24.4036
Établir une stratégie pour améliorer la résilience de l'ensemble de la société en ce qui concerne la capacité de défense de la Suisse
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Antrag der Kommission
Annahme der modifizierten Motion
Proposition de la commission
Adopter la motion modifiée
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten.
De Ventura Linda · Mit-F · Conseil national · Schaffhouse · Groupe socialiste
Ihre Sicherheitspolitische Kommission beantragt Ihnen mit 23 Stimmen und nur einer einzigen Gegenstimme, die Motion zur Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz in abgeänderter Form anzunehmen.
Was will die Motion? Die Motionärin Heidi Z'graggen beschreibt es so: Hybride Bedrohungen wie Desinformation, Cyberangriffe, wirtschaftlicher Druck und anderes mehr zielen darauf ab, unsere Gesellschaft zu destabilisieren, Angst zu schüren und die staatliche Handlungsfähigkeit zu schwächen. Dagegen gibt es ein Mittel: Wir sollen und müssen die Resilienz unserer Gesellschaft stärken. Doch wie soll diese Resilienz der Gesellschaft genau gestärkt werden, wenn diese Motion angenommen wird?
Die Motion fordert den Bundesrat auf, eine Strategie vorzulegen, die konkrete Massnahmen zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz und der gesellschaftlichen Verteidigungsfähigkeit umfasst. Die Strategie soll spezifische Schritte zur Verbesserung der Sensibilisierung, Ausbildung, Infrastruktur und interinstitutionellen Zusammenarbeit enthalten und gewährleisten, dass die Ressourcen langfristig an die Sicherheitsbedürfnisse der Schweiz angepasst werden. Die Strategie in Form eines Masterplans soll darauf abzielen, die Bevölkerung auf Bedrohungen vorzubereiten, und auf die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Desinformation und Krisen fokussieren. Ausserdem sollen die Sicherstellung der Versorgung mit kritischen Gütern sowie die Erhöhung der Durchhaltefähigkeit in Krisensituationen wie bei Naturkatastrophen und militärischen Konflikten angegangen, der Wehrwille gefördert und das Bewusstsein für den Schutz und die Werte des Landes gestärkt werden. Erwartet werden Massnahmen wie Aufklärungskampagnen, Bildungsprogramme für Schulen und öffentliche Institutionen, regelmässige Notfallübungen, die Verbesserung der Infrastruktur und der Schutz kritischer Infrastrukturen. Auch Initiativen zur Förderung der Verteidigungsbereitschaft sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Staatsebenen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft sind vorzusehen.
Der Ständerat hat diese Motion im Dezember 2024 mit 33 zu 7 Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen.
Die Mehrheit unserer Kommission ist der Meinung, dass es in den Bereichen der Cyberbedrohungen, der Desinformation und der Anwendung von wirtschaftlichem Druck, um gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Systeme zu destabilisieren, noch viel Luft nach oben gibt. Wir anerkennen, dass der Bundesrat daran ist, die sicherheitspolitische Strategie der Schweiz 2025 zu erstellen, was auch einen Teil dieser Motion betrifft. Aber wir sind eben auch der Ansicht, dass die gesamtgesellschaftliche Resilienz hochrelevant ist und ihr deshalb durch die Annahme dieser Motion endlich die nötige Aufmerksamkeit gewidmet werden soll.
Die Sicherheitspolitische Kommission hat am Motionstext noch eine Änderung vorgenommen. Wir schlagen Ihnen mit unserem angepassten Motionstext vor, die Massnahmen nicht nur auf die gesellschaftliche Resilienz zu beschränken, sondern zusätzlich auch die wirtschaftliche und militärische Resilienz und Verteidigungsfähigkeit bei der Erarbeitung der Strategie mit einzubeziehen.
Der Ständerat hat der Motion mit einer grossen Mehrheit zugestimmt. Die Sicherheitspolitische Kommission empfiehlt Ihnen mit einer sehr grossen Mehrheit ebenfalls, die Motion mit dem angepassten Motionstext anzunehmen.
Chappuis Isabelle · Mit-F · Conseil national · Vaud · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
La sécurité d'un pays ne dépend plus seulement de sa force militaire. Nos vulnérabilités sont désormais multiples : cyberattaques, désinformation, rupture d'approvisionnement, mais également catastrophes naturelles et menaces environnementales. Dans cette nouvelle réalité, l'ensemble de la population est directement concerné. La motion 24.4036, largement acceptée au Conseil des États, charge le Conseil fédéral de présenter une stratégie claire, mais surtout une stratégie intégrée et interinstitutionnelle pour renforcer la résilience de l'ensemble de la société.
Bien que le Conseil fédéral élabore déjà une stratégie, le monde a changé depuis le début de ses travaux. Les menaces hybrides se sont intensifiées, la technologie a accéléré leur propagation et a profondément transformé la forme que prennent désormais les agressions et les attaques : elles sont plus furtives, plus diffuses et plus difficiles à attribuer. Elles sont parfois même invisibles.
Cette motion va donc plus loin que la stratégie du Conseil fédéral. Elle adopte une vision plus large de la sécurité et place la population au coeur de notre capacité de défense, par la formation, la sensibilisation, la collaboration et la résilience. Elle s'appuie sur une conviction forte : la volonté de se défendre, le "Wehrwillen". C'est une capacité stratégique qui se prépare, s'entretient et se transmet. Cette volonté ne naît pas dans la crise, mais se forge en amont, dans l'éducation, dans la mémoire et dans l'engagement, dans tout ce qui construit une nation capable de tenir ensemble quand tout vacille.
La Commission de la politique de sécurité du Conseil national a soutenu cette motion par 23 voix contre 1, dans une version modifiée. Elle a en effet souhaité que la stratégie dépasse la seule dimension sociétale et intègre également les aspects économiques et militaires. Elle a précisé qu'une partie de cette stratégie ne devait pas être rendue publique, car certaines informations pourraient être sensibles. Cette approche est jugée cohérente et justifiée par la commission de votre conseil.
Concrètement, cette stratégie devra inclure des campagnes de sensibilisation sur les menaces hybrides, des programmes de formation dans les écoles et les administrations, des exercices de crise réguliers avec les cantons et la société civile, un renforcement de nos infrastructures critiques, un soutien à la recherche et au développement dans le domaine de la sécurité et, surtout, une coordination renforcée entre armée, économie, protection civile et société. Elle devra également rappeler à chacun que la sécurité n'est pas l'affaire d'un seul corps ni d'un seul département fédéral : c'est une responsabilité partagée.
Le Conseil fédéral nous répond que sa stratégie de politique de sécurité 2025 couvre déjà ces éléments. Très bien. Cependant, cette motion ne concurrence pas le travail du Conseil fédéral, elle le complète, car, dans toute grande stratégie globale, nous le savons, l'approche sociétale est souvent l'angle mort. Cette motion lui redonne toute sa place, comme le souhaitait d'ailleurs un collègue durant le message sur l'armée. Car ce qui fait tenir une société en temps de crise, ce n'est pas seulement sa logistique, c'est sa cohésion, c'est sa confiance, c'est le lien. Une société résiliente est une société qui sait ce qu'elle défend et pourquoi elle le fait.
La commission de votre conseil vous invite donc à soutenir cette motion.
Pfister Martin · BR-M · Conseil fédéral · Zoug
Die Motion fordert den Bundesrat auf, eine Strategie mit konkreten Massnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft und ihrer Verteidigungsfähigkeit vorzulegen.
Der Bundesrat teilt grundsätzlich das Anliegen der Motion. Die Notwendigkeit, die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft und die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes angesichts der sicherheitspolitischen Lage zu stärken, ist unbestritten und auch dringend. Hybride Angriffe wie Cyberangriffe und Desinformationskampagnen zielen direkt auf unsere Einwohnerinnen und Einwohner. Machtpolitische Spannungen nehmen generell zu und erfordern robuste und umfassende Antworten. Die Erhöhung der Resilienz von Bevölkerung, Institutionen und kritischen Infrastrukturen ist auch ein Kernziel der sicherheitspolitischen Strategie der Schweiz 2025 (Sipol S), die im Moment in Erarbeitung ist.
Der Bundesrat hat im Dezember 2024 die Eckwerte der Strategie verabschiedet. Diese sehen unter anderem vor, Verwundbarkeiten zu reduzieren und die Resilienz zu stärken. Dabei geht es um die Stärkung der gesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit durch ein erhöhtes Bewusstsein für die Sicherheitslage bei Bevölkerung und Institutionen. Es geht auch um ein umfassendes Lagebild, ein effektives Krisenmanagement, eine Stärkung der Versorgungssicherheit und eine Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz. Diese Ziele nehmen die von der Motion genannten Punkte wie Sensibilisierung, Ausbildung, Infrastruktur und Versorgungssicherheit auf. Zudem soll die Strategie auf die Abwehrfähigkeit fokussieren. Hier geht es um die Stärkung unserer Verteidigungsfähigkeit gegenüber hybriden Angriffen, Terrorismus, Spionage und anderen Gefahren.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Armee und des Bevölkerungsschutzes. Die Motion fordert hier konkrete Schritte. Geplant sind für die Sipol S Folgestrategien und eine engere Begleitung der Erreichung der Ziele als bislang, dies im Interesse der Kohärenz und der konkreten Umsetzung. Die Sipol S wird auch die Motion Rechsteiner Thomas 22.3726, "Strategie der Schweiz zu Sicherheit und Verteidigung", erfüllen, die ähnliche Anliegen verfolgt wie die vorliegende Motion.
Die SiK-N hat beschlossen, die Motion abzuändern. Die verlangte Strategie soll nicht nur gesellschaftliche, sondern auch militärische und wirtschaftliche Resilienz und Verteidigungsfähigkeit umfassen. Die Stärkung der Resilienz und der Verteidigungsfähigkeit ist kein isoliertes Thema. Sie muss integral Bestandteil einer kohärenten und umfassenden Sicherheitspolitik sein. Es ist darum wichtig, diese Aspekte breit einzubetten, wie es die Sipol S tun wird.
Sie sehen: Die laufenden Arbeiten tragen dem Anliegen der Motion Rechnung. Aus Sicht des Bundesrates ist deshalb keine zusätzliche Strategie erforderlich. Die Erarbeitung einer zusätzlichen parallelen Strategie würde zu Duplizierungen mit den laufenden Arbeiten führen und Ressourcen absorbieren, die der Umsetzung der Sipol S gewidmet werden sollen. Der Bundesrat beantragt Ihnen deshalb die Ablehnung der Motion.
Ich habe Ihnen dargelegt, dass wir die Anliegen der abgeänderten Motion im Rahmen der laufenden Arbeiten zur Sipol S berücksichtigen werden, und aus Sicht des VBS bitte ich Sie deshalb ebenfalls, die Motion abzulehnen.
Vote
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Kommission beantragt, die Motion gemäss ihrem Änderungsantrag in Ziffer 4 des Berichtes anzunehmen. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission ... 188 Stimmen
Für den Antrag des Bundesrates ... 0 Stimmen
(0 Enthaltungen)