23.3059
Innovationsförderung auch für (kleinere) KMU
Meier Andreas · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Vorab meine Interessenbindung: Ich bin Mitglied des Verwaltungsrates des Hightech-Zentrums Aargau, einer kantonalen Institution, welche KMU bei Innovationsprojekten über einen effizienten Wissens- und Technologietransfer unterstützt.
Mein Postulat lädt den Bundesrat dazu ein, über Innosuisse Massnahmen zu ergreifen, damit die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von kleineren KMU und deren Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen nicht nachlassen. Insbesondere sollen dadurch Projektanträge mit einem Förderbeitrag von bis zu 150 000 Schweizerfranken gefördert werden.
Lassen Sie mich Folgendes vorausschicken: Es geht in meinem Postulat weder um eine Kritik an Innosuisse noch um ein Ausspielen von Start-up-Unternehmen gegenüber KMU. Innosuisse ist die wichtigste Innovationsförderorganisation in der Schweiz und leistet einen unverzichtbaren Beitrag. Bei Innovationen unterscheidet man aber zwischen inkrementellen und radikalen Innovationen. Erstere sind Produkte und Prozesse, welche für das Unternehmen neu sind; bei letzteren geht es um etwas, das eine Marktneuheit darstellt. Gerade radikale Innovationen kommen vielfach von Start-up-Unternehmen, da stimme ich dem Bundesrat zu. Die braucht es auch. Wenn sich der Bundesrat aber auf den Standpunkt stellt, das Ziel der Innovationsförderung sei es, einen möglichst hohen Anteil radikaler Innovationen zu fördern, dann vergisst er, dass das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft aus etablierten KMU besteht. Deren Erfolg basiert eher auf inkrementellen Innovationen.
Recherchen zeigen in vielen Kantonen den gleichen Trend: Gegenüber der Situation vor ein paar Jahren werden inkrementelle Innovationen von Innosuisse immer häufiger abgelehnt, mit der Begründung, der Innovationsgehalt sei zu tief. Es scheint mir, dass sich der Bundesrat nicht bewusst ist, wie wichtig es für KMU ist, von den Angeboten von Innosuisse und unseren Hochschulen profitieren zu können. Die Bedeutung der inkrementellen Innovationen darf nicht unterschätzt werden.
In der neuen KOF-Studie von 2024 wird festgestellt, dass der kommerzielle Erfolg von neuen Produkten oder Prozessen zunehmend auf inkrementellen und nicht auf radikalen Innovationen basiert. Wenn es also das Ziel des Bundesrates ist, die von verschiedenen Studien bestätigte Abnahme innovationsaktiver Unternehmen zu stoppen, dann braucht es auch für KMU dringend eine Stärkung des Zugangs zu den Fördermitteln von Innosuisse.
Für Vorstudien bis 15 000 Franken hat Innosuisse mit dem Innovationsscheck bereits ein gut funktionierendes Instrument etabliert. Für Folgestudien liegt das Projektvolumen für kleinere KMU im Bereich von 150 000 Franken. Gerade hier gibt es aber eine Lücke bei der Förderung: Die ebenfalls gut etablierten regulären Projektförderungen von Innosuisse stehen theoretisch auch für solche Folgestudien offen. Ein Antrag macht dort aber erst ab einem Fördervolumen von mindestens 200 000 Franken Sinn. Bei einem kleineren Projekt ist einerseits der Aufwand für die Erstellung des Antrages aufseiten der KMU und Hochschulen zu gross. Andererseits ist aber auch auf der Seite von Innosuisse der Aufwand für die Beurteilung über den etablierten Förderprozess zu gross. Hier besteht also Handlungsbedarf für eine geeignete schlanke und effiziente Lösung.
Eine neuere Studie im Auftrag des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation kommt zum Schluss, dass die Komplexität der Innovationstätigkeit für Unternehmen in den letzten zwanzig Jahren deutlich zugenommen hat. Der Wissens- und Technologietransferprozess für KMU muss verbessert werden. Einer der Autoren folgert in einem Artikel in der Zeitung "Finanz und Wirtschaft": "Die Entscheidungsträger in Unternehmen, Verbänden, Bund und Kantonen sind gut beraten, diese Analysen nicht auf die lange Bank zu schieben, damit der in einigen Bereichen noch bestehende Innovationsvorsprung der Schweizer Wirtschaft erhalten bleibt." Wir können hierzu einen Beitrag leisten.
Ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft, dieses Postulat zu unterstützen.
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
En principe, toute entreprise peut bénéficier du soutien d'Innosuisse. Pour l'agence, c'est la qualité des projets qui prime. Toutefois, l'encouragement de petites et moyennes entreprises, de PME, et de jeunes entreprises innovantes reste une mission centrale d'Innosuisse. L'encouragement de projets d'innovation, qui constitue l'instrument le plus important d'Innosuisse, apporte également à des innovations incrémentales et à de petits projets un soutien financier substantiel pouvant atteindre 150 000 francs. Les entreprises aidées dans ce cadre sont pour environ 30 pour cent des microentreprises, comptant moins de dix employés, et pour 25 pour cent des petites entreprises, comptant entre dix et cinquante employés. Un grand nombre de ces PME ne se limitent pas à des innovations incrémentales, mais procèdent à des innovations radicales. C'est, pour le Conseil fédéral, un signe du succès de l'encouragement de l'innovation par Innosuisse.
D'autres instruments sont par ailleurs proposés aux PME. Je pense au chèque d'innovation ou au service de "mentoring", prévu pour engager une coopération avec un partenaire de recherche ou mener des études de faisabilité. Ce sont surtout les petites PME et les start-up qui sollicitent et qui se voient octroyer ce type de soutien. L'offre d'Innosuisse est complétée par des instruments d'encouragement de l'innovation proposés par les cantons et les régions. Ces instruments, qui sont pour certains également soutenus par la Confédération au titre de la politique régionale, sont prévus pour répondre sur mesure aux besoins spécifiques des entreprises de la région concernée.
L'entrée en vigueur de la dernière révision de la loi fédérale sur l'encouragement de la recherche et de l'innovation a permis de lancer plusieurs mesures au 1er janvier 2023 afin d'assouplir les conditions d'encouragement et de rendre ces dernières plus attrayantes pour les PME. Par exemple, Innosuisse peut désormais prendre en charge une part plus importante des coûts des projets.
Le Conseil fédéral partage l'avis qu'une baisse du nombre d'entreprises innovantes peut conduire à un affaiblissement de la force d'innovation. Cependant, il constate que les activités d'innovation sont de nouveau à la hausse ces dernières années. Pour toutes ces raisons évoquées, le Conseil fédéral ne voit pas la nécessité d'adapter l'encouragement actuel.
Il vous propose donc de rejeter le postulat.
Abstimmung
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 71 Stimmen
Dagegen ... 114 Stimmen
(5 Enthaltungen)