Moorlandschaft Unterägeri ML 105

Piano delle zone cantonale, paesaggio palustre · Zugo

Documento

Tipo
Piano delle zone cantonale, paesaggio palustre
Cantone
Zugo
Livello
Cantone
Approvato da
RR
Adottato
10 nov 1998
In vigore dal
10 nov 1998

Carta

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File

ML105_schutzplan_5000er.pdfApri in una nuova scheda

Testo

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Moorlandschaft Unterägeri ML 105

Gemeinden Unterägeri, Zug Schutzplan 1997

00690260080

1 Abgrenzung 2 Moorbiotope

3 Moorlandschaft

4 Schutzobjekte

BV

NHG

MLV

GLN

Quellen

Massstab

Erlass

BAUDIREKTION

DES KANTONS ZUG ‚Amt für Raumplanung IN 20.9.2000 Geschützte Moorlandschaft Naturschutzgebiet, kantonal, Zone A Für die Naturschutz-

gebiete sind die speziellen Schutzpläne massgebend

(engorer Schutzbereich)

Naturschutzgebiet, kantonal, Zone B (Umgebungsschutzfläche)

Naturschutzgebiet, gemeindlich

Moorbeet {historische Kulturform)

Gewässer

Wad

Abgrenzung der Moorlandschaft Historischer Weg

Natur- oder Kulturobjekt

Spezielle Schutz- und Unterhaltsmassnahmen

Die Abgrenzung der Moorlandschaft verläuft gemäss dieser Karte. a) Schutz und Unterhalt der in der Moorlandschaft gelegenen Moorbiotope erfolgt gemäss kantonalem Gesetz über den Natur- und Landschaftsschutz.

b) Die Unterschutzstellung der in dieser Karte aufgeführten gemeindlichen Naturschutzgebiete erlässt die zuständige Einwohnergemeinde.

Naturschutzgebiete Naturschutzgebiete national und kantonal gemeindlich

NSG 1 Zigermoos (Unterägeri 3.01, Zug 1.07) NSG6 Wisstanneggen |

NSG 2 Tubenloch (Uriterägeri 3.10) NSG 7 Wisstanneggenl

NSG 3 Hafenbach - Elsisried NSG 8 Büttenenloch (Unterägeri 3.14} NSGS Büttenen |

NSG 4 Rainli (Unterägeri 3.16) NSG 10 Büttenen Il

NSG 5 Chnodenried (Unterägeri 3.18) NSG 11 Bruedermettli

NSG 12 Chnodenrank NSG 13 Spillenschür NSG 14 Bodenbächli NSG 15 Höli NSG 16 Vorder Chuewart NSG 17 Vogelherd

Für Schutz und Unterhalt der Moorlandschaft gilt im besonderen:

Gebot,

a) beim Unterhalt von Gewässern namentlich des Rämsel- und Hafenbachs und weiterer Bäche sowie im Rahmen von Bachöffnungen den naturnahen Lauf dieser Gewässer zu fördern;

b) im Rahmen von Waldwirtschaftsplänen die Entwicklung eines naturnahen Waldes, insbesondere des Auenwaldes am Rämsel- und Hafenbach zu fördern;

c) im Rahmen von Massnahmen des Landwirtschaftsrechts die Extensivierung und die standortgerechte Nutzung des Kulturlandes zu fördern;

d) durch Verträge zwischen Grundeigentümern bzw. Besitzern und Kanton die Strukturen ehemaliger Moorbeete und -äcker im Chnoden als Zeugen historischer Nutzungsformen zu erhalten;

e) durch Nebenbestimmungen in baurechtlichen Entscheiden der zuständigen Gemeindebehörde die Bauten und Anlagen in die Moorlandschaft einzupassen;

f} durch Nebenbestimmungen in baurechtlichen Entscheiden der zuständigen Gemeindebehörde die Lebensbedingungen standorttypischer Tiere und Pflanzen bei den militärhistorischen Anlagen zu verbessern;

9) in Bewilligungen für den Betrieb von Sportanlagen mit Nebenbestimmungen den Schutz der Moorlandschaft zu fördern;

h) die im Schutzplan ausgeschiedenen Natur- und Kulturobjekte zu erhalten.

Verbot,

i) die Reliefformen der Eiszeiten wie Moränenwälle, Schmelzwasserrinnen sowie die Findlinge, Kleingewässer und Feldgehölze zu beseitigen oder zu beeinträchtigen;

)) im Plan bezeichnete, markante Bäume ohne Bewilligung der Baudirektion, welche den Ersatz regelt, zu schlagen;

k) für Sport und Freizeit das Angebot auszubauen oder zu erweitern.

Naturobjekte (NO) und Kulturobjekte (KO)

Unterägeri

NO 1 Eiche, südlich Zigermoos (Parz. Nr. 2064.060)

NO 2 Findling, Zigermoos südlich Pkt. 768 (Parz. Nr. 2008.059))

NO 3 6 einzelne Eichen, Büttenen / Spillenschür (Parz. Nr. 2008.059)

NO 4 Linde, östlich Bruedermeitli (Parz. Nr. 2063.061)

NO 5 Eiche, Chnode (Parz. Nr. 2008.059)

NO 6 Findling, Chnoden südlich Pkt. 781 (Parz. Nr. 2008.059)

NO 7 Findling, Ramselbach Mündung Bodenbächli (Parz. Nr. 2008.059) NO 8 2 Findlinge, südwestlich Breitried bei Pkt. 930.2 (Parz. Nr. 2002.063) NO 9 Findling, Elsisried oberhalb Weg bei Pkt 880 (Parz. Nr. 2060.063) KO 10 Historischer Weg mit Bildstock (reg.), Nollengatter - Breitried - Zittenbuech KO 11 Historischer Weg (reg.), Hünggi - Bruedermettli - Zimel

KO 12. Wegkreuz, Bruedermettli (Parz. Nr. 429)

KO13 Bildstock, Breitried

Gesetzliche Vorgaben

Die Bundesverfassung (BV) schützt Moore und Moorlandschaften von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung. Sie untersagt in diesen Moorlandschaften den Bau von Anlagen und Bodenveränderungen irgendwelcher Art. Ausgenommen sind Einrichtungen, welche Schutzzwecke aufrecht erhalten oder der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung dienen {vgl. Art. 24 sexies BV)

Das eidgenüssische Natur- und Heimatschutz: {NHG) umschreibt, was unter einer Moorlandschaft von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung zu verstehen ist. Das Gesetz beauftragt den Bundesrat, diese Moorlandschaften zu bezeichnen. Die Kantone müssen die Schutzziele konkretisieren und mit Schutz- und Unterhaltsmassnahmen du’chsetzen. Soweit dadurch nicht Eigenheiten der Moorlandschaft verloren gehen, sind die land- und forstwirtschaftliche Nutzung, der Unterhalt und die Erneuerui

rechtmässig erstellter Bauten und Anlagen sowie Werke zum Schutz vor Naturereignissen zulässig, eingeschlossen die jeweils nötigen Infrastrukturanlagen {vgl. Art. 23 a-d NHG).

Die Moorlandschaftsverordnung des Bundosrates (MLV) präzisiert die Schutzziele. Sie verweist auf den Schutz von Pflanzen- und Tierarten nach der Natur- und Heimatschutzverordnung. Sie will die charakteristischen Elemente und Strukturen der Moorlandschaft beibehalten, ob es sich um in die Landschaft eingebettete Moore, um spezielle Geländeformen oder traditionelle Bauten und Siedlungen handelt. Ferner will sie typische Nutzungen unterstützen und bewahren. Bauten und Anlagen, die den Schutzzielen nicht en: können nur ausgebaut oder neu errichtet werden, wenn sie für sich gesehen nationale Bedeutung haben und standortgebunden sind. Im Anhang der Moorlandschaftsverordnung steht eine Umschreibung jeder einzelnen Moorlandschaft (Art. 4 und 5 MLV).

Das kantonale Gesetz über den Natur- und Landschaftsschutz (GNL) bestimmt, dass sich Schutz- und Unterhaltsmassnahmen in Landschaft von nationaler Bedeutung grundsätzlich nach den Bundesvorschriften richten sollen. Der Regierungsrat kann sie ergänzen. Er legt insbesondere die genauen Grenzen der einzelnen Moorlandschaften nach Anhören der betroffenen Personen und Organisationen fest (vgl. 83 Abs. 2 Best. b, 885 und 9 GLN).

Bundesverfassung der Schweizerischen Eicgenossenschaft vom 29. Mai 1874, Art. 24 sexies (BV; SR 101) Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451) Verordnung über den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 (NHV; SR 451.1)

Verordnung über den Schutz der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung {Moorlandschaftsverordnung) vom 1. Mai 1996 (MLV; SR 451.35)

Gesetz über den Natur- und Landschaftsschutz vom 1. Juli 1993 (GNL; BGS 432.1}

(0) 50 100 150 200 250 500

Regierungsratsbeschluss vom 10. November 1998

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