13.081

Domaine des EPF. Mandat de prestations 2008-2011/12

Neirynck Jacques · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe PDC-PEV

En tant qu'organe stratégique de direction et de surveillance du domaine des EPF, le Conseil des EPF rédige à la fin de chaque période de prestations un rapport sur la réalisation de ses objectifs. Ce document fait partie du système de rapports dont se sert le Conseil des EPF pour rendre compte au Conseil fédéral ainsi qu'aux Chambres fédérales de la mise en oeuvre du mandat de prestations.

Il ressort de ce rapport 2008-2012 que le domaine des EPF a fait preuve d'un dynamisme réjouissant durant la période sous revue et qu'il a largement satisfait aux exigences du mandat de prestations. Ainsi, les deux écoles de Lausanne et Zurich proposent un enseignement de premier ordre alors que le nombre d'étudiants ne cesse d'augmenter, soit de l'ordre de 30 pour cent sur quatre ans. Dans la recherche, ces deux institutions figurent parmi les meilleures au niveau mondial et sont classées comme les meilleures écoles d'ingénieurs en Europe.

En outre, elles pratiquent un transfert de savoir et de technologie efficace qui profite à l'économie et à la société suisses. Parmi les nombreux moments forts de la période de prestations écoulée, il convient de mentionner le Human brain project coordonné par l'EPFL - jusqu'à la votation du 9 février dernier - et dont la candidature a été retenue par l'Union européenne pour devenir un projet phare en matière de technologies futures et émergentes, l'inauguration du nouveau bâtiment du Centre suisse de calcul scientifique de l'EPFZ à Lugano, ainsi que la pose de la première pierre du tunnel d'accélération pour le Swissfel, le laser à électrons libres dans le domaine des rayons X de l'Institut Paul Scherrer.

En dépit des prestations globalement considérables qui ont été fournies jusqu'ici, certains défis restent à relever, tels le maintien de la qualité élevée de l'enseignement face à la forte progression de l'effectif estudiantin et l'encouragement des femmes à tous les niveaux de la carrière académique. Bien entendu, les retombées de la votation du 9 février dernier nécessiteront des compensations financières de la Confédération pour pallier la perte des subventions provenant de l'Union européenne.

La commission a examiné le rapport que le Conseil fédéral avait adressé au Parlement le 20 septembre 2013 au sujet du mandat de prestations 2008-2011/12 pour le domaine des EPF. La Commission de la science, de l'éducation et de la culture du Conseil national s'est aussi penchée sur les prestations et sur les ressources disponibles dans le domaine des EPF. Elle a constaté avec satisfaction que les institutions occupaient une position remarquable dans de grands projets de recherche. Plusieurs questions ont été soulevées en relation avec le taux d'encadrement, qui baisse, et avec la promotion des femmes à des postes de professeurs, qui n'est pas encore satisfaisante. Un député aurait souhaité une meilleure concentration des moyens et, par conséquent, l'abandon de la filière des sciences humaines. A une voix près, la commission recommande à son conseil d'adopter le rapport final.

Trede Aline · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe des VERT-E-S

Der ETH-Bereich arbeitet, er arbeitet viel und gut. Wir haben in der letzten Leistungsperiode gesehen, dass 120 neue Professuren geschaffen wurden, die Drittmittel wurden um 200 Millionen Franken erhöht, es gab 20 Prozent mehr Abschlüsse, und die Studierendenzahl wurde um 40 Prozent gesteigert. Also: Wachstum ist vorhanden, was auch das Ziel war - das haben die ETH erreicht.

Ich möchte Ihnen kurz die drei wichtigsten Ziele oder die drei grossen Projekte, die die ETH erreicht haben, erläutern. Es gibt auch Ziele, welche nicht erreicht wurden.

Das erste grosse Projekt war das Flagship Project in der EU, d. h. das Human Brain Project, welches die ETH Lausanne bekommen hat. Es haben sich verschiedene internationale Forschungsanstalten beworben. Wir haben gesehen, dass drei von den sechs Finalisten, die am Schluss noch im Wettbewerb waren, Schweizer Projekte waren, was wirklich ein sehr hohes Qualitätsmerkmal ist.

Wir haben natürlich nach der Abstimmung vom 9. Februar gehört, dass es eine Unsicherheit gibt, wie es mit diesem Human Brain Project weitergeht. Bleibt der Lead bei der Schweiz, bleibt er es nicht? Wir wussten bis zur Kommissionssitzung im letzten Jahr noch nicht, wie viel Geld die EU für dieses Projekt geben würde; es gibt keine Zahlen, und da sehen wir heute eine neue Unsicherheit. Aber wir hoffen natürlich, dass dies nicht zu schlimme Auswirkungen hat und dass die ETH Lausanne dieses wirklich prestigeträchtige Projekt behalten kann.

Das zweite grosse Projekt bzw. Ereignis war die Einweihung des neuen Gebäudes des Nationalen Hochleistungsrechenzentrums an der ETH in Lugano. Es gehört zwar zur ETH Zürich, steht aber in Lugano und ist für alle schweizerischen Hochschulen und Forschungsanstalten offen und steht ihnen zur Verfügung. In der Kommission wurde natürlich begrüsst, dass jetzt auch in der italienischen Schweiz ein wichtiges Zentrum steht, welches hoffentlich auch bald internationale Ausstrahlung haben wird.

Das dritte grosse Projekt ist der Free Electron Laser, welcher zurzeit im Bau ist. Am Paul-Scherrer-Institut wurden die Bauarbeiten aufgenommen. Wir haben gehört, dass diese Bauarbeiten nicht einfach sind, weil es dabei extrem präzise zugehen muss, da dieser Röntgenlaser über eine weite Distanz funktionieren muss und deshalb beim Bau sogar die Erdkrümmung mit einberechnet werden muss. Aber die Bauarbeiten wurden gestartet und sind gut fortgeschritten. Das waren die grossen Höhepunkte.

Es gibt ein Ziel, welches in der Kommission auch diskutiert wurde und welches sicher nicht erreicht wurde. Das ist der Frauenanteil bei den Professuren an der ETH. Im Leistungsauftrag ist ein Ziel von 25 Prozent festgeschrieben. Das wurde bei Weitem nicht erreicht. Man sieht zwar, dass bei den Assistenzprofessuren ein Frauenanteil von 30 Prozent erreicht werden konnte, aber bei den Professuren ist man nur bei 12 Prozent angelangt. Das heisst, dort ist ein weiterer Effort nötig. Der ETH-Bereich ist sich bewusst, dass man dort weitere Massnahmen ergreifen muss, weil dieses Ziel immer noch nicht erreicht wurde. Nicht nur der Frauenanteil wurde nicht erreicht, sondern auch für ein familienfreundliches System muss noch weitergearbeitet werden, weil es auch für Familienväter nicht immer einfach ist, sozusagen eine Teilzeitprofessur zu bekommen, da es einfach nicht genügend davon gibt. Also, beim Ziel der Gleichberechtigung und der Familienfreundlichkeit gibt es bestimmt noch viel Arbeit.

Zusammenfassend kann man aber sagen, dass die sechs Institutionen ETH, EPFL, PSI, WSL, Empa und Eawag sehr gut unterwegs sind. Sie sind auch international geschätzt und oft frequentiert, und das ist ein sehr gutes Qualitätsmerkmal, welches wir im internationalen Bereich haben.

Die Kommission hat diesen Leistungsbericht klar genehmigt, und ich bitte Sie, dies auch zu tun.

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Conseil fédéral · Berne

Der vorliegende Leistungsbericht bietet einmal mehr Gelegenheit, die Leistungen des ETH-Bereichs in den vergangenen Jahren zu beurteilen. Wir stellen nicht ohne Stolz fest, dass sich die beiden ETH und die Forschungsanstalten sehr erfreulich entwickelt und den Leistungsauftrag weitgehend umgesetzt haben. Die starke Zunahme der Studierendenzahlen zeugt von der hohen Qualität der Lehre an den ETH. Die exzellenten Forschungsleistungen sind weltweit bekannt und anerkannt. Ein Höhepunkt unter vielen ist zweifelsohne die Wahl des Human Brain Project als FET-Flaggschiff durch die Europäische Kommission. Das war eine deutliche Bestätigung der hervorragenden Forschungsreputation unserer Institute. Die EPFL wird damit zum Zentrum eines Netzwerkes von international hochrenommierten Forschungsanstalten, die sich der computergestützten Simulierung von neuronalen Prozessen widmen.

Die Institutionen des ETH-Bereichs haben ebenfalls eine hohe Bedeutung als Innovationsmotoren. Ihre Leistungen im Wissens- und Technologietransfer sind überaus wichtig für die Entwicklung unseres Landes. Sie wissen - ich habe es heute Morgen schon einmal erwähnt -, dass wir seit mehreren Jahren auf den Innovation Scoreboards auf dem ersten Platz sind. Die ETH leisten mit jeder Sicherheit einen ganz wesentlichen Beitrag dafür. In den vergangenen Jahren sind jährlich etwa vierzig Spin-offs und auch sehr erfolgreiche Start-ups aus den Institutionen der ETH hervorgegangen. Angesichts der Wichtigkeit des Wissens- und Technologietransfers sind die Bemühungen der ETH, die diesbezüglichen Leistungen noch weiter zu verstärken, sehr zu begrüssen.

Lassen Sie mich ebenfalls die Dienstleistungen, welche der ETH-Bereich für die gesamte schweizerische Hochschullandschaft erbringt, erwähnen: In der Berichtsperiode konnte in Lugano ein neues Gebäude für das Hochleistungsrechenzentrum CSCS eingeweiht werden - es wurde eben gesagt. Darin wurde der weitaus leistungsfähigste Supercomputer der Schweiz installiert. Dieser steht Forschungsgruppen aus allen Schweizer Hochschulen für deren vielversprechende Projekte zur Verfügung. Weiter ist die Beschleunigeranlage des Paul-Scherrer-Institutes zu erwähnen, mit der man Informationen über den atomaren Aufbau verschiedenster Materialien gewinnen kann. Am PSI soll ausserdem im Jahr 2016 der Freie-Elektronen-Röntgenlaser Swiss FEL in Betrieb genommen werden. Mit dieser Infrastruktur werden Forschende extrem schnelle Vorgänge, wie die Entstehung neuer Moleküle bei chemischen Reaktionen, wie in einem Film verfolgen können.

Frau Trede hat es ebenfalls angesprochen: Neben den vielen Erfolgen gibt es auch einige Ziele, die noch nicht oder nur teilweise erreicht werden konnten. Da ist sicherlich auch meinerseits der angestrebte Frauenanteil von 25 Prozent zu erwähnen. Ich rede vom Anteil der Frauen in Führungspositionen und in den Entscheidgremien. Die Anstrengungen sind anerkannt, die Richtung stimmt. Der Frauenanteil bei den Professuren wächst: Er liegt bei 11,8 Prozent, was einer Zunahme um 23 Prozent seit 2007 entspricht. Bei den Assistenzprofessuren sind es mit Tenure Track mittlerweile 29 Prozent. Für den Bundesrat ist aber klar, dass die jetzige Situation noch nicht befriedigend ist und dass der ETH-Bereich der Frauenförderung weiterhin höchste Beachtung schenken soll.

Insgesamt ist der ETH-Bereich sehr gut aufgestellt, auch um die Zukunft zu meistern - ebenfalls nach dem 9. Februar 2014. Horizon 2020 ist weiterhin ein anzustrebendes Ziel. Die Möglichkeit, an Schweizer Hochschulen über ERC-Grants finanzierte Projekte durchzuführen, ist weiterhin wichtig, wenn wir Spitzenforschende gewinnen wollen. Die Teilnahme an Horizon 2020 erleichtert die Durchführung von Forschungskooperationen mit europäischen Partnern, und die Teilnahme an diesen Forschungsnetzwerken ist für die Spitzenforschung unerlässlich - nicht nur aus materiellen Gründen, sondern vor allem auch, um ins höchstqualifizierte Netzwerk integriert zu sein. Ich muss Ihnen nicht sagen, mit wie viel Prestige eine solche Partizipation verbunden ist.

Die ETH verzeichnen eine Zunahme der Studierenden. Diese Entwicklung ist auch angesichts des Fachkräftemangels in unserem Land grundsätzlich erfreulich. Als positiv kann auch gewertet werden, dass die Anzahl der inländischen Studierenden seit einigen Jahren wieder markant steigt. Die Zunahme der ausländischen Studierenden ist an sich erfreulich: Ausländische Studierende sind eine Bereicherung, und sie arbeiten nach ihrem Studium nicht selten in der Schweiz oder für eine Schweizer Firma im Ausland. Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Problematisch wird die Zunahme der Zahl der Studierenden, wenn die Qualität der Ausbildung zu leiden droht. Die ETH haben dieses Risiko erkannt und entsprechende Massnahmen eingeleitet, um die Qualität sicherstellen zu können.

Kurz: Der ETH-Bereich ist sehr gut unterwegs. Die Ambitionen müssen sehr hoch bleiben, in Sachen beste Lehre, in Sachen beste Forschung und natürlich auch in Sachen bestes globales Ranking. Je besser die eigene Bildungs-, Forschungs- und Innovationsbasis ist, umso grösser ist die Chance einer erstrangigen Wettbewerbsfähigkeit, mit entsprechenden Beschäftigungskonsequenzen. Daran halten wir selbstverständlich fest.

Lustenberger Ruedi · P-M · Conseil national · Lucerne · Groupe PDC-PEV

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesbeschluss über die Genehmigung des Leistungsberichtes des ETH-Rates über den ETH-Bereich (Leistungsauftrag 2008-2011/12)

Arrêté fédéral relatif à l'approbation du rapport de gestion du Conseil des EPF sur le domaine des EPF (mandat de prestations 2008-2011/12)

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Art. 1, 2

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Titre et préambule, art. 1, 2

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Vote

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 180 Stimmen

(Einstimmigkeit)

(0 Enthaltungen)