Grundwasserschutzareal Flue

Aree di protezione delle acque sotterranee · Herisau

Documento

Tipo
Aree di protezione delle acque sotterranee
Comune
Herisau
Cantone
Appenzello Esterno
Livello
Cantone
Autorità
Amt für Umwelt
Approvato da
Departement
Adottato
1 mag 2024
In vigore dal
1 mag 2024

Carta

Il Cantone non pubblica un perimetro per questo documento. La carta mostra Herisau con le zone edificabili.Apri la carta completa

File

CH132_02_GE_Flue, 2024.pdfApri in una nuova scheda

Testo

CH132_02_GE_Flue, 2024.pdf

Appenzell Ausserrhoden

Departement Bau und Volkswirtschaft

Kasernenstrasse 17A 9102 Herisau Tel. +41 71 353 65 51 Fax +41 71 353 68 33

[email protected] www.ar.ch Departement Bau und Volkswirtschaft, 9102 Herisau

Dölf Biasotto Regierungsrat

Herisau, 1. Mai 2024/VLa/SHü

Gemeinde Herisau: Grundwasserschutzareal um die Quellfassung Flue, Herisau Erlass

Sehr geehrte Damen und Herren

Mostra tutto il testo

A.

Sachverhalt

1.Im Gebiet Flue, Herisau, sind in der Gewässerschutzkarte private Quellen und eine provisorische Schutzzone eingetragen. Für die Quelle Nr. 736.249-G18 liegt der Schutz im öffentlichen Interesse; mit dem vorliegenden Grundwasserschutzareal Flue soll der Schutz des Einzugsgebietes der Fassungsanlagen gewährleistet werden. Die Quelle wird derzeit privat genutzt. 2. Folgendes kann zur Quelle Flue, Herisau, festgehalten werden: Geschützte Quelle: Lage der Quelle: Mittlere Quelischüttung:

Quelle Nr. 736.249-G18 Koordinaten des Brunnens: 2736775 I 1'249'802 ca. 211/min

3.Massgebende Unterlagen: Schutzarealplan 1:1000, Nr. 2022-202/1 vom 13. Februar 2024 Schutzarealreglement vom 13. Februar 2024 (mit Beilagen zum Schutzarealreglement, Stand Dezember 2022) Hydrogeologischer Bericht vom 13. Februar 2024

-

-

-

4. Verfahren: Beschluss Gemeinderat Herisau am: Öffentliche Planauflage vom:

26. September 2023 6. Oktober 2023 6. November 2023 -

Seite 1/3

CH132_02_P_Flue, 2024.pdf

\äTJ A ppenze H A usserrhoden Gemeinde Herisau

Amt für Umwelt Kanton Appenzell Ausserrhoden Differenziertes Grundwasserschutzareal

Hae

Br

Br

13.2.2024 | Korr GE

16.12.2022 | Vorprüfung

|Gezeichnet| Datum |Bemerkung Br 29.11.2022

Mostra tutto il testo

JM

Entwurf Hae

um die Quellfassung Flue

Schutzareal-Plan 1: 1'000 Plan Nr. 2022-202/1 Format: 45/105

8589 Sitterdorf (TG)

GEOLOGIEBÜRO LIENERT & HAERING AG 9602 Bazenheid Langäckerstrasse 9 071 461 22 82 Tel:

Neue Industriestrasse 81

www.haering-geo.ch

071 3711733

E-Mail: [email protected]

Tel:

A

—-

Hydrogeologische Umgrenzung

Vom Departement Bau und Volkswirtschaft Appenzell Ausserrhoden

LEGENDE Praktische Umgrenzung

Grundwasserschutzareal

Areal SA1

|_Ö|_"'_L"']"Jl

Arsatsa2 TE

Areal SA3

rechtskräftige Grundwasserschutzzonen "]

Praktische Umgrenzung

.

T

.

'

©

Zone S1

Zone S2

|_

U _! Zone S3

Kleinkläranlage

Gefahrenkataster .

Brunnen, Weidbrunnen

Meteorwasserleitung

Quellschacht mit Quellableitung

Quellleitung; Sicker- und Vollrohr

Weitere Angaben

®

m

>

A

_

„1'250'000

'249700 S

—

/ + 1'249'600

N

.

2'736'773.34

1'249'812.44

\

CH132_02_V_Flue, 2024.pdf

r

Appenzell Ausserrhoden

GEMEINDE HERISAU

VR

AMT FÜR UMWELT KANTON APPENZELL AUSSERRHODEN

SCH UTZAREA L-REG L EM E NT FÜR DIE QUELLFASSUNG FLUE

29. November 2022 Inkl. Ergänzungen Vorprüfung bis 13. Februar 2024

Appenzell Ausserrhoden VjRI

INHALTSVERZEICHNIS ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN.....................................................................................................3

Art. 1

Geltungsbereich ...................................................................................................................... 3

Art. 2

Grundwasserschutzareale und deren Ziele ............................................................................3

Art. 3

Wegleitung des Bundes..........................................................................................................4

Art. 4

Kontrolle der Einhaltung der Schutzarealvorschriften ............................................................4

Art. 5

Überwachung der Grundwasserqualität .................................................................................4

Art. 6

Informationspflicht................................................................................................................... 4 2.

ALLGEMEINE NUTZUNGSBESCHRÄNKUNGEN UND SCHUTZMASSNAHMEN .......................5

Art. 7

Grundsatz................................................................................................................................5

2.1 BESTIMMUNGEN FÜR DAS SCHUTZAREAL SA3 ....................................................................5

Art. 8

Allgemeine Beschränkungen................................... .............................................................. 5

Art. 9

Bauten und Anlagen / Grundsatz ...................................................... ........................ .............. 5

Art. 10

Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten................................................................. 5

Art. 11

Schmutzwasserleitungen ....................................................................................................6

Art. 12

Verkehrsanlagen .................................................................................................................6

44 altri articoli

Art. 13

Landwirtschaftliche Anlagen.................................................................................. .............. 6

Art. 14

Geländeveränderungen und Materialentnahmen ...............................................................6 Deponien und Ablagerungen.................. ............................................................................. 7

Art. 15 2.2

BESTIMMUNGEN FÜR DAS SCHUTZAREAL SA2 .................................................................... 7

Art. 16

Allgemeine Beschränkungen............................................................................................... 7

Art. 17

Landwirtschaftliche Anlagen........................................................................................ ........ 7

Art. 18

Kleintankanlagen Diesel ........ .............................................................................................. 7

Art. 19

Weidbrunnen .......................................................................................................................7 2.3 BESTIMMUNGEN FÜR DAS SCHUTZAREAL SAl .................................................................... 8

Art. 20

Allgemeine Beschränkungen............................................................................................... 8

Art. 21

Zutritt ...................................................................................................................................8 3.

ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN FÜR BESTEHENDE BAUTEN UND ANLAGEN IM SCHUTZAREALSA2 ........................................................................................................................ 8

Art. 22

Grundsatz ..................................................... ....................................................................... 8 Kleinkläranlage ........................................................................................ ... ........... .............. 8

Art. 23

4.

SCHLUSSBESTIMMUNGEN ............................................................................................................9

Art. 24

Verfügungen ........................................................................................................................ 9

Art. 25

Anmerkung im Grundbuch .................................................................................................. 9

Art. 26

Strafbestimmungen........................................................ .................................................... 9

Art. 27

Inkrafttreten .........................................................................................................................9

5.

ERLASS UND GENEHMIGUNG ..................................................................................................... 10

Schutzarealreglement für die Quelle Flue

Seite 2

VJR

Appenzell Ausserrhoden

In Anwendung von Art. 21 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer vom 24. Januar 1991 (Gewässerschutzgesetz, SR 814.20; abgekürzt GSchG), Art. 29 if. der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (SR 814.201; abgekürzt GSchV) und Art. 71 if. des Gesetzes über die Einführung der Bundesgesetze über den Umweltschutz und über den Schutz der Gewässer vom 16. Februar 2004 (bGS 814.0; Umwelt- und Gewässerschutzgesetz; abgekürzt UGsG) werden folgende Bestimmungen erlassen:

1.

ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

Art. I

Geltungsbereich

Dieses Reglement gilt für das differenzierte Grundwasserschutzareal der Quellfassung Flue: Koordinaten des Brunnens: Brunnen

2736775 / 1'249'802

Es legt die zum Schutz des Grundwassers erforderlichen Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen fest. Das Reglement ist Bestandteil des Schutzarealpians "Differenziertes Grundwasserschutzareal um die Quellfassung Flue", Plan-Nr. 2022-202/1 (Geologiebüro Lienert & Haering AG), datiert vom 29. November 2022 /16. Dezember 2022 /13. Februar 2024 (Massstab 1: 1000). Die Vorschriften des Bau- und Planungsrechts, des Natur- und Heimatschutzrechtes, des Lebensmittelrechts sowie der Wald-, der Umweltschutz- und Gewässerschutzgesetzgebung bleiben vorbehalten. Soweit die Bestimmungen dieses Reglements eine einschränkendere Nutzung der Grundstücke vorschreiben, gehen sie der geltenden Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Herisau1 sowie der eidgenössischen und kantonalen Raumplanungsgesetzgebung2 vor.

Art. 2 Grundwasserschutzareale und deren Ziele3

Mit Grundwasserschutzarealen werden geeignete Gebiete im Hinblick auf eine künftige Grundwasserbewirtschaftung vorsorglich gesichert. Es wird so ausgeschieden, dass Grundwasserfassungen und Anreicherungsanlagen zweckmässig festgelegt und Grundwasserschutzzonen ausgeschieden werden können. Im Grundwasserschutzareal dürfen grundsätzlich keine Bauten und Anlagen erstellt oder Arbeiten ausgeführt werden, welche die künftige Grundwasserbewirtschaftung beeinträchtigen können. Das Grundwasserschutzareal (Zone SA) besteht in Anlehnung an die Vorgaben für Grundwasserschutzzonen aus dem Schutzareal SAl, dem Schutzareal SA2 und dem Schutzareal SA3.

Zonenplan Herisau vom 27. Juni 1995 und Baureglement Herisau vom 22. Juni 1994 Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG) vom 22. Juni 1979 (SR 700); Gesetz über die Raumplanung und das Baurecht (Baugesetz) vom 12. Mai 2003 (bGS 721.1); Bauverordnung (BauV) vom 2. Dezember 2003 (bGS 721.11) Anhang 4 Ziff. 12 GSchV (Beilage 1.2) Schulzaealreglenienl für die Quelle Flue

Seite 3

Appenzell Ausserrhoden

Art. 3 Wegleitung des Bundes

Die Wegleitung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU)4 gilt bei der Anwendung dieses Reglements als Richtlinie.

Art. 4 Kontrolle der Einhaltung der Schutzarealvorschriften

Die zuständige Gemeindebehörde überwacht die Einhaltung der Schutzarealvorschriften und meldet Verstösse unverzüglich dem Amt für Umwelt. Die zuständige Gemeindebehörde kann Dritte mit dieser Aufgabe beauftragen. Bauvorhaben in den Grundwasserschutzarealen sind dem/der Inhaber/in der Wasserfassung durch die Gemeindebaubehörde im Baubewilligungsverfahren schriftlich anzuzeigen.

Art. 5 Überwachung der Grundwasserqualität5

Bei Bedarf ordnet das Amt für Umwelt die Untersuchung des Rohwassers an. Die Standortgemeinde und die kantonalen Behörden (Lebensmittelinspektorat beider Appenzell und Amt für Umwelt)6 sind unverzüglich zu informieren, wenn: a.

b.

die Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung7 an die chemisch-physikalische oder bakteriologische Wasserqualität gemäss der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen8 nicht erfüllt sind; die numerischen Anforderungen an die Wasserqualität gemäss Gewässerschutzverordnung9 nicht erfüllt sind; oder die Konzentration von Stoffen, für welche die Lebensmittelgesetzgebung7, die Gewässerschutzverordnung9 oder die Altlastenverordnung10 nummerische Anforderungen enthalten, stetig zunimmt.

Art. 6 Informationspflicht

Die Eigentümer/innen von Grundstücken im Grundwasserschutzareal sind verpflichtet, Pächter/innen, Mieter/innen oder Nutzniesser/innen über die massgebenden Nutzungsbeschränkungen zu informieren. Die Informationspflicht gilt auch für Unternehmer/innen, die auf den Grundstücken innerhalb des Grundwasserschutzareals arbeiten.

Wegleitung Grundwasserschutz, Bern 2004

Art. 47 GSchV (Beilage 1.2)

6

8

Lebensmittelinspektorat beider Appenzell, Departement Gesundheit und Soziales, Buchenstrasse 20, 9100 Herisau Amt fur Umwelt, Kasernenstrasse 17A, 9102 Herisau vgl. Beilage 1.9 und Beilage 1.10 vgl. Beilage 1.8 Anhang 2 Ziff. 2 GSchV (Beilage 1.2)

10 vgl. Beilage 1.12 Schutzarealreglernenl für die Quelle Flue

Seite 4

'j

)

Appenzell Ausserrhoden

2.

ALLGEMEINE NUTZUNGSBESCHRÄNKUNGEN UND SCHUTZMASSNAHMEN

Art. 7 Grundsatz

Die allgemeinen Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen (Kapitel 2) gelten für neue Bauten und Anlagen. Sie gelten auch für bauliche Änderungen und für Nutzungsänderungen sowie für Änderungen im Maschinenpark oder bei betrieblichen Abläufen in Industrie, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben, wenn eine Gefährdung des Grundwassers nicht ausgeschlossen werden kann. Mängel an Bauten und Anlagen, die das Grundwasser konkret gefährden, sind ohne Verzug zu beheben. Landwirtschaftliche Anlagen sind je nach dem Gefährdungspotential des Grundwassers (und der Oberflächengewässer) periodisch zu kontrollieren11.

2.1

BESTIMMUNGEN FÜR DAS SCHUTZAREAL SA3

Art. 8 Allgemeine Beschränkungen

Anlagen und Nutzungen, von denen eine Gefahr12 für das Grundwasser ausgeht, sind nicht zulässig.

Art. 9 Bauten und Anlagen I Grundsatz

Bei Bauten und Anlagen ist die Baugrubensohle mindestens 1 m über dem höchstmöglichen Grundwasserspiegel, bei Quellwasserfassungen mindestens 1 m über den wasserführenden Schichten zu errichten. Das Amt für Umwelt kann im Einzelfall Ausnahmen festlegen, wenn eine Gefährdung der Trinkwassernutzung ausgeschlossen werden kann. Für die Versickerung von Dachwasser sind die einschlägigen Richtlinien13 massgebend. Bei der Verwendung von Sekundärbaustoffen (Recyclingbaustoffe) sind die einschlägigen Richtlinien zu beachten14. Bei Bauarbeiten sind besondere Schutzmassnahmen15 zu treffen.

Art. 10 Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten

Die Zulässigkeit und die zu treffenden Massnahmen bei der Errichtung und Änderung von Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten richten sich nach dem Bundesrecht16.

11 vgl. Beilage 3. Bst. n 12 Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 GSchV (Beilage 1.2) Beilage 3: Bst. m 13 vgl. Beilage 3: Bst. c

14 vgl. Beilage 3: Bst. d 15 vgl. Beilage 3: Bst. e 16 Art. 22 GSchG (Beilage 1.1)

Art. 32a GSchV und Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 GSchV (Beilage 1.2)

vgl. Beilage 3: Bst. k Schutzarealreglemenl für die Quelle Flue

Seite 5

VfR

Appenzell Ausserrhoden

Art. 11 Schmutzwasserleitungen

Schmutzwasserleitungen samt Hausanschlüssen und Schächten sind dauerhaft und dicht zu erstellen und so auszuführen, dass Dichtheitsprüfungen einfach möglich sind. Die einschlägigen Richtlinien17 sind für Ausführung und Unterhalt verbindlich. Die Dichtheit ist vor Inbetriebnahme der Anlagen und nachher periodisch gemäss den Anweisungen des Kantons18 zu überprüfen. Die zuständige Gemeindebehörde sorgt für eine koordinierte Durchführung der Kontrollen.

Art. 12 Verkehrsanlagen

Strassen sind mit Hinweisschildern "Wasserschutzgebiet" zu versehen. Strassen und Plätze aller Art, die dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr offen stehen und auf denen Fahrzeuge mit wassergefährdenden Stoffen verkehren, sind je nach Gefährdung mit Hartbelägen und Randbordüren sowie nötigenfalls mit Abirrschutz zu erstellen. Das Abwasser ist abzuleiten. Private Verkehrsflächen für Motorfahrzeuge wie Garagenvorplätze und Garagen, sind mit dichten Belägen, geeignetem Gefälle und Randbordüren zu erstellen. Das Abwasser ist abzuleiten19. Die allfällige Einleitung des Abwassers in ein Oberflächengewässer muss ausserhalb des Grundwasserschuf.zareals und so erfolgen, dass kein Abwasser in die Fassung gelangen kann. Die Versickerung von nicht verschmutztem Abwasser von wenig frequentierten privaten Abstellplätzen sowie von Flurwegen und Forststrassen, welche über bewachsene Bodenschichten entwässern, ist zulässig. Dabei muss ausgeschlossen werden können, dass das Abwasser punktuell versickern kann20.

Art. 13 Landwirtschaftliche Anlagen

Lageranlagen für Hofdünger (Güllebehälter, Schwemmkanäle, Mistplatten usw.) sowie Rauhfuttersilos sind nach den geltenden Vorschriften und Richtlinien21 unter Einhaltung der darin formulierten erhöhten Anforderungen bezüglich Dichtheit zu erstellen und zu betreiben. Die Anlagen sind periodisch gemäss den Anweisungen des Amtes für Umwelt zu kontrollieren22.

Art. 14 Geländeveränderungen und Materialentnahmen

Geländeveränderungen, bei denen die Deckschicht beseitigt oder wesentlich vermindert wird, sind nicht zulässig. Ausgenommen sind Aushubarbeiten für schutzarealkonforme Bauten und Anlagen. Materialentnahmen sind untersagt23

17 vgl. Beilage 3: Bst. a und 18 vgl. Beilage 3: Bst. f Merkblatt Dichtheitsprüfung 19 vgl. Beilage 3: Bst. I 20 Art. 3 GSchV, Abs. 3, Bst b und c (Beilage 1.2) 21 Art. 15 GSchG, 2. Abschnitt (Beilage 1.1) 22 vgl. Beilage 3: Bst. n 23 Art. 44 Abs. 2 Bst. aGSchG (Beilage 1.1) Schutzarealreglement für die Quelle Flue

Seite 6

Appenzell Ausserrhoden VjR

Art. 15 Deponien und Ablagerungen

Die Errichtung von Deponien und ZwischenIagern24 wie auch von Plätzen zum Vergraben von Tierkörpern25 ist untersagt. Das Ablagern und Zwischenlagern von Stoffen, die eine Gefahr für das Grundwasser darstellen (z.B. Siloballen, Mist26, Kompost, Abfälle, Recyclingbaustoffe), ist ausserhalb geeigneter Anlagen nicht zulässig. Zwischenlager solcher Stoffe sind nicht zulässig. Feldrandkompostierung ist nicht zulässig. Die Kompostierung für den privaten Gebrauch ist in gedeckten Kompostmieten zulässig.

22

BESTIMMUNGEN FÜR DAS SCHUTZAREAL SA2

Zusätzlich zu den Bestimmungen für das Schutzareal SA2 gelten die Bestimmungen des Schutzareals SA3, sofern die Sachlage nicht durch die Artikel 16 19 geregelt wird. -

Art. 16 Allgemeine Beschränkungen

Im Schutzareal SA2 gilt ein allgemeines Bau- und Grabungsverbot. Verboten sind überdies andere Tätigkeiten, welche das Grundwasser quantitativ oder qualitativ beeinträchtigen können, insbesondere das Versickernlassen von Abwasser. Über Ausnahmen bestimmt das Bundesrecht27

Art. 17 Landwirtschaftliche Anlagen

Landwirtschaftliche Anlagen sind periodisch gemäss den Anweisungen des Amtes für Umwelt zu kontrollieren.

Art. 18 Kleintankanlagen Diesel

Kleintankanlagen, Gebindelager, Umschlag- und Wartungsarbeiten sind nicht zu1ässig28

Art. 19 Weidbrunnen

Weidbrunnen sind nicht zulässig.

24 2. Abschnitt, Art. 29, Art. 36, Art. 41 WEA (Beilage 1.5)) 25 Anhang 7, Art. 25 Abs. 2 VTNP (Beilage 1.7)) 26 vgl. Beilage 3: Bst. g 27 Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 GSchV (Beilage 1.2) 28 vgl. Beilage 3: Bst. k und n Schutzareeiregtement für die Quelle Flue

Seite 7

Appenzell Ausserrhoden VR

2.3

BESTIMMUNGEN FÜR DAS SCHUTZAREAL SAl

Zusätzlich zu den Bestimmungen für das Schutzareal SAl gelten die Bestimmungen der Schutzareale SA2 und SA3, sofern die Sachlage nicht durch den Artikel 20 geregelt wird.

Art. 20 Allgemeine Beschränkungen

Im Schutzareal SAl sind nur bauliche Eingriffe und andere Tätigkeiten zulässig, welche der Trinkwasserversorgung dienen. Über Ausnahmen sowie Bewirtschaftungsbeschränkungen bestimmt das Bundesrecht29.

Art. 21 Zutritt

Die Zone SAl ist auf geeignete Weise dauerhaft zu markieren und vor dem Zutritt Unbefugter zu schützen (z.B. Zaun oder Hecke). Weidegang ist nicht zulässig.

3.

ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN FÜR BESTEHENDE BAUTEN UND ANLAGEN IM SCHUTZAREAL SA2

Art. 22 Grundsatz

Die Anpassung von bestehenden Bauten und Anlagen im Grundwasserschutzareal an die Bestimmungen gemäss Kapitel 2 dieses Reglements ist, sofern nichts anderes bestimmt wird, spätestens bei wesentlichen Änderungen vorzunehmen30. Ausser Betrieb genommene Anlagen wie Schmutzwasserleitungen, Güllebehälter usw. sind fachgerecht aufzuheben, d.h. die Anlagen sind zu entfernen, einzusanden oder dauerhaft zu verschliessen. Die Ausserbetriebnahme ist der zuständigen Behörde zu melden.

Art. 23 Kleinkläranlage

Die bestehende Kleinkläranlage ist gemäss Anordnung des Amtes für Umwelt alle fünf Jahre auf ihre Dichtheit zu prüfen. Mängel sind unverzüglich abzudichten.

29 Anhang 4 Ziff. 223 GSchV (Beilage 1.2);

Anhang 2.4 Ziff. 1.4 Abs. 1, Anhang 2.5 Ziff. 1.1 Abs. 1 Bst. fund Anhang 2.6 Ziff. 3.3.1 Abs. 1 Bst. e ChemRRV (Beilage 1.4) 30 Art. 31 Abs. 2 GSchV (Beilage 1.2)

Schutzareelreglemerit für die Quelle Flue

Seite 8

S'l Appenzell Ausserrhoden

VjR 4;

4.

SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Art. 24 Verfügungen

Sämtliche Bauarbeiten, Bauten und Anlagen, bauliche Änderungen, Nutzungsänderungen und Änderungen im Maschinenpark oder bei betrieblichen Abläufen in Industrie, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben wie auch Abgrabungen bedürfen einer gewässerschutzrechtlichen Bewilligung. Das Amt für Umwelt ist Bewilligungsbehörde soweit im vorliegenden Reglement keine andere Zuständigkeit erwähnt ist31. Das Amt für Umwelt kann Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen verfügen, die in diesem Reglement nicht ausdrücklich vorgesehen sind, wenn eine konkrete Gefahr für das Grundwasser besteht. Das Amt für Umwelt kann Ausnahmen bewilligen32

Art. 25 Anmerkung im Grundbuch

Die öffentlich-rechtlichen Beschränkungen, welche sich aus der Ausscheidung dieses Grundwasserschutzareals ergeben, sind nach Vollzugsbeginn dieses Reglements im Grundbuch anzumerken33.

Art. 26 Strafbestimmungen

Widerhandlungen gegen dieses Reglement oder gestützt darauf erlassene Verfügungen werden nach den Strafbestimmungen des Gewässerschutzgesetzes34 und des Umweltschutzgesetzes35 bestraft.

Art. 27 Inkrafttreten

Dieses Reglement tritt mit der Genehmigung durch das Departement Bau und Volkswirtschaft in Kraft.

31 Art. 80 Abs. 2 UGsG (Beilage 2.1) 32 Anhang 4 Ziffer 222 Abs.1 lit, a GSchV (Beilage 1.2)

33 Art 84 Abs. 2 UGsG (Beilage 2.1)

34 Art. 701. GSchG (Beilage 1.1);

Art. 85 uGsG (Beilage 2.1)

35 Art. 60 f. USG Schutzareeireglement für die Quelle Flue

Seite 9

471 1

Appenzell Ausserrhoden

113

5.

ERLASS UND GENEHMIGUNG

Vom Gemeinderat Herisau zur öffentlichen Auflage verabschiedet am Der

Der

mei3'nt:

7einhreiber

'

,

c

OV u' ny......)fl7 ! ....bis....................................

öffentliche Auflage vom... U. ..

Vom Departement Bau und Volkswirtschaft Appenzell Ausserrhoden genehmigt und erlassen am:

Dölf Biasotto, Regierungsrat I

7//

Schutzarealreglement für de Quelle Flue

t

7?

Seile 10