79 III 145
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Rubrum
34. Entscheid vom 9. November 1953 i. S. Schönenberger.
1. Zur Frage der Wirkaamleit einer Pfändung, die dem Schuldner nicht angekündigt worden war und erst nach 19 Uhr vorgenommen wurde. Art. 90 und 56 ZiÆ. 1 SchKG.
Sachverhalt
2. Eine Beitragaspflicht der güterrechtlich getrennten Ehefrau des Schuldners nach Art. 246 ZGB ist bei der Lohnpfändung (Art. 93 SchKG) als Einkommensquelle zu berücksichtigen. Sie darf aber nicht entgegen einem durch Ehevertrag unter Brautleuten allgemein erklärten Verzicht auf solche Beiträge angenommen werden. Ausnahmen. Vorbehalt der Anfechtung des Verzichtes nach Art. 285 ff SchKG.
3. Dem Bundesgerichte steht keine Disziplinargewalt nach Art. 14 SchKG zu.
1. Question de lefficacité d’une saisíe qui n’a pas été notifiés au débiteur et n’a été exécutée qu’après 19 heures (art. 90 et 56 ch. 1 LP).
2. En cas de saisie de salaire (art. 93 LP), obligation que l’art. 246 CC impose à la fernme séparée de biens de contribuer aux charges du mariage doit être considérée comme une source de revenu. Elle doit toutefois être tenue pour inexistante en Présence d’une renonciation exprimée en termes généraux dans un contrat de mariage conclu durant le tempes des fiangailles.
Exceptions. Réserve de l’action révocatoire dirigée contre la renonciation (art. 285 et szuiv. LP).
3. L'art. 14 LP ne confère pas de pouvoir disciplinaire au Tribunal fédéral.
1. Questione relativa all’efficacia d’un pignoramento che non fu notificato al debitore e che venne eseguito dopo le ore sebte pomeridiane. Art. 90 e 56 cifra 1 LEF.
2. L'obbligo della moglie vivente sotto il regime di separazione dei ben1 di contribuire alle spese comuni (art. 246 CC) rappresenta una fonte di reddito agli effetti del pignoramento di salario (art. 93 LEF). L’esistenza d’una siffatta fonte non può invece essere ammessa se la convenzione matrimoniale stipulata all’epoca del fidanzamento contiene una rinuncia espressa a tali contributi. Eccezioni. Riserva dell’azione rivocatoria diretta contro la rinuncia (art. 285 egg. LEF).
3, L'art, 14 LEF non conferisce al Tribunale federale un potere dieciplinare.
A.
— Das Betreibungsamt Opfikon stellte in den zur Pfändungsgruppe Nr. 177 zusammengefassten Betreibungen provisorische Verlustscheine aus. Es hatte von einer Lohnpfändung abgesehen, da der Schuldner sich weigerte, seinen Arbeitgeber zu nennen. Einer der beteiligten Gläubiger ersuchte aber das Amt, Strafanzeige zu erstatten und die Pfändungsurkunde dementesprechend zu ergänzen, s0- bald der Schuldner mit den fehlenden Angaben herausrücke. Am 23. Juni 1953 gelang es dem Amte, den Schuldner in seiner Wohnung einzuvernehmen. Es pfändete hierauf von dessen Lohn Fr. 2.— für jeden Arbeitstag.
B.
— Darüber beschwerte sich der Schuldner, weil die Lohnpfändung ihm nicht angekündigt und weil sie erst nach 19 Uhr, und zwar mit polizeilicher Hilfe, vollzogen worden sei ; endlich greife sie in den Notbedarf des alleinstehenden Ehepaares ein.
C.
— Die untere Aufsichtsbehörde wies die Beschwerde am 30. Juli 1953 ab, ebenso die obere kantonale Aufsichtsbehörde am 12. Oktober 1953 den vom Schuldner eingelegten Rekurs. Sie verlegte bloss die Wirkung der Pfändung auf den folgenden Tag. Im übrigen stellte sie fest, dass das monatliche Lohneinkommen des Schuldners von Vr. 446.— zwar den monatlichen Notbedarf des Ehepaares von Fr. 541.80 nicht erreiche ; doch habe die (güterrechtlich