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Ehen, Partnerschaften und Paare stärken. Davon profitiert die Gesellschaft insgesamt
Jost Marc · Mit-M · Nationalrat · Bern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Stabile Paarbeziehungen sind für unsere Gesellschaft, für unsere Wirtschaft, ja für unser ganzes Land von grossem Nutzen. Wenn es Paaren hingegen schlechtgeht, hat dies weitreichende negative Folgen. Das merken nicht nur die Angehörigen, sondern auch zum Beispiel der Arbeitgeber. Damit sind die Folgen weitreichender und betreffen nicht nur den privaten Sektor.
Laut dem Bundesamt für Statistik hat die familiäre Situation auch einen direkten Einfluss auf die finanzielle Lage der Haushalte. Paarhaushalte sind oft finanziell bessergestellt und in der Regel auch zufriedener als andere Haushalte. Besonders alleinerziehende Personen sind stärker gefährdet, in Armut zu geraten oder gesundheitliche Probleme zu bekommen. Eine Paarbeziehung ist jedoch nicht einfach der Himmel auf Erden; wir haben es soeben bei der Behandlung des Postulates Docourt 24.4642 gehört. Auch in Partnerschaften bestehen Probleme. Es lohnt sich, dieser Tatsache Beachtung zu schenken. Gesunde Paarbeziehungen reduzieren beispielsweise das Risiko für häusliche Gewalt oder eben auch für psychische Gewalt. Vergessen wir nicht: Die Hälfte der Tötungsdelikte in der Schweiz findet im häuslichen Bereich statt. Auch das Wohlergehen von Kindern hängt stark von der Beziehungsqualität und der Konfliktfähigkeit ihrer Eltern ab. Schliesslich wird auch der Wohnungsmarkt belastet, wenn Partnerschaften scheitern.
Nun ist der Bundesrat der Meinung, es gebe schon genügend Daten und Studien zu den verschiedenen Lebenssituationen von Familien. Ja, Frau Bundesrätin, es gibt zahlreiche Daten, auch zur wirtschaftlichen Situation. Das ist richtig. Ich hätte gerne eine grobe Einschätzung gehabt, aber ich ziehe den Teil des Postulates, in dem es um quantitative Feststellungen geht, zurück.
Es besteht jedoch ein öffentliches Interesse an der Förderung von Partnerschaften und ihrer Gesundheit. Dazu und auch zur Frage, wie Prävention am besten umgesetzt wird, liegen keine Studien vor, und es gibt auch keinen Überblick über die bestehenden Angebote. Insbesondere geht es mir um Angebote für Beratung und Therapie. Das können Angebote im Bereich der psychischen Gewalt sein; das kann aus meiner Sicht aber auch sehr viel umfassender sein, als es das Postulat Docourt 24.4642 verlangt, welches wir soeben beraten haben. Gerade im vom Bundesrat zitierten Bericht des Bundesamtes für Sozialversicherungen "Dienstleistungen für Familien" fällt auf, dass darin kaum spezifische Angebote für Ehe- und Paarbegleitungen erwähnt werden. Der Bericht weist auf die Väter- und Mütterberatung hin, eine Institution, die fest in den Kantonen verankert ist. Der Qualität der Paarbeziehung wird jedoch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Wenn Sie schon sagen, es passe in Ihre Strategie, dass gegen psychische Gewalt in Paarbeziehungen vorgegangen wird, so finde ich, dass man das viel umfassender angehen könnte. Deshalb schlage ich Ihnen Folgendes vor, Frau Bundesrätin: Da das Postulat Docourt angenommen worden ist, sollten Sie im Postulatsbericht auch diesen Bereich abdecken. Sie sollten also einen umfassenden Bericht zu beiden Postulaten erstellen und darin auch diese präventiven Massnahmen und Möglichkeiten und eine diesbezügliche Übersicht hinsichtlich der Kantone aufnehmen. Denn wenn Paare und Familien leiden, leidet unsere ganze Gesellschaft, unsere ganze Wirtschaft. Gesunde Paare hingegen sind eine stabile Grundlage, von der die Allgemeinheit und das Gemeinwohl profitieren.
Wie gesagt, der erste Teil meines Postulates ist zurückgezogen, es geht nur noch um den zweiten Teil. Besten Dank, wenn Sie diesen Teil des Postulates unterstützen.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura
Monsieur le conseiller national Jost, je vous rejoins sur le fait que la bonne santé des familles et des couples ainsi qu'une bonne prévention, des mesures d'accompagnement ou des mesures en amont pour prévenir ou pour désamorcer des situations de crise seraient extrêmement importantes. Je vous remercie d'avoir retiré le premier élément de votre postulat, sachant qu'il aurait été extrêmement difficile à mettre en oeuvre de manière exhaustive.
Au sujet de la deuxième partie de votre intervention, c'est effectivement un peu moins difficile, dans la mesure où ce sont des mesures de prévention sur les offres d'accompagnement, le conseil et les différentes possibilités mises à disposition, soit des parents, soit des personnes dans le couple, soit des jeunes adolescents et autres, en cas de situation de séparation, de divorce, de crise ou autre. Il s'agirait de faire une espèce de catalogue qualitatif de ce qui se passe dans les cantons ou dans les différentes régions, et de pouvoir s'inspirer des bonnes pratiques pour pouvoir non seulement mieux informer sur les lacunes possibles, mais aussi sur ce qui existe déjà. Le Conseil fédéral estime effectivement qu'il y a assez de mesures, mais l'élément sur lequel je vous rejoins, c'est que si le postulat précédent devait l'être ou si le vôtre devait l'être, on devrait faire un même rapport, parce qu'on ne peut pas séparer ce qui est de l'ordre de l'emprise psychologique et ce qui est de l'ordre d'une relation toxique, difficile ou à risque dans le couple.
Vous l'aurez donc compris: le Conseil fédéral proposait le rejet de votre postulat, parce qu'il estimait qu'il y avait déjà suffisamment de mesures, mais, s'il devait être accepté ou si le précédent devait être accepté, je m'engage à travailler ensemble, parce qu'il n'y a pas de classement de ce qui est plus utile, plus dangereux ou moins nécessaire quand il s'agit de la protection des couples, car comme vous l'avez dit, un couple qui va bien est un couple parental qui va bien et est aussi utile à la société et à l'économie.
Abstimmung
Erstes Lemma - Premier tiret
Zurückgezogen - Retiré
Zweites Lemma - Deuxième tiret
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 97 Stimmen
Dagegen ... 93 Stimmen
(0 Enthaltungen)