Sondernutzungsplan Ludwigstrasse
Plan d'affectation spécial · St. Gallen
Document
- Numéro
- 2019-0164
- Type
- Plan d'affectation spécial
- Commune
- St. Gallen
- Canton
- Saint-Gall
- Niveau
- Commune
- Autorité
- Gemeindeverwaltung
- Adopté
- 21 févr. 2019
- Approuvé
- 25 mars 2019
- Publié
- 13 août 2018
- En vigueur depuis
- 1 juin 2019
Carte
1 élément du plan, tirés des données du plan d'affectation du canton (geodienste.ch).Ouvrir la carte complète
Fichiers
GenehmigungsverfügungOuvrir dans un nouvel onglet
Texte
Genehmigungsverfügung
Kanton St.Gallen
Baudepartement Amt für Raumentwicklung und Geoinformation
Baudeparlemenl, Amt für RaumenMcklung und Gæ¡nfomalion, Lâmml¡sb¡unnenslrasse 54, 9001 St.Gallen
A-Post
Stadtrat St. Gallen Poststrasse 28 9001 St. Gallen
25. Màrz2019
Geschäft Nr. 19-1741 Gemeinde St.Gallen: Genehmigung eines Gemeindeerlasses
Sehr geehrter Herr Stadtpräsident Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte
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Sie haben uns in Nachachtung von Art.38 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1; abgekürzt PBG) folgenden Erlass zur Genehmigung eingereicht:
. Sondernutzungsplan Ludwigstrasse I
Ausgangslage Der Sondernutzungsplan Ludwigstrasse bezweckt nach Angaben in den besonderen Vorschriften die Erstellung einer auf die ortsbaulich sensible Umgebung abgestimmte Ersatzbebauung, welche eine vozügliche städtebauliche, architektonische und freiräumliche Qualität aufweise. Weiter soll eine zweckmässige Erschliessung und Parkierung geregelt
werden.
Der Geltungsbereich des Erlasses umfasst die Liegenschaften F3121 und F3243, welche durch die Seeblickstrasse getrennt werden. Das Areal ist der zweigeschossigen Wohnzone (Bauklasse 2 und 2a)zugewiesen und umfasst rund 0.6 ha. Es grenzt gegen Osten an ein Gebiet mit besonderem baulichen Erscheinungsbild. Dazu ist es mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen (Bushaltestelle Seeblick direkt angrenzend; ÖV-Güteklasse B) und liegt beim Quartiezentrum Rotmonten. Die Verfahrenseinleitung startete mit Stadtratsbeschluss vom 14. Juni 2018, die öffentliche Auflage erfolgte vom 13. August bis 12. September 2018. Der Sondernutzungsplan Ludwigstrasse wurde durch den Stadtrat am 21. Februar 2019 erlassen, unter gleichzeitiger Abweisung der zwei eingegangenen Einsprachen.
2 Erwägungen
Der Erlass wurde von den kantonalen Fachstellen mit Bericht vom 3. April 2018 vorgeprüft. Die darin angebrachten Hinweise wurden in der Planung berücksichtigt.
19-1741
1t4
Die Ortsplanung ist Sache der politischen Gemeinde (Art. 1 Abs. I PBG). Die zuständige kantonale Stelle prüft die Erlasse auf Rechtmässigkeit sowie auf deren Übereinstimmung mit der kantonalen Richtplanung und der Sachplanung des Bundes (Art. 38 Abs. 2 PBG). Die Genehmigungsprüfung ergibt Folgendes: H o he städte b a u I i ch e u n d a rch ite kto n i sche Q u a I ität a) Nach Art. 25 PBG kann der Sondernutzungsplan in Abweichung vom Rahmennutzungsplan eine höhere bauliche Nutzung im lnteresse einer Überbauung von hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität zulassen.
b)Auf die erforderliche Qualität und deren rechtliche Sicherung wird im Planungsbericht (vgl. Kapitel C / Kapitel D5 und D6 / Kapitel F), in der Beschlussfassung des Stadtrates vom 21. Februar 2019 sowie in den beiden Einspracheentscheiden (ebenfalls je vom 21.
Februar 2019) eingegangen. Der Stadtrat führt aus, dass aufgrund der sorgfältigen städtebaulichen, architektonischen und freiräumlichen Ausformulierung der Überbauung und unter Berücksichtigung prägender Elemente aus der Umgebung und der Gartenstadtidee von Adolf Gaudy ein hochwertiges Projekt vorliege. Die vier feingliedrigen Einzelbauten mit sorgfältig gestalteten Dachsilhouetten würden zu einem stimmigen Ensemble zusammengefügt. Zusammen mit den entstehenden Freiräumen und der Durchgrünung werde eine quartierverträgliche Lösung ermöglicht, die in einer passenden Dichte und Dimensionierung das vorhandene Ortsbild stärke. Weiter werde mit einem breit gefächerten Wohnungsangebot auf verschiedene individuelle Wohnbedürfnisse eingegangen. Das hinreichende Parkplatzangebot werde auf die gute Erschliessungsgüte abgestimmt. c) Der stadträtlichen Argumentation kann aus kantonaler Sicht gefolgt werden. Dem Uberbauungskonzept und dessen grundeigentümerverbindlichen Umsetzung mit dem Sondernutzungsplan kann die geforderte hohe städtebauliche und architektonische Qualität attestiert werden. Zur Qualitätssicherung wurde insbesondere auch ein Konkurrenzverfahren mit mehreren teilnehmenden Teams durchgeführt. lm Beurteilungsgremium waren unter anderem ein Mitglied des Sachverständigenrates der Stadt St.Gallen sowie die Leiterin der Abteilung Städtebau der Stadtplanung vertreten. Gebührende Rücksichtnahme auf die lnteressen der Nachbarn d) Die geforderte hohe städtebauliche und architektonische Qualität umfasst auch eine gebührende Rücksichtnahme auf die lnteressen der Nachbarn. Diese dürfen nicht wesentlich beeinträchtigt werden. e) Gegenüber den Nachbarn relevant ist vor allem die Erhöhung der maximalen Gebäudehöhe um 0.65 bzw. 0.95 m sowie der Gebäudehöhe um7.7B bzw. 12.20 m. Die Erhöhung der Gebäudehöhe um weniger als einen Meter kann nicht als wesentlich beurteilt werden, da die minimalen Grenzabstände eingehalten oder erhöht werden.
f)Von der erhöhten Gebäudelänge ist nur der Eigentümer des Grundstücks Nr. F3255 betroffen. Gegenüber den anderen Grundeigentümern wird die maximale Gebäudelänge eingehalten oder - teils deutlich - reduziert. Die Mehrlänge des Hauses 4 gegenüber dem Grundstück Nr. F3255 beträgt 7 m (Regelbauweise: 36 m; ca. + 20 % Mehrlänge). Sie 1S-1741
2t4
wird durch einen etwas grösseren Freiraum bei der nordwestlichen Stirnseite des Hauses 4 sowie durch die hohe städtebauliche und architektonische Gestaltung wieder reduziert. Insgesamt kann nicht von einerwesentlichen Beeinträchtigung gesprochen werden. Eine regelkonforme Bebauung entlang der Grundstücksgrenzen würde meistens zu einer gleichwertigen oder höheren Belastung der Nachbarn um das Planungsgebiet führen. Ei n h altu ng Rah me n n utz u ng spl an g) Nach Art. 23 Abs. 2 PBG dü¡fen Sondernutzungspläne keine materielle Anderung des Rahmennutzungsplans bewirken.
h)Wie oben ausgeführt, liegen die Abweichungen von der Regelbauweise im Wesentlichen in der erhöhten Gebäudelänge sowie in der höheren Gebäudehöhe. Dazu wir der arealinterne Gebäudeabstand reduziert und die Gebäudetiefe teils erhöht. lnsgesamt können die Abweichungen noch als zonenkonform beurteilt werden. lnsbesondere werden im Sinne einer Kompensation ein grösserer Freiraum (Hofbereich Haus I l2l3) sowie ein Platzbereich an der Seeblickstrasse zwischen den Häusern 3 und 4 freigehalten. Offe n tt i c h e s /nferesse
d) Das Raumplanungsgesetz (SR 700; abgekürzt RPG) legt den Fokus stark auf die lnnenentwicklung (u.a. Art. 1 Abs. 2 Bst. abi'sowie Art. Ba Abs. 1 Bst. c RPG). Die geforderte lnnenentwicklung soll - wie vorliegend - hochwertig erfolgen. Nicht die Dichte, sondern die Qualität ist das entscheidende Thema: Eine hochwertige lnnenentwicklung führt zur richtigen Dichte am richtigen Ort in der richtigen Qualität. e) Wichtig ist auch die Funktion der Stadt St.Gallen. Das kantonale Raumkonzept be-
zeichnet die Stadt als Hauptzentrum. Somit trägt die Stadt die Verantwortung bzw. Verpflichtung, einen wesentlichen Teil des künftigen kantonalen Bevölkerungswachstums zu übernehmen. Dafür ist es erforderlich, die vorhandenen Baulandreserven in einer örtlich angepassten Dichte und in hochwertiger Qualität zu nutzen.
f) Folglich besteht ein grundsätzliches lnteresse an einer Bebauung in einer ortsverträglichen Dichte. Dazu ist ein Sondernutzungsplan ein geeignetes Mittel, denn damit kann die enruünschte Qualität sichergestellt werden. Nach Art. 25 PBG kann ein Sondernutzungsplan in Abweichung vom Rahmennutzungsplan eine höhere bauliche Nutzung im lnteresse einer Überbauung von hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität zulas-
sen.
g) Neben dem grundsätzlichen öffentlichen lnteresse an der lnnenentwicklung ist auch der konkrete Ort dazu geeignet. Der Geltungsbereich des Sondernutzungsplanes liegt beim Quartierzentrum Rotmonten und ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation stellt als Genehmigungsbehörde fest, dass der Erlass rechtmässig ist, mit den übergeordneten Planungen übereinstimmt und folglich genehmigt werden kann.
19-1741
3t4
3 Dispositiv
ln Anwendung von Art. 38 PBG und Ad. 94 Abs. 1 des Gesetzes über die Ven¡valtungsrechtspflege (sGS 951.1; abgekürzt VRP), Art. 3 Bst. c der Verordnung zum Planungsund Baugesetz (sGS 731.11; abgekürá PBV), Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang 6 der Ermächtigungsverordnung (sGS 141.41; abgekürzt ErmV) sowie dem Gebührentarif für die Staats- und Gemeindevenrualtung (sGS 821.5; abgekürzt GebT) verfügt das
Amt für Raumentwicklung und Geoinformation:
1. Der Sondernutzungsplan Ludwigstrasse wird im Sinne der Erwägungen genehmigt 2. Die Gebtihr für diese Verfügung beträgt Fr. 1'590.- (davon Anteil AFU-RU 140.--).
Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Verfügung kann nach Art. 132 PBG i.V.m. Ai-L.47 Abs. 1 VRP innert viezehn Tagen seit Eröffnung Rekurs beim Baudepartement erhoben werden. Freundliche Grüsse Der Leiter des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation:
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Ralph Etter
Beilagen - Genehmigter Erlass (einfach) - Rechnung mit Einzahlungsschein Kopie - Rechtsabteilung (einschliesslich Erlass) - Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (einschliesslich Erlass)
19 1741
4t4
besondere Vorschriften
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Besondere Vorschriften zum Sondernutzungsplan Ludwigstrasse
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Zweck: Besondere Bauweise gemäss Art. 25 Planungs- und Baugesetz (PBG) vom 5. Juli 2016
Verfahrenseinleitung Stadtrat Am: 14. Juni 2018
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lm Namen des Stadtrates: Der Stadtschreiber s
Öffentlich aufgetegt Vom: 13.August2018
Erlass Stadtrat Am:21. Februar 2019
Bis am: 12. September 2018
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Genehmigung Amt für Raumentwicklung und Geoinformation
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Stadtplanung 29. Mai 2018
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Stadt St.Gallen I Sondernutzungsplan Ludwigstrasse I Besondere Vorschriften
A
Allgemeines
Art. 1 Geltungsbereich
1 Die folgenden Bestimmungen gelten für das im Sondernutzungsplan umgrenzte Gebiet. Sofern nachstehend nichts anderes bestimmt wird, gelten die Vorschriften des Planungs- und Baugesetzes (PBG) und der Bauordnung der Stadt St.Gallen
(Bo).
2 Der Sondernutzungsplan besteht aus dem Plan 1:500, den besonderen Vorschrif-
ten (BesV) sowie den Beilageplêinen Nr. I bis 16.
3 Alle in der Legende des Sondernutzungsplans
als Festlegung bezeichneten Planelemente, die besonderen Vorschriften und die Aussagen zur Dachgestaltung aus den Beilageplänen sind verbindlich. Die übrigen Planelemente sind richtungsgebend
Ar1.2 Zweck Der Sondernutzungsplan bezweckt die Erstellung einer auf die ortsbaulich sensible Umgebung abgestimmten Ersatzbebauung mit einer Wohnnutzung, welche eine vorzügliche städtebauliche, architektonische und freiräumliche Qualität aufweist. Weiter wird für das Planungsgebiet die zweckmässige Erschliessung und Parkierung geregelt.
B
Erschliessung und Parkierung
Art. 3 Erschliessung
1 Die Erschliessung des Plangebiets für den motorisierten lndividualverkehr hat ab der Seeblickstrasse und über die im Plan bezeichneten Erschliessungsbereiche zu
erfolgen.
2 DieZu- und Wegfahrten zu den Tiefgaragen haben an den im Plan bezeichneten
Stellen zu erfolgen.
Art. 4 Parkierung
1 Sämtliche Parkfelder sind in den Tiefgaragen anzuordnen.
2 Bei Neubauten sind pro Wohnung bzw. pro 100 m'zBruttogeschossfläche
(BGF) maximal 0.8 Parkfelder für die Bewohnenden zulässig. Massgebend ist der höhere Wert. Für Besuchende sind pro Wohnung bzw. 100 m2 BGF 0.1 Parkfelder anzubieten. Die effektive Anzahl der Parkfelder wird im Baubewilligungsverfahren gestützt auf die VSS-Norm 640281 bzw. dem Parkplatzreglement festgelegt.
Art. 5 Abstellflächen für Zweiräder
Abstellflächen für Zweiräder sind an gut zugänglichen Stellen in der Nähe der Hauszugänge der Gebäude sowie in der Tiefgarage zu erstellen. Die Anzahl der erforderlichen Abstellplätze ist im Baubewilligungsverfahren festzulegen.
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Stadt St.Gallen I Sondernutzungsplan Ludwigstrasse I Besondere Vorschriften
C
Überbauung
Art. 6 Grundfläche Hauptbauten
1 Die Grundflächen für Hauptbauten legen Lage und Stellung sowie die maximal zulässige horizontale Ausdehnung der Bauten fest. Die Höhenausdehnung wird durch die maximal zulässige Anzahl Vollgeschosse, die maximale Gebäudehöhe (GH) in m ü. M. und die Traufhöhe (TH, Schnittpunkt der Fassade mit der Dachoberkante) in m ü. M. geregelt.
2 Unterschreitungen der Grundflächen durch Hauptbauten sind zulässig, sofern da-
durch die charakteristische Erscheinung, insbesondere die Dachform und das für die städtebaulich vorzügliche Qualität massgebende Verhältnis der Gebäudevolumen in sich und zueinander gewahrt bleiben.
Arl.7
Vor- und Anbauten Mit Ausnahme von Vordächern sind keine Vor- und Anbauten zulässig
Art. I
Umgrenzung unterirdische Bauten Die maximal zulässige horizontale Ausdehnung von unterirdischen Bauten richtet sich nach der Umgrenzung unterirdische Bauten.
D
Gestaltung
Art. 9 Architektonische Gestaltung
I Bauten und Anlagen sind architektonisch einheitlich und so zu gestalten, dass hinsichtlich MassstËiblichkeit, Formensprache, Fassadenstruktur, Materialwahl und Farbgebung eine vorzügliche Gesamtwirkung erzielt wird.
2 Die Volumina haben sich in einen muralen Teil, mit Lochfenstern im Erdgeschoss
und ein Obergeschoss mit Gauben mit unterschiedlichen Abmessungen, die sich teils offen oder auch als verglaste Fassadenteile bis ins Dachgeschoss einschneiden, zu gliedern. Die Gebäudeecken sind jeweils durch die umlaufende Traufe zu fassen. Die muralen Flächen sind in verputztem, geschlämmtem oder gestrichenem Maueruverk oder Beton auszuführen. 3 Mit dem Baugesuch ist ein Konzept zur Materialisierung und Farbgebung inkl. Fas-
sadenschnitt 1:20 durch die relevanten Bauteile vorzulegen. Mit der Bewilligung kann eine Bemusterung im Massstab 1:1 verlangt werden.
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Stadt St.Gallen I Sondernutzungsplan Ludwigstrasse I Besondere Vorschriften
Art. l0
Seite 4
Dachgestaltung 1 Sämtliche Dächer der Hauptbauten sind als Steildächer mit abgeschnittenem First auszubilden. 2 Ausschliesslich in
den im Sondernutzungsplan bezeichneten Bereichen sind auf den Dachflächen der Hauptbauten Dachaufbauten zulässig. Die aussenliegenden Gebäudeecken sind von Dachaufbauten freizuhalten.
3 lm Bereich Dachaufbaute A sind Dachaufbauten
maximal 1.50 m überschreiten.
zulässig, welche die Firsthöhe um
a Der Dachgestaltung kommt eine besondere Bedeutung zu. Mit dem Baugesuch ist
ein Dachgestaltungskonzept einzureichen. Die Typologien der Dachaufbauten haben jenen der Beilageplänen zu entsprechen. 5 Technisch oder betrieblich erforderliche Dachaufbauten
oderAnlagen sind zusammenzufassen und haben sich gut in die Dachgestaltung einzufügen. Elemente von Photovoltaikanlagen sind flächenbündig einzupassen.
E
Umgebung
Art. 11 Umgebungsgestaltung
1 Die Umgebung
ist so zu gestalten, dass eine vorzügliche Gesamtwirkung erzielt wird. Die Gestaltung hat nach einem einheitlichen, auf die bauliche und nutzungsbedingte Situation abgestimmten Konzept zu erfolgen. 2 Stützmauern
können den geltenden Strassenabstand unterschreiten. Sie sind sorg-
fåiltig und einheitlich zu gestalten sowie gut in die Umgebung einzufügen.
3 Um eine nachhaltige Gestaltung der Umgebung gewåihrleisten zu können, ist die Tiefgarage ausreichend mit durchwurzelbarem Substrat zu überdecken.
a lm Rahmen des Baubewilligungsverfahrens
tungsplan einzureichen.
Ar1.12
ist ein detaillierter Umgebungsgestal-
Platzbereich 1 Der Platzbereich dient den Bewohnenden und Besuchenden
der Überbauung als Ankunftsort. Befestigte Bereiche sind möglichst sickerfähig auszugestalten. 2 Private Nutzungen sind nur in den Bereichen bis 4.0 m ab Gebäudefassade
zuläs-
sig. Alle weiteren Freiflächen sind für alle Bewohnenden und Besuchenden zugäng-
lich zu gestalten.
3 Es sind dem Zweck des Platzbereichs dienende Anlagen und kleine Nebenbauten zulässig.
4 lm Platzbereich dürfen Bäume mit einem minimalen Abstand von 1.5 m ab klassier-
ten Strassenbereichen gepflanzt werden.
Stadt St.Gallen I Sondernutzungsplan Ludwigstrasse I Besondere Vorschrifren
Art. 13 Seite 5
Erschliessungsbereich 1 Der Erschliessungsbereich
dient dem motorisierten Verkehr als Zu- und Wegfahrt zur Tiefgarage und als Parkierungsfläche. Befestigte Bereiche sind möglichst sickerfåhig auszugestalten. 2 Es sind dem Zweck des Erschliessungsbereichs
dienende Anlagen zulässig. Kleine Nebenbauten gemäss Art. 30 BO sind nicht zulässig.
Ar1.14
Grünbereich 1 Der Grünbereich
ist gut zugänglich auszugestalten und dient den Bewohnenden als durchgrünter Aussenraum. 2 Private Nutzungen sind nur in den Bereichen bis 4.0 m ab Gebäudefassade
zuläs-
s¡9.
3 Es sind dem Zweck des Grünbereichs
zulässig.
dienende Anlagen und kleine Nebenbauten
4 Soweit es die Nutzungen zulassen, ist der Grünbereich naturnah, extensiv und öko-
logisch wertvoll auszugestalten. Mit Ausnahme der Wege und Plåitze ist der Grünbereich unversiegelt auszuführen.
Art. 15 Begegnungs-, Aufenthalts- und Spielbereich
An den im Sondernutzungsplan bezeichneten Stellen sind Begegnungs-, Aufenthalts- und Spielbereiche bereitzustellen. Sie sind so zu gestalten, dass sie für Kinder, Behinderte und Betagte zugtinglich und benritzbar sind.
Art. 16 Bepflanzung
1 Die im Plan bezeichneten Bäume sind zu erhalten. Die Baumschutzmassnahmen
sind im Baubewilligungsverfahren zu regeln. Gefällte Bäume sind innerhalb des Plangebiets gleichwertig zu ersetzen. 2 Bepflanzungen sind in angemessenerAnzahl und mit einheimischen,
standortge-
rechten Arten vorzunehmen. Die genaue Standort- und Artenwahl der Pflanzungen ist im Umgebungsgestaltungsplan im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens aufzuzeigen.
Stadt St.Gallen I Sondernutzungsplan Ludwigstrasse I Besondere Vorschrifren
F
Verschiedenes
Àrt.17 Energie Die Bauten sind in nachhaltiger Bauweise zu erstellen. Massgebend sind die aktuellen Standards. Das entsprechende Konzept ist frühzeitig, spätestens aber mit der Baueingabe einzureichen.
Art. l8
Sicherheit Für die Bereiche gemäss Art. 52 BO ist im Baubewilligungsverfahren ein Belichtungsund Beleuchtungskonzept einzureichen.
Seite 6
Weitere Dokumente
Ifstgallen
Beilagepläne zum Sondern utzu ngsplan Ludwigstrasse
lnhalt:
I
Erdgeschoss, Umgebung, 1 :280
2
Obergeschoss, 1:250
3
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Dachgeschoss, 1 :250
4
Dachplan, 1:250
5
lefgarage, 1:250
6
Wohnungsspiegel
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Niveaupunkt - Baurechtlicher Höhenauslegung
Südansicht Nordansicht, Schnitt Talseite
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Ostansicht, Schnitt Haus 4
11
Westansicht, Schnitt Haus 4
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Ostansicht, Schnitt Haus 3
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Westansicht, Schnitt Haus 3
14
Ostansicht, Schnitt Haus 1-2
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Westansicht, Schnitt Haus '1-2
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Materialisierung Fassade
Architektur Landschaftsarchitektur Planung
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Staufer & HaslerArchitekten AG, lndustriestrasse 23, 8500 Frauenfeld Krebs und Herde GmbH, Lagerplatz 21 ,8400 Winterthur ERR RaumplanerAG, Teufener Strasse 19, 9001 St.Gallen
+41 527230808 +41 52 269 08 60
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gestrichen oder in ähnlicher Optik behandelt. Die Aussenwände in verputztem, geschlämmtem oder gestrichenem Mauerwerk oder Beton gliedern sich ruhig in den muralen Kontext der umliegenden Bauten ein. Stürze, Simse oder Brüstungen aus vorfabrizierten Betonelemente werden gleichermassen in hellem und warmem Weiss- oder Grauton verputzt, geschlämmt, gestrichen oder in ähnlicher Optik behandelt. Stirnseitig sind mehrheitlich eingezogene Loggien vorgesehen. Tragende Holzkonstruktionen in Form von Gabeln stützen die Dachaufwölbungen und fangen die Zwischendecken ab; sie sind ein wiederkehrendes Motiv mit statischer Funktion, das der Anlage eine zusammenhängende Identität verleiht. Die Gebäudeecken werden durch eine umlaufende Traufe gefassf; sie bildet die ruhige, zweigeschossþe Basrc für die Ausformung einer bewegten und massgeschneiderten Dachsilhouette, die textilartig mit Blech eingedeckt wird.
Aussenwände im Sichtmauerwerk
Fenster im Holz oder Holz-Metall
Vorfab. Betonelemente
Absturzsicherung im Holz oder Metall
statisches Element âus Holz