Altholzinsel Stäglimatt
Réserves forestières · Küttigen · Abrogé le 31 déc. 2053
Document
- Numéro
- AV192
- Type
- Réserves forestières
- Commune
- Küttigen
- Canton
- Argovie
- Niveau
- Canton
- Autorité
- Abteilung Wald
- Approuvé par
- AW
- Adopté
- 12 janv. 2004
- En vigueur depuis
- 1 janv. 2004
- Abrogé
- 31 déc. 2053
- Source
- ÖREBlex, canton Argovie
Carte
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Fichiers
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Texte
VQ__Iic‹b /VA 19.2
/
Vereinbarung über die Altholzinsel Stäglimatt zwischen der
Ortsbürgergemeinde Küttigen, vertreten durch den Gemeinderat, und dem
Kanton Aargau, vertreten durch die Abteilung Wald des Finanzdepartements, wird über nachfolgend beschriebene Waldfläche, gestützt auf Art. 20 WaG, §§ 5 und 25 AWaG und § 2 AWaD (Beilage 1) und im Sinne des kantonalen Naturschutzprogramms Wald, Folgendes vereinbart:
1.Waldfläche (vergleiche Planbeilage M 1:5000, datiert vom 19. November 2003) Gemeinde
Parz. Nr.
Lokalname
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Koord.
Haupt-Baumarten
Alter
Status .) Fläche
(Jahre)
Küttigen
4912, 95
Stäglimatt
646 550 / 253 600
Buche, Esche, Ahorn, and. Laubbäume
50-120 N1cBW Total
3.20 ha 3.20 ha
*) Legende: — NkBW: Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung im Wald (gemäss kantonalem Richtplan)
2.Ziel Auf der bezeichneten Waldfläche sollen von menschlichen Eingriffen unbeeinflusste Alterungs- und Zerfallsprozesse ablaufen können. Damit entstehen Lebensräume insbesondere für diejenigen Tier- und Pflanzenarten, welche auf alte und absterbende Bäume sowie auf totes Holz angewiesen sind. In die Altholzinsel einbezogen ist eine ehemalige Gipsgrube mit einem schönen geologischen Aufschluss. Weiter grenzt die Altholzinsel an ein stark strukturiertes Gebiet mit extensiven Weiden und teilweise beweideten Wäldchen von hohem Naturwert, die aber nicht Teil dieses Vertrags sind.
2 3. Pflichten der Waldeigentümerin 3.1 Die Waldeigentümerin verpflichtet sich, in den bezeichneten Waldbeständen auf jegliche Holznutzung und auf Pflegeeingriffe zu verzichten und der natürlichen Entwicklung freien Lauf zu lassen. Auch tote Bäume und Äste sind im Wald zu belassen. 3.2 Naturschutzbedingte Auslichtungen und Pflegemassnahmen im Bereich der ehemaligen Gipsgrube und des südlich angrenzenden Waldrandes sowie Massnahmen zur Erhaltung des geologischen Objekts Gipsgrube sind in Absprache mit der Abteilung Wald zulässig. 3.3 Sie sorgt für die nötige Aufsicht über die bezeichnete Waldfläche.
4. Leistung des Kantons Der Kanton bezahlt der Waldeigentümerin für die mit dieser Vereinbarung eingerichtete Altholzinsel einen Beitrag. Dieser wird pauschal für die ganze Vertragsdauer auf
festgelegt und umfasst den Kantons- und den Bundesbeitrag. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 2 Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags unter Vorbehalt der Bewilligung der Zahlungskredite durch den Grossen Rat.
5. Dauer der Vereinbarung Die Vereinbarung tritt am 1. Januar 2004 in Kraft und gilt bis zum 1. Januar 2054 (50 Jahre).
6. Weitere Bestimmungen 6.1 Die Waldeigentümerin ist damit einverstanden, dass anlässlich der nächsten Revision der kommunalen Nutzungsplanung die ausgeschiedene Altholzinsel öffentlich-rechtlich geschützt wird. 6.2 Rechte Dritter werden durch diese Vereinbarung nicht eingeschränkt. Sollten sich im Interesse des Schutzziels Einschränkungen und Verbote gegenüber Dritten als notwendig erweisen, so werden diese im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erlassen.
3 6.3 Aufwertungsmassnahmen im Sinne von Absatz 3.2 können im Rahmen separater Naturschutzprojekte vereinbart werden. 6.4 Der Wander- und Geoweg und die Feuerstelle in der Gipsgrube können weiterhin benutzt und unterhalten werden. Eingriffe zur Abwehr von Gefahren, beispielsweise Sicherheitsmassnahmen im Bereich von Wegen sind zulässig. Sie erfordern die Zustimmung der Abteilung Wald. Das anfallende Holz soll an Ort und Stelle liegen bleiben. 6.5 Der geleistete Beitrag gemäss Ziffer 4 ist in der Forstrechnung zu verbuchen. 6.6 Die Rückforderung des geleisteten Beitrags im Falle einer Missachtung der Bestimmungen dieser Vereinbarung bleibt vorbehalten. 6.7 Der beiliegende Plan M 1:5000, datiert vom 19. November 2003, ist verbindlicher Bestandteil der Vereinbarung.
ATZ 4r.4 , 2 d 0 7
Küttigen, 12. Jan. 2004
Aarau,
Ortsbürgergemeinde Küttigen Namens des Gemeinderates Der Gemeindeammann:
Finanzdepartement Aargau Leiter Abteilung Wald: l f"K
1 7
4-)
Dr. Heinz Kasper
Hans Peter Frey Der Gemeindescblefber:
Beilagen: - Beilage 1: Rechtsgrundlagen - Beilage 2: Plan M 1:5000 Ein unterschriebenes Exemplar dieser Vereinbarung geht an: - Ortsbürgergemeinde Küttigen - Finanzdepartement Aargau, Abteilung Wald Kopie: - Einwohnergemeinde Küttigen - Forstverwaltung Küttigen - Kreisforstamt 4
4Beilage 1
Rechtsgrundlagen Bundesgesetz über den Wald (WaG) vom 4. Oktober 1991 Art. 20 Bewirtschaftungsgrundsätze " D ie Kantone können zur Erhaltung der Artenvielfalt von Fama und Flora angemessene Flächen als Waldreser-
vate ausscheiden.
Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaG) vom 1. Juli 1997 §5 'Die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer haben auf den naturschützerisch besonders wertvollen Flächen Besondere Naturschutzüber den naturnahen Waldbau hinaus je nach Zielsetzung geeignete Pflegemassnahmen zu Gunsten des Artenmassnahmen und Biotopschutzes durchzuführen oder zur Gewährleistung natürlicher Abläufe ganz auf die Holznutzung zu verzichten. 2 Als besonders wertvoll gelten der Waldrand sowie diejenigen Flächen und seltenen Waldgesellschaften, die im Waldentwicklungsplan gemäss § 15 entsprechend bezeichnet sind. 3 Für vertraglich gesicherte Nutzungsverzichte und besondere Pflegemassnahmen im Dienst des Naturschutzes leistet der Kanton fmanzielle Beiträge. 4 Feuchtgebiete im Wald dürfen nicht entwässert werden. Ausgenommen sind Entwässerungen, die zum Schutz baulicher Anlagen erforderlich sind und zusammen mit diesen bewilligt werden. § 25 Der Kanton entrichtet an vertraglich festgelegte besondere Leistungen der Waldeigentümerinnen und Waldei- Leistungen des Kantons gentümer Beiträge, namentlich an a) naturschutzbedingte Nutzungsverzichte oder Pflegemassnahmen; b) Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden gemäss § 19 Abs. 2; c) Leistungen der Forstreviere gemäss § 28 Abs. 1. 2 Er kann für Massnahmen und für die Erfüllung von Aufgaben, die der Walderhaltung und der Sicherung nachhaltiger Waldleistungen dienen, projektbezogene oder pauschale Beiträge entrichten, namentlich für die Jungwaldpflege. 3 Er kann im Weiteren Beiträge entrichten für Massnahmen, die vom Bund selbständig oder in Abhängigkeit von kantonalen Beiträgen unterstützt werden, sofern die Voraussetzungen nach § 24 erfüllt sind. 4 Der Grosse Rat legt die Grundsätze für die Gewährung und Bemessung der Beiträge in einem Dekret fest.
Dekret zum Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaD) vom 3. November 1998 §2 Die Beiträge von Bund und Kanton an vertraglich vereinbarte Naturschutzmassnahmen betragen zusammen Beiträge an Naturschutza) 100 % der Kosten massnahmen - für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von nationaler und kantonaler Bedeutung; - für die Aufwertung von Waldrändern; - für Waldreservate mit Nutzungsverzicht; b) 50 % der Kosten für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von lokaler Bedeutung. 2 Der Regierungsrat kann für die Anrechnung der Kosten Pauschalansätze festlegen. 3 Das Finanzdepartement schliesst die entsprechenden Vereinbarungen ab. Es berücksichtigt dabei fachliche Kriterien und kantonale Konzepte. Vereinbarungen über langfristigen Nutzungsverzicht werden in der Regel auf 50 Jahre, diejenigen über Pflegemassnahmen auf 1 bis 15 Jahre abgeschlossen.
Küttigen Altholzinsel Stäglimatt /
091111‚,7,1 %ti e StJ\'1 31724'a- tt
Massstab 1:5000