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Production agricole alimentaire. Qui paie et qui profite?
Candan Hasan · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe socialiste
Drehen wir das Rad der Zeit zurück zum Frühling dieses Jahres, als in der Schweiz unzählige Bäuerinnen und Bauern, darunter viele Junglandwirte und Junglandwirtinnen, aus Protest auf die Strasse gingen und mit ihren Traktoren Mahnwachen bildeten. Angesichts der steigenden Anforderungen und Unsicherheiten sowie der negativen Auswirkungen der Klimakrise richteten sie ihre Forderungen an den Handel und die Preise. Bei den heute praktizierten Preisfestsetzungsmethoden spiegelt der Preis immer weniger die tatsächlichen Produktionskosten wider. Die beiden Grossverteiler Migros und Coop und andere dominieren die Märkte mit Marktanteilen von rund 80 Prozent. Gemäss Studien von Faire Märkte Schweiz sind konkrete Indizien vorhanden, dass durch diese Marktmacht bei den Schweizer Bauern der Druck auf die Preise zunimmt.
Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht es mehr Fairness und Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, damit die Produzentinnen und Produzenten von den Abnehmern faire Preise für ihre Produkte verlangen können. Die Diskussionen darüber, wer bei der landwirtschaftlichen Produktion von Nahrungsmitteln wie viel leisten oder bezahlen muss und wer wie viel daran verdient, sind nicht neu, haben aber nichts von ihrer Aktualität verloren. So hat sich ebenfalls das Zentralschweizer Junglandwirteforum im November in Dallenwil im Kanton Nidwalden der folgenden Frage angenommen: Wer profitiert von der Schweizer Landwirtschaft? Licht ins Dunkel dieser Blackbox zu bringen, ist wichtiger denn je.
Leider beantragen Sie, Herr Bundesrat, die Ablehnung des Postulates. Ich frage mich, geschätzter Herr Bundesrat, wovor Sie Angst haben, wenn die Fakten transparent auf dem Tisch liegen. Nicht nur die Bäuerinnen und Bauern, auch die Bevölkerung als Konsumentin und massgeblich als Finanziererin der landwirtschaftlichen Produktion von Nahrungsmitteln haben es verdient, dass Sie die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis setzen, wer bezahlt und wer profitiert.
Mit Ihrer Begründung, geschätzter Herr Bundesrat, bin ich nicht einverstanden. Sie schreiben in Ihrer Stellungnahme, dass es schwierig ist, an gewisse Informationen heranzukommen. Bitte trauen Sie sich mehr zu, denn ich tue dies auch. Ich bin mir sicher, dass Ihr Amt dazu fähig ist, die benötigten Überlegungen anzustellen, um mehr Transparenz für fairere Bedingungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette zu schaffen.
Mit einer Äusserung in Ihrer Stellungnahme bin ich überhaupt nicht einverstanden. Sie schreiben, dass eine Publikation solcher Daten das Risiko einer wettbewerbsbeschränkenden Wirkung birgt und kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsabreden begünstigt. Diese Aussage ist schlicht falsch. Es ist gerade umgekehrt. Unzulässige Wettbewerbsabreden werden durch Intransparenz geradezu begünstigt, denn je weniger Informationen vorliegen, desto schwieriger ist es, nachzuvollziehen, ob unkorrektes Marktverhalten vorliegt. Infolgedessen führt mehr Transparenz zu faireren, effizienteren, effektiveren Märkten und zu faireren Produzentenpreisen.
Der Bundesrat sollte wissen, wo die staatlichen Unterstützungsbeiträge in Form von Direktzahlungen in der Höhe von 2,8 Milliarden Franken schlussendlich hinfliessen. Die Herausforderungen in der Landwirtschaft nehmen zu, insbesondere aufgrund des Klimawandels und der Wetterextreme. Aus diesem Grund muss der Bundesrat zielgerichtete und effektive Massnahmen beschliessen können, welche die landwirtschaftliche Produktion langfristig und nachhaltig stärken.
Die Verwerfungen in der Landwirtschaft sind gross. Während einige entlang der Wertschöpfungskette fett abkassieren, müssen andere trotz hoher und strenger Arbeit schauen, wie sie über die Runden kommen. Junglandwirte und Junglandwirtinnen äussern sich vermehrt dahin gehend, dass aufgrund einer unsicheren Zukunft Ängste bestehen. Was wir brauchen, ist eine vielfältige Landwirtschaft, in der die Bauern und Bäuerinnen mit unterschiedlichsten Produktionssystemen mit ihrer Arbeit einen anständigen Lohn erwirtschaften können. Markttransparenz schafft faire Marktbedingungen und stärkt den Wettbewerb der Produktionssysteme.
Ich danke Ihnen, wenn Sie das Anliegen und das Postulat unterstützen.
Parmelin Guy · BR-M · Conseil fédéral · Vaud
Par le présent postulat, un rapport qui présente la répartition de la valeur ajoutée tout au long de la filière agricole, de la ferme au rayon du magasin, est demandé. Un rapport détaillé est exigé. Par exemple, le rapport doit montrer les bénéfices et les marges réalisés à chaque étape de la filière agricole, le chiffre d'affaires et les bénéfices des fournisseurs de moyens de production, ainsi que les marges à l'importation pour les agriculteurs.
Le Conseil fédéral est conscient de l'importance de la transparence sur le marché agricole suisse. Il s'emploie d'ailleurs déjà à l'améliorer. Aujourd'hui déjà, le relevé des prix aux différents stades de commercialisation et les analyses sur la part des acteurs dans la formation du prix dans le secteur alimentaire reposent sur une base légale. Par contre, la base légale en vigueur ne permet pas de rédiger un rapport aussi détaillé, que cela est demandé par le présent postulat. Par exemple, la base légale en vigueur ne permet pas d'obliger les entreprises à publier des informations sur leur marge nette ou sur le bénéfice généré. En effet, la publication de telles données risquerait d'avoir un effet restrictif sur la concurrence et pourrait favoriser des accords illicites selon le droit des cartels.
En outre, je vous rappelle que vous avez déjà transmis plusieurs postulats chargeant le Conseil fédéral de procéder à une analyse approfondie de la répartition de la valeur ajoutée aux différents échelons de la filière agricole. Concrètement, le 13 décembre 2022, le Conseil des Etats a accepté le postulat de commission 22.4252, "Concurrence sur le marché de l'alimentation". Le 2 mai 2023, votre conseil a accepté le postulat Schneider Meret 21.3831, "Produits agricoles dans le commerce de détail. Transparence des prix". Le 27 septembre dernier, votre conseil a adopté le postulat Haab 24.3673, "Achats à la ferme. Les prix indicatifs ne représentent pas les prix effectifs".
Le Parlement a donc déjà chargé le Conseil fédéral de rédiger un rapport. Ce rapport doit montrer des options pour améliorer la transparence sur le marché. Dans ce contexte, le Conseil fédéral estime qu'un nouveau rapport supplémentaire n'est pas pertinent. Une information: le rapport concernant le postulat 22.4252 - mentionné précédemment - est en cours de rédaction. Il répondra aux trois postulats 22.4252, 21.3831 et 24.3673 - que je viens d'évoquer -, parce que ces trois interventions parlementaires traitent de sujets qui se recoupent. Le secteur agroalimentaire est également impliqué dans les travaux. La rédaction est coordonnée avec les travaux sur la Politique agricole 2030 plus. Le rapport final devrait être disponible au milieu de l'année 2026.
Vote
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 69 Stimmen
Dagegen ... 114 Stimmen
(5 Enthaltungen)