Schutzzonen PW Golfplatz
Zone di protezione delle acque sotterranee · Samedan
Documento
- Numero
- 1983_3386
- Tipo
- Zone di protezione delle acque sotterranee
- Comune
- Samedan
- Cantone
- Grigioni
- Livello
- Comune
- Autorità
- Gemeindeverwaltung
- In vigore dal
- 19 dic 1983
Carta
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Testo
3786_B_1983_RB3386_WV_Golfplatz.pdf
Die Regierung des Kantons Graubünden
JL Diu
II Governo del Cantone dei Grigioni
La Regenza dil Cantun Grischun
Sitzung vom
1 9 . Dezember 1983
2 > | 2 r DEZ. 1983386 C l S 1A \)id | O | P | K | ü 1 Vis üaturh Bemerkungen
Der Geineinderat Samedan h a t am 22. November 1983 f ü r den Sch utz der Grundwasserfassung " G ol f pl a t z " e i n Schutzzonenreglement und ein en Schutzzonenplan e r l a s s e n . Das Grundwasserpumpwerk " G olf pla tz " mit Ents äuerungsanla ge wurde i n den Jahren 1981-1982 nach P ro j e k t des Ingenieurb üros H. S c h e i w i l l e r AG, d i p l . In g. ETH/SIA, Chur, g eb a u t . Es d i en t d er ö f f e n t l i ch e n Tr i n k - und Brauchwasserversorgung und h at ei n e F ö r d e r l e i stun g von 2100 Mi n u t e n l it er n . Damit konnte au f d a s b e e i n t r ä c h t i g t e a u f b e r e i t e t e Quellwasser d e r Zuleit ung Val Roseg v e r z i c h t e t werden Das Reglement und de r Schutzzonenplan wurden durch das P r o j e k t i e rungsbüro H. S c h ei w i ll er AG un t er Mitwirkung des Fachbüros Büchi und M üller AG, B eratende Geologen, Chur und F raue nf e ld, und im Einvernehmen mit dem Amt f ü r Gewässerschutz e r a r b e i t e t . Nach Einsichtn ahme i n d a s S chreiben d es Gemeinderat es Samedan vom 1 . Dezember 1983, i n da s Schutzzonenreglernent, i n den Sc hu tz zonenplan 1 :50 00 , i n d i e Pr o jek tplä n e Nr. 344/2 und /16 des In g e nieurb ü ro s H. S ch ei wi l l er AG, Chur, sowie g e s t ü t z t au f A r t . 142 Einfü hrungsgesetz zum ZGB, a uf A r t . 29 und 30 des Bun desg esetzes ü ber den Schutz d e r Gewässer gegen Verunreinigung vorn 8 . Oktob er 1971 und auf A r t . 23 der k an ton alen Gewässerschutzverordnung vorn 3 . Oktober 1973 b es c h l i es s t di e Regierung: 1 . Das Grundwasserpumpwerk " Go lf p latz " d e r Tr i nk - und B rauch was serversorgung Samedan wird b e w i l l i g t .
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2 . Das Schutzzonenreglement und d er Schutzzo nenplan 1:5000, e r l a s se n am 22. November 1983 vom Gemeinderat Samedan, werden g e nehmigt . 3 . Die Gemeinde Samedan h a t di e folgenden Kosten und Gebühren zu t r ag e n : - an di e Kosten gemäss A r t . 152 EG z . ZGB sowie gemäss Z i f f e r 2 und 3 d er Gebührenordnung f ü r den Gewässerschutz vom 1 3. November 1978 einen Franken pro M i nu t en l i t er i n s t a l l i e r t e r F ö rd erl e i s t u n g (Konto 618.330)
F r . 2 '10 0.—
- K a n zle i- und A u sfertigu ng sko st en (Konto 120.230)
F r.
31.10
To tal
F r . 2 '131.10
4. M i t t ei l un g mit Be ila ge d er mit dem Genehmigungsvermerk d e r Regierung vers ehenen Schutzzonenreglernente und Schutzzonen p län e an di e Gemeinde 7503 Samedan (z weifach) und an d a s Amt f ü r Gewässerschutz ( e in f ac h ) , un t e r E rs t a t t ung der Akten, sowie ohne Beilagen an d i e ka nto na le Fi na nz kont r ol le und an das Bau- und Forstdepart ement.
Dr. Caviezel
Schutzzonenreglement
Amt für Gewässerschutz Graubünden
Wasserversorgung der Gemeinde Samedan: SCHUTZ DER GRUNDWASSERFASSUNG "GOLFPLATZ"
S C H U T Z Z O N E N R E G L E M E N T
Gestützt auf Art. 30 des eidg. GewässerSchutzgesetzes vom 8. Okto ber 1971 (GSchG) erlässt der Gemeinderat Samedan folgende Vor schriften: I.
INHALT, GELTUNGSBEREICH UND BEGRIFFE
Art.
1:
Dieses Reglement legt die zum Schutze der Grundwas serfassung "Golfplatz" von der Gemeinde Samedan er lassenen Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen fest. Die Nutzungsbeschränkungen beziehen sich auf die von der Regierung genehmigten Schutzzonen und stützen sich auf die "Wegleitung zur Ausscheidung von Gewässerschutzbereichen, Grundwasserschutzzonen und Grund wasserschutzarealen" des Bundesamtes für Umweltschutz vom Oktober 1977 (revid. 1982) ab. Die Schutzzonen der Grundwasserfassung liegen im Gelände des Golfplatzes Samedan, weshalb die in die sem Reglement festgelegten Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen ausschliesslich auf die Gelände benützung als Sportanlage ausgerichtet sind. Aenderungen des Schutzzonenplanes oder der Geländenutzung bedingen eine Aenderung dieses Reglementes.
Art.
2:
Die Vorschriften dieses Reglementes gelten im Bereich der Grundwasserschutzzone gemäss Schutzzonenplan. Plan Nr. 344/19 vom 29.8.1983 Massstab: 1:5000 Verfasser: Ingenieurbüro H. Scheiwiller AG, dipl.Ing.ETH/SIA, Chur Der Schutzzonenplan bildet Bestandteil dieses Reglementes.
Art.
3:
Der Schutzzonenplan bezeichnet die Grundwasser schutzzone S, unterteilt in die Zone S1 (Fassungs bereich), Zone S2 (engere Schutzzone) und Zone S3 (weitere Schutzzone), im Sinne von Art. 30 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung (GSchG) und Art. 14, Abs. a. der Bundesverordnung über den Schutz der Gewässer vor wassergefährdenden Flüssigkeiten (VWF) vom 28. Sep tember 1981.
II.
NUTZUNGSBESCHRÄNKUNGEN UND SCHUTZMASSNAHMEN
1. Schutzzone S3 (Weitere Schutzzone) Art.
4:
In der Zone S3 bestehen keine Einschränkungen hin sichtlich der Geländenutzung als Sportanlage.
Art.
5:
Bezüglich landwirtschaftlicher Bodennutzung sind grundsätzlich erlaubt: - Düngung mit Ausnahme der Lanzendüngung - Anwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft ist gestattet unter Vorbehalt der von der Eidg. Landwirtschaftlichen Forschungs anstalt Wädenswil für einzelne Produkte verfügten Einschränkungen. - Deponien von inertem Aushubmaterial und von Humus erde
Verboten sind: - Lanzendüngung und Zwischenlagerung von Mist, Kompost und getrocknetem Klärschlamm - Äbwasserreinigungs- und Versickerungsanlagen - Lagerung von wassergefährdenden Stoffen wie Bauschutt, Baumaterialien, Bauabfällen u.a. - Grabungen und Materialentnahmen. 2. Schutzzone S2 (Engere Schutzzone) Art.
6:
In der Zone S2 sind Sportanlagen mit Grünflächen (Spielfelder) und Hartbelägen erlaubt. Nicht zugelassen sind: - Hochbauten, sanitäre Einrichtungen und Abwasserversickerungen - Verkehrsanlagen, mit Ausnahme von Flurwegverkehr für die Belange der Wasser- und Elektrizitäts versorgung sowie des Pumpwerkunterhaltes.
Art.
7:
Bezüglich Geländeunterhalt sind in der Zone S2 bei Einhaltung der Beschränkungen gemäss Art. 8 erlaubt: - Gründüngung, Ausbringen von Gülle und Mist sowie Anwendung von Handelsdüngern. - Ausbringen von hygienisiertem Klärschlamm gemäss Klärschlammverordnung des Bundesrates vom 8. April 1981. - Ausbringen von Kehricht-Reifekompost gemäss Empfeh lung der Eidg. Landwirtschaftlichen Forschungsan stalten Liebefeld und Wädenswil.
Art.
8:
Beim Ausbringen von Gülle, Mist, Klärschlamm und Kehricht-Reifekompost sind in der Zone S2 folgende Beschränkungen einzuhalten:
- Der Boden darf während des Ausbringens weder wassergesättigt, mit Schnee bedeckt noch gefroren sein. Deshalb ist das Ausbringen bei oder kurz nach starken Regenfällen sowie während und kurz nach der Schneeschmelze zu unterlassen. - Das Ausbringen von Mist ist nur in der Zeit von Mitte Juni bis Ende Oktober gestattet. Pro Gabe dürfen nicht mehr als 20 Tonnen je Hektare ausge bracht werden. Pro Jahr sind maximal 2-3 Gaben zulässig. Die Gaben sind gleichmässig zu verteilen vor allem muss der Mist gut zerkleinert werden. Art.
9:
Nebst den in Art. 5 aufgeführten Verboten sind in der Zone S2 nicht erlaubt: - Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft sowie das Behandeln von Bäumen und Sträuchern mit Forstchemikalien - Lanzendüngung und Güllenverschlauchungen.
3. Schutzzone Sl (Fassungsbereich)
Art. 10
:
In der ZoneSI ist die Geländenutzung als Sportanlage ausgeschlossen. Insbesondere sind nicht zugelassen: - Grünflächen der Sportanlagen (Spielfelder) - sanitäre Einrichtungen und Abwasserversickerungen - Hochbauten, Hartbeläge
Art. 11
:
und Verkehrsanlagen
Für den Geländeunterhalt ist gestattet: - Graswirtschaft ohne Düngung - Wald mit flachwurzelnden Bäumen und Sträuchern Beim Geländeunterhalt sind insbesondere nicht zuge lassen: - Weidgang, Acker- und Gartenbau sowie vergleich bare landwirtschaftliche Intensivkulturen
- jegliche Düngung mit Ausnahme der Gründüngung (abgemähtes Gras liegen lassen) - jegliche Verwendung von chemischen Pflanzen schutzmitteln. Die Fassungszone ist einzuzäunen.
III.
BEKANNTMACHUNG
Art. 12
:
Dieses Reglement wird den betroffenen Grundeigen tümern abgegeben. Die Grundeigentümer haben die Pächter und bei Handänderung die Käufer über die Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen zu orientieren.
Art. 13
:
Das Grundbuchamt St. Moritz erhält von der Gemeinde Samedan ein Reglement und einen Schutzzonenplan mit dem Auftrag, die folgende Anmerkung vorzunehmen: - im Grundbuchblatt der Parzelle Nr. 1221: "Trinkwasserversorgung Samedan: FASSUNGSBEREICH, ENGERE und WEITERE SCHUTZZONE".
IV.
ENTSCHÄDIGUNGSANSPRÜCHE
Art. 14
:
Allfällige Entschädigungsansprüche bei der Aus scheidung der Schutzzonen werden sinngemäss nach
Art. 52 des kantonalen Raumplanungsgesetzes vom
20. Mai 1973 beurteilt.
V.
KOSTEN
Art. 15
:
Die aus der Zonenausscheidung entstehenden Kosten trägt die Gemeinde Samedan als Eigentümerin der Grundwasserfassung "Golfplatz".
ERLASS
Art. 16
:
Dieses Reglement wurde von der Gemeinde Samedan erlassen am Schutzzonenreglement und Schutzzonenplan treten mit der Genehmigung durch die Regierung des Kantons Graubünden in Kraft.
Der Gde.Präsident:/
Der Gde.Aktuar :
Von der Regierung genehmigt gemäss Beschluss vom49.A2.g2 Nr. Namens der Regierung Der Präsident;
Or. Lardi
!>.;r Kanzleldirektor:
Dr. Cavlezel
Basi legali
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815.100 · Kantonales Gewässerschutzgesetz, KGSchG · Cantone
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