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Einführung eines Pfandes auf alle Getränkeflaschen und Getränkedosen

20514 · Amtliches Bulletin

Du 20 sept. 2012

https://lexipedia.io/fr/docs/ch/ab-bo-bu/20514/de/einfuhrung-eines-pfandes-auf-alle-getrankeflaschen-und-getrankedosen

Consulté le 11 sept. 2026

  1. Documents
  2. Confédération
  3. Bulletin officiel
Source

Objet parlementaire: Introduction d'un système de consigne pour toutes les bouteilles et les canettes (10.319)

10.319

Einführung eines Pfandes auf alle Getränkeflaschen und Getränkedosen

Verfahrensbeitrag

Antrag der Kommission

Der Initiative keine Folge geben

Antrag Gmür

Der Initiative Folge geben

Schriftliche Begründung

Ein Pfand verhindert Littering, erhöht die Recyclingquote, steigert die Qualität des Sammelgutes und vermindert die Abfallmenge. Es fördert das Mehrweggebinde und schont die Ressourcen. Eine Mehrwegflasche wird im Unterschied zur Einwegflasche durchschnittlich 42-mal gebraucht. Es verhindert aktiv die Vermüllung der Natur, da der Konsument oder Sammler die Verpackungen in ein Verkaufsgeschäft zurückbringt und nicht achtlos liegen lässt. Ein Pflichtpfand ist auch Tierschutz. Tiere können nicht zwischen Gras und herumliegenden PET-Flaschen oder Dosen unterscheiden und fressen sie. Sie erkranken daran und können sogar verenden. In anderen Ländern wie z. B. Deutschland wurde das Pflichtpfand erfolgreich eingeführt.

Proposition de la commission

Ne pas donner suite à l'initiative

Proposition Gmür

Donner suite à l'initiative

Präsident (Walter Hansjörg, Präsident): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten.

Favre Laurent · Mit-M · Nationalrat · Neuenburg · FDP-Liberale Fraktion

La commission a examiné l'initiative cantonale déposée le 21 avril 2010 par le canton de Bâle-Ville. Cette initiative a pour but l'introduction d'un système de consigne pour toutes les bouteilles et les canettes afin de lutter contre l'abandon de déchets sur la voie publique, le littering.

Après examen, la commission propose, par 17 voix contre 6 et 2 abstentions, de ne pas donner suite à l'initiative.

Une proposition Gmür a été déposée. L'auteur propose de donner suite à l'initiative.

Pour mémoire, le Conseil des Etats a décidé, le 1er juin 2011, à l'unanimité, de ne pas donner suite à l'initiative.

La commission est très sensible à la problématique du littering. Je rappelle que cela coûte quelque 200 millions de francs annuellement aux communes et aux entreprises de transport. Cela pose problème, mais l'introduction d'un système de consigne généralisé n'est pas une bonne solution pour résoudre ce problème. Pourquoi?

1. Les bouteilles en verre et en PET et les canettes en aluminium ne représentent que 15 pour cent des déchets "sauvages"; le reste se compose d'emballages de produits alimentaires à l'emporter, notamment, et de mégots de cigarettes. Une consigne pour les bouteilles et les canettes n'aurait donc aucun effet tangible.

2. L'ordonnance sur les emballages pour boissons prévoit un taux de recyclage minimal de 75 pour cent par un mécanisme d'auto-responsabilisation. Les résultats pour 2011 démontrent que, pour ce qui est du verre, un taux de 94 pour cent de recyclage est obtenu; pour ce qui est des canettes en aluminium, de 91 pour cent; pour ce qui est du PET, de 80 pour cent. Ce sont donc de bons résultats grâce à la taxe d'élimination anticipée, que vous connaissez probablement. Cela fonctionne donc très bien.

3. Le système de la consigne coûterait entre 8 et 16 centimes environ par bouteille de PET contre 2 centimes environ aujourd'hui par l'utilisation du recyclage. Le système de la consigne serait par conséquent beaucoup trop cher et entraverait le recyclage, qui rapporte par ailleurs 30 millions de francs aux communes, qui doivent supporter les coûts résultant du littering.

4. Selon un arrêt du Tribunal fédéral, les coûts du littering sont à financer par un système de pollueur-payeur entre les communes et les vendeurs de produits à l'emporter - les producteurs de journaux gratuits notamment.

Finalement, les compétences pour lutter contre le littering sont communales et cantonales, avec le soutien, il est vrai, de la Confédération en matière de coordination et d'harmonisation. Une table ronde nationale est mise en place, et cette plate-forme s'oppose d'ailleurs également à l'introduction d'un système de consigne sur les bouteilles.

Pour toutes ces raisons, et par 17 voix contre 6 et 2 abstentions, comme le Conseil des Etats unanimement, votre commission vous propose de ne pas donner suite à cette initiative cantonale.

Rytz Regula · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion

Herr Favre, ich bin für die Stadtreinigung in der Stadt Bern zuständig. Ich habe von Ihnen jetzt gehört, dass es für Getränkegebinde offenbar sehr hohe Recyclingquoten gibt. Haben Sie in der Kommission auch die Situation diskutiert, wie es zum Beispiel morgens um vier in einer Stadt aussieht, wenn all diese Getränkeflaschen und -büchsen eben nicht korrekt entsorgt werden, sondern im öffentlichen Raum liegenbleiben und die Gemeinden sie mit sehr, sehr viel Steuergeldeinsatz einsammeln müssen und nicht der korrekten Entsorgung zuführen können? Dieses Problem wurde, wenn ich Sie richtig verstanden habe, in der Kommission nicht so intensiv diskutiert.

Favre Laurent · Mit-M · Nationalrat · Neuenburg · FDP-Liberale Fraktion

Doch, es wurde schon intensiv diskutiert.

Nous avons demandé un rapport à l'administration, qui nous l'a fourni. Ce rapport de juin 2012 précise les questions de littering et les coûts pour les communes - environ 200 millions de francs annuels -, ce qui nous a permis de mieux évaluer la situation.

J'aimerais vous rappeler que la demande du canton de Bâle-Ville se focalise sur les bouteilles. Celles-ci représentent 15 pour cent du coût engendré par le littering. Donc, finalement, cette demande passe à côté du vrai problème du coût de 200 millions de francs que les communes connaissent.

Il s'agit donc, de la part des communes, de remettre l'ouvrage sur le métier. Selon l'arrêté du Tribunal fédéral, un système de pollueur-payeur doit être clairement mis en place, en passant des conventions entre les communes et les producteurs de produits à l'emporter, et aussi avec les distributeurs de journaux gratuits. Il y a encore d'autres produits dont il faudra discuter. Dans tous les cas plusieurs communes vont dans ce sens avec, semble-t-il, des résultats intéressants.

Müller-Altermatt Stefan · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Fraktion CVP-EVP

Namens der Kommission beantrage ich Ihnen, der Standesinitiative "Einführung eines Pfandes auf alle Getränkeflaschen und Getränkedosen" im Gleichschritt mit dem Ständerat keine Folge zu geben. Vor der Begründung der Ablehnung durch die Kommission muss ich unbedingt festhalten, dass die Ablehnung sehr wohl mit der Begleitmusik zustande kam, die sich der Kanton Basel-Stadt wohl erhoffte. Man ist sich in der Kommission der Missstände, was das Littering betrifft, einhellig bewusst. Egal, ob am Kleinbasler Rheinufer oder entlang unserer Verkehrswege - es liegt zu viel Müll herum. Littering ist nicht nur ein Problem, sondern eine Schweinerei.

Trotz dieser Erkenntnis sieht die Kommission zwei Hauptgründe, derentwegen die Standesinitiative abzulehnen ist: einerseits die Frage der Wirksamkeit und der Verhältnismässigkeit eines solchen Pfands, anderseits die bestehenden Recyclinginfrastrukturen.

Zur Frage der Wirksamkeit: Es ist zuerst festzuhalten, dass die Flaschen und Dosen nur einen Teil des Litteringproblems darstellen, in Stückzahlen gerade einmal 7 Prozent. Relevanter, und davon wird immer gesprochen, sind die Kosten. In der Schweiz wurden 2010 rund 192 Millionen Franken für den Reinigungsaufwand wegen Litterings aufgewendet. Davon entfielen - das sind die Zahlen des Bafu - 35 Prozent auf Getränkebehältnisse. Die Aufräumkosten, die maximal eingespart werden können, betragen gerade einmal 50 Millionen Franken. Dazu käme mit dem Pfandsystem natürlich ein vermuteter ökologischer Nutzen. Allerdings war in der Kommission auch dieser umstritten. Erstens, weil man das Gefühl hat, dass die "Litterer" gar nicht wirklich strafsensibel sind - wenn 100 Franken Busse nichts bewirken, was sollen dann 50 Rappen Pfand bewirken? Zweitens hat man Angst, dass das System sogar eine kontraproduktive Wirkung haben könnte, indem sich das Verhalten der "Litterer" dahingehend ändert, dass sie sich sagen: Mit den 50 Rappen habe ich für das Wegwerfen ja schon bezahlt, also kann ich das Zeug irgendwohin schmeissen.

Dann sind natürlich die Kosten zu nennen, die ein Pflichtpfand auslösen würde. Diese werden vom Bafu auf etwa 280 Millionen Franken geschätzt. Es sind die Kosten für die Rücknahme, das Sammeln, beispielsweise mit Rücknahmeautomaten, das Wegsperren, das Transportieren und das Administrieren all der Behältnisse. Erreichen möchte man mit diesem Aufwand letzten Endes eine höhere Rücklaufquote, und genau da kam dann eben das Argument der Verhältnismässigkeit ins Spiel. Wir haben heute bei PET-Flaschen eine Rücklaufquote von 81 Prozent und bei Glas eine solche von 94 Prozent. Auch mit dem riesigen Aufwand von 280 Millionen Franken schaffen wir es also höchstens, ein paar Prozentpunkte höher zu kommen.

Die Kosten sind vor allem deshalb unverhältnismässig hoch, weil wir bereits Recyclinginfrastrukturen haben. Das war das zweite wichtige Argument in der Kommission. Würden wir heute auf der grünen Wiese beginnen, würden wir vielleicht auf ein Pfandsystem einschwenken. Wir sind aber nicht auf der grünen Wiese, wir haben für die Wertstoffe Glas, Alu und PET bereits funktionierende Kreisläufe. Wenn wir jetzt ein Pflichtpfand einführen, können diese Kreisläufe nicht einfach wegfallen, weil nie all diese Wertstoffe mit einem Pfand belegt werden können. Als Beispiel nenne ich Konfitüren- oder Cornichongläser, die nach wie vor bei der Gemeinde in einem Container landen. Diese Container müssen nach wie vor von der Gemeinde unterhalten werden. Wir hätten also immer noch die gleiche Sammelinfrastruktur, das ist tatsächlich nicht effizient und auch nicht besonders ökologisch, weil durch die doppelte Sammelinfrastruktur und die doppelten Wege natürlich auch mehr Transporte anfallen. Man könnte es auch mit einem Wortspiel ausdrücken: Diese ganze Infrastruktur nur wegen der Cornichongläser - das "gurkt" uns einfach an.

Man kann, wie es mein hochgeschätzter Sitznachbar tut, neben dem Littering natürlich noch ein anderes Argument zugunsten eines Pflichtpfandes heranziehen: Man kann sagen, ein Pflichtpfand führe automatisch zu mehr Mehrweggebinden. Diese sind tatsächlich die ökologischste Wahl, vor allem, wenn sie kurze Transportwege haben. Tatsache ist, in Deutschland hat nach der Einführung des Pflichtpfandes die Zahl von Mehrweggebinden nicht zugenommen, im Gegenteil: Es wurde viel mehr auf Einweg-Kunststoffverpackungen ausgewichen. Diese haben um 12 Prozent zugenommen, dabei sind sie das absolut Unökologischste.

Die Kommission beantragt Ihnen mit 17 zu 6 Stimmen bei 2 Enthaltungen, der Initiative keine Folge zu geben, weil ein Pflichtpfand unverhältnismässig und weitgehend unwirksam wäre.

Das Problem des Litterings ist aber freilich nicht gelöst; die Kommission ist auch nicht willens, dieser Unsitte untätig zuzusehen. Die UREK-SR hat bei der Vorberatung des Geschäftes beschlossen, von der Verwaltung und von der Branche einen Bericht zu verlangen, in welchem mögliche Massnahmen zur Verbesserung der Recyclingquote aufgezeigt werden sollen. Unsere Kommission hat anlässlich der Beratung des Geschäftes beschlossen, dass ihr dieser Bericht ebenfalls vorgestellt werden soll. Man ist durchaus der Meinung, der Bund solle sich in diesem Bereich engagieren und entsprechende Massnahmen treffen, die wirksam und nachhaltig sind. Ein Pflichtpfand gehört leider nicht zu diesen Massnahmen.

In diesem Sinn bitte ich Sie, der Standesinitiative Basel-Stadt keine Folge zu geben - verbunden mit dem Versprechen, dass man Basel mit dem verschmutzten Rheinufer nicht ganz alleinlässt.

Gmür Alois · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · Fraktion CVP-EVP

Lieber Kollege Müller, es ist gesagt worden, dass über 80 Prozent der PET-Flaschen und über 90 Prozent der Dosen gesammelt werden. Ich bezweifle diese Zahlen sehr. Ist es so, dass die Branche diese Zahlen erhebt?

Müller-Altermatt Stefan · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Fraktion CVP-EVP

Vorweg ist zu sagen: Auch wenn die Zahlen hoch sind - wir wären nicht die Schweiz, wenn wir nicht den Ehrgeiz hätten, noch besser zu werden. Die Zahlen könnten immer besser sein.

Die Zahlen werden unabhängig erhoben, wobei die Erhebungen von der Branche bezahlt werden. Das wurde in der Kommission eingehend besprochen. Zu sagen ist noch, dass die Erhebungen in der Schweiz relativ konservativ sind, wenn wir sie mit den Erhebungen im Ausland vergleichen. Trotzdem sind wir nicht viel schlechter. Sie sind deshalb konservativ, weil in der Schweiz die Menge gemessen wird, wenn das Rohmaterial, das zum Recycling ansteht, den Hof wieder verlässt. In Deutschland wird gemessen, wenn es in den Hof gebracht wird. Da sind auch die Restmengen, die Deckel usw., dabei. Wir stehen also nicht schlecht da.

Darbellay Christophe · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion CVP-EVP

Ich lege Ihnen meine Interessenbindung offen: Ich bin Präsident der Interessengruppe Mineralwasser - ich trinke nicht nur Wein. Eine Frage: Warum hat Deutschland ein solches System eingeführt? In Deutschland ist die Rezyklierungsquote beim Glas und beim PET viel tiefer als bei uns. Das zeigt, dass das System nicht funktioniert.

Müller-Altermatt Stefan · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Fraktion CVP-EVP

Deutschland hat das System als Sanktion eingeführt; wir haben heute auch die Sanktionsmöglichkeit: Wenn die Quote beim Recycling unter 75 Prozent sinkt, dann muss das Pflichtpfand kommen. Das war in Deutschland gleich; dort lag die Quote einfach viel tiefer.

Das zeigt, dass die Schweiz eine Sammelnation ist. Wir sammeln auch ohne das Pflichtpfand; wir sammeln alles bis hin zu den "Kaffeerahmdeckeli". Das liegt irgendwie in unserer Natur, es hat eine Tradition in der Schweiz, und deshalb funktioniert es auch.

Tschümperlin Andy · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · Sozialdemokratische Fraktion

Herr Müller, man kann die Frage auch anders stellen: Wenn Sie nach Deutschland an einen Anlass gehen, das kann ein Karneval sein, ein Open Air, dann stellen Sie fest, dass die Plätze in einem ganz anderen Zustand sind, als es bei einem vergleichbaren Anlass in der Schweiz der Fall ist. Einerseits ist die Quote der Rückgabe eine wichtige Kenngrösse, andererseits ist aber auch das Ergebnis wichtig. Wie erklären Sie es sich, dass z. B. das Einsammeln des Leerguts nach einem Festanlass in Deutschland viel besser funktioniert?

Müller-Altermatt Stefan · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Fraktion CVP-EVP

Ich würde diese subjektive Wahrnehmung, die Sie jetzt nicht mit Zahlen untermauert haben, sehr hinterfragen. Wir haben in der Schweiz bei den meisten Grossanlässen mittlerweile auch ein Pfandsystem. Das funktioniert immer dann gut, wenn es um das Festgelände einen geschlossenen Zaun gibt. Man bezahlt in diesem Fall für den Becher 2 Franken Depot, und dann kommt dieser Becher zurück. Das funktioniert bei den Musikfesten, bei den Schwingfesten; das funktioniert bei diesen Anlässen. Das wird in der Schweiz so gemacht. Dort, wo es einen Zaun gibt, funktioniert das Pfandsystem, und zwar sicher nicht schlechter als in Deutschland.

Müller Geri · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Grüne Fraktion

Herr Kollege Müller, genau das wollte ich Sie fragen: Sie sprechen ja für die Kommission, und es stellt sich die Frage, wie gut die Kommission die Schweiz kennt. Genau so ist die Situation: Jeder, der einen Fünfziger oder einen Zweifränkler ausgegeben hat, möchte das Geld zurückhaben, weil das für ihn einfach so ist; wenn er die Flaschen oder Becher trotzdem wegschmeisst, bekommen diese einen Wert. Das ist die Realität, die wir beim zehntägigen Stadtfest in Baden eins zu eins miterlebt haben: praktisch keine Abfälle von Getränkegebinden.

Müller-Altermatt Stefan · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Fraktion CVP-EVP

Es ist tatsächlich so, dass diese Flaschen einen Wert bekommen. Ob sich das Verhalten der "Litterer" dadurch ändert, ist aber eine andere Frage. In der Kommission wurde auch befürchtet, dass sich das Verhalten dann eben sogar dahingehend ändert, dass man denkt: "Ich habe jetzt 50 Rappen bezahlt, also darf ich das auch wegschmeissen." Dann kommen vielleicht die Kinder, die das hinterher aufräumen; aber ich neige nicht dazu, unser Abfallproblem von unseren Kindern lösen zu lassen. Ich bin der Meinung, bereits unsere Kinder sollten auch ohne dieses Pflichtpfand lernen, dass man nicht "littert".

Aebi Andreas · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Herr Kollege Müller, die Landwirtschaft ist mit dem Wegwerfen von Aluminiumdosen konfrontiert. Es sind zum Beispiel diesen Frühling bereits sehr viele Tiere deswegen eingegangen. Wie sehen Sie diese Problematik? Welche Lösungen gibt es da aus Ihrer Sicht?

Müller-Altermatt Stefan · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Fraktion CVP-EVP

Auch das wurde in der Kommission angesprochen, die Problematik in der Landwirtschaft. Wir haben tatsächlich das Problem, dass entlang der Verkehrswege immer mehr Dosen oder auch PET-Flaschen weggeworfen und die Plastik- oder Aluminiumteile von den Kühen gefressen werden. Es gibt heute von Landwirtschaftsseite Kampagnen, mit denen man für dieses Problem sensibilisieren will. Es ist wahrscheinlich der beste Weg, etwas zu machen. Würden wir das Flaschenpfand einführen - ich habe das bereits gesagt -, würde das, wie in Deutschland, dazu führen, dass viele Plastikeinweggebinde eingeführt würden, um dem auszuweichen. Und diese sind für die Kühe - das wissen wir auch - genauso schädlich oder noch schädlicher als das Aluminium, das Sie leider heute auf Ihren Wiesen finden.

Abstimmung

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