20.001
Rapport de gestion du Conseil fédéral 2019
Graf Maya · Mit-F · Conseil des Etats · Bâle-Campagne · Groupe des VERT-E-S
Es freut mich, heute mit Ihnen den Geschäftsbericht des Bundesrates zu behandeln. Die GPK unseres Rates hat diesen Geschäftsbericht zusammen mit ihrer Schwesterkommission am 11., 12. und 18. Mai 2020 behandelt. Dabei haben wir die jeweiligen Departementsvorsteherinnen und -vorsteher sowie den Bundeskanzler zu Anhörungen in ihren Themen empfangen.
Es war für uns, die GPK-Präsidentin und den GPK-Präsidenten, am Anfang nicht sehr einfach, die Behandlung des Geschäftsberichtes trotz der im Frühling akuten ausserordentlichen Lage infolge Covid-19 wie geplant durchzuführen und somit der Oberaufsicht auch in Krisenzeiten Beachtung zu schenken. Das war aber unseren GPK sehr wichtig. Die Sitzungstermine, die zuerst abgesagt worden waren, konnten dank der grossen Räumlichkeiten der Bernexpo dann doch wie geplant an diesen drei Daten stattfinden. Die Departementsvorsteherinnen und -vorsteher und der Bundeskanzler konnten empfangen werden. Das war schwierig, und wir sind sehr froh, dass wir jetzt in der Herbstsession diesen Geschäftsbericht des Bundesrates ordnungsgemäss behandeln können.
Die beiden GPK haben die Möglichkeit, die Mitglieder des Bundesrates zu den aktuellen Themen und Herausforderungen ihrer Departemente anzuhören und zu befragen. Die Sprecherinnen und Sprecher der Subkommissionen, meine GPK-Kollegen, werden detaillierter über ihre Gebiete berichten.
Im Vorfeld zum Mai-Austausch mit dem Bundesrat haben die Subkommissionen der GPK Aussprachen mit den Verantwortlichen der verselbstständigten Einheiten und Unternehmungen des Bundes geführt, unter anderem mit den Verantwortlichen der Institutionen SNB, Finma, SBB, Post, Swisscom, Skyguide, Ruag und Exportrisikoversicherung. Dabei haben die Subkommissionen insbesondere geprüft, ob die verselbstständigten Einheiten die vom Bundesrat vorgegebenen strategischen Ziele erreicht haben und ob die Eignerstrategie des Bundes auch im Interesse der Eidgenossenschaft umgesetzt wurde. Mit der Anhörung der Verantwortlichen dieser Institutionen konnte auch eine Reihe von sehr aktuellen Fragen behandelt werden. Wegen der Corona-Epidemie mussten nämlich in diesem Jahr einige Anhörungen gekürzt oder nachgeholt werden. Selbstverständlich wurden auch die Auswirkungen der Corona-Epidemie und die Folgen davon mit den Verantwortlichen eingehend erörtert.
Die Bewältigung der Covid-19-Epidemie und ihrer Folgen war also ein zentrales Thema bei den diesjährigen Aussprachen zum Geschäftsbericht des Bundesrates. In diesem Rahmen äusserten sich die angehörten Personen zu den Auswirkungen der Covid-19-Epidemie in ihrem Zuständigkeitsbereich. Sie wurden auch gebeten, ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen mit dieser Krise darzulegen, was unseren GPK ein gutes, auch ein anderes Bild als von aussen vermitteln konnte. Auf der Grundlage dieser Anhörungen haben die GPK dann am 18. Mai einstimmig beschlossen, eine Inspektion zur Aufarbeitung der Bewältigung der Covid-19-Pandemie durch die Bundesbehörden einzuleiten. Die GPK konzentrieren sich dabei gemäss ihrem gesetzlichen Auftrag auf die Geschäftsführung des Bundesrates und der Bundesverwaltung und weiterer Träger von Bundesaufgaben, während die Sachbereichskommissionen für den Gesetzgebungsbereich zuständig sind. Die Überprüfung der GPK soll dazu beitragen, die demokratische Verantwortlichkeit von Bundesrat und Bundesverwaltung zu stärken und Lehren für die Bewältigung künftiger Krisen zu ziehen.
Die parlamentarische Oberaufsichtstätigkeit entbindet den Bundesrat und die Bundesverwaltung jedoch nicht von ihrer Verantwortung, ihre Massnahmen rückwirkend selbst kritisch zu hinterfragen und evaluieren zu lassen, und das tun sie auch: Einen entsprechenden Beschluss hat der Bundesrat am 20. Mai 2020 gefasst, und die Bundeskanzlei wurde mit den entsprechenden Arbeiten beauftragt.
Die Bewältigung der Covid-19-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen hält nach wie vor an. Um diesen besonderen Umständen, der Dynamik und der Breite des Untersuchungsgegenstandes Rechnung zu tragen, haben die GPK entschieden, die Festsetzung der Untersuchungsschwerpunkte und die Durchführung der Inspektion an ihre Subkommissionen zu delegieren. Letztere haben seitdem bereits mehrere Anhörungen mit den zuständigen Bundesbehörden durchgeführt und viele schriftliche Informationen und Dokumente gesammelt. Alle Subkommissionen berichten regelmässig ihren GPK über den Stand ihrer Abklärungen.
Dieses Vorgehen ermöglicht die gleichzeitige Behandlung mehrerer Aspekte der Pandemiebewältigung und auch eine Priorisierung der Themen in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen der Subkommissionen. Diese werden dadurch auch flexibel auf neu auftretende Themen und Entwicklungen eingehen können. Als Beispiel möchte ich erwähnen, dass wir in der Subkommission EFD/WBF den Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung angehört haben. Wir haben mit ihm eine Aussprache über die Grenzschliessungen, deren Folgen und wie er sie mit seinem Team bewältigt hat sowie über das Bussensystem, das auch in der Öffentlichkeit diskutiert und kritisiert wurde, geführt.
Die beiden GPK-Präsidien sowie die Subkommissionspräsidien sind aktuell daran, zu bestimmen, bei welchen Themen sie eine Vertiefung in den nächsten Wochen und Monaten als prioritär erachten. Sie werden dann auch miteinander über die Art und Weise der Veröffentlichung der Schlussfolgerungen befinden. Dabei müssen wir, das ist selbstverständlich, auch den anderen laufenden Prüfungen Rechnung tragen und das in eine Koordination bringen. Vor diesem Hintergrund möchte ich hier nicht länger werden, da ja meine GPK-Kollegen, Herr Ständerat Juillard, Herr Ständerat Michel, Herr Ständerat Chiesa und Herr Ständerat Fässler, nun auch inhaltlich etwas zu den Anhörungen und zu den Aussprachen zum Geschäftsbericht sagen werden.
Daher möchte ich Ihnen jetzt vor diesem ganz besonderen Hintergrund dieses Jahres, aber mit Rückblick auf den Geschäftsbericht 2019 beantragen, den vorliegenden Geschäftsbericht des Jahres 2019 des Bundesrates zu genehmigen.
Juillard Charles · Mit-M · Conseil des Etats · Jura · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Au nom de la sous-commission DFAE/DDPS de la Commission de gestion de notre conseil, il m'appartient de vous livrer quelques considérations sur certains sujets traités par elle-même ou par sa sous-commission soeur du Conseil national. Il va de soi que la pandémie de Covid-19 qui touche notre pays depuis le début de l'année nous a passablement occupés.
En ce qui concerne le Département fédéral des affaires étrangères, j'aimerais revenir sur deux points: la diplomatie scientifique et les nouvelles technologies, ainsi que la gestion d'une pandémie et l'appui aux Suisses à l'étranger.
Tout d'abord, en ce qui concerne la diplomatie scientifique et les nouvelles technologies, nous avons vu, dans le cadre de la pandémie, à quel point la numérisation avait pris de l'importance dans la gestion de tous les jours - de l'économie aux actes les plus simples de la vie. Or, la numérisation peut représenter un atout stratégique de la Suisse. Le DFAE et le Conseil fédéral souhaitent faire de la Genève internationale une plateforme de la gouvernance numérique. Le DFAE est d'ailleurs en train de préparer un rapport sur ce sujet, en réponse au postulat Béglé 17.3789, "Permettre à la Suisse de devenir l'épicentre de la gouvernance internationale du numérique". Selon le chef du DFAE, c'est une discussion passionnante avec l'ONU, les organisations onusiennes à Genève, les acteurs de la Crypto Valley à Zoug, la Banque des règlements internationaux à Bâle, et les écoles polytechniques fédérales.
Il s'agit ici de développer la "Science Diplomacy", ainsi que de garder et de développer en Suisse un pôle d'excellence mondial dans ce domaine. Il existe actuellement, à Genève, tout un savoir-faire à ce sujet, peut-être désordonné, voire redondant. Les autorités suisses ont la ferme volonté de le structurer, de lui donner une logique et de le "vendre" sur le plan international. Le chef du DFAE a lancé le projet d'une nouvelle Vision de la politique étrangère de la Suisse à l'horizon 2028, qui considère que le développement technologique est en passe de devenir un domaine à part entière des relations internationales. Dans ce cadre, il a voulu mettre l'accent sur un nouvel instrument encore peu connu, mais très prometteur: la diplomatie scientifique.
Prenons l'exemple du corail de la mer Rouge, qui se distingue par sa capacité exceptionnelle à résister aux effets du changement climatique. Sa protection n'en demeure pas moins nécessaire. Or, les pays côtiers entretiennent des relations parfois tendues - et c'est un euphémisme -, ce qui empêche leurs scientifiques de collaborer.
La Suisse s'efforce de les réunir par le biais de la diplomatie scientifique, un domaine dans lequel elle s'implique toujours davantage. Nous pouvons saluer cette innovation, et nous ne manquerons pas de suivre son évolution.
En ce qui concerne la gestion d'une pandémie, et surtout de l'appui apporté aux Suisses à l'étranger, la sous-commission DFAE/DDPS de la Commission de gestion de notre conseil a auditionné M. Hans-Peter Lanz, chef du Centre de gestion des crises du DFAE, lequel était chargé de l'organisation des rapatriements vers la Suisse au début de la pandémie, et M. Johannes Matyassy, directeur de la Direction consulaire, laquelle comprend la helpline du DFAE et est chargée de coordonner les services consulaires et d'assister le réseau des représentations suisses à l'étranger. Leur mission est de s'occuper, dans l'ordre, et c'est important, des Suisses en voyage à l'étranger, et ensuite seulement des Suisses domiciliés à l'étranger. Nous avons appris que souvent les attentes dépassent largement les prestations définies légalement. Il s'agit de subsidiarité. Le principe veut que chacune et chacun doit tenter d'abord de se débrouiller seul, puis seulement les représentations suisses à l'étranger s'occupent de vous. Idem pour les coûts engendrés. Il s'est agi d'établir des coopérations pour secourir nos ressortissants, avec des autorités locales ou régionales, des consulats, suisses en priorité, mais aussi des autres pays, des organisations ou entreprises suisses établies dans ces pays, ou encore des organismes privés de rapatriement, comme les assurances ou le TCS. Il a aussi fallu coordonner les activités entre les divers départements fédéraux concernés, ce qui n'est pas toujours aussi simple que cela en a l'air.
Quant à la helpline, elle a été très sollicitée durant cette période. 40 650 appels téléphoniques, et environ 28 170 courriels ont été traités. D'une manière générale, les personnes qui ont eu recours aux services des autorités suisses se sont déclarées satisfaites des services rendus, même si, pour l'anecdote, tous les chiens, chats et vélos n'ont pas pu être rapatriés - exemples qui montrent quelles peuvent être les attentes, souvent démesurées.
Quant aux coûts d'environ 10 millions de francs, la Confédération a décidé d'en demander le remboursement à hauteur de 80 pour cent. Pour l'instant, cela se passe plutôt bien. Presque 75 pour cent de ces coûts sont déjà remboursés. Un rapport comportant des enseignements à tirer a été établi. Ce rapport sera intégré au rapport du département, qui sera consolidé par le chef du département lui-même et nous sera remis prochainement. Avec l'appui du secrétariat, nous pourrons alors en tirer des conclusions et des enseignements. Globalement, nous pouvons dire que Mater Helvetia s'occupe bien de ses enfants et de ses ressortissants en difficulté à l'étranger.
Venons-en au Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports. J'aimerais aborder trois points: l'ancien dépôt de munitions de Mitholz, la mise en oeuvre de la cyberdéfense et l'engagement de l'armée au profit des autorités civiles durant la crise du Covid-19, en particulier le système de mobilisation.
En ce qui concerne le dépôt de munitions de Mitholz, il s'agit plutôt d'un suivi. L'assainissement de l'ancien dépôt de munitions situé dans le village de Mitholz a défrayé la chronique l'année dernière en particulier. Il s'agit d'un site pollué à plus d'un titre. D'abord à cause des munitions qui restent encore déposées là-bas, et ensuite de l'accident qui avait provoqué une explosion et fortement contribué à polluer la roche de ce site. La particularité réside ici dans la nécessité d'évacuer tout le village durant près de dix ans pour procéder aux travaux d'assainissement, par mesure de précaution. Des choix techniques devraient être effectués prochainement sur la base d'un rapport qui sera adressé au Conseil fédéral cet automne encore. C'est notre sous-commission soeur du Conseil national qui suit le dossier et qui, d'ailleurs, s'est déjà rendue sur place. Mais nous nous y intéresserons aussi et vous tiendrons au courant du dossier prochainement.
Le deuxième point est la mise en oeuvre de la cyberdéfense par le DDPS. La cyberdéfense nécessite des efforts coordonnés pour s'adapter rapidement aux nouvelles menaces et développer les compétences et capacités requises. Ainsi, en sus des effectifs militaires en augmentation importante, le DDPS veut densifier ses liens avec d'autres acteurs. Il a implanté un nouveau site de cyberdéfense, le campus cyberdéfense à Lausanne, marquant le début d'un partenariat avec le Center for digital trust de l'EPFL.
Placé sous le signe d'une collaboration très étroite en matière de recherche et de développement entre le centre de l'EPFL et le DDPS, ce partenariat offrira de nouvelles perspectives de collaboration ouverte entre les chercheurs, l'industrie, et armasuisse Sciences et technologies. La collaboration mettra l'accent sur la promotion des transferts de technologie et d'innovation dans les domaines de la cyberdéfense, en accordant la priorité à la cybersécurité, à la confiance numérique, à la science des données et à l'intelligence artificielle. Ce nouveau partenariat fait partie de la réalisation du plan d'action cyberdéfense du DDPS et soutient la Stratégie nationale de protection de la Suisse contre les cyberrisques. Le campus cyberdéfense sert de lien entre le DDPS, le monde académique et l'industrie pour les aspects de la cyberdéfense liés à la technologie, comme la plateforme d'anticipation. Il faut saluer ces efforts de mise en oeuvre et de collaboration dans un domaine très vaste et aux ramifications parfois insoupçonnées.
Dernier point: l'engagement de l'armée au profit des autorités civiles durant la crise du Covid-19, en particulier le système de mobilisation. La fermeture des frontières et les besoins de soutien exprimés par les cantons dans le cadre du Covid-19 ont poussé le Conseil fédéral à la plus grande mobilisation de l'armée depuis la Deuxième Guerre mondiale en 1939.
Après le choix des moyens à engager, il s'est agi d'effectuer une mise sur pied rapide de milliers de miliciens. C'est un test grandeur nature qui a été conduit sur le plan technique, avec l'utilisation de moyens modernes tels que les courriels ou les sms. Le test est concluant dans la mesure où plus de 80 pour cent des appelés ont répondu présents dès le premier appel.
Quant au choix des troupes - des fantassins pour la frontière et des militaires spécialisés pour le soutien aux autorités sanitaires -, il s'est avéré judicieux, malgré quelques couacs, peu nombreux et rapidement corrigés. Les enseignements seront tirés et des correctifs seront proposés aux autorités compétentes, en particulier dans l'évaluation des besoins et la vérification de l'instruction de base dispensée. De même, un examen critique des infrastructures militaires sanitaires - les hôpitaux militaires notamment - sera effectué par le DDPS.
D'une manière générale, tant la population que les autorités cantonales, communales et fédérales se sont réjouies de l'aide apportée par les soldats de milice. Qu'ils en soient ici remerciés très sincèrement.
En conclusion, notre sous-commission a pu effectuer toutes les vérifications et tous les contrôles qu'elle souhaitait, avec quelques aménagements liés aux priorités requises pour faire face au Covid-19.
Je tiens à remercier le secrétariat de la commission et l'ensemble des acteurs concernés pour leur disponibilité et leur soutien, ce qui nous facilite grandement la tâche.
J'aimerais aussi saluer la disponibilité des membres du Conseil fédéral et de l'administration.
Michel Matthias · Mit-M · Conseil des Etats · Zoug · Groupe libéral-radical
Namens der GPK-S berichte ich als Präsident der Subkommission EFD/WBF über zwei Schwerpunkte, die wir in unseren Anhörungen thematisiert haben: beim EFD die Digitalisierung und das E-Government, beim WBF das Spannungsverhältnis zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Regulierungskosten.
Zum EFD bzw. zu den Themen Digitalisierung und E-Government: Der Schwerpunkt liegt auf dem E-Government. Es geht um die Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und Prozesse gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen. Bund und Kantone haben bekanntlich eine E-Government-Strategie definiert und stehen in deren Umsetzung. So haben Bund und Kantone ihre Arbeiten auf einer eigenständigen Plattform operationalisiert. Für diesen E-Government-Verbund wird derzeit die Person einer Delegierten bzw. eines Delegierten gesucht. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz in diesem E-Government-Prozess der Digitalisierung ungefähr im Mittelfeld. Wir haben also noch etwas Luft nach oben.
Die GPK hat folgende Herausforderungen in der Entwicklung des E-Government erkannt:
1. Die heutige Organisation wird im Zusammenwirken zwischen Bund und Kantonen offenbar stark als Organisation des Bundes wahrgenommen. Es gibt innerhalb dieser Organisation Überlegungen zu einer Neuorganisation und Neupositionierung, um alle Interessen besser einzubeziehen und mehr Durchschlagskraft zu erzielen.
2. Verstärkt soll auch der Innovations- und Wissensaustausch unter und mit den Kantonen gepflegt werden. Diese haben ja auch eigenständige Erfahrungen im Bereich ihrer Verwaltungen.
3. Die Verwaltung kann die Digitalisierung nicht alleine vorantreiben. Es braucht an vielen Orten Parlaments- und zum Teil auch Volksentscheide; ich erinnere an die digitale Identität oder an die digitale Signatur.
4. Dass die vollständige Digitalisierung im Bereich E-Government nicht selbstverständlich ist, zeigt das Beispiel der E-Vignette: Nach der ziemlich kontroversen Vernehmlassung resultierte eine Sowohl-als-auch-Lösung. Die Vignette kann in einem ersten Schritt sowohl elektronisch gelöst als auch weiterhin aufgeklebt werden. Ein anderes Beispiel ist das E-Voting, das nach mangelhaften Versuchen noch auf einen Durchbruch wartet. Diese Beispiele zeigen, dass sowohl das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer als auch deren Vertrauen in digitale Lösungen bestimmende Faktoren sind, welche in der Schweiz eher eine evolutive als eine revolutionäre Entwicklung des E-Government zulassen.
Noch ein Blick auf ein aktuelles Beispiel: Ein gesetzgeberischer Erfolg - das ist positiv zu werten - war die Vorlage zur Blockchain-Technologie, das Bundesgesetz zur Anpassung des Bundesrechts an Entwicklungen der Technik verteilter elektronischer Register. Letzte Woche haben wir, wie auch der Nationalrat, das Gesetz einstimmig verabschiedet. Das bringt die Schweiz gesetzgeberisch und auch technologisch im weltweiten Vergleich in eine Pionierposition.
Noch ein Wort zu einem Programm innerhalb der Bundesverwaltung: Die Ablösung der aktuellen Software für Geschäftsprozesse steht an. Es ist das bekannte Projekt Superb, für das die Räte derzeit die Kredite bewilligen. Der Nationalrat hat dies im Juni getan, wir werden noch in dieser Session über die Kreditvorlage entscheiden. Gemäss Aussagen des EFD-Vorstehers ist das Projekt auf Kurs. Da es sich um eines der grössten IT-Projekte des Bundes handelt und rund 200 Personen aus allen Departementen direkt involviert sind, erscheint es uns zentral, dass den Steuerungsaspekten dieses Projekts Beachtung geschenkt wird. Wir begrüssen deshalb auch, dass die Eidgenössische Finanzkontrolle das Projekt Superb eng begleitet.
Noch einige Sätze zu den Herausforderungen in der Covid-Krise: Wie bei allen Departementen, wir haben es schon gehört, haben wir uns auch bei der Anhörung des EFD-Vorstehers diesem Thema gewidmet. Angesichts dessen, dass Evaluationen in verschiedenen Bereichen laufen oder angedacht sind und dass, wie wir gehört haben, die GPK sich jetzt laufend damit beschäftigt, verzichte ich an dieser Stelle auf detaillierte Ausführungen. Es genüge der Hinweis, dass die Covid-19-Krise insbesondere das EFD stark beschäftigt hat, dies in den Bereichen Finanzen, Bürgschaften, IT und Homeoffice sowie Zoll und Grenzschutz; wir haben davon auch schon gehört. Ich zitiere hier einfach nur das Schlussfazit des EFD-Vorstehers Ueli Maurer bei unserer Anhörung im Mai: "Das ganze EFD stand und steht während der Corona-Krise auf den Zehenspitzen. Im Finanz-, IT- und Zollbereich normalisiert sich die Situation langsam wieder. Besonders bei den Finanzen gilt es aber, noch einige Aufgaben aufzuarbeiten und diese dann auch umzusetzen und zu kontrollieren."
Wir stellen schliesslich fest, dass nicht nur der Vorsteher des EFD, sondern auch andere Bundesratsmitglieder die Koordination zwischen den Departementen und Ämtern sowie eine Krisensteuerung mit entsprechendem Stab auf höherer, sprich Bundesratsebene als künftige mögliche Verbesserungsmassnahmen angesprochen haben.
Zum zweiten Teil, dem WBF, ein Einblick in das Thema "Wettbewerbsfähigkeit versus Regulierungskosten" und dieses Spannungsverhältnis: Unser Land ist ja bekannt für seine guten, ja hervorragenden Standortbedingungen wie gute Infrastrukturen, ein flexibler Arbeitsmarkt, moderate Steuern, ein gutes Bildungssystem. Vermehrtes Augenmerk verdienen nun die Regulierungsdichte und deren Folgen. Gemäss einem vom WBF-Vorsteher im Rahmen unserer Anhörung erwähnten Monitoring finden 67 Prozent, also rund zwei Drittel, der befragten Unternehmen, die bürokratischen Belastungen seien gestiegen. Interessant ist, dass dieser Wert aus dem Jahre 2018 signifikant höher ist als noch vier Jahre davor. Bei einem internationalen Vergleich kommt man zu verschiedenen Befunden, aber es ist doch festzustellen, so der WBF-Vorsteher, dass viele Länder im Bereich der administrativen Entlastung im Vergleich zur Schweiz aufgeholt haben. Entsprechend stellt die zunehmende administrative Belastung der Unternehmen eine Herausforderung dar.
Gemäss dem Vorsteher des WBF begegnet der Bundesrat dieser Herausforderung laufend; er verweist auf den Bericht vom November 2019 über die Bilanz der administrativen Entlastung und auf die neuen Weisungen zur Regulierungsfolgenabschätzung sowie auf gesetzgeberische Vorlagen wie beispielsweise den Abbau von Industriezöllen. Hierzu eine persönliche Klammerbemerkung: Hier hat das Parlament selber auch noch zu beweisen, dass es ihm ernst ist mit dem Abbau solcher Belastungen. Der Bundesrat verweist sodann auf die Projekte in Erfüllung der Motion Sollberger 16.3388 zum Abbau der administrativen Belastung oder zur Einführung einer Regulierungsbremse, dies in Erfüllung der Motion 16.3360 der FDP-Liberalen Fraktion. Wir begrüssen, dass für beide Vorlagen der Start der Vernehmlassung noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt worden ist.
Abschliessend noch einige Worte zur Covid-19-Krise: Gemäss Aussagen des WBF-Vorstehers habe diese Krise in verschiedenen Bereichen die Notwendigkeit einfacherer und schnellerer Abläufe offenbart. Gemäss Aussagen von Herrn Bundesrat Parmelin hat sich die Notwendigkeit automatisierter und einfacherer Prozesse vor allem in der Abwicklung beispielsweise der Kurzarbeitsentschädigungen, bei der Zollabfertigung und im steuerlichen Bereich gezeigt. Aus Sicht der GPK gehören auch diese Feststellungen zur Krise zu den wichtigen Learnings für die Zukunft.
Ich bitte Sie um Kenntnisnahme des Berichtes.
Chiesa Marco · Mit-M · Conseil des Etats · Tessin · Groupe de l'Union démocratique du Centre
En tant que président de la sous-commission DFI/DETEC de la Commission de gestion, mon rapport portera sur trois objets qui ont été abordés en mai dernier avec les deux chefs de département compétents - le dossier de l'AVS, celui de la biodiversité et celui du Covid-19 - et vous présentera l'avancée des travaux de la sous-commission dans ces domaines.
Le premier point que je vais aborder est l'AVS. En mai dernier, M. le conseiller fédéral Berset nous a présenté l'avancée actuelle des travaux dans ce domaine. Le Conseil fédéral a transmis le message relatif à la stabilisation de l'AVS (AVS 21) au Parlement le 28 août 2019. Le conseiller fédéral Alain Berset nous a informés que l'exécutif avait attendu cette date pour pouvoir tenir compte des résultats de la votation du mois de mai sur la réforme fiscale et le financement de l'AVS, qui est en vigueur depuis le 1er janvier 2020.
La nécessité d'une réforme de l'AVS n'est pas contestée et le monde politique souhaite que celle-ci apporte les adaptations structurelles qui sont nécessaires pour garantir le financement de l'AVS jusqu'en 2030 et pour adapter l'AVS à l'évolution de la société. Les mesures essentielles de cette réforme concernent l'âge de la retraite des femmes, les mesures de compensation pour les femmes, la flexibilité de l'âge de la retraite et, bien entendu, le financement, où il est notamment question de recourir à la TVA.
En raison de la situation extraordinaire liée au coronavirus, la planification qui prévoyait l'examen préalable du projet par la commission compétente du Conseil des Etats le 20 avril de cette année a été reportée. Depuis lors, la commission a pu se saisir du dossier et M. Berset a également souligné que la situation actuelle liée au coronavirus aura probablement aussi des conséquences importantes sur le financement de l'AVS, à cause du ralentissement économique attendu cette année.
Toutes ces motivations font en sorte que ce dossier fait partie des priorités pour le Conseil fédéral et le Parlement.
Permettez-moi quelques mots sur l'influence du Covid-19 sur l'activité du Département fédéral de l'intérieur. Nous avons eu un échange à ce sujet avec le conseiller fédéral Berset au mois de mai et plusieurs fois avec les représentants de l'Office fédéral de la santé publique. Ceux-ci ont souligné l'immense défi que la crise a représenté pour eux au niveau organisationnel et sanitaire.
En mai dernier, les deux Commissions de gestion ont décidé, en leur qualité d'organe de haute surveillance parlementaire, de lancer une inspection relative à la gestion de la crise du Covid-19 par les autorités fédérales. Les différents aspects du dossier sont approfondis par les sous-commissions.
La sous-commission DFI/DETEC de la Commission de gestion du Conseil des Etats, que je préside, a pour l'instant abordé deux sujets principaux: celui de l'organisation de crise du DFI et de l'OFSP ainsi que celui de la collaboration avec les cantons pour la gestion de crise.
Pour répondre au défi de la crise sanitaire, le DFI a pu se reposer sur trois organes principaux de gestion de crise, à savoir la task force de l'OFSP, l'état-major Protection de la population et l'état-major de crise du Conseil fédéral. L'organisation de crise de l'OFSP repose sur un manuel qui est appelé "Krisenhandbuch", qui avait déjà été élaboré il y a quelques années par l'office. On peut donc noter, avec satisfaction, que les réflexions avaient été menées au préalable à ce sujet. Il serait nécessaire d'en tirer un bilan afin de savoir si la structure prévue s'est révélée adéquate à la gestion de la crise.
La collaboration entre l'OFSP et les cantons s'est développée par des contacts directs avec les directeurs de départements et les conseillers d'Etats des différents cantons, par des consultations au sujet des ordonnances envisagées et par des échanges constants avec les médecins cantonaux.
Différents systèmes de monitoring ont été mis en place pour contrôler l'évolution de la situation dans les cantons. Les responsables de l'OFSP nous ont communiqué que la digitalisation de l'échange d'informations est encore en cours, même si elle a été fortement accélérée depuis le début de la crise.
Un problème subsiste néanmoins concernant la discipline de certains médecins, au niveau de la qualité des données fournies. Depuis le début de cette crise sanitaire, en état d'urgence sanitaire, on a connu une sensible amélioration de l'accessibilité aux données relatives au coronavirus. Il suffit de citer le rapport journalier et hebdomadaire des autorités ainsi que la plateforme "Open Governement Data". En ce qui concerne le "contact tracing" dans les cantons, qui incombe aux médecins cantonaux, il faut noter que, deux fois par semaine, mardi et jeudi, les cantons informent sur le nombre de personnes en isolement et le nombre de personnes en quarantaine.
Malgré les contacts fréquents, l'OFSP nous rend attentifs au fait que l'identification des causes d'infection et la reconstitution des contacts reste très difficile à mettre en place. Nous allons continuer, au sein de la Commission de gestion de notre conseil, à examiner différents aspects de la gestion de la crise au sein du DFI et de l'OFSP et informerons le public de nos conclusions en temps voulu.
J'en viens à la thématique de la biodiversité. La présidente de la Confédération, Mme Simonetta Sommaruga, a présenté à notre commission, au mois de mai dernier, les mesures du Conseil fédéral dans ce domaine. Le Conseil fédéral a pris des mesures claires dans le cadre de la Stratégie Biodiversité Suisse et du plan d'action qui l'accompagne. Il y a quatre ans, le Conseil fédéral a également décidé d'introduire des mesures immédiates pour la conservation de la nature et de la biodiversité dans la forêt, luttant ainsi activement contre une nouvelle perte pour la nature. Une enquête réalisée auprès des cantons sur l'utilisation et les bénéficiaires des fonds correspondants pour les mesures immédiates a montré que les investissements dans ce domaine peuvent être mis en oeuvre rapidement et que la valeur ajoutée pour l'économie régionale et responsable crée un effet positif. Ces investissements pour la nature sont donc utiles pour l'environnement, l'économie et la société.
Notre Commission de gestion a également approfondi au cours des derniers mois la question de la politique de la Confédération en matière de biodiversité. Nous avons procédé à ce sujet à plusieurs échanges avec l'Office fédéral de l'environnement et l'Office fédéral de l'agriculture dont je vous résume les principales conclusions. Dans l'ensemble, on peut constater que tant l'OFEV que l'OFAG sont conscients des enjeux actuels liés à la biodiversité. On peut regretter qu'il ait fallu cinq ans entre l'adoption de la Stratégie Biodiversité Suisse, en 2012, et l'approbation du plan d'action correspondant, adopté en 2017. Toutefois la mise en oeuvre du plan d'action semble désormais être globalement en bonne route, même si quelques mesures n'ont pas encore pu être lancées.
Dans l'ensemble, d'après les informations qui nous ont été transmises, nous avons vu que la collaboration entre l'OFEV et l'OFAG dans le domaine de la biodiversité semble bien fonctionner. On peut notamment constater que l'OFEV semble avoir été largement associé aux travaux préparatoires de la Politique agricole 2022 plus. Il est clair que les deux offices représentent des intérêts parfois divergents, mais on peut constater que tous deux sont très conscients des enjeux liés à la préservation de la biodiversité, et qu'ils agissent à ce propos.
Dans le domaine de l'agriculture, on peut constater que certains progrès ont pu être réalisés ces dernières années. Ainsi le nombre des surfaces vouées à la biodiversité a augmenté. Par ailleurs, nous n'avons pas de solides indices laissant supposer qu'il y aurait des problèmes concernant la surveillance exercée sur les contributions à la biodiversité, même si les différences cantonales constituent un défi.
Toutefois, il est clair que les résultats ne sont de loin pas encore suffisants. En matière de préservation de la qualité de la biodiversité en particulier, les objectifs n'ont pas été atteints, et la situation continue à se détériorer, ce qui est préoccupant. C'est également ce que montre une étude publiée à fin 2019 sur mandat de l'OFAG. On peut donc considérer que des mesures supplémentaires doivent être prises en la matière.
Fässler Daniel · Mit-M · Conseil des Etats · Appenzell Rh.-Int. · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Ich berichte Ihnen nun noch als vierter und letzter Berichterstatter unserer Geschäftsprüfungskommission über jene Themen aus dem EJPD bzw. der Bundeskanzlei, die unsere Geschäftsprüfungskommission bei der zum Geschäftsbericht 2019 geführten Aussprache mit der zuständigen Bundesrätin bzw. mit dem Bundeskanzler besonders angesprochen hat.
Ich beginne mit dem EJPD. Bei diesem Departement haben wir uns unter anderem mit der Strategie Kriminalitätsbekämpfung 2020-2023 und dabei schwerpunktmässig mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität befasst. Frau Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat uns dargelegt, wie das Fedpol mit der Strategie Kriminalitätsbekämpfung 2020-2023 auf die grenzüberschreitende Kriminalität reagiert. Die Strategie des EJPD basiert auf drei Säulen: Prävention, Kooperation und Repression.
Im Bereich Kooperation möchte ich die Taskforce Tetra erwähnen, eine nationale Zusammenarbeitsplattform für den Informationsaustausch zwischen Bund und Kantonen in Terrorfällen. In diesem Bereich kooperiert das Fedpol aktiv mit anderen Staaten, aber auch mit den Polizeiorganisationen Interpol und Europol.
Im Bereich Repression bzw. Strafverfolgung ermittelt das Fedpol unter der Leitung der Bundesanwaltschaft in rund 70 Terrorstrafverfahren. Das Fedpol wird sich in den nächsten drei Jahren auf drei prioritäre Deliktfelder konzentrieren: auf die Terrorbedrohung, die organisierte Kriminalität und auf die in die Strafverfolgungskompetenz der Kantone fallende transnationale Kriminalität. Bei der organisierten Kriminalität hat das Fedpol nicht nur die italienischen Mafias im Visier, sondern ebenso Oligarchen aus den ehemaligen Sowjetstaaten und Banden aus dem Balkan.
Bei der Umsetzung der Strategie gibt es für das EJPD drei Treiber: erstens die analysebasierte Steuerung der Polizeikräfte; zweitens das Prinzip "follow the money", um mithilfe der Digitalisierung den Weg krimineller Gelder zu verfolgen und damit Haupttäter und ihre Netzwerke zu erkennen; und drittens Public-Private-Partnership, mit der die bereits bestehende Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit Privaten und Akteuren aus dem öffentlichen Sektor fortgesetzt werden können.
Ich komme zum zweiten Teil meiner Berichterstattung, zur Bundeskanzlei. Bei der Bundeskanzlei hat sich die Geschäftsprüfungskommission mit Herrn Bundeskanzler Walter Thurnherr unter anderem über die digitale Gouvernanz unterhalten. Im Berichtsjahr 2019 wurde im Bereich Digitalisierung nicht nur an Neuerungen in den Bereichen E-Government oder Cybersecurity gearbeitet, sondern zunehmend auch im Bereich der digitalen Gouvernanz. Darunter versteht man jene Organisations- oder Steuerungsform, mit der die ganze Bundesverwaltung arbeiten soll. Dabei soll festgelegt werden, wer im Bereich Digitalisierung auf welcher Stufe was entscheiden soll, damit die Bundesverwaltung in digitaler Hinsicht einheitlich arbeitet. Dies soll gewährleisten, dass möglichst effizient und stufengerecht entschieden werden kann. Schliesslich sollen damit möglichst viele Skaleneffekte erreicht werden, um im Ergebnis, wie sich Bundeskanzler Walter Thurnherr wörtlich ausgedrückt hat, "mehr Standards, weniger Kosten und weniger Stress" zu haben.
Der Handlungsbedarf im Bereich der digitalen Gouvernanz wurde vor allem durch zwei Entwicklungen immer deutlicher: erstens durch die Komplexität, welche durch die rund 1000 von den Departementen selbstständig beschafften grösseren Fachanwendungen erzeugt wird. Alle diese Anwendungen müssen regelmässig ersetzt oder aufgewertet werden. Jedes Departement macht dazu heute seine eigene Planung, die aufgrund der Verknüpfungen immer häufiger Auswirkungen auf die Planung anderer Departemente hat. Zweitens zeigten die zwei grossen Projekte Gever und SAP-Erneuerung den bestehenden Handlungsbedarf auf. Diese beiden Projekte haben in der Bundesverwaltung das Bewusstsein verstärkt, dass man die Digitalisierung mehr aus Geschäftssicht statt von der Technik her angehen sollte.
Die Frage, wie die digitale Gouvernanz organisiert, koordiniert, gelenkt und entschieden werden soll, rückt daher immer mehr in den Vordergrund. Der Bundesrat hat darauf reagiert und entschieden, für diese Arbeiten auf Anfang 2021 einen der Bundeskanzlei zugeordneten Delegierten des Bundesrates für digitale Transformation und IKT-Gouvernanz einzusetzen. Darüber hinaus soll ein neues interdepartementales Gremium, der Digitalisierungsrat Bund, entstehen, der den Informatikrat des Bundes ablösen soll. Schliesslich soll ein Bundesratsausschuss Digitalisierung und IKT geschaffen werden, dem die Aufgabe zukommt, sich vom Delegierten informieren zu lassen und die strategischen Entscheide des Bundesrates vorzubereiten.
Dies alles hat organisatorische Konsequenzen: Erstens wird die strategische Einheit des Bundes, die Einheit "Digitale Schweiz", vom Bundesamt für Kommunikation in die Bundeskanzlei verschoben. Zweitens wird das Informatiksteuerungsorgan des Bundes aufgelöst und zum einen Teil in das Bundesamt für Informatik und Technologie und zum anderen Teil in die Bundeskanzlei überführt.
Die Bundeskanzlei hofft, dass diese neue Einheit rasch zum Kompetenzzentrum des Bundes für Digitalisierung werden kann. Die Bundeskanzlei wird dem Bundesrat gemäss den Informationen des Bundeskanzlers noch dieses Jahr einen Antrag für das weitere Vorgehen unterbreiten.
Sommaruga Simonetta · BPR-F · Conseil fédéral · Berne
Beim Geschäftsbericht des Bundesrates geht es darum, dass er seine Tätigkeit an den Zielen und Massnahmen misst, die er sich für das Jahr 2019 vorgenommen hat. Wir sind in diesem Jahr mit dem Geschäftsbericht etwas später dran als üblich. Das hat auch mit Corona zu tun. Dennoch möchte ich gerne diesen Schritt zurück machen und mit Ihnen zusammen auf das vergangene Jahr zurückschauen. Ich möchte Ihnen berichten, was der Bundesrat im Jahr 2019 in seinen Sitzungen verabschiedet hat. Es waren 38 Sitzungen, so viel kann ich Ihnen heute schon sagen. Es sind im Jahr 2020 bedeutend mehr Sitzungen, aber das sehen Sie dann im nächsten Geschäftsbericht.
Es ist also heute sozusagen ein Blick zurück in die Normalität, nach der wir uns alle ab und zu zurücksehnen. Ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich bei Ihrer Geschäftsprüfungskommission, auch bei den Subkommissionen, für die gute Zusammenarbeit bedanken und auch bei den Berichterstattenden für ihre Ausführungen.
Ich möchte nochmals darauf hinweisen: Es ist ein Blick zurück. Ich kann Ihnen jetzt keine neuen Erkenntnisse oder Evaluationen zu diesem Corona-Jahr, zu den letzten Monaten präsentieren. Sie haben das auch von den Kommissionsmitgliedern gehört: Ihre GPK ist daran, diese Fragen zu evaluieren und die Arbeit des Bundesrates, der Bundesverwaltung, der verschiedenen Akteure genau anzuschauen. Das ist gut, das ist wichtig. Auch der Bundesrat hat entsprechende Aufträge erteilt. Deshalb geht es heute beim Geschäftsbericht 2019 eben nicht darum, hier irgendetwas vorwegzunehmen, sondern wirklich diesen Blick zurück zu machen.
Ich möchte kurz nochmals an die drei Leitlinien der Legislatur 2015-2019 erinnern. Erste Leitlinie: Die Schweiz sichert ihren Wohlstand nachhaltig. Zweite Leitlinie: Die Schweiz fördert den nationalen Zusammenhalt und leistet einen Beitrag zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit. Dritte Leitlinie: Die Schweiz sorgt für Sicherheit und agiert als verlässliche Partnerin in der Welt.
Ich komme zu den Prioritäten des vergangenen Jahres, zuerst im Rahmen der ersten Leitlinie. Ich werde mich jetzt auf ein paar ausgewählte Schwerpunkte konzentrieren. Aber es sind ja immer noch recht viele.
Ich beginne bei der Finanzpolitik. Hier hat der Bundesrat im Jahr 2019 die Vernehmlassung zur Umsetzung von strukturellen Reformen eröffnet. Er setzt damit seine Bestrebungen fort, mit Optimierungen einen effizienten und effektiven Mitteleinsatz im Bundeshaushalt zu gewährleisten.
Im Bereich der Informatik und Prozesse, das haben Sie jetzt auch vom Subkommissionssprecher gehört, hat der Bundesrat letztes Jahr eine Botschaft zu den Verpflichtungskrediten für die Programme zur Modernisierung von Supportprozessen der Bundesverwaltung bzw. von einsatzrelevanten SAP-Systemen im VBS verabschiedet.
In der Steuerpolitik wiederum hat der Bundesrat im letzten Jahr beschlossen, die sistierte Reform der Verrechnungssteuer wieder aufzunehmen, und hat dazu die Eckwerte der Reform abgesteckt. Ausserdem hat der Bundesrat im letzten Jahr eine Zusatzbotschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer verabschiedet.
In der Bankenpolitik hat der Bundesrat letztes Jahr den dritten Evaluationsbericht zu den systemrelevanten Banken, also "too big to fail", gutgeheissen. Der Bundesrat kommt darin zum Schluss, dass der Schweizer Regulierungsansatz grundsätzlich mit den internationalen Entwicklungen im Einklang steht.
In der Wirtschaftspolitik hat der Bundesrat letztes Jahr eine Botschaft zur Änderung des Zolltarifgesetzes verabschiedet. Die Aufhebung der Industriezölle ist Teil der Massnahmen gegen die Hochpreisinsel Schweiz.
In der Agrarpolitik schliesslich hat der Bundesrat letztes Jahr die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 2022 plus zur Kenntnis genommen. Als Kernanliegen der neuen Agrarpolitik soll das Unternehmertum in der Land- und Ernährungswirtschaft gestärkt und die Wertschöpfung gesteigert werden. Sie sehen, einige Projekte kommen Ihnen jetzt bekannt vor, denn in der Zwischenzeit sind bei verschiedenen Geschäften, zum Beispiel bei der Agrarpolitik 2022 plus, die Botschaften vom Bundesrat verabschiedet worden. Die Vorlage Agrarpolitik 2022 plus ist jetzt bei Ihnen, und wir sind Ihnen natürlich dankbar, wenn Sie sie auch möglichst zügig beraten.
In der Digitalisierung wiederum hat der Bundesrat letztes Jahr die E-Government-Strategie Schweiz 2020-2030 verabschiedet. Mit deren Umsetzung soll der digitale Kanal zur ersten Wahl im Kontakt mit der öffentlichen Verwaltung werden.
Betreffend Cybersicherheit hat der Bundesrat letztes Jahr den Umsetzungsplan zur Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken 2018-2022 verabschiedet und damit weitere Entscheide zum Aufbau des Kompetenzzentrums für Cybersicherheit gefällt.
In der Aussenwirtschaftspolitik schliesslich hat der Bundesrat im Berichtsjahr die Botschaft zum Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien verabschiedet.
In der Europapolitik hat der Bundesrat nach intensiven Konsultationen der meistbetroffenen Stakeholder in der Schweiz im Juni 2019 beschlossen, in einzelnen Punkten des Textentwurfes für ein institutionelles Abkommen Klärungen vorzunehmen. Um die Suche nach einer Einigung mit der EU zu unterstützen, wurden die Sozialpartner ebenso wie die Kantone in diesen laufenden innenpolitischen Prozess eingebunden. Dieser läuft nach wie vor.
In der Bildungspolitik hat der Bundesrat letztes Jahr die Botschaft zu einem neuen Bundesgesetz über die Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung verabschiedet, und in der Verkehrspolitik hat er letztes Jahr beschlossen, zwei Varianten für die Reform des regionalen Personenverkehrs in die Vernehmlassung zu schicken. Das Bestellverfahren des öffentlichen Regionalverkehrs ist heute aufgrund der vielen Schnittstellen sehr aufwendig. Mit der Reform schlägt der Bundesrat vor, das Verfahren zu vereinfachen sowie verbindlicher und effizienter zu gestalten.
In der Energiepolitik hat der Bundesrat letztes Jahr die Vernehmlassung zu einem neuen Gasversorgungsgesetz eröffnet. Als Energieträger zur Wärmeversorgung von Gebäuden wird die Bedeutung von Gas zwar abnehmen, für die Industrie bleibt Gas aber kurz- bis mittelfristig wichtig.
In der Umweltpolitik hat der Bundesrat 2019 eine Vernehmlassung zur Anpassung des Umweltschutzgesetzes mit einem Fokus auf die Umsetzung der Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten verabschiedet, und in der Klimapolitik schliesslich hat der Bundesrat letztes Jahr den Aktionsplan Flugreisen und das Detailkonzept zum Ressourcen- und Umweltmanagement der Bundesverwaltung sowie das Klimapaket Bundesverwaltung mit den entsprechenden Reduktionszielen gutgeheissen. Damit will der Bundesrat die Umweltbelastung der Bundesverwaltung je Vollzeitäquivalent bis Ende 2023 um insgesamt 8 Prozent gegenüber 2020 reduzieren.
Ich komme jetzt zur zweiten Leitlinie, zum nationalen Zusammenhalt und zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit. In der Sprachenpolitik hat der Bundesrat letztes Jahr den Evaluationsbericht zur Förderung der Mehrsprachigkeit 2015-2019 zur Kenntnis genommen. In der Kulturpolitik hat er die Vernehmlassung betreffend Botschaft zur Förderung der Kultur für die Periode 2021-2024 eröffnet; auch dieses Geschäft ist bereits auf Ihrem Pult gelandet. In der Sportpolitik wird der Bund in Zukunft den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Sportverbände auf Sportanlagen von nationaler Bedeutung finanziell unterstützen. Letztes Jahr hat der Bundesrat die hierfür notwendige Anpassung der Sportförderungsverordnung verabschiedet. In Bezug auf das internationale Genf schliesslich hat der Bundesrat die neue Botschaft zur Stärkung der Rolle der Schweiz als Gaststaat für den Zeitraum 2020 bis 2023 verabschiedet. Das Ziel dieser Botschaft ist die Festlegung und nachhaltige Entwicklung der Gaststaatrolle unseres Landes. In der Entwicklungspolitik schliesslich hat der Bundesrat Kernbeiträge an mehrere, für die Schweiz prioritäre multilaterale Organisationen beschlossen, unter anderem an das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge für den Zeitraum 2019 bis 2022.
Ich komme noch zur dritten Leitlinie, nämlich zur Sicherheit und zur Schweiz als verlässliche Partnerin in der Welt.
In der Sozialpolitik hat der Bundesrat letztes Jahr die Botschaft für die Reform AHV 21 verabschiedet. Mit dieser Reform kann das Niveau der Renten gehalten werden und die Finanzierung der AHV bis 2030 gesichert werden. Die Reform verbessert den flexiblen Beginn des Rentenbezugs und setzt auch Anreize für eine längere Erwerbstätigkeit. Auch diese Vorlage befindet sich mittlerweile bei Ihnen im Rat zur Diskussion.
In der Gesundheitspolitik hat der Bundesrat letztes Jahr die Strategie Gesundheit 2030 verabschiedet, in welcher er die gesundheitspolitischen Prioritäten für die kommenden zehn Jahre festlegt. In Hinsicht auf die Gesundheitskosten hat der Bundesrat letztes Jahr die Botschaft zu einer Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung verabschiedet. In diesem ersten von zwei Massnahmenpaketen seines Kostendämpfungsprogramms für das Gesundheitswesen hat der Bundesrat neun Massnahmen beschlossen, um die Kostenentwicklung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung einzudämmen.
In der Migrationspolitik hat der Bundesrat letztes Jahr die Botschaft zur Genehmigung und Umsetzung des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Vereinigten Königreich von Grossbritannien und Nordirland über die Rechte von Bürgerinnen und Bürgern infolge des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union und des Wegfalls des Freizügigkeitsabkommens genehmigt.
Im Bereich der Bekämpfung von Gewalt und Kriminalität hat der Bundesrat letztes Jahr die Botschaft zum Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus verabschiedet.
In der Sicherheitspolitik hat der Bundesrat letztes Jahr die Botschaft zu einem Planungsbeschluss über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge verabschiedet. Wir werden ja bekanntlich Ende Monat über diesen Planungsbeschluss eine Volksabstimmung haben.
In der Aussenpolitik hat der Bundesrat letztes Jahr zwei Abkommen über neue Schutzmachtmandate genehmigt: zur Vertretung der konsularischen Interessen der USA in Venezuela und der diplomatischen Interessen des Iran in Kanada.
Sie finden alles, was ich erwähnt habe, sowie sämtliche Botschaften, Berichte, Aktionspläne und Strategien einschliesslich der entsprechenden Beschlussdaten im Detail in unserem umfangreichen Geschäftsbericht 2019.
Ich möchte mich im Namen des Bundesrates sehr herzlich für Ihre Wertschätzung unserer Arbeit und auch für die Zusammenarbeit mit Ihnen bedanken. Der Bundesrat wird sich weiterhin mit voller Kraft für die Wahrung der Interessen unseres Landes und für das Wohl unserer Bevölkerung einsetzen. Dazu gehören nicht zuletzt eine möglichst kohärente Planung und eine saubere Berichterstattung, denn beides sind Instrumente, die letztlich auch der Rechenschaft und der Messbarkeit unserer Tätigkeit dienen, und zwar der Rechenschaft und der Messbarkeit Ihnen, aber auch der Schweizer Bevölkerung gegenüber.
Stöckli Hans · P-M · Conseil des Etats · Berne · Groupe socialiste
Eintreten ist obligatorisch
L'entrée en matière est acquise de plein droit
Bundesbeschluss über den Geschäftsbericht des Bundesrates für das Jahr 2019
Arrêté fédéral approuvant le rapport de gestion du Conseil fédéral de l'année 2019
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Präsident (Stöckli Hans, Präsident): Da Eintreten obligatorisch ist, findet keine Gesamtabstimmung statt.