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Anpassung des Arbeitsvermittlungsgesetzes an die heutigen Realitäten
Wasserfallen Christian · Mit-M · Nationalrat · Bern · FDP-Liberale Fraktion
Ich möchte mit meiner Motion ein Thema vorbringen, das Ihnen vielleicht nicht so geläufig ist, das aber im Arbeitsalltag, vor allem in Unternehmensgruppen, durchaus immer wieder ein Thema darstellt; diesen könnte man das Leben etwas leichter machen, gerade und vor allem in einer Zeit des Fachkräftemangels.
Es ist hinlänglich bekannt, dass der Wohlstand und die Innovationskraft in der Schweiz massgeblich von der Wertschöpfung auch der grossen internationalen Unternehmen abhängig sind. Wir brauchen dort aber etwas mehr Flexibilität im grenzüberschreitenden Austausch von Fachkräften. Die rigiden Vorgaben des Arbeitsvermittlungsgesetzes, wie wir sie heute kennen, stehen einem konzerninternen Personalverleih, also dem Personalverleih innerhalb der Unternehmensgruppe zwischen verschiedenen Tochtergesellschaften, entgegen. Es wäre wichtig, wenn man mehr gut qualifizierte Leute einfacher und sogar bewilligungsfrei rekrutieren könnte, da sie ja schon in der gleichen Unternehmung, wenn auch eben in einem anderen Land, arbeiten. Um all diejenigen zu beruhigen, die befürchten, dass es in der Schweiz dann wieder mehr Leute aus dem Ausland geben würde: Das Schöne daran ist, dass diese Personen ausschliesslich in die Schweiz kommen, um zu arbeiten, und dies eher ausgelegt auf eine kürzere Dauer. Der Schutz der Arbeitnehmenden ist dabei besonders wichtig. Es gelten nach wie vor natürlich die Regeln des Entsendegesetzes oder des Arbeitsgesetzes, hieran soll nicht gerüttelt werden.
Ich möchte mit dieser Motion eigentlich folgende Änderungen herbeiführen: Es gibt einen Unterschied zwischen professionellen Personalverleihen und dem konzerninternen Personalverleih. Professionelle Personalverleihe sind Personalbüros, die den gewerblichen Zweck haben, Personal zu rekrutieren und zu verleihen - das sind zum Beispiel die klassischen Temporärbüros -; sie wollen mit diesem Geschäftsmodell einen Gewinn erzielen. Der konzerninterne Personalverleih hingegen stellt das Gegenteil davon dar. Man will ja nicht gewerbsmässig Personal verleihen, sondern es sollen einfach Leute innerhalb der Unternehmensgruppe in anderen Gesellschaften arbeiten. Es gilt zum Beispiel auch eine Grenze: Unter einem jährlichen Umsatz von 100 000 Franken kann es sich gar nicht um einen gewerbsmässigen Personalverleih handeln. In dem Sinn entsteht eben auch keine Konkurrenzsituation zu professionellen Personalvermittlern oder -verleihen.
Bis 2017 handhabte das SECO den Personalverleih unter diesen Gesichtspunkten denn auch sehr liberal. Wenn nämlich keine Gewinnabsicht bestand, ermöglichte man den Personalverleih von Gesellschaft zu Gesellschaft innerhalb der gleichen Gruppe ohne Bewilligung. Am 20. Juni 2017 trat dann aber eine Weisung in Kraft, in der das SECO selber vom sogenannten konzerninternen Personalverleih sprach, dies im Gegensatz zur Argumentation in der ablehnenden Haltung des Bundesrates. Mit dieser Weisung verschärfte das SECO die Regelung, womit der Personalverleih innerhalb der gleichen Unternehmensgruppe erschwert wurde. Ich habe mir dieses Papier heute zu Gemüte geführt. Die darin aufgeführten spezifische Indizien, die erfüllt sein müssen, damit ein konzerninterner Personalverleih bewilligungsfrei erfolgen kann, sind kumulativ sehr schwer einzuhalten.
Ich möchte deshalb mit dieser Motion, dass diese Weisung des SECO - es ist ja nicht einmal eine Verordnung - erstens liberaler gehandhabt wird und dass dieses Schreiben zweitens eben auf gesetzliche Füsse gestellt wird. Das ist der Zweck dieser Motion, nämlich dass man eine gesetzliche Regelung schafft, damit man innerhalb der gleichen Unternehmensgruppe eben in der Regel bewilligungsfrei Personal verleihen kann - nichts weniger und nichts mehr.
Es ist klar, ich wiederhole es noch einmal, Herr Bundesrat: Das Entsendegesetz gilt weiterhin, und auch das Arbeitsgesetz gilt weiterhin, dort soll sich nichts ändern. Was sich ändern soll, ist einfach, dass man innerhalb der gleichen Gruppe mit weniger Bürokratie bewilligungsfrei Personen rekrutieren kann.
Ich danke Ihnen für die Annahme der Motion, und ich hoffe, dass der Bundesrat die Chance bekommt, diese Motion umzusetzen.
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
Je crois que, cet après-midi, je décevrai souvent les personnes qui présentent des propositions ou des interventions parlementaires, mais c'est le rôle du Conseil fédéral d'expliquer pourquoi; c'est ce que je vais faire maintenant.
Cette motion charge le Conseil fédéral de permettre, de manière générale, la location de services sans autorisation à l'intérieur des groupes de sociétés, dans les entreprises actives à l'échelle internationale. Pour l'auteur de la motion, l'exemption d'autorisation vise à permettre l'échange transfrontalier de personnel qualifié afin de lutter contre la pénurie existante de personnel qualifié.
Le Conseil fédéral est bien conscient de la pénurie de personnel qualifié. C'est pourquoi il a pris différentes mesures dans ce domaine. Pourtant, le manque de codification dans le domaine du droit des groupes de sociétés a pour conséquence qu'il n'existe pas, en Suisse, de définition uniforme de la notion de groupe de sociétés. Il en découle que chaque société appartenant à un groupe est à considérer comme une entreprise indépendante juridiquement. Lorsqu'elle fait commerce de la location de services, une telle entreprise est donc soumise à l'autorisation obligatoire au sens de l'article 12 de la loi fédérale sur le service de l'emploi et la location de services (LSE).
Traiter les groupes de sociétés actifs internationalement différemment des entreprises de location de services agissant à titre commercial n'est pas indiqué pour les raisons suivantes. Cette autorisation obligatoire garantit dans une large mesure la protection des travailleurs, définie par la LSE. La procédure d'autorisation donne en effet la possibilité de contrôler le respect des dispositions sur la protection des travailleurs. La LSE permet, en plus, d'agir contre des entreprises qui enfreignent des dispositions impératives sur la protection des travailleurs, tant en vertu du droit pénal que du droit administratif. Ces possibilités de sanction accroissent la protection des travailleurs visés.
Supprimer l'autorisation obligatoire pour les entreprises actives au niveau international aurait pour conséquence que les services de personnel provenant de l'étranger pourraient être loués en Suisse au sein d'un groupe de sociétés. Cela permettrait de contourner l'interdiction de la location de services depuis l'étranger en Suisse, énoncée à l'article 12 alinéa 2 de la LSE. L'interdiction de louer des services depuis l'étranger protège aussi les travailleurs d'abus dus à leur méconnaissance des conditions de travail en Suisse. La location de services au sein d'un groupe de sociétés est déjà possible dans certains cas, même dans un cadre transfrontalier, sans devoir obtenir d'autorisation. Tel est le cas, par exemple, lorsqu'un transfert de savoir-faire est nécessaire au sein dudit groupe.
Pour les raisons que j'ai évoquées, il n'est donc pas indiqué de modifier la LSE et le Conseil fédéral, en conséquence, propose de rejeter la motion.
Abstimmung
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 26 Stimmen
Dagegen ... 167 Stimmen
(0 Enthaltungen)