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Loi sur l'asile (Sécurité et fonctionnement des centres de la Confédération). Modification
Schilliger Peter · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe libéral-radical
Ihre Staatspolitische Kommission hat an der Sitzung vom 27. Juni 2024 die Revision des Asylgesetzes beraten. Diese Revision wurde vom Bundesrat ausgelöst, weil es in Bundesasylzentren mehrere Fälle von Gewaltanwendungen gegeben hatte, über die 2021 auch die Medien berichteten. Alt Bundesrichter Niklaus Oberholzer wurde beauftragt, die Situation zu untersuchen und darüber Bericht zu erstatten. Gestützt auf die in diesem Bericht formulierten Empfehlungen hat der Bundesrat eine Botschaft zur Änderung des Asylgesetzes verabschiedet, mit dem Ziel, die Sicherheit von Mitarbeitenden und Asylsuchenden zu verbessern. Auf der Basis dieser Erkenntnisse wurden kurzfristig Massnahmen, insbesondere die SEM-internen Abläufe, angepasst, die Präsenz des SEM im Sicherheits- und Betreuungsbereich ausgebaut und die einschlägigen Weisungen des SEM überarbeitet. Am 15. Januar 2023 sind zudem verschiedene Anpassungen in der Verordnung des EJPD über den Betrieb von Zentren des Bundes und Unterkünften an den Flughäfen in Kraft getreten.
Ein Teil der im Bericht Oberholzer vorgeschlagenen Massnahmen bedingt eine längerfristige Umsetzung. Diese Massnahmen benötigen eine fundierte Analyse der konkreten Abläufe im Sicherheits- und Disziplinarbereich sowie umfassende Anpassungen der rechtlichen Grundlagen. Die entsprechenden Anpassungen auf Gesetzesstufe sind Gegenstand der vorliegenden Gesetzesvorlage. Speziell erwähnen möchte ich die Neuerung bei der Bestimmung zur Durchsuchung gemäss Artikel 9. Asylsuchende und ihre mitgeführten Sachen sollen neu auch auf verfahrensrelevante Unterlagen und Beweismittel sowie alkoholische Getränke hin durchsucht werden können. Dies entspricht der bereits heute geltenden Regelung auf Verordnungsstufe. Es soll präzisiert werden, dass die Durchsuchung nur von Personen gleichen Geschlechts durchgeführt werden darf und dass den Anliegen von minderjährigen Asylsuchenden angemessen Rechnung getragen werden soll.
Ein Hinweis zu den Disziplinarmassnahmen gemäss Artikel 25a: In Absatz 3 werden die möglichen Disziplinarmassnahmen auf Gesetzesstufe abschliessend aufgezählt. Weiter mache ich einen Hinweis zur Übertragung von Aufgaben an Dritte und an die Kantone gemäss den Artikeln 25c und 25d des Entwurfes: Es soll eine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage geschaffen werden, die es dem SEM erlaubt, Aufgaben im Bereich der Betreuung und Unterbringung sowie zur Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung durch einen Vertrag auf Dritte zu übertragen. Die zu delegierenden Tätigkeiten im Bereich Sicherheit und Ordnung werden abschliessend aufgeführt.
In der Vernehmlassung begrüsste die Mehrheit der Kantone die vorgeschlagenen Änderungen. Von den Parteien unterstützten die Mitte und die SVP die Vorlage ohne Änderungsvorschläge. Die EVP, die Grünen und die SP begrüssten die Vorlage im Grundsatz, brachten jedoch viele Änderungsvorschläge ein.
Die SPK-N ist ohne Gegenstimme auf den Entwurf eingetreten. Die Kommissionsmitglieder sahen in diesem Bereich allgemeinen Handlungsbedarf. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fraktionen reichten Änderungsanträge ein, da ihnen der Entwurf unausgeglichen schien: für die einen zu sehr zugunsten der Asylsuchenden, für die anderen zu sehr zu deren Ungunsten. So wurde beispielsweise die Frage, ob minderjährige Asylsuchende speziell behandelt oder sogar von bestimmten Massnahmen wie Disziplinarmassnahmen und der vorübergehenden Festhaltung ausgenommen werden sollen, lebhaft diskutiert. Schliesslich hat sich eine Kommissionsmehrheit für die Fassung des Bundesrates ausgesprochen, die vorsieht, dass den Interessen von minderjährigen Asylsuchenden angemessen Rechnung zu tragen ist. Auch der Einsatz von Waffen oder Hilfsmitteln durch das Sicherheitspersonal der Zentren wurde eingehend diskutiert, wobei sich die Mehrheit auch hier für die Fassung des Bundesrates ausgesprochen hat, welche den Einsatz von Waffen untersagt.
Die Kommission hat am Entwurf des Bundesrates letztlich nur wenig geändert und diesen in der Gesamtabstimmung mit 14 zu 10 Stimmen angenommen. Es wurden allerdings zahlreiche Minderheitsanträge zu Durchsuchung, Disziplinarmassnahmen, vorübergehende Festhaltung, Übertragung von Aufgaben an Dritte und Beschwerderecht eingereicht, die wir in den beiden nachfolgenden Blöcken ja dann beraten werden. Zur Information: Wir werden die Berichterstattung für die Detailberatung aufteilen. Kollege Fonio wird über Block 1 berichten und ich dann über Block 2.
Ich bitte Sie im Namen der SPK-N, auf die Vorlage einzutreten.
Fonio Giorgio · Mit-M · Conseil national · Tessin · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Le message relatif à la modification de la loi sur l'asile (LAsi) prévoit que les tâches et les compétences du Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM) en matière d'hébergement, de prise en charge et de sécurité dans les centres fédéraux et dans les logements dans les aéroports, ainsi que la possibilité de déléguer ces tâches à des tiers, seront réglées de manière détaillée dans la LAsi. Cette modification de la loi fait suite à des allégations rapportées dans les médias au printemps 2021 selon lesquelles des employés de services de sécurité avaient, à plusieurs reprises, fait usage de violence contre des demandeurs d'asile. Afin de clarifier cela, le Secrétariat d'Etat aux migrations a chargé l'ancien juge fédéral Niklaus Oberholzer de mener une enquête externe et indépendante. Point positif, notamment au regard de la crédibilité de notre système d'accueil, le rapport Oberholzer n'a pas révélé de recours systématique à la force. Toutefois, la nécessité d'apporter quelques modifications législatives à la loi sur l'asile est apparue.
La principale modification de la loi concerne les cinq points suivants: la fouille, les mesures disciplinaires, la détention temporaire, la délégation des tâches à des tiers et l'accès aux services religieux.
L'article 9 concerne la fouille, avec l'introduction de règles plus claires pour permettre la fouille de demandeurs d'asile dans les centres fédéraux et les hébergements aéroportuaires afin de rechercher des documents pertinents pour la procédure, des objets dangereux tels que des armes ou encore des stupéfiants.
L'article 25a concerne de nouvelles mesures disciplinaires prévues envers le demandeur qui viole les obligations ou perturbe l'ordre dans le centre. Ces mesures comprennent l'exclusion temporaire de certains locaux ou la limitation de certains droits, tel que l'accès au programme d'emploi.
L'article 25b concerne la rétention provisoire. Il donne la possibilité de détenir le demandeur d'asile pour une durée maximale de deux heures en cas de danger grave et immédiat pour la sécurité personnelle ou la sécurité d'autrui.
L'article 25c concerne la délégation de tâches à des tiers. La gestion de certaines activités, telles que la sécurité et l'assistance dans le centre, peut être déléguée à des tiers, y compris à un prestataire de services privés.
L'article 25 alinéa 5 concerne l'accès aux services religieux. Des dispositions sont prévues pour garantir l'accès aux centres de la Confédération à toutes les communautés religieuses aux fins d'apporter du soutien spirituel aux demandeurs.
Les modifications législatives ont fait l'objet d'une procédure de consultation à laquelle ont participé tous les cantons, les partis politiques, le Tribunal administratif fédéral et 44 autres milieux intéressés, dont diverses organisations et associations et divers groupes d'intérêt.
A livello generale, i cantoni hanno espresso un parere favorevole alle modifiche di legge, come pure la maggioranza dei partiti politici. Nella deliberazione di dettaglio andremo poi ad approfondire gli articoli dove sono state presentate numerose proposte di minoranza. Io mi occuperò del blocco 1 e il collega Schilliger del blocco 2.
Per quanto riguarda una delle modifiche più dibattute, ossia quella relativa all'articolo 25a, che prevede che la SEM possa ordinare misure disciplinari nei confronti dei richiedenti l'asilo che mettono a rischio la sicurezza e l'ordine pubblico nelle vicinanze dei centri federali, segnalo che questa modifica è stata sollecitata anche dal canton Ticino, in particolare dai comuni direttamente coinvolti nella gestione dei richiedenti l'asilo stessi. Mi riferisco ai comuni di Chiasso e di Balerna. Non possiamo chiedere alle regioni di frontiere, come quella da cui provengo, di impegnarsi nell'accoglienza dei richiedenti l'asilo senza fornire loro strumenti adeguati per tutelare l'ordine pubblico.
Concludo indicando che la modifica della legge sull'asilo è fondamentale per migliorare la sicurezza all'interno dei centri federali e nei loro dintorni. Il Parlamento si assuma quindi la responsabilità di dare una risposta alla popolazione, a tutti coloro che lavorano a contatto con i richiedenti l'asilo e agli stessi richiedenti l'asilo, che troppo spesso si ritrovano a vivere situazioni di disagio a causa di atteggiamenti irrispettosi.
Per questo motivo vi chiedo, a nome della commissione, di entrare in materia.
Wasserfallen Christian · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical
Wenn man über die Asylthematik spricht, nicht nur in der Schweiz, sondern auch in anderen Ländern Europas, kann man, so glaube ich, doch sagen, dass es hier und da im Asylwesen brodelt und dass die Vollzugsthematik sehr wichtig ist. Davon zeugt ja auch, dass beispielsweise die Europäische Union mit dem Migrations- und Asylpaket jetzt Fakten schaffen will und den Vollzug an der Aussengrenze verstärken will.
Wir von den Freisinnigen sind überzeugt, dass die Bevölkerung erwartet, dass man die Schraube im Asylwesen anzieht, insbesondere was den Vollzug und sowieso was die Sicherheit und die öffentliche Ordnung betrifft. Die Menschen haben die Nase voll davon, dass sich die Leute um die Asylzentren herum oder generell Leute im Asylvollzug, zum Beispiel auch abgewiesene Asylsuchende, immer wieder, zu Nacht oder auch zu Tage, entgegen den Gepflogenheiten hier in unserem Land verhalten. Es gibt ja zahlreiche Vorfälle, die dann immer auch in die mediale Berichterstattung aufgenommen werden, und das ist einfach Gift.
Je mehr Ordnung im Vollzug des Asylwesens herrscht, desto ruhiger wird die ganze Stimmung auch in Bezug auf diese Debatte. Es ist deshalb wichtig, dass die Möglichkeit besteht, Asylsuchende, die problematisches Verhalten an den Tag legen, etwas härter anzupacken, womit dem SEM die Arbeit im Alltag erleichtert wird. Eine verstärkte Präsenz von Sicherheitspersonal ist sinnvoll. Genau hier setzt die Vorlage des Bundesrates an: Renitente Asylsuchende, notabene solche, die dann nicht einmal einen positiven Entscheid erhalten, sollen konsequent disziplinarisch behandelt werden, einschliesslich der Verlegung in ein Asylzentrum des Bundes.
Hier ist wichtig zu betonen, und das ist halt die Kehrseite der Medaille bei diesen besonderen Asylzentren: Es braucht dann auch die Standorte dazu. Es ist klar, dass keine Gemeinde Schlange stehen wird, um ein solches Zentrum vor der Haustüre zu haben. Darum ist es eben wichtig, dass solche Zentren mit der nötigen Ruhe und Ordnung betrieben werden können. Es wird keine Gemeinde ein solches Zentrum vor der Haustüre haben wollen, wenn man genau weiss, dass es zu Unordnung kommt und die Sicherheit letztlich nicht gewährleistet werden kann. Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir mit dieser Vorlage dem SEM mehr Mittel geben, damit es mit den Kantonen zusammen diese Zentren entsprechend betreiben kann.
Wichtig ist auch, dass beim Asylvollzug die Rückführung straffälliger und abgewiesener Asylsuchender konsequent erfolgen kann. Wenn diese Zentren einen Beitrag dazu leisten können, sind wir klar dafür, dass man hier die Schraube anzieht.
Die Sicherheitslage in den Asylzentren ist ja nicht eine Frage der jüngeren Vergangenheit, sondern sie ist schon lange ein Thema. Auch Ständerat Damian Müller hat bereits einige Vorstösse dazu eingereicht, und wir sind froh, dass wir heute diese Gesetzgebung, mit der man konkret Massnahmen beschliessen kann, vor uns haben. Wichtig ist, dass sich die Situation vor Ort wirklich so gestaltet, dass der Asylvollzug in ganz klaren, engen und geordneten Bahnen erfolgen kann.
Klar ist, es muss Zwangsmassnahmen geben können. Die Schraube muss angezogen werden, damit diejenigen - und das ist eben die Zielsetzung des Asylwesens -, die in der Schweiz wirklich Schutz suchen und erhalten sollen, nicht gebrandmarkt werden im Stil von: "Ihr seid ja die Problemherde!" Nein, nicht dieser Teil der Bevölkerung ist problematisch, vielmehr wollen wir diesen Leuten Schutz gewähren. Sie sollen einen positiven Asylentscheid und in der Schweiz Asyl erhalten, weil sie an Leib und Leben bedroht sind. Es gibt aber eine sehr grosse Anzahl Asylsuchender, die den Schutz nicht verdient haben. Dort müssen wir den Strich ziehen, entsprechend auch viel mehr Rückführungen vorsehen und diese Leute in den Zentren dann wirklich etwas härter anpacken. Das ist ja genau auch die Policy der Europäischen Union. Damit kann man eben diejenigen, die Schutz suchen, wirklich unterstützen. Aber diejenigen, die - in Anführungszeichen - "Wirtschaftsflüchtlinge" sind, soll man nicht aufnehmen.
Die FDP-Fraktion wird im Grundsatz Aufweichungen in dieser Gesetzgebung nicht zustimmen. Sie wird punktuell einige kleinere Verschärfungen unterstützen, die von den Minderheiten respektive der Mehrheit beantragt werden. Es ist, glaube ich, heute nicht angezeigt, die Gesetzgebung aufzuweichen, wie das Links-Grün fordert.
Wir bitten Sie deshalb, grundsätzlich der Mehrheit zu folgen.
Schmid Pascal · Mit-M · Conseil national · Thurgovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Die Vorlage zur Asylgesetzrevision kommt ja eher etwas unauffällig daher. Sie beinhaltet aber sehr wichtige Themen. Es ist richtig und es ist wichtig, die Sicherheit und den Betrieb in den Asylzentren besser zu regeln. Noch viel wichtiger wäre es aber, die Sicherheit ausserhalb der Asylzentren zu regeln. Das ist das Problem dieser Vorlage. Es geht primär um den Schutz von Asylsuchenden vor anderen Asylsuchenden; noch wichtiger wäre aber der Schutz der Bevölkerung vor Schutzsuchenden, die nicht wissen, wie man sich bei uns benimmt. Doch das ist leider nur ein Randthema im bundesrätlichen Entwurf.
Ich bin überzeugt davon, dass die Schweizer Bevölkerung hinter der humanitären Tradition der Schweiz steht. Das bröckelt aber immer mehr, wenn die Sicherheitsprobleme nicht endlich gelöst werden. Und in diesem Bereich wurde in der Vergangenheit mit sehr viel Larifari sehr viel Vertrauen verspielt. Mit Schönreden lösen sich diese Probleme nicht in Luft auf - schauen Sie nach Deutschland -, das scheint der linken Ratsseite noch immer nicht klar zu sein.
Asylsuchende sind Personen, die bei uns Schutz suchen, weil sie darlegen, in ihrer Heimat verfolgt zu sein. Sie sind Gäste in unserem Land, und so sollen sie sich auch benehmen. Das ist leider nicht immer der Fall: Die Asylkriminalität steigt und steigt. Sie hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Das ist nicht tolerierbar, das ist nicht akzeptierbar, und das kann unserer Bevölkerung auch nicht mehr zugemutet werden.
Wir wollen mehr Sicherheit in den Asylzentren, aber nicht nur in den Zentren, sondern auch ausserhalb der Zentren. Unsere Bevölkerung erwartet, dass in diesem Bereich mehr durchgegriffen wird, und das zum Beispiel nicht bloss mit einer Kürzung des Sackgelds oder mit einer Verbannung vom gemeinsamen Pingpongtisch. Hier erweist sich die bundesrätliche Vorlage als zahnloser Tiger. Jeder Rekrut wird in der Rekrutenschule viel härter angepackt. Es drohen bis zu zehn Tage scharfer Arrest, das bedeutet Einzelhaft.
Ich glaube nicht, dass die Softmassnahmen in diesem Gesetzentwurf die Asylbewerber, die auch oft aus archaisch geprägten Kulturen stammen, wirklich beeindrucken. Ich glaube eher, das Gegenteil ist der Fall. Wenn solche Massnahmen noch bis zum Bundesverwaltungsgericht angefochten werden können, und das noch mit unentgeltlicher Rechtspflege, dann ist das komplett absurd. Wir wollen Disziplinarmassnahmen, die diesen Namen auch verdienen. Wer nicht weiss, wie man sich bei uns, in einem Gastland, benimmt, der soll nicht und der darf nicht mit Samthandschuhen angepackt werden. Er muss die Konsequenzen spüren. Es geht um die Sicherheit. Es geht um nicht weniger als um die Sicherheit unserer Bevölkerung, und diese muss zuoberst stehen!
Wir wollen nicht nur Asylsuchende vor anderen Asylsuchenden schützen; wir wollen in erster Linie unsere Bevölkerung vor Asylsuchenden ausserhalb der Zentren schützen. Wir wollen strengere und wir wollen länger andauernde Disziplinarmassnahmen, und wir wollen das auch dann, wenn Asylsuchende die Sicherheit ausserhalb der Zentren gefährden. Wir wollen Massnahmen gegen alle, auch gegen Minderjährige, wenn sie gefährlich sind. Dabei müssen selbstverständlich auch elektronische Geräte durchsucht werden können. Eines wollen wir ganz sicher nicht: einen aufgeblasenen, teuren Beschwerdeapparat. Das ist ein weiterer, völlig unnötiger Swiss Finish. In diesen Punkten erwartet die SVP-Fraktion klare Verbesserungen.
Wir werden trotz dieser Vorbehalte auf die Vorlage eintreten. Aber wir bitten Sie, den von uns beantragten Verschärfungen zuzustimmen. Wenn diese alle abgelehnt werden, dann werden wir diese zahnlose Vorlage nicht mehr unterstützen, weil sie nur zu mehr Kosten, aber nicht zu mehr Sicherheit für unsere Bevölkerung führt.
Ich möchte es noch einmal in aller Deutlichkeit betonen: Unsere Bevölkerung erwartet von uns hier drin, dass wir diese Probleme im Asylbereich nun endlich anpacken und lösen!
Tschopp Jean · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe socialiste
Pour beaucoup de femmes, d'hommes et d'enfants, les centres fédéraux d'asile sont la porte d'entrée dans notre pays. Le Secrétariat d'Etat aux migrations dispose de 5000 places d'hébergement pour les requérants. Plusieurs milliers de familles accueillent des réfugiés. En ce moment, ce sont souvent des Ukrainiens, en particulier des Ukrainiennes, la majorité des ressortissants en Suisse étant composée de femmes et d'enfants; des familles contraintes de fuir leur pays après la guerre d'agression de Poutine en violation de l'interdiction du recours à la force. Des familles ou personnes établies en Suisse ont ouvert leurs portes. Je veux saluer cette solidarité. Aujourd'hui, d'ailleurs, 27 pour cent des Ukrainiens travaillent. Plusieurs d'entre eux ont déjà leur propre logement. Ce chiffre continue à progresser selon l'objectif fixé par le Conseil fédéral.
Le point de départ de ce projet de révision de loi est le rapport de l'ancien juge fédéral Oberholzer, comme nous l'a rappelé M. Fonio; un rapport demandé par le Secrétariat d'Etat aux migrations à la suite d'allégations de violences rapportées par des organisations non gouvernementales. Dans son rapport de 2021, M. Oberholzer relève qu'il n'y a pas de recours systématique à la violence dans les centres et que les droits fondamentaux et les droits de l'homme sont respectés. M. Oberholzer a néanmoins recommandé certaines améliorations dans le domaine de la sécurité. Actuellement, pour l'essentiel, seul un plan d'exploitation d'hébergement régit la situation dans les centres fédéraux. S'y ajoute un règlement intérieur différent, avec des dispositions en matière de sécurité, pour chacun des 12 principaux centres en Suisse. Il est donc utile d'harmoniser le cadre légal et de combler les lacunes.
Actuellement, par exemple, il n'existe qu'un recours interne pour les requérants en cas de mesures disciplinaires. Le projet de loi comble une lacune en introduisant le recours judiciaire externe contre ces mesures disciplinaires. C'est un progrès par rapport à la situation actuelle, même s'il est modeste. Nous défendrons la proposition de minorité II qui étend le délai de recours à 30 jours selon les standards du droit suisse contre les mesures disciplinaires.
Autre élément sensible, celui de la protection des enfants et en particulier des mineurs non accompagnés. Les enfants ont un besoin de protection particulière. Après avoir subi de lourds traumatismes, après avoir fui des pays en guerre dans lesquels ils étaient persécutés, ils se retrouvent sans parents. Le plan d'exploitation en vigueur les identifie parmi les groupes cibles dont les besoins particuliers sont pris en compte dans la mesure du possible. Des espaces leur sont réservés sans que l'on en sache beaucoup plus. Le projet de révision de loi stipule la prise en compte "de manière appropriée" des intérêts des mineurs. Dans le cas de mesures disciplinaires, les moins de 15 ans sont exclus des mesures de rétention. Nous défendrons des propositions afin de consolider la protection des enfants jusqu'à 18 ans, parce que leur développement est essentiel pour leur sécurité et leur avenir, ainsi que pour le nôtre.
La sécurité n'est pas l'alpha et l'oméga de la politique d'asile. La question des moyens est centrale. Dans l'interpellation Tschopp 24.3897, "Des moyens pour les mineurs non accompagnés", que nous déposons aujourd'hui, nous réclamons des moyens afin de respecter la Convention relative aux droits de l'enfant ratifiée par la Suisse et les recommandations de la Conférence des directrices et directeurs cantonaux des affaires sociales. Nous avons besoin de suffisamment de personnel, de travailleurs sociaux, avec des formations de qualité, dans les centres et en dehors, afin d'assurer un accueil digne aux enfants. Dans ce projet de révision de la loi sur l'asile, la protection des mineurs et l'interdiction des armes dans les centres seront des lignes rouges que nous ne franchirons pas.
Le groupe socialiste vous recommande d'entrer en matière sur ce projet de révision de loi et de soutenir nos propositions pour des droits de recours efficace et pour la protection des enfants.
Klopfenstein Broggini Delphine · Mit-F · Conseil national · Genève · Groupe des VERT-E-S
La mise en oeuvre de la nouvelle politique d'asile suisse, portant sur l'accélération des procédures, s'illustre depuis le 1er mars 2019, par le développement des fameux centres fédéraux pour requérants d'asile qui ont beaucoup fait parler d'eux. Un rapport de la Commission nationale de prévention de la torture a confirmé des dysfonctionnements graves, le système de gestion des centres, de plus en plus privatisé, entraînant des violences à répétition.
Alors, oui, on attendait impatiemment le rapport d'enquête de l'ancien juge Oberholzer, mené à la suite de violences répétées dans les centres fédéraux d'asile à l'encontre de requérantes et requérants d'asile. On attendait aussi la réplique du Conseil fédéral, soit une adaptation du cadre légal pour combler les lacunes rapportées dans l'enquête. Aucune base légale ne peut légitimer la violence. Au contraire, la loi doit assurer un état de droit.
Si le projet vient certes combler des lacunes importantes et met en oeuvre certaines recommandations du rapport, comme le principe de proportionnalité concernant le recours à la contrainte policière ou à la rétention provisoire, il comprend malheureusement de nombreuses carences, tenant trop peu compte des besoins des personnes en quête de protection.
Les fouilles corporelles resteront systématiques et non réservées aux cas de soupçon concret. Le projet de loi ne propose d'ailleurs pas la possibilité de choisir le genre de la personne qui effectue la fouille. Si les armes restent fort heureusement interdites, les moyens auxiliaires lors des interventions du personnel de sécurité sont autorisés. Par moyens auxiliaires, on entend menottes, chaînes ou encore chiens de service. L'externalisation de tâches à des tiers, désormais écrite noir sur blanc dans la loi, ne doit en aucun cas déresponsabiliser l'Etat. Des prescriptions contraignantes, des instruments de contrôle appropriés et des services de signalement indépendants sont donc autant d'éléments essentiels pour garantir l'état de droit. Ces éléments sont malheureusement incomplets dans la présente révision.
Et les enfants dans tout cela? Ils représentent probablement la pièce maîtresse de cette loi. C'est certainement là que le bât blesse le plus. Si, à plusieurs reprises, la Commission nationale de prévention de la torture a souligné le manque de protection des enfants dans les centres d'asile, la présente loi, au lieu de leur apporter davantage de sécurité, les inclut dans les durcissements prévus, tels que les fouilles et les mesures disciplinaires. Par mesures disciplinaires - et c'est bien de l'expliquer -, on entend l'interdiction d'entrer dans certains locaux du centre, la défense de participer aux programmes d'occupation ou même l'exclusion du centre d'une durée maximale de 72 heures. L'hébergement des mineurs dans ces centres est donc mis en péril. Les mineurs dès 15 ans ne sont par ailleurs pas non plus épargnés par la rétention provisoire, soit l'enfermement, pourtant parfaitement incompatible avec la Convention internationale des droits de l'enfant.
Alors, que dire? On avait l'occasion de renforcer la loi, le Conseil fédéral a fini par l'affaiblir, ou, plutôt, par mettre un emplâtre sur une jambe de bois. Heureusement, nous avons maintenant l'occasion de rectifier le tir, de corriger la copie, en soutenant de nombreuses propositions de minorité que nous aurons l'occasion de détailler durant la discussion sur les deux blocs. Il sera très important de les présenter en détail, car ces propositions de minorité permettraient d'améliorer clairement le projet qui nous est présenté.
Le groupe des Verts vous propose d'entrer en matière, mais si les propositions de minorité qui permettent de corriger la copie, notamment pour ce qui concerne la protection des enfants, ne sont pas soutenues, nous refuserons cette modification.
Die Revision des Asylgesetzes ist ein Angriff auf die Grundrechte. Mit einem Ja zum Eintreten auf die Revision erhalten wir die Möglichkeit, sie zu korrigieren und mit der Kinderrechtskonvention kompatibel zu machen. Sollte dies nicht geschehen, wird die Grüne Fraktion die Revision am Schluss ablehnen müssen.
Paganini Nicolò · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Von einer "Gewaltzone Asylheim" oder von "Rapporten der Gewalt" war im Frühjahr 2021 in verschiedenen Medien die Rede. Der Vorwurf lautete, dass es zu systematischer Gewaltanwendung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitsdienste gegenüber Asylsuchenden komme. Eine von alt Bundesrichter Niklaus Oberholzer geleitete Untersuchung kam zwar zum Schluss, dass es keine Hinweise auf systematische Gewalt in den Bundesasylzentren gebe, dass aber in Einzelfällen doch ein fehlerhaftes Verhalten vorliege und dass verschiedene Aspekte des Betriebs der Bundesasylzentren nicht oder nur ungenügend oder nicht auf Gesetzesstufe geregelt seien.
Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP begrüsst es, dass der Bundesrat mit der vorliegenden Änderung des Asylgesetzes auf die Ergebnisse des Untersuchungsberichtes reagiert. Die Führung eines Bundesasylzentrums ist anspruchsvoll. Männer, Frauen, Kinder verschiedener Nationen und Religionen leben auf engem Raum zusammen. Das Konfliktpotenzial ist riesig. Ohne klare Spielregeln kann es keinen geordneten Betrieb geben.
Die Mitte-Fraktion möchte beides: einerseits ein ausreichendes Instrumentarium für die Mitarbeitenden des SEM und für beauftragte Dritte zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung, und da gehören auch polizeiliche Zwangsmassnahmen dazu. Das schulden wir den Mitarbeitenden und der Bevölkerung im Umkreis der Asylzentren, aber auch den schwächeren Personen unter den Asylsuchenden. Andererseits wollen wir nicht, dass die Asylsuchenden irgendwelcher staatlicher Willkür und polizeilichen Zwangsmassnahmen ohne ausreichende Rechtsgrundlage ausgesetzt sind. Ein Bundesasylzentrum darf in unserem Land nie ein rechtsfreier Raum sein.
In diesem Sinne bittet Sie die Mitte-Fraktion, auf die Vorlage einzutreten. Zu den einzelnen Minderheiten und zu den Themen, die teilweise auch in der Eintretensdebatte schon angesprochen wurden, werden wir uns bei den entsprechenden Blöcken äussern.
Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen
Le débat sur cet objet est interrompu