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Konjunkturprogramm im SchKG. Schaffung eines Sanierungsrechts
Bürgi Hermann · Mit-M · Ständerat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Diese Motion trägt den Titel "Konjunkturprogramm im SchKG"; Ziel ist die Schaffung eines neuen Sanierungsrechts. Diese Motion ist am 12. Juni 2009 eingereicht worden; sie ist zweifellos auch ein Kind der damaligen Zeit. Das Hauptziel dieser Motion besteht darin, ein Sanierungsverfahren einzuführen, das, anders als das bisherige Nachlassverfahren, eben das Ziel erfüllen soll, zu sanieren und nicht zu liquidieren. Wir haben das schon verschiedentlich diskutiert: Es wird auf das Nachlassrecht in den USA verwiesen, das sogenannte Chapter 11.
Einen ähnlichen Vorstoss haben wir schon gehabt; Kollege Lombardi, Sie können sich wahrscheinlich noch an Ihren Vorstoss erinnern. In der Zwischenzeit ist dann auch schon einiges geschehen, nämlich Folgendes: Der Bundesrat hat die SchKG-Revision an die Hand genommen. Diese Revision ist bereits erfolgt. Am 8. September 2010 hat der Bundesrat eine Botschaft zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Innerhalb dieser SchKG-Revision steht denn auch das Sanierungsrecht zur Diskussion.
Die Stossrichtung der Motion Bischof ist also durchaus in Ordnung. Die Motion ist aber in dem Sinne überholt, als man den Bundesrat nicht mehr beauftragen muss, weil der entsprechende Auftrag bereits ausgeführt worden ist. Eine Botschaft liegt vor, und die SchKG-Revision läuft. Es wird dann Sache des Parlamentes sein zu entscheiden, wie diese SchKG-Revision ausgestaltet wird.
Vor diesem Hintergrund beantragen wir Ihnen, jetzt die Motion abzulehnen, nicht weil sie etwas will, was nicht berechtigt wäre, sondern weil sie durch den Zeitlauf überholt worden ist. Das ist der Grund, weshalb wir Ihnen beantragen, diese Motion jetzt abzulehnen.
Recordon Luc · Mit-M · Ständerat · Waadt · Grüne Fraktion
J'ajoute un petit mot pour dire que je persiste à être un peu mal à l'aise avec cette façon de faire que nous avons de rejeter certaines motions avec lesquelles nous sommes d'accord parce qu'au fond, elles seraient déjà réalisées et qu'il est inutile de les adopter. D'abord, cela prive l'auteur de la satisfaction de voir son travail aller jusqu'au bout. Ensuite, il peut y avoir certains petits calculs politiques là-derrière - je le dis d'autant plus à l'aise que je ne suis pas de la même formation politique que Monsieur Bischof - pour priver un groupe d'un succès. Mais, surtout, il y a une différence quand même que l'on ne voit pas toujours: lorsque le mandat, comme ici, est, d'une certaine manière, donné à lui-même par le Conseil fédéral, qui est à la fois mandataire et mandant, il peut se retirer du mandat facilement, il peut renoncer plus librement. Quand nous adoptons une motion, il y a quand même un mandat du Parlement et le Conseil fédéral nous doit une réponse, ce qui n'est pas tout à fait la même chose. Je pense que nous devrions donc peut-être réfléchir à l'avenir plus attentivement à la question de savoir si nous ne devrions pas changer notre pratique et dire que, puisque cela correspond à la volonté de tout le monde, ce n'est peut-être pas tout à fait aussi dépassé que le disait le rapporteur tout à l'heure.
C'est une observation de méthode plutôt qu'autre chose. Je vous le dis, je reste un peu sur ma faim, un peu mal à l'aise avec cette façon de faire, mais je ne vais pas pour autant m'opposer à la proposition de la commission, qui a pris sa décision à la quasi-unanimité.
Sommaruga Simonetta · BR-F · Bundesrat · Bern
Auch hier hat der Bundesrat, wie der Kommissionssprecher es gesagt hat, das Parlament überholt; dies ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber dem ist so. Der Bundesrat hat die Botschaft zur Revision des Sanierungsrechts bereits verabschiedet, und diese befindet sich bereits in der vorberatenden Kommission des Nationalrates. Ich gehe davon aus, dass Sie das Parlament nicht daran hindern, seine Vorstellungen einzubringen, wenn Sie jetzt mit dem Vorgehen einverstanden sind, wonach Sie Motionen ablehnen, die überholt sind, da die Botschaft bereits verabschiedet worden ist; Sie werden Ihre Vorstellungen dann nicht mehr beim Bundesrat deponieren, sondern direkt in die vorberatenden Kommissionen einbringen. Daher lautet die Frage eher, wenn die Anliegen noch nicht abgehandelt sind: Wo bringen Sie die Anliegen ein? Und da gibt es die Möglichkeit, dies in der parlamentarischen Beratung zu tun.
Daher kann ich Ihrer Kommission folgen, und ich bitte Sie auch namens des Bundesrates, die vorliegende Motion abzulehnen, und zwar nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern weil sie aufgrund der Beratungsprozedur gegenstandslos geworden ist.
Inderkum Hansheiri · P-M · Ständerat · Uri · Fraktion CVP/EVP/glp
Präsident (Inderkum Hansheiri, Präsident): Sie haben einen schriftlichen Bericht erhalten. Die Kommission und der Bundesrat beantragen, die Motion abzulehnen.
Abgelehnt - Rejeté