Liestal, Spinnler-Weiher
Réserves forestières · Bâle-Campagne
Document
- Numéro
- 3023
- Type
- Réserves forestières
- Canton
- Bâle-Campagne
- Niveau
- Canton
- Autorité
- Landeskanzlei
- Approuvé par
- RR
- Adopté
- 14 sept. 1971
- En vigueur depuis
- 14 sept. 1971
Carte
Le canton ne publie pas de périmètre pour ce document. La carte montre Bâle-Campagne avec ses zones à bâtir.Ouvrir la carte complète
Fichiers
50_RRB_Spinnler-Weiher.pdfOuvrir dans un nouvel onglet
Texte
Lu par reconnaissance de texte dans un fichier numérisé : il peut contenir des erreurs.
Direktion RB g u Gegenstand: Liestal, Aufnahme des "Spinnler-
Weihers", in das Inventar der geschützten Dr.E/rh Naturdenkmäler
Für Besprechung:
14. Sep. 1971
3. September 1971
Die Baudirektion unterbreitet den vom Amt für Naturschutz und Denkmalpflege ausgearbeiteten Entwurf für einen Regierungsratsbeschluss i.S, Aufnahme des Spinnler-Weihers in Liestal in das Inventar der geschützten Naturdenkmäler des Kantons Basel- Landschaft,
ı//: Beschluss gemäss Antrag
Mitteilung an den BirgerratiisstaT” Gemeinderat Liestal (2) Grundbuchamt Liestal Planungsamt
Afficher tout le texte
KantonsForstamt Forstverwaltung Liestal, Rathaus, Liestal Polizeidirektion Direktion des Innern R
N / Präs. Hs.Clavadetscher, Bund für Naturschutz Baselland, Rankweg, Liestal
Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Heimatschutz) Freidorf 128, Muttenz
Wanderwege beider Basel, Nadelberg 7, Basel Amt für Naturschutz und Denkmalpflege (2) Baudirektion (2)
BAPPI
JR Nach dem Antrag: Der Landschrelber!
638 - 3.66 - 20000 - Div. 6
3.69 - 50000
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates
des Kantons, Basel-Landschaft
Nr. 3023 vom 14. September 1971
Aufnahme des "Spinnler-Weihers" in Liestal in das Inventar der geschützten Naturdenkmäler
Der "Spinnler-Weiher" liegt ca. 1.5 km südwestlich von Liestal im Oristal, lieblich eingebettet zwischen Wald und Orisbach am vielbegangenen Wanderweg von Liestal über den solothurnischen Jura ins Birstal.
In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde dieser Weiher durch die Tuchfabrik Spinnler & Cie. als künstlicher Fabrikweiher angelegt. Nachdem das gespeicherte Wasser nach der Einführung von neuen, modernen Fabrikationsmethoden nicht mehr für die Herstellung von Tüchern verwendet wurde, ergriff sehr bald eine reiche und interessante Gesellschaft von Wasserpflanzen Besitz von diesem günstigen Standorte. Ausserdem ist der Weiher heute von grosser Bedeutung als Amphibien-Iaichplatz, und im Ufergehöiz und Röhricht finden verschiedene Wasservögel einen idealen Unterschlupf.
Im Naturschutzgutachten 1971 hat Dr. C. Ewaid den "Spinnler- Weiher" mit seiner Umgebung als schützenswertes Objekt Nr. 2.24 aufgenommen.
Dr. H.R. Hofer beschreibt im Abschnitt Flora und Vegetation in der "Heimatkunde von Liestal", den Artenbestand des "Spinnler- Weihers", und in seinem Gutachten über den "Spinnler-Weiher" berichtet er wie folgt:
Der sogenannte "Spinnler-Weiher" im untersten Oristal wird gespiesen durch den mit Abwässern wenig belasteten Orisbach. Landwirtschaftlich genutztes Land, von dem Kunstdünger oder Jauche ausgewaschen werden könnte, stösst nicht unmittelbar an. Wir haben aus diesem Grunde einen Weiher, der in bezug auf die Nährstoffzufuhr eine mittlere Stellung einnimmt (mesotrophes Gewässer):
Das Wasser ist ziemlich klar und die während der Vegetationszeit entstehende Biomasse von mittlerer Grösse. Sauerstoffmangel dürfte bei genügendem Durchfluss kaum auftreten und die entstehende organische Substanz wird darum zu einem grossen Teil aerob abgebaut.
_
Dank dieser natürlichen Verhältnisse im "Spinnler-Weiher" besteht ein vorteilhafter Gegensatz zu neugeschaffenen, künstlichen Weihern, in denen es erfahrungsgemäss schwierig ist, ein biologisches Gleichgewicht herzustellen.
Im "Spinnler-Weiher" ist ein gewisses eingependeltes Gleichgewicht vorhanden, das sich auch in Zukunft durch Pflegemassnahmen mit geringem Aufwand erhalten lassen wird.
Der Weiher birgt verschiedene Pflanzenarten, die im Kanton Baselland selten geworden sind: Gelbe Schwertlilie (geschützte Pflanze), Aestiger Igelkolben, Gemeiner Froschlöffel, Haarblättriger Wasserhahnenfuss und Laichkrautarten. (Vergleiche dazu Heimatkunde von Liestal, Beitrag Flora und Vegetation)
Die Nähe des Weihers zu den Schulen macht ihn zu einem hoch einzuschätzenden Unterrichtsobjekt. Der rein landschaftliche Aspekt ist reizvoll. Orisbach und Gehölz schaffen eine natürliche Abgrenzung gegen das benachbarte Industriegebiet. Ausserdem ist der Weiher ein wichtiges Element in der Erholunsslandschaft,
Die Bürgergemeinde Liestal hat im Jahre 1970 den "Spinnler- Weiher" mit Umgelände (3716 m2)} erworben und dem Amt für Naturschutz und Denkmalpflege Baselland beantragt das ganze Gelände
unter Schutz zu stellen,
://: Das auf beiliegendem Grundbuchplan umrandete Gebiet des "Spinnler-Weihers" im Halte von 8716 m2 ist gestützt auf $ 9 der Verordnung betreffend den Naturund Heimatschutz vom 30. April 1964 in das Inventar
der geschützten Naturdenkmäler aufzunehmen.
Pal? 34 3
Veränderungen im Schutzgebiet dürfen nur mit dem Einverständnis und unter Aufsicht des Amtes für
Naturschutz und Denkmalpflege vorgenommen werden,
Die Betreuung und Pflege des geschützten Weiherareals
ist Sache des Eigentümers.
Gegen diesen Beschluss kann innert 10 Tagen von dessen
Zustellung an gerechnet beim Verwaltungsgericht in
Liestal Beschwerde erhoben werden.
Nach Eintritt der Rechtskraft ist der Beschluss vom zuständigen Grundbuchamt ins Grundbuch ein-
zutragen.
Mitteilung an Gemeinderat Liestal (2) Grundbuchamt Liestal Planungsamt Kantonsforstamt Forstverwaltung Liestal, Rathaus, Liestal Polizeidirektion Direktion des Innern
“ Bund für Naturschutz Baselland, Präsident Hs. Clavadetscher, Rankweg, Liestal
Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Heimatschutz, Freidorf 128, Muttenz
Wanderwege beider Basel, Nadelberg 7, Basel Amt für Naturschutz und Denkmalpflege (2) Baudirektion (2)
Der Lanäschreiber:
en
{