Schutzzonen PW Laret
Zones de protection des eaux souterraines · Davos
Document
- Numéro
- 1979_3070
- Type
- Zones de protection des eaux souterraines
- Commune
- Davos
- Canton
- Grisons
- Niveau
- Commune
- Autorité
- Gemeindeverwaltung
- En vigueur depuis
- 17 déc. 1979
- Source
- ÖREBlex, canton Grisons
Carte
10 éléments du plan, tirés des données du plan d'affectation du canton (geodienste.ch).Ouvrir la carte complète
Fichiers
3851_B_1979_RB3070_WV_Laret.pdfOuvrir dans un nouvel onglet
Texte
3851_B_1979_RB3070_WV_Laret.pdf
Ami für Gewässerschutz
Die Regierung des Kantons Graubünden
il Governo
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s
1L 3 Ragioniceli. IBöli -U_CtJ ... _ n • . 1_____ y.c 1 uiji i
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Vis Datum / Bemerkungen
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Sitzung vom
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Dezember 1979
Mitgeteiit den
Protokoll Nr.
-9JAN. 1530
3070
ha
Am 12.
Juli 1978 hatte das Bau- und Forstdepartement Walter
David
F i s c h e r, Architekt, Trichtenhausenstrasse 130,
Zürich, die Bewilligung zum Sondieren nach Grundwasser auf dessen Parzeille Nr.
4683 in der rechtsgültigen Bauzone Davos-
Laret erteilt.
Aufgrund der Sondierungen konnte ein gutes und ergiebiges Grundwasservorkommen nachgewiesen werden, so dass Walter Fischer die ihm bewilligte Bohrung als permanenten Filter brunnen für die Trinkwasserversorgung seines neuerstellten Mehrfamilienhauses verwenden will.
Die Grundwasserentnahme
ist wegen des geringen Wasserbedarfes und der entsprechenden Förderleistung der Anlage von 50 Minutenlitern gestützt auf Art.
152 Abs. 2 EG zum ZGB ohne Konzession gestattet.
Gestützt auf Art. zes und auf Art.
30 des eigenössischen Gewässerschutzgesetz23 der kantonalen Gewässerschutsverordnung
musste jedoch um die zur Entnahme von Trinkwasser vorgesehene Grundwasserfassung eine Schutzzone errichtet werden. Diese Schutzzone ist im Einvernehmen mit dem Amt für Gewässerschutz durch einen Geologen ausgeschieden und anschliessend durch den Kleinen Landrat der Gemeinde Davos genehmigt worden. Sie bedarf noch der Genehmigung durch die Regierung.
Nach Einsichtnahme in das Gesuch des durch Architekt Fischer beauftragten Rechtsanwalts Dr.
iur. H.F. Jossi, Chur, vom
13. Juli 1979, in das Schreiben der Gemeinde Davos vom 14. November 1979 mit dem durch den Kleinen Landrat am 5. Novem ber 1979 genehmigten Schutzzonenplan, in den Plan Nr.
1592 A 8
der Warserversorgungsanlage und in die weiteren Akten (hydro-
logisches Gutachten, Wasseranlalyse, Korrespondenzen) des Amtes für Gewässerschutz sowie gestützt auf Art. 142 und 152 EG zum ZGB, auf Art.
2p der kantonalen Gewässerschutzverord
nung und auf Antrag des Bau- und Porstdepartementes
beschliesst die Regierung:
1.
Die Grundwasserfassung von Architekt W.D. Fischer, Zürich, auf Parzelle Nr.
^683 in Davos-Laret, wird bewilligt.
Die
Förderleistung ist auf 50 Minutenliter limitiert.
2. Die Verwendung des entnommenen Grundwassers zu Trinkzwecken bedarf der Bewilligung des Sanitätsdepartementes.
3. Der durch den Kleinen Landrat der Gemeinde Davos am 5.
No
vember 1979 genehmigte Schutzzonenplan wird auch von der Regierung genehmigt.
4.
Im Fassungsbereich auf Parzelle Nr.
*1683 gelten die Schutz
vorschriften gemäss Wegleitung des Bundesamtes für Umwelt schutz vom Oktober 1977* Es werden dementsprechend keine Anlagen, Massnahmen und Bodennutzungen zugelassen, welche die Qualität des Trinkwassers gefährden könnten.
5.
Die Eigentumsbeschränkungen gemäss Ziffer *t sind auf Kosten des Fassungseigentümers im Grundbuch anzumerken.
6.
W.D.
Fischer hat die folgenden Kosten und Gebühren zu tragen
- an die Kosten gemäss Art.
152 EG zum ZGB sowie gemäss
Ziffer 2 und 3 der Gebührenordnung für den Gewässer schutz vom 13.
November 1978
(Konto 618.330)
Fr.
3Ö0 . -
Fr.
31.10
Kanzlei- und Ausfertigungskosten (Konto I2O.23O)
Total
Fr. 331.10
3
Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Erhalt dieses Be schlusses an die Standesbuchhaltung Graubünden, Chur, Postcheckkonto 70-187,
zu überweisen.
7. Mitteilung an Herrn Walter David Fischer, Architekt, Trichtenhausenstrasse 130,
8053 Zürich, an Herrn Dr.
Jossi, Rechtsanwalt und Notar, Areas 22,
iur. H.F.
7002 Chur, an die
Landschaft Davos Gemeinde, 7270 Davos-Platz, und an das Grundbuchamt Davos, Berglistutz 1, 7270 Davos-Platz, je unter Beilage eines Schutzzonenplans mit Genehmigungsver merk der Regierung, an das Sanitätsdepartement, an das kantonale Chemische Laboratorium, an die kantonale Finanz kontrolle, an das Amt für Gewässerschutz, unter Beilage der Akten und eines Schutzzonenplans mit Genehmigungsvermerk der Regierung, und an das Bau- und Forstdepartement.
Namens der Regierung Der Präsident:
F. Bargetzi
Schutzzonenbericht
Nr.
79193
Architekturbüro W.D. Fischer, Triohtenhausenstr. 130, 8053 Zürich
Hydrologisches Gutachten, "Ginseng”, Laret, Davos
Chur, 19. April 1979
BUREAU FÜR TECHNISCHE GEOLOGIE UND PETROGRAPHIE Baugeologie AG Dr. R. ZULAUF, dipi. Ing.-Geologe ETH/SIA 7000 Chur
Giacomettistrasse 110
Telefon 081 / 2718 54
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Dozent Geologie und Bodenmechanik, Interkantonales Technikum Rapperswil SG ^gewandte Geologie - Hydrologie - Ingenieurgeologie - Tunnelgeologie - Technische Petrographie Bodenmechanik - Versicherungs-Expertisen - Grundbauberatung
Hydrologisches Gutachten, "Ginseng", Laret, Davos
j. Vorbemerkungen
1.1. Auftraggeber: Architekturbüro W.D. Fischer, Trichtenhausenstrasse 130m 8053 Zürich 1.2. Unterlagen; 1.2.1. Landeskarte der Schweiz,
Blatt 1197 Davos,
1:25'000
1.2.2. Topographische Karte 1:5*000, Meliorations— und' Vermessungsamt Graubünden 1.2.3. Situation 1:1000,
Ing.-Büro Joos &. Co.,
7270 Davos-Platz
1.2.4.
Architektenplan 1592 A 2,.. 1:100
1.2.5.
Geologische' Berichte N'r,
1.2.6.
Gewässerschutzkarte Kanton Graubünden, 1:25*000 Ausschnitte aus (1.2.1.), (1.2.2.), (1.2.3.) und (1.2.4.) folgen in aufgeführter Reihenfolge als Fig. 1, 2, 3 und 4 der Seiten 2a , 2b , 2c und 2d.
1.3.
7B13.5,
78135-1,
78135-2
Problemstellung
1.3.1. Erarbeiten der. geologischen und' hydrologischen Grundlagen zur Erstellung eines Grundwasserschutzplanes 1.3.2. Angabe der Grundwasserschutzzonen I, 1.4.
II und III
Geographische Lage
Die geographische Lage geht klar aus den Fig. 1 und 2 hervor: Quasi-Ebene von Laret, Davos. Koordinaten:
785600/190560/1498 m ü.M.
2. Geologisch-geotechnisches
2.1. Geologische Kurzbeschreibunq Die nähere Umgebung von Laret besteht geologisch aus einer Bergsturzmasse, welche-, dem Bergsturz von der Tatalp* welcher z.B. auch die Wolfgang-Passhohe bildet, zugesprochen werden muss. Das Dorf Unter Laret und die vorgesehene Baustelle mit der geplanten Grundwasserfassung liegen auf der Wildbach schüttung des Stützbaches, welche sich ziemlich genau van
Westen her über einen Teil der Bergsturznasseh abgelagert hat und heute die Quasi-Ebene van Unter Laret bildet. Die uns hier interessierende Abgrenzung zwischen der Bachschüt tung und den Bergsturzmassen, welch letztere aufgrund des- sie hauptsächlich aufbauenden Materiales sehr verwittert und deshalb auch "verlehmt" sein dürften, ist in den Fig. 1 und 2 der Seiten 2(X und 2.1a erkenntlich gemacht worden. Die Bachschüttung bildet- zusammen mit den Bergsturzmassen und deren Liegenden, den Lokalmoränen, eine ausgedehnte Wasserfalle. Die Moränen, auf und in welchen die Bergsturzmassen ruhen, dichten dieselben.nach unten und "aussen" ab. Im vorliegenden Fall werden die Moränen nicht mehr, weiter zu be handeln 'sfein. 2.2. Massgebende Werte der Grundwasserträqer 2.2.1. Bachs c hu t.t - Porenanteil n = 0,35 - Durchlässigkeitsbeiwert k = 9
. 10 ^ m/sec
. - hydraulischer Gradient i = 0,0266 - kritischer hydraulischer Gradient- io = 0 4
2.2.2.
Bergsturz. - Porenanteil n = 0„36 - Durchlässigkeitsbeiwert k = 4
. 10
—3
m/sec
- hydraulischer Gradient i = 0,02.30 - kritischer, hydraulischer Gradient io- = 0 2.3.
Hydrologisches
Die zur Diskussion stehenden Baugründe werden vom Meteor- und natürlichen Hangwasser sowie selbstverständlich auch vom Stutz bach, vom Schwarzsee und dessen Zu- und Abflüssen gespiesen. Hydrophysikalische Messungen haben ergeben, dass in der Nähe der beabsichtigten Wasserfassung der unterirdische Wasserstrom jedoch von Osten nach Westen gerichtet ist. Es drangt sich deshalb- auf, den eigentlichen Grundwasserträger im Hügel von Grossweid und Chleinweid zu sehen. (Siehe. Fig. 1 und 2) Die Situation der beabsichtigten Vlasserfassung geht aus den Fig. 3 und 4 hervor.
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Fig. yf: Situation 4:2$OOP
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3
3. Dia technischen und hydrotechnischen Gegebenheiten
g.l. Situation der Sondierbchrung SB 1 und der beabsichtigten '.Vasserfassung: Fig. 3 und 4 der Seiten 2 c und 2d. 3.2. Bohrprofil von 5B1,
Kotenhöhe:
0,0 -
1,1
siltiger, sandiger Humusboden, bis rotbraun, nass
1,1 -
2,0
feinkiesigsr, leicht siltiger Sand, lokale Aufl3ndungslage, ox.
2,0 -
8,4
sandiger Bachschutt,, Komponenten gewetzt bis angerundet, lax. , in ihm sind, vier lehmigsiltige, sandige Kieslagen von 0,2 bis 0,4 m Mächtigkeit enthalten, ausgeschwemmter Hori zont bei ca. 8,1 m ab 0KT
8,4 - 1.0,2
alter Humusboden in Residualschutt übergehend
10,2 - 15,0
Bergsturzmassen mit lehmiger Zwischenfüllung
Angebohr.ter. Grundwassers tand : der. Kote 1489, 7 m ü -M'. Man beachte hierzu auch Fig. 3.3.
1497,80 m o.ckerfarbig
-8,1 m ab 0KT, 5,
entspricht
Seite 3a .
Die genannten Grundwassertr.äger ( E.achschüttung und Bergstunzhügel) sowie? wesentliche Teile der Wasserspeiser lie gen in den nach kantonaler Verordnung geschaffenen Gewässer schutzbereichen A und B.
3.4. Messeregnisse:: Datum-
Wasser stand ab 0KT (m)
Leistung Liter pro Min.
Luf ttemn. Grad Gels.
Dassertem p. Grad Cels.
Absenk ung
Tages zeit
7.3.78
-8,48
200
9
7
keine
16.00
7.8.78
-8,50
200
' 9
7
keine
16.15
7.8.78
-8,48
200
9
6,5
keine
19.00
8.8.78
-8,38
200
4
6,5
keine
08.00
8.8.78
-8,39
200
.8
6,5
keine
18.00
9.8.78
-8,39
200
9
7,0
keine
09.00
9.8.78
-8,40
200
11
7,0
keine
18.00
10.8.78
-8,40
200
10
6,5
keine
. 09.0Ö
10.8.73
-8,40
200
15
7,0
keine
16.30
Trotz jeweils, länger dauernder Entnahmen von 200 Liter pro Minute, war nie eine Grundwasserabsenkung im Bohrloch zu regi strieren. " 3.5. Wasseranalysen vom kantonalen- chemischen Laboratoirum vom 5. September 1978: einwandfreies Trinkwasser.
fischer, Irichtenhausenstr. HO, 80S2 2H, "Ginseng, Lare t, Davosf Fj.5: FohrprofU
Sß'f, "Gìnseng Lav'd, Bavos
£81 OK! si/fijer, sondier Humusboden, c>, o*, rotbraun nass fefnkfester, leicht silfider Uadi sand, ce.,orf lokale Auftandun^sh$e
= . = . •*.*>
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Sandiger Bach schuft, fo*, Komponenten ^ewcJit las
On^e runde/ H rund 2o'-t Mo cm yrrdcAh^e) /eAmiy- st/fi^e, Sandige. Kiedofjeyi LK ein.^etcAlossenf SacA scA/tt/uny
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11 .-0"-
Humusboden in Residua/schaff; allet bewachsene Oberffache. ?T• ausqeschu/emmfer /toriionf
•'Ui K „Tn
/' o « o «• ö * ° 40,1.
Berg stürz müssen mit lehhu'ger 2wi 'sch enf&Hung
w.
Seite 3 a
4
T £, FIiess geschwindigkeit Vs des Wassers im _5 - Bachschutt: - Bergsturz:
Vs =6,84 Vs = 2,55
. .
10 1C
m^sec —4
m/sec
2.y. Reinigungsstrecke in 10 Tagen - Bachschutt:
Bp
=
59,09 m
- Bergsturz:
S^
= 220,3
m
(theoretisch) (theoretisch)
3.8. Mittlere Ueberdeckung:
3.9.
- bezüglich Sickerweg im Bergsturzhügel:
=
25 m
- bezüglich Sickerweg unter dem Bachschutt:
=
15 m
Der prozentuale Reinigungsanteil aus den Deckschichten errechnet sich wie folgt: - Reinigungsindex für Bergsturz: - Reinigungsindex für Bachschutt:
J = 2
J = 5
- effektive Deckhöhe hDe im Bergsturz: - effektive Deckhöhe hDe im Bachschutt:
hDe = 20 m hDe = 10 m
- restliche erforderliche Aufenthaltsdauer im Bergs.turz: 6 Tage, ergibt eine notwendige Reinigungsstrecke SRe = 132 m - restliche erforderliche Aufenthaltsdauer im Bachschutt: 5 Tage, ergbit eine notwendige Reinigungsstrecke SRe = 29,5 m
4. Auswirkungen dex Vi assereni nähme
Das in rund 8 m Tiefe durchziehende Grundwasser wird an einer andern Stelle unseres Wissens von niemandem genützt. Es ist an zunehmen, dass es sich in Form von Quellaustritten oder Flächendurchnässungen orographisch weiter unten in den Talbach ergiessen wird. Wir halten es für undenkbar, dass die vorgesehene Entnahme von rund 100 bis 150 Liter pro Minute Dritten Schaden zufügen könnte oder dass/ daraus irgend welche negativen Einflüsse auf die Landschaft im weitesten Sinne resultieren dürften.
nOPt'j/an
»
5
5.
Bemessung der Schutzzonen
Tn 'ürdigung. der unter (2.) und (3.) genach ten Darlegungen scalai"0 wir folgende Schutzzonenbemessungen vor: siehe Fig.
4,
S* 1 d
- Zone I
:
10 m,
- Zona II
:
- in den Bergsturzmassen
:
135 m
- im Bachschutt
:
30 m
- Ausdehnungsrichtung: siehe Fig. der Seiten 2c und Z cf . _ Zone III:
6.
3 und Fig. 4
nic.brt erforderlich
Nutzungsb;^Schränkung,
Schutzmassnahmen,
Bewilligungspflicht
Siehe die einschlägigen Bestimmungen- und Verordnungen, des Gewässerschutzgesetzes vorn- ß. Oktober 1971.
Chur, 19. April 1979/mo
Kraft
Baugeologie AG Chur
Chemisches Laboratorium und Lebensmittelinspektorat des Kantons Graubünden
Laboratorio chimico e ispettorato delle derrate alimentari del Cantone dei Grigioni
Telefon (081) 21 34 48
7001 Chur/Coira , 5. Sept,
4002
Probo Nr.: No. del campione:
Erhoben arre Prelevalo it Eingegangen arre Pervenuto it
Herrn W.D, Fischer Architekt Trichterhausenstr. 130
10.8.78 10.8.78
8053
Verschluss: Sigillo:
Zürich
Einsender: Hr. Seglias, Kant. Labor Presentato da: Bezeichnung der Probe:
1 Probe Grundwasser zur Untersuchung,
Designazione dei campione:
Untersuchungsbericht:
Certificato d'analisi: Prot. Nr. No. di prot. 4002
Bezeichnung der Probe Denominazione del campione
Piezometer Laret hinter Hotel Landhaus
Bakteriologischer Befund Reperto batteriologico Prot. Nr./No. di prot.
4002 Keimzahl bei 20/22°C pro ml (auf Ptate-Count-Agar) n. 3 Tag. Numero di germi per ml
93
Coliforme Bakterien bei 37°C in 100 ml (a. Endo-Agar) n. 24 Std. Bacilli conformi in 100 ml
0
Enterokokken bei 37°C in 100 ml (auf Azid-Agar) n. 24 Stunden Enterococchi in 100 ml
0
466.412 X. 76*10000
1978 Dr.Be/cr.
Chemischer Befund Reperto chimico
4002
Prot. Nr./No. di protocollo
pH-Wert/pH
7,70
freie Kohlensäure Acido carbonico libero
(C02 mg/l)
Sauerstoff gelöst Ossigeno sciolto
(02 mg/l)
7,5
9,0
Sauerstoffsättigung bei der gemess. Temp. u. 1550 m. ü.M. Saturità di ossigeno m. s. m. Sulfat Solfato
(SO~4 mg/l)
Chlorid Cloruro
(CI" mg/l)
Nitrat Nitrato
(NO3 mg/l)
Nitrit Nitrito
(N02 mg/l)
Ammonium Ammonio
(NH+ mg/l)
Albuminoides Ammonium Ammoniaca da albumina
(NH4 mg/l)
Permanganatzahl Numero di permanganato
(KMn04mg/l)
2+
89,7 %
7,8
3,3
3,8
< 0,01
0,004
0,012
2,4
(mg/l)
28,0
(mg/l)
18,9
(mg/l)
< 0,05
Fe-Lösungsvermögen (Versuch bei 20°C) (mg/l) Capacità di Solubilità del ferro
< 0,05
Ca
Mg
2+
c 2+ Fe
Mn
2+
•
(mg/l)
Kaikaggressive Kohlensäure nach Hey er (CO^mg/l) Acido carbonico calcioaggressivo secondo Heyer
<0,1
0
Bemerkungen: Osservazioni:
X.76-10000
Chemisches Laboratorium des Kantons Graubünden Laboratori chimico del Cantone dei GrlgJoni
Chemischer Befund Reperto chimico
Prot. Nr./No. dl prot.
4002
Temperatur des Wassers Temperatura dell'acqua
(°C)
Temperatur der Luft Temperatura dell'aria
(°C)
Gesamthärte Durezza tot.
(FH°)
Karbonathärte Durezza da carbonato
(FH°)
Resthärte/durezza rimanente (bleib, oder Sulfathärte) (durezza solfato)
(FH°)
Nitrat Nitrato
(NO3 mg/l)
Chlorid Cloruro
(CI" mg/l)
Ammonium Ammonio
(NH^ mg/l)
Beurteilung: Valutazione:
5,8
12,8
14,7
14,0
0,7
Probe(n)/campioni No.: 4002 entsprach(en) am Tage der Probenahmeden bakteriologischen Anforderungen an Trinkwasser. Il giorno del prelievo, le caratteristiche batteriologiche dell'acqua soddisfano alle esigenze di un acqua potabile. Probe(n)/campione(i) No.: wird/werden wegen bakteriologischer Verunreinigung beanstandet, è (sono) contestato (i) per inpurezze batteriologiche.
Bemerkungen: Osservazioni:
In chemischer Hinsicht handelt es sich um ein weiches KarbonatsulfatWasser. --------------Am Tage der Probenahme lieferte das Piezometerrohr ein Grundwasser, das den bakteriologischen, sowie auch den chemischen Anforderungen für ein Trinkwasser entspricht.
Beilage:
Rechnung
Kopie an:
Kant. Amt f. Gewässerschutz, Chur
Chemisches Laboratorium des Kantam Graubünden Laborawrlcschlmlco del
iWKH (.76-10000
[BUREAU FÜR TECHNISCHE GEOLOGIE UND PETROGRAPHIE fßaugeologie AG Dr. R. ZULAUF, dipi. Ing.-Geologe ETH/SIA 79193-1
7000 CHUR
; Gmcomettistrasse 110 Tel. 081 27 18 54 Bankverbindung:
'Architekturbüro V/. D. F i s c h e r Trichtenhausenstrasse 130
SKA Chur
Hydrologie zu "Ginseng", Laret, Ergänzung zum Bericht 79193
8053
Zürich
Chur,
21.. Juni 1979/mo
Davos,
Sehr geehrte Herren, Beim Ausscheiden der Grundwasserschutzzone II gemäss unseren Darstellungen im Bericht 79193 vom 19. April 1979 (insbesondere auf Seiten 2b, 2c und 2d) gingen wir von der Annahme aus, dass zur unterirdischen Hauptströmung, welche vom Hydrophysiker Ph. W. Kindsvater in der Richtung, Ausdehnung und Intensität festgelegt worden ist, Nebenströmungen vorhanden seien, welche in der allgemeinen Richtung Nord-5üd gerichtet seien und die Hauptstrnmung somit speisen würden. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden damals die hydrophysikalischen Messungen auf das absolut Notwendigste beschränkt. In der Folge dieser ersten Messungen wurden im Beisein des Unter zeichneten die hydrophysikalischen Untersuchungen wieder auf genommen, intensiviert und ausgedehnt. Dabei kam der beauftragte Spezialist zu Resultaten, die folgenden eindeutigen Schluss zu lassen, der mit den grossräumigen Gegebenheiten gut übereinstimmt Der unterirdische Zustrom zum Standort des vorgesehenen Filter brunnens beschränkt sich auf eine ganz schmale, rund 10 m breite Zone, welche in einem bogenförmigen Verlauf vom Stand ort des Brunnens in Richtung Grossweid und von dort wahr scheinlich gegen den Schwarzsee zieht. Vom Standort des vor gesehenen Filterbrunnens haben wir die unterirdische Wasser zone über rund 350 m verfolgt, was gemäss unseren unter (3.9.) im Bericht 79193 dargelegten Berechnungen mehr als genügend ausgedehnt ist, um das Wasser längs dieser zu durchsickernden Distanz reinigen zu lassen. Im Bereiche der von uns untersuch ten und in Fig. 1 der Textbeilage eingetragenen Strömungszone fliesst von Norden her kein Wasser herbei, was die intensi vierten Messungen des Hydrophysikers eindeutig erbrachten.
./.
2
Befund :
Der mit der Sondierbohrung an der 5telle des vorgesehenen Filterbrunnens erbohrte unterirdische Grundwasserlauf dehnt sich seitlich nur wenige Meter aus und verläuft gemäss Fig. 1 der Textbeilage in einer Waldzone, wobei im Reinigungsbereich Terrainbedeckungen von 20 bis 35 m vorhanden sind. Räumlich gesehen drängt sich daher nur ein schmaler Streifen von unge fähr 30 m Breite als Schutzzone II auf. Siehe hierzu Fig. 1 der Textbeilage. Angesichts der ausgewiesenen grossen Mächtigkeit der Ueberdeckung und des Verlaufes unter einem Wald erhebt sich die Frage nach der Zweckmässigkeit oder Notwendigkeit einer Schutzzonen-II-Erstellung, dies umso mehr, als aus touris tischen Gründen im besagten gesunden Wald keine Ablagerungen irgend welcher Art geduldet werden. Schutzzone I dagegen ist jedenfalls im Sinne unseres Vorschla ges auf Seite 2d des Berichtes 79193 vom 19. April 1979 zu ge stalten .
Mit vorzüglicher Hochachtung Baugeologie AG Chur 6rN
(Dr. R. Zulauf)
ztaaon wer
Texfh
Bases légales
801.100 · KRG · Canton
815.100 · Kantonales Gewässerschutzgesetz, KGSchG · Canton
SR 814.20 · Gewässerschutzgesetz, GSchG · Confédération
SR 814.201 · GSchV · Confédération