Grundwasserschutzzone Kaien
Zones de protection des eaux souterraines · Grub
Document
- Type
- Zones de protection des eaux souterraines
- Commune
- Grub
- Canton
- Appenzell Rhodes-Extérieures
- Niveau
- Canton
- Autorité
- Amt für Umwelt
- Approuvé par
- Departement
- Adopté
- 21 avr. 1998
- En vigueur depuis
- 21 avr. 1998
Carte
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Fichiers
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Texte
CH131_15_GE_Kaien, 1998.pdf
-
N
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Umweltschutzund Energiedirektion 9102 Herisau
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1
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Kasernenstrasse 17A Telefon 071 353 65 51 Telefax 071 352 2979
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C 0 Gemeinderat Rehetobel 9038 Rehetobel
2 7 APrit Herisau, 21.4.1998/Ld/Lz/be
Gemeinde Grub Grundwasserschutzzonen zur Quellfassungen Kaien (Nr. 4) im Besitz der Wasserversorgung Rehetobel Genehmigung
Sehr geehrter Herr Gemeindehauptmann Sehr geehrte Damen und Herren
Die Grundwasserschutzzonen Kaien umfassen 1 Quelle (Kaien Nr. 4), die aus der verwitterten Molasse am Kaien entspringt. Die von der Wasserversorgung Rehetobel genutzte Quelle bringt einen m3 /Jahr (entspricht ca. 5 1/Min.) und gehört zum Quelleitungsdurchschnittlichen Ertrag von ca. 2500 system Gigeren-Gupfloch der Wasserversorgung Rehetobel. Die Gemeinde Rehetobel hat entschieden, die ebenfalls zur Diskussion stehenden Quellfassungen Kaien Nr. 5 und Nr. 6 aus Qualitätsgründen nicht öffentlich-rechtlich zu schützen und damit auch nicht mehr für die öffentliche Wasserversorgung zu nutzen. Die Quelischächte und Leitungen sollen aber zur Sicherstellung der Wasserversorgung in Notzeiten weiterhin unterhalten werden. Folgende Unterlagen wurden für die Abgrenzung der Schutzzonen Kaien verwendet: -
Hydrogeologischer Bericht Kaien Nr. 4, Einlauf 3, vom 10. November 1990, revidiert am 7. Februar 1992
Zusammen mit dem hydrogeologischen Bericht liegen der Schutzzonenplan Kaien (Nr 90-204/3), Massstab 1:1000, und das Schutzzonenreglement Kaien vor. Durch die Grundwasserschutzzonen Kaien soll ein Teil des Grundwassers der Wasserversorgung Rehetobel geschützt werden. Die Ausscheidung der Schutzzonen erfolgte unter Berücksichtigung der lokalen hydrogeologischen Aspekte und unter Beihilfe der eidgenössischen Wegleitung zur Ausscheidung von Gewässerschutzbereichen, Grundwasserschutzzonen und -arealen vom Oktober 1977, teilrevidiert 1982. Der Gefahrenkataster ist im Schutzzonenplan aufgeführt. Das Schutzzonenreglement wurde aufgrund des von der Umweltschutz- und Energiedirektion von Appenzell A.Rh. revidierten Musterreglementes erstellt und entspricht dementsprechend dem damaligen Stand des Wissens. Im Rahmen des Einspracheverfahrens (Auflage von Schutzzonenplan Kaien samt zugehörigem Schutzzonenreglement vom 27. März 1992 bis 27. April 1992) ging bei der Kantonskanzlei keine Einsprache ein.
-2-
Gemäss Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung (Gewässerschutzgesetz) scheiden die Kantone Schutzzonen für die im öffentlichen Interesse liegenden Grundwasserfassungen und -anreicherungsanlagen aus; sie legen die notwendigen Eigentumsbeschränkungen fest. Gemäss Abs. 2 desselben Artikels obliegt es den Eigentümern der Grundwasserfassungen, die Grundlagen für die sachdienliche Abgrenzung der Schutzzonen zu beschaffen, die erforderlichen dinglichen Rechte zu erwerben und allfällige Entschädigungen für Eigentumsbeschränkungen auszurichten. Der Gemeinderat Rehetobel reichte darauf die erforderlichen Unterlagen zur Genehmigung durch den Regierungsrat von Appenzell A.Rh. ein. Die Unterlagen wurden in der Folge nicht umgehend genehmigt. Im Rahmen der Schutzzonenausscheidung Gigeren-Gupfloch wurde seitens der Gemeinde Rehetobel die Sanierung der Quellfassung Kaien Nr. 3 in Erwägung gezogen und zwischenzeitlich auch durchgeführt. Die damit verbundenen Schutzzonen hätten allenfalls einen Einfluss auf die laufenden Verfahren Gigeren-Gupfloch und Kaien Nr. 3 gehabt. Nachdem nun der Gemeinderat Rehetobel beschlossen hat, die Quelle Nr. 3 nicht definitiv zu schützen (die Sanierung der Quelle hat nicht die erwünschte qualitative Verbesserung gebracht), steht der Genehmigung der Schutzzonen Kaien nichts mehr im Wege. Das Verfahren der Grundwasserschutzzonen Kaien der Wass erversorgung Grub wird durch diese Genehmigung dahingehend tangiert, dass die Schutzzone S2 die Schutzzonen S3 der vorgeprüften Schutzzonen Höchi-Oberstall I Hechlensteg-Ober Höchi überlagern. Die Überlagerung hat für die betroffenen Grundeigentümer keine Konsequenzen. Wir empfehlen, die genehmigten Schutzzonen im Schutzzonenplan Höchi-Oberstall I Hechlensteg-Ober Höchi wie vorgesehen als Hinweis aufzuführen. Mit der Inkraftsetzung des kantonalen Umweltschutzgesetzes wurden Genehmigung und Erlass von Grundwasserschutzzonen an die Umweltschutz- und Energiedirektion delegiert. Die entsprechenden Vermerke auf den eingereichten Plänen und Reglementen wurden daher abgeändert.
In materieller Hinsicht werden die vorhandenen Gefahrenpunkte durch das Schutzzonenreglement generell abgedeckt. Das Schutzzonenreglement kann in dieser Form genehmigt werden, in Anbetracht der Tatsache, dass Grundwasserschutzzonen und -reglemente periodisch überarbeitet und den neuen Bedingungen entsprechend angepasst werden müssen. In Art. 1 eines jeden Schutzzonenreglementes wird zudem explizit darauf hingewiesen, dass strengere bau- und planungsrechtliche Bestimmungen und Vorschriften sowie die Umwelt- und Gewässerschutzgesetzgebung vorbehalten bleiben. Folgende Neuerungen sind seit der Planauflage eingetreten: Das revidierte Gewässerschutzgesetz (BG über den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung, GSchG) vom 24. Januar 1991 (SR 814.20) wurde vom schweizerischen Bundesrat am 5. Oktober 1992 in Kraft gesetzt und ersetzt das Gewässerschutzgesetz vom 8. Oktober 1971. Das kantonale Einführungsgesetz samt Verordnung wurde ersetzt durch das kantonale Umweltschutzgesetz vom 24. April 1994 (bGS 814.0). -
-
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Das Verfahren zur Schutzzonenausscheidung ist neu geregelt in den Weisungen der Umweltschutz- und Energiedirektion vom 2. Mai 1996. Die Verordnung über umweltgefährdende Stoffe (StoV; Stoffverordnung; SR 814.01 3), datiert vom 9. Juni 1986 (Stand am 16. September 1992). Die Klärschlammverordnung (SR 814.225.23) wurde mit der Aenderung der Stoffverordnung vom 16. September 1992 aufgehoben.
-3-
Die baulichen Silovorschriften der kantonalen Gewässerschutzkommission vom Januar 1980 wurden in die Richtlinien für Erstellung und Unterhalt landwirtschaftlicher Düngeranlagen und Rauhfuttersilos vom 22. November 1993 integriert.
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Die Richtlinien über die gewässerschutzpolizeiliche Bewilligung von Garagen und Abstellplätzen für Motorfahrzeuge wurden am 30. September 1992 revidiert.
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Die revidierte Ortsplanung Grub wurde vom Regierungsrat von Appenzell A.Rh. am 27. Juni 1995 genehmigt, somit gelten das revidierte Baureglement und der revidierte Zonenplan.
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Materiell ist besonders darauf hinzuweisen, dass mit der Inkraftsetzung des revidierten Gewässerschutzgesetzes vom 24. Januar 1991 Materialabbau in Grundwassserschutzzonen generell als unzulässig erklärt wurde (vgl. Artikel 16 des Schutzzonenreglementes).
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Beschluss 1.
Der Grundwasserschutzzonenplan samt Gefahrenkataster und Schutzzonenreglement für die Quelle Kaien, Ni. 4, im Besitz der Wasserversorgung Rehetobel, werden genehmigt (Art. 48 Abs. 1 kant. USG, bGS 814.1).
2.
Mitteilung im Amtsblatt
Mit freundlichen Grüssen Umweltschutz- und Energiedirektion von Appenzell A.Rh.
Ueli WI mer, Regierungsrat
Beilagen: Schutzzonen plan Kaien (Ni. 4) samt zugehörigem Schutzzonenreglement (2-fach)
Zur Kenntnis an: Gemeinderat Grub*
ø UED, Sekr., Ld, PA*, TBA, Lz*
*
Beilagen:
-
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Schutzzonenplan mit Genehmigungsvermerk Schutzzonenreglement mit Genehmigungsvermerk
NMFUSEKR\ZKAIEN.DOC
CH131_15_V_Kaien, 1998.pdf
KANTON APPENZELL AUSSERRHODEN
GEMEINDE GRUB
S C H U T Z Z O N E N R E G L E M E N T Für d i e Q u e l l f a s s u n g Kaien Koo.: 755 710/255 955
Gestützt a u f A r t . 46 d e s K a n t o n a l e n I S n w e l t s c s h u t z g e s e t z e s 24. A p r i l 1994 werden f o l g e n d e V o r s c h r i f t e n e r l a s s e n :
vom
l. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
Geltungsbereich
Art. 1
Dieses Reglement l e g t d i e zura Schutz des Q u e l l - und Grundwassers i n der Zone S e r f o r d e r l i c h e n Schutzmassnahmen und Nutzungsbeschrankungen f e s t . Für d i e Umgrenzung des Schutzbereiches i s t der vom 12.9.90 d a t i e r t e Schutzzonenplan (Massstab 1 : 2'OOD, V e r f a s s e r Dr. 0. L i e n e r t ) massgebend. Soweit d i e s e Bestimmungen e i n e einschränkendere Nutzung der Grundstücke v o r s c h r e i b e n , gehen s i e der geltenden Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Rehetobel 3) sowie der eidgenöss i s c h e n und kantonalen Raumplanungs-Gesetzgebung 4) vor. Strengere bau- und p l a n u n g s r e c h t l i c h e V o r s c h r i f t e n , sowie d i e Umwelt- 5) und d i e Gewässerschutz-Gesetzgebung 6) b l e i ben vorbehalten.
Schutzzonenplan
Art. 2 Der Schutzzonenplan umgrenzt d i e Grundwasserschutzzone S,
welche im Sinne von A r t . 14 der Verordnung vom 28. September 1981 über den Schutz der,Gewässer vor wassergefährdenden Flüssigkeiten (VWF) 7) i n d i e • Zone S 1 (Fassungsbereich) • Zone S 2 (Engere Schutzzone) • Zone S 3 (Weitere Schutzzone) u n t e r t e i l t worden i s t . 7.2.1992/ch
- SZR 2 -
Zweck
Art. 3
Die Zone S 1 ijmfasst d i e u n m i t t e l b a r e Umgebtmg der Fassung. S i e s o l l gewährleisten, dass k e i n e r l e i Fremdstoffe i n d i e Fassung gelangen, ohne dass E l i m i n a t i o n s - oder Reinigungsvorgänge wirksam werden können. Die Zone S 2 s o l l gewährleisten, dass S t o f f e , d i e schwer oder n i c h t abbaubar s i n d und auf dem Sickerweg kaum zurückgehalten werden, n i c h t i n das Grundwasser gelangen können und b e i akuten Gefahren a u s r e i c h e n d Z e i t und Raum für Sanierungsmassnahmen z u r Verfügung s t e h t . Die Zone S 3 h a t d i e Fvmktion e i n e r Pufferzone zwischen der Zone S 2 und dem s i c h an d i e Grundwasserschutzzone ans c h l i e s s e n d e n Gewässerschutzbereich A. S i e bezweckt d i e Herabsetzung der Konzentration unerwünschter S t o f f e b e i e i ner allfälligen Vervinreinigung auf e i n für das Grundwasser unbedenkliches Mass.
II. ALLGEMEINE NUTZUNGSBESCHRÄNKUNGEN UND SCHUTZMASSNAHMEN IN DEN GRUNDWASSERSCHUTZZONEN
Bestimmimgen für d i e Zone S 3
Grundsatz
Art. 4 I n der Zone S 3 i s t d i e w i c h t i g s t e Nutzungsbeschränkung d i e
Einschränkung oder das Verbot von I n d u s t r i e - und Gewerbebet r i e b e n , sowie das grundsätzliche Verbot von M a t e r i a l e n t nahmen. Besonders gefährdende Nutzungsarten s i n d unzulässig.
I n d u s t r i e l l e und gewerbliche Bauten und Anlagen
Art. 5
Neue gewerbliche und i n d u s t r i e l l e Betriebe, d i e wassergefährdende S t o f f e erzeugen, verwenden, umschlagen, befördern oder lagern, s i n d n i c h t e r l a u b t . B e t r i e b e , d i e i n k l e i n e n Mengen solche S t o f f e a l s F a b r i k a t i o n s m i t t e i verwenden, s i n d g e s t a t t e t , s o f e r n d i e notwendigen b a u l i c h e n und technischen Schutzvorkehrungen geschaffen werden.
Wohn- und Landwirtschaftsbauten
Art. 6
Neue Wohn- und Landwirtschaftsbauten s i n d unter den i n A r t . 9 und 10 genannten Voraussetzungen g e s t a t t e t .
- SZR 3 -
Tankanlagen
Art. 7 Das E r s t e l l e n neuer Tankanlagen i n Schutzbauwerken i s t b i s
zu einem Gesamtnutzvolumen von 30 m j e Schutzbauwerk e r l a u b t , s o f e r n d i e Anlage nur H e i z - oder Dieselöl zur Energieversorgung des Gebäudes oder B e t r i e b e s für höchstens 2 Jahre enthält und d i e gewässerschutztechnischen Anforderungen 8) erfüllt werden.
Sprengungen
Art. 8 Sprengungen s i n d grundsätzlich verboten. Ausnahmen können
nach Abklärung des E i n z e l f a l l e s von der zuständigen kanton a l e n Behörde b e w i l l i g t werden.
Schmutzwasserleitungen
Art. 9
Neue Schmutzwasserieitungen müssen d i c h t e r s t e l l t und p e r i o d i s c h auf i h r e D i c h t h e i t überprüft werden. S i e s i n d so zu e r s t e l l e n , dass eine Dichtheitsprüfung gemäss den Anforderungen der SIA-Norm 190 9) möglich i s t . Die Leitungen werden von der Gemeinde während den e r s t e n d r e i Jahren j ähr1ich, später a l l e d r e i Jahre auf i h r e D i c h t h e i t geprüft. Aufgrund der Prüfungsergebnisse l e i t e t d i e Gemeinde d i e entsprechenden Massnahmen für d i e allfäll i g e Sanierung i n d i e Wege.
Jauchegruben und S i l o s
A r t . 10 Für neue Jauchegruben m d S i l o b a u t e n s i n d d i e V o r s c h r i f t e n der eidg. Wegleitving für den Gewässerschutz i n der Landw i r t s c h a f t vom Dezember 1979 (ergänzt März 1984 und Januar 1987), d i e Hinweise des Bundesamtes für Umweltschutz für das Planen und Ausführen l a n d w i r t s c h a f t l i c h e r Anlagen vom A p r i l 1980, d i e baulichen S i l o v o r s c h r i f t e n der kantonalen Gewässerschützkommission vom Januar 1980, sowie allfällige w e i t e r e kantonale R i c h t l i n i e n v e r b i n d l i c h .
S t r a s s e n und Parkplätze
A r t . 11 Neue S t r a s s e n und Parkplätze s i n d mit einem d i c h t e n Belag, erhöhtem Randabschluss und d i c h t e n Entwässerungsleitungen auszuführen. Die E i n l e i t u n g des Meteorwassers i n e i n Oberfiächengewässer muss a u s s e r h a l b und, auf d i e F l i e s s r i c h t u n g des Grundwassers bezogen, möglichst unterhalb der Schutzzone S 3 erfolgen. An neuen Durchgangsstrassen s i n d d i e H i n w e i s s c h i l d e r "Wasserschutzgebiet" anzubringen.
- SZR 4 -
Garagen und Garagenvorpiätze
Art. 12
Für d i e Planung und Ausführung von Garagen und A b s t e l l plätzen s i n d d i e " R i c h t l i n i e n über d i e gewässerschutzpoliz e i l i c h e B e w i l l i g u n g von Garagen und Abstellplätzen für Motorfahrzeuge" der kantonalen Gewässerschutzkomraission vom Februar 1981 massgebend.
F r e i z e i tanlagen
A r t . 13 Neue Sportplätze, Freibäder und s o n s t i g e F r e i z e i t a n l a g e n , i n k l u s i v e deren sanitären Einrichtungen, s i n d g e s t a t t e t , s o f e r n d i e Abwasserleitungen den i n A r t . 9 genannten Bedingungen genügen.
Auf füllungen
Art. 14
Auffüllungen s i n d nur mit folgenden Materialen g e s t a t t e t : - Aushub ohne Torf, Humus und wasserverunreinigende
Anteile
- Felsausbruchmaterial und S t e i n e
Deponien
Art. 15
Deponien s i n d n i c h t zulässig.
Materialentnahmen
A r t . 16 Materialentnahmen s i n d grundsätzlich unzulässig. Ausnahmen können oberhalb des Grundwasserspiegels b e i mächtiger Überdeckung von der zuständigen kantonalen S t e l l e b e w i l l i g t werden, s o f e r n s i e den Anforderungen von Art. 32 des Gewäss e r s c h u t z g e s e t z e s 10) genügen.
Wärmepumpen
11 autres articles
Art. 17 Kreisläufe, d i e dem Grundwasser oder dem Oberfiächenwasser
Wärme entziehen oder abgeben s i n d n i c h t g e s t a t t e t . Auch d i e d i r e k t e Entnahme von Grundwasser zu diesem Zwecke i s t n i c h t erlaubt.
Art. 18
Kreisläufe mit Wärmeträgerflüssigkeiten, d i e dem Boden Wärme entziehen oder abgeben, können nur g e s t a t t e t werden, wenn Schutzmassnahmen g e t r o f f e n werden, d i e gewährleisten, dass Flüssigkeitsverluste l e i c h t erkannt und auslaufende Flüssigkeiten zurückgehalten werden.
- SZR 5 -
GrundwasserAbsenkungen tmd Bodenentwässerung
A r t . 19 Bodenentwässerungen (Drainagen, Entwässerungsgräben, Grundwasser-Absenkungen e t c . ) s i n d n i c h t g e s t a t t e t . Sofern negat i v e Auswirkungen q u a l i t a t i v e r und q u a n t i t a t i v e r A r t auf d i e Wasserfassimg und den Grundwasserspiegel ausgeschlossen werden können, kann d i e zuständige kantonale S t e l l e Ausnahmen b e w i l l i g e n .
Pflanzenbehandlungsmittel
A r t . 20 Die Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln (Unkrautvert i l g u n g s m i t t e l , P f l a n z e n s c h u t z m i t t e l und Regulatoren) an Verkehrsflächen, Wegen und Sportplätzen i s t unzulässig.
Düngung
A r t . 21 Für d i e land- und f o r s t w i r t s c h a f t l i c h e Pflanzgärten g e l t e n folgende Bedingungen:
Nutzung,
sowie
- Für Dünger, Dünger- und Bodenzusätze s i n d der Anhang 4.5 der StoffVerordnung 11) und d i e Klärschlammverordnung 12) massgebend. - Der Boden darf während des Ausbringens von Dünger, Dünger- und Bodenzusätzen weder wassergesättigt ( u . a. während oder kurz nach s t a r k e n Regenfällen oder nach der Schneeschmelze), mit Schnee bedeckt, noch gefroren s e i n . - Für das Ausbringen von Jauche, Mist, Kompost und Klärschlamm g e l t e n d i e Bestimmungen der eidgenössischen Wegl e i t u n g über den Gewässerschutz i n der L a n d w i r t s c h a f t vom Dezember 1979, sowie der Anhang 4.5 der StoffVerordnung 11) und d i e Klärschlammverordnung 1 2 ) . - Lanzendüngungen s i n d n i c h t g e s t a t t e t . - Für d i e Anwendung von P f l a n z e n s c h u t z m i t t e l n i s t der Anhang 4.3 der Stoffverordnung massgebend. Die Anwendung i s t g e s t a t t e t unter Vorbehalt der von der eidg. l a n d w i r t s c h a f t l i c h e n Forschungsanstalt i n Wädenswil für e i n z e l n e Produkte verfügten Einschränkungen, sowie unter Vorbehalt der bezüglich der Verwendimg von Schädlingsbekämpfungsm i t t e l n e r l a s s e n e n Weisungen des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft, des eidg. Amtes für L a n d w i r t s c h a f t , sowie des eidg. O b e r f o r s t i n s p e k t o r a t e s . - Dünger darf n i c h t näher a l s 10 m von Oberflächengewässern ausgebracht werden.
- SZR 6 -
Bestimmungen für d i e Zone S 2
Grundsatz
Art. 22
I n der Zone S 2 g i l t e i n allgemeines Bauverbot für das E r s t e l l e n neuer Bauten mit Schmutzwasseranfail, durch das e i n weitgehendes Ausschalten der Verunreinigungsgefahren für das Grundwasser e r r e i c h t werden s o l l .
Art. 23
Zusätzlich zu den Bestimmungen der Zone S 2 g e l t e n d i e j e n i gen der Zone S 3, sofern d i e Sachlage n i c h t durch d i e A r t i k e l 22 und 24 - 31 geregelt wird.
Garagen und Garagenvorpiätze
Art. 24 Neue Garagen,
gestattet.
Tankanlagen
Art. 25
Das E r s t e l l e n neuer Tankanlagen i s t n i c h t g e s t a t t e t 13).
Schmutzwasserieitungen
Art. 26 Die E r s t e l l u n g von Schmutzwasserieitungen i s t grundsätzlich
verboten. Ausnahmen können von der zuständigen kantonalen Behörde dort b e w i l l i g t werden, wo aus gefällstechnischen Gründen der Zone S 2 n i c h t ausgewichen werden kann oder wo der Anschluss der bestehenden Gebäude s i c h e r g e s t e l l t werden muss. I n d i e s e n Fällen s i n d Schutzmassnahmen zu t r e f f e n , d i e gewährleisten, dass L e c k v e r l u s t e s o f o r t s i c h t b a r gemacht und auch zurückgehalten werden (z.B. Doppelrohre oder doppelwandige Rohre).
Garagenvorpiätze
und Parkplätze s i n d n i c h t
Die Leitungen werden von der Gemeinde während den e r s t e n d r e i Jahren jährlich, später a l l e d r e i J a h r e auf i h r e D i c h t h e i t geprüft. Aufgrund der Prüfungsergebnisse l e i t e t d i e Gemeinde d i e entsprechenden Massnahmen für d i e allfäll i g e Sanierung i n d i e Wege,
Jauchegruben und S i l o s
Art. 27
Das E r s t e l l e n neuer Jauchegruben oder - s i l o s , e r d v e r l e g t e r Jaucheleitungen, J a u c h e z a p f s t e l l e n und Grünfuttersilos i s t n i c h t zulässig.
- SZR 7 -
Strassen
A r t . 28 Neue Strassen s i n d nur i n Ausnahmefällen zugelassen. E s s i n d Schutzmassnahmen gemäss den R i c h t l i n i e n des eidg. Departementes des Inneren b e t r e f f e n d Gewässerschutzmassnahmen beim Strassenbau vom 27. Mai 1968 zu t r e f f e n .
Freizeitanlagen
Art. 29
Neue Sportplätze und andere F r e i z e i t a n l a g e n s i n d e r l a u b t . Die sanitären Einrichtungen s i n d jedoch ausserhalb d e r Schutzzone S 2 zu e r r i c h t e n .
Drainagen und Bodenentwässerung
Art. 30
Bodenentwässerungen s i n d n i c h t g e s t a t t e t .
Düngung
Art. 31 Für l a n d w i r t s c h a f t l i c h e Nutzung g e l t e n
kungen :
folgende Einschrän-
Das Ausbringen von Gülle, Dünger, Dünger- und Bodenzusätzen, Mist, Kompost, h y g i e n i s i e r t e m Klärschlamm und Handelsdünger i s t im Rahmen d e r V o r s c h r i f t e n der Stoffverordniing 11) und der Klärschlammverordnung 12) e r l a u b t , sofern - der höchste zu erwartende Grundwasserspiegel n i c h t höher a l s 2 m unter der Oberkante T e r r a i n l i e g t , - d i e den Grundwasserspiegel überdeckenden Gesteins- und Bodenschichten eine gute B e l a s t b a r k e i t und F i l t e r w i r k u n g aufweisen, - der Boden während des Ausbringens von Dünger, Dünger- und Bodenzusätzen weder wassergesättigt (u.a. während oder kurz nach starken Regenfällen, während oder nach der Schneeschmelze), mit Schnee bedeckt, noch gefroren i s t , - das oberflächliche Abschwemmen von Dünger z u r Fassung h i n ausgeschlossen i s t . Im Z w e i f e i s f a l l e r f o l g t d i e Düngung nach den Anweisungen e i n e r anerkannten l a n d w i r t s c h a f t l i c h e n Versuchsanstalt aufgrund von Bodenproben.
- SZR 8 -
Bestimmungen für d i e Zone S 1
Zutritt
A r t . 32 Die Zone S 1 i s t vor dem Z u t r i t t Unbefugter zu schützen.
Grundsatz
A r t . 33 I n der Zone S 1 s i n d nur Nutzungen und E i n g r i f f e zulässig, d i e der Wasseraufbereitung oder -gewinnung dienen.
Zulässige Nutzungen
A r t . 34 Im Fassungsbereich i s t grundsätzlich nur G r a s w i r t s c h a f t mit S t r e u e s c h n i t t , Gründüngung ( L i e g e n l a s s e n des abgemähten Grases) oder Aufforstung mit F l a c h w u r z l e r n g e s t a t t e t . Auss e r h a l b des Waldes i s t der Fassungsbereich einzuzäunen und darf n i c h t a l s Weide benutzt werden.
A r t . 35 Zusätzlich zu den Bestimmungen der Zone S 1 g e l t e n d i e Bestimmungen der Zone S 2 und S 3, s o f e r n d i e Sachlage n i c h t durch d i e A r t i k e l 32 - 34 g e r e g e l t wird.
SPEZIELLE VORSCHRIFTEN FÜR BESTEHENDE BAUTEN UND ANLAGEN IN D E R ZONE S 2 UND S 3
Grundsatz
A r t . 36 Die zonengerechte Anpassung von bestehenden Bauten und Anlagen i s t , sofern n i c h t s anderes bestimmt wird, m i t t e l f r i s t i g , d.h. b e i b a u l i c h e n Sanierungs-, Erweiterungs- oder Erneuerungsarbeiten vorzunehmen.
Bestimmungen für d i e Zone S 3
Jauchegruben, S i l o s und Mistlager
A r t . 37 Bestehende Jauchegruben und S i l o s s i n d auf i h r e D i c h t h e i t zu prüfen, gegebenenfalls zu s a n i e r e n .
- SZR 9 -
Das bestehende Mistlager auf Parz. Nr. 313 i s t zu s a n i e r e n ( d i c h t e , a b f l u s s l o s e P l a t t e , Entwässerung i n d i e Jauchegrube ).
Bestimmungen für d i e Zone S 2
Bauten
A r t . 38 Beim Ausbau und der Erweiterung bestehender Bauten (Einbau, Zweitwohnung, Dachausbau, Anbau e t c . ) s i n d Sanitärinstaliationen a u s s c h l i e s s l i c h gebäudeintern ( n i c h t im Kellerboden) an d i e bestehende Schmutzwasserkanalisation a n z u s c h l i e s s e n . U n t e r h a l t s a r b e i t e n und innere Umbauten an bestehenden Bauten s i n d unter den Bedingungen d i e s e s Reglementes sowie der Bauverordnung g e s t a t t e t .
Jauchegruben und S i l o s
A r t . 39 Der E r s a t z der bestehenden Jauchegrube auf Parz.Nr. 313 bedarf e i n e r Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde. Die bestehende Grube i s t vom Eigentümer a l l e d r e i Jahre auf i h r e D i c h t h e i t zu prüfen. Das Prüfungsergebnis i s t der Gemeinde m i t z u t e i l e n . Diese l e i t e t a l l e n f a l l s d i e nötigen Massnahmen zur Sanierung d e r mangelhaften Grube i n d i e Wege.
IV. SCHUTZMASSNAHMEN WÄHREND D E R AUSFÜHRUNG VON BAUVORHABEN
Bauplatzinstailationen
A r t . 40 Für B a u p l a t z i n s t a i l a t i o n e n g e l t e n folgende V o r s c h r i f t e n : - Die Anlage von B a u l a t r i n e n mit Sickergrube i s t verboten - Ölfässer, Kannen e t c . mit T r e i b s t o f f , Schmieröl oder anderen wassergefährdenden Flüssigkeiten s i n d ausserhalb der Schutzzone S 3 i n e i n e Wanne mit 100 % Auffangvoiumen zu s t e l l e n . - Auf dem Bauplatz i s t eine der gelagerten Ölmenge entsprechende Menge eines Ölbinders b e r e i t z u s t e l l e n .
- SZR 10 -
Betrieb
A r t . 41 Während des Baubetriebes s i n d folgende Bestimmungen zu beachten : - Baumaschinen s i n d über das Wochenende und möglichst auch abends ausserhalb der Schutzzone S 3 a b z u s t e l l e n . Das Reinigen, Auftanken und R e p a r i e r e n der Maschinen h a t auss e r h a l b der Schutzzone S 3 auf einem geschützten P l a t z zu erfolgen. - Bauabfälle j e d e r A r t dürfen n i c h t a l s Auffüllmaterial i n der Baugrube deponiert werden. J e g l i c h e s E n t l e e r e n von Flüssigkeiten i n d i e Baugrube i s t untersagt. - Der Betrieb von Betonmischaniagen und Umschlaggeräten i s t innerhalb der Schutzzonen verboten.
Instruktion
A r t . 42 A l l e auf der B a u s t e l l e Beschäftigten s i n d insbesondere durch persönliche I n s t r u k t i o n e n und mit entsprechendem Ans c h l a g auf d i e s e V o r s c h r i f t e n aufmerksam zu machen.
BaubewiIiigung
A r t . 43 Die V o r s c h r i f t e n der A r t . 40 - 42 s i n d i n der B a u b e w i l l i gung aufzuführen.
V.
SCHLUSSBESTIMMUNGEN
Zus t äiwäigkei t
A r t . 44 Sämtliche Bauarbeiten, sowie Bauten, Anlagen und Abgrabungen bedürfen e i n e r B e w i l l i g u n g der zuständigen kantonalen Behörde.
Spezielle Anwendungs fälle
A r t . 45 Soweit d i e i n diesem Reglement a u f g e s t e l l t e n Nutzungsbeschrankungen und Schutzmassnahmen einen Anwendungsfall n i c h t regeln, g i l t für d i e Zulässigkeit e i n e s Bauvorhabens griondsätzlich d i e eidg. Wegleitung z u r Ausscheidung von Gewäs s e r schu t z b e r e i chen, Grundwasserschutzzonen und Grundwass e r s c h u t z a r e a i e n vom Oktober 1977, t e i l r e v i d i e r t 1982.
~ SZR 11 -
Grundbuch
A r t . 46 Die Zugehörigkeit eines Grundstücks oder eines T e i l s davon zu e i n e r Grundwasserschutzzone i s t mit Hinweis auf d i e Vors c h r i f t e n des Schutzzonenreglementes im Grundbuch anzumerken.
Inkrafttreten
A r t . 47 Dieses Schutzzonenregiement t r i t t samt dem zugehörigen Schutzzonenplan mit der Genehmigung durch den Regierungsrat in Kraft.
Fristen
A r t . 48 Für d i e A r t . 37 und 39 g i l t e i n e F r i s t von einem Jahr nach I n k r a f t t r e t e n des Reglementes.
Vom Gemeinderat genehmigt am . ' / j - . f . A i./. ^F^.1~T^.
Öffentliche Auflage vom
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- SZR 12 -
ANMERKUNGEN
1) bGS 814.111 2) bGS 814.11 3) Baureglement der Gemeinde Grub vom 4. Dezember 1977 Zonenplan vom 3. Dezember 1978 samt Änderungen vom 4) BG über d i e Raumplanung (RPG) vom 22.6.1979 (SR 700); EG zum RPG vom 28. A p r i l 1985 (bGS 721.1) 5) BG über den Umweltschutz (USG) vom 7. Oktober 1983 (SR 814.01) 6) BG über den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung (GSchG) vora S.Oktober 1971 (SR 814.20); Kant. EG und V dazu (bGS 814,11 und 814.111); sowie d i e Klärschlammverordnung vom 8. A p r i l 1981 (SR 814,225.23) 7) SR 814.226.21 8) Bestimmungen der Verordnung über den Schutz der Gewässer v o r wassergefährdenden Flüssigkeiten vom 28.9.1981 (VWF, insbesondere A r t . 23; SR 814.226.21) d e r technischen T a n k v o r s c h r i f t e n vom 21.6.1990 (TTV, SR 814.226.211) und dem Merkblatt für Gebindeiager vom 12. August 1987. 9) SIA-Norm 190, K a n a l i s a t i o n , V e r e i n s ( S I A ) , Ausgabe 1977
des Schweiz.
Ingenieur-
und
Architekten-
10) SR 814.20 11) Verordnving über umweltgefährdende S t o f f e (StoV, 814.013) vom 9. J u n i 1986, Stand am 1. Januar 1987
StoffverOrdnung;
SR
12) Klärschlammverordnung vom 8. A p r i l 1981 (SR 814.225.23) 13) Bestimmungen der Verordnung über den Schutz der Gewässer v o r wassergefährdenden Flüssigkeiten (SR 814.226.21) 14) Bestimmungen der Verordnung über den Schutz der Gewässer v o r wassergefährdenden Flüssigkeiten vom 28.9.1981 (VWF; SR 814.226.21), sowie der t e c h n i schen T a n k v o r s c h r i f t e n vom 21.6.1990 (TTV; 814.226.211) und d e r R i c h t l i n i e n über das Anpassen und d i e Ausserbetriebnahme von Altanlagen für wassergefährdende Flüssigkeiten vom 27,11.1975.
Bases légales
bGS 814.0 · Umwelt- und Gewässerschutzgesetz; UGsG · Canton
SR 814.20 · Gewässerschutzgesetz, GSchG · Confédération
SR 814.201 · GSchV · Confédération