29 II 415

29 II 415

Rubrum

Il ne s'agit done pas en l’espèce d’une cause civile jugée en application de lois fédérales ou appelant l'application de ces lois; le Tribunal fédéral n’est en conségquence point compétent, aux termes de l’art. 56 OJF. pour en connaître.

3. — Sur un point toutefois, s’il eût été relevant, le Tribunal fédéral eût pu se saisir du litige. En effet, le recourant a allégué en procédure, pour sa défense, qu’au moment de la vente du 18 décembre 1900 il était en état d’ébriété, partant privé de Fusage de 8a raison et incapable de contracter ; cette question pouvait appeler l'application de l’art. 4 de la loi fédérale gur la capacité civile et rentrer en conségquence dans la compétence du Tribunal fédéral. Mais cet allégué du recourant est totalement dénué de preuves. Fút-il établi d’ailleurs à complète satisfaction de droit, qu’il n’en gerait pas moins irrelevant, étant donnée cette constatation de fait de l'instance cantonale, nullement en contradiction avec les pièces du dossier, que, le 26 janvier 1901, le recourant

Sachverhalt

A.

par lettre, confirmé ou ratifié la vente du 18 décembre 1900. Dans ces conditions, il est sans importance de savoir sì, le 18 décembre 1900, Krippner s’est effectivement trouvé privé de l’usage de 8a raison par suite de son état d’ébriété, puisque, le 26 janvier 41901, jouissant de toute sa raison, il a expressément reconnu, confirmé et ratifié la vente conclue par lui et Duret le 18 décembre précédent.

1. Le présent litige n’appelant ainsi que l’application du droit cantonal, le Tribunal fédéral n’est point compétent pour en connaître.

Par ces motifs, 2° Tribunal fédéral Dprononee :

Il n’est pas entré en matière sur le recours pour cause d’irrecevahbilité.

52. Arteil vom 26. Juni 1903 in Sachen Dchätii, Kl. u. Ber.-Kl., gegen Picard, Bekl. u. Ber.-Bekl.

Klage aus Versprechen der Uebernahme einer grundversicherten Forderung, im Zusammenhang stehend mit einem Liegenschaftsfauf. Kantonales, nicht eidgenössisches Recht. Ari, 198 O.-R. ; Art. 56 und 57 DOrg.-Ges.

Das Bundesgericht hat, da sich ergeben :

A.

Dur Urteil vom 14. Mai 1903 hat der Appellationsund Kassationshof des Kantons Bern, Il. Abteilung, über die Nechtisbegehren :

1. Der Beklagte sei ssuldig und zu verurteilen, den mil dem Kläger abgeschlossenen Kaufvertrag um eine Forderung gegen Frau Tscharner in Basel ¿u erfüllen und demgemäss 2. den Kaufpreis von 22,000 Fr. samt Zins zu 5% seit 29. Juni 4902 zu bezahlen ; erkannt : Der Kläger ist mit feinen beiden Klagsbegehren abgewiesen.

B.

Gegen dieses Urteil hat der Kläger rechtzeitig und in richtiger Form die Berufung an das Bundesgericht ergriffen, mit dem Antrage auf Gutheissung der Klage ; —

Erwägungen

1.

Mit der vorliegenden Klage verlangt der Kläger vom BeTagten Erfüllung eines angeblih im März 1902 abgeschlossenen Kaufvertrages um eine Hypothekarforderung gegen Frau Tscharner in Basel, und Bezahlung des Kaufpreises samt Zins. Zum Beweise des vom Beklagten bestrittenen Klagefundamentes hat sic der Kläger auf einen Brief des Beklagten an ihn, d. d. 25. März 1902, berufen, der folgendermassen lautet : « Par la présente je » vous confirme notre convention verbale. Je vous ai vendu » ma maison Thormannstrasse au prix 65,000 et je m’en- > gage à vous la revendre dans les trois mois au plus bas » de 65,000 — gsoixante cing mille francs. Dans le cas que » je n'’arriverai pas ou M. Schätti à placer la dite maison » dans le délai de trois mois à partir du 1° mai prochain, >» je m'engage à payer une indemnité de deux mille îranes, » de plus je m'engage à prendre le titre de Bâle gur l'Hôtel » de l’Europe que M. Schätti possède de la somme vingt- » quatre mille francs après 285,000 suivant le titre au prix » de vingt-deux mille francs ou plutôt en échange du titre- » que M. Schätti me reste à devoir sur la maison Thormann- » strassoe. M. Schätti s'engage à me passer sur ma première >» demande la propriété gu’il possède dit Falkenburg avec » transfaire Hypothèque 37,790 et le reste de la vente doit » être acquitté suivant les acquits de ma vente. » Die Borinstanz hat nun diesen Brief dahin ausgelegt, es handle sich „nicht um den selbständigen Verkauf einer Forderung, sondern um das eventuelle Versprechen, für eine Jmmobiliarkaufrestanz einen Hyp9othekartitel an Zahlungsstatt oder zahlungshalber anzunehmen (siehe Art. 193 O.-R.).“ Aus einem gleichfalls am 25. März 1902 zwischen den Parteien stipulierten Kaufvertrage über bas Haus an der Thormannstrasse, wobei die Kaufrestanz von. 22,000 Fr. dem Verkäufer Picard hypothekarisch versichert wurde: mit der Bestimmung, dass sie ab 1. Mai 1902 zu 4°/, verzinsliG und während 5 Jahren, also bis 1. Mai 1907, unablösbarnach Ablauf dieser Frist auf gegenseitig freistehende Kündigung von 6 Monaten fällig sein solle, folgert sodann die Vorinftanz,. dass hier ein anderer Zahlungsmodus als der im Briefe vom. 25. März 1902 vorgesehene vereinbart, dieser somir dur jenen. ersetzt worden sei. Die Vorinstanz gelangt deshalb zur Abweisung. der Klage mangels Beweises des Klagefundamentes, indem sie

ausführt : „Bewiesen ist nur soviel, dass Picard seinerzeit sich „dem Schätti gegenüber verpflichtete, für seine Kaufrestanzfor- „derung aus dem Verkaufe eines Hauses die Abtretung einer „Hypothekarforderung des Schätti an Zahlungsstatit oder Zah- „lungShalber anzunehmen. Abgesehen von der Frage nah der „formellen Gültigkeit dieser Verpflichtung erwuchs daraus für „Schätti jedenfalls nicht die Berechtigung, den Picard auf Be- „zahlung einer Summe von 22,000 Fr. als Kaufpreis für die „Hypothekarforderung zu belangen, sondern er hätte höchstens „verlangen können, dass Picard lettere für seine Kauspreisfor- „derung an Zahlungsstatt oder Zahlungshalber annehme. Zudem „ist . . . die betreffende Klausel durch eine andere erset worden „Und muss Übrigens das spätere Verhalten des Beklagten als „Verzicht auf dieselbe ausgelegt werden, so dass die vorliegende „Klage nach jeder Richtung als unbegründet si darstellt.“

2.

Hienach handelt es sich bei der vorliegenden Klage um eine Klage aus einem Versprechen der Übernahme einer grundverficherten Forderung, das im Zusammenhange mit einem Ver= sprechen des Kaufes von Liegenschaften steht. Ein folches Versprechen untersteht nun aber dem kantonalen und nicht dem eidgenössishen Rechte; denn nach dem System des eidgenössischen Obligationenrechtes is anzunehmen, — und das Bundesgericht hat dies in feststehender Praxis angenommen, — dass nicht nur bestimmte einzelne Verträge, sondern alle, die grundversicherte Forderungen zum Gegenstande haben, vom kantonalen Rechte beherrscht sind, da die rechtliche Natur dieser Forderungen dur das fkantonale Recht bestimmt wird und diese rechtliche Natur massgebend ist für die Frage, welchen Rechtsveränderungen u. ſt. w. sie im rechtlichen Verkehre unterworfen werden können. (Vergl. Soldan, Le code fédéral des obligations et le droit cantonal, page 190.) Für die Abtretung grundversicherter Forderungen ist der Vorbehalt des kantonalen Rechtes ausdrüdtlicy Allerdings ist nun zwischen der Abtretung, als abstraktem Nechtsgeshäft, und dem ihr zu Grunde liegenden Rechtsgeschäst zu unterscheiden. Allein im heutigen Falle richtet sich auh das Grundgeschäft nach kantonalem Recht, da es sich eben um den Kauf oder die Hingabe an Zahlungsstatt oder Zahlungshalber einer grundversicherten Forderung handelt. Steht aber danach nicht eidgenössisches, sondern kantonales Neht in Frage, fo ist - das Bundesgericht zur Beurteilung der Streitsache gemäss Art. 56 und 57 des Organisationsgesezes über die Bundesrechtspflege uicht zuftändig ; — erkannt:

Auf die Berufung wird wegen Jnkompetenz des Bundesgerichts nicht eingetreten.

Portata: Non è stato analizzato come le decisioni successive abbiano trattato questa decisione.