00.057
Loi sur le commerce itinérant
Fässler Hildegard · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Mit dem vorliegenden neuen Bundesgesetz über das Reisendengewerbe soll das Reisendengewerbe abschliessend geregelt werden: Es werden alle Berufe erfasst, welche im Umherziehen ausgeübt werden - damit ist nicht unsere Tätigkeit hier gemeint, sondern die Tätigkeit von Kleinreisenden, Markthändlern, Wanderlagerbetreibenden, die Schaustellerei, Zirkusse, Hausierer, Wanderhandwerker usw.
Es löst einerseits das Bundesgesetz über die Handelsreisenden aus dem Jahre 1930, anderseits 51 kantonale Regelungen ab. Das bedeutet, dass die von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlichen Zulassungsvoraussetzungen und Gebühren einheitlich geregelt werden.
Die Bewilligung für Berufe des Reisendengewerbes - und deren Pflicht bleibt grundsätzlich bestehen - wird also in der ganzen Schweiz gleich geregelt, und es gelten überall die gleichen Gebührenansätze. Die damit verbundene Freizügigkeit der Berufsausübung in der ganzen Schweiz schafft die vom Bund angestrebten Binnenmarktverhältnisse - übrigens auch eine Forderung der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren.
Das Gesetz führt zu einer administrativen Entlastung auf allen Ebenen - Gewerbe, Gemeinden und Kantone - und reduziert die teilweise hohen Abgaben erheblich. Vom Gesetz betroffen sind rund 10 000 Personen.
In kantonaler Regelungskompetenz verbleiben einzig öffentliche Sammlungen zu wohltätigen und gemeinnützigen Zwecken sowie freiwillige öffentliche Versteigerungen. Bewilligungsfrei bleibt der Verkauf an Messen und Ausstellungen und auf Märkten.
In der Kommission ergab sich eine intensive Diskussion über Artikel 9, welcher die Wirksamkeit und die Geltungsdauer der Bewilligung regelt. Die WAK stimmte der Ergänzung des Ständerates durch Absatz 1bis zu, welcher klarstellt, dass die Kompetenz der Kantone zur Überprüfung der Sicherheit beim Aufstellen und beim Betrieb der Anlagen von Unternehmen des Schausteller- und Zirkusgewerbes durch die Bewilligung nicht eingeschränkt wird.
Über die Geltungsdauer der Bewilligung war sich die Kommission nicht einig. Die Mehrheit schlägt Ihnen wie der Ständerat vor, diese Dauer auf fünf Jahre zu befristen, hingegen soll die Dauer für das Schausteller- und Zirkusgewerbe bei einem Jahr bleiben. Die Kommission verwarf damit die diskutierte Variante einer Bewilligungsdauer von generell fünf Jahren. Sie liess sich davon überzeugen, dass diese kurze Frist für Zirkusse und Schaustellanlagen aus Gründen der Publikumssicherheit nötig sei.
Es stellte sich die Frage, ob denn diese Sicherheit nicht durch das Bundesgesetz über die Sicherheit von technischen Einrichtungen und Geräten (Steg) geregelt sei. Dies ist nicht der Fall. Das Steg verlangt nur eine Prüfung der Anlagen bei der erstmaligen Inbetriebnahme, nicht aber beim weiteren Betrieb und bei der Wartung. Da ja solche Anlagen jedes Jahr vielfach auf- und abgebaut werden, scheint die jährliche Bewilligungspflicht gerechtfertigt, selbst dann, wenn eine länger dauernde Haftpflichtversicherung vorliegt.
Die Kommission beantragt Ihnen zusätzlich zur Fassung des Ständerates, dass zur administrativen Erleichterung Bewilligungserneuerungen nach einem vereinfachten Verfahren erfolgen sollen. Die Minderheit Gysin Remo, deren Ansicht ich teile, fordert eine generelle Bewilligungsdauer von einem Jahr gemäss bundesrätlichem Entwurf, schliesst sich aber im Sinne eines Kompromisses dem Antrag an, dass die Bewilligungserneuerung nach einem vereinfachten Verfahren erfolgen solle. Schaut man sich die Bewilligungsvoraussetzungen für Reisende in Artikel 4 Absatz 1 an, so sieht man, dass eine Bewilligungsverweigerung nur wegen der Verurteilung innerhalb der letzten zwei Jahre vor Einreichung des Gesuchs aufgrund eines Vergehens oder Verbrechens rechtmässig ist, für welches die Ausübung des Reisendengewerbes eine Wiederholungsgefahr in sich birgt. Es fragt sich daher, ob die von der Kommissionsmehrheit befürwortete Bewilligungsdauer von fünf Jahren nicht zu grosszügig ist und die adäquatere Frist nicht zwei Jahre wäre.
In Artikel 10 wird der Entzug der Bewilligung geregelt. Dem kleinen Unbehagen der WAK in Bezug auf die Bewilligungsdauer begegnet ihr Antrag in Absatz 1bis. In Absatz 1 wird festgehalten, dass die zuständige kantonale Behörde die Bewilligung entzieht, wenn die Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung nicht mehr erfüllt sind. Damit diese Behörde überhaupt zu den erforderlichen Angaben kommt, beantragt Ihnen die Kommission daher, dass diese kantonale Behörde bei der für eine Bewilligungsverweigerung zuständigen Bundesbehörde - siehe Artikel 7 Absatz 2 - einen Vorbescheid einholen kann.
In Ihrer Kommission war Eintreten auf das Gesetz unbestritten. Sie empfiehlt Ihnen ausserdem einstimmig, dem Gesetz mit den Änderungen des Ständerates zuzustimmen, insbesondere auch in Artikel 8 Absatz 1 zur Vereinfachung der Zuständigkeit auf die Kann-Form zu verzichten, dies auch im Einverständnis mit dem Bundesrat. Ich muss Sie bitten, bei den Artikeln 9 und 10 der Kommissionsmehrheit zu folgen. Die Änderungen, die der Ständerat bei den Artikeln 13 und 14 vorgenommen hat, sind im Übrigen notwendige Anpassungen an die Änderungen in Artikel 8.
Pelli Fulvio · Conseil national · Tessin · Groupe radical-libéral
Avevo preparato il mio intervento di relatore di lingua francese evidentemente in francese, ma poi mi sono reso conto che non era opportuno che io parlassi francese nella sessione di Lugano, e ho quindi dovuto tradurre dal francese in italiano il mio intervento. Scuserete quindi se vi sarà qualche espressione non particolarmente appropriata nella mia lingua.
Questa nuova legge federale, che unifica il diritto sul commercio ambulante, è stata proposta dal Consiglio federale visto l'accordo generalizzato dei cantoni di rinunciare alla propria sovranità in materia. Durante la procedura di consultazione, il progetto è stato giudicato positivamente ma è stato chiesto, in particolare dagli ambienti vicini ai consumatori, che ogni forma di vendita ambulante, di merci o di servizi, fosse sottoposta alla legge, ciò che il Consiglio federale ha deciso di fare.
Le regole principali che caratterizzano questa nuova legge sono da una parte il fatto che le persone che praticano il commercio ambulante, ottenendo una licenza in un cantone, potranno esercitare la loro attività in tutta la Svizzera, e dall'altra il fatto che viene introdotto un sistema d'autorizzazione uniforme per tutta la Svizzera, in sostituzione di un sistema, quasi incomprensibile, che vedeva 26 differenti legislazioni.
Il sistema d'autorizzazione è particolarmente semplice, poiché, come precisa l'articolo 4 capoverso 1, "chiunque ha diritto all'autorizzazione, a condizione che nei due anni precedenti la presentazione della domanda di autorizzazione non sia stato condannato per un delitto o un crimine in relazione al quale l'esercizio del commercio ambulante celi in sé un pericolo di recidiva". Le condizioni sono quindi molto semplici, ciò che significa che questa nuova legge, malgrado il mantenimento del regime di autorizzazione, introduce una liberalizzazione gradita sia alle autorità cantonali che agli ambienti interessati.
Il progetto di legge non cambia nulla alla situazione giuridica delle persone che vengono dall'estero per esercitare il commercio ambulante. Essi dovranno disporre dell'autorizzazione prevista da questa legge e in più - se non sono di nazionalità svizzera - da quelle previste nella legislazione sugli stranieri. Due anni dopo l'entrata in vigore dell'accordo sulla libera circolazione sottoscritto con l'Unione europea, i cittadini provenienti da un paese membro potranno esercitare il commercio ambulante in Svizzera durante un periodo limitato di 90 giorni all'anno, senza necessitare di un'autorizzazione rilevante dalla legislazione sugli stranieri. L'autorizzazione prevista per questa legislazione resterà l'unica necessaria.
Durante la discussione al Consiglio degli Stati, sono state apportate alcune modifiche al progetto di legge. Si è in particolare conferita anche alle associazioni di categoria la competenza di rimettere alle persone autorizzate le carte di legittimazione.
Si è inoltre prolungata la durata di validità della licenza a 5 anni. Il Consiglio federale, così come la minoranza della commissione, contesta quest'ultima modifica, poiché una durata troppo lunga dell'autorizzazione impedirebbe di esercitare un controllo efficace sulle persone autorizzate e svuoterebbe quindi la procedura di autorizzazione del suo contenuto. È in effetti solamente al momento del rinnovo che l'autorità cantonale, grazie alla presentazione di un nuovo estratto del casellario giudiziale, è effettivamente in grado di verificare se le condizioni per il rilascio sono ancora adempiute.
La maggioranza della commissione del Consiglio nazionale ha comunque preferito confermare la durata del permesso di 5 anni, ma ha introdotto all'articolo 10 una regola che dovrebbe permettere alle autorità cantonali di ottenere in ogni momento, in caso di dubbio sulla persona, le informazioni penali che la concernono e di cui evidentemente necessitano per poter esercitare il loro mandato di controllo. L'autorità cantonale potrà quindi intervenire revocando, invece che nuovamente autorizzando, la licenza.
La commissione all'unanimità vi raccomanda di entrare in materia. Mi riservo, se necessario, un intervento sull'unico punto in contestazione.
Hess Peter · P-M · Conseil national · Zoug · Groupe démocrate-chrétien
Die CVP- und die FDP-Fraktion lassen mitteilen, dass sie der Vorlage zustimmen.
Speck Christian · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Die SVP-Fraktion stimmt dem Bundesgesetz mit den vom Ständerat und der Mehrheit der WAK eingebrachten Änderungen zu.
Die Vereinheitlichung der bisher kantonal geregelten Bewilligungsverfahren für das Wandergewerbe ist richtig, ebenfalls die damit verbundene Freizügigkeitsregelung der Berufsausübung sowie einheitliche Regeln für den Handel mit Waren und für Dienstleistungen. Heute bestehen bei unterschiedlichen kantonalen Bestimmungen mit teilweise überhöhten Abgaben und Gebühren Wettbewerbsverzerrungen. Die Wirtschaftsverbände haben deshalb im Vernehmlassungsverfahren in einer gemeinsamen Stellungnahme diesbezügliche Forderungen zum Bundesgesetz angemeldet. Sie verlangten insbesondere, dass die Arbeitsbedingungen in einer schlanken, liberalen Gesetzgebung zu regeln seien. Dabei sollen die Möglichkeiten der Selbstregulierung aufgenommen, müssen Ungleichbehandlungen der Berufstätigen aufgehoben werden. Unternehmen und Branchenverbände sollen die Ermächtigung erhalten, selber Ausweiskarten abzugeben, dies immer mit der Vorgabe, dass die Gewähr für die Einhaltung der Gesetzesvorschriften gegeben ist. Das Gesetz berücksichtigt diese Begehren.
Zu Diskussionen in der Kommission führte die Bewilligungsdauer in Artikel 9. Der Ständerat hat diese richtigerweise von einem Jahr auf fünf Jahre ausgedehnt. Die Bewilligungsdauer für das Schausteller- und das Zirkusgewerbe wurde dabei bei einem Jahr belassen, wie der Bundesrat dies vorschlägt. Die Kompetenz zur Überprüfung der Sicherheit beim Aufstellen und dem Betrieb von Anlagen von Unternehmen des Schausteller- und Zirkusgewerbes wird nicht eingeschränkt. Auch wird die Bewilligung nur erteilt, wenn die Sicherheit der Anlagen gewährleistet und dazu eine ausreichende Haftpflichtversicherung nachgewiesen ist. Als Erleichterung beim administrativen Aufwand hat die WAK beschlossen, dass bei der Erneuerung von Bewilligungen ein vereinfachtes Verfahren gewählt werden muss - ein kleiner Schritt zu weniger Bürokratie.
Bei der Vorbereitung der Vorlage hat der Bundesrat auch eine totale Liberalisierung des Reisendengewerbes geprüft. Weil jedoch alle unsere Nachbarländer die Ausübung dieser Gewerbezweige mit einer Bewilligungspflicht und mit Gebühren belasten, hat er von einer Vorreiterrolle in Sachen Liberalisierung abgesehen. Das ist eigentlich schade.
Zusammenfassend: Die SVP-Fraktion stimmt dem vorliegenden Bundesgesetz aus folgenden Hauptgründen zu: Es wird eine Vereinheitlichung des Wandergewerberechtes auf Bundesebene erreicht. Das Gesetz bedeutet eine Entschlackung im Bereich der Reisendenberufe. Der Schutz des Publikums ist durch die Aufrechterhaltung einer sicherheitspolitisch motivierten Berufszulassung weiterhin gewährleistet.
Wir beantragen Ihnen, dem Gesetzentwurf mit den Änderungen des Ständerates den Anträgen der Mehrheit der WAK zuzustimmen.
Donzé Walter · Conseil national · Berne · Groupe évangélique et indépendant
Die evangelische und unabhängige Fraktion geht mit den Zielen des Bundesrates einig. Ich kann Ihnen bekannt geben, dass wir dem neuen Gesetz im Grundsatz zustimmen werden, allerdings mit einer Einschränkung. Uns fehlt ein bisschen der Glaube an die Wirksamkeit von Artikel 10, der die Möglichkeit gibt, eine einmal ausgestellte Bewilligung wieder zu entziehen. Weshalb? Die Bewilligung kann auch von Branchenverbänden und von Unternehmungen erteilt werden. Der Entzug muss durch die Kantone erfolgen; wir haben Zweifel, ob die Informationen über allfällige Straftaten oder solche Dinge wirklich genügend transparent zu den Stellen kommen, die die Bewilligung allenfalls entziehen müssen.
Deshalb unterstützt die evangelische und unabhängige Fraktion den Antrag der Minderheit Gysin Remo zu Artikel 9 Absatz 2 und bittet Sie, diesem Minderheitsantrag zuzustimmen.
Gysin Remo · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe socialiste
Auch die SP-Fraktion stimmt dem Bundesgesetz über das Reisendengewerbe gemäss Anträgen der Kommission zu, mit einer Ausnahme, nämlich der Wirksamkeit und Geltungsdauer der Bewilligung in Artikel 9. Für uns liegen die Beweggründe dafür im vereinfachten Verfahren und auch in der Schaffung einheitlicher Verhältnisse. Aber der Kern unserer Zustimmung liegt im Publikums- und Konsumentenschutz. Wir sprechen hier die Regelungen für die Sicherheit der Anlagen von Schaustellern und des Zirkusgewerbes an, also der Messebahnen. Hierin haben wir zum Beispiel in Basel-Stadt und auch in anderen Kantonen eine hohe Qualität der Sicherheitsprüfungen. Ich hoffe, dass das in der Praxis, in der Anwendung dieses Gesetzes auf alle Kantone übertragen wird.
Zum Konsumentenschutz: Das Gesetz regelt, wer ungerufen Konsumenten und Konsumentinnen zu Hause aufsuchen darf. Hiermit kommen wir zur Diskussion der Bewilligungspflicht und der Erfüllung der verschiedenen Voraussetzungen zur Ausübung des Gewerbes. Hierin möchte ich gleich auch die Begründung der Minderheit in meine Rede mit einschliessen. Sie haben als unbestrittenen Punkt in Artikel 9 Absatz 2 das vereinfachte Verfahren. SP-Fraktion wie Minderheit sind voll dafür. Wir sind uns auch darüber einig - und das ist eigentlich der zentrale Punkt -, dass eine einjährige Bewilligungsdauer für Messebahnen, das heisst für Schausteller und für das Zirkusgewerbe, angezeigt ist. Das ist auch zwischen den Räten nicht bestritten.
Ich möchte jetzt begründen, warum wir mit dem Bundesrat generell für eine kürzere, einjährige Bewilligungsdauer sind und nicht für eine fünfjährige Dauer, wie sie der Ständerat vorsieht. Vielleicht läge die salomonische Lösung irgendwo in der Mitte; jetzt müssen wir aber zwischen Schwarz und Weiss wählen. Da setzen wir doch klar auf die einjährige Bewilligungsdauer. Ich sage Ihnen warum:
1. Die einjährige Dauer ermöglicht im Interesse und zum Schutz des von den Reisenden aufgesuchten Publikums eine regelmässige Überprüfung der zu diesem Beruf zugelassenen Personen, da diese bei jeder Bewilligungserneuerung einen aktuellen Strafregisterauszug beibringen müssen.
2. Reisende Kaufleute gelangen oftmals in die Privatsphäre potenzieller Kunden. Personen, bei denen aufgrund ihrer Vorstrafe die Gefahr besteht, dass sie das Vertrauen oder die Unerfahrenheit anderer missbrauchen, sollen vorübergehend vom Reisendengewerbe ausgeschlossen werden können. In erster Linie sind schwere Vorstrafen wegen Delikten gegen das Leben, die Sittlichkeit und das Vermögen angesprochen.
3. Eine Ausdehnung der Bewilligungsdauer auf fünf Jahre schränkt die möglichen Kontrollen erheblich ein. Damit wird das Risiko erhöht, dass zum Beispiel eine wegen notorischen Betrugs verurteilte Person mit dem Segen der Behörden in die Wohn- oder Privatsphäre potenzieller Kunden gelangen kann, wenn die betreffende Person nach Erhalt der Bewilligung wegen eines solchen Delikts verurteilt worden ist.
4. Der in Artikel 10 umschriebene Entzug der Bewilligung ist eigentlich nur theoretischer Natur und dürfte in der Praxis kaum spielen, da die Bewilligungsbehörden nicht über Verurteilungen informiert werden.
Ich bitte Sie, diese Argumente zu überdenken und bei Artikel 9 Absatz 2 den Minderheitsantrag zu unterstützen.
Couchepin Pascal · BR-M · Conseil fédéral · Valais
Cette loi unifie au niveau fédéral le droit cantonal actuel régissant le commerce ambulant, et elle remplace la législation actuelle sur les voyageurs de commerce. Elle la remplace par une réglementation fortement allégée. Nous instaurons pratiquement la libre circulation de tous ceux qui pratiquent le commerce itinérant de marchandises ou de services. C'est une loi qui couvrira de manière exclusive le commerce itinérant; toutes les professions qui s'y rapportent seront concernées.
Il n'y a plus d'impositions particulières concernant les commerçants itinérants, au contraire de ce qui est le cas aujourd'hui pour les dispositions cantonales. L'émolument proposé correspond uniquement aux coûts engendrés par l'octroi, le renouvellement ou le retrait de l'autorisation. En unifiant les conditions d'accès aux activités commerciales, nous permettons l'accès de tous, sur l'ensemble du territoire de la Suisse, à ces activités.
Comme c'est le cas aujourd'hui dans presque tous les cantons, mais aussi dans les pays limitrophes, l'exercice du commerce itinérant est soumis au régime de l'autorisation, ceci pour des raisons de police du commerce. En introduisant l'autorisation forfaitaire, la loi atténue considérablement l'obligation de demander une autorisation. Les entreprises ou les associations économiques pourront être habilitées à remettre directement les cartes de légitimation à leurs employés ou aux employés de leurs membres.
Nous avons examiné la possibilité de libéraliser complètement le commerce itinérant. Après mûre réflexion, nous avons abouti à la conclusion que ce n'était pas encore le moment, d'autant plus que les pays limitrophes de la Suisse soumettent l'exercice d'une activité ambulante à l'obtention d'une autorisation de police du commerce. Si nous étions seuls à faire oeuvre de pionnier en libéralisant complètement le commerce itinérant, cela pourrait avoir des conséquences négatives pour notre pays, compte tenu de la libre circulation des personnes qui est introduite par les accords bilatéraux avec l'Union européenne.
La loi va dans le sens de la libéralisation et elle introduit des étapes importantes. Elle diminue la densité réglementaire, réduit les frais administratifs et les charges fiscales. Elle rend caduques 51 réglementations cantonales et abroge la loi fédérale sur les voyageurs de commerce. Elle instaure, comme je l'ai dit, un marché unifié pour les activités commerciales itinérantes et rend plus aisé l'accès au marché. En outre, pour quelque 4500 voyageurs, en gros, le régime de l'autorisation est abrogé.
Le Conseil des Etats a approuvé le projet du Conseil fédéral. Votre commission a suivi la décision du Conseil des Etats, sauf sur deux points. Le point qui est pour nous le plus discutable, c'est la durée de la validité de l'autorisation que vous avez portée à cinq ans au lieu d'une année. Je vous rappelle que la seule condition qui limite la durée de l'autorisation, c'est le casier judiciaire.
Faire passer la durée de validité d'une année à cinq ans, ça implique que tous les événements qui surviendraient pendant ces quatre années supplémentaires ne seraient pas pris en compte pour l'autorisation.
Aujourd'hui, légitimement ou parfois avec peut-être plus d'angoisse que ne l'exigerait la réalité, beaucoup de gens se posent des questions au sujet de la pédophilie ou d'autres activités calamiteuses. Est-ce le moment de donner à des gens, qui auraient ainsi une carte de légitimité, le droit d'aller de porte en porte pendant cinq ans si, au bout d'une année ou de deux ans, ils ont été condamnés à une peine ou sont reconnus coupables de délits de ce genre? Je sais bien que, d'un autre côté, les personnes qui ont ce type de maladie trouveront des alternatives pour exercer leur funeste activité. Néanmoins, nous pensions, et nous pensons toujours, qu'en limitant à une année, on limite aussi, pour certaines catégories de personnes qui sont appelées à voyager de porte à porte, le risque qu'elles échappent au filet de sécurité que constitue l'obligation de demander périodiquement un certificat de bonnes moeurs et un extrait du casier judiciaire.
Nous maintiendrons le point de vue selon lequel il faut donner des autorisations valables une année.
Hess Peter · P-M · Conseil national · Zoug · Groupe démocrate-chrétien
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesgesetz über das Reisendengewerbe
Loi fédérale sur le commerce itinérant
Detailberatung - Examen de détail
Titel und Ingress, Art. 1-8
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1-8
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 9
Antrag der Kommission
Abs. 1, 1bis, 3, 4
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 2
Mehrheit
.... gültig. Erneuerungen erfolgen nach einem vereinfachten Verfahren.
Minderheit
(Gysin Remo, Berberat, Donzé, Fässler, Genner, Goll, Rechsteiner Paul, Rennwald, Strahm)
Die Bewilligung ist persönlich und unübertragbar. Sie gilt ein Jahr lang. Die Erneuerung erfolgt nach einem vereinfachten Verfahren.
Art. 9
Proposition de la commission
Al. 1, 1bis, 3, 4
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2
Majorité
.... une année. Les renouvellements s'effectuent dans le cadre d'une procédure simplifiée.
Minorité
(Gysin Remo, Berberat, Donzé, Fässler, Genner, Goll, Rechsteiner Paul, Rennwald, Strahm)
L'autorisation est personnelle et non transmissible. Elle est valable une année. Son renouvellement s'effectue dans le cadre d'une procédure simplifiée.
Präsident (Hess Peter, Präsident): Herr Gysin Remo hat den Antrag der von ihm vertretenen Minderheit bereits begründet.
Pelli Fulvio · Conseil national · Tessin · Groupe radical-libéral
In risposta alla proposta della minoranza e alle obiezioni del Consiglio federale, ho già segnalato come, attraverso l'introduzione dell'articolo 10 capoverso 1bis si permette all'autorità cantonale, per il tramite dell'autorità federale, l'accesso al casellario giudiziale dei richiedenti anche durante il periodo di 5 anni di durata della licenza. Si tratta semplicemente di un'inversione di procedura: invece di procedere ad un controllo annuale attraverso il rilascio di un nuovo certificato del casellario giudiziale, l'autorità cantonale può richiedere, in caso di necessità o dubbio, l'accesso al casellario giudiziale durante i 5 anni, tramite l'autorità federale. I risultati che si ottengono sono probabilmente i medesimi, ma con questa soluzione non si deve ogni anno mettere in vigore una procedura che comunque rappresenta un impegno sia per chi deve fare la richiesta sia per l'autorità che deve rinnovare la licenza.
La maggioranza della commissione raccomanda quindi di approvare la soluzione proposta dal Consiglio degli Stati.
Hess Peter · P-M · Conseil national · Zoug · Groupe démocrate-chrétien
Abs. 1, 1bis, 3, 4 - Al. 1, 1bis, 3, 4
Angenommen - Adopté
Abs. 2 - Al. 2
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit .... 76 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit .... 42 Stimmen
Art. 10
Antrag der Kommission
Abs. 1, 2, 3
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 1bis
Die zuständige kantonale Behörde kann bei der in Artikel 7 Absatz 2 vorgesehenen Bundesbehörde einen Vorbescheid einholen. Dieser Artikel ist sinngemäss anwendbar.
Art. 10
Proposition de la commission
Al. 1, 2, 3
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 1bis
L'autorité cantonale compétente peut demander un préavis à l'autorité fédérale prévue à l'article 7 alinéa 2. Cet article s'applique par analogie.
Angenommen - Adopté
Art. 11-22
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes .... 131 Stimmen
(Einstimmigkeit)
Abschreibung - Classement
Antrag des Bundesrates
Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse
gemäss Brief an die eidgenössischen Räte
Proposition du Conseil fédéral
Classer les interventions parlementaires
selon lettre aux Chambres fédérales
Angenommen - Adopté
Schluss der Sitzung um 13.10 Uhr
La séance est levée à 13 h 10