfiehlt die Kommission einstimmig, dem Bundesrat zu folgen.
Beim Bundesbeschluss 5 über weitere Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung beantragt der Bundesrat, weitere Einlagen in diesen Fonds vorzunehmen. Für die Jahre 2024 bis 2031 beantragt er dafür 217,3 Millionen Franken. Die Mehrheit der Kommission ist der Meinung, dass der Fonds auch mit 150 Millionen Franken noch ausreichend geäufnet wäre. Ausserdem trage man so der angespannten Finanzlage des Bundes Rechnung, ohne dass es Einschränkungen beim Fonds gebe.
Der Ständerat möchte den Zahlungsrahmen gar auf 230 Millionen Franken erhöhen. Das stiess in der Kommission auf wenig Gegenliebe und wurde nicht unterstützt. Eine Minderheit beantragt aber, bei der Variante des Bundesrates zu bleiben, weil diese bereits zu einer Reduktion des Fonds führen werde und weil mit der Variante der Kommissionsmehrheit die gesetzlichen Ziele nicht erreicht werden könnten.
Ich bitte Sie im Namen der Mehrheit der WAK-N, der Kürzung auf 150 Millionen Franken zuzustimmen.
Beim Bundesbeschluss 6 über die Finanzierung der Exportförderung für die Jahre 2024-2027 hat der Ständerat einen neuen Artikel eingefügt, welcher in unserer Kommission eingehend diskutiert wurde. Es geht darum, dass die exportorientierte Land- und Ernährungswirtschaft bei der Überwindung technischer Handelshemmnisse berücksichtigt wird. Die Mehrheit der Kommission unterstützt diese Ergänzung des Ständerates, da es für den Nahrungsmittelbereich von grosser Bedeutung ist, dass dieser Zusatz eingefügt wird. Eine Minderheit unterstützt die Variante des Bundesrates bzw. möchte diese Ergänzung nicht aufnehmen.
Beim Bundesbeschluss 7 über die Finanzierung der Förderung der Information über den Unternehmensstandort Schweiz unterstützt die Mehrheit klar den Entwurf des Bundesrates mit einem Zahlungsrahmen von 18,5 Millionen Franken. Eine Minderheit ist der Ansicht, man solle den Betrag halbieren, da die Standortpromotion der Schweiz den anderen Standorten schade und ihnen somit Steuersubstrat wegnehme. Die Mehrheit der Kommission ist aber der Meinung, dass die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern bereits heute sehr wenig Geld für die Standortpromotion ausgibt und dass wir schlecht beraten sind, wenn wir diese bescheidenen Mittel noch kürzen. Im Sinne der Kommissionsmehrheit bitte ich Sie, diese Kürzung nicht vorzunehmen und dem Entwurf des Bundesrates zuzustimmen.
Im Namen der Kommission bitte ich Sie, bei den Bundesbeschlüssen 1, 2, 3, 4 und 7 dem Bundesrat zu folgen, beim Bundesbeschluss 5 eine Kürzung auf 150 Millionen Franken vorzunehmen und beim Bundesbeschluss 6 der Ergänzung des Ständerates zuzustimmen, dies alles im Sinne einer starken Standortförderung.
Feller Olivier · Mit-M · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Je vais me limiter aux arrêtés fédéraux qui font l'objet de propositions de minorité. C'est le cas de l'arrêté fédéral sur l'aide financière allouée à Suisse Tourisme pour les années 2024 à 2027. Vous l'avez entendu, la minorité Regazzi vous recommande de vous rallier à la décision du Conseil des Etats qui a opté pour un crédit de 246 millions de francs, au lieu des 233 millions proposés par le Conseil fédéral. La majorité de la commission vous recommande d'en rester aux 233 millions proposés par le Conseil fédéral. Elle considère que Suisse Tourisme ne peut pas s'affranchir de la nécessité de fournir des efforts, étant donné la situation financière critique de la Confédération à l'aune des exigences du frein à l'endettement.
L'arrêté fédéral concernant de nouveaux apports au Fonds de développement régional prévoit un plafond de dépenses de 217,3 millions de francs pour les années 2024-2031. Je relève que le Conseil des Etats a décidé d'augmenter ce plafond à 230 millions. Aucune proposition allant dans ce sens n'émane de la Commission de l'économie et des redevances. En revanche, cette approche fait l'objet d'une proposition Bulliard ainsi que d'une proposition de minorité qui émane de la Commission des finances.
Concernant cet arrêté, la minorité Ritter estime que la proposition du Conseil fédéral est raisonnable. La majorité de la commission, en revanche, voit les choses différemment. Si l'on adopte la version de la majorité de la commission, à savoir une réduction du plafond de dépenses à 150 millions de francs, le fonds serait doté, dans huit ans, en 2031, de liquidités à hauteur de 280 millions. La majorité de la commission estime qu'un fonds doté de 280 millions à la fin de la période 2024-2031 est suffisant. C'est d'ailleurs aussi l'appréciation du Contrôle fédéral des finances qui estime qu'il y a aujourd'hui un déséquilibre entre les projets financés par le fonds et les apports au fonds.
L'arrêté fédéral sur le financement de la promotion des exportations pendant les années 2024 à 2027 prévoit un plafond de dépenses de 99,1 millions de francs. La commission vous recommande, par 15 voix contre 10 et 5 abstentions, de vous rallier à une adjonction décidée par le Conseil des Etats: il s'agit de tenir compte des défis particuliers que le secteur agroalimentaire exportateur doit relever pour éliminer les obstacles techniques au commerce. La minorité Birrer-Heimo considère quant à elle qu'il faut éviter de mentionner un secteur particulier dans un arrêté de ce genre.
Enfin, le dernier arrêté qui fait l'objet d'une proposition de minorité est l'arrêté fédéral sur le financement de la promotion des conditions d'implantation des entreprises en Suisse pendant les années 2024 à 2027. La minorité Badran Jacqueline souhaite réduire drastiquement le plafond de dépenses. La majorité de la commission vous propose d'en rester au projet du Conseil fédéral. En effet, notre pays est confronté à de nombreux défis nationaux et internationaux et il règne aujourd'hui une forte concurrence entre les places économiques. Il est dès lors nécessaire de mettre en oeuvre des campagnes supplémentaires ciblées pour faire connaître les conditions-cadres et les potentiels d'opportunités qui distinguent la place économique suisse en matière d'innovation et de technologie.
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
1. Bundesbeschluss über die Finanzierung der E-Government-Aktivitäten zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen für die Jahre 2024-2027
1. Arrêté fédéral sur le financement des activités de cyberadministration en faveur des petites et moyennes entreprises pendant les années 2024-2027
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 1-3
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Art. 1
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 187 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 185 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
2. Bundesbeschluss über die Finanzierung der Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour) für die Jahre 2024-2027
2. Arrêté fédéral sur le financement de l'encouragement de l'innovation, de la coopération et de la professionnalisation dans le domaine du tourisme (Innotour) pendant les années 2024-2027
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 1-4
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Art. 1
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 189 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 189 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
3. Bundesbeschluss über die Finanzhilfe an Schweiz Tourismus für die Jahre 2024-2027
3. Arrêté fédéral sur l'aide financière allouée à Suisse Tourisme pour les années 2024-2027
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 1
Antrag FK-N/Mehrheit WAK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag der Minderheit WAK-N
(Regazzi, Feller, Landolt, Müller Leo, Ritter, Schneeberger)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 1
Proposition CdF-N/majorité CER-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition de la minorité CER-N
(Regazzi, Feller, Landolt, Müller Leo, Ritter, Schneeberger)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der FK-N/Mehrheit WAK-N ... 145 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit WAK-N ... 42 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Abstimmung
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 190 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Art. 2, 3
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 187 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
4. Bundesbeschluss über die Festlegung des Mehrjahresprogramms des Bundes 2024-2031 zur Umsetzung der neuen Regionalpolitik
4. Arrêté fédéral relatif à l'établissement du programme pluriannuel de la Confédération 2024-2031 concernant la mise en oeuvre de la Nouvelle politique régionale
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress; Art. 1-5
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule; art. 1-5
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 189 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
5. Bundesbeschluss über weitere Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung
5. Arrêté fédéral concernant de nouveaux apports au Fonds de développement régional
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 1
Antrag der Mehrheit FK-N
Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 2
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit FK-N
(Badertscher, Andrey, Wettstein)
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Mehrheit WAK-N
Abs. 1
... ein Zahlungsrahmen von 150 Millionen bewilligt.
Abs. 2
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit WAK-N
(Ritter, Dettling, Götte, Landolt, Martullo, Michaud Gigon, Müller Leo, Regazzi, Ryser)
Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag Bulliard
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Schriftliche Begründung
Die Ansprüche an die Regionalpolitik des Bundes steigen in der Periode 2024-2031 weiter an. So will der Bundesrat u. a. dem Aspekt der nachhaltigen Entwicklung stärkere Beachtung schenken. Dies erfordert auch einen entsprechenden Mitteleinsatz. Zudem wird in der Botschaft zur Standortförderung 2024-2027 der wichtige Beitrag der Regionalpolitik zur kohärenten Raumentwicklung betont. Diesen wichtigen Beitrag kann die Regionalpolitik nur wahrnehmen, wenn sie über entsprechende Mittel verfügt. Sie darf deshalb nicht durch Kürzungen bei der Fondseinlage geschwächt werden. Das Fondsvermögen hat in den letzten Jahren bereits stark abgenommen. Eine zusätzliche Reduzierung der jährlichen Einlagen in den Fonds würde das Instrument längerfristig schwächen. Im Sinne einer nachhaltigen Finanzpolitik sind deshalb die Einlagen auf dem bisherigen Niveau zu halten. Aus diesem Grund ist der Version des Ständerates zuzustimmen, der sich für die Beibehaltung der Fondseinlage von 230 Millionen Franken zugunsten der Regionalentwicklung ausgesprochen hat.
Art. 1
Proposition de la majorité CdF-N
Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité CdF-N
(Badertscher, Andrey, Wettstein)
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la majorité CER-N
Al. 1
Un plafond de dépenses de 150 millions de francs ...
Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité CER-N
(Ritter, Dettling, Götte, Landolt, Martullo, Michaud Gigon, Müller Leo, Regazzi, Ryser)
Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition Bulliard
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Abstimmung
Erste Abstimmung - Premier vote
Für den Antrag der Mehrheit FK-N/Minderheit WAK-N ... 142 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit FK-N/Bulliard ... 43 Stimmen
(4 Enthaltungen)
Abstimmung
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
Für den Antrag der Mehrheit FK-N/Minderheit WAK-N ... 103 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit WAK-N ... 69 Stimmen
(17 Enthaltungen)
Abstimmung
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 186 Stimmen
Dagegen ... 2 Stimmen
(1 Enthaltung)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Art. 2-4
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 184 Stimmen
Dagegen ... 1 Stimme
(2 Enthaltungen)
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
6. Bundesbeschluss über die Finanzierung der Exportförderung für die Jahre 2024-2027
6. Arrêté fédéral sur le financement de la promotion des exportations pendant les années 2024-2027
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 1
Antrag FK-N
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 2
Streichen
Antrag der Mehrheit WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit WAK-N
(Birrer-Heimo, Badran Jacqueline, Baumann, Bendahan, Bertschy, Glättli, Michaud Gigon, Ryser, Wermuth)
Abs. 2
Streichen
Art. 1
Proposition CdF-N
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2
Biffer
Proposition de la majorité CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité CER-N
(Birrer-Heimo, Badran Jacqueline, Baumann, Bendahan, Bertschy, Glättli, Michaud Gigon, Ryser, Wermuth)
Al. 2
Biffer
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit WAK-N ... 107 Stimmen
Für den Antrag der FK-N/Minderheit WAK-N ... 82 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Abstimmung
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 190 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Art. 2, 3
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 184 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(2 Enthaltungen)
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
7. Bundesbeschluss über die Finanzierung der Förderung der Information über den Unternehmensstandort Schweiz (Standortpromotion) für die Jahre 2024-2027
7. Arrêté fédéral sur le financement de la promotion des conditions d'implantation des entreprises en Suisse (promotion de la place économique) pendant les années 2024-2027
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 1
Antrag FK-N/Mehrheit WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit WAK-N
(Badran Jacqueline, Bendahan, Bertschy, Birrer-Heimo, Glättli, Wermuth)
... ein Zahlungsrahmen von 9,25 Millionen Franken für die Jahre 2024-2027 bewilligt.
Art. 1
Proposition CdF-N/majorité CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité CER-N
(Badran Jacqueline, Bendahan, Bertschy, Birrer-Heimo, Glättli, Wermuth)
Un plafond de dépenses de 9,25 millions de francs ...
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der FK-N/Mehrheit WAK-N ... 122 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit WAK-N ... 65 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Abstimmung
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 187 Stimmen
Dagegen ... 2 Stimmen
(1 Enthaltung)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Art. 2, 3
Antrag FK-N/WAK-N
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition CdF-N/CER-N
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 186 Stimmen
Dagegen ... 2 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Candinas Martin · P-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Präsident (Candinas Martin, Präsident): Das Geschäft geht an den Ständerat zurück.