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Drug Checking in der Schweiz. Mit welchen Massnahmen kann das bestehende Angebot unterstützt und verbessert werden?
Molina Fabian · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion
In seinem Bericht "Perspektiven der schweizerischen Drogenpolitik" von 2021 in Beantwortung des Postulates Rechsteiner Paul 17.4076 nimmt der Bundesrat Bezug auf die innovative Rolle, die die Schweiz in den 1990er-Jahren bei der Einführung des Viersäulenmodells international gespielt hat, und erläutert Perspektiven für die zukünftige Drogenpolitik der Schweiz. Der Bericht führt aus, dass 8 Prozent der Bevölkerung 2017 angegeben haben, mindestens einmal illegale Substanzen - ohne Cannabis - konsumiert zu haben. Das bedeutet, der Konsum von eigentlich verbotenen bewusstseinserweiternden Substanzen ist in der Schweiz eine Realität.
Es ist deshalb sehr zu begrüssen, dass bereits heute Städte wie Zürich oder Kantone wie Bern, Basel-Stadt, Basel-Landschaft oder Genf ein Angebot zur Schadensminimierung aufgebaut haben. Konkret geht es in meinem Postulat, das ich Ihnen hier unterbreite, darum, dass der Bundesrat in einem Bericht darlegt, welche Angebote für das Drug Checking, also für eine chemische Substanzanalyse inklusive einer persönlichen Beratung durch Expertinnen und Experten, heute bereits bestehen und wie dieses Angebot durch den Bund unterstützt werden könnte. Dieser Ansatz fokussiert darauf, die Schäden, die durch den Konsum illegaler Substanzen bei den Betroffenen entstehen können, zu minimieren. Es soll festgestellt werden, ob es allenfalls Anpassungsbedarf beim Bund gibt.
Ich bitte Sie, im Interesse des Public-Health-Ansatzes, den die Schweiz in der Vergangenheit in diesem Bereich auch verfolgt hat, dieses Postulat zu unterstützen.
Riniker Maja · 2VP-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion
Präsidentin (Riniker Maja, zweite Vizepräsidentin): Das Postulat wird von Herrn de Courten bekämpft.
de Courten Thomas · Mit-M · Nationalrat · Basel-Landschaft · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Geschätzter Kollege Molina, ich kann Ihren Wunsch unmittelbar, direkt erfüllen, ohne dass wir dieses Postulat annehmen müssen. Wir müssen dem Bundesrat keine zusätzliche Arbeit machen, denn die Arbeit ist bereits erledigt. Ich schicke Ihnen später noch den Link.
Es ist völlig unbestritten, auch seitens des Bundesrates, dass es beim Drug Checking um ein innovatives Angebot der Schadensminderung geht, welches die Nutzerinnen und Nutzer für einen weniger riskanten Konsum von Drogen sensibilisieren will und das auch Todesfälle durch die Einnahme von gestreckten Substanzen verhindern kann. Das, was Sie vom Bundesrat wollen, ist ein Bericht über die Wirkung des Drug Checking und die Verbesserungsmöglichkeiten. Ich kann Ihnen diesen Bericht geben. Er umfasst 120 Seiten und wurde von der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Firma Interface erarbeitet. Darin sind sämtliche Ihrer Fragen beantwortet, Sie müssen es nur noch lesen. Sie können sich dort auch die entsprechenden Inputs für Ihre weitere politische Arbeit holen. Damit kommen Sie schneller vorwärts, und Sie ersparen dem Bundesrat zusätzliche Arbeit.
Deshalb können wir heute darauf verzichten, das Postulat anzunehmen.
Berset Alain · BPR-M · Bundesrat · Freiburg
Je viens encore de le vérifier. Effectivement, M. de Courten, vous avez raison, une analyse a été réalisée sur l'effectivité du "drug checking". Il faut rappeler ici que c'est un instrument important de réduction des risques, qui permet de mettre les usagers en garde contre les doses élevées, contre les produits coupés dangereux, de les informer des risques de consommation et des possibilités d'utiliser ces substances de façon moins risquée. Il s'agit donc d'un outil de réduction des risques qui est important.
Vous avez raison, il y a ce rapport. S'il s'agissait de refaire un rapport, on dirait non au postulat. Un rapport existe déjà, on ne va pas le refaire. Il existe par contre une question à laquelle on n'a pas encore répondu aujourd'hui, je viens encore de le vérifier auprès des spécialistes qui m'accompagnent: il existe aujourd'hui quelques incertitudes quant aux bases légales réglementant le "drug checking". En fait, c'est dans ce sens que nous souhaiterions pouvoir faire ce travail, que l'on va réaliser de toute façon, que vous acceptiez ou que vous refusiez le postulat. La question a été reconnue et nous devons l'analyser, nous devons vérifier les bases légales.
Si vous deviez accepter le postulat on pourrait analyser, dans le rapport, la question de savoir s'il est nécessaire d'intervenir sur le plan législatif pour garantir la qualité et la sécurité juridique des offres de "drug checking". Il n'y a pas d'autres éléments qui seraient concernés, le reste ayant déjà été analysé.
C'est dans ce sens, et avec cette limitation du champ d'action du postulat, que nous vous proposons de l'accepter.
Abstimmung
Präsident (Candinas Martin, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 91 Stimmen
Dagegen ... 88 Stimmen
(5 Enthaltungen)