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Moins de belles paroles et plus d'actes pour lutter contre les organismes envahissants
Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste
Antrag der Kommission
Annahme der modifizierten Motion
Proposition de la commission
Adopter la motion modifiée
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten.
de Montmollin Simone · Mit-F · Conseil national · Genève · Groupe libéral-radical
Cette motion charge le Conseil fédéral d'autoriser au plus vite l'utilisation de traitements efficaces pour lutter contre les organismes envahissants, en particulier la drosophile du cerisier et le frelon asiatique. Ce texte pointe également du doigt le flou quant à l'attribution des compétences concernant les procédures d'homologation permettant d'autoriser des traitements efficaces.
Elle a été déposée par le conseiller aux Etats Peter Hegglin le 14 septembre 2023 et adoptée par le Conseil des Etats le 19 décembre 2023, par 30 voix contre 5 et 7 abstentions. Notre Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie (CEATE) a procédé à son examen le 8 avril dernier.
Sur le fond, notre commission partage les objectifs de la motion. Les organismes envahissants représentent une menace toujours plus grande pour l'agriculture, mais également pour la faune et la flore indigènes. Chaque année, de nouveaux organismes invasifs arrivent sur notre territoire et y trouvent des conditions propices à leur développement. Ils n'ont souvent pas d'ennemis naturels dans notre pays et peuvent se propager rapidement, causer des dégâts considérables et économiquement insupportables pour les producteurs touchés. Il y a donc une certaine urgence à mettre en place une lutte contre ces organismes qui soit efficace, coordonnée et harmonisée à l'échelle nationale, la drosophile du cerisier et le frelon asiatique n'étant que deux exemples parmi d'autres.
La commission s'est donc étonnée que le Conseil fédéral ne soit pas intervenu plus tôt pour améliorer le cadre juridique en ce qui concerne les autorisations de traitement et leur application. Il faut dire que les moyens disponibles pour lutter contre ce type d'organisme sont régis par des réglementations distinctes et que les autorisations de traitement sont désormais octroyées par des offices différents: l'Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires (OSAV) pour l'homologation des produits phytosanitaires, l'Office fédéral de la santé publique (OFSP) pour les produits biocides et l'Office fédéral de l'environnement (OFEV) pour l'autorisation des disséminations d'organismes. Trois départements sont concernés, ce qui nécessite anticipation et coordination pour faire avancer les dossiers.
Le Conseil fédéral est conscient des enjeux. La modification de la loi sur l'agriculture du 16 juin 2023, à l'article 153a, permet désormais l'utilisation d'organismes auxiliaires pour lutter contre la drosophile du cerisier, par exemple.
En revanche, l'utilisation en forêt de biocides tel que le dioxyde de soufre, afin de lutter contre le frelon asiatique, reste par exemple interdite, alors que l'on sait que le frelon asiatique y a trouvé des conditions idéales afin de prospérer.
L'administration nous a confirmé que des travaux étaient en cours afin de déterminer si et dans quelles conditions l'homologation de biocides pourrait être autorisée. Dès lors, si le Conseil fédéral partage la préoccupation exprimée dans la motion, sa mise en oeuvre suppose l'octroi d'autorisations dérogatoires, ce qui nécessite de modifier des ordonnances. C'est la raison qui a conduit le Conseil fédéral à rejeter la motion dans sa version initiale, tout en proposant une reformulation.
Cette version est celle que la commission a retenue et qui vous est soumise aujourd'hui: "Le Conseil fédéral est chargé d'adapter au plus vite l'ordonnance sur la réduction des risques liés aux produits chimiques, voire d'autres ordonnances, afin de lutter contre les organismes exotiques envahissants, en particulier la drosophile du cerisier et le frelon asiatique." Cette nouvelle formulation est non exhaustive, de sorte que si une priorité est donnée à la drosophile et au frelon asiatique, des extensions seraient possibles à l'avenir; c'est ce que souhaite la commission. Elle a approuvé la version modifiée conformément à la proposition du Conseil fédéral par 19 voix contre 5, qui proposaient d'adopter la motion dans sa version d'origine. La proposition gagnante, celle de la motion modifiée, a ensuite été adoptée à l'unanimité par la commission, qui vous recommande également son adoption.
Rüegger Monika · Mit-F · Conseil national · Obwald · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Die Motion verlangt vom Bundesrat zusätzliche Massnahmen zur Bekämpfung von invasiven Schädlingen wie der Asiatischen Hornisse und der Kirschessigfliege. Es sollen zusätzliche Bekämpfungsmethoden zugelassen und die Zuständigkeiten beim Bund geklärt werden.
Der Titel der Motion Hegglin Peter hat es in sich: Es sollen bei der Bekämpfung von invasiven Organismen endlich Taten statt nur schöner Worte folgen. Das lässt darauf schliessen, dass bei der Bekämpfung invasiver Schädlinge bis anhin zu wenig Wirksames gemacht wurde.
Es gelangen immer mehr neue Schädlinge wie die Kirschessigfliege oder die Asiatische Hornisse in die Schweiz. Sie haben hierzulande oft keine natürlichen Feinde und können sich rasch verbreiten. Sie gefährden landwirtschaftliche Kulturen oder einheimische Pflanzen und Tiere, so auch unsere einheimischen Bienen.
Der Motionär möchte mit seinem Vorstoss zwei Probleme gleichzeitig lösen: Einerseits möchte er das Problem mit der Kirschessigfliege lösen, andererseits dasjenige mit der Asiatischen Hornisse. Gegen die Kirschessigfliege will der Motionär schweizweit einen Nützling zur Bekämpfung ausbringen lassen. Zur Bekämpfung soll der Einsatz der Schlupfwespe dienen. Dieser Einsatz von Organismen ist in der Änderung des Landwirtschaftsgesetzes vom 16. Juni 2023 in Artikel 153a bereits vorgesehen. Es gibt auch bereits Biozide, die gegen die Kirschessigfliege eingesetzt werden. Auch hierzu wurde im Landwirtschaftsgesetz die Basis geschaffen. Der Einsatz der Schlupfwespen und der Biozide wäre also gesetzeskonform.
Das Problem liegt aber buchstäblich im Wald. Rückmeldungen der Kantone zeigen, dass sich das Problem im Wald seit 2017, seit der ersten Sichtung der Asiatischen Hornisse im Jura, verschärft hat. Wir haben ein sehr restriktives Waldgesetz, darum können die Nester der Asiatischen Hornisse höchstens mit Kältesprays bekämpft werden. Ein Biozid wie z. B. Schwefeldioxid, das in der Landwirtschaft zum Einsatz kommt, ist im Wald in keiner Art und Weise zulässig. Wenn das Problem im Wald bekämpft werden soll, muss insbesondere für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) und allenfalls das Waldgesetz anpasst werden. Ohne diese Anpassung der rechtlichen Grundlagen können Bekämpfungsmethoden, wie die Motion sie verlangt, nicht zugelassen werden.
In der Kommission war man sich einig - nach dem Motto "Lieber gestern als erst morgen" -, dass mehr zur Bekämpfung der genannten Schädlinge hätte getan werden sollen. Das war auch unisono die leise Kritik an die Adresse der Verwaltung: Man hätte bereits früher mehr machen sollen, um die Schädlinge in Schach zu halten.
Der Ständerat hat die Motion mit 30 zu 5 Stimmen bei 7 Enthaltungen angenommen und der UREK-N überwiesen. Unserer Kommission hat der Bundesrat einen modifizierten Text beantragt, der lautet: "Der Bundesrat wird beauftragt, zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Organismen, namentlich der Kirschessigfliege und der Asiatischen Hornisse, die ChemRRV und, falls nötig, andere Verordnungen möglichst rasch anzupassen." In der neuen Formulierung des Bundesrates ist die Aufzählung nicht abschliessend. Wenn die Kirschessigfliege und die Asiatische Hornisse mit der Ergänzung "namentlich" erwähnt werden, bedeutet dies, dass in Zukunft Erweiterungen möglich sein werden. Das ist auch im Sinne der Kommission.
In der Gegenüberstellung hat die Kommission dem modifizierten Motionstext gemäss dem Antrag des Bundesrates mit 19 Stimmen den Vorzug gegeben, 5 Stimmende wollten am ursprünglichen Motionstext festhalten. Die gemäss dem Antrag des Bundesrates modifizierte Motion wurde von der Kommission einstimmig angenommen und wird auch Ihnen zur Annahme empfohlen.
Rösti Albert · BR-M · Conseil fédéral · Berne
Neue Schädlinge wie die Kirschessigfliege oder die Asiatische Hornisse gelangen immer wieder in die Schweiz und greifen, weil sie hier keine natürlichen Feinde haben, gefährlich um sich. Sie können landwirtschaftliche Kulturen oder einheimische Tiere und Pflanzen gefährden. Gegen die Kirschessigfliege will der Motionär schweizweit einen Nützling zur Bekämpfung ausbringen lassen.
Gestützt auf die Änderung des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft vom 16. Juni des letzten Jahres kann der Bundesrat neu Schadorganismen wie die Kirschessigfliege bekämpfen lassen. Nach Artikel 153a des Landwirtschaftsgesetzes kann er, sofern eine Koordination auf nationaler Ebene erforderlich ist, unter anderem das Verwenden von Organismen zur Bekämpfung von Schadorganismen anordnen.
Zur Bekämpfung der Kirschessigfliege sind schon heute Pflanzenschutzmittel und Nützlinge zugelassen, darunter auch die Schlupfwespe. Auch die Nester der Asiatischen Hornisse können bereits bekämpft werden. Oft befinden sich solche Nester aber im Wald. Wir haben von den Kommissionssprechern bereits gehört, dass darin das eigentliche Problem liegt, denn im Wald ist der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln heute verboten. Um die in der Motion geforderte Bekämpfung dieser Schädlinge mit einem chemischen Mittel oder einem Nützling zu ermöglichen, müssen die Voraussetzungen für eine Ausnahme von diesem Verbot auf Verordnungsebene geregelt werden. Der Bundesrat prüft bereits eine solche Ausnahmeregelung in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung.
Der Bundesrat beantragte damals aus formellen Gründen die Ablehnung der Motion. Der Ständerat nahm die Motion am 19. Dezember 2023 mit 30 zu 5 Stimmen bei 7 Enthaltungen an. Nach der Annahme im Ständerat beantragte der Bundesrat Ihrer Kommission eine Änderung des Motionstextes. Der Änderungsantrag lautet wie folgt: "Der Bundesrat wird beauftragt, zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Organismen, namentlich der Kirschessigfliege und der Asiatischen Hornisse, die ChemRRV und, falls nötig, andere Verordnungen möglichst rasch anzupassen." Ihre Kommission, die UREK-N, hat die Motion mit dieser vom Bundesrat beantragten Änderung am 8. April dieses Jahres einstimmig angenommen.
Der Bundesrat beantragt Ihnen, Ihrer vorberatenden Kommission zu folgen und die abgeänderte Motion anzunehmen, damit wir die Bekämpfung realisieren können.
Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Die Kommission beantragt einstimmig, die Motion gemäss ihrem Änderungsantrag in Ziffer 4 des Berichtes anzunehmen.
Angenommen - Adopté