01.461
Commission fédérale des droits de l'homme
Intervention de procédure
Antrag der Mehrheit
Die Behandlungsfrist um zwei Jahre verlängern
Antrag der Minderheit
(Hutter Jasmin, Beck, Lustenberger, Müller Philipp, Müri, Oehrli, Perrin, Schibli)
Die Initiative abschreiben
Proposition de la majorité
Prolonger le délai de traitement de deux ans
Proposition de la minorité
(Hutter Jasmin, Beck, Lustenberger, Müller Philipp, Müri, Oehrli, Perrin, Schibli)
Classer l'initiative
Gross Andreas · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste
Menschenrechtskommissionen sind absolut zentrale Instrumente zur Umsetzung der Menschenrechtskonventionen, der Menschenrechtsnormen und vor allem auch zur Verankerung der Idee der Menschenrechte. Sie sind zentrale Instrumente für deren konkrete Umsetzung und für die Bewältigung der Widersprüche, die sich daraus ergeben, für die Frage, wie man in der politischen Kultur einer Gesellschaft damit umgeht.
Deshalb hat einerseits Frau Müller-Hemmi vor vier Jahren eine entsprechende parlamentarische Initiative eingereicht. Wir haben sie unterstützt. Gleichzeitig hat der Ständerat andererseits dem Bundesrat ein entsprechendes Postulat mit auf den Weg gegeben. Wie so oft, wenn einerseits das Parlament etwas anstösst und andererseits der Bundesrat am Arbeiten ist, ergeben sich terminliche Schwierigkeiten. Die Kommission hat vor zwei Jahren ohne Opposition, ohne Gegenantrag beschlossen zu warten, bis der Bundesrat entsprechende Vorschläge macht, damit man weiss, was man dann selber noch tun muss. Es hätte ja keinen Sinn, dass wir etwas tun, wenn der Bundesrat auf diesem Weg schon vorangeht. Es hat aber auch keinen Sinn, dass wir unsere Arbeit einfach abbrechen, ohne zu wissen, was der Bundesrat unternehmen will. Deshalb haben wir vor zwei Jahren beschlossen zu warten.
Der Bundesrat hat tatsächlich gearbeitet, er ist jetzt aber einfach noch nicht fertig. Er hat einen Vorschlag gemacht, der bei den betroffenen Organisationen auf kein gutes Echo stiess, deshalb hat er jetzt zusammen mit den Kantonen einen anderen Vorschlag ausgearbeitet. Er ist daran, diesen mit den Kantonen zu diskutieren. Ende Januar hat der Gesamtbundesrat das erste Mal darüber diskutiert und der EDA-Vorsteherin grünes Licht gegeben. Mit den Kantonen hat der Bundesrat diese Woche seine erste Sitzung gehabt.
Sie sehen also, es läuft etwas, es passiert etwas in der richtigen Richtung. In der Logik unseres vor zwei Jahren gefassten Beschlusses sollten wir deshalb die Frist dieser Initiative erneut verlängern.
Nur jene, die das Geschäft überhaupt nicht wollen, die mit den Menschenrechten nichts zu tun haben wollen, die nicht wissen, dass jeder der 27 Mitgliedstaaten der EU, dass jeder Staat in Europa, der etwas auf die Menschenrechte hält und sie ernst nimmt, eine solche Kommission hat, nur jene also, die das nicht wollen, sind eigentlich gegen die Fristverlängerung.
Deshalb bitte ich Sie dringend, im Sinne dessen, was wir bisher gemacht haben, auch im Sinne des Bundesrates, die Frist zu verlängern und der Sache ein Chance zu geben. Auch wenn das Parlament und der Bundesrat etwas tun, können sich manchmal Verzögerungen und Schwierigkeiten mit den Fristen ergeben.
Leuenberger Ueli · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe des VERT-E-S
L'objet est connu: notre conseil a donné suite à l'initiative parlementaire Müller-Hemmi lors de la session d'été 2003. Un petit rappel historique ou chronologique n'est certainement pas inutile pour permettre à notre conseil de décider aujourd'hui une nouvelle prolongation du délai.
Ayant pris connaissance de la transmission d'un postulat de la Commission de politique extérieure sur le même thème, notre conseil a décidé sans opposition une première prolongation du délai à la session d'automne 2005. Vous vous rappelez certainement que c'est suite à la transmission d'un postulat CPE-CE 02.3394 sur le même thème que notre conseil a estimé qu'il était judicieux d'attendre l'aboutissement des travaux du Conseil fédéral avant d'entamer des travaux législatifs concrets.
La majorité de la commission vous demande aujourd'hui de renouveler la prolongation du délai étant donné que les travaux du Conseil fédéral sont en cours. L'enquête approfondie décidée auprès des cantons a commencé et une première réunion entre représentants de la Confédération et des cantons a eu lieu dernièrement. Ce groupe de travail doit rendre compte d'ici à la fin de cette année de ses travaux au Conseil fédéral. Dans l'attente de la conclusion des travaux et du rapport du Conseil fédéral relatif au postulat de la commission du Conseil des Etats, notre commission souhaite se réserver la possibilité de légiférer elle-même dans ce domaine.
La minorité de la commission propose de classer l'initiative parlementaire. Cette opposition n'est pas due à des questions de procédure, mais les discussions l'ont montré, elle est due à une opposition sur le fond même - à la création d'une Commission fédérale des droits de l'homme.
Pour conclure, je vous invite évidemment, au nom de la majorité, à voter la prolongation du délai nécessaire.
Egerszegi-Obrist Christine · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe radical-libéral
Frau Hutter Jasmin hat das Wort. - Sie ist nicht da. Ist jemand bereit, den Minderheitsantrag zu vertreten? - Das ist nicht der Fall.
Die Staatspolitische Kommission beantragt mit 9 zu 8 Stimmen, die Frist für die Ausarbeitung einer Vorlage um zwei Jahre bis zur Sommersession 2009 zu verlängern. Die Minderheit Hutter Jasmin beantragt, die parlamentarische Initiative abzuschreiben.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit .... 106 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit .... 64 Stimmen