04.5219

Trop de recrues dans l'armée?

Schmid Samuel · VPBR-M · Conseil fédéral · Berne

Die "Armee XXI" basierte unter anderem auf der verfassungsmässigen Grundlage der allgemeinen Militärdienstpflicht. Bei der Planung der Armee wurden deshalb die Armeeaufträge und der Armeebestand auf die jährlich zu erwartende Rekrutenzahl abgestimmt. Der aktuelle Rekrutenbestand entspricht deshalb den Bedürfnissen der "Armee XXI".

Zu den vier Fragen äussert sich der Bundesrat wie folgt:

1. Um die Sollbestände der heutigen Armee gemäss Armeeleitbild zu alimentieren, braucht es jährlich rund 20 000 ausgebildete Rekruten. Die Frage, ob sich der Armeeauftrag auch mit 15 000 Rekruten pro Jahr erfüllen liesse, stellt sich aus der Sicht des Bundesrates nicht.

2. Für das laufende Jahr geht die Armee von einem Anfangsbestand von rund 25 000 Rekruten aus, wobei zirka 5000 Rekruten durch Überhänge aus der "Armee 95" anfallen. Bis heute sind so rund 15 000 Rekruten ausgebildet worden.

3. Die Armee produziert keine Überbestände und bildet auch nicht zu viele Rekruten aus.

4. Für den Bundesrat besteht heute kein Anlass, die Rekrutierungsbasis der "Armee XXI" infrage zu stellen. Die Armee bildet so viele Rekruten aus, wie aufgrund der allgemeinen Wehrpflicht und der Anforderungen an die Tauglichkeit anfallen. Eine Veränderung des Bestandes aufgrund finanzieller Überlegungen wäre unseres Erachtens nicht zulässig.

Darbellay Christophe · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe démocrate-chrétien

Monsieur le conseiller fédéral, je constate juste au passage que les renseignements donnés par vos "généraux" ne sont pas tout à fait ceux que vous donnez ici. Alors, je ferai des vérifications moi-même. Mais j'aimerais vous poser les questions suivantes: quelle est la part des jeunes de vingt ans qui sont en principe astreints au service militaire et qui terminent leur école de recrues? A partir de quel taux pouvez-vous encore partir du principe qu'il y a une obligation de servir en Suisse?

Schmid Samuel · VPBR-M · Conseil fédéral · Berne

Wir befinden uns hier im Moment insoweit in einer Übergangsphase, als ein Teil der heutigen Rekruten immer noch gemäss dem alten Rekrutierungssystem ausgehoben wurde. Sie wissen, dass die alte Form der Aushebung darin bestand, dass sie einen guten halben Tag oder einen Tag dauerte und dass das dazu führte, dass eine grosse Zahl von Rekruten anschliessend über die Rekrutenschule, in den ersten drei bis fünf Wochen, ausgemustert wurde.

Heute haben wir hier wesentlich bessere Verhältnisse. Die Anzahl derjenigen, die den Dienst während der Dienstleistung aus gesundheitlichen Gründen noch verlassen müssen, ist viermal tiefer. Die Zahlen zeigen jetzt, dass wir in etwa gleich liegen wie früher. Das sind aber noch nicht gefestigte Werte, denn wir haben - immerhin - eben erst zwei Schulen. Die Zahl lässt sich auf rund 62 bis 66 Prozent beziffern, wobei jetzt berücksichtigt werden muss, dass vom Rest, etwa einem Fünftel, also etwa 20 Prozent, für den Zivilschutz entsprechend eine Leistung an die Öffentlichkeit erbracht wird. Aber die Zahl der ausgemusterten Rekruten liegt zurzeit bei knapp zwei Dritteln.

Binder Max · P-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Die Frage Fässler sowie die Fragen zum UVEK, zum EDA und zum EFD werden schriftlich beantwortet.