Waldgrenzenplan Kanton Aargau

Limite statico del bosco · Kanton

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Tipo
Limite statico del bosco
Sottotipo
Kanton
Comune
Kanton
Cantone
Argovia
Livello
Cantone
Approvato da
AW
Adottato
1 set 2019
In vigore dal
1 set 2019

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WGP-2019-E.pdf

DEPARTEMENT BAU, VERKEHR UND UMWELT Abteilung Wald Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau [email protected] www.ag.ch/bvu

Waldgrenzenplan Kanton Aargau (Festlegung des Waldareals) Erläuterungen

1. September 2019 A. Ausgangslage und Perimeter des Waldgrenzenplans Basis für die Abgrenzung von Wald bilden das Bundesgesetz über den Wald (Waldgesetz, WaG) vom 4. Oktober 1991 (SR 921.0) und die Verordnung über den Wald (Waldverordnung, WaV) vom 30. November 1992 (SR 921.1). Als Wald gilt jede Fläche, die mit Waldbäumen oder Waldsträuchern bestockt ist und Waldfunktionen erfüllen kann. Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch sind nicht massgebend (Art. 2 Abs. 1 WaG). Die kantonalen Ausführungsbestimmungen sind im Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaG) vom 1. Juli 1997 (SAR 931.100) und in der Verordnung zum Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaV) vom 16. Dezember 1998 (SAR 931.111) festgehalten. Demnach gilt jede Bestockung, welche grösser als 600 m2, breiter als 12 m und älter als 15 Jahre ist, rechtlich als Wald. Am 5. Juni 2018 hat der Grosse Rat eine Änderung des Waldgesetzes des Kantons Aargau (AWaG) zur Einführung der statischen Waldgrenzen im gesamten Kantonsgebiet beschlossen. Diese Gesetzesänderung trat per 1. Januar 2019 in Rechtskraft. Dies wird auch im Richtplan des Kantons Aargau Kapitel L 4.1 im Beschluss D so festgehalten. Gestützt auf diese Gesetzesänderung erlässt der Kanton zur Festlegung des Waldareals einen Waldgrenzenplan. Bestockungen ausserhalb des festgelegten Waldareals gelten rechtlich nicht als Wald (§ 3 AWaG Abs. 3).

B. Festlegung des Waldareals Die Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt erlässt zur Festlegung des Waldareals und damit der Waldgrenzen den vorliegenden Waldgrenzenplan mit Datum vom 1. September 2019. Das gesamte schon im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung des Waldgesetzes des Kantons Aargau rechtskräftig festgelegte Waldareal entlang des Baugebiets wird unverändert in den Waldgrenzenplan übernommen und ist nicht mehr anfechtbar (§ 44 Abs. 1 AWaG). Im Waldgrenzenplan sind einzelne altrechtliche Nichtwaldflächen nicht dargestellt (wie z. B. Maststandorte, Buchten entlang von Strassen, Gebäude mit Vorplatz).

C. Verfahren Gemäss § 1b AWaV legt die Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt den Waldgrenzenplan in den betroffenen Gemeinden während 30 Tagen zur Einsicht auf. Die betroffenen Gemeinden bestimmen die Form der Einsichtnahme. Diese kann namentlich über einen Internetzugang oder durch gedruckte Auszüge erfolgen. Der Waldgrenzenplan ist während der Auflagefrist in elektronischer Form auch auf dem Internetportal der Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (www.ag.ch/wald) einsehbar.

D. Rechtsschutz Wer ein schutzwürdiges eigenes Interesse geltend macht, kann innerhalb der Auflagefrist bei der Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau, Einsprache gegen den Waldgrenzenplan erheben. Vorbehalten bleibt Art. 46 WaG. Diese Einsprachen sind schriftlich einzureichen und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Wer es unterlässt, solche Einsprachen zu erheben, obwohl Anlass dazu bestanden hätte, kann den ergehenden Entscheid nicht anfechten. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen über die Wiederherstellung bei unverschuldeter Säumnis gemäss dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG) vom 4. Dezember 2007. Gemäss § 33a Abs. 4 AWaG haben Einsprachen und Beschwerden gegen den Erlass des Waldgrenzenplans nur aufschiebende Wirkung, wenn und soweit sie die Rechtmittelinstanz gewährt.

E. Rechtsfolgen Es gelten für das gesamte Kantonsgebiet statische Waldgrenzen. Bestehende und neu entstehende Bestockungen ausserhalb der festgelegten Waldgrenzen gelten somit nicht als Wald. Gemäss § 3a AWaG ändert sich das Waldareal nur im Rahmen 

von Entscheiden über Rodungen und Ersatzaufforstungen (Rodungsbewilligungsverfahren);

von Entscheiden über Erweiterungen des Waldareals im Rahmen des Waldgrenzenplanverfahrens auf Antrag der Gemeinde koordiniert mit einem Nutzungsplanungsverfahren;

der amtlichen Vermessung bei unwesentlichen Änderungen.

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Mit der Festlegung des Waldareals sind insbesondere folgende Rechtsfolgen verbunden: 

Rodungsverbot (Art. 5 Abs. 1 WaG)

Zugänglichkeit für Allgemeinheit (Art. 14 Abs. 1 WaG)

Einschränkung des motorisierten Fahrzeugverkehrs (Art. 15 WaG und § 12 AWaG)

Verbot nachteiliger Nutzungen (Art. 16 Abs. 1 WaG und § 13 AWaG)

Waldabstandsvorschriften für Bauten und Anlagen (Art. 17 WaG, § 48 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen (Baugesetz, BauG) vom 19. Januar 1993; SAR 713.100, geändert aufgrund § 42 Abs. 2 AWaG)

Verbot der Verwendung umweltgefährdender Stoffe (Art. 18 WaG)

Bewilligungspflicht für das Fällen von Bäumen (Art. 21 WaG und § 17 Abs. 4 AWaG)

Kahlschlagverbot (Art. 22 Abs. 1 WaG)

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Anhang 1. Art 2 WaG (Bundesgesetz über den Wald vom 4. Oktober 1991; SR 921.0) 1 Als Wald gilt jede Fläche, die mit Waldbäumen oder Waldsträuchern bestockt ist und Waldfunktio-

nen erfüllen kann. Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch sind nicht massgebend. 2 Als Wald gelten auch:

a. Weidwälder, bestockte Weiden (Wytweiden) und Selven; b. unbestockte oder ertraglose Flächen eines Waldgrundstückes, wie Blössen, Waldstrassen und andere forstliche Bauten und Anlagen; c. Grundstücke, für die eine Aufforstungspflicht besteht. 3 Nicht als Wald gelten isolierte Baum- und Strauchgruppen, Hecken, Alleen, Garten-, Grün- und

Parkanlagen, Baumkulturen, die auf offenem Land zur kurzfristigen Nutzung angelegt worden sind, sowie Bäume und Sträucher auf Einrichtungen zur Stauhaltung und in deren unmittelbarem Vorgelände. 4 Innerhalb des vom Bundesrat festgesetzten Rahmens können die Kantone bestimmen, ab welcher

Breite, welcher Fläche und welchem Alter eine einwachsende Fläche sowie ab welcher Breite und welcher Fläche eine andere Bestockung als Wald gilt. Erfüllt die Bestockung in besonderem Masse Wohlfahrts- oder Schutzfunktionen, so sind die kantonalen Kriterien nicht massgebend.

2. Art. 1 WaV (Eidg. Verordnung über den Wald vom 30. November 1992; SR 921.01) 1 Die Kantone bestimmen die Werte, ab welchen eine bestockte Fläche als Wald gilt, innerhalb der

folgenden Bereiche: a. Fläche mit Einschluss eines zweckmässigen Waldsaumes: 200–800 m2; b. Breite mit Einschluss eines zweckmässigen Waldsaumes: 10–12 m; c. Alter der Bestockung auf Einwuchsflächen: 10–20 Jahre. 2 Erfüllt die Bestockung in besonderem Masse Wohlfahrts- oder Schutzfunktionen, so gilt sie unab-

hängig von ihrer Fläche, ihrer Breite oder ihrem Alter als Wald.

3. AWaG (Waldgesetz des Kantons Aargau vom 1. Juli 1997; SR 931.100)

Art. 3

1 Die für den Begriff des Waldes gemäss Art. 1 Abs. 1 der Waldverordnung (WaV) vom 30. Novem-

ber 1992 massgebenden Werte betragen: a) Fläche mit Einschluss des Waldsaumes: 600 m 2; b) Breite mit Einschluss des Waldsaumes: 12 m; c) Alter der Bestockung auf Einwuchsflächen: 15 Jahre. 2 Erfüllt die Bestockung in besonderem Masse Wohlfahrts- oder Schutzfunktionen, so gilt sie unab-

hängig von ihrer Fläche, ihrer Breite oder ihrem Alter als Wald (Art. 1 Abs. 2 WaV). 3 Der Kanton erlässt zur Festlegung des Waldareals einen Waldgrenzenplan. Bestockungen aus-

serhalb des festgelegten Waldareals gelten nicht als Wald.

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Art. 3a

1 Entscheide über Rodungen und die erforderlichen Ersatzaufforstungen erfolgen im Rodungsbewilli-

gungsverfahren. 2 Entscheide über Erweiterungen des Waldareals erfolgen auf Antrag der Gemeinde im Verfahren

gemäss § 3 Abs. 3 und sind mit dem Nutzungsplanungsverfahren zu koordinieren. 3 Unwesentliche Änderungen des Waldareals werden im Rahmen der amtlichen Vermessung durch

die hierfür zuständige kantonale Behörde im Einvernehmen mit der für die Festlegung des Waldareals zuständigen kantonalen Behörde verfügt.

Art. 3b

1 Der Regierungsrat erlässt durch Verordnung Vorschriften über die Waldgrenzen sowie über das

Verfahren und die behördliche Zuständigkeit zur Festlegung und Änderung des Waldareals im Waldgrenzenplan.

4. AWaV (Verordnung zum Waldgesetz des Kantons Aargau vom 16. Dezember 1998; SR 931.111) §1 1 Die Aussenseite der äussersten Baumstämme und -strünke, die ein Mindestalter von 15 Jahren

aufweisen, bestimmt den Verlauf der Stockgrenze. An die Stockgrenze schliesst ein Waldsaum von in der Regel 2 m Breite an, dessen Aussenrand die Waldgrenze bildet. Bei Sträuchern liegt die Waldgrenze in der Regel 1 m ausserhalb der äussersten Stockausschläge. 2 Innerhalb des Waldsaums gelten die Pflege- und Bewirtschaftungsgrundsätze gemäss Waldgesetz-

gebung. Eine dauernde oder intensive landwirtschaftliche Nutzung ist ausgeschlossen. 3 Besteht innerhalb des Waldsaums eine eindeutige, dauernde Abgrenzung, wie eine Mauer, eine

Strasse oder eine Parzellengrenze, gilt diese als Waldgrenze.

Art. 1a

1 Die Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt legt das Waldareal fest und er-

lässt den Waldgrenzenplan.

Art. 1b

1 Die Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt legt den Waldgrenzenplan in den

betroffenen Gemeinden während 30 Tagen zur Einsicht auf. Sie macht die Auflage im Amtsblatt und im amtlichen Publikationsorgan der betroffenen Gemeinden bekannt. 2 Die betroffenen Gemeinden bestimmen die Form der Einsichtnahme. Diese kann namentlich über

einen Internetzugang oder durch gedruckte Auszüge erfolgen.

Art. 1c

1 Der Waldgrenzenplan wird in elektronischer Form geführt und im Kataster der öffentlich-rechtlichen

Eigentumsbeschränkungen gemäss den §§ 16 ff. KGeoIG eigentümerverbindlich veröffentlicht.

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Waldgrenzenpläne

Statische Waldgrenzen: Links zu den Waldgrenzenplänen BEZ .4001 4002 4003 4004 4005 4006 4007 4008 4009 4010 4012 4013

AARAU Aarau Biberstein Buchs (AG) Densbüren Erlinsbach (AG) Gränichen Hirschthal Küttigen Muhen Oberentfelden Suhr Unterentfelden

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BADEN Baden Bellikon Bergdietikon Birmenstorf (AG) Ennetbaden Fislisbach Freienwil Gebenstorf Killwangen Künten Mägenwil Mellingen Neuenhof Niederrohrdorf Oberrohrdorf Obersiggenthal Remetschwil Spreitenbach Stetten (AG) Turgi Untersiggenthal Wettingen Wohlenschwil Würenlingen Würenlos Ehrendingen

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BREMGARTEN Arni (AG) Berikon Bremgarten (AG) Büttikon Dottikon Eggenwil FischbachHägglingen GöslikonGöslikon Jonen Niederwil (AG) Oberlunkhofen Oberwil-Lieli RudolfstettenSarmenstorf FriedlisTägerig bergFriedlisberg Uezwil

4079 4080 4081 4082 4083 4084

Unterlunkhofen Villmergen Widen Wohlen (AG) Zufikon Islisberg

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BRUGG Auenstein Birr Birrhard Brugg Habsburg Hausen (AG) Lupfig Mandach Mönthal Mülligen Remigen Riniken Rüfenach Thalheim (AG) Veltheim (AG) Villigen Villnachern Windisch Bözberg Schinznach

BEZ .4131 4132 4133 4134 4135 4136 4137 4138 4139 4140 4141 4142 4143 4144 4145 4146 4147

KULM Beinwil am See Birrwil Burg (AG) Dürrenäsch Gontenschwil Holziken Leimbach (AG) Leutwil Menziken Oberkulm Reinach (AG) Schlossrued Schmiedrued Schöftland Teufenthal (AG) Unterkulm Zetzwil

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LAUFENBURG Eiken Frick Gansingen Gipf-Oberfrick Herznach Kaisten Laufenburg Münchwilen (AG) Oberhof Oeschgen

Vermessungsamt des Kantons Aargau

4176 4177 4179 4181 4182 4183 4184 4185

Schwaderloch Sisseln Ueken Wittnau Wölflinswil Zeihen Mettauertal Böztal Bözen Effingen Elfingen Hornussen

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LENZBURG Ammerswil Boniswil Brunegg Dintikon Egliswil Fahrwangen Hallwil Hendschiken Holderbank (AG) Hunzenschwil Lenzburg MeisterschwanMöriken-Wildegg den Niederlenz Othmarsingen Rupperswil Schafisheim Seengen Seon Staufen

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MURI Abtwil Aristau Auw Beinwil (Freiamt) Besenbüren Bettwil Boswil Bünzen Buttwil Dietwil Geltwil Kallern Merenschwand Mühlau Muri (AG) Oberrüti Rottenschwil Sins Waltenschwil

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RHEINFELDEN Hellikon Kaiseraugst Magden Möhlin Mumpf Obermumpf Olsberg Rheinfelden Schupfart Stein (AG) Wallbach Wegenstetten Zeiningen Zuzgen

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ZOFINGEN Aarburg Bottenwil Brittnau Kirchleerau Kölliken Moosleerau Murgenthal Oftringen Reitnau Rothrist Safenwil Staffelbach Strengelbach Uerkheim Vordemwald Wiliberg Zofingen

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