09.510
Erhalt des Viehexportes aus der Schweiz
Verfahrensbeitrag
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
(= Nichteintreten)
Antrag der Minderheit
(Zemp, Bischof, Darbellay, de Buman, Flückiger, Kaufmann, Meier-Schatz, Rime, Schlüer, Schibli, Stamm, Wandfluh)
Festhalten
(= Eintreten)
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
(= Ne pas entrer en matière)
Proposition de la minorité
(Zemp, Bischof, Darbellay, de Buman, Flückiger, Kaufmann, Meier-Schatz, Rime, Schlüer, Schibli, Stamm, Wandfluh)
Maintenir
(= Entrer en matière)
Germanier Jean-René · P-M · Nationalrat · Wallis · Freisinnig-demokratische Fraktion
Le président (Germanier Jean-René, président): Je rappelle que le Conseil des Etats a rejeté le projet lors du vote sur l'ensemble, ce qui équivaut à une non-entrée en matière. Nous menons donc un débat d'entrée en matière.
Favre Charles · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion
Je rappelle quelques points de l'évolution de ce dossier. Au sein de notre conseil, nous avions accepté d'entrer en matière, adopté le projet, mais la majorité qualifiée n'avait pas été acquise pour lever le frein aux dépenses à l'article 53 de la loi sur l'agriculture. Le projet a ensuite été examiné par le Conseil des Etats qui est d'abord entré en matière, puis, dans le deuxième conseil aussi, la majorité qualifiée n'a pas été acquise pour lever le frein aux dépenses; de plus, il a rejeté le projet au vote sur l'ensemble. Donc notre commission a de nouveau traité ce projet. Sa majorité vous propose de ne pas entrer en matière. C'est une décision qui a été obtenue par 13 voix contre 12. Vous voyez donc que les points de vue ont fortement divergé.
Pourquoi la majorité vous propose-t-elle de ne pas entrer en matière sur ce projet? Elle invoque plusieurs arguments pour cela. Le débat sur cette question avait eu lieu lors de la mise en place de la Politique agricole 2011; c'était en 2007. A cette époque, nous avions décidé de ne plus subventionner l'exportation de bétail. Aujourd'hui, il n'y a pas de nouveaux arguments qui justifieraient un changement d'attitude de notre part, c'est la raison pour laquelle la majorité de la commission propose de ne pas entrer en matière sur ce projet.
Le présent projet va dans le sens inverse par rapport à la politique menée dans le cadre de la Politique agricole 2011, puisque celle-ci prévoit une diminution progressive des soutiens au marché, considérant que ceux-ci sont une distorsion de concurrence, qu'ils sont peu efficaces et qu'ils empêchent les réformes nécessaires. Ces soutiens vont aussi à contresens de l'évolution générale du marché agricole, notamment des décisions qui risquent de voir le jour au sein de l'OMC, et à contresens aussi de la politique menée par l'Union européenne.
Initialement, ces subventions étaient prévues pour aider à exporter de la viande suisse, pour essayer de soulager le marché qui était saturé. Or aujourd'hui, il faut le savoir, nous importons en fait beaucoup d'animaux d'élevage, donc il n'y a pas de raison de soutenir les exportations de bétail. La question posée reste toutefois assez secondaire, puisqu'il faut savoir que l'exportation de bétail en Suisse est tout de même marginale - c'est de l'ordre de 5000 bovins par an, sur un cheptel de l'ordre de 700 000 têtes.
Ce sont là les arguments de la majorité pour vous dire: "Ne revenons pas en arrière par rapport à ce que nous avions décidé dans le cadre de la Politique agricole 2011!"
Une minorité de la commission est d'un autre avis, puisqu'elle considère que c'est un bon instrument pour la promotion de l'agriculture, un instrument qui est utile, notamment aux régions de montagne, et qui permet de désengorger le marché en automne, au moment de la désalpe. De plus, la minorité nous dit que les accords de l'OMC piétinent sérieusement: il n'y a donc pas de raison de suivre une tendance qui, pour l'instant, ne se dessine pas de façon claire.
C'est par 13 voix contre 12, comme je vous l'ai dit, que la commission vous demande de suivre le Conseil des Etats et par là l'avis du Conseil fédéral, à savoir de ne pas entrer en matière sur le projet issu de l'initiative parlementaire Bigger.
Fässler-Osterwalder Hildegard · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion
Mit der Agrarpolitik 2011 haben wir beschlossen, den Viehexport ab 2009 nicht mehr zu subventionieren. Das war ein richtiger Entscheid, auch aus heutiger Sicht. Es gibt keine Branche, in der man beim Export einen Beitrag pro Stück erhält; jedenfalls kenne ich keine solche Branche. Kein Maschinenunternehmer würde pro Nähmaschine, die er ins Ausland verkauft, einen Zuschlag von ein paar Hundert Franken bekommen, damit die Nähmaschine im Ausland konkurrenzfähiger ist.
Man kann schon sagen, dass die Landwirtschaft etwas anders gelagert sei. Aber für die Landwirtschaft geben wir über die Direktzahlungen und weitere Unterstützungen ungefähr 4 Milliarden Franken pro Jahr aus. Ich sage immer: zu Recht. Wir sind in der Landwirtschaftspolitik daran, die Verordnungen, welche die Direktzahlungen betreffen, zu ändern und auch eine Qualitätsstrategie durchzusetzen. Ich glaube, das ist der richtige Weg.
Einer der Gründe, die damals dazu geführt haben, dass wir mit dieser Exportunterstützung aufgehört haben, war folgender: Es war davon auszugehen, dass die WTO solche Unterstützungen innert Kürze verbieten würde. Es ist von den Vertretern der Minderheit gesagt worden, dass dies im Moment noch nicht der Fall ist; das ist richtig. Aber auch in der Landwirtschaftspolitik sollte man nicht ein Hüst und Hott machen; es sollte endlich klar sein, in welche Richtung es geht. Das gäbe den Landwirtinnen und Landwirten die Möglichkeit, ihre Planung klar auszurichten; es gäbe ihnen Planungssicherheit.
Wir haben im Nationalrat das etwas unschöne Resultat gehabt, dass diese Initiative und die Gesetzesänderung angenommen wurden, die Ausgabenbremse aber nicht gelöst wurde. Dasselbe ist jetzt im Ständerat passiert; auch dort ist die Ausgabenbremse nicht gelöst worden. Das hat den Ständerat dazu veranlasst, auf eine etwas ungewöhnliche Art und Weise eine Differenz zu schaffen. Er hat die Vorlage am Schluss abgelehnt, was einem Nichteintretensentscheid gleichkommt. Was der Ständerat damit bezweckt hat, ist mir nicht ganz klar, denn das Resultat wird jetzt vermutlich sein, dass auf die Vorlage gar nicht eingetreten wird. Wenn das Gesetz durchgekommen wäre, hätte man versuchen können, für ein weiteres Jahr Geld dafür lockerzumachen. Das wollte der Ständerat offensichtlich nicht.
Ich beantrage Ihnen deshalb im Namen der knappen Mehrheit der Kommission - der Entscheid ist mit 13 zu 12 Stimmen gefällt worden -, dem Ständerat zu folgen und Nichteintreten zu beschliessen.
Es ist tatsächlich korrekt, wenn gesagt wird: Einer der Gründe dafür, dass man 2007 den Ausstieg beschlossen hat, war der, dass man ein Verbot solcher Beiträge durch die WTO erwartete, wozu es noch nicht gekommen ist. Wir machen aber einen Schritt in die richtige Richtung: Wir wollen keine solchen Exportsubventionen mehr, auch nicht in der Landwirtschaft.
Baumann J. Alexander · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Frau Kollegin, Sie haben erwähnt, dass die Landwirtschaft im Gesamten sehr stark unterstützt werde. Können Sie nachvollziehen, dass es ein Unterschied ist, ob jemand Viehzucht betreibt, was namentlich in den Berggebieten der Fall ist, oder ob jemand Milch produziert, und dass man das differenziert betrachtet?
Fässler-Osterwalder Hildegard · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion
Herr Kollege, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe auch hier im Rat schon sehr oft gesagt, es gebe nicht "die" Landwirtschaft; es gibt vielmehr auch in der Landwirtschaft ganz verschiedene Interessen. Ich bekomme zum Beispiel sehr häufig Anfragen von Kälbermästern aus dem Kanton Glarus, ob ich etwas für sie tun könne, damit nicht immer nur die Milchbauern im Mittelland unterstützt würden; ich kenne diese Problematik. Ich kenne auch die Problematik im Berggebiet, aber ich bin wirklich der Ansicht, dass es viel mehr Sinn macht, über die Direktzahlungen dafür zu sorgen, dass auch im Berggebiet und in der Hügelzone Landwirtschaft betrieben werden kann. Es ist eben nicht so, dass sehr viele Landwirte von dieser Massnahme profitieren würden. Es ist nicht abzustreiten, dass es insbesondere einige wenige Exporteure wären, die damit verdienen würden, und das werde ich nicht unterstützen. Aber es ist so, "die" Landwirtschaft gibt es nicht. Man hat hier im Rat häufig den Eindruck, es gebe sie, aber wir zwei wissen genau, dass es nicht so ist.
Zemp Markus · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Fraktion CVP/EVP/glp
Der parlamentarischen Initiative Bigger haftet in der Tat das Pech an den Schuhen. Nachdem der Nationalrat eingetreten war und dem Entwurf dann deutlich zustimmte, verpasste er das Lösen der Ausgabenbremse um ganze drei Stimmen. Der Ständerat trat ebenfalls ein, und, das muss man einfach sagen, bei der Abstimmung über die Ausgabenbremse lautete das Verhältnis 20 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen; die Präsenz im Saal war wegen anderer Termine ungewöhnlich schlecht. Aus taktischen Gründen lehnte man das Geschäft dann in der Gesamtabstimmung ab, um die Differenz aufrechtzuerhalten.
Die Konsequenzen aus der Abschaffung der Exportbeiträge für Rindvieh, Schafe und Ziegen und insbesondere auch für die Freiberger Pferde sind für die Betroffenen relativ dramatisch. Weil trotz allem, was man im Zusammenhang mit der AP 2011 immer gesagt hat, kein WTO-Abkommen zustande gekommen ist, fallen unsere Schlachtviehpreise und damit auch die Nutzviehpreise wegen des Zollschutzes grundsätzlich deutlich höher aus. Wir sind jetzt - und das ist dramatisch - beim Viehexport aus den Märkten geflogen. Letztes Jahr lieferten wir noch 550 Stück, und jetzt, angesichts der dramatischen Euro-Schwäche, liegen wir deutlich unter 100 Stück. Wir fliegen aus den Märkten, wir haben trotzdem laufend Anfragen, sind aber nicht konkurrenzfähig. Die Konsequenzen sehen Sie jetzt in den Bergställen. Das Vieh ist von den Alpen gekommen, die Auktionen laufen schlecht. Die Preise sind tief, aber das ist, so würde ich sagen, nicht einmal das Hauptproblem. Das Schlimmste, was einem Bauern passieren kann, ist, dass er das Vieh nicht verkaufen kann. Es stehen dann trächtige Kühe in den Ställen, die abkalben und dann geschlachtet werden müssen. Irgendwann werden die Grenzen offenstehen. Wir verpassen jetzt Marktchancen, unsere Konkurrenten sind in diesen Märkten jetzt präsent. Ich finde das im Hinblick auf eine produzierende Landwirtschaft dramatisch.
Ich möchte noch kurz etwas zu den Freiberger Pferden sagen. Der Staat fördert seltene Rassen, und gerade Freiberger gehören in die Förderprogramme. Absatz gefunden haben sie in Deutschland, aber diesen Markt haben wir abgeschnitten, auch für Deutschland werden sie jetzt zu teuer.
Ich bitte Sie, geben Sie sich noch einmal einen Ruck, damit wir die parlamentarische Initiative Bigger doch noch durchkriegen.
Hassler Hansjörg · Mit-M · Nationalrat · Graubünden
Wir haben ja hier in diesem Rat gestern und vorgestern für die gebeutelte Exportindustrie und für den Tourismus Unterstützungsmassnahmen beschlossen, wir haben dafür über 800 Millionen Franken eingesetzt. Wir von der BDP-Fraktion haben diese Massnahmen mit Überzeugung unterstützt; die waren richtig. Ein ähnliches Problem haben wir jetzt natürlich auch im Landwirtschaftsbereich bei den Viehexporten.
Wir kennen die Vorgeschichte: Wir haben in diesem Rat bereits darüber abgestimmt und die Wiedereinführung der Viehexportbeiträge beschlossen, sind dann aber leider am qualifizierten Mehr bei der Ausgabenbremse gescheitert. Der Viehexport ist mittlerweile wirklich zum Erliegen gekommen. Im Jahre 2009 wurden 5800 Tiere exportiert, mit Exportbeiträgen, letztes Jahr wurden noch 550 Tiere exportiert, ohne Exportbeiträge, und dieses Jahr kommen wir vielleicht noch auf 100 Stück, natürlich auch ohne Exportbeiträge. Die Situation hat sich jetzt mit dem starken Franken und dem schwachen Euro natürlich noch verschärft. In dieser Situation ist der Export von Tieren unmöglich. Wir bitten darum, die Exportbeiträge wieder einzuführen, weil sie so nötig sind wie nie zuvor.
Ich bin ja im Berggebiet zu Hause und kenne diese Situation. Wenn ich nicht hier in Bern bin, bin ich täglich im Gespräch mit den Bauern. Es ist tatsächlich so, dass die Situation auf den Märkten und Auktionen schon lange, jahrzehntelang nicht mehr so schlecht war, wie sie sich dieses Jahr präsentiert. Es betrifft Bauern, die jährlich vielleicht zehn Rinder verkaufen wollen. Dieses Jahr können sie sie nicht verkaufen, weder zu guten noch zu schlechten Preisen. Die Bauern sind schon etwas verzweifelt.
Natürlich hat das auch andere Gründe. Der schlechte Milchpreis ist sicher ein Grund, aber dass wir jetzt nicht die Möglichkeit haben, Tiere zu exportieren, erschwert die Situation zusätzlich. Der Viehexport war immer ein gutes Ventil, um unsere Nutz- und Schlachtviehmärkte zu entlasten. Gerade in dieser Situation wäre das umso nötiger.
Wir müssen auch daran denken, dass die EU auch Exportbeiträge für das Vieh kennt - für den Export in Drittländer, nicht innerhalb der EU. Aus der EU werden tatsächlich Tiere in Drittländer exportiert, die Schweiz ist für die EU auch ein Drittland. Wenn also Tiere aus der EU in die Schweiz exportiert werden, gibt es Exportbeiträge, wenn hingegen wir Tiere in die EU exportieren, gibt es keine.
Wir sind überzeugt, dass dieses Instrument nach wie vor gut und richtig ist. Wir sprechen ja von offenen Märkten. In diesem Zusammenhang eine Bemerkung zu Herrn Bundesrat Schneider-Ammann: Auch Sie sind für offene Märkte, auch in der Landwirtschaft. Wir bekämpfen in gewissen Bereichen den offenen Markt, das geben wir offen zu, aber hier gäbe es jetzt offene Märkte, von denen wir Gebrauch machen könnten. Wir könnten Tiere exportieren, aber ohne Exportbeiträge ist das nicht möglich.
Wir brauchen den Viehexport mehr denn je. Ich bitte Sie deshalb, hier die Minderheit zu unterstützen und die Wiedereinführung der Exportbeiträge zu ermöglichen.
Noch ein Wort zur Finanzierung: Wir brauchen dafür ja 4 Millionen Franken. Es werden aber keine zusätzlichen Gelder eingesetzt; die Gelder stammen aus dem Landwirtschaftsbudget, sie werden von den Direktzahlungen zu den Marktstützungen verlagert. Es gibt also keine zusätzlichen Beiträge.
Sie schütteln jetzt zum Teil den Kopf, aber die Bauern wissen, was sie von diesen Exportbeiträgen haben: Sie stützen die Preise für das Vieh und bringen uns mehr als ein paar Franken an jedes exportierte Tier, angehängt an die Direktzahlungen. Es gibt einen Multiplikatoreffekt. Deshalb sind wir überzeugt, dass es richtig ist, Exportbeiträge zu leisten, sonst würden wir uns nicht so vehement dafür einsetzen.
Aebi Andreas · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Es wurde bereits gesagt: Vor drei Jahren exportierten wir 5000 Tiere, vor einem Jahr noch 1000 Tiere oder 500 Tiere, jetzt - Herr Favre, Sie haben es richtig gesagt - sind es nicht einmal mehr 100 Tiere. 50 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion oder sogar noch mehr stammen aus der Tierhaltung. Bei diesem Viehexport haben wir eine Hebelwirkung. Ich habe von vielem keine Ahnung, aber vom Markt habe ich eine gewisse Ahnung. Ich stehe 80 Tage pro Jahr im Ring und damit auf dem Markt. Der Einbruch in diesem Herbst ist total. Einerseits sind es die schlechten Milchpreise, 48 Rappen pro Liter - unsere Dorfkäserei hat vorgestern nach 160 Jahren geschlossen -, andererseits sind es die immer schlechteren Rindviehpreise. Weil wir ganz genau wissen, dass wir im Herbst diese Hebelwirkung haben, exportieren wir im September/Oktober trächtige Tiere aus den Berggebieten. Wir haben dann Rindviehpreise, die um rund 200 bis 300 Franken höher sind.
Frau Kollegin Fässler, wir unterscheiden nicht zwischen Kälbermast-, Milch- und Aufzuchtbetrieben. Wir sind definitiv alle im gleichen Boot; wir werden uns da nicht auseinanderdividieren lassen. Es ist leider so. Gute Kälberpreise geben auch gute Kuhpreise.
Zu Gatt/WTO: Die grosse Frage ist, ob die Unterstützung Gatt/WTO-konform ist. Seit 25 Jahren sprechen wir über Gatt/WTO-Landwirtschaft. Ich war vor zwanzig Jahren auch in Genf. Man sagte damals, das Abkommen komme in zwei Jahren. Es ist noch heute nicht gekommen, und es kommt morgen und übermorgen auch nicht. Darin sind wir Schweizer Musterschüler.
Ich bin für offene Märkte. Wir haben hier offene Märkte, Herr Bundesrat. Aber sagen Sie mir, wie wir mit den europäischen Playern mitspielen können. Die Viehpreise sind in Deutschland bedeutend weniger hoch, so, wie das Lohnniveau in Deutschland weniger hoch ist als das schweizerische Lohnniveau; das akzeptiere ich so. Aber mit der Frankenstärke haben wir ganz neue Argumente dafür, dass es nicht mehr geht, dass es nicht mehr reicht, Herr Favre. Darum sind wir beim Export in diesem Herbst bei nicht mehr als 100 Tieren.
Es sind für mich keine Subventionen, sondern Beiträge für den administrativen Aufwand zur Exportförderung. Ich stelle fest, dass die Schweiz und die EU nicht die gleichen Instrumente in der Hand haben. Die EU hat Exportbeihilfen, die EU unterstützt den Export im Transport- und im administrativen Bereich, das ist bei uns leider nicht der Fall - ich möchte mich nicht wiederholen.
Wir haben ein Hilfspaket von 870 Millionen Franken verabschiedet für viele, für das ganze Land, und ich war nicht dagegen, das möchte ich auch sagen. Hier geht es um 4 Millionen Franken für die Landwirtschaft, 4 Millionen, die notabene aus dem Landwirtschaftsbudget bezahlt werden.
Darum möchte ich Ihnen beliebt machen, einzutreten und diesem Geschäft zuzustimmen.
John-Calame Francine · Mit-F · Nationalrat · Neuenburg · Grüne Fraktion
Monsieur Aebi, vous souhaitez être soutenus dans votre accès au marché de l'Union européenne à cause du franc fort. Pourtant, c'est bien votre parti qui, en lançant des initiatives qui vont faire tomber la libre circulation des personnes, risque d'empêcher justement qu'on puisse avoir accès à ce libre marché. Où est la cohérence des paysans dans ce domaine?
Aebi Andreas · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ich habe die Frage aus akustischen Gründen nicht hundertprozentig verstanden. Ich habe gesagt, dass der europäische Markt beim Rindvieh und bei den Käseprodukten offen ist. Wir geben hier das Beste, aber wir verlieren täglich. Das ist die Situation und meine Antwort auf Ihre Frage.
Darbellay Christophe · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion CVP/EVP/glp
Il s'agit ici de l'aide à l'exportation de bétail. Il s'agit d'une mesure qu'on pourrait classer dans la catégorie de celles qui concernent des petites causes qui ont de grandes conséquences. On parle ici de quelques millions de francs - et je vous rappelle quand même qu'hier, on a adopté un paquet de 870 millions de francs pour des mesures contre le franc fort! Les 5 millions dont il est question ici seront d'ailleurs compensés intégralement dans le budget agricole par les paiements directs. Par conséquent, il s'agit là aussi d'une mesure importante.
La situation n'a, depuis belle lurette, jamais été aussi dramatique pour les éleveurs. C'est l'heure des désalpes, c'est l'heure de vérité pour ceux qui veulent vendre le produit de leur élevage, qui veulent vendre du bétail bovin, et aussi pour les éleveurs d'une race qui nous tient tellement à coeur, une race indigène, celle des chevaux Franches-Montagnes qui étaient assez demandés, très demandés même sur le marché allemand, mais qui sont aujourd'hui en train de disparaître du marché.
Il en va de même pour le bétail bovin. Nous savons que les éleveurs suisses font partie pratiquement des meilleurs du monde, mais il y a la question du prix; il y a aussi le fait que la conclusion du cycle de Doha de l'OMC n'est pas encore en vue et aussi que, simplement, le niveau dramatiquement bas de l'euro nous met dans une situation où les marchés sont en train de se bloquer totalement. Or si l'on doit se préparer de toute manière à des marchés plus ouverts et plus concurrentiels, il est clair que si on laisse la place vide maintenant, eh bien ces marchés disparaissent. Preuve en est que lorsqu'on avait encore cette mesure, on était à 5500 têtes de bétail exportées et qu'on est tombé aujourd'hui en dessous de 100, ce qui est un niveau dramatiquement bas.
Je crois que, vis-à-vis des éleveurs bovins en Suisse, vis-à-vis de l'agriculture de montagne, qui est pratiquement la source de l'élevage en Suisse, vis-à-vis des éleveurs de chevaux Franches-Montagnes, il faut aujourd'hui donner un signal fort. Ce n'est pas un montant très important; en plus, il sera intégralement compensé. Je pense que si l'on sait garder la juste proportion des choses, on voit que, d'un côté, on donne 870 millions de francs - et cela a passé ici pratiquement comme une lettre à la poste -, de l'autre, le 14 avril dernier, l'entrée en matière sur ce projet issu de l'initiative parlementaire Bigger était acquise très largement - la levée du frein aux dépenses avait été manquée pour 3 voix. Je crois donc qu'aujourd'hui, on peut corriger cette situation. Le Conseil des Etats a vu les choses un peu autrement, mais il manquait une quinzaine de conseillers aux Etats dans la salle, soit à peu près un tiers du conseil.
Par conséquent, je crois qu'il faut aujourd'hui corriger cette situation et vraiment suivre la minorité pour donner un signal fort à l'agriculture.
Germanier Jean-René · P-M · Nationalrat · Wallis · Freisinnig-demokratische Fraktion
Le président (Germanier Jean-René, président): Le groupe des Verts et le groupe libéral-radical soutiennent la proposition de la majorité.
Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern
Wir reden über Landwirtschaft, über Viehexport. Es wird ganz rasch emotional, und ich habe meinerseits vor diesen Emotionen allergrössten Respekt.
Die Diskussion haben wir beim Eintreten am 14. April dieses Jahres geführt. Was zwischenzeitlich tatsächlich geändert hat, ist die Angelegenheit um den Wechselkurs. Das macht natürlich auch den Export von Vieh nicht einfacher, das sei eingestanden.
Ich erinnere Sie an ein paar Fakten: Ich habe am 14. April gesagt, dass die Entlastungsidee insbesondere eine Idee aus den Siebziger- und Achtzigerjahren ist, als tatsächlich mit einem Saldo exportiert wurde und exportiert werden musste. Heute haben wir einen Saldo auf der Importseite. Es ist im Jahr 2010 immerhin ein Äquivalent von etwa 20 000 Rindern eingeführt worden, bedingt durch die Nachfrage hier im Land.
Über die Ausfuhrbeihilfen, über die internationalen Marktverzerrungen kann man natürlich debattieren, und ich muss Ihnen sagen: Ich versuche nach wie vor, sehr genau zu verstehen, was denn im internationalen Umfeld in Sachen Subventionen, sichtbar oder weniger sichtbar, direkt oder weniger direkt, tatsächlich stattfindet. Aber - es wurde richtig gesagt - eine Ausfuhrbeihilfe in der Grössenordnung von 4 Millionen Franken geht zulasten des Direktzahlungsbudgets; das heisst, eine solche Ausfuhrbeihilfe wird von der gesamten Landwirtschaft mitgetragen.
Eine letzte Feststellung: Der Bund unterstützt die Viehhaltung und die Viehzucht sehr wohl, und zwar, wenn es um Messen geht, wenn es um Ausstellungen geht, wenn es um Herdebuchführung geht, wenn es um Leistungsprüfungen geht - und es sind immerhin 30 Millionen Franken pro Jahr.
Ich habe Verständnis für die Diskussion, ich habe Verständnis für die emotionalisiertere Diskussion in der heutigen Wechselkurssituation. Ich empfehle Ihnen mit dem Bundesrat trotzdem, der Kommissionsmehrheit zu folgen.
Zemp Markus · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Fraktion CVP/EVP/glp
Herr Bundesrat, Sie haben gesagt, dass wir ein Äquivalent von 20 000 Tieren importiert haben. Sind Sie sich bewusst, dass das nicht Tiere sind, sondern dass es Fleisch war, Nierstücke?
Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern
Ja, ja, ich habe von Äquivalent gesprochen. Damit sind die Tonnagen gemeint und nicht die Köpfe.
Bigger Elmar · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Herr Bundesrat, ich habe eine konkrete Frage: Ist Ihnen auch wirklich ganz klar, dass wir im Berggebiet, im Zuchtgebiet, Zuchtvieh haben und nicht Schlachttiere? Dass die Zuchttiere nicht zum Schlachten gegeben werden, weil Arbeit und Interesse dahinterstecken und nicht nur Schlachtkörper gezüchtet werden? Bitte haben Sie Verständnis, und äussern Sie einmal Ihre eigene Vorstellung als ehemaliger Geschäftsmann, nicht die Vorstellung des Bundesrates.
Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern
Lieber Herr Bigger, wenn ich mir überlege, wie oft ich mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, ich würde als Geschäftsmann und nicht als Mitglied des Bundesrates denken, dann muss ich Ihnen jetzt sagen, dass ich den Wechsel gemacht und nun den Bundesrat zu vertreten habe. Für mich ist ganz klar, dass es einen Unterschied ausmacht, ob es Zuchttiere oder Schlachttiere sind. Die qualitativ hochstehenden Zuchttiere für den Export sind auch in meiner Einschätzung eine wichtige Angelegenheit, ja, ich hätte beinahe gesagt, ein wichtiges Produkt. Die Saldierung unter dem Titel "Schlachttonnagen" ist tatsächlich etwas anderes. Sie haben wahrscheinlich aus meinen Ausführungen gespürt, dass ich zwei Seelen in meiner Brust habe, um das ganz offen zu sagen. Die bundesrätliche Politik, die bundesrätliche Empfehlung habe ich am 14. April und auch heute vertreten.
Abstimmung
Le président (Germanier Jean-René, président): Les rapporteurs ne souhaitent plus s'exprimer.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 88 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 72 Stimmen
Le président (Germanier Jean-René, président): Le projet retourne à la commission pour que celle-ci procède à l'examen par article.