23.049
Loi sur les produits du tabac (LPTab). Révision partielle
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Bundesgesetz über Tabakprodukte und elektronische Zigaretten
Loi fédérale sur les produits du tabac et les cigarettes électroniques
Block 2 - Bloc 2
Einschränkungen der Verkaufsförderung und des Sponsoring; Meldung der Ausgaben für Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring
Restrictions de la promotion et du parrainage; déclaration des dépenses de publicité, de promotion et de parrainage
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Frau Mattea Meyer verzichtet auf die Begründung des Antrages ihrer Minderheit. Herr Glarner begründet den Antrag seiner Minderheit und spricht auch für die SVP-Fraktion.
Glarner Andreas · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Auch wenn es jetzt etwas schwierig ist, in diesem Lärm zu Ihnen zu sprechen, (Glocke der Präsidentin) möchte ich Ihnen trotzdem zu Artikel 19 Absatz 2 Buchstabe c sagen, dass die direkte, persönlich ausgeführte Verkaufsförderung für Zigarillos und Zigarren mittels Degustationen und Kundenpromotionen möglich sein muss. Es muss möglich sein, Personen direkt anzusprechen, denn so - gerade so! - kann verhindert werden, dass die falschen Personen angesprochen werden. Die Gegner wollen, dass das an Orten, die von Jugendlichen besucht werden können, nicht erlaubt ist. Das kommt einem faktischen Verbot gleich, denn öffentlich zugängliche Orte kann man immer besuchen. Sie sehen, dieses Gesetz atmet den Mief des totalen Verbots.
Lassen Sie uns ein liberales, dem Ziel der Initianten entsprechendes Gesetz formulieren, denn sonst öffnen Sie hier drin - und das sei vor allem an die liberalen Kräfte gesagt - die Büchse der Pandora, und wir haben Werbeverbote in allen von mir im vorherigen Referat erwähnten Branchen zu befürchten.
Prelicz-Huber Katharina · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe des VERT-E-S
Meine Minderheit betrifft Artikel 19 Absatz 2 Buchstabe b. Hier geht es um die direkte, persönlich ausgeführte Verkaufsförderung für Zigarren und Zigarillos. Diese kann es beispielsweise an Ständen geben, wo die Produkte direkt angeboten werden, oder in einem Kiosk, an einer Tankstelle, im Supermarkt, an einem Fest, beim Open Air oder an einer Sportveranstaltung, also an Orten, wo Kinder und Jugendliche Zugang zur Werbung haben.
Mit der Mehrheit wären wir faktisch beim Status quo. Es wäre weiterhin Werbung möglich, praktisch wie bisher, weil es heisst: "Kundenpromotionen, die sich nur an Erwachsene richtet". Mit so wenig Einschränkung ist auch klar, dass diese sicher ausgebaut würde. Schutz bietet nur der Antrag der Minderheit I, der ja auch dieselbe Variante ist, die der Bundesrat vorschlägt und die der Ständerat angenommen hat. Es wäre auch die korrekte Umsetzung der Initiative und nicht mehr, wie uns Kollege Hess am Anfang weismachen wollte. Die Initiative sagt nämlich klipp und klar: keine Werbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet. Mit der Minderheit I wäre es dann die Umkehrung dieses Ansatzes: nur dort Werbung, wo Erwachsene Zugang haben bzw. wo Kinder eben keinen Zugang haben, also beispielsweise eine Veranstaltung, die nur für Erwachsene ist, ein Smoking-Lokal, wo Kinder und Jugendliche keinen Zugang haben. An solchen Orten wäre persönliche Werbung möglich, aber nirgends sonst.
Mit dieser Beweisumkehrung müsste man zeigen, wo Kinder keinen Zugang haben, und nicht nur, wo die Werbung nicht an Kinder gerichtet ist. Wie wäre denn eine praktische Umsetzung der Fassung der Mehrheit überhaupt möglich, beispielsweise an einer Sportveranstaltung oder im Supermarkt? Sollen die Kinder dann irgendwie wegschauen, oder wie sonst soll das umgesetzt werden? Der Antrag der Mehrheit ist insofern unlogisch und auch inkonsequent. Es ist eigentlich sogar eine offensichtliche Umgehung der Initiative. Es wäre fast ehrlicher, den Antrag der Minderheit II zu unterstützen, die einfach weiter Werbung wie bisher machen möchte. Die Mehrheit führt schlussendlich faktisch zum selben Resultat.
Deshalb bitte ich Sie mit der Minderheit I, deren Antrag umzusetzen, so, wie es auch der Bundesrat und der Ständerat wollen, und so, wie es selbstverständlich auch das Volk will, das diese Initiative angenommen hat.
Ich bitte Sie, der Minderheit I zu folgen.
Aeschi Thomas · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Frau Prelicz-Huber hat Ihnen in ihrem Votum eben etwas ganz Wichtiges unterschlagen. In Litera b geht es ausschliesslich um Zigarren und Zigarillos. Zigarren und Zigarillos sind bei Weitem keine Einstiegstabakprodukte. Wenn Junge heute einsteigen, dann kaufen sie Zigaretten oder eben zunehmend Vapes. Aber Zigarren und Zigarillos, das ist etwas, was eher eine ältere Kundschaft kauft. Es ist nicht ein Einstiegstabakprodukt.
Es gibt noch zwei Zigarren- und Zigarilloproduzenten in der Schweiz. Es sind doch einige hundert Arbeitsplätze, die hier in der Schweiz erhalten werden können.
Ich möchte Sie bitten, hier beim geltenden Recht zu bleiben. Wie gesagt, es geht um direkte, persönlich ausgeführte Verkaufsförderung. Sie können sich vorstellen, dass keine einzige Person im direkten, persönlich geführten Gespräch an eine minderjährige Person gelangen und dieser Zigarren oder Zigarillos verkaufen wollen wird. Da ist es viel gefährlicher, was im Internet passiert, auf Tiktok, auf Instagram und auf anderen Social-Media-Kanälen, wo Kinder und Jugendliche an Vapes gelockt werden. Ich habe aber sicher noch nie gesehen, dass Jugendlichen Zigarren oder Zigarillos schmackhaft gemacht würden.
Noch eine Bemerkung zum Votum von Frau Prelicz-Huber. In der Initiative steht: "keine Werbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet". Diese Initiative ist zu hundert Prozent mit dem geltenden Recht vereinbar. Wie gesagt, ich wiederhole es zum dritten Mal, es geht um direkte, persönlich ausgeführte Verkaufsförderung für Zigarren und Zigarillos. Hier bin ich schon der Meinung, dass wir zu dieser kleinen, aber wertvollen Industrie in der Schweiz etwas Sorge tragen sollten.
Danke, dass Sie hier meiner Minderheit folgen und beim geltenden Recht bleiben.
Crottaz Brigitte · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe socialiste
Dans ce bloc, je défends deux propositions de minorité.
L'article 20 alinéa 1 lettre b, par analogie à l'article 18 discuté précédemment, traite de la restriction du parrainage d'évènements pouvant être fréquentés par des mineurs. Le texte du Conseil fédéral propose une interdiction claire et conforme au livret de vote, qui mentionnait que le sponsoring de manifestations accessibles aux jeunes serait interdit en cas d'acceptation de l'initiative.
Le Conseil des Etats a toutefois introduit une nuance à cette interdiction, en autorisant le parrainage si des mesures adéquates garantissent que la publicité n'est ni visible ni accessible aux mineurs. Mais, comme à l'article 18, cette formulation vague ouvre des brèches et affaiblit l'interdiction. Nous estimons que la version du Conseil fédéral, défendue par la minorité II (Porchet), reste la plus cohérente et radicale. Toutefois, à défaut, nous proposons de reprendre la formulation plus précise de l'article 18 alinéa 1 lettre e adoptée par le Conseil des Etats, qui exige qu'il soit garanti que la publicité ne soit ni visible ni accessible aux mineurs, au lieu de se contenter de mesures adéquates qui sont un peu floues. Cette précision minimale constitue un compromis acceptable pour renforcer l'efficacité de l'interdiction. Je vous demande donc de soutenir cette proposition de minorité.
Ma deuxième minorité concerne l'article 27a, qui demande que soient déclarées les dépenses de publicité, de promotion et de parrainage en faveur de produits du tabac ou de cigarettes électroniques. Cet article est le seul élément du projet qui ne découle pas directement de l'initiative populaire, mais il a été introduit par le Conseil fédéral pour aligner la Suisse sur les exigences de la Convention-cadre de l'OMS pour la lutte antitabac. Il impose aux fabricants et importateurs de produits de tabac et de cigarettes électroniques de déclarer annuellement à l'OFSP leurs dépenses publicitaires de promotion et de parrainage.
Ce n'est pas sans raison, puisque l'industrie du tabac poursuit avec un cynisme absolu, par le développement de e-cigarettes et avec l'aide d'un marketing dont elle a les moyens, l'objectif de faire progresser le taux de tabagisme chez les jeunes, dont le niveau est alarmant dans notre pays. L'étude sur les comportements de santé chez les enfants d'âge scolaire, menée en 2022 par Addiction Suisse auprès des élèves de 11 à 15 ans sur mandat de l'OFSP, démontre une hausse préoccupante, par rapport à 2018, de la consommation de tabac et de nicotine chez les 14-15 ans. Les auteurs parlent même d'une épidémie de nicotine dans nos écoles. En Suisse romande, un jeune sur huit consomme fréquemment des cigarettes électroniques, notamment des puffs, très accessibles et peu réglementées. Ces dispositifs hautement polluants et promus via un marketing agressif exploitent les lacunes de notre législation.
Sur le plan international, la Suisse, rappelons-le, est l'un des pays où l'industrie du tabac exerce la plus grande influence sur la politique. En 2022, Global Tobacco a classé la Suisse 79e sur 80 pays, juste devant la République dominicaine. Alors que l'Allemagne, autrefois mal classée, a interdit toute publicité pour le tabac, la Suisse reste le pays européen où la cigarette est le moins bien réglementée. La Suisse est même l'un des seuls pays au monde et le seul pays européen à ne pas avoir ratifié la Convention-cadre de l'OMS, que la Confédération a pourtant signée en 2004, principalement parce que le lobbying du tabac au Parlement bloque systématiquement toute tentative de prévention. L'adoption de l'article 27a constituerait donc un pas symbolique et concret vers la ratification de cette convention. Il fournirait également des données précieuses pour mieux comprendre et limiter l'impact du marketing pour le tabac.
En conclusion, même si la suppression de cet article ne va pas à l'encontre de la mise en oeuvre de l'initiative, nous vous demandons de la soutenir pour que la Suisse puisse enfin ratifier la Convention-cadre de l'OMS pour la lutte antitabac. Il est en effet impératif de promouvoir et maintenir la santé de la population ainsi que de prévenir les maladies, pour le bien-être de notre société, sa cohésion sociale et la sauvegarde de sa capacité économique.
S'attaquer à la consommation de tabac, c'est aussi s'attaquer à l'un des tueurs les plus agressifs en Suisse et à l'un des éléments qui menacent l'équilibre de notre système de santé. Le peuple l'a compris et le Parlement se doit de faire de même. Pour toutes ces raisons, je vous demande de maintenir cet article 27a, pour que la Suisse puisse enfin se targuer d'un contrôle efficace concernant la limitation de la publicité pour le tabac.
Porchet Léonore · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S
La Suisse est un paradis pour l'industrie du tabac - comme Mme Crottaz l'a très bien présenté. Philip Morris, Japan Tobacco ou encore British American Tobacco ont pignon sur rue. Dans mon canton et dans ma ville de Lausanne, ces grosses entreprises influencent de manière majeure les politiques publiques, notamment parce qu'elles financent et sponsorisent des événements sportifs et culturels.
Si ces contributions peuvent ressembler à des dons philanthropiques presque désintéressés, l'analyse des documents internes de l'industrie démontre une autre réalité. Ces contributions généreuses sont, en réalité, des outils de relations publiques visant à tisser des liens avec la société civile, à redorer l'image de l'industrie du tabac et créer le sentiment d'être redevable à ces organisations. L'objectif est de créer un réseau d'alliés prêts à défendre les intérêts de l'industrie du tabac, qui sont inévitablement opposés aux mesures de santé publique. Ces documents, qui sont internes à l'industrie du tabac, révèlent que derrière la façade philanthropique se cache une stratégie d'influence bien orchestrée. Le lien entre ces dons et les intérêts commerciaux et politiques est clairement explicité par un responsable de Philip Morris qui appelle à "faire en sorte que nos contributions charitables soient guidées par nos objectifs commerciaux d'entreprises" en se basant sur le critère suivant: "Est-ce que ces dons vont nous aider politiquement?"
Ma proposition de minorité II vise, dès lors, à revenir à la proposition d'interdiction du parrainage et du sponsoring, qui est celle du Conseil fédéral. Je rappelle ici mon activité professionnelle: je suis codirectrice d'un événement culturel et je suis vraiment en pensée avec mes collègues des organisations culturelles qui, face à la baisse des financements publics et privés de leurs activités, espèrent bénéficier de l'argent de l'industrie du tabac. Mais le risque pour notre démocratie et pour la santé publique est trop grand. Je sais que l'industrie du tabac est un partenaire de travail très agréable, fiable, avec des gens motivés et professionnels, des gens qui ont du temps - on le leur donne -, des idées et des moyens pour prendre en charge les systèmes de parrainage. C'est bien pour cela que je n'ai pas confiance dans l'industrie du tabac. Je sais bien qu'elle met les moyens pour, justement, faire en sorte que ses contributions charitables soient guidées par des objectifs commerciaux.
Je donne un exemple d'une action guidée par cet objectif. On a découvert des "villages tabac" dans des festivals de musique - il y en a un très grand dans mon canton, par exemple, entre Genève et Lausanne. Les mineurs ne peuvent pas y entrer. Par contre, tout le monde sait bien que c'est un "village tabac". C'est une zone VIP intéressante et attirante pour de nombreux adolescents présents. Ces zones VIP sont pensées comme un lieu de privilèges, faisant ainsi de la consommation du tabac un privilège, un objet de désir. C'est en soi de la publicité et une technique pour attirer de nouveaux consommateurs et consommatrices, en particulier les jeunes.
Je vous demande de suivre ma minorité II et de revenir au projet correct du Conseil fédéral.
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen
Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 19.00 Uhr
La séance est levée à 19 h 00