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Motion d'ordre

Carobbio Guscetti Marina · P-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste

Motion d'ordre Glarner

La séance du Conseil national ne sera pas interrompue en marge de la "grève des femmes".

La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): Il signor Glarner ha depositato una mozione d'ordine chiedendo di non interrompere la seduta del 14 giugno.

Glarner Andreas · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Unsere Ratspräsidentin möchte die Sitzung vom 14. Juni von 11.00 Uhr bis 11.15 Uhr unterbrechen, und dies wegen des Frauenstreiks. Ich stelle den Ordnungsantrag, die Sitzung während des Frauenstreiks nicht zu unterbrechen.

Zur Begründung: Der Frauenstreik ist eine rein private Angelegenheit mehrheitlich linker und linksradikaler Gruppierungen, welche sich auch von ausgeübter Gewalt nicht distanzieren, wie beispielsweise am vergangenen 27. Mai in Zürich, als Teilnehmer eines Vortrages unter dem Titel "Frauenstreik" am Betreten des Versammlungslokals gehindert wurden.

Was für ein Unwort: "Frauenstreik"! Welche normale Frau, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen, will denn streiken? Und wenn ja, wofür? Den Schweizer Frauen geht es doch gut, und bis auf ein paar versprengte Linke und Grüne fühlen sich auch die meisten Frauen in unserer Gesellschaft wohl und aufgehoben.

Aber wofür würde es sich denn lohnen zu streiken? Für die Rechte der Inderinnen, die Steine schleppen müssen, wie ich es unlängst sah? Für die Rechte der Frauen, welche seltene Erden für die Elektroautoträume der links-grünen Träumer fördern müssen? Für die Rechte der ausgebeuteten Frauen?

Vielleicht würde es sich sogar lohnen, für die Frauen zu streiken, welche in diesem Land zwangsverheiratet werden - ja, das wäre lohnenswert! Oder für Frauen, welche Genitalverstümmelung erfahren müssen, oder für Frauen, die in unserem Land zum Tragen von Kopftüchern und Burkas gezwungen werden: Ja, für diese würde es sich tatsächlich lohnen. Aber nein, man - Entschuldigung: frau - streikt für Frauen, die das gar nicht wollen! Man erweist mit diesem Streik den normalen, anständigen Frauen einen Bärendienst - ja! -, denn die absolute Mehrheit der Frauen will diesen Streik gar nicht: Sie erkämpft sich ihre Rechte einfach durch ihr Sein, durch ihre Tatkraft und, ja, durch ihre Erscheinung.

Somit ist dieser Frauenstreik eben auch eine rein private Wahlveranstaltung einiger frustrierter, zu kurz gekommener Frauen. Die anderen Frauen werden an diesem Tag ganz normal arbeiten und - entschuldigen Sie den Ausdruck! - ihren Mann stehen. Deshalb ist es auch nicht zulässig, für diesen Anlass die Ratssitzung zu unterbrechen. Das wäre ja noch schöner, hier drin im Saal die Arbeit niederzulegen! Wenn die im Rat tätigen Frauen tatsächlich streiken wollen, so können sie, wie ihre mehrheitlich linken Geschlechtsgenossinnen, einen freien Tag einziehen und dann gebührlich mit den streikenden Frauen mitstreiken.

Ich bitte Sie höflich, meinen Ordnungsantrag zu unterstützen.

Carobbio Guscetti Marina · P-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste

La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): Evidentemente non intervengo per spiegare le ragioni, come presidente sono neutrale. Vi posso solo dire che ho informato l'Ufficio del Consiglio nazionale e che questo ha dato il suo accordo.

Passo ora la parola alla vicepresidente del Consiglio nazionale che interviene a nome dell'Ufficio.

Moret Isabelle · 1VP-F · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical

Cette proposition a été faite à la séance du Bureau et acceptée tacitement à l'unanimité de ses membres. L'une des raisons était que cette discussion aurait lieu de toute façon. Nous voulions éviter qu'il y ait le jour-même une motion d'ordre demandant une pause et qu'une discussion sans fin se déroule à la séance du 14 juin. Le Bureau a donc décidé à l'unanimité de suivre la proposition de Madame la présidente.

Carobbio Guscetti Marina · P-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste

La presidente (Carobbio Guscetti Marina, presidente): Come vi ho detto in precedenza, io ho fatto questa proposta all'Ufficio del Consiglio nazionale, lo trovate anche nel documento che è stato distribuito nelle tre lingue, tedesco, francese e italiano. Ho fatto la proposta all'Ufficio lunedì scorso. Ho detto all'Ufficio che avevo questa proposta da fare, ho chiesto se c'erano delle obiezioni - nessuno è intervenuto. Non c'è stato un voto e quindi abbiamo informato il Consiglio oggi con questa comunicazione nelle tre lingue. Penso di rispondere in questo senso anche alla richiesta del collega Aeschi Thomas, che mi chiedeva di dare delle precisazioni. Comunque, io ho informato l'Ufficio e ho chiesto se c'erano delle obiezioni a questo modo di procedere.

Propongo ora di passare al voto sulla mozione d'ordine Glarner.

Vote

GroupeOuiNonAbs.
Groupe de l'Union démocratique du Centre53 (87 %)4 (7 %)4 (7 %)
Groupe socialiste0 (0 %)40 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical2 (8 %)21 (81 %)3 (12 %)
Groupe PDC0 (0 %)24 (100 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral0 (0 %)8 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique0 (0 %)6 (100 %)0 (0 %)
Total55 (31 %)114 (65 %)7 (4 %)

Non: Rejeter la motion d'ordre

Liste nominative