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Überprüfung und Vereinheitlichung der Begriffe „Wohnort“ und „Wohnsitz“ im KVG, damit die Zuständigkeiten klar geregelt sind
Herzog Eva · P-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Es liegt Ihnen ein schriftlicher Bericht der Kommission vor. Die Kommission und der Bundesrat beantragen die Annahme der Motion.
Müller Damian · Mit-M · Ständerat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion
In dieser Motion geht es um die Klärung der Begriffe "Wohnort" und "Wohnsitz" im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG). Eine Person hat einen gesetzlichen Wohnsitz im Sinne des Zivilgesetzbuches. Das ist dort, wo die Person den Mittelpunkt der Lebensbeziehungen hat. Dann gibt es eben auch die Variante mit dem Ort, an dem die Person nur ansässig ist. Dieser Ort ist der Wohnort und eben nicht der Wohnsitz. Das ist keine Wortklauberei, sondern diese Unterscheidung ist wichtig, wenn beispielsweise eine Person, die in einem Heim betreut wird, dort ihren Wohnort hat. Ihr Wohnsitz bleibt aber in der Gemeinde bestehen, in der sie vor dem Eintritt ins Heim lebte. Der Wohnsitz ist insbesondere für die Festsetzung der Prämien und die Übernahme der Spitalleistungen massgebend.
Personen, die wie erwähnt beispielsweise in einem Heim leben, sind oftmals auf Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen, Prämienverbilligungen oder eben auch andere Hilfeleistungen angewiesen. Um Zuständigkeitskonflikte zu vermeiden, muss im Gesetz klar geregelt sein, ob nun der Wohnort oder der Wohnsitz gemeint ist. Besonders für Versicherte, die ihren Wohnsitz und ihren Aufenthalt in verschiedenen Kantonen haben, ist es wichtig, dass der richtige Begriff verwendet wird, um Kompetenzkonflikte zu vermeiden.
Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass in allen drei Sprachversionen die Begriffe harmonisiert und einheitlich verwendet werden. Der Bundesrat soll mit der Motion beauftragt werden, die Verwendung der Begriffe "Wohnort" und "Wohnsitz" im KVG zu prüfen und die notwendigen Anpassungen vorzulegen, damit die Verwendung der Begriffe im Gesetz einheitlich und die Zuständigkeit klar geregelt ist.
Wichtig zu beachten ist: Es geht in der Vorlage nicht darum, den Begriff "Wohnsitz" aus dem Zivilgesetzbuch neu zu definieren, sondern es geht darum, zu schauen, dass in der entsprechenden Bestimmung im KVG die korrekte Bezeichnung - "Wohnsitz" oder "Wohnort" - verwendet wird. Momentan werden teilweise eben unterschiedliche Begriffe für dasselbe verwendet.
Wenn in anderen Gesetzen die Begriffe "Wohnsitz" und "Wohnort" zu ändern wären, dann hätte die entsprechende Anpassung wieder mittels einer Motion zu erfolgen.
Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion. Am 7. März 2024 hat auch der Nationalrat der Motion zugestimmt. Ihre Kommission empfiehlt Ihnen mit 10 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen ebenfalls Annahme der Motion.
Ich bitte Sie, Ihrer Kommission zu folgen.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura
Effectivement, la loi fédérale sur l'assurance-maladie mentionne aussi bien la notion de domicile que celle de lieu de résidence, comme l'a mentionné le rapporteur de la commission. Il ne s'agit pas de redéfinir ces notions, mais de les préciser.
Le Conseil national a d'ores et déjà accepté la motion et la commission de votre conseil vous propose d'aller dans le même sens.
Tatsächlich ist der Begriff "Wohnort" heute insbesondere für die Festsetzung von Prämien und für die Übernahme von Spitalleistungen ausschlaggebend. Die Verwendung des Begriffs "Wohnsitz" bei diesen beiden Themen wäre jedoch klarer.
Un examen approfondi des notions de domicile et de lieu de résidence est nécessaire afin d'uniformiser et harmoniser les différents articles introduits lors des révisions successives de la LAMal. Pour les assurés ayant leur domicile et leur lieu de résidence dans des cantons différents, il est particulièrement important que la notion correcte soit prise en considération et utilisée afin d'éviter des conflits de compétences. Selon la réglementation en vigueur, l'assureur fixe le montant des primes d'un assuré en fonction de son lieu de résidence. Toutefois, il conviendra d'examiner si la notion de domicile ne serait pas plus pertinente dans le cas d'espèce. Pour la prise en charge des prestations hospitalières, c'est le lieu de résidence de l'assuré qui détermine actuellement le canton compétent. Or, le Tribunal fédéral a considéré que la notion de lieu de résidence devait être interprétée comme étant le domicile. Afin que le texte légal et la jurisprudence concordent, il serait donc plus clair d'utiliser la notion de domicile.
Toutes les occurrences qui contiennent donc les notions de domicile et de lieu de résidence devront être examinées avec attention dans l'ensemble de la LAMal. Il conviendra ensuite de déterminer dans chaque cas quelle notion est préférable et quelles seront les implications. Le président de la commission l'a également mentionné: il est important que les trois versions linguistiques concernant les notions de domicile et de lieu de résidence soient harmonisées afin d'éviter des confusions.
Au regard des éléments évoqués, le Conseil fédéral vous propose d'accepter la présente motion.
Herzog Eva · P-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Angenommen - Adopté