Erweiterung Naturwaldreservat Chestenberg
Réserves forestières · Holderbank (AG) · Abrogé le 31 déc. 2065
Document
- Numéro
- AV05226
- Type
- Réserves forestières
- Commune
- Holderbank (AG)
- Canton
- Argovie
- Niveau
- Canton
- Autorité
- Abteilung Wald
- Approuvé par
- AW
- Adopté
- 13 oct. 2015
- En vigueur depuis
- 1 janv. 2016
- Abrogé
- 31 déc. 2065
- Source
- ÖREBlex, canton Argovie
Carte
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Fichiers
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Texte
vo,226 Vereinbarung über die Erweiterung des Naturwaldreservats Chestenberg, Teil Holderbank Gemeinde Holderbank zwischen
der Waldeigentümerin Einwohnergemeinde Holderbank, vertreten durch den Gemeinderat Holderbank
und dem
Kanton Aargau, vertreten durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, Abteilung Wald
Gestützt auf Art. 20 WaG, §§ 5 und 25 AWaG und § 2 AVVaD (Beilage 1) und im Sinne des kantonalen Naturschutzprogramms Wald wird über nachfolgend beschriebene Waldfläche Folgendes vereinbart:
1.
Waldfläche
Das Naturwaldreservat Chestenberg umfasst Waldungen der Gemeinden Holderbank, Möriken-VVildegg, Lupfig, Birr und Brunegg. Die Erweiterung setzt sich zusammen aus einer Fläche der Einwohnergemeinde Holderbank und einer Parzelle der Effinger Stiftung. Diese Vereinbarung bezieht sich auf die neu ausgeschiedene Fläche der Einwohnergemeinde Holderbank. Vgl. Planbeilage M 1:5000, datiert vom 28. Se tember 2015.
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1
2.
Gemeinde
Parzelle
Lokalname
Koordinaten
Hauptbaumarten
Alter (Jahre)
Schutzstatusl
Fläche (in ha)
Holderbank
674
Chärnematt
656200 / 253300
Bu, Fi, Es
20-120
grösstenteils NkBW NuPla
7.41
Total:
7.41
Legende: • NkBVV: Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung im Wald (gemäss kantonalem Richtplan) • Nupla: Besonderer Waldstandort (gemäss Nutzungsplanung Kulturland der Gemeinde)
Ziel
Auf der bezeichneten Waldfläche sollen von menschlichen Eingriffen unbeeinflusste Alterungs- und Zerfallsprozesse ablaufen können. Damit entstehen Lebensräume, insbesondere für diejenigen Tier- und Pflanzenarten, welche auf alte und absterbende Bäume sowie auf totes Holz angewiesen sind.
-2-
3.
Leistungen der Waldeigentümerin
Die Waldeigentümerin verpflichtet sich, in den bezeichneten Waldbeständen auf jegliche Holznutzung und auf Pflegeeingriffe zu verzichten und der natürlichen Entwicklung freien Lauf zu lassen. Auch tote Bäume und Äste sind im Wald zu belassen. 3.1 Sie sorgt für die nötige Aufsicht über die bezeichnete Waldfläche. 3.2. Eingriffe zur Abwehr von Gefahren entlang von Erschliessungswegen erfordern die Zustimmung des Kreisforstamtes und werden schriftlich festgehalten. In Absprache mit dem Kreisforstamt ist eine einzelstammweise Nutzung im Bereich der kantonalen Wanderwege möglich. Das anfallende Holz ist im Bestand zu belassen.
4.
Leistung des Kantons
Der Kanton bezahlt der Waldeigentümerin für die mit dieser Vereinbarung eingerichtete Altholzinsel einen Beitrag. Dieser beträgt pauschal für die ganze Vertragsdauer
Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 2 Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags unter Vorbehalt der Bewilligung der Zahlungskredite durch den Grossen Rat.
5.
Dauer der Vereinbarung
5.1 Die Vereinbarung über die gesamte Fläche von 7.41 ha tritt am 1. Januar 2016 in Kraft und gilt bis 31. Dezember 2065 (50 Jahre). 5.2. Nach der Unterzeichnung bis zum Inkrafttreten dieser Vereinbarung sind Eingriffe nur mit Zustimmung des Kreisforstamts erlaubt.
6.
Weitere Bestimmungen
6.1 Die Waldeigentümerin ist damit einverstanden, dass anlässlich der nächsten Revision der kommunalen Nutzungsplanung die vertraglich gesicherte Altholzinsel öffentlich-rechtlich geschützt wird. 6.2. Rechte Dritter werden durch diese Vereinbarung nicht eingeschränkt. Sollten sich im Interesse des Schutzziels Einschränkungen und Verbote gegenüber Dritten als notwendig erweisen, so werden diese im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erlassen. 6.3. Der geleistete Beitrag (gemäss Ziffer 4) muss in der Forstrechnung verbucht werden. 6.4. Die Rückforderung des geleisteten Beitrags im Falle einer Missachtung der Bestimmungen dieser Vereinbarung bleibt vorbehalten.
-3-
6.5. Der beiliegende Plan M 1:5000, datiert vom 28. September 2015, ist verbindlicher Bestandteil dieser Vereinbarung. 6.6. Die Waldeigentümerin ist verpflichtet, diese Vereinbarung auf allfällige Rechtsnachfolger zu übertragen mit der Pflicht zur VVeiterüberbindung auf jeden späteren Rechtsnachfolger.
Holderbank,
2.s./.(.4.1..g.,;s, 4
Aarau, 43 4°
2--° 4
Einwohnergemeinde Holderbank Im Namen des Gemeinderats
Departement Bau, Verkehr und Umwelt
Herbe" Anderegg 1 Gemeindeammann
Alain Morier Leiter Abteilung Wald
Ruth Fischer Gemeindeschreiberin
Beilagen • Beilage 1: Rechtsgrundlagen • Beilage 2: Detailplan M 1:5'000 und • Beilage 3: Übersichtsplan M 1:10000
Je ein unterschriebenes Exemplar dieser Vereinbarung geht an • Einwohnergemeinde Holderbank • Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Wald
Kopie an • Forstbetrieb Birretholz, Postfach 1, 5506 Mägenwil • Kreisforstamt 2, Baden-Zurzach
Rechtsgrundlagen
Beilage 1
Bundesgesetz über den Wald (WaG) vom 4. Oktober 1991 Art. 20 Bewirtschaftungsgrundsätze 4 Die Kantone können zur Erhaltung der Artenvielfalt von Fauna und Flora angemessene Flächen als Waldreservate ausscheiden.
Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaG) vom 1. Juli 1997 §5 1 Die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer haben auf den naturschützerisch besonders wertvollen Flächen über den naturnahen Waldbau hinaus je nach Zielsetzung geeignete Pflegemassnahmen zu Gunsten des Arten- und Biotopschutzes durchzuführen oder zur Gewährleistung natürlicher Abläufe ganz auf die Holznutzung zu verzichten. 2 Als besonders wertvoll gelten der Waldrand sowie diejenigen Flächen und seltenen Waldgesellschaften, die im Waldentwicklungsplan gemäss § 15 entsprechend bezeichnet sind. 3 Für vertraglich gesicherte Nutzungsverzichte und besondere Pflegemassnahmen im Dienst des Naturschutzes leistet der Kanton finanzielle Beiträge. Feuchtgebiete im Wald dürfen nicht entwässert werden. Ausgenommen sind Entwässerungen, die zum Schutz baulicher Anlagen erforderlich sind und zusammen mit diesen bewilligt werden. § 25 Der Kanton entrichtet an vertraglich festgelegte besondere Leistungen der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer Beiträge, namentlich an a) naturschutzbedingte Nutzungsverzichte oder Pflegemassnahmen; b) Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden gemäss § 19 Abs. 2; c) Leistungen der Forstreviere gemäss § 28 Abs. 1. 2 Er kann für Massnahmen und für die Erfüllung von Aufgaben, die der Walderhaltung und der Sicherung nachhaltiger Waldleistungen dienen, projektbezogene oder pauschale Beiträge entrichten, namentlich für die Jungwaldpflege. 3 Er kann im Weiteren Beiträge entrichten für Massnahmen, die vom Bund selbständig oder in Abhängigkeit von kantonalen Beiträgen unterstützt werden, sofern die Voraussetzungen nach § 24 erfüllt sind. 4 Der Grosse Rat legt die Grundsätze für die Gewährung und Bemessung der Beiträge in einem Dekret fest.
Besondere Naturschutzmassnahmen
Leistungen des Kantons
Dekret zum Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaD) vom 3 November 1998 §2 1 Die Beiträge von Bund und Kanton an vertraglich vereinbarte Naturschutzmassnahmen betragen zusammen a) 100 % der Kosten - für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von nationaler und kantonaler Bedeutung; - für die Aufwertung von Waldrändern; - für Waldreservate mit Nutzungsverzicht; 50 % der Kosten für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von lokaler Bedeutung. b) 2 Der Regierungsrat kann für die Anrechnung der Kosten Pauschalansätze festlegen. 3 Das Finanzdepartement schliesst die entsprechenden Vereinbarungen ab. Es berücksichtigt dabei fachliche Kriterien und kantonale Konzepte. Vereinbarungen über langfristigen Nutzungsverzicht werden in der Regel auf 50 Jahre, diejenigen über Pflegemassnahmen auf 1 bis 15 Jahre abgeschlossen.
Beiträge an Naturschutzmassnahmen
Beilage 2 Gemeinde Holderbank
Naturwaldreservat Chestenberg
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EWG Holderbank Effinger Stiftung bestehendes Naturwaldreservat Chestenberg übriger Wald Gemeindegrenzen
Ort und Datum:
9. 20Ä5
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Die Kreisförsterin:
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Massstab: 1:5000
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Beilage 3
Naturwaldreservat Chestenberg Gemeinde Holderbank, Lupfig, Birr, Brunegg, Möriken-VVildegg
bestehendes Naturwaldreservat Chestenberg erweiterter Perimeter Naturwaldreservat Chestenberg
Gemeindegrenzen Waldausscheidung
Massstab:
1:10'000
NA
Nä. "ir Departement Bau, Verkehr und Umwelt MIMNO MONO i ," Abteilung Wald MAMI 3e Kartenherstellung: Aarau, 23.09.2015, ngr1 KANTON AARGAU