67 III 139
67 III 139
Rubrum
138 Schuldbetreibungs- und Konkursreeht. N® 43.
période commengant le 1° janvier 1939. C’esb en 1939 en effet que le débiteur a atteint l’âge de 65 ans et même s'il n’était pas tombé malade il aurait été mis à la retraite de toute façon cette année-là...
Sachverhalt
L'office avait proposé dans son rapport à l’autorité cantonale de fixer à 60 fr. la part de la rente qui devrait revenir à la femme, cette somme représentant sìimplement la différence entre le montant de la rente (268 fr.) et le minimum indispensable à l'entretien du débiteur (208 fr.). Ce calcul est erroné. La rente devant normalement couvrir non gseulement les frais d’entretien du débiteur mais également ceux des membres de sa famille qui sont à sa charge, il est équitable que lorsque la créance d'aliments n’est pas couverte par la différence entre le montant de la rente (ou des ressources du débiteur) et la gomme représentant le minimum nécesgsaire au débiteur, ce dernier prélève même sur ce minimum pour satisfaire à ses obligations. En d’autres termes, il doit y avoir le même rapport entre la quotité saisissable des ressources du débiteur et le montant de la créance d’aliments (censée correspondre au minimum nécessaire à l'entretien de la créancière) qu’entre le montant des ressgources du débiteur et la s80INme représentant le total des minimum nécessaires au débiteur et à la créancière. Si l’on désigne par x la part saisissable des reasources, cette règle se traduirait en l’espèce par la formule suivante :
100 308° La Chambre des poursuites et des faillites prononce :
Le recours est rejeté dans le sens des motifs.
44. Entsecheid vom 10. Oktober 1941 i. S. Morgenegg.
Betreibung mehrerer Schuldner. Erfordernis der genauen Benennung jedes Schuläáners und des auf jeden einzelnen entfallenden Forderungsbetrages. Art. 67 Ziff. 2 SchKG. Analoges Erfordernis für die Aufnahme einer Arrest- oder Retentionsurkunde. Art. 275/278, 283 SchKG. Unvollziehbarkeit eines gerichtlichen Urteils oder Rechtsöffnungsentscheides mangels Ausscheidung der auf die einzelnen Schuldner entfallenden Beträge. Art. 79/84, 88 SchKG.
Einem Betreibungs- oder Retentionsbegehren gegen « Charles und Familie Morgenegg » kann demnach auch gegen Charles Morgenegg selbst nicht Folge gegeben werden, wenn der Betrag der ihn treffenden Verpflichtung nicht angegeben ist.
Poursuite contre plusieurs débiteurs. Nécessité de les désigner chacun par son nom et d'indiquer exactement le montant pour lequel chacun èst poursuivi. Art. 67 ch. 2 et 83, art. 709 LP. Exigence analogue pour le procès-verbal de séquestre ou de prise d'inventaire. Ark. 275/86, 283 LP. Un jugement ou une ordonnance de mainlevée qui ne précise pas la part de la dette qui incombe à chaque débiteur ne peut recevoir exécution. Art. 19-84, 88 LP. :
En conséquenee, l’office saisi d’une réquisition de poursuite ou de prise d'inventaire contre « Charles Morgenegg et famille » ne peut même pas lui donner suite contre Charles Morgenegg, lorsque le montant de l’obligation qui le vise n’est pas indiqué.
Eisecuzione contro parecchi debitori. Necessiià di designare ciascuno col suo nome e d’indicare esattamente l'importo pel quale ciascuno è escus80. Art. 67 cifre 2 o 3, art. 70 LEF. Analoga esigenza pel verbale di sequestro o di ritenzione. Art. 2735/6, 283 LEF. Non si Può eseguire una sentenza o un decreto di rigetto d’opposizione che non precisì la parte del debito che incombe a ciascun debitore. Art, 79-84, 88 LEF.
‘Ne segue che l’ufficio, cui è stata presentata una domanda di esecuzione o d'inventario contro « Charles Morgenegg e famiglia », non può darle corso nemmeno contro Charles Morgenegg, se l'importo dell’obbligazione che lo concèrne non è indicato.
45. Die Darlehenskasse Tarasp hat gegen « Charles und Familie Morgenegg » beim Betreibungsamt Ob-Tasna im März 1941 die Betreibungen Nr. 96 und 97 angehoben und in der erstern für einen Teilbetrag, in der zweiten für den ganzen Betrag der Betreibungssumme provisorische. Rechtsöffnung erhalten. Ferner bat sie gegen « Charles Morgenegg und Familie Morgenegg » im August 1941 die Retentionsurkunde Nr. 1 aufnehmen lassen und 140 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 44.
gestützt darauf .die Betreibung Nr. 272 mit der gleichen Schuldnerbezeichnung eingeleitet.
B.
— Auf Begschwerde von « Herrn Charles Morgenegg & C'e » vom 20. August 1941 hat die kantonale Aufsichtsbehörde am 19. September 1941 das Betreibungsamt angewiegen, in den Betreibungen Nr. 96, 97 und 272 eventuellen Fortsetzungsbegehren nur gegen den Schuldner Charles Morgenegg Folge zu leisten. Gründe : Die Kollektivbezeichnung « Familie Morgenegg » sei ungenügend und die angefochtenen Betreibungsvorkehren gegenüber dieser Familie nichtig ; soweit aber Charles Morgenegg betreffend, der eindeutig als Schuldner genannt sei, bestehe kein Grund, die Retentionsurkunde und die Zahlungsbefehle nicht als zu Recht bestehend gelten zu lassen.
C.
— Mit dem vorliegenden Rekurs beantragt Charles Morgenegg gänzliche Aufhebung der erwähnten Betireibungsvorkehren, also auch ihm gegenüber.
Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
Erwägungen
Die Vorinstanz ist mit Recht davon ausgegangen, dass eine Mehrzahl von Schuldnern nicht unter einer Kollektivbezeichnung, wie « Erben X » oder « Familie X » betrieben werden kann — ausgenommen der Fall einer Gesellschaft, die unter gemeinsamer Firma Rechte erwerben und Pflichten eingehen kann —, sondern jeder Schuldner einzeln betrieben werden muss (Kreisschreiben Nr. 16 des Bundesgerichts vom 3. April 1925, BGE 51 III 98). Es handelt gich nicht nur um eine Formalität der Anschreibung ; vielmehr ist jedem Schuldner ein besonderer Zahlungsbefehl zuzustellen (Art. 70 Abs. 2 SchKG) und dabei (nach den Ausführungen des Kreisschreibens Nr. 15 der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer vom 16. Februar 1906) auch je ein besonderes Gläubigerdoppel anzufertigen. Entsprechendes gilt von der Aufnahme und Zustellung von Arresturkunden (BGE 32 I 604 = Sep.-Ausg. 9 Ss. 262) und Retentionsurkunden.
Darüber hinaus ist dem Rekurrenten entgegen der Auffassung der Vorinstanz darin beizupflichten, dass die in Frage stehenden Vorkehren aufgehoben werden müssen, auch soweit sie ihn selbst betreffen. Allerdings enthalten die vorliegenden Urkunden, der unzulässigen Kollektivbezeichnung der Familie vorgängig, den Namen des Rekurrenten, s0 dass dieser in Verbindung mit den übrigen Angaben genügend deutlich als Mitschuldner bezeichnet wäre. Allein es fehlt an einer Ausscheidung der auf ihn entfallenden Schuldbeträge. Es ist nicht einmal gesagt, aus wieviel Personen die Familie besteht ; übrigens könnte nicht ohne weiteres angenommen werden, die Schuld zerfalle in jeder Betreibung in gleiche Kopfteile, noch ist anderseits in Betreibungsbegehren und Zahlungsbefehlen von solidarischer Verpflichtung die Rede, und golche liesse sich auch nicht vermuten (Art. 143 OR). Bei dieser Unsicherheit über die gegen den Rekurrenten geltend gemachten Forderungsbeträge können weder die Zahlungsbefehle noch die Retentionsurkunde einfach unter Weglassung der « Familie » aufrechtbleiben. Alle diese Vorkehren sind unvollziehbar und daher als nichtig aufzuheben. Dem Gläubiger bleibt überlasesen, gegen einzelne oder alle Glieder der Familie Morgenegg neue Betreibungsund Retentionsbegehren zu stellen, je unter Angabe des Forderungsbetrages.
Dem steht nicht entgegen, dass in den Betreibungen Nr. 96 und 97 für gewisse Beträge provisorische Rechtsöffnung erteilt worden ist. Der Rechtsöffnungsentscheid ersetzt freilich für die Fortsetzung der Betreibung den Zahlungsbefehl. Allein die vorliegenden Entscheide lauten gleichfalls auf Charles und Familie Morgenegg ohne Angabe der auf jenen entfallenden Schuldsummen und ohne Feststellung einer solidarischen oder den Rekurrenten speziell treffenden Verpflichtung für den vollen gegen ihn und die Familie geltend gemachten Betrag. Ein derartiger Rechtsöffnungsentscheid ist ebensowenig vollziehbar, wie es der ihm zugrunde liegende Zahlungsbefehl mangels Rechts- 142 Sehuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 45, vorschlages wäre. Das Betreibungsamt muss WiSseN, für welchen Forderungsbetrag gegenüber dem einzelnen Schuldner eine Ffändung vollzogen werden soll, wie dies anderseits auch für die Aufnahme einer Retentionsurkunde gelten muss.
Demnack erkennt die Schuldbeir.- u. Konkurskammer :- In Gutheissung des Rekurses und Aufhebung des angefochtenen Entscheides werden die Betreibungen Nr. 96, 97 und 272 sowie die Retentionsurkunde Nr. 1 (vom 13. August 1941) aufgehoben.
45.
Auszug aus dem Entscheid vom 14. Oktober 1941
46.
S. Lenggenhager.
Lohnpfändung (Art. 93 SchKG) : Bezieht der Schuldner Barlohn neben freier Station, so ist diese nicht in Geld zu werten, sondern es ist zu prüfen, wie weit sie den notwendigen Bedarf des Schuldners deckt und wie weit er noch auf Barmittel angewiesen bleibt, Saisie de salaire (art. 93 LP) : Lorsque le débiteur regoit de -son employeur la pension et un salaire en espèces, il n’y a pas lieu de convertir en argent les prestations en nature, mais il faut rechercher dans quelle mesure ces prestations couvrent le - minimum indispensable au débiteur eb dans quelle mesure celui-ci doit encore faire face à des dépenses nécessaires.
Pignoramento di salario (art. 93 LEF) : Se il debitore riceve dal 8uo padrone vitto e alloggio come Pure un salario in contanti, non si debbono convertire in denaro le Prestazioni in natura, ma devesi esaminare in quale misura queste prestazioni COPTANno il minimo indispensabile al debitore e in quale misura quest’ultimo debba ancora fare fronte a spese necessarie.
Aus dem Tatbestand :
Vom Monatslobn von Fr. 125.—, den der als Landarbeiter in einer Anstalt angestellte Schuldner neben freier Station bezieht, pfändete das Betreibungsamt für teilweise im letzten Jahr vor der Betreibung aufgelaufene Unterhaltsansprüche der Rekurrentin, einer Tochter, monatlich Fr. 20.— auf die Dauer eines Jahres. Auf Beschwerde der Rekurrentin erhöhte die obere kantonale Aufsichtsbehörde die pfändbare Quote auf Fr. 30.— : Das monatliche Existenzminimum des Schuldners betrage Fr. 180.— und dasjenige der drei Kinder Fr. 108.—. Diesem Existenzminimum der ganzen Familie von Fr. 288.—, das aus dem Lohn des Schuldners- bestritbken werden sollte, stehe das tatsächliche Lohneinkommen von Fr. 245.— gegenüber, indem die zum Barlohn von Fr. 125.— tretenden Naturalbezüge auf monatlich Fr. 120.— zu werten seien. Für die Rekurrentin pfändbar seien somit Fr. 36.— X gg = €68.
Fr. 30.—. Die Rekurrentin hält mit dem vorliegenden Rekurs an weitergehender Erhöhung der pfändbaren Lohnquote fest ; gie beantragt Rückweisung an die kantonale Instanz zu Aus den Erwägungen :
Wenn die Vorinstanz von einem Existenzminimum des Schuldners von monatlich Fr. 180.— ausgeht und anderseits die ihm vom Arbeitgeber gebotene freie Station nur auf Fr. 120.— im Monat wertet, so übersieht sie, dass der als Existenzminimum angenommene Geldbetrag üblicherweise die Notwendigkeit, den Lebensaufwand durch Ausgabe von Geld zu bestreiten, voraussetzt. Bezieht der Schuldner Naturallohn, geniesst er insbesondere wie hier freie- Station, so ist es nicht zutreffend, das ihm damit Gebotene in Geld umzuwerten, etwa darnach, was es den Arbeitgeber kostet, um dann mit dem gefundenen Geldbetrag rechnen zu können, als würde er in bar ausbezahlt. Vielmehr ist zu prüfen, welche Elemente des Zwangsbedarfs durch die freie Station gedeckt werden, ob. nicht ausser Nahrung und Wohnung ganz oder teilweise noch Kleidung (einschliesslich Schuhe und Leibwäsche), Geeundheitepflege, sowie dringliche Kulturbedürfnisse. Bietet doch die freie Station in manchen Fällen ein eigentliches