Altholzinsel Teufetal

Réserves forestières · Uerkheim · Abrogé le 31 déc. 2070

Document

Numéro
AV07095
Type
Réserves forestières
Commune
Uerkheim
Canton
Argovie
Niveau
Canton
Approuvé par
AW
Adopté
1 nov. 2021
En vigueur depuis
1 janv. 2021
Abrogé
31 déc. 2070

Carte

Le canton ne publie pas de périmètre pour ce document. La carte montre Uerkheim avec ses zones à bâtir.Ouvrir la carte complète

Fichiers

Texte

^O7Ö3f Vereinbarung Über die Altholzinsel Teufetal, Gemeinde Uerkheim

zwischen

der Waldeigentümerin Einwohnergemeinde Uerkheim, vertreten durch den Gemeinderat Uerkheim

und dem

Kanton Aargau, vertreten durch das Departement Bau. Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, Abteilung Wald

Gestützt auf Art. 20 WaG, §§ 5 und 25 AWaG und § 2 AWaD (Beilage 1) und im Sinne des kantonalen Naturschutzprogramms Wald wird über nachfolgend beschriebene Waldfläche Folgendes vereinbart:

1.

Waldfläche

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Vgl. Planbeilage M 1:2'000, datiert vom 14. Oktober 2021. Gemeinde

Parzellen

Lokalname

Koordinaten

Uerkheim

81,82.83, 84, 616

Teufetal

2 644 950 /1 239 900

Hauptbaum­ arten Fi, Bu, Ki, Nussb, ...

Alter (Jahre)

Schutz­ status’

Fläche (in ha)

10-60 J.

zT. Nupla

2.90

Total:

2.90

’ Legende: • Nupla: Naturschutzgebiet von lokaler Bedeutung (gemäss Nutzungsplanung Kulturland)

2.

Ziel

Auf der bezeichneten Waldfläche sollen von menschlichen Eingriffen unbeeinflusste Alterungs- und Zerfallsprozesse ablaufen können. Damit entstehen Lebensräume, insbesondere für diejenigen Tierund Pflanzenarten, welche auf alte und absterbende Bäume sowie auf totes Holz angewiesen sind.

3. Leistungen der Waldeigentümerin 3.1. Die Waldeigentümerin verpflichtet sich, in den bezeichneten Waldbeständen auf jegliche Holznutzung und auf Pflegeeingriffe zu verzichten und der natürlichen Entwicklung freien Lauf zu lassen. Auch tote Bäume und Äste sind im Wald zu belassen. Das Naturschutzgebiet gemäss Nutzungsplanung Kultur­ land kann entsprechend der Zielsetzung Kulturlandplan gepflegt werden. 3.2 Sie sorgt für die nötige Aufsicht über die bezeichnete Waldfläche. 3.3 Eingriffe zur Abwehr von Gefahren erfordern die Zustimmung des Kreisforstamts und werden schrift­ lich festgehalten.

-2-

4.

Leistung des Kantons

Der Kanton bezahlt der Waldeigentümerin für die mit dieser Vereinbarung eingerichtete Altholzinsel einen Beitrag. Dieser beträgt pauschal für die ganze Vertragsdauer

Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 2 Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags unter Vorbehalt der Be­ willigung der Zahlungskredite durch den Grossen Rat. 5.

Dauer der Vereinbarung

Die Vereinbarung tritt rückwirkend am 1. Januar 2021 in Kraft und gilt bis 31. Dezember 2070 (50 Jahre).

6. Weitere Bestimmungen 6.1. Die Waldeigentümerin ist damit einverstanden, dass anlässlich der nächsten Revision der kommuna­ len Nutzungsplanung das vertraglich gesicherte Naturwaldreservat öffentlich-rechtlich geschützt wird. 6.2. Das Naturschutzgebiet gemäss Kulturlandplan kann im Rahmen von Naturschutzprojekten in Abspra­ che mit der Abteilung Wald entsprechend den Schutzzielen gepflegt werden. 6.3. Rechte Dritter werden durch diese Vereinbarung nicht eingeschränkt. Sollten sich im Interesse des Schutzziels Einschränkungen und Verbote gegenüber Dritten als notwendig erweisen, so werden diese im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erlassen. 6.4. Der geleistete Beitrag (gemäss Ziffer 4) muss in der Forstrechnung verbucht werden.

6.5. Die Rückforderung des geleisteten Beitrags im Falle einer Missachtung der Bestimmungen dieser Ver­ einbarung bleibt Vorbehalten. 6.6. Der beiliegende Plan M 1:2'000, datiert vom 14. Oktober 2021, ist verbindlicher Bestandteil dieser Ver­ einbarung.

6.7. Die Waldeigentümerin ist verpflichtet, diese Vereinbarung auf allfällige Rechtsnachfolger zu übertra­ gen mit der Pflicht zur Weiterüberbindung auf jeden späteren Rechtsnachfolger.

-3-

Uerkheim,

Aarau,

W

Einwohnergemeinde Uerkheim Im Namen des Gemeinderates

Departement Bau, Verkehr und Umwelt Abteilung Wald

Herben Räbmatter Gemeindeammann

Fabian Dietiker Abteilungsleiter

2Ä Hans Stadler Gemeindeschreiber

Ruedi Bättig Naturschutzspezialist

Beilagen • Beilage 1 : Rechtsgrundlagen • Beilage 2: Plan M 1:2'000, datiert vom 14. Oktober 2021

Je ein unterschriebenes Exemplar dieser Vereinbarung geht an • Einwohnergemeinde Uerkheim • Departement Bau. Verkehr und Umwelt / Abteilung Wald Kopie an • Revierförster Markus Steiner • Kreisforstamt 4 Aarau Kulm Zofingen

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Rechtsgrundlagen

Beilage 1

Bundesgesetz über den Wald (WaG) vom 4. Oktober 1991 Art. 20 Bewirtschaftungsgrundsätze

Die Kantone können zur Erhaltung der Artenvielfalt von Fauna und Flora angemessene Flächen als Waldreservate ausscheiden.

Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaG) vom 1. Juli 1997

§5 ' Die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer haben auf den naturschützerisch besonders wertvollen Flächen über den naturnahen Waldbau hinaus je nach Zielsetzung geeignete Pflegemassnahmen zu Gunsten des Arten- und Biotopschutzes durchzuführen oder zur Gewährleistung natürlicher Abläufe ganz auf die Holznutzung zu verzichten. 2 Als besonders wertvoll gelten der Waldrand sowie diejenigen Flächen und seltenen Waldgesellschaf­ ten, die im Waldentwicklungsplan gemäss § 15 entsprechend bezeichnet sind. 3 Für vertraglich gesicherte Nutzungsverzichte und besondere Pflegemassnahmen im Dienst des Na­ turschutzes leistet der Kanton finanzielle Beiträge. ■* Feuchtgebiete im Wald dürfen nicht entwässert werden. Ausgenommen sind Entwässerungen, die zum Schutz baulicher Anlagen erforderlich sind und zusammen mit diesen bewilligt werden. §25 ' Der Kanton entrichtet an vertraglich festgelegte besondere Leistungen der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer Beiträge, namentlich an a) naturschutzbedingte Nutzungsverzichte oder Pflegemassnahmen: b) Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden gemäss § 19 Abs. 2; c) Leistungen der Forstreviere gemäss § 28 Abs. 1. 2 Er kann für Massnahmen und für die Erfüllung von Aufgaben, die der Walderhaltung und der Siche­ rung nachhaltiger Waldleistungen dienen, projektbezogene oder pauschale Beiträge entrichten, na­ mentlich für die Jungv/aldpflege. 3 Er kann im Weiteren Beiträge entrichten für Massnahmen, die vom Bund selbständig oder in Abhän­ gigkeit von kantonalen Beiträgen unterstützt werden, sofern die Voraussetzungen nach § 24 erfüllt sind. " Der Grosse Rat legt die Grundsätze für die Gewährung und Bemessung der Beiträge in einem Dekret fest.

Besondere massnahmen

Leistungen Kantons

Dekret zum Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaD) vom 3. November 1998

§2 ' Die Beiträge von Bund und Kanton an vertraglich vereinbarte Naturschutzmassnahmen betragen zu-

Beiträge an

sammen

massnahmen

a) 100 % der Kosten - für die Pflege von Naturschutzgebieten und -Objekten von nationaler und kantonaler Bedeutung; - für die Aufwertung von Waldrändern; - für Waldreservate mit Nutzungsverzicht; b) 50 % der Kosten für die Pflege von Naturschutzgebieten und -Objekten von lokaler Bedeutung. 2 Der Regierungsrat kann für die Anrechnung der Kosten Pauschalansätze festlegen. 3 Das Finanzdepartement schliesst die entsprechenden Vereinbarungen ab. Es berücksichtigt dabei fachliche Kriterien und kantonale Konzepte. Vereinbarungen über langfristigen Nutzungsverzicht wer­ den in der Regel auf 50 Jahre, diejenigen über Pflegemassnahmen auf 1 bis 15 Jahre abgeschlossen.

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Gemeindegrenzen

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Altholzinsel Teufetal

übriges Waldareal

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Stand 14.102021

Format: A4

Beilage 2

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Abteilung Wald Sektion Walderhaltung

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DEPARTEMENT BAU, VERKEHR UND UMWELT

Kanenherstellung Aarau, 14.10.2021. MOPI

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der/die Kreisförster*in:

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Massstab: i:2'000 Quellen: Bundesamt für Landestopografie. Abteilung Wald des Kantons Aargau

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