Gestaltungsplan Breiti
Plan d'affectation spécial · Thalheim (AG)
Document
- Numéro
- 11.36
- Type
- Plan d'affectation spécial
- Commune
- Thalheim (AG)
- Canton
- Argovie
- Niveau
- Commune
- Autorité
- Gemeindeverwaltung
- Approuvé par
- BVU
- Adopté
- 22 mai 2013
- En vigueur depuis
- 22 mai 2013
- Source
- ÖREBlex, canton Argovie
Carte
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Fichiers
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Texte
SNP-4117-2013-E.pdf
Kanton AargaU Departement Bau, Verkehr und Umwelt Abteilung Raumentwicklung
Kanton Aargau
Gemeinde Thalheim
Gestaltungsplan Breite gemäss § 21 BauG
Sondernutzungsvorschriften Genehmigungsexemplar Weitere Bestandteile des Gestaltungsplanes: • Situationsplan 1:500 (verbindlich) • Planungsbericht (orientierend) Vorprüfungsbericht vom 19.04.2012 Mitwirkungsbericht vom 03.04.2012 Öffentliche Auflage vom 16.05.-18.06.2012 Beschlossen vom Gemeinderat am: 20.07.2012
99r-GeTeindeammann:
Die Gemeindeschreiberin:
R. Frauchige2
Genehmigt vom zuständigen Departement am:
Genehmigung durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt Aarau, den 22. ,c,.; 20,43 Auftrags-Nr.: 4117P103 02.08.2012/Wea
Der Genera
Gemeinde Thalheim
Breite Sondernutzungsvorschriften
Die folgenden
Sondernutzungsvorschriften sind integrierender Bestandteil des Gestaltungsplans Breite
1. Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 Zweck/Ziel
Mit dem Sondernutzungsplan Breite werden folgende Planungsziele angestrebt: •
Gute Einordnung ins Ortsbild (Ortsbildschutzperimeter gemäss Bauzonenplan)
•
Sicherstellung der notwendigen Erschliessung und Ermöglichung einer zweckmässigen Überbauung
•
Angemessene Bachöffnung des heute eingedolten Hägibach in Kombination mit einer attraktiven Aussenraumgestaltung und zweckmässigen Bebauungsmöglichkeit
•
Attraktive Aussenraumgestaltung und Durchgrünung der rückwärtigen Baubereiche
•
Haushälterischer Umgang mit dem Bauland durch Minimierung der Verkehrsfläche
•
Ortsbaulich angemessene Definition des Strassenraumes und des Dorfplatzes
Art. 2 Bestandteile
1Verbindliche Bestandteile des Gestaltungsplan Breite sind: • •
Situationsplan 1:500 Sondernutzungsvorschriften
2Erläuternde Grundlagen des Gestaltungsplanes sind: • Planungsbericht •
Richtkonzept Breiti (Situationsplan 1: 500)
Art. 3 Perimeter / Geltungsbereich
Die Sondernutzungsvorschriften (SNV) beziehen sich auf den im Situationsplan 1:500 bezeichneten Perimeter des Gestaltungsplanes Breite.
Art. 4 Verhältnis zur
Grundordnung
1Soweit mit dem Gestaltungsplan nicht abweichende Regelungen getroffen werden, gelten die Bestimmungen der Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde Thalheim.
1
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Gemeinde Thalheim
Breite Sondernutzungsvorschriften
2Vorbehalten bleibt die übergeordnete Gesetzgebung des Kantons und des Bundes, insbesondere die einschlägige Bau-, Planungs- und Umweltschutzgesetzgebung.
Art. 5 Geringfügige Abweichungen
Der Gemeinderat kann im Baubewilligungsverfahren zugunsten guter Lösungen geringfügige Abweichungen vom Gestaltungsplan gestatten, wenn dadurch sein Zweck, seine Leitideen und nachbarliche Interessen nicht beeinträchtigt werden.
2. Baubereiche
Art. 6 Abstandsvorschriften
1Die Baubereiche sind begrenzt durch Baulinien. Die Baulinien ersetzten die Grenz- und Strassenabstände. 2Innerhalb der Baubereiche gelten die Gebäudeabstände
3. Erschliessung
Art. 7
Grunderschliessung 1Die Erschliessung unterteilt sich in die Grunderschliessung (Ringstrassenverbindung) und in Erschliessungsstiche (Parzellenzufahrten). Öffentliche Fusswegverbindung
2Die Erschliessung für Fussgänger erfolgt über einen Fussweg neben der Einfahrt zur K474 zwischen den Teilbereichen A2 und Al. Der Fussweg führt entlang des neuen Baches bis zum Uferbereich des Talbachs. Der öffentliche Fussweg entlang des geöffneten Bachs muss eine Breite von 2 m haben, die übrigen öffentlichen Fusswege eine solche von 1.5 m. Der Weg entlang des Bachs ist mit der Bachöffnung, der öffentliche Fussweg zwischen den Bauten mit der Überbauung zu realisieren. Der Fussweg ist im Grundbuch anzumerken.
Abstellplätze
3Abstellplätze sind mit einem versickerungsfähigen Belag auszustatten (z.B. Rasengittersteine).
4. Bauvorschriften Baubereich A
Art. 8 Gültigkeit
1Die Vorschriften des § 8 beschränken sich auf den im Situationsplan 1:500 definierten Baubereich A (Al -A3).
Anzahl Vollgeschosse
2 Es sind 2 Vollgeschosse plus Dachgeschoss zu erstellen. Sofern auf der Südseite (Teilbereich Al) respektive auf der Westseite (Teilbereiche A2 und A3) die Dachdurchbrüche mehr als 1/3 betragen (siehe SNV § 8 Abs. 8 Dachgestaltung) gilt das Dachgeschoss ebenfalls als zusätzliches Vollgeschoss. Dies ist zulässig.
Ausnützungsziffer
3Die minimale Ausnützungsziffer beträgt 0.55; die maximale Ausnützungsziffer beträgt 0.80.
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Gemeinde Thalheim
Breite Sondernutzungsvorschriften
Gebäudetiefe
4Die maximale Gebäudetiefe beträgt 12m. 2-geschossige Balkone, Vorbauten etc. sind bis zu einer Gebäudetiefe von 3m zusätzlich möglich.
Fassadengestaltung 6Bei der Farbwahl ist auf eine dezente Erscheinung zu achten. Es
sind keine grellen und glänzenden Materialien und Farben zu verwenden. Firstrichtung
61m Teilbereich Al ist die Firstrichtung längs zur Kantonsstrasse auszurichten. In den Teilbereichen A2 und A3 ist auch eine Firstrichtung in Nord-/Südrichtung möglich. Sofern aber die Firstrichtung der Baute entlang der Kantonsstrasse im Teilbereich A2 parallel zur Kantonsstrasse erstellt wird, ist die nördliche Baulinie der Baubereichsgrenze um 6 m nach Süden zu versetzen. 7In Abweichung zur BNO sind auch horizontale Fenster zugelassen.
Dachgestaltung
Vordachgestaltung
8In Abweichung zu Art. 7 Abs. 4 + 5 BNO gilt:
•
Um die Einpassung in die umliegend bestehende Dachlandschaft zu gewährleisten, hat die Dachneigung —in der Regel- 35 0 - 45 0 aufzuweisen und ist als symmetrisch geneigtes Satteldach zu realisieren. Die Firstrichtung ist in Längsrichtung des Gebäudes anzuordnen.
•
Dachdurchbrüche auf der Nord- (Teilbereich Al) und Ostseite (Teilbereiche A2 und A3) sind bei einwandfreier architektonischer Gestaltung auf maximal 1/5 der Fassadenlänge, auf der Süd(Teilbereich Al) und Westseite (Teilbereiche A2 und A3) auf maximal 2/3 der Fassadenlänge zugelassen.
•
Bei der Gestaltung der Dachhaut ist auf eine dezente Erscheinung zu achten. Es sind keine grellen und glänzenden Materialien und Farben zu verwenden.
•
Dacheinschnitte sind nicht zulässig
•
Dachlukarnen sind auch mit flachen oder minimal geneigten Dächern zulässig
•
Dachlukarnen sind mindestens 1.5 m von der Giebelfassade zurück zu setzen, von der traufseitigen Fassade ist kein Rücksprung erforderlich
•
Höhe der Lukarne: Die maximale Höhe der Lukarne beträgt 2.80 m ab Oberkante Decke Dachgeschoss.
n
Bei guter Gestaltung dürfen die Vordachausbildungen von der Norm BNO abweichen.
Erschliessung
10Die Erschliessung für den westlichen Teil (Teilbereich A2) erfolgt ab der Kantonsstrasse. Der östliche Teil (Teilbereiche Al und A3) wird über die neue Erschliessungsstrasse erschlossen.
Parkierung
11 Die Parkierung im Baubereich A ist unterirdisch anzuordnen. Besucherparkplätze entlang der Kantonsstrasse sind zulässig.
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Gemeinde Thalheim
Breite Sondernutzungsvorschriften
5. Bauvorschriften Baubereich B
Art. 9 Gültigkeit
1 Die Vorschriften des § 9 beschränken sich auf den im Situationsplan
1:500 definierten Baubereich B Ausnützungsziffer
2Die maximale Ausnützungsziffer beträgt 0.80.
Nutzung
31m Baubereich B sind Mehr- oder Reiheneinfamilienhäuser zu erstellen.
Dachform
41m Baubereich B ist ein drittes Geschoss mit Flachdach zugelassen, sofern es auf einer Längsseite um mindestens 4,5m von der darunter liegenden Fassade zurück gesetzt ist.
Gebäudetiefe
5Die maximale Gebäudetiefe beträgt 14m. 2-geschossige Balkone, Vorbauten etc. sind bis zu einer Gebäudetiefe von 3 m zusätzlich möglich.
Gebäuderichtung
61m Baubereich B sind mindestens 2, maximal 4 Gebäude zu erstellen. Die strassenseitigen Fassadenfluchten sind gegeneinander um mindestens 4 m zu versetzen.
Anzahl Gebäudeeinheiten / Versatz Parkierung
7Die Parkierung für die Bewohner hat unterirdisch zu erfolgen. Besucherparkplätze sind oberirdisch insbesondere entlang der neuen Erschliessungsstrasse zugelassen. Hier sind einige einheimische Bäume zu pflanzen. Die konkrete Ausgestaltung wird im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens geregelt.
6. Bauvorschriften Baubereich C, D und E
Art. 10 Gültigkeit
1 Die Vorschriften des § 10 beschränken sich auf die im Situationsplan 1:500 definierten Baubereiche C, D und E
Ausnützungsziffer
2Die maximale Ausnützungsziffer beträgt 0.55.
Nutzung / Dachgestaltung
3Es gelten die Vorschriften der Dorfzone gemäss BNO.
7. Bauvorschriften Baubereich F
Art. 11 Gültigkeit
1 Die Vorschriften des § 11 beschränken sich auf den im Situationsplan 1:500 definierten Baubereich F.
Ausnützungsziffer
2Die maximale Ausnützungsziffer beträgt 0.65
Geschossigkeit
3Talseitig dürfen die Gebäude 3-geschossig in Erscheinung treten.
Dachform
40ie maximale Breite der Gebäude mit Schrägdach beträgt 12 m, 2geschossige Balkonschichten bis 3 m sind zugelassen. Ergänzende, 1-geschossige Flachdachanbauten sind, unter Einhaltung der ortsüblichen Einordnung, zugelassen.
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Gemeinde Thalheim
Breite Sondernutzungsvorschriften
Erschliessung
Der Baubereich F wird ab der Erschliessungsstrasse Breiti erschlossen. Für Anlieferungen wird die Zufahrt direkt ab der K 474 gestattet.
Aussenraumgestaltung
3Die Aussenraumgestaltung ist mit dem Strassenraumkonzept der Kantonsstrasse abzustimmen.
8. Energieeffizienz
Art. 12 Energie
1 Um eine zeitgemässe und nachhaltige Bebauung gewährleisten zu können, wird bezüglich Energie und Ökologie eine dem MinergieStandard gleichwertige Lösung verlangt. 21m gesamten Gebiet des Gestaltungsplanes sind Solarwärme- und Solarstromanlagen gestattet.
9. Vorplatzbereich
9 autres articles
Art. 13 Gültigkeit
1 Diese Gestaltungsvorschriften für den Vorplatzbereich beziehen sich auf den entsprechend bezeichneten Bereich im Situationsplan 1:500 zwischen den Gebäuden des Baubereichs A und der Kantonsstrasse K474.
Gestaltung
2Die Gestaltung des Vorplatzbereiches muss sich an der üblichen
Gestaltung im Ortsbildschutzperimeter orientieren. Nutzung
3Besucherparkplätze sind zugelassen.
Materialwahl
4Materialien sind zu vermeiden, welche zu einer vollständigen Versiegelung der Fläche führen.
Bepflanzung
5Für die Bepflanzung sind nur einheimische Staudengewächse und
Bäume zugelassen. Umgebungsplan
6Mit dem Baugesuch ist ein Umgebungsplan einzureichen, welcher aufzeigt, wie der Vorplatzbereich gestaltet wird. Dabei sind die Einpassung in das Ortsbild und die gestalterischen Aspekte des Kantonsstrassenraumes zu berücksichtigen.
10. Privater Aussenbereich
Art. 14 Privater Aussenbereich
Der private Aussenbereich kann von dessen Bewohnerinnen und Bewohnern als Spiel- und Gartenanlage, Sitzplatz und dergleichen genutzt werden.
11. Bereich Grünfläche für Spielen und Erholen
Art. 15 Nutzung
1 Die nördlich des Baubereiches F liegende Grünfläche ist für Spielen
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Gemeinde Thalheim
Breite Sondernutzungsvorschriften
und Erholen vorgesehen. Die Nutzung ist für die Bewohner von Baubereich F reserviert. Kleinbauten bis 6 m2 sowie Cheminee sind zugelassen. 2Die Erstellung einer Bushaltestelle für beide Fahrtrichtungen ist zugelassen. Bepflanzung
3Für die Bepflanzung sind nur einheimische Staudengewächse und Bäume zugelassen.
12. Öffentlicher Zugangsbereich
Art. 16 Nutzung / Gestaltung
1Der öffentliche Zugangsbereich ist mit der Gestaltung des Dorfplatzes zu koordinieren. Die Gestaltung muss parzellenübergreifend erfolgen und in Abstimmung zum Vorplatzbereich des Dorfbrunnens erfolgen.
13.Gewässerraum gemäss Art. 41 GschV
Art. 17 Ziel
1Der im Situationsplan markierte Gewässerraum hat eine Breite von 11 m und dient der naturnahen Gestaltung des Uferbereichs.
Nutzung
2Die Böschungen sind mit standortgerechter Vegetation naturnahe zu bepflanzen. Im Uferbereich sind Fusswege zulässig und vorgesehen.
Realisierung
3Die Bachöffnung und Ufergestaltung erfolgt mit der Erschliessung der Parz. 57 oder mit der Grunderschliessung (je nachdem, welche Erschliessung früher erfolgt).
Unterhalt und Pflege
4Unterhalt und Pflege ist Sache der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer (§121 BauG). Die Bachborde sind periodisch zu mähen. Das Schnittgut ist zu entfernen.
14. Hochwasserschutz
Art. 18 1Wer in einer Hochwassergefahrenzone baut, hat im Baugesuch
nachzuweisen, dass er dem Projekt entsprechende Schutzmassnahmen getroffen hat. In der Regel sind die Massnahmen auf das schadenfreie Überstehen eines hundertjährlichen Hochwasser (HQ100) auszurichten. Im Falle einer Fliesstiefe von mehr als 50 cm im HQ300 auf das dreihundertjährliche Hochwasser. 2Gebäudeöffnungen wie Hauszugänge, Fensteröffnungen, Abfahrten und Lichtschächte, sind ausreichend erhöht oder wasserdicht auszuführen. 3Potenziell gefährliche Anlagen wie Öltanks sind zu sichern.
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Gemeinde Thalheim
Breite Sondernutzungsvorschriften
4Wohnräume, sensible Nutzungen wie schwer evakuierbare oder publikumsintensive Einrichtungen, unterirdische Lager für umweltgefährdende Stoffe oder grosse Sachwerte usw. sind in Untergeschosse nicht zulässig. 15. Grenzbereinigung
Art. 19 Grenzbereinigung
Mit Ausnahme des Baubereichs F (Teil Parz. 57) und der bestehenden Überbauung (Parz. 62, 63 und 974) ist eine Grenzbereinigung oder Landumlegung zwingend notwendig.
16. Schlussbestimmungen
Art. 20 Planbeilage Umgebungsplan
Mit jedem Baugesuch ist ein Umgebungsplan im Massstab 1:100 einzureichen mit Angaben zu Aufschüttungen, Abgrabungen, Bepflanzung, Bodenbedeckung, Einfriedung, Stützmauern, etc.
Art. 21 Genehmigung, Inkrafttreten
1Der Gestaltungsplan tritt mit der kantonalen Genehmigung in Rechtskraft. 2Die Änderung und Aufhebung des Gestaltungsplanes bedarf des gleichen Verfahrens wie der Erlass.
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02.08.2012M/ea
Genehmigung
Departement Bau, Verkehr und Umwelt Datum:
2 2 . Mai 2 0 1 3
RCAN/mmvv
j:\03_ schäfte\3_genehmigun en\02_ are\ro\20130426_bdv_11.36.doc ge
g
Nr
BVUR0 1136-1
Gemeinde Thalheim; Gestaltungsplan "Breiti"; Genehmigung; Publikation; Auftrag an Abteilung Raumentwicklung
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Sachverhalt 1.
Verfahren
1.1
Verfahrensdaten
Vorprüfungsbericht Öffentliche A u f l a g e Beschluss Gemeinderat Eingereicht z u r G e n e h m i g u n g A b l a u f d e r Beschwerdefrist
19. April 2 0 1 2 16. Mai - 1 8 . Juni 2 0 1 2 2 0 . Juli 2 0 1 2 15. A u g u s t 2 0 1 2 7. S e p t e m b e r 2 0 1 2
Das fachliche G u t a c h t e n g e m ä s s § 8 A b s . 3 B a u v e r o r d n u n g ( B a u V ) liegt vor. Die V e r f a h r e n s v o r a u s s e t z u n g e n für die G e n e h m i g u n g sind erfüllt. 1.2
Zuständigkeit zur Genehmigung
D a s D e p a r t e m e n t B a u , V e r k e h r u n d U m w e l t ist g e m ä s s § 2 7 A b s . 1 B a u g e s e t z (BauG) für die G e n e h m i g u n g d e r e i n g e r e i c h t e n V o r l a g e z u s t ä n d i g . 1.3
Rechtsschutzverfahren
Z u r V o r l a g e sind z w e i B e s c h w e r d e n eingereicht w o r d e n , die in e i n e m Entscheid a b g e handelt w e r d e n . A u s d e m B e s c h w e r d e v e r f a h r e n e r g e b e n sich keine Ä n d e r u n g e n der Vorlage. Die G e n e h m i g u n g erfolgt koordiniert mit d e m B e s c h w e r d e e n t s c h e i d .
2.
Nutzungsplanung Siedlung als Grundlage der Vorlage
Das Gebiet "Breiti" liegt im Z e n t r u m d e r G e m e i n d e u n d w u r d e im R a h m e n der Z o n e n p l a n u n g d e r Dorfzone z u g e w i e s e n . Die Dorfzone dient nach § 7 A b s . 2 der B a u - und Nutz u n g s o r d n u n g ( B N O ) der G e m e i n d e T h a l h e i m d e r Erhaltung d e s historisch wertvollen Ortskerns. Bauliche V e r ä n d e r u n g e n h a b e n dies z u berücksichtigen. Bei d e r Festlegung der B a u m a s s e u n d d e r Gestaltungsvorschriften orientiert sich d e r G e m e i n d e r a t a m Charakter d e r b e s t e h e n d e n Ü b e r b a u u n g u n d U m g e b u n g . Im B a u z o n e n p l a n ist das Gebiet d e s h a l b mit einer S o n d e r n u t z u n g s p l a n p f l i c h t belegt.
3.
Die Vorlage im Überblick
3.1
Vorlage
Mit d e m Gestaltungsplan soll d a s Gebiet "Breiti" s a c h g e r e c h t e r s c h l o s s e n , eine gute Eino r d n u n g ins Ortsbild sichergestellt, d e r Hägibach mehrheitlich ausgedolt und eine attraktive A u s s e n r a u m g e s t a l t u n g sichergestellt w e r d e n . Z u d i e s e m Z w e c k scheidet der Gestal-
Versand:
2 3. Mai 2013
-2-
t u n g s p l a n s e c h s v e r s c h i e d e n e B a u b e r e i c h e mit unterschiedlichen R a h m e n b e d i n g u n g e n ( S o n d e r n u t z u n g s v o r s c h r i f t e n [ S N V ] ) a u s . V o n der H a u p t s t r a s s e führt eine Ringstrasse ins Gebiet, w e l c h e mit Strassenlinien g e s i c h e r t w i r d . Die Breite beträgt 4,30 m, im Bereich der T r i c h t e r m ü n d u n g 5,00 m. Im Plan sind diverse F u s s w e g v e r b i n d u n g e n v o r g e g e b e n , d e r e n g e n a u e Lage mehrheitlich j e d o c h erst im B a u b e w i l l i g u n g s v e r f a h r e n festgelegt w e r d e n , u m d e n architektonischen Spielraum nicht unnötig e i n z u e n g e n . Die Lage der Einfahrten in die T i e f g a r a g e n wird ebenfalls im Plan v o r g e g e b e n . Der G e s t a l t u n g s p l a n definiert v e r s c h i e d e n e A u s s e n r ä u m e , d e r e n Funktion und A u s g e s t a l t u n g detailliert in d e n S o n d e r n u t z u n g s v o r s c h r i f t e n geregelt w e r d e n . Für die A u s d o h l u n g d e s H ä g i b a c h s wird ein 11 m breiter G e w ä s s e r r a u m sichergestellt. G e m ä s s § 12 S N V wird im g e s a m t e n A r e a l eine nachhaltige B e b a u u n g (Minergie o d e r g l e i c h w e r t i g e Lösung) v o r g e g e b e n ; S o l a r w ä r m e und S o l a r s t r o m a n l a g e n sind gestattet.
3.2
Gegenstand der Genehmigung
Z u g e n e h m i g e n sind die verbindlichen Inhalte f o l g e n d e r Planungsmittel: •
G e s t a l t u n g s p l a n "Breiti" b e s t e h e n d a u s Situation 1 : 500 Sondernutzungsvorschriften
Erwägungen 4.
Beurteilung der Vorlage
4.1
Überprüfungsbefugnis
Die G e n e h m i g u n g s b e h ö r d e prüft die N u t z u n g s p l ä n e auf Rechtmässigkeit, auf Ü b e r e i n s t i m m u n g mit d e n kantonalen Richtplänen und d e n regionalen S a c h p l ä n e n s o w i e auf a n g e m e s s e n e Berücksichtigung der k a n t o n a l e n und regionalen Interessen (§ 2 7 A b s . 2 B a u G ) . D a z u g e h ö r e n namentlich die A n f o r d e r u n g e n nach § 21 B a u G .
4.2
Raumplanerische Beurteilung
A l s G r u n d l a g e für d e n G e s t a l t u n g s p l a n w u r d e eine T e s t p l a n u n g durchgeführt. Die R e s u l tate sind im Gestaltungsplan a u f g e n o m m e n w o r d e n .
4.2.1 Siedlungs- und landschaftsgestalterische Einpassung (§ 21 BauG) D a s Ü b e r b a u u n g s k o n z e p t ist städtebaulich ü b e r z e u g e n d und wird der Situation sowie d e m direkt a n g r e n z e n d e n Ortsbild v o n nationaler B e d e u t u n g gerecht. F o l g e n d e Punkte s t e c h e n hervor: • • • •
Positionierung d e s V e r k a u f s g e s c h ä f t s mit Einbezug d e s Unterdorfplatzes; A n o r d n u n g und O f f e n l e g u n g d e s B a c h s ; A n o r d n u n g der Bauten entlang der K a n t o n s s t r a s s e und der Quartierstrassen; V e r l a u f der Quartierstrasse sowie F r e i r a u m g e s t a l t u n g .
In K o m b i n a t i o n mit d e n B N O - D o r f z o n e n v o r s c h r i f t e n sichert der G e s t a l t u n g s p l a n , insbes o n d e r e die P a r a g r a p h e n 8 bis 13 S N V , eine a n g e m e s s e n e ortsbauliche, architektonis c h e und freiraumgestalterische Qualität; die A n f o r d e r u n g e n von § 21 B a u G w e r d e n erfüllt.
-3-
Der v o r l i e g e n d e G e s t a l t u n g s p l a n ermöglicht g e n ü g e n d S p i e l r ä u m e , w e l c h e a u f g r u n d der teilweise n o c h f e h l e n d e n k o n k r e t e n Ü b e r b a u u n g s a b s i c h t e n und d e n v e r s c h i e d e n e n Eig e n t ü m e r n n o t w e n d i g sind.
4.2.2 Erschliessung Parallel z u m G e s t a l t u n g s p l a n w u r d e für die K a n t o n s s t r a s s e K 4 7 4 in T h a l h e i m ein Betriebs- und G e s t a l t u n g s k o n z e p t ( B G K ) erstellt. Die beiden P l a n u n g e n konnten so optimal aufeinander abgestimmt werden. Die K 4 7 4 ist eine kantonale R a d r o u t e . Der R a d v e r k e h r wird g e m ä s s k a n t o n a l e m R a d r o u t e n k o n z e p t im M i s c h v e r k e h r geführt. D i r e k t e r s c h l i e s s u n g e n e n t s p r e c h e n nicht der W i d m u n g einer K a n t o n s s t r a s s e und k ö n n e n nur in b e g r ü n d e t e n A u s n a h m e f ä l l e n akzeptiert w e r d e n , w e n n eine rückwärtige Erschliess u n g nicht v e r h ä l t n i s m ä s s i g möglich ist. V o r a u s s e t z u n g ist nebst e i n e m s a c h g e r e c h t und v e r k e h r s s i c h e r a u s g e b i l d e t e n A n s c h l u s s ein siedlungsorientiert ausgestalteter S t r a s s e n r a u m , der eine tiefe F a h r g e s c h w i n d i g k e i t und eine hohe A u f m e r k s a m k e i t fördert. Da e s sich bei der K a n t o n s s t r a s s e K 4 7 4 um eine s c h w a c h belastete V e r b i n d u n g s s t r a s s e handelt, sind die im G e s t a l t u n g s p l a n v o r g e s e h e n e n Direkterschliessungen vertretbar und s a c h g e r e c h t . Das E r s c h l i e s s u n g s k o n z e p t ist einfach und ü b e r z e u g e n d . Im B a u b e r e i c h F sowie im V o r p l a t z b e r e i c h der B a u b e r e i c h e A sind B e s u c h e r p a r k p l ä t z e möglich. Diese Parkplätze w e r d e n gestalterisch ( S t r a s s e n r a u m / O r t s b i l d ) begründet. Die g e p l a n t e n V o r p l a t z b e r e i c h e e n t s p r e c h e n d e m heutigen Dorfcharakter. Der gesetzliche K a n t o n s s t r a s s e n a b s t a n d ist aus kantonaler Sicht nicht z w i n g e n d einzuhalten, w e n n a u s G r ü n d e n d e s Ortsbildschutzes ein Unterabstand e r w ü n s c h t ist. A u f g r u n d der g e r i n g e n V e r k e h r s d i c h t e sowie der siedlungsorientierten A u s g e s t a l t u n g der K a n t o n s s t r a s s e ist dies vorliegend vertretbar. D a s im Plan verbindlich festgelegte F u s s w e g n e t z sichert eine gute F u s s w e g e r s c h l i e s s u n g und ist mit der Lage der Bushaltestellen und d e m aktuellen Stand d e s B G K a b g e s t i m m t . Im B a u b e r e i c h F ist die g e p l a n t e Ausfahrt mit d e m F u s s w e g kombiniert. Dies ist nicht ideal und benötigt vorsorgliche M a s s n a h m e n zur Sicherheit der F u s s g ä n g e r i n n e n und F u s s gänger. Im B a u b e w i l l i g u n g s v e r f a h r e n sind e n t s p r e c h e n d e M a s s n a h m e n zu prüfen und s i cherzustellen. Die Lage der Bushaltestellen ist mit der Abteilung V e r k e h r Sektion öffentlicher V e r k e h r a b g e s p r o c h e n . Im R a h m e n d e s B G K sind sichere Bereiche für die Passagiere s i c h e r z u stellen. Bauten und A n l a g e n m ü s s e n grundsätzlich d e n gesetzlichen S t r a s s e n a b s t a n d v o n 6 m g e m ä s s § 111 B a u G einhalten. A u f g r u n d der örtlichen Verhältnisse ist eine U n t e r s c h r e i tung d e s gesetzlichen S t r a s s e n a b s t a n d s denkbar. Die G e m e i n d e b e g r ü n d e t die zwei Pflichtbaulinien in d e n B a u b e r e i c h e n A 1 und F1 mit der bestmöglichen E i n o r d n u n g der N e u b a u t e n in das b e s t e h e n d e Ortsbild. Z u d e m kann mit einem N e u b a u im U n t e r a b s t a n d die " D o r f - E i n g a n g s p f o r t e " sichergestellt w e r d e n . Die "Dorf-Eingangspforte" ist aus Sicht der V e r k e h r s s i c h e r h e i t z w e c k m ä s s i g .
4.2.3 Hochwassersicherheit Die G e f a h r e n k a r t e H o c h w a s s e r zeigt für d e n Perimeter des Gestaltungsplans "Breite" a b e i n e m 100-jährlichen H o c h w a s s e r Ü b e r s c h w e m m u n g e n bis zu einer Fliesstiefe v o n 2 5 c m . Es besteht folglich ein Schutzdefizit, w o m i t M a s s n a h m e n erforderlich sind.
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Die G e f ä h r d u n g g e h t v o m H ä g i b a c h aus, w e l c h e r weiter o b e r h a l b über die Ufer tritt und entlang der Strasse Hegi in d a s Gebiet "Breite" fliesst. In d e n eingereichten Unterlagen w e r d e n A n g a b e n zur O f f e n l e g u n g und der g e p l a n t e n A b f l u s s k a p a z i t ä t g e m a c h t . Im G e staltungsplan ist v o r g e s e h e n , d e n Bach offen zu legen und d u r c h d a s neue Quartier z u führen. Trotz deutlicher V e r b e s s e r u n g der H o c h w a s s e r s i c h e r h e i t mit der B a c h ö f f n u n g ist eine vollständige H o c h w a s s e r s i c h e r h e i t im P l a n u n g s g e b i e t d a m i t nicht sichergestellt. In § 18 S N V wird d e s h a l b ein Artikel a u f g e n o m m e n mit der Vorschrift, im Baubewilligungsverf a h r e n e n t s p r e c h e n d e V o r k e h r e n zu treffen. Diese Vorschrift ist sachgerecht.
4.2.4 Öffnung des Hägibachs Die neue Linienführung d e s H ä g i b a c h s ist aus Sicht des öffentlichen G e w ä s s e r s sehr gut gewählt. Der Bach fügt sich gut in die künftige Ü b e r b a u u n g e i n . N a c h der U n t e r q u e r u n g der H a u p t s t r a s s e wird der H ä g i b a c h im Bereich der Erschliessung eingedolt geführt. Direkt d a n e b e n wird ein Bereich " G r ü n f l ä c h e für Spielen und E r h o l e n " a u s g e s c h i e d e n . A u f g r u n d der zu g r o s s e n Tiefenlage w ä r e in d i e s e m Bereich eine o f f e n e Führung unverhältnismässig.
4.3
Gesamtbeurteilung
Die V o r l a g e erfüllt die gesetzlichen V o r a u s s e t z u n g e n für die G e n e h m i g u n g .
ßeschluss 1. Der G e s t a l t u n g s p l a n "Breiti" der G e m e i n d e T h a l h e i m v o m 2 0 . Juli 2 0 1 2 wird g e n e h m i g t . 2. Die Abteilung R a u m e n t w i c k l u n g wird mit der Publikation im A m t s b l a t t beauftragt.
Rechtsmittelbelehrung 1. Gegen diesen Genehmigungsentscheid kann beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau, Beschwerde geführt werden. 2. Die nicht erstreckbare Beschwerdefrist von 30 Tagen beginnt mit der Publikation im Amtsblatt des Kantons Aargau zu laufen. Bei der Berechnung der Beschwerdefrist wird der Tag der Publikation nicht mitgezählt. Die Frist steht still vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar. 3. Beschwerdeentscheide können innert gleicher nicht erstreckbarer Frist - neben dem Genehmigungsentscheid - gesondert mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden, sofern sie durch den Genehmigungsentscheid nicht abgelöst worden sind.
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4. Die Beschwerdeschrift ist von der Partei selbst oder von einer Anwältin bzw. einem Anwalt zu verfassen, welche oder welcher gemäss dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte vom 23. Juni 2000 (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) zur Vertretung von Parteien vor Gericht berechtigt ist. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und eine Begründung enthalten, das heisst, es ist a) anzugeben, wie das Verwaltungsgericht entscheiden soll, und b)
darzulegen, aus welchen Gründen diese andere Entscheidung verlangt wird.
Die Beschwerde hat nur aufschiebende Wirkung, wenn und soweit das Gericht sie gewährt. 5. Auf eine Beschwerde, welche den Anforderungen unter Ziffer 2 bis 4 nicht entspricht, wird nicht eingetreten. 6. Eine Kopie des angefochtenen Entscheids ist der Beschwerdeschrift beizulegen. Allfällige Beweismittel sind zu bezeichnen und soweit möglich einzureichen. 7. Das Beschwerdeverfahren ist mit einem Kostenrisiko verbunden, das heisst, die unterliegende Partei hat in der Regel die Verfahrenskosten sowie gegebenenfalls die gegnerischen Anwaltskosten zu bezahlen. 8. Die Genehmigungsbeschlüsse und die einschlägigen Akten können während der Beschwerdefrist bei der Abteilung Raumentwicklung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau, eingesehen werden.
Verteiler -
G e m e i n d e r a t , Gässli 2 6 5 , 5 1 1 2 T h a l h e i m
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D e p a r t e m e n t B a u , V e r k e h r und U m w e l t
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A b t e i l u n g R a u m e n t w i c k l u n g B V U (Original mit A k t e n ) Rechtsabteilung BVU A b t e i l u n g Landschaft und G e w ä s s e r B V U Abteilung Verkehr BVU