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Loi sur le Tribunal fédéral et loi sur le Tribunal administratif fédéral. Ordonnance

11190 · Bulletin officiel

Du 11 déc. 2006

https://lexipedia.io/fr/docs/ch/ab-bo-bu/11190/fr/loi-sur-le-tribunal-federal-et-loi-sur-le-tribunal-administratif-federal-ordonnance

Consulté le 11 sept. 2026

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Objet parlementaire: Loi sur le Tribunal fédéral et loi sur le Tribunal administratif fédéral. Ordonnance (06.068)

06.068

Loi sur le Tribunal fédéral et loi sur le Tribunal administratif fédéral. Ordonnance

Joder Rudolf · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Bei diesem Geschäft geht es um den Erlass einer Parlamentsverordnung.

Am 17. Juni 2005 hat die Bundesversammlung das Bundesgerichtsgesetz und das Verwaltungsgerichtsgesetz verabschiedet. Diese beiden Gesetze werden am 1. Januar 2007 in Kraft treten. Das Bundesgerichtsgesetz und das Verwaltungsgerichtsgesetz begründen ein neues Rechtsmittelsystem, das Auswirkungen auf unsere gesamte Rechtsordnung hat. Dementsprechend musste in den Anhängen zu diesen beiden Gesetzen eine Vielzahl anderer Bundesgesetze angepasst werden. Insgesamt hat das Parlament zusammen mit dem neuen Bundesgerichtsgesetz und dem Verwaltungsgerichtsgesetz 164 Gesetze angepasst. Von Anfang an war klar, dass es bei einem so grossen Gesetzgebungsprojekt nicht möglich sein würde, sämtliche anpassungsbedürftigen Vorschriften zu erfassen. Diese Vermutung hat sich in der Zwischenzeit bestätigt: Einerseits sind einzelne anpassungsbedürftige Vorschriften schlicht übersehen worden, andererseits ist der Gesetzgeber während der Jahre zwischen der Verabschiedung der Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege und dem Erlass des neuen Bundesgerichtsgesetzes nicht untätig geblieben. Das Parlament hat parallel zu diesen Arbeiten eine Vielzahl anderer und neuer Gesetze verabschiedet. Dabei ist es nicht gelungen, sämtliche parallel behandelten und verabschiedeten Gesetze fortlaufend dem neuen Rechtsmittelsystem gemäss Bundesgerichtsgesetz und Verwaltungsgerichtsgesetz anzupassen. Die dadurch entstandenen Lücken sollen jetzt mit dieser vorliegenden Parlamentsverordnung geschlossen werden.

Diesen nachträglichen Korrekturbedarf hat der Gesetzgeber bereits vorausgesehen. Deshalb wurden im Bundesgerichtsgesetz und im Verwaltungsgerichtsgesetz je eine Delegationsnorm integriert. Es handelt sich dabei um Artikel 131 Absatz 3 des Bundesgerichtsgesetzes und um Artikel 49 Absatz 2 des Verwaltungsgerichtsgesetzes. Diese beiden Artikel erlauben es der Bundesversammlung, die unterbliebenen Anpassungen jetzt mit dieser Parlamentsverordnung nachzuholen und vorzunehmen. Die Parlamentsverordnung hat den Vorteil, dass sie nicht dem Referendum untersteht. Dies ermöglicht es, die letzten Anpassungen jetzt, also unmittelbar vor dem Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes und des Verwaltungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007, vorzunehmen, und dadurch können auch noch die jüngsten gesetzlichen Revisionen berücksichtigt werden.

Der Weg über den Erlass einer Parlamentsverordnung ist aber kein Freipass für das Parlament. Es darf nicht irgendwelche beliebigen Gesetzesanpassungen in der Form dieser Parlamentsverordnung vornehmen. Gesetzesrevisionen im Rahmen dieser Verordnung dürfen nur vorgenommen werden, wenn das jeweilige Gesetz im Widerspruch zur neuen Bundesrechtspflege steht. Dazu erwähne ich ein erstes Beispiel: Mit der neuen Bundesrechtspflege werden die bisherigen Rekurskommissionen abgeschafft; also muss überall der Begriff "Rekurskommission" durch den neuen Ausdruck "Bundesverwaltungsgericht" ersetzt werden. Ich füge ein zweites Beispiel an: Mit der neuen Bundesrechtspflege wird das bisherige Bundesrechtspflegegesetz aufgehoben, also muss überall der Hinweis auf das bisherige Bundesrechtspflegegesetz abgeändert werden. In diesem Sinne werden mit der vorliegenden Verordnung 16 Gesetze redaktionell abgeändert. Es geht einzig und allein darum, das mit der neuen Bundesrechtspflege neu geschaffene Rechtsmittelsystem kohärent und widerspruchsfrei in die bestehende Rechtsordnung einzugliedern. Es geht also um einen rein gesetzestechnischen Vorgang, deshalb konnte auch auf eine Vernehmlassung verzichtet werden.

Der Ständerat hat dieser Vorlage mit einer Gegenstimme zugestimmt. Namens der einstimmigen Kommission für Rechtsfragen dieses Rates ersuche ich Sie ebenfalls, auf die Vorlage einzutreten und diese ohne Abänderung zu genehmigen.

Glasson Jean-Paul · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe radical-libéral

L'ordonnance que nous traitons maintenant est nécessaire afin que les surprises soient les moins nombreuses possible au 1er janvier prochain, date de l'activité initiale du nouveau Tribunal administratif fédéral et du Tribunal fédéral instance suprême, sous la forme nouvelle et unifiée que nous, le législateur, avons adoptée ici même. Les deux lois de référence ont été votées le 17 juin 2005.

Vous savez que la mise en place de la nouvelle organisation judiciaire fédérale est un grand oeuvre qui n'a pas été et qui ne va toujours pas sans quelques soubresauts. A part cela, la législation prévoit une délégation de compétence en faveur de l'Assemblée fédérale, permettant à celle-ci d'adapter par ordonnance les dispositions ou lois fédérales contraires à la loi sur le Tribunal fédéral ou à la loi sur le Tribunal administratif fédéral. Il s'agit d'une harmonisation fine avec le nouveau régime des voies de recours. Le Parlement a déjà modifié, il faut le souligner, 164 lois fédérales.

Certaines autres retouches sont apparues nécessaires malgré tout après la découverte de quelques lacunes dans les annexes des deux lois de référence, parfois par omission, d'autres fois parce que l'activité législative ne s'est pas arrêtée depuis juin 2005, et que chaque nouvel acte ou modification n'a pas fait l'objet directement d'adaptations au nouveau droit. Un parallélisme parfait entre plusieurs révisions législatives est quasiment impossible à réaliser, et de nouvelles divergences auraient pu être créées en cas de modifications successives.

La pratique proposée aujourd'hui a déjà été utilisée auparavant avec bonheur. Cette ordonnance n'est pas un acte législatif d'importance majeure, loin s'en faut. Il ne s'agit que de permettre l'harmonisation sans faille, espérons-le, du droit en vigueur avec le nouveau régime des voies de droit.

Le rapporteur de langue allemande a énoncé tout à l'heure un des cas de modification et d'adaptation, avec la suppression notamment de la Commission suisse de recours en matière d'asile. Il s'agit donc d'adapter dans chaque cadre législatif les choses, afin qu'un recours à cette commission soit écarté.

Nous sommes là en face d'une portée politique totalement nulle, et bien entendu il n'y a aucune passion qui ne se lève dans cette salle à propos de ce projet - c'est compréhensible. C'est la raison pour laquelle la commission - après le Conseil des Etats - vous demande de l'adopter sans coup férir.

Egerszegi-Obrist Christine · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe radical-libéral

Die EVP/EDU-Fraktion und die FDP-Fraktion teilen mit, dass sie für Eintreten sind und den Entwurf unterstützen.

Blocher Christoph · BR-M · Conseil fédéral · Zurich

Es geht hier um zwei äusserlich trockene und etwas technische Erlasse, aber es muss doch darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine Ausnahme handelt. Wir ändern durch eine Verordnung Gesetze ab, und das ist nicht der Normalfall und darf nicht der Normalfall sein. Aber beim Erlass des Bundesgerichtsgesetzes und des Verwaltungsgerichtsgesetzes hat man eine Norm aufgenommen, die die eidgenössischen Räte befugt, durch Verordnung Änderungen vorzunehmen, sofern es um Delegationen in anderen Gesetzen geht. Wenn also zum Beispiel in einem Gesetz "Rekurskommission" steht - die eidgenössische Rekurskommission wird aufgehoben, weil wir das Verwaltungsgericht schaffen -, dann muss dieses Gesetz geändert werden; der Begriff "Rekurskommission" ist dann falsch und muss durch "Verwaltungsgericht" ersetzt werden. Diese Kompetenz spricht das Gesetz dem Parlament zu.

Nun sind nicht ganz alle Bestimmungen, die man damals schon hätte ändern können, gesehen worden, das ist der eine Grund. Dann haben sich während des Gesetzgebungsverfahrens für das Bundesgerichtsgesetz, das Verwaltungsgerichtsgesetz und andere Gesetze - seit diese in Kraft getreten sind und bis zum Inkraftsetzen der anderen Gesetze - die Situationen verändert; das ist der andere Grund. Darum haben wir hier diese Verordnung zu erlassen. Ich kann Ihnen versichern, dass hier keine anderen Gesetzesänderungen vorgesehen sind als solche, die auf der Delegationsnorm von Artikel 131 Absatz 3 Bundesgerichtsgesetz und Artikel 49 Absatz 2 Verwaltungsgerichtsgesetz beruhen.

Wir bitten Sie, dieser Vorlage zuzustimmen.

Egerszegi-Obrist Christine · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe radical-libéral

Die Berichterstatter verzichten auf das Wort.

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Verordnung der Bundesversammlung betreffend die Anpassung von Erlassen an die Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes und des Verwaltungsgerichtsgesetzes

Ordonnance de l'Assemblée fédérale concernant l'adaptation d'actes législatifs aux dispositions de la loi sur le Tribunal fédéral et de la loi sur le Tribunal administratif fédéral

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Ziff. I, II

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule, ch. I, II

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Vote

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes .... 134 Stimmen

(Einstimmigkeit)