Altholzinsel Reusshalde
Réserves forestières · Birrhard · Abrogé le 31 déc. 2056
Document
- Numéro
- AV428
- Type
- Réserves forestières
- Commune
- Birrhard
- Canton
- Argovie
- Niveau
- Canton
- Autorité
- Abteilung Wald
- Approuvé par
- AW
- Adopté
- 22 août 2006
- En vigueur depuis
- 1 janv. 2007
- Abrogé
- 31 déc. 2056
- Source
- ÖREBlex, canton Argovie
Carte
Le canton ne publie pas de périmètre pour ce document. La carte montre Birrhard avec ses zones à bâtir.Ouvrir la carte complète
Fichiers
WR-AV428-E.pdfOuvrir dans un nouvel onglet
Texte
ezg Vereinbarung über die Altholzinsel "Reusshalde" zwischen der
Einwohnergemeinde Birrhard, vertreten durch den Gemeinderat, und dem
Kanton Aargau, vertreten durch die Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, wird über nachfolgend beschriebene Waldfläche, gestützt auf Art. 20 WaG, §§ 5 und 25 AWaG und § 2 AWaD (Beilage 1) und im Sinne des kantonalen Naturschutzprogramms Wald, Folgendes vereinbart:
1. Waldfläche (vergleiche Planbeilage M 1:5000, datiert vom 28. Juli 2006) Gemeinde
Parz. Nr.
Lokalname
Koord.
Haupt-Baumarten
Afficher tout le texte
Alter
Schutzstatus .)
Fläche
Buche, Esche, Ahorn 40-130 NkBW, and. Lbh. Reuss
5.2 ha
Total
5.2 ha
(Jahre)
Birrhard
246, 171, 172
Reusshalde
661 000 253 650
*) Legende: — N1d3W: Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung im Wald (gemäss kantonalem Richtplan) — Reuss: Dekret über den Schutz der Reuss
2. Ziel Auf der bezeichneten Waldfläche (Altholzinsel) sollen von menschlichen Eingriffen unbeeinflusste Alterungs- und Zerfallsprozesse ablaufen können. Damit entstehen Lebensräume insbesondere für diejenigen Tier- und Pflanzenarten, welche auf alte und absterbende Bäume sowie auf totes Holz angewiesen sind.
3. Pflichten der Waldeigentümerin 3.1 Die Waldeigentümerin verpflichtet sich, in den bezeichneten Waldbeständen auf jegliche Holznutzung und auf Pflegeeingriffe zu verzichten und der natürlichen Entwicklung freien Lauf zu lassen. Auch tote Bäume und Äste sind im Wald zu belassen.
2 3.2 Sie sorgt für die nötige Aufsicht über die bezeichnete Waldfläche. 3.3 Eingriffe zur Abwehr von Gefahren erfordern die Zustimmung des Kreisforstamtes und werden schriftlich festgehalten.
4. Leistung des Kantons Der Kanton bezahlt der Waldeigentümerin für die mit dieser Vereinbarung eingerichtete Altholzinsel einen Beitrag. Dieser wird pauschal für die ganze Vertragsdauer auf
festgelegt und umfasst den Kantons- und den Bundesbeitrag. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 2 Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags unter Vorbehalt der Bewilligung der Zahlungskredite durch den Grossen Rat.
5. Dauer der Vereinbarung 5.1 Die Vereinbarung tritt am 1. Januar 2007 in Krall und gilt bis zum 31. Dezember 2056 (50 Jahre). 5.2 Nach der Unterzeichnung bis zum Inkrafttreten dieser Vereinbarung sind Eingriffe nur mit Zustimmung des Kreisforstamtes erlaubt.
6. Weitere Bestimmungen 6.1 Die Waldeigentümerin ist damit einverstanden, dass anlässlich der nächsten Revision der kommunalen Nutzungsplanung die ausgeschiedene Altholzinsel öffentlich-rechtlich geschützt wird. 6.2 Rechte Dritter werden durch diese Vereinbarung nicht eingeschränkt. Sollten sich im Interesse des Schutzziels Einschränkungen und Verbote gegenüber Dritten als notwendig erweisen, so werden diese im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erlassen. Die Offenhaltung und der Unterhalt bestehender Wege bleiben gewährleistet. Eingriffe zur Vermeidung von Gefahren oder übermässiger Einwirkungen auf das angrenzende Baugebiet und das Kulturland sind im Waldrandbereich nach gegenseitiger Absprache möglich, desgleichen beim Pumpwerk Reusshalde der Wasserversorgung.
-3 6.3 Eingriffe zur Gewährleistung des Gewässerunterhalts sind im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen in Absprache mit dem Kreisforstamt zulässig. 6.4 Der geleistete Beitrag gemäss Ziffer 4 ist in der Forstrechnung zu verbuchen. 6.5 Die Rückforderung des geleisteten Beitrags im Falle einer Missachtung der Bestimmungen dieser Vereinbarung bleibt vorbehalten. 6.6 Der beiliegende Plan M 1:5000, datiert vom 28. Juli 2006, ist verbindlicher Bestandteil der Vereinbarung.
Birrhard,
d2.
Og '
Aarau,
22
4 4.„en,„, ere
20
Einwohnergemeinde Birrhard Namens des Gemeinderates Der Gemeindea ann:
Departement Bau, Verkehr und Umwelt Leiter Abteilung Wald:
Kurt Huber
Dr. Heinz Kasper
Die Gemeind schreiberin:
Beilagen: - Beilage 1: Rechtsgrundlagen - Beilage 2: Plan M 1:5000
Ein unterschriebenes Exemplar dieser Vereinbarung geht an: - Einwohnergemeinde Birrhard (Waldeigentümerin) - Departement Bau, Verkehr und Umwelt Kopie: - Forstverwaltung Birrhard - Kreisforstamt 4
-4 Beilage 1
Rechtsgrundlagen Bundesgesetz über den Wald (WaG) vom 4. Oktober 1991 Art. 20 Bewirtschaftungsgrundsätze 4 Die Kantone können zur Erhaltung der Artenvielfalt von Fauna und Flora angemessene Flächen als Waldreservate ausscheiden.
Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaG) vom 1. Juli 1997 §5 'Die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer haben auf den naturschützerisch besonders wertvollen Flächen Besondere Naturschutzüber den naturnahen Waldbau hinaus je nach Zielsetzung geeignete Pflegemassnahmen zu Gunsten des Artenmassnahmen und Biotopschutzes durchzuführen oder zur Gewährleistung natürlicher Abläufe ganz auf die Holznutzung zu verzichten. 2 Als besonders wertvoll gelten der Waldrand sowie diejenigen Flächen und seltenen Waldgesellschaften, die im Waldentwicklungsplan gemäss § 15 entsprechend bezeichnet sind. 3 Für vertraglich gesicherte Nutzungsverzichte und besondere Pflegemassnahmen im Dienst des Naturschutzes leistet der Kanton finanzielle Beiträge. 4 Feuchtgebiete im Wald dürfen nicht entwässert werden. Ausgenommen sind Entwässerungen, die zum Schutz baulicher Anlagen erforderlich sind und zusammen mit diesen bewilligt werden. § 25 'Der Kanton entrichtet an vertraglich festgelegte besondere Leistungen der Waldeigentümerinnen und Waldei- Leistungen des Kantons gentümer Beiträge, namentlich an a) naturschutzbedingte Nutzungsverzichte oder Pflegemassnahmen; b) Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden gemäss § 19 Abs. 2; c) Leistungen der Forstreviere gemäss § 28 Abs. 1. 2 Er kann für Massnahmen und für die Erfüllung von Aufgaben, die der Walderhaltung und der Sicherung nachhaltiger Waldleistungen dienen, projektbezogene oder pauschale Beiträge entrichten, namentlich für die Jungwaldpflege. 3 Er kann im Weiteren Beiträge entrichten für Massnahmen, die vom Bund selbständig oder in Abhängigkeit von kantonalen Beiträgen unterstützt werden, sofern die Voraussetzungen nach § 24 erfüllt sind. 4 Der Grosse Rat legt die Grundsätze für die Gewährung und Bemessung der Beiträge in einem Dekret fest.
Dekret zum Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaD) vorn 3. November 1998 §2 Die Beiträge von Bund und Kanton an vertraglich vereinbarte Naturschutzmassnahmen betragen zusammen Beiträge an Naturschutza) 100 % der Kosten massnahmen — für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von nationaler und kantonaler Bedeutung; — für die Aufwertung von Waldrändern; — für Waldreservate mit Nutzungsverzicht; b) 50 % der Kosten für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von lokaler Bedeutung. 2 Der Regierungsrat kann für die Anrechnung der Kosten Pauschalansätze festlegen. Das Finanzdepartement schliesst die entsprechenden Vereinbarungen ab. Es berücksichtigt dabei fachliche Kriterien und kantonale Konzepte. Vereinbarungen über langfristigen Nutzungsverzicht werden in der Regel auf 50 Jahre, diejenigen über Pflegemassnahmen auf 1 bis 15 Jahre abgeschlossen.
Beilage 2
Gemeinde Birrhard EWG Birrhard Altholzinsel Reusshalde
Legende Vertragsfläche Wald Gemeindegrenze
Ort und Datum:
- ichfo--1, 2g, Der Kreisf-
72 .
o
y r_
• -\"
•
.? • .•••
•
•
-68'1 •
• „ *.
• a
. °
c
. 7
a /
• /
•
u
00
•
//.
°
>5• ' , `
/Az, ' •"°' 397 ar.>0 .7
•: N N
-1•-••
-•-••• n •
•••
• ‘a
g %••••
a
„
1-'1;7; °
e * //0
.
a
;;" a
°• •
1/
°
P
/ei
c•39,
c
. • ". •
Massstab:
.hj :
I
'
°
..
"
..,.•
'. :t "0",„ •
•
4
A/ 7'
a
0.
°
.•
•
IS
, • .‘.. •
1:5000 Departement Bau, Verkehr und Umwelt Abteilung Wald 03.07.2006 cf