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26. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 30. Juni 1944 i. S. Görner gegen Statthalteramt Luzern-Stadt.
1. Das Bewusstsein der Rechtewidrigkeit gehört nicht zum Vorsatz (Art. 18 Abs. 2 StGB) ; fehlt es, s0 gilt Art. 20 StGB (Erw. 4).
2. Begriff des Bewusstseins der Rechtewidrigkeit (Erw. 5).
3. Hat der Täter aus zureichenden Gründen angenommen, er sei zur Tat berechtigt, so ist er in der Regel von Strafe zu befreien sErw. 7).
1. La conscience d'agir contrairement au droit n’est pas un élément de l'intention (ark. 18 al. 2 CP) ; sí elle fait défaut, le juge appliquera l’art. 20 CP {(consid. 4).
2. Notion de cette conscience.
3. Si Fauteur avait des raisons sufigantes de se croire en droit d'agir, il doit en règle générale être exempté de toute peine (consid. 7).
1. La consapevolezza dell’illeceità non è un elemento dell’intenzione (art. 18 cp. 2 CP) ; se essa manca, il giudice applicherà Part. 20 CP (consid. 4).
2. Nozione di questa consapevolezza.
3. Se l’autore dell’aito aveva motivi eufficienti per credersi in diritto di agire, dev’eassere esentuato, di regola, da qualsiasi pena (consid. T}. ' Der deutsche Refraktär Görner war Mitglied und Bibliothekar der Sozialdemokratischen Jugend Luzern, deren Zusammenkünfte er von Zeit zu Zeit besuchte.
Deshalb verurteilte ibn das Amtsgericht Luzern-Stadt am 11. Mai 1944 unter anderem wegen Übertretung von Art.
16 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 13 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 1 des BRB vom 17. Oktober 1939 über Änderung der fremdenpolizeilichen Regelung, wonach sich Refraktäre, welche sich politisch betätigen, nach Art. 23 des BG vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer strafbar machen. Görner erhob die Nichtigkeitsbeschwerde, mit welcher er unter anderem geltend machte, er habe nicht gewusst, dass sich Refraktäre nicht 7 ÁS 70 IV — 1944