22.062
LAMal. Modification (Mesures visant à freiner la hausse des coûts – 2e volet)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Bundesgesetz über die Krankenversicherung (Massnahmen zur Kostendämpfung, Paket 2)
Loi fédérale sur l'assurance-maladie (Mesures visant à freiner la hausse des coûts, 2e volet)
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Wir beraten heute die Differenzen. Die Beratung ist in zwei Blöcke aufgeteilt. Eine entsprechende Übersicht wurde Ihnen ausgeteilt.
Block 1 - Bloc 1
Netzwerke zur koordinierten Versorgung, weitere Massnahmen
Réseaux de soins coordonnés, autres mesures
de Courten Thomas · Mit-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Ich deklariere bei diesem Geschäft zuerst meine Interessenbindung: Ich bin Präsident von Intergenerika, dem Verband der Generika- und Biosimilar-Hersteller der Schweiz. Dank Generika werden im Schweizer Gesundheitswesen jährlich wiederkehrend 600 Millionen Franken eingespart.
Ich komme zu Artikel 29 Absatz 3, wo es um die Leistungen der Hebammen geht. Inhaltlich sind sich die beiden Räte einig, die Hebammen sollen künftig mehr Kompetenzen erhalten. Das gilt erstens für die Abgabe gewisser Arzneimittel und Mittel und Gegenstände sowie die Durchführung von Analysen bei der Mutter. Die Hebammen sollen Medikamente zur Blutstillung, Schmerzmittel usw. verabreichen können. Zweitens sollen sie Kompetenzen für die Erbringung gewisser Leistungen beim Kind erhalten, insbesondere für die Durchführung des bekannten Bilirubin-Tests.
Das führte zum vom Nationalrat eingebrachten und vom Ständerat angenommenen Artikel 29 KVG. In Absatz 2 sind alle Mutterschaftsleistungen aufgeführt, die bei der normalen Schwangerschaft von sämtlichen Leistungserbringern erbracht werden können. Diesen Absatz haben wir genau analysiert, kleine Änderungen eingefügt und diese mit dem Bundesamt für Justiz und dem Schweizerischen Hebammenverband abgeglichen. Es gibt keine Differenzen mehr.
Der vom Ständerat beschlossene Absatz 3 beinhaltet nicht mehr die Mutterschaftsleistungen, sondern die konkreten Leistungen der Hebammen, die bei Krankheitszuständen von Müttern oder Kindern erbracht werden können. Die Mehrheit Ihrer Kommission will dort weiter gehen als der Ständerat, indem explizit auch Leistungen von Hebammen abrechenbar werden sollen, die ohne ärztliche Anordnung erbracht werden. Es gibt dazu auch kritische Stimmen von Kinderärzten, die Sorge über diesen Wechsel ausdrücken. Es darf unserer Meinung nach nicht zu einer weiteren Ausweitung des Katalogs der ohne ärztliche Anordnung erbrachten Leistungen kommen. Auch darf es nicht um das grundsätzliche Erkennen und Behandeln von Krankheiten bei Kindern zwischen zwei und zwölf Monaten gehen. Es muss sichergestellt sein, dass mit den zusätzlichen Gesetzeskompetenzen kein Automatismus verbunden ist. Jede Behandlung, die Hebammen in Zukunft vornehmen, muss einzeln in den Leistungskatalog aufgenommen werden. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass es zu einer automatischen Ausweitung des Leistungskatalogs kommt.
Ich bitte Sie deshalb, sich in dieser Frage dem Ständerat anzuschliessen.
Meyer Mattea · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste
Wir haben es hier mit einem Kostendämpfungspaket zu tun, und der Sinn dieses Kostendämpfungspakets ist es, die Kosten im Gesundheitswesen sinnvoll zu dämpfen. Dabei haben insbesondere drei Massnahmen Potenzial: die Kostenfolgemodelle, die Preismodelle und auch die koordinierte Versorgung. Um Letztere geht es in meinem Minderheitsantrag.
Es ist unbestritten, dass eine koordinierte Versorgung zu einer besseren Qualität in der Versorgung führt und gleichzeitig sehr viel effizienter geleistet werden kann. Sie ist dementsprechend auch im positiven Sinne kostenwirksam. Das heutige Gesetz ist jedoch zu starr und ermöglicht keine integrierte Versorgung bzw. keine koordinierte Versorgung über verschiedene Berufsgruppen hinweg. Wenn Sie heute eine koordinierte Versorgung machen wollen, müssen Sie Verträge abschliessen; dies ist aber über verschiedene Berufsgruppen hinweg nicht möglich.
Der Beschluss des Ständerates, auf sehr, sehr tiefem Niveau Regelungen zu machen, ermöglicht neu eine solche koordinierte Versorgung über verschiedene Berufsgruppen hinweg - das ist sein Mehrwert. Leistungen von verschiedenen Leistungserbringerinnen und -erbringern können somit unter einem Dach geleistet, erbracht und auch abgerechnet werden. So kann eine Ärztin eine Leistung direkt an eine Physiotherapeutin weitergeben, die Spitex ist z. B. ebenfalls integriert, und es gibt eine Versorgung über diese verschiedenen Berufsgruppen hinweg aus einer Hand. Damit soll kein Zwang eingeführt, sondern es soll lediglich die Möglichkeit für eine koordinierte Versorgung über Berufsgruppen hinweg geschaffen werden.
Es ist klar: Der Erfolg, insbesondere der finanzielle Erfolg, steht und fällt damit, ob es überhaupt Leistungserbringer gibt, die ein solches Angebot schaffen wollen. Der Erfolg steht und fällt auch damit, ob es überhaupt Versicherte gibt, die dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen. Für diese Frage beinhaltet der Beschluss des Ständerates einen Anreizmechanismus, damit insbesondere diejenigen erreicht werden können, die eine Zielgruppe für eine solche integrierte Versorgung wären - namentlich über 65-jährige Menschen und chronisch kranke Menschen -, diese Leistungen oder Angebote aber nicht oder zu wenig in Anspruch nehmen. Es braucht Anreize, damit auch diese Zielgruppen erreicht werden können, Anreize wie eine tiefere Kostenbeteiligung, welche der Beschluss des Ständerates ebenfalls vorsieht.
Sie sehen, es gibt nicht nur Kostengründe - das Einsparpotenzial wird auf bis zu 250 Millionen Franken errechnet, was jährlich fast ein Prämienprozent ausmacht -, die für die Annahme meines Minderheitsantrages sprechen, der dem Ständerat folgen will, sondern auch Qualitätsgründe. Es ist nämlich unbestritten, dass Leistungen, die aus einer Hand erbracht werden, auch bessere und qualitativ höherstehende Leistungen sind.
In dem Sinne bitte ich Sie, Ja zu meinem Minderheitsantrag und Ja zur koordinierten Versorgung zu stimmen, weil das auch ein Ja zu besserer Qualität und zu tieferen Kosten ist.
Crottaz Brigitte · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe socialiste
Dans ce bloc, je défends trois propositions de minorité. Deux sont liées à la facturation des prestataires et une au rôle des assureurs.
A l'article 42 alinéa 3, le Conseil national a proposé en 2023 que les fournisseurs de soins indiquent les heures de début et de fin des consultations sur leurs factures pour garantir plus de transparence. Cette mesure a malheureusement été supprimée par le Conseil des Etats. Actuellement, les factures médicales réalisées avec Tarmed sont incompréhensibles pour une majorité de patients. Ce manque de clarté n'est pas une volonté délibérée des fournisseurs de prestations, mais une conséquence directe d'une structure tarifaire obsolète, qui favorise des erreurs non détectées par les assureurs et souvent au détriment des assurés. Des formations spécifiques sont souvent nécessaires pour les aider à vérifier leurs factures, tant ces dernières sont complexes. La mention des heures permettrait aux patients de contrôler plus facilement la durée réelle de leurs consultations et, contrairement à ce que l'on prétend, cette mesure n'alourdirait pas la charge administrative, car les logiciels médicaux actuels peuvent déjà enregistrer ces données. Ce simple ajustement limiterait les abus flagrants, comme ceux révélés récemment par Santésuisse, à savoir que près de 400 médecins sur les 600 qui avaient été analysés facturaient des journées de travail de plus de 12 heures - certains de 23 ou 24 heures, le plus caricatural étant celui qui facturait 26 heures par jour aux assureurs, sans que ceux-ci ne relèvent le problème. Cette exagération ou ces erreurs dans la facturation de certains fournisseurs de soins conduisent bien sûr à une augmentation du volume des coûts, et donc des primes. Refuser cette mesure revient à tolérer une opacité qui nuit aux assurés et aux finances de notre système de santé. Soutenir la version de notre conseil est donc une étape nécessaire vers plus de transparence.
A l'article 56 alinéa 1bis, concernant le rôle des assureurs, notre conseil souhaitait autoriser les assureurs à informer les assurés sur certains sujets médicaux. Nous estimons que ce n'est pas leur rôle de se mêler des traitements prescrits et de faire des propositions allant éventuellement à l'encontre de celles faites par les fournisseurs de prestations et qu'une telle mesure nuirait à la relation de confiance entre patients et soignants. Les assureurs ne disposent pas de connaissances médicales pour faire des propositions thérapeutiques. Leur rôle est de contrôler les factures, ce qu'ils doivent s'appliquer à faire le mieux possible. Le Conseil des Etats a proposé une alternative avec un article 56a, qui limite ces interventions à des conseils ciblés, comme la promotion des génériques ou des assurances alternatives, et permet aux assurés de demander l'arrêt de ces communications s'ils le souhaitent. Cette approche est plus respectueuse des rôles de chacun. Cependant, un ajout de notre commission veut autoriser les assureurs à contacter également les soignants pour leur faire des recommandations, avec l'accord des assurés. Au risque de me répéter: ce n'est clairement pas de leur compétence. La prévention et le suivi médical relèvent des professionnels de santé et pas des assureurs, dont la mission doit rester centrée sur leur contrôle des factures. Nous soutenons donc la version révisée du Conseil des Etats et refusons cet ajout inapproprié.
Enfin, dans les dispositions transitoires, au chiffre 3, le Conseil des Etats propose de limiter temporairement les points tarifaires facturables par jour pour corriger les excès flagrants du système actuel déjà décrits et l'obsolescence de Tarmed, ceci en attendant l'introduction de Tardoc. Des médecins facturant jusqu'à 26 heures par jour confirment les dérives actuelles. Limiter ces excès est nécessaire pour maîtriser les coûts et inciter à une adaptation régulière du futur tarif Tardoc. Cette mesure ne restreint pas les prestations nécessaires et ne prévoit pas de limites inférieures. Par contre, il y aura une flexibilité dans son application, qui sera dictée par le Conseil fédéral. On sait qu'il est impossible de contrôler chaque facture. Les assureurs continueront à conserver le système de contrôle basé sur des algorithmes, qui tiennent compte de l'écart à la moyenne, alors que la mesure proposée ajoute une sécurité, à savoir que si le décompte va au-delà d'un certain nombre d'heures qui ne sont matériellement pas possibles, il sera possible de réagir. Bien que cette mesure transitoire soit censée entrer en vigueur dès 2025, ce délai est clairement irréaliste. Nous proposons donc un report à 2027 pour une mise en oeuvre réaliste et efficace de cette mesure, qui constitue une réponse rapidement applicable et raisonnable à des dérives qui pénalisent l'ensemble du système.
Pour conclure, les trois articles que je viens de défendre visent à renforcer la transparence, clarifier les rôles et limiter les abus dans notre système de santé. Ce sont des mesures justes et équilibrées qui protègent les assurés tout en préservant l'efficacité des soins. Je vous encourage donc à les soutenir.
Silberschmidt Andri · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Der Bundesrat hat mit Artikel 43 Absatz 7 KVG heute grundsätzlich die Möglichkeit, Grundsätze für eine wirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur sowie für die Anpassung der Tarife aufzustellen. Der Ständerat hat nun in diesem Zusammenhang eine Ergänzung beschlossen und fordert, dass der Bundesrat bei den Tarifen insbesondere die Kostentransparenz, die Effizienz und die Effizienzgewinne ebenfalls berücksichtigt.
Ich bin der Meinung, dass es, da man diesen Artikel ändern will, auch sinnvoll wäre, wenn man zusätzlich die Qualitätstransparenz und eine risikobereinigte Vergleichbarkeit der Qualitätsdaten nach anerkannten Standards sicherstellen würde.
Das mag kompliziert klingen. Um was geht es konkret? Die Tarife im Gesundheitswesen - die Preise, die bezahlt werden - werden zum Teil durch Verbände der Versicherten und Verbände der Leistungserbringer, also der Ärzte und Spitäler, verhandelt. Die Versicherten haben keinen direkten Einfluss auf die Tarife. Auch aus diesem Grund hat man als Patient vor einer Behandlung kaum eine Ahnung, welche Kosten die Behandlung verursachen wird. Das ist problematisch, zumal es eigentlich kaum möglich ist, irgendwie eigenverantwortlich zu handeln. Deshalb wäre mehr Kostentransparenz vor dem Auslösen von Kosten wünschenswert.
Bei meinem Minderheitsantrag geht es auch um Transparenz, im Spezifischen um mehr Qualitätstransparenz. In Zukunft soll eine für die Bevölkerung leicht verständliche Transparenz über den Behandlungserfolg im Gesundheitswesen sichergestellt werden. Konkret heisst das: Wenn man als Patient ein gesundheitliches Problem hat, soll man vor der Wahl des Leistungserbringers Zugang zu Qualitätsdaten haben. Gerade im ambulanten Bereich, also bei Behandlungen ohne Spitalübernachtung, ist die Qualitätstransparenz für die breite Bevölkerung heute nicht vorhanden.
Was soll das im Konkreten bringen? Ein Fokus auf die Qualität hätte zur Folge, dass Leistungserbringer, die eine tiefe Qualität aufweisen - zum Beispiel, weil sie nur eine geringe Anzahl von Behandlungen durchführen -, diese Behandlungen nicht mehr anbieten und sich auf andere Behandlungen spezialisieren, in denen sie eine höhere Qualität garantieren können.
Wenn man über Qualität spricht, gibt es berechtigte Sorgen, dass eine Qualitätstransparenz vor allem zu mehr Bürokratie führen würde. Das ist sicherlich zu vermeiden und nicht die Idee meines Antrages. Vielmehr bin ich überzeugt, dass der heutige Bürokratieaufwand sogar gesenkt werden kann, wenn man einheitliche Qualitätsstandards festlegt und ein schlankes Reporting sicherstellt. Lässt man nämlich die Leistungserbringer solche Kriterien und Standards selber festlegen, gibt es einen Wildwuchs an Reportings, welche nicht miteinander verglichen werden können.
Ich bitte Sie deshalb, meinen Minderheitsantrag zu unterstützen, der diesen Artikel um die Qualitätstransparenz ergänzen will. Ich bin überzeugt, dass es zu einem gesunden Wettbewerb und zu höherer Qualität führt, wenn die Bevölkerung weiss, welche Leistungserbringer welche Qualität im Gesundheitswesen erbringen. Und das führt auch dazu, dass sich die Leistungserbringer immer mehr spezialisieren und das, was sie anbieten, noch besser anbieten, als sie es heute tun.
Page Pierre-André · 1VP-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Le président (Page Pierre-André, premier vice-président): Les propositions de la minorité Sauter sont présentées par M. Thomas Rechsteiner.
Rechsteiner Thomas · Mit-M · Conseil national · Appenzell Rh.-Int. · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Beim Antrag der Minderheit II (Sauter), den ich übernahm, weil Frau Sauter Kommissionssprecherin ist, geht es um Artikel 43 Absatz 7 und Artikel 56 Absatz 5. Es geht um Effizienzgewinne. Ich werde zuerst kurz einführen, weshalb es am richtigen Ort geregelt werden muss, und gebe Ihnen zwei Gründe, weshalb die Annahme des Minderheitsantrages II, übernommen von mir, die richtige Lösung ist.
Der Ständerat nahm eine Ergänzung von Artikel 56 Absatz 5 vor, mit der Absicht, der Qualität und deren Auswirkungen auf die Tarife im Gesetz einen Anker zu geben. Mit dieser Ergänzung wird verlangt, dass die Tarifpartner sicherstellen, dass die Tarife den Effizienzgewinnen aufgrund des medizinisch-technischen Fortschritts Rechnung tragen. Die Kostentransparenz und die Effizienzgewinne sollen vereint und neu im Gesetz aufgenommen werden, notabene: In der Verordnung sind sie bereits stipuliert.
Bei Artikel 56 geht es aber um die Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung durch die Versicherer, das heisst um das korrekte Verhalten der Leistungserbringer in ihrer täglichen Tätigkeit. Die Möglichkeit, Effizienzgewinne in Tarife einfliessen zu lassen, müsste in Artikel 43 Absatz 7 geregelt werden; dort geht es um die Ausgestaltung der Tarife, also um die Grundlage der Vergütung. Damit bin ich bei meinen Argumenten, weshalb die starke Minderheit II bei Artikel 43 Absatz 7 unterstützt werden soll:
1. Die Forderungen der Mehrheit und der Minderheit I (Silberschmidt) sind bereits erfüllt. Bereits heute werden nur Leistungen vergütet, die in der geforderten Qualität und Effizienz erbracht werden. Dieses Parlament hat im Sommer 2019 den sogenannten Qualitätsartikel, Artikel 58 ff. KVG, eingefügt. Dieses Parlament entschied, dass die Akteure im Gesundheitswesen selber besorgt sein müssen, dass die Qualität der Leistungen für alle stimmt. Dieses Parlament soll auch dafür sorgen, dass die Gesetzgebung einfach, nachvollziehbar und ohne grossen administrativen Aufwand für die Umsetzung auskommt.
Konkret zum Qualitätsartikel bzw. zum Minderheitsantrag II: Im Qualitätsartikel, Artikel 58 KVG, wurde geregelt, dass nebst Tarifstrukturverträgen zwischen den Verbänden der Leistungserbringer und der Versicherer neu gesamtschweizerisch geltende, also nationale Qualitätsverträge abzuschliessen sind. Das besagt Absatz 1. Darin sind unter anderem Qualitätsmessungen, Massnahmen zur Qualitätsentwicklung, die Überprüfung der Einhaltung von Verbesserungsmassnahmen, die Veröffentlichung der Qualitätsmessungen - also das, was mein Vorredner verlangte - und Verbesserungsmassnahmen sowie Sanktionen bei Vertragsverletzungen zu regeln.
Das Parlament - also wir - hielt schon damals fest, dass in der Vermeidung von unnötigen oder fehlindizierten Therapien und Behandlungen sowie in der Verbesserung des Outcome für Patienten ein erhebliches Kosteneinsparpotenzial liegt. Das ist im Qualitätsartikel drin, und ja, es geht dabei auch um Kostendämpfung. Das ist ein wesentlicher Teil von dem, was mit den Ergänzungen der Kommissionsmehrheit oder der Minderheit I gefordert wird. Wir müssen das nicht nochmals ins Gesetz schreiben, sondern können beim geltenden Recht bleiben, also die Minderheit II unterstützen.
2. Es gibt eine aktuelle Überarbeitung der ambulanten Tarifstruktur. Die Tarifpartner sind bekannterweise daran, die ambulante Tarifstruktur zu überarbeiten. Es ist geplant, sie per 1. Januar 2026 in Kraft zu setzen. Weiter sind die Tarifpartner auch angehalten, die Tarife laufend zu überprüfen und anzupassen. Bei einer solchen periodischen Anpassung können Effizienzgewinne durchaus abgebildet und eingerechnet werden. Es ist deshalb nicht notwendig, die Anträge der Kommissionsmehrheit oder der Minderheit I anzunehmen, sondern wir können beim geltenden Recht bleiben.
Aus diesen beiden Gründen, weil die entsprechenden Regelungen im Qualitätsartikel schon vorhanden sind und weil die Möglichkeit zur Einarbeitung der Effizienzgewinne bei der periodischen Überprüfung der Tarife gegeben ist, bitte ich Sie, die Minderheit II (Sauter) zu unterstützen.
Porchet Léonore · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S
On en a un peu marre de ce paquet de mesures visant à freiner la hausse des coûts! C'est le deuxième volet; on a traité en je ne sais pas combien de fois le premier volet. Tout cela est assez long et inutile - je pense que c'est la conclusion du groupe des Verts -, puisqu'on continue d'avancer de manière sectorielle et désorganisée sans vraiment venir en aide directement à la population. D'ailleurs, nous avons proposé de geler les primes - ce serait beaucoup plus efficace - pour que les responsables des hausses des coûts prennent enfin leurs responsabilités. Mais il y a des difficultés d'action au sein du Parlement: les acteurs aux intérêts divergents continuent de bloquer les réformes nécessaires et les assurés continuent de payer l'augmentation des primes. De plus, il n'y a toujours pas de prévention, ni de promotion de la santé, ni de transparence - c'est même le contraire dont on discutera dans le bloc 2 -, quand tout le monde demande de clarifier les rôles et le financement du système.
Cependant, certaines avancées devraient être conservées; je pense notamment au remboursement des frais de grossesse avant la treizième semaine ou les prestations des pharmaciens et pharmaciennes, mais ces mesures, qui sont, elles, vraiment utiles, sont bloquées par la lenteur de nos débats.
Mais de quoi parlons-nous maintenant? D'une autre mesure qui serait elle aussi utile, non seulement à la qualité, mais aussi à l'efficacité économique du système de santé. Je parle bien de la coordination des soins: dans un contexte démographique de vieillissement de notre population, c'est un défi en matière de santé publique, car cela a un impact majeur et immense sur le système de santé.
Je prends un exemple. Dans le canton de Vaud, une personne sur cinq est âgée de plus de 65 ans, ce qui a de grands impacts sur les besoins en santé. Pour répondre à cette réalité, on a besoin d'adapter notre système de santé. Il y a un large consensus dans les milieux de la recherche et de la politique en matière de santé sur le fait qu'il est indispensable de resserrer la mise en réseau et la coordination des partenaires dans la prise en charge, afin d'augmenter la qualité, la sécurité et l'efficacité des soins et que le système demeure abordable. Bien que les soins intégrés aient vu le jour au début des années 1990 en Suisse, il est fréquent que l'intégration englobe certains aspects qui concernent seulement les soins et non l'ensemble du processus de traitement et de prise en charge. En outre, on constate des différences significatives entre les régions et les communautés culturelles et linguistiques dans la mise en oeuvre des soins intégrés - c'est la Conférence des directrices et directeurs cantonaux de la santé (CDS) qui le dit.
Il faut donc améliorer la prise en charge interdisciplinaire pour mieux répondre aux maladies chroniques de cette population vieillissante. Il faut - et c'est ce qui est proposé - de nouveaux prestataires de soins pour que l'on puisse mettre ensemble les prestations médicales, infirmières et thérapeutiques ainsi que des équipes de prise en charge interprofessionnelles et interdisciplinaires. Le projet tel qu'élaboré par le Conseil fédéral prévoit de reconnaître les réseaux de soins coordonnés en tant que fournisseurs de prestations. Notre commission soeur propose un compromis en maintenant ces dispositions tout en assouplissant l'obligation de contracter entre les réseaux de soins coordonnés et les assureurs. C'est bien ce que propose la minorité Meyer Mattea, à savoir de soutenir la décision du Conseil des Etats, pour donner une chance à la coordination des soins. Aussi, cela nous permettrait d'avoir une divergence de moins avec le Conseil des Etats, cela ne nous ferait pas de mal.
Le groupe des Verts vous invite aussi à suivre la majorité à l'article 29 alinéa 3, qui permet de mieux reconnaître et, donc, de rembourser les actes des sages-femmes sans conduire à chicaneries administratives que les jeunes mères n'ont pas à traverser durant leur post-partum.
Nous vous proposons aussi de suivre les minorités Crottaz, touchant notamment aux prescriptions concernant le contenu des factures des fournisseurs de prestations: il faut maintenir l'obligation de remise au débiteur de la rémunération d'une facture détaillée et compréhensible, ce qui revient à maintenir la version du Conseil national.
Nous rejetons toutes les autres propositions de minorité et vous engageons à nous suivre sur ces éléments.
de Courten Thomas · Mit-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Im Antrag der Minderheit Meyer Mattea geht es um die Netzwerke zur koordinierten Versorgung. Im Nationalrat haben wir diesen Punkt zum Massnahmenpaket mit 117 zu 67 Stimmen bei 7 Enthaltungen bereits einmal gestrichen. Die SVP-Fraktion möchte den Beschluss des Nationalrates beibehalten, das heisst die koordinierten Versorgungsnetze aus dem Massnahmenpaket herausnehmen und separat weiterverfolgen. Ich habe dafür fünf Argumente:
Erstens kann Innovation nicht funktionieren, wenn sie bis auf das letzte Komma geregelt wird. Anstatt Anreize zu schaffen, sieht der Bundesratsentwurf eine penible und detaillierte Regulierung vor, die mehr behindert, statt unternehmerische Impulse zur koordinierten und integrierten Versorgung zu schaffen.
Zweitens ist die Koordinierung der Versorgung ein Prinzip, das in das Konzept der integrierten Versorgung eingebettet ist. Es sollte kein neuer Tarif für die Koordination eingeführt werden. Dies würde nur zu höheren Kosten führen, anstatt eine effiziente Koordination zu ermöglichen, die mit Pauschalen nach dem Capitation-Prinzip vergütet wird. Damit würden wir das Gegenteil von dem erreichen, was wir mit dem zweiten Massnahmenpaket eigentlich anstreben.
Drittens ist die Beschränkung der Leistungen auf die ambulante Form eine Absurdität, die verhindert, dass die Akutversorgung in den Krankenhäusern einbezogen wird.
Viertens schafft der Einbezug kantonaler Kontrollen unnötige Doppelspurigkeiten und neue Bürokratie. Alle Anbieter, die Mitglieder der Netzwerke sind, unterliegen bereits den kantonalen Praxisbewilligungen und den Anforderungen der Gesundheitspolicen.
Fünftens sollten die Versorgungsnetze die Kantonsgrenzen überschreiten können, ohne dem restriktiven Korsett der kantonalen Aufsicht unterworfen zu sein.
Aus all diesen Gründen empfehlen wir Ihnen, sich hier der Mehrheit anzuschliessen.
Beim zweiten Punkt, dem Minderheitsantrag Crottaz, geht es um die Anforderungen an die Inhalte der Rechnungen der Leistungserbringer. In Bezug auf die vorgeschlagene Änderung des Nationalrates von Artikel 42 Absatz 3 KVG, wonach die Einzelleistungsstrukturen sowie das Datum und die Uhrzeit des Konsultationsbeginns und -endes auf den Rechnungen anzugeben ist, folgte der Ständerat nicht unserem Rat. Wir beantragen mit der Mehrheit, jetzt auf diese zusätzliche Bestimmung zu verzichten. Es ist heute schon so, dass das Gesetz eine detaillierte und verständliche Rechnung fordert und dass die Verordnung konkretisiert, was das genau bedeutet. Es sollen alle medizinischen und administrativen Eckwerte aufgeführt werden, unter anderem das Behandlungsdatum, die Dauer, die Art der Leistung und der Inhalt der Behandlung. Eine gesetzliche Bekräftigung dieses Anliegens ist nicht erforderlich.
Zur Minderheit I (Silberschmidt): Der Ständerat hat diese Bestimmung infolge eines Einzelantrages beschlossen. Ich beantrage die Zustimmung zum Beschluss des Ständerates. Es ist wesentlich, dass wir die Aspekte der Effizienzgewinne und des medizinischen Fortschritts in der Tarifstruktur berücksichtigen und letztlich auch laufend aktualisieren. Wir stimmen deshalb der modifizierten Fassung gemäss Antrag der Minderheit I (Silberschmidt) zu.
Zu Artikel 56a und der Minderheit Crottaz: Hier geht es um die gezielte Information der Versicherten über kostengünstige Leistungen, die Wahl von geeigneten besonderen Versicherungsformen und präventiven Massnahmen durch die Versicherer. Die Differenz zum Ständerat besteht lediglich darin, dass die Versicherer auch die Leistungserbringer gleichermassen informieren dürfen - selbstverständlich im Einverständnis mit den Patienten. Ich verstehe, ehrlich gesagt, nicht, warum man sich dagegen wehren soll. Bitte folgen Sie hier der Mehrheit.
Schliesslich geht es noch um die Plafonierung der pro Tag abrechenbaren Taxpunkte. Der Ständerat hat dieser Übergangsbestimmung zugestimmt. Das Datum einer Umsetzung auf den 1. Januar 2025 festzusetzen, ist jedoch schlicht nicht realistisch. Es ist fraglich, ob die Idee des Ständerates überhaupt sinnvoll und umsetzbar ist. Ich bin der Meinung, dass diese Idee nicht zielführend ist, und bitte Sie deshalb, hier der Mehrheit zu folgen und diese Bestimmung zu streichen.
Hess Lorenz · Mit-M · Conseil national · Berne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Nachdem das Kostendämpfungspaket den Ruf ja nicht ganz losgeworden ist, zum Papiertiger verkommen zu sein, ist die Mitte-Fraktion der Meinung, dass wir mit diesem Kostendämpfungspaket jetzt doch die Möglichkeit haben, auch substanziell etwas zur Kostendämpfung beizutragen. Ich werde Ihnen erklären, bei welchen Minderheits- und Mehrheitsanträgen wir der Ansicht sind, das am besten und am zielführendsten zu tun.
Was Artikel 29 anbelangt, in dem die Mutterschaft geregelt ist, lehnen wir den Antrag der Minderheit de Courten ab und bitten Sie, der Mehrheit zu folgen. Wir sind nicht der Meinung, dass hier ein Mengenausweitungsproblem besteht. Die Regelung der Anordnungen durch Hebammen muss klaren Richtlinien folgen, die der Bundesrat festlegt. Folglich muss man dann nicht damit rechnen, dass es anders gehandhabt wird oder mehr verrechnet wird, als wenn Ärztinnen oder Ärzte dies selbst anordnen würden.
Bezüglich der Netzwerke zur koordinierten Versorgung scheint ein bisschen das Sprichwort zu gelten: "Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht." Die Grundsatzüberlegung, wonach die koordinierte Versorgung wichtig ist und gut funktioniert, ist richtig. Das Problem ist aber, dass wir mit der Vorlage einen neuen Leistungserbringer erschaffen, bei dem nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, wo die Kostensenkung tatsächlich erfolgen sollte. Nur weil sich hier mehrere Leistungserbringer zusammenschliessen und gemeinsam abrechnen, ist noch keine Kostenersparnis gewährleistet. Die Idee entstand ursprünglich und nicht zuletzt aus dem Gedanken heraus, die Versorgung in ländlichen Regionen aufrechtzuerhalten. Aber auch in urbanen Gebieten mit Kliniken und anderen Leistungserbringern rechnet ein grosser Leistungserbringer, der sich sicher auch koordiniert, einfach nur gemeinsam ab, wobei nicht unbedingt mit einer Kostenersparnis zu rechnen ist.
Warum ist die Idee der koordinierten Versorgung trotzdem gut? Es bestehen im Moment in der Schweiz zwei integrierte Versorgungsregionen, eine ist im Berner Jura, die zweite seit Kurzem in Tessin, weitere werden folgen. Diese kamen durch privatwirtschaftliche Organisationen zustande. Das funktioniert nicht nur, weil es privatwirtschaftlich organisiert ist, sondern weil die Organisation alles daransetzt, dass die Leistungen gut, zweckmässig und effizient sind, dass nicht unnötig behandelt wird und so weiter. Ansonsten hat eine Organisation, die eine integrierte Versorgung anbietet, keine Chance. Die Möglichkeit ist da, aber mit den Vorgaben der Vorlage ist die Erarbeitung einer solchen koordinierten Versorgung viel zu kompliziert. Das, was alles geliefert werden muss, und die Tatsache, dass das, was man in der Versorgung nicht mehr will, an den Kantonsgrenzen haltmacht, sowie noch weitere Gründe führen dazu, dass wir die Netzwerke zur koordinierten Versorgung trotz des guten Grundgedankens klar ablehnen.
Wir lehnen ebenfalls den Antrag der Minderheit Crottaz zu Artikel 42, den Anforderungen an die Inhalte der Rechnungen der Leistungserbringer, ab. Wir finden, dass der Einschub eher die Administration betrifft, als er der Zielerreichung dient.
Bei Artikel 43 Absatz 7 unterstützen wir die Minderheit II (Sauter). Es ist absolut richtig, was Kollege Silberschmidt gesagt hat; wir sind auch dieser Meinung und werden mithelfen, dass wir bezüglich der Kostentransparenz in der Öffentlichkeit auch über das Benchmarking sprechen. Wir sind aber der Meinung, dass das hier nicht am richtigen Ort ist. Es wird ein Thema sein. Wenn wir gemäss Antrag der Minderheit II beim geltenden Recht bleiben, haben wir die Lösung, die es im Moment braucht. Was der Bundesrat nach geltendem Recht machen muss oder machen kann, genügt hier. Wir haben vor allem noch einen Punkt: Es gibt jetzt das erste Mal seit Langem Bewegung in den Tarifverhandlungen, in den Tariforganisationen. Das muss Teil der Tarifverhandlungen, der Tarifverträge sein, die ja gemäss Gesetz regelmässig überprüft werden müssen.
Einen letzten Punkt möchte ich noch erwähnen, nämlich Artikel 56a zu den gezielten Informationen. Wir möchten Sie hier bitten, die Minderheit Crottaz zu berücksichtigen, weil es zwar Sinn macht, dass die Versicherer auf die Patienten zugehen und diese informieren, aber dies gilt nicht bezüglich der Leistungserbringer und besserer und günstigerer Leistungen.
Gysi Barbara · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Ich spreche für die SP-Fraktion zu diesem Block 1.
Wie schon mein Vorredner gesagt hat, geht es in diesem Kostendämpfungspaket um zwei wirklich gewichtige Themen, die eben zur Kostendämpfung beitragen. Unserer Ansicht nach besteht in diesem Block 1 mit unseren Minderheitsanträgen durchaus zusätzliches Potenzial. Ich bitte Sie, dieses auszuschöpfen.
Ich beginne mit der Minderheit de Courten zu Artikel 29 Absatz 3, hier geht es um die Leistungen der Hebammen: Ich möchte Sie bitten, hier der Kommissionsmehrheit zu folgen und den Minderheitsantrag abzulehnen. Es ist durchaus richtig, dass wir die Kompetenzen der Hebammen erweitern. Das wird nicht zu einer Mengenausweitung führen. Vielmehr müssen sich ja auch sie an die Verordnung halten. Das ist einfach eine Tatsache. Dies wurde aber nicht nur, wie gesagt worden ist, von Kinderärztinnen und Kinderärzten zum Teil kritisch beurteilt, sondern von vielen von ihnen auch sehr begrüsst, weil diese Praxen allesamt überlastet sind. Es gibt zu wenig Kinderärztinnen und Kinderärzte in unserem Land. Darum sollten wir dort, wo Hebammen die fachlichen Kompetenzen haben, diese ihnen auch zugestehen und eine Erweiterung vornehmen. Im Grundsatz haben wir dieser Bestimmung ja schon zugestimmt. Nun geht es in der Differenzbereinigung noch um eine leichte Erweiterung, die durchaus Sinn ergibt. Es geht hier auch darum, effizient arbeiten zu können und Kinderärztinnen und Kinderärzte möglichst zu entlasten.
Dann komme ich zu den Netzwerken zur koordinierten Versorgung. Hierzu haben Sie ja schon die Minderheitssprecherin, Frau Mattea Meyer, gehört. Die SP-Fraktion unterstützt selbstverständlich diesen Minderheitsantrag. Es geht ja nicht darum, die bestehenden Netzwerke irgendwie zu tangieren. Das wurde auch immer wieder gesagt, auch von der Verwaltung; ich gehe davon aus, dass die Frau Bundesrätin das noch einmal ausführen wird. Es soll vielmehr zusätzlich die Möglichkeit geschaffen werden, Netzwerke zur koordinierten Versorgung eigens als Leistungserbringerinnen und -erbringer festzuhalten. Netzwerke, die aber schon bestehen - Herr Hess hat Beispiele genannt, die er selber als Verwaltungsratspräsident der besagten Versicherung aufgebaut hat -, sind nicht tangiert. Vielmehr soll einfach eine neue Möglichkeit geschaffen werden, was durchaus Sinn ergibt. Ich glaube nämlich, dass wir in der Sache keine Differenz haben. Die koordinierte Versorgung ist wichtig, sie ist gut und stellt insbesondere auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen eine Verbesserung dar. In diesem Sinn wirken solche Netzwerke eben auch kostendämpfend. Darum wollen wir diese Erweiterung ermöglichen, wonach auch nichtärztliche Netzwerke stärker unterstützt werden, auch wenn der Ständerat hier ja grundsätzlich gewisse Einschränkungen macht. Die ständerätliche Version ist eine Kompromisslösung. Wir nehmen das auf und unterstützen diese Lösung. Ich bitte Sie sehr, das auch zu tun.
Ich komme zu Artikel 42 Absatz 3 und zum Minderheitsantrag Crottaz bezüglich der Rechnungsstellung und zu Ziffer III, "Übergangsbestimmungen". Bezüglich der Rechnungsstellung möchte ich Sie bitten, den Antrag der Minderheit Crottaz, zu dem Frau Kollegin Crottaz schon Ausführungen gemacht hat, zu unterstützen und am Beschluss des Nationalrates festzuhalten. Dieser Rat hat schon einmal beschlossen, dass Zeit und Dauer der Konsultation auf der Rechnung festgehalten sein sollen. Es gibt immer wieder Fälle, in denen die Rechnungsstellung nicht korrekt erfolgt. Wenn Datum und Zeit bzw. die Dauer festgehalten sind, können die Patientinnen und Patienten das besser überprüfen. Wenn das nicht festgehalten ist und nur Taxpunktwerte kenntlich sind, kann das viel schlechter überprüft werden. Darum ergibt es Sinn, dies festzuhalten, da man dem nur so nachgehen kann, sollte auf ungerechtfertigter Basis fakturiert worden sein.
Dasselbe gilt auch in Bezug auf Ziffer III, "Übergangsbestimmungen": Man sollte eine Plafonierung der verrechenbaren Taxpunktwerte pro Tag vornehmen. Schliesslich kann es ja nicht sein, dass man sehr viel mehr Taxpunktwerte verrechnet, als pro Tag geleistet werden können. Der Tag hat 24 Stunden, sodass sicher nicht mehr verrechnet werden kann. Ich bitte Sie daher - das ist wirklich im Sinne der Kostendämpfung -, das auch zu unterstützen.
Ich möchte Sie ferner bitten, die weitere Minderheit, die aus den Reihen der SP-Fraktion mitgetragen wird, zu unterstützen. Bei Artikel 43 Absatz 7 empfiehlt Ihnen die SP-Fraktion, der Kommissionsmehrheit zu folgen.
Mettler Melanie · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe vert'libéral
Im öffentlichen Diskurs zum Gesundheitswesen höre ich seit jeher, man mache keine Fortschritte beim Reformieren und bei der Dämpfung der scheinbar unausweichlich steigenden Kosten. Lange stimmte das auch. Als ich als frisch gewählte Nationalrätin in meiner ersten Sitzung in der SGK-N den Akteuren des Gesundheitswesens zum Kostendämpfungspaket I im Rahmen von Anhörungen gebannt zuhörte, wurde mir rasch klar, dass die Fronten verhärtet waren. Aber nun gibt es zahlreiche relevante Fortschritte, so die Pflege-Initiative, die neue einheitliche Tariforganisation, die neuerdings wieder unter einem Dachverband agierenden Versicherer, die regionale Versorgungsplanung in den grossen Kantonen, die E-ID, das elektronische Patientendossier (EPD), Digisanté sowie die einheitliche Finanzierung (Efas). Dies betrifft nun auch das Kostendämpfungspaket II. Im Paket sind Hunderte Millionen Franken an Kosteneinsparungen angelegt, auch bei den jetzt noch verbleibenden Minderheitsanträgen, insbesondere in Bezug auf die Medikamentenpreise. Zudem sind hier auch Anreize gesetzt, damit eine weitere Kostendämpfung möglich ist, besonders bei der Koordination der Versorgung, was die Qualität für Patientinnen und Patienten erhöht, Familien entlastet und Kosten spart. Man kann das ruhig auch ein bisschen anerkennen.
Ich äussere mich zur Position der Grünliberalen Fraktion bezüglich folgender verbleibender Differenzen im ersten Block: Bei den Leistungen der Hebammen folgen wir der Mehrheit. Bei den Netzwerken unterstützen wir die Minderheit Meyer Mattea. Die Kommission schickte die Akteure noch einmal an einen runden Tisch, nachdem in den Anhörungen die Positionen noch so weit voneinander entfernt waren, dass man nicht davon ausgehen konnte, dass auf der Verordnungsebene eine tragfähige Lösung entstehen würde. Die Uneinigkeit zeigte sich dort, wo man nach der effizientesten Art suchte, das Potenzial von Netzwerken zur Koordination von medizinischer Versorgung zu nutzen und qualitativ zu sichern. Eine bessere Koordination führt zu besserer Versorgung und gleichzeitig tieferen Kosten, denn ein Teil der heutigen Überversorgung kann damit vermieden werden. Eine bessere Koordination der Versorgung ist auch eine der Hauptmassnahmen im Gesundheitspapier der Grünliberalen.
Die Version des Ständerates hat nun erreicht, was vorher nicht möglich war, nämlich eine Formulierung, die nicht zu fundamentalen Widerständen führt, sondern einigermassen breit getragen wird. Zentrale Aspekte wurden korrigiert: Es ist kein kantonaler Leistungsauftrag mehr nötig; die Koordination mit den Versicherungen ist besser; das medizinische Fachpersonal ist realitätsnaher definiert usw. Eine knappe Mehrheit der Kommission will nun den ganzen Artikel streichen und das Ganze wieder dem Verordnunggeber überlassen. Nach dieser Vorgeschichte der wenig zielführenden Zusammenarbeit braucht es aber diesen gesetzlichen Rahmen. Der Inhalt der ganzen Verhandlung darf nicht wieder ohne gesetzlich spezifizierte Grundlage an den Verordnunggeber delegiert werden.
Bei den Tarifen sind die Grünliberalen der Meinung, dass bereits die heutige Gesetzesgrundlage Effizienzgewinne und die Qualität in den Vordergrund stellt. Wir unterstützen deshalb die Minderheit II (Sauter) und sind nicht der Meinung, dass die Formulierungen der Kommissionsmehrheit hier einen besseren Hebel für die Verhandlungen mit den Tarifpartnern bieten würden.
Bei der Verwendung der Daten folgen die Grünliberalen der Mehrheit. Aktuell dürfen Versicherer nicht mit ihren Versicherten über deren Gesundheit kommunizieren. Der neue Artikel ermöglicht im Bereich der Zusatzleistungen massgeschneiderte Gesundheitsförderungsangebote von Versicherungen an Versicherte. Zudem dürfen Versicherer die medizinischen Leistungserbringenden nur mit aktiver Zustimmung der Versicherten über Versicherungsleistungen informieren. Auch das dient der besseren Koordination der Versorgung und der Vermeidung von teilweise schädlicher Überversorgung. Wichtig ist hier, festzuhalten, dass es nicht um die grundsätzliche Regelung bezüglich der Verwendung von Personendaten geht. Dies ist nämlich bereits im geltenden Recht geregelt.
Auch bei den verbleibenden Artikeln in diesem Block folgen wir der Mehrheit.
Silberschmidt Andri · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Es wurde erwähnt: In der zweiten Runde zu diesem Kostendämpfungspaket 2 haben wir in der Nationalratskommission fleissig gearbeitet. Wir fanden sehr viele Kompromisse. Aus diesem Grund wird die FDP-Fraktion in diesem Block überall der Mehrheit folgen, ausser bei meiner Minderheit I, deren Antrag ich vorhin begründet habe; diese werden wir unterstützen.
Im Wesentlichen geht es in diesem Block um den Wunsch des Bundesrates und des Ständerates, einen neuen Leistungserbringer, nämlich Netzwerke zur koordinierten Versorgung, einzuführen. Die Leistungserbringer im Gesundheitswesen sind Ärzte, Apotheken und Spitäler - grundsätzlich diejenigen Berufsgruppen, welche die Möglichkeit haben, ihre Leistungen zulasten der obligatorischen Grundversicherung abzurechnen. Bei Patientinnen und Patienten, die mehrere Krankheiten haben, oder auch bei älteren Personen ist es wichtig, dass die verschiedenen Berufsgruppen ihre Arbeit miteinander koordinieren. Klassischerweise ist der Hausarzt oder die Hausärztin für die Grundversorgung zuständig, Spitäler spielen bei operativen Eingriffen eine zentrale Rolle, und die Pflege ist nicht nur im Spital, sondern auch zuhause nicht wegzudenken.
Wir wollen nun die Koordination unter diesen verschiedenen Berufsgruppen stärken. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Wege. Der Bundesrat und der Ständerat wollen einen neuen Leistungserbringer kreieren, welcher auch zulasten der Grundversicherung abrechnen kann. Die bestehenden Leistungserbringer sollen sich also, wenn sie wollen, in einem neuen Leistungserbringer organisieren. Die Kantone können dies koordinieren und überwachen. Wir sind jedoch entschieden gegen die Verstaatlichung der koordinierten Versorgung. Anstelle von mehr Bürokratie braucht es vor allem mehr Anreize, damit die verschiedenen Berufsgruppen noch einfacher und besser zusammenarbeiten. Ein solcher Anreiz besteht im Abschluss von alternativen Versicherungsmodellen. Ich denke da an das Hausarzt- oder HMO-Modell.
Es gibt bereits heute unzählige, sehr erfolgreiche Netzwerke im Gesundheitswesen, ganz ohne staatliche Steuerung. Im Gegenteil, diese Gesundheitsnetzwerke lehnen eine Erweiterung des Gesetzes ebenfalls ab. Um die koordinierte Versorgung zu stärken, braucht es etwas anderes. Es braucht beispielsweise den neuen Ärztetarif Tardoc sowie die Umsetzung der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (Efas). Es braucht die Möglichkeit, dass in der Grundversicherung Mehrjahresverträge abgeschlossen werden können, wie dies Nationalrat und Ständerat in einer Motion gefordert haben. Es braucht auch die Möglichkeit, dass die Versicherer mit ihrem grossen Datenschatz einen Beitrag leisten können und sich im Interesse der Versicherten engagieren, um diesen Datenschatz zu nutzen und um gemeinsam mit den Leistungserbringern ein Netz zu bilden, mit dem man die beste Qualität und die beste Versorgung für die Patientinnen und Patienten ermöglichen kann. Es braucht letztendlich ein elektronisches Patientendossier, in dem die neuesten Daten abgelegt werden können, sodass alle Versorger Zugriff auf die von den Patientinnen und Patienten freigeschalteten Daten haben.
Mit diesem Netz von Massnahmen können wir die koordinierte Versorgung stärken, ohne dass wir sie verstaatlichen. Denn eine Verstaatlichung wird mutmasslich zu Mehrkosten und zu mehr Bürokratie führen. Ich glaube, dieses Kostendämpfungspaket 2 soll am Schluss die Kosten dämpfen und nicht die Bürokratie steigern.
In diesem Sinne bitte ich Sie, diesen neuen Leistungserbringer abzulehnen, somit der Mehrheit Ihrer Kommission zu folgen und die koordinierte Versorgung zu stärken, aber ohne sie zu verstaatlichen.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Concernant ce premier bloc de discussion, de manière globale, je vous invite à suivre la majorité de votre commission au sujet de trois objets: premièrement, les prestations fournies par les sages-femmes en cas de maladies; deuxièmement, l'indication de la durée de la consultation sur la facture; troisièmement, les plafonds des points facturables par journée.
Je vous invite par contre à suivre les minorités concernant trois autres objets: premièrement, pour les réseaux de soins coordonnés, la minorité Meyer Mattea; deuxièmement, pour les conventions tarifaires et la prise en compte des gains en efficience, la minorité II (Sauter); troisièmement, pour l'utilisation des données des assurés par les assureurs, la minorité Crottaz.
De manière plus détaillée, au sujet des prestations des sages-femmes, votre conseil a suivi votre commission en permettant d'étendre le catalogue LAMal à de nouvelles prestations fournies par les sages-femmes. Le Conseil des Etats y a apporté des modifications afin de respecter au mieux la systématique de la loi.
Der neue Absatz 3 bezweckt, die Leistungen der Hebammen in der gleichen gesetzlichen Systematik wie in Artikel 25 KVG zu verankern.
La minorité de Courten propose, elle, de revenir à la version du Conseil des Etats qui limite les prestations fournies par les sages-femmes en cas d'évolution pathologique à la mère et au nouveau-né et non pas à l'enfant. Or, selon la définition médicale, le terme nouveau-né prend en considération un enfant jusqu'à l'âge de 4 semaines.
Nach Angaben des Schweizerischen Hebammenverbands erbringen die Hebammen neben den Kinderärztinnen und Kinderärzten auch nach der vierten Woche Leistungen für ein krankes Kind. Mit dieser Änderung wird somit der dafür notwendige rechtliche Rahmen geschaffen. Die Ausführungsbestimmungen, die den Rahmen für die Übernahme der Leistungen festlegen, werden anschliessend auf Verordnungsebene geregelt.
C'est donc sur cette base que je vous invite à rejeter la minorité de Courten et à suivre la majorité de votre commission.
Au sujet des réseaux de soins coordonnés, actuellement, la LAMal ne permet pas de relation employeur-employé entre les différentes professions du domaine ambulatoire. Cette affirmation est valable, quelle que soit la forme d'assurance choisie par les assurés. Or, tous les acteurs concernés s'accordent sur l'importance d'une bonne coordination des prestations fournies par différents professionnels lors d'un traitement, et, pour cela, il est indispensable de dépasser la fragmentation actuelle des secteurs. Une harmonisation et une coordination des soins sont particulièrement pertinentes, notamment en raison du vieillissement de la population, accompagné de la multiplication des cas de maladies chroniques ou encore de multimorbidité. En effet, ces prises en charge impliquent souvent une multitude de prestataires différents. La mesure prévoit qu'un réseau de soins coordonnés puisse être créé sous la forme d'une institution "sous un seul toit" ou alors d'un réseau régional. Ce réseau disposerait donc d'un personnel ayant des formations adéquates et d'un nombre suffisant de médecins. Toutes les prestations fournies au sein de ce réseau seraient facturées comme s'il s'agissait d'un seul fournisseur de prestations. Le projet de réseau de soins coordonnés proposé permet donc une grande souplesse et plus de liberté dans sa concrétisation.
Dieses System würde ein hohes Mass an Zusammenarbeit und eine Koordination der Leistungen ermöglichen, die jedem Patienten entsprechend seinem individuellen Bedürfnis zukommen sollen. Dadurch würden die Patienten von einer umfassenden Versorgung und einem schnellen Zugang zu Fachkräften profitieren. Ausserdem würde die Abrechnung von Pauschalen für die Leistungsabrechnung innerhalb der koordinierten Versorgungsnetze erleichtert.
Je vous propose donc de soutenir les réseaux de soins coordonnés selon la version acceptée par le Conseil des Etats, soutenue par la minorité Meyer Mattea.
J'en arrive aux questions d'indication de la durée de la consultation sur la facture. Actuellement, la loi oblige le fournisseur de prestations à remettre une facture détaillée et compréhensible. La facture doit donc contenir toutes les indications nécessaires pour sa vérification et pour sa compréhension, ce qui comprend la date, le genre, la durée et le contenu du traitement.
Es ist daher nicht notwendig, im Falle einer Einzelleistungstarifstruktur eine Massnahme zur Erfassung der Uhrzeit des Beginns und des Endes der Konsultation auf den Rechnungen auf Gesetzesebene festzuhalten. Aus demselben Grund gäbe es auch keine Auswirkungen auf die Kosten.
La mention du début et de la fin d'une consultation n'apporte pas toujours la clarté souhaitée ou nécessaire pour le contrôle des factures. Le plus souvent, la facture comprend ce qu'on appelle des positions à l'acte, c'est-à-dire des positions tarifaires avec une durée préétablie. Dans ces cas, la durée calculée sur la base de l'heure du début et de l'heure de la fin de la consultation ne correspondra pas nécessairement à la durée des positions facturées. Cette indication pourrait donc aussi susciter des incompréhensions.
Je vous invite donc à rejeter cette mesure en suivant la majorité de votre commission.
J'en viens aux conventions tarifaires et à la prise en compte des gains en efficience. Actuellement, selon les dispositions légales, le Conseil fédéral peut déjà établir des principes pour fixer les tarifs selon une saine gestion économique et selon une structure appropriée, ainsi que pour l'adaptation des tarifs. Il a ainsi déterminé que les tarifs doivent couvrir au maximum les coûts nécessaires de la fourniture efficiente des prestations. Ces tarifs doivent en outre être déterminés selon la rémunération des fournisseurs de prestations qui fournissent des prestations de manière efficiente et de manière avantageuse. De plus, les partenaires tarifaires sont obligés de contrôler et d'adapter régulièrement les tarifs. A titre d'exemple, je précise encore que, depuis novembre 2022, l'Organisation tarifs médicaux ambulatoires (OTMA) est notamment chargée de l'élaboration, du développement et de l'adaptation de la maintenance des structures tarifaires pour les prestations médicales ambulatoires. Par ailleurs, les données nécessaires en matière de tarification des traitements ambulatoires doivent être communiquées aux autorités cantonales ou au Conseil fédéral par les différents partenaires tarifaires. C'est sur cette base notamment que le Conseil fédéral a la possibilité de procéder à des adaptations des structures tarifaires si cette structure tarifaire n'est plus appropriée ou que les parties ne la révisent pas. Par conséquent, cette mesure n'est pas nécessaire. De plus, on peut supposer que le complément proposé à l'article 43 alinéa 7 de la LAMal n'aurait aucune incidence sur les coûts, étant donné que la loi exige déjà aujourd'hui une fourniture efficiente des prestations lors de la fixation des tarifs.
Je vous invite donc à soutenir la minorité II (Sauter) et à rejeter la proposition de la majorité de votre commission, de même que la minorité I (Silberschmidt).
J'en viens à l'utilisation des données des assurés par les assureurs. Le Conseil fédéral estime qu'il est fondamentalement judicieux et pertinent que les assureurs aient la possibilité d'informer les personnes assurées de manière ciblée sur des prestations moins coûteuses et sur des mesures préventives, ainsi que sur des modèles d'assurance particuliers. Toutefois, il est fondamental que les droits de la personnalité des assurés soient respectés. Dans le cadre des travaux de votre commission, la version du Conseil des Etats a été approuvée, mais complétée par la possibilité pour les assureurs d'informer également les fournisseurs de prestations avec l'accord des assurés.
La minorité Crottaz a rejeté ce complément. En effet, la communication de données à des tiers, tels que les fournisseurs de prestations, est aujourd'hui déjà réglée, et ce, de manière exhaustive dans la LAMal: l'article 84a alinéa 5 de la LAMal prévoit déjà la possibilité d'informer des tiers avec le consentement écrit de la personne concernée dans le cas concret.
Der Bundesrat lehnt die Ergänzung, die die SGK-N beantragt, ab, weil sie nicht nur zu vermeidbaren Doppelspurigkeiten im Gesetz führt, sondern auch in einem gewissen Widerspruch zur Behandlungsautonomie der Leistungserbringer steht.
Je vous propose donc de soutenir l'utilisation des données des assurés dans la version du Conseil des Etats, soutenue par la minorité Crottaz, pour éviter les doublons, d'une part, et surtout pour maintenir la liberté de traitement des fournisseurs de prestations et maximiser la maîtrise des coûts, d'autre part.
Concernant le plafond des points facturables par journée, les structures tarifaires à la prestation telles que Tarmed sont essentielles pour la tarification des prestations dans le domaine ambulatoire, cependant elles contiennent des incitations indésirables à accroître la facturation. Ces incitations indésirables doivent être limitées; toutefois, cette mesure n'est pas judicieuse à plusieurs égards.
Zunächst einmal werden am 1. Januar 2026 Tardoc sowie die Tarifstruktur für Pauschalen in Kraft treten. Die Einführung dieser beiden neuen Tarifstrukturen wird es ermöglichen, gewisse unerwünschte Anreize aus Tarmed zu begrenzen.
Ensuite, les dispositions transitoires n'entrent en vigueur qu'au moment de l'entrée en vigueur de la loi. Or, cela ne correspond pas forcément avec l'introduction au 1er janvier 2027 qui est prévue dans la disposition, et, par nature, les dispositions transitoires n'instaureraient pas une solution pérenne.
Je précise encore que le postulat 24.3466 a été accepté par le Conseil fédéral. Ce postulat charge le Conseil fédéral d'examiner dans un rapport les autres mesures qui permettraient de limiter au mieux les incitations indésirables des structures tarifaires à la prestation. Ce n'est qu'à son terme qu'il sera possible de déterminer les mesures les plus pertinentes.
Je vous invite donc à rejeter cette mesure en suivant la majorité de votre commission et en rejetant la proposition de la minorité Crottaz.
J'en arrive à la conclusion et au résumé. Je vous invite donc à suivre la majorité de votre commission concernant les prestations des sages-femmes, les plafonds des points facturables par journée et l'indication de la durée de la consultation sur la facture; à suivre la minorité Meyer Mattea qui concerne les réseaux de soins, la minorité II (Sauter) concernant les gains d'efficience et la minorité Crottaz concernant l'utilisation des données des assurés par les assureurs; et à suivre la majorité de votre commission, d'une manière générale, pour les autres mesures.
Crottaz Brigitte · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe socialiste
Madame la conseillère fédérale, vous avez dit que donner des informations sur les horaires des consultations n'était pas une source d'économies. Or, il se trouve justement que l'analyse de Santé Suisse a montré qu'un médecin avait facturé 26 heures par jour pendant de nombreuses années - environ sept ans - à charge de l'assurance obligatoire des soins, à raison de 1 million de francs par année, avant que les assureurs s'en rendent compte. N'est-ce pas quand même une source d'économies possible que de marquer les horaires sur les factures?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Cet exemple a été mentionné de manière réitérée et il n'est effectivement pas correct qu'une personne facture 26 heures de travail par jour. Par contre, comme je l'ai indiqué, d'une manière générale, ce ne sont pas seulement des durées avec un horaire de début et de fin qui sont facturées, mais aussi des prestations à l'acte. Le but est de ne pas complexifier le système en se méfiant de chaque fournisseur de prestations. Mais, j'en conviens, l'exemple mentionné permettrait des économies et les caisses-maladie pourraient déjà agir aujourd'hui. Par contre, la mesure telle qu'elle est proposée n'est pas adéquate.
Sauter Regine · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Wir sind in der ersten Runde der Differenzbereinigung zum Kostendämpfungspaket 2. Der Ständerat hat die Vorlage am 13. Juni 2024 beraten und in der Gesamtabstimmung mit 39 zu 4 Stimmen angenommen. Bei vier Massnahmen ist der Ständerat dem Beschluss des Nationalrates gefolgt. Diese betreffen die Leistungen der Apothekerinnen und Apotheker, den Prozess der Vergütung und Bezeichnung von Impfungen, die elektronische Rechnungsübermittlung und Versichertenkarte und die Befreiung von der Kostenbeteiligung ab Beginn der Schwangerschaft. Bei den restlichen Massnahmen verbleiben noch Differenzen. Die gewichtigsten Differenzen betreffen die Netzwerke zur koordinierten Versorgung und den Bereich der Arzneimittel. Im Block 1 behandeln wir nun die Netzwerke zur koordinierten Versorgung und weitere einzelne Massnahmen.
Zuerst zu den Leistungen von Hebammen: Inhaltlich sind sich die beiden Räte einig. Die Hebammen sollen künftig mehr Kompetenzen erhalten. Erstens gilt dies für die Abgabe gewisser Arzneimittel, Mittel und Gegenstände sowie Analysen bei der Mutter. Zweitens sollen sie Kompetenzen für gewisse Leistungen beim Kind erhalten, insbesondere für den bekannten Bilirubin-Test. Dies führt zum vom Nationalrat eingebrachten und vom Ständerat angenommenen Artikel 29 KVG. Der Ständerat hat zudem noch einen Absatz 3 eingefügt. Dieser beinhaltet die konkreten Leistungen der Hebammen, die bei Krankheitszuständen von Müttern und Kindern erbracht werden können.
Die Mehrheit Ihrer Kommission will hier den Ausdruck "Neugeborenes" durch "Kind" ersetzen, da man von einem Neugeborenen nur bis zur vierten Woche spricht. Sie versteht darunter hingegen nicht ein grundsätzliches Erkennen und Behandeln von Krankheiten bei Kindern zwischen zwei und zwölf Monaten. Es soll somit auch nicht zu einer Konkurrenzierung der Kinderärztinnen und Kinderärzte kommen. Dies ist im Übrigen auch dadurch sichergestellt, dass mit der vorliegenden Gesetzeskompetenz kein Automatismus verbunden ist. Die Mehrheit Ihrer Kommission konkretisiert das, was heute von Hebammen bereits geleistet wird, nun auch auf gesetzlicher Ebene. Es wird deshalb explizit gesagt, dass diese Leistungen auch ohne ärztliche Verordnung erfolgen dürfen. Sämtliche Leistungen müssen aber durch den Bundesrat definiert und einzeln in den Leistungskatalog aufgenommen werden. Diese Änderung wurde mit 17 zu 8 Stimmen bei 0 Enthaltungen angenommen. Eine Minderheit de Courten will dem Ständerat folgen.
Die grosse Differenz zum Ständerat besteht, wie bereits erwähnt, bei den Netzwerken zur koordinierten Versorgung. Ihr Rat hat diese gestrichen, da er der Meinung war, es bedürfe in diesem Bereich keiner Regulierung, weil solche Modelle bereits erfolgreich funktionieren. Der Ständerat hat die Netzwerke wieder in das Paket aufgenommen und noch zusätzliche Anforderungen definiert. Zudem will er diese Versorgungsnetzwerke stärker an die alternativen Versicherungsmodelle anschliessen, indem die Netzwerke mit den Versicherern einen Zusammenarbeitsvertrag abschliessen müssen. Erst dann wird ein solches Netzwerk zugelassen, und Versicherte sollen zusätzliche Anreize erhalten, um sich diesen Netzwerken anzuschliessen.
Ihre Kommission beantragt Ihnen nun bei Artikel 37a und den damit verbundenen Bestimmungen mit 14 zu 10 Stimmen, dem Beschluss des Nationalrates zu folgen. Sie will keine Verbürokratisierung von etwas, das in der Praxis erfolgreich funktioniert. Eine Minderheit Meyer Mattea will dem Ständerat folgen.
Bei Artikel 42 Absatz 3 geht es um die Anforderungen an den Inhalt der Rechnung. Der Nationalrat hat hier eine Bestimmung eingefügt, die verlangt, dass Leistungserbringer auf ihrer Rechnung den Zeitpunkt des Beginns und des Endes einer Behandlung notieren. Der Ständerat hat diese Bestimmung mit 22 zu 20 Stimmen bei 2 Enthaltungen gestrichen. Ihre Kommission beantragt Ihnen nun mit 17 zu 8 Stimmen, dem Ständerat zu folgen. Bereits heute fordert das Gesetz eine detaillierte und verständliche Rechnung, und die Verordnung konkretisiert, was das genau bedeutet. Es sollen alle medizinischen und administrativen Eckwerte aufgeführt werden, unter anderem das Behandlungsdatum, die Dauer und der Inhalt der Behandlung. Eine gesetzliche Bekräftigung dieses Anliegens ist deshalb nicht erforderlich. Die Tarifpartner sind zudem daran, einen Weg zu finden, wie sie dem Erfordernis der Vollständigkeit und der Verständlichkeit der Rechnungen nachkommen können. Eine Minderheit Crottaz beantragt Festhalten am Beschluss des Nationalrates.
Bei Artikel 43 Absatz 7 respektive Artikel 56 Absatz 5 geht es um die Berücksichtigung der Effizienzgewinne bei Tarifverträgen. Der Ständerat hat diese Bestimmung infolge eines Einzelantrages Chiesa beschlossen, entsprechend hat die SGK-S diese Änderung also nicht beraten. Ziel dieser Bestimmung ist es, sicherzustellen, dass die Tarife auch der Effizienz bei der Leistungserbringung und den Effizienzgewinnen aufgrund der medizinisch-technischen Fortschritte Rechnung tragen.
Die Kommission folgte hier mit 12 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen dem Beschluss des Ständerates. Die Minderheit I (Silberschmidt) will zusätzlich eine Berücksichtigung des Kriteriums der Qualität, indem der Bund Qualitätstransparenz und eine Vergleichbarkeit der Qualität sicherstellt, dies, weil gerade im ambulanten Bereich noch sehr wenige Daten vorhanden sind. Es wäre deshalb wichtig, in den Tarifverträgen einheitliche Standards zu definieren und diese auch zu veröffentlichen. Dieser Antrag wurde mit 14 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung abgelehnt.
Die Minderheit II (Sauter), übernommen von Rechsteiner Thomas, beantragt, beim geltenden Recht zu bleiben, da das, was hier gefordert wird, bereits anderweitig erfüllt wird. Es werden heute nur Leistungen vergütet, die in der geforderten Qualität und effizient erbracht werden. Zudem sind die Tarifpartner daran, auch die ambulante Tarifstruktur zu überarbeiten. Das Parlament hat zudem bereits früher entschieden, dass auch ambulante Leistungserbringer Qualitätsvorgaben respektive Qualitätsverträge zu erfüllen haben. Im Ergebnis würden die Leistungserbringer durch den Beschluss des Ständerates einfach mit mehr administrativem Aufwand belastet. Dieser Antrag wurde mit 12 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt.
Schliesslich noch zu den gezielten Informationen von Versicherten gemäss Artikel 56a Absatz 1: Hier hat der Ständerat das Konzept des Nationalrates übernommen, wonach die Versicherer den Versicherten gezielte Informationen übermitteln dürfen. Gleichzeitig hat er es noch etwas angepasst und insbesondere ein Widerspruchsrecht für die Versicherten aufgenommen, ebenso den Schutz der Tariffreiheit für die Ärztinnen und Ärzte.
Die Mehrheit Ihrer Kommission hat diese Bestimmung noch dahin gehend ergänzt, dass auch die Leistungserbringer der Versicherten mit deren Einverständnis gezielt informiert werden können. Die Mehrheit beantragt Ihnen mit 12 zu 10 Stimmen bei 1 Enthaltung, der nun so ergänzten Bestimmung zuzustimmen. Eine Minderheit Crottaz will bei der Version des Ständerates bleiben.
Schliesslich noch zu Ziffer III Absatz 6: Hier geht es um die Plafonierung der pro Tag abrechenbaren Taxpunkte. Der Ständerat hat diese neue Übergangsbestimmung mit 28 zu 14 Stimmen bei 2 Enthaltungen eingefügt. Die Mehrheit Ihrer Kommission ist der Meinung, dass eine Umsetzung auf den 1. Januar 2025 nicht realistisch ist, und lehnt die Ergänzung mit 14 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen ab. Sie beauftragt den Bundesrat indessen mit einer Evaluierung der Auswirkungen der Änderungen. Eine Minderheit Crottaz folgt dem Ständerat, verschiebt das Datum der Umsetzung jedoch auf den 1. Januar 2027.
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Strassenfahrzeuge, Geräte und Maschinen müssen rechtlich festgelegte Lärmemissionswerte einhalten. Hier im Saal müssen wir das nicht, aber ich bitte Sie, Ihre Gespräche in der Wandelhalle zu führen.
Roduit Benjamin · Mit-M · Conseil national · Valais · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Avant d'aborder les divergences relatives au premier bloc de ce deuxième volet, j'aimerais attirer votre attention sur les éléments suivants. Le premier a trait au titre même de la réforme: "Mesures visant à freiner la hausse des coûts". Il serait ainsi paradoxal que l'ensemble des mesures débouchent sur des dépenses supplémentaires ou même sur un résultat financier neutre. Vous avez pris connaissance des incidences financières du projet du Conseil fédéral au stade des divergences, soit moins 450 millions de francs pour l'assurance obligatoire des soins et 34 millions de francs pour la Confédération, et celles de la version du Conseil des Etats, respectivement 850 et 64 millions de francs, et enfin celles de la première version de notre conseil, dont le résultat est neutre, soit 0 franc.
Voici maintenant la synthèse des divergences de notre conseil: il y a sept minorités. Bien sûr, en premier lieu, il s'agit d'évoquer le fameux article 37a sur les réseaux de soins coordonnés. C'est le plat de résistance de ce premier bloc. Sans remettre en question le fait que les traitements sont de meilleure qualité et plus efficaces lorsque les fournisseurs de prestations se coordonnent entre eux, la majorité de la commission ne voit toujours pas de valeur ajoutée à l'introduction d'un nouveau fournisseur de prestations, au contraire du Conseil des Etats. Ce dernier avait adapté le projet du Conseil fédéral en simplifiant les conditions, avec notamment une procédure d'autorisation en deux étapes. Cependant, la majorité de la commission doute que le potentiel d'économies puisse être réalisé et craint un doublon bureaucratique pour tous les prestataires de soins déjà au bénéfice d'une autorisation de pratique cantonale. Elle vous propose ainsi, par 14 contre 10 voix, de maintenir sa décision et de biffer cette mesure.
La minorité Meyer Mattea souhaite en revanche permettre à différents spécialistes, tels que les médecins, les physiothérapeutes ou les infirmiers, de se regrouper en un seul fournisseur de prestations. L'incitation supplémentaire d'une participation réduite aux coûts permettrait en outre d'atteindre également les assurés souffrant de maladies chroniques ou âgés. On pourrait même se poser la question des soins hospitaliers stationnaires: pourquoi ne font-ils pas aussi partie de la chaîne des soins coordonnés?
Si l'on revient à l'article 29 alinéa 3, qui concerne les prestations en cas de maternité, la commission soutient en grande partie les décisions du Conseil des Etats. Elle propose, par 17 voix contre 8, de préciser les prestations que les sages-femmes fournissent à la mère et à l'enfant en cas de maladie, par exemple le soin des plaies. Les sages-femmes doivent fournir leurs prestations avec ou sans prescription médicale et s'occuper également des nourrissons de plus de 4 semaines. C'est la pratique actuelle qui sera inscrite dans la loi. La minorité de Courten souhaite en rester à la version du Conseil des Etats.
A l'article 42 alinéa 3, la majorité de la commission, par 17 voix contre 8, souhaite également renoncer à inscrire dans la loi que la durée d'un traitement médical doit figurer sur la facture. La loi exige déjà aujourd'hui une facture détaillée et compréhensible de la part du médecin. La minorité Crottaz souhaite, par contre, maintenir la décision de notre conseil, estimant que cette mesure administrativement simple pourrait aider les assureurs à mieux remplir leurs tâches de contrôle, ce qu'on leur demande d'ailleurs fréquemment.
A l'article 43 alinéa 7, la majorité de la commission estime que les principes que les partenaires tarifaires doivent respecter lorsqu'ils élaborent, actualisent et développent des tarifs doivent être précisés. Il s'agit ainsi de garantir que les gains d'efficacité résultant des progrès médicotechniques se répercutent sur les tarifs.
La minorité I (Silberschmidt), écartée par 14 voix contre 9 et 1 abstention, souhaite compléter cette mesure avec des critères de qualité et de comparabilité. La minorité II (Sauter), écartée par 12 voix contre 10 et 2 abstentions, reprise par M. Rechsteiner, préfère en rester au droit en vigueur, estimant que les dispositions introduites par la commission sont déjà satisfaites et qu'il n'y a pas besoin de réglementation supplémentaire ni de mandat supplémentaire.
Les informations ciblées aux assurés et aux fournisseurs de prestations, à l'article 56a alinéa 1, font aussi l'objet d'une divergence. Si la commission se rallie en principe à la décision du Conseil des Etats, selon laquelle les caisses-maladie doivent pouvoir utiliser les données des assurés pour les informer de manière ciblée sur des prestations moins chères, des formes d'assurance appropriées ou des mesures préventives, elle souhaite cependant le maintien de la possibilité pour les caisses-maladie d'informer aussi les fournisseurs de prestations avec le consentement de l'assuré.
La minorité Crottaz, écartée par 12 voix contre 10 et 1 abstention, veut suivre le Conseil des Etats, estimant que ce n'est pas aux assureurs de donner des conseils aux médecins sur la façon de soigner leurs patients.
Enfin, au chapitre III alinéa 6, la commission, par 14 voix contre 8 et 2 abstentions, propose de refuser la disposition transitoire ajoutée par le Conseil des Etats concernant le plafonnement du volume de points facturables par jour. En effet, vous l'avez entendu précédemment, un postulat du Conseil des Etats accepté par le Conseil fédéral consiste à examiner les mesures permettant de limiter au mieux les incitations indésirables des structures tarifaires à la prestation.
Là aussi, la minorité Crottaz s'en tient à la version du Conseil des Etats actualisée au premier janvier 2027.
Nous voilà au bout de ce bloc de divergences, qui a trait aux réseaux de soins coordonnés, dont tout le monde s'accorde à dire qu'il y a nécessité urgente de les encourager et, par conséquent, d'adapter les réglementations en vigueur.
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 29
Antrag der Mehrheit
Titel, Abs. 2 Bst. a, e
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 2 Bst. f
f. die der Mutter und dem gesunden Kind:
1. von Ärzten und Ärztinnen oder unter den vom Bundesrat bestimmten Voraussetzungen von Hebammen verordneten Analysen sowie die der Untersuchung oder Behandlung dienenden Mittel und Gegenstände,
2. von Ärzten und Ärztinnen verordneten oder unter den vom Bundesrat bestimmten Voraussetzungen von Hebammen angewendeten Arzneimittel.
Abs. 3
... bestimmten Voraussetzungen ab Beginn der Schwangerschaft, während der Niederkunft und bis zu dem vom Bundesrat bestimmten Zeitpunkt nach der Niederkunft oder dem Ende der Schwangerschaft die Kosten für folgende, der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienenden Leistungen zugunsten der Mutter oder des Kindes:
a. von Hebammen mit oder ohne ärztliche Anordnung ambulant oder im Geburtshaus erbrachte oder von Hebammen verordnete Untersuchungen, Behandlungen und Pflegeleistungen;
b. von Hebammen mit oder ohne ärztliche Verordnung angewendete Arzneimittel sowie von Hebammen verordnete Analysen und der Untersuchung oder Behandlung dienende Mittel und Gegenstände.
Antrag der Minderheit
(de Courten, Aeschi Thomas, Amaudruz, Bircher, Glarner, Gutjahr, Thalmann-Bieri, Wyssmann)
Abs. 3
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 29
Proposition de la majorité
Titre, al. 2 let. a, e
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2 let. f
f. à la mère et à l'enfant en bonne santé:
1. les analyses et moyens et appareils diagnostiques ou thérapeutiques prescrits par des médecins ou, dans les limites fixées par le Conseil fédéral, par des sages-femmes;
2. les médicaments prescrits par des médecins ou, dans les limites fixées par le Conseil fédéral, utilisés par les sages-femmes.
Al. 3
... ses séquelles chez la mère ou l'enfant, à partir du début de la grossesse, pendant l'accouchement et jusqu'à un moment donné après ...
a. les examens, traitements et soins dispensés par des sages-femmes, avec ou sans prescription médicale sous forme ambulatoire ou dans une maison de naissance, ou prescrits par des sages-femmes;
b. les médicaments utilisés par les sages-femmes avec ou sans prescription médicale, et les analyses ainsi que les moyens et appareils diagnostiques ou thérapeutiques prescrits par les sages-femmes.
Proposition de la minorité
(de Courten, Aeschi Thomas, Amaudruz, Bircher, Glarner, Gutjahr, Thalmann-Bieri, Wyssmann)
Al. 3
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 126 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 58 Stimmen
(5 Enthaltungen)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 33 Abs. 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 33 al. 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 37a
Antrag der Mehrheit
Festhalten
Antrag der Minderheit
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 37a
Proposition de la majorité
Maintenir
Proposition de la minorité
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Abstimmung gilt auch für Artikel 35 Absatz 2 Buchstabe o, Artikel 36, Artikel 36a Absatz 1, Artikel 38 Absatz 1 und Absatz 2 Einleitung, Artikel 48a, Artikel 55a Absatz 1 Buchstabe b Ziffer 3 und Absatz 5 Buchstabe b, Artikel 64 Absatz 6 Buchstabe e sowie Ziffer III Übergangsbestimmungen zur Änderung vom ... Absatz 1.
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 113 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 72 Stimmen
(4 Enthaltungen)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 35 Abs. 2 Bst. o; 36; 36a Abs. 1; 38 Abs. 1, 2 Einleitung
Antrag der Mehrheit
Festhalten
Antrag der Minderheit
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 35 al. 2 let. o; 36; 36a al. 1; 38 al. 1, 2 introduction
Proposition de la majorité
Maintenir
Proposition de la minorité
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Meyer Mattea wurde soeben bei Artikel 37a abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Art. 41 Abs. 1bis, 1ter, 2, 2bis Einleitung, 2ter, 2quater, 3, 3bis, 4
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 41 al. 1bis, 1ter, 2, 2bis introduction, 2ter, 2quater, 3, 3bis, 4
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 42 Abs. 3
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Crottaz, Alijaj, Gysi Barbara, Marti Samira, Meyer Mattea, Piller Carrard, Porchet, Prelicz-Huber)
Festhalten
Art. 42 al. 3
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Crottaz, Alijaj, Gysi Barbara, Marti Samira, Meyer Mattea, Piller Carrard, Porchet, Prelicz-Huber)
Maintenir
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 125 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 62 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 43 Abs. 7
Antrag der Mehrheit
Der Bundesrat kann Grundsätze für die Erarbeitung, Weiterentwicklung sowie die regelmässige Anpassung und Pflege der Tarife aufstellen, um eine wirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur der Tarife zu gewährleisten. Er berücksichtigt insbesondere die Kostentransparenz, die Effizienz bei der Leistungserbringung und die Effizienzgewinne aufgrund technischer Fortschritte. Er sorgt für die Koordination mit den Tarifordnungen der anderen Sozialversicherungen.
Antrag der Minderheit I
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Bircher, Glarner, Gutjahr, Thalmann-Bieri, Vietze, Wyssmann)
... die Kostentransparenz, die Effizienz und die Qualität bei der Leistungserbringung und die Effizienzgewinne aufgrund technischer Fortschritte. Er stellt hierzu Qualitätstransparenz und die risikobereinigte Vergleichbarkeit der Qualitätsdaten der Leistungserbringer anhand einheitlicher, anerkannter Standards sicher. Er sorgt für ...
Antrag der Minderheit II
(Sauter, Durrer, Gysi Barbara, Hess Lorenz, Mettler, Rechsteiner Thomas, Roduit)
Streichen
Art. 43 al. 7
Proposition de la majorité
Le Conseil fédéral peut établir des principes relatifs à l'élaboration, au développement, à l'adaptation régulière et à la maintenance des tarifs, pour que les tarifs soient fixés d'après les règles d'une saine gestion économique et structurés de manière appropriée. Il tient compte en particulier de la transparence des coûts, de l'efficience de la fourniture de prestations et des gains d'efficience découlant des progrès techniques. Il veille à la coordination de ces tarifs avec les régimes tarifaires des autres assurances sociales.
Proposition de la minorité I
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Bircher, Glarner, Gutjahr, Thalmann-Bieri, Vietze, Wyssmann)
... de la transparence des coûts, de l'efficience et de la qualité de la fourniture de prestations et des gains d'efficience découlant des progrès techniques. Il garantit à cet effet la transparence en matière de qualité et la comparabilité, ajustée aux risques, des données relatives à la qualité des fournisseurs de prestations sur la base de standards uniformes et reconnus. Il veille à ...
Proposition de la minorité II
(Sauter, Durrer, Gysi Barbara, Hess Lorenz, Mettler, Rechsteiner Thomas, Roduit)
Biffer
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Abstimmung gilt auch für Artikel 56 Absatz 5.
Vote
Erste Abstimmung - Premier vote
Für den Antrag der Minderheit I ... 94 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 91 Stimmen
(4 Enthaltungen)
Vote
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
Für den Antrag der Minderheit II ... 101 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit I ... 83 Stimmen
(4 Enthaltungen)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 48a
Antrag der Mehrheit
Festhalten
Antrag der Minderheit
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 48a
Proposition de la majorité
Maintenir
Proposition de la minorité
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Meyer Mattea haben wir bei Artikel 37a abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Art. 52 Abs. 1 Bst. a Ziff. 3; 53 Abs. 1
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 52 al. 1 let. a ch. 3; 53 al. 1
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 55a Abs. 1 Bst. b Ziff. 3, Abs. 5 Bst. b
Antrag der Mehrheit
Festhalten
Antrag der Minderheit
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 55a al. 1 let. b ch. 3, al. 5 let. b
Proposition de la majorité
Maintenir
Proposition de la minorité
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Meyer Mattea haben wir bei Artikel 37a abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Art. 56
Antrag der Mehrheit
Abs. 1bis
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 5
Streichen
Antrag der Minderheit I
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Bircher, Glarner, Gutjahr, Thalmann-Bieri, Vietze, Wyssmann)
Abs. 5
Streichen
Antrag der Minderheit II
(Sauter, Durrer, Gysi Barbara, Hess Lorenz, Mettler, Rechsteiner Thomas, Roduit)
Abs. 5
Streichen
Art. 56
Proposition de la majorité
Al. 1bis
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 5
Biffer
Proposition de la minorité I
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Bircher, Glarner, Gutjahr, Thalmann-Bieri, Vietze, Wyssmann)
Al. 5
Biffer
Proposition de la minorité II
(Sauter, Durrer, Gysi Barbara, Hess Lorenz, Mettler, Rechsteiner Thomas, Roduit)
Al. 5
Biffer
Abs. 5 - Al. 5
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit I (Silberschmidt) und den Antrag der Minderheit II (Sauter) haben wir bei Artikel 43 Absatz 7 abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Minderheit II
Adopté selon la proposition de la minorité II
Übrige Bestimmungen angenommen
Les autres dispositions sont adoptées
Art. 56a
Antrag der Mehrheit
Titel
... Versicherten und der Leistungserbringer
Abs. 1
... Versicherten sowie mit deren Einverständnis deren Leistungserbringer gezielt über kostengünstigere ...
Abs. 2
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Crottaz, Hess Lorenz, Lohr, Marti Samira, Meyer Mattea, Piller Carrard, Roduit, Weichelt, Wyss)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 56a
Proposition de la majorité
Titre
... assurés et aux fournisseurs de prestations
Al. 1
... les assurés et, avec leur consentement, leurs fournisseurs de prestations sur des prestations ...
Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Crottaz, Hess Lorenz, Lohr, Marti Samira, Meyer Mattea, Piller Carrard, Roduit, Weichelt, Wyss)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 99 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 90 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 64
Antrag der Mehrheit
Abs. 6 Bst. e
Streichen
Abs. 7 Bst. a
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Abs. 6 Bst. e
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 64
Proposition de la majorité
Al. 6 let. e
Biffer
Al. 7 let. a
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Al. 6 let. e
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Meyer Mattea haben wir bei Artikel 37a abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Art. 84 Abs. 1 Bst. j
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 84 al. 1 let. j
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. III Abs. 1, 6
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
Festhalten
Abs. 6
Streichen
Antrag der Minderheit
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Crottaz, Alijaj, Gysi Barbara, Marti Samira, Meyer Mattea, Porchet, Prelicz-Huber)
Abs. 6
Gemäss Ständerat, aber:
... nach Konsultation der Tarifpartner per 1. Januar 2027 um.
Ch. III al. 1, 6
Proposition de la majorité
Al. 1
Maintenir
Al. 6
Biffer
Proposition de la minorité
(Meyer Mattea, Crottaz, Gysi Barbara, Marti Samira, Mettler, Piller Carrard, Prelicz-Huber, Roduit, Weichelt, Wyss)
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Crottaz, Alijaj, Gysi Barbara, Marti Samira, Meyer Mattea, Porchet, Prelicz-Huber)
Al. 6
Selon Conseil des Etats, mais:
... après consultation des partenaires tarifaires, pour le 1er janvier 2027.
Abs. 1 - Al. 1
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Meyer Mattea haben wir bei Artikel 37a abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Vote
Abs. 6 - Al. 6
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 126 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 62 Stimmen
(1 Enthaltung)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Block 2 - Bloc 2
Arzneimittel
Médicaments
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Anträge der Minderheit Sauter werden von Herrn Silberschmidt begründet. Herr Silberschmidt begründet auch die Anträge seiner Minderheit.
Silberschmidt Andri · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Bei Artikel 32 übernehme ich den Antrag der Minderheit Sauter. Es geht hier grundsätzlich darum, dass sich der Bundesrat die Möglichkeit schaffen will, bei tiefpreisigen Medikamenten von der dreijährlichen Senkung des Preises abzusehen, wenn damit die Gefahr einhergeht, dass der Verkaufspreis die Produktionskosten nicht mehr decken kann respektive das Medikament nicht mehr in der Schweiz angeboten würde. Der Medikamentenengpass ist gerade bei sehr tiefpreisigen und somit tiefmargigen Medikamenten eine Realität. Sie müssen sich vorstellen, dass Sie, wenn ein Medikament günstiger als ein Kaugummi am Kiosk ist, wahrscheinlich die Kosten, die Sie zur Herstellung des Medikaments haben, nicht mehr decken können.
Im Grundsatz teilen wir die Absicht des Bundesrates und sind damit einverstanden, dass die Preissenkungsspirale nur so lange dreht, wie es für die Produzenten verkraftbar ist. Es ist weder im Interesse der Patientinnen und Patienten noch im Interesse der Volkswirtschaft, wenn Medikamente vom Markt verschwinden. Wir wollen aber für den Bundesrat keine Generalausnahmeklausel schaffen, weshalb wir eine schlankere Formulierung vorschlagen. Der Ständerat ist leider dem Bundesrat gefolgt. Die Mehrheit Ihrer Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit schlägt nun einen Kompromiss vor, der sicher besser ist als die Formulierung des Bundesrates. Wir beantragen aber nach wie vor Festhalten an der Formulierung des Nationalrates, da diese klarer ist.
Ich komme zu Artikel 52c, zur Vertraulichkeit. Stellen Sie sich eine Firma vor, welche Holz an eine Schreinerei liefert. Sie hat ihre Verkaufspreise online transparent für alle öffentlich gemacht. Nun gewährt sie gewissen Schreinereien einen Rabatt auf den Verkaufspreis. Fänden Sie es richtig, wenn man den Holzhändler nun zwingen würde, diesen Rabatt allen offenzulegen? Genau das will die Mehrheit der Nationalratskommission im Bereich der Medikamente erreichen.
Die Höchstpreise der Medikamente sind bereits heute in der sogenannten Spezialitätenliste für alle einsehbar. Wenn nun aber tiefere Preise vergütet werden sollen, dann gibt es kein öffentliches Interesse am Rabatt, der gewährt wurde. Die heutige Praxis, die vor allem bei hoch innovativen Medikamenten zur Anwendung kommt, soll im Gesetz verankert werden. Das Vorgehen der Kommissionsmehrheit ist verantwortungslos, denn sie würde innovative Vergütungsmodelle wie Pay-for-Performance erschweren. Die Ausgaben für Medikamente würden um mehrere hundert Millionen Franken zunehmen, weil die Rabatte nicht mehr gewährt würden. Das wollen wir verhindern, und deshalb bitte ich Sie, meiner Minderheit zu folgen.
Ich habe von Pay-for-Performance gesprochen. Hier geht es beispielsweise darum, dass ein höherer Preis bezahlt wird, wenn ein hoch innovatives Medikament eine gute Wirkung erzielt, als wenn es eine schlechte Wirkung erzielt. Dort gäbe es eine höhere Rabattierung. Solche Preismodelle sind teilweise semivertraulich. Das heisst, die Rabattierung wird nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, sondern nur denen, die die Medikamente bezahlen, das heisst vor allem den Krankenversicherern. Es ist demnach nicht vertraulich, sondern nur semivertraulich. Diese Rabatte kennen die Betroffenen, aber nicht die Allgemeinheit.
Ich weise zudem auf die in Absatz 3 eingefügte unabhängige Stelle hin, die über diese Preismodelle Bericht zu erstatten hat. Mit diesem Kompromiss wollen wir Parlament und Bevölkerung die Möglichkeit geben, Transparenz über die Wirkung dieser Preismodelle zu erhalten, aber nicht die Rabatte der einzelnen Medikamente zu kennen. Wie erwähnt, wenn der Nationalrat hier an der sehr, sehr knappen Kommissionsmehrheit festhalten würde, gäbe es Rabattierungen in diesem Umfang nicht mehr. Wir sprechen von Rabatten im Umfang von mehreren hundert Millionen Franken, die von allen Versicherten in der Schweiz bezahlt werden müssten.
Ich bitte Sie, meiner Minderheit zu folgen.
Ich komme nun zur letzten Minderheit bei Artikel 52d. Hier geht es um die vorläufige Vergütung von Arzneimitteln. Es handelt sich um Medikamente, die von Swissmedic bewilligt werden, für die aber noch kein Preis mit dem BAG verhandelt worden ist. Das heisst, die Medikamente sind sicher und wirksam - sie haben von Swissmedic grünes Licht erhalten -, aber sie sind noch nicht für alle zugänglich, weil es noch keinen vom BAG administrierten Preis dafür gibt. Das ist insbesondere für die Menschen schlecht, die auf diese innovativen Medikamente angewiesen sind. Je nach Krankheit sind Wochen oder Tage entscheidend, wenn es darum geht, Zugang zu neuen Medikamenten zu haben. Es ist also im Interesse von uns allen, dass innovative Medikamente möglichst schnell möglichst allen Menschen in der Schweiz zugänglich gemacht werden können. Und das will ich mit dem Antrag meiner Minderheit I sicherstellen: dass Medikamente, die von Swissmedic bewilligt werden, im Prinzip ab dem Tag der Bewilligung, ab dem Tag null eben nicht nur zugelassen, sondern auch vergütet werden.
Der Antrag meiner Minderheit hätte zur Folge, dass im Jahr 2022 rund ein Drittel aller neuen aktiven Substanzen und Indikationen für eine vorläufige Vergütung infrage gekommen wären. Stützt man hingegen auf die Formulierung des Ständerates und der Mehrheit der Kommission ab, wäre nur etwa die Hälfte davon, also ein verschwindend kleiner Teil der Medikamente, ab dem Tag der Zulassung für alle verfügbar. Solange es keinen provisorischen oder definitiven Preis des BAG gibt, müssen die Bepreisung und die Vergütung der Medikamente gemäss Artikel 71 KVV erfolgen. Das sind Einzelfallvergütungen, für die man mit der jeweiligen Versicherung des Patienten verhandeln muss. Das ist, gerade wenn es Zeitdruck gibt, wenn es um schwere Krankheiten geht, kein guter Weg. Deshalb bitte ich Sie im Sinne der Patientinnen und Patienten, alle Medikamente, die in der Schweiz zugelassen werden, auch allen in der Schweiz zur Verfügung zu stellen.
Ich weise darauf hin, dass mit der Einführung der Kostenfolgemodelle - dazu spreche ich dann im Fraktionsvotum - die Gefahr besteht, dass der Zugang zu innovativen Medikamenten noch langsamer wird. Bereits heute geht es im Durchschnitt etwa 300 Tage von der Swissmedic-Zulassung bis zur Verfügung eines definitiven Preises. Dem könnte man entgegenwirken, wenn man eben diese vorläufige Vergütung ein bisschen offener ausgestalten würde, wie dies nun die Kommissionsminderheit beantragt.
Ich bitte Sie, auch hier meiner Minderheit zu folgen, sodass innovative Medikamente allen in der Schweiz lebenden Personen möglichst bald zur Verfügung stehen.
Weichelt Manuela · Mit-F · Conseil national · Zoug · Groupe des VERT-E-S
Geschätzter Kollege, Sie haben bei der Vertraulichkeit einen Vergleich mit dem Holz gezogen. Sind Sie nicht auch der Meinung, dass Ihr Vergleich ziemlich hinkt? Medikamente zahlen der Bund, der Kanton und die Prämienzahlenden selbst, d. h. Frauen, Männer, Eltern für ihre Kinder. Wollen Sie diese mit der Vertraulichkeit benachteiligen, obwohl auch sie die Prämien bezahlen müssen?
Silberschmidt Andri · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Besten Dank, Frau Weichelt, für Ihre Frage. Heute haben wir dank den vertraulichen Rabatten Minderkosten von mehreren hundert Millionen Schweizerfranken. Das wird heute schon vom BAG praktiziert. Wir wollen jetzt die gesetzliche Grundlage dafür schaffen. Wenn Sie das verhindern wollen, gibt es einfach keine Rabatte mehr. Wenn Sie keine Rabatte wollen, stimmen Sie mit der Kommissionsmehrheit; wenn Sie tiefere vergütete Preise und diese Semivertraulichkeit wollen, dann stimmen Sie mit der Kommissionsminderheit.
Bläsi Thomas · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Merci cher collègue. Par rapport aux rabais, à ces baisses de coûts dont bénéficie la population, qui est-ce qui contrôle cela? J'ai en effet interrogé les représentants de l'OFSP, qui m'ont dit qu'eux ne pouvaient pas le faire. Qu'est-ce qui nous garantit que cela ne va pas aller dans les réserves des caisses-maladie, mais que cela va bien aller aux assurés par le biais des primes?
Silberschmidt Andri · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Besten Dank für Ihre Frage. Die Kommission hat vorgesehen, dass es eine unabhängige Stelle gibt, welche über die Rabattierungen Bericht zu erstatten hat. Diese unabhängige Stelle kann im Bericht, welcher für die Öffentlichkeit zugänglich ist, aufzeigen, was genau mit diesen Rabatten geschieht. Die Rabatte kommen ja zu den Krankenversicherern. Wenn ich Ihre Frage richtig verstehe, haben Sie Angst, dass sie in den Reserven verbleiben und nicht zu den Versicherten gelangen. Die Reserven werden natürlich auch genutzt, um Prämienerhöhungen zu glätten. Das heisst: Damit die Prämien zukünftig vielleicht nicht um 5 oder 6 Prozent, sondern nur um 3 Prozent steigen, können die Reserven entsprechend eingesetzt werden. Aber wie genau im Einzelnen die Rabatte zu den Versicherten gelangen, können Sie dann dem Bericht entnehmen, welchen Ihre Kommission vorschlägt.
Porchet Léonore · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S
Vous avez répondu à ma collègue Weichelt que les rabais fonctionnaient; qu'on avait des médicaments moins chers grâce aux rabais. Je suis très surprise par cette affirmation, puisque personne n'a jamais pu nous le confirmer, y compris l'OFSP. Les institutions qui travaillent dans le milieu des médicaments, avec des patients, notamment dans le milieu du cancer, nous ont dit que ce n'était pas le cas. Je voulais donc savoir quelles sont vos sources en la matière.
Silberschmidt Andri · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Besten Dank, Frau Porchet, für Ihre Frage. Ich sitze in derselben Kommission wie Sie. In der Kommission haben wir die Frage gestellt, wie hoch die Einsparungen dank den semivertraulichen Rabatten heute sind. Es wurde von mehreren hundert Millionen Schweizerfranken gesprochen. Das ist das Risiko. Wenn Sie der Kommissionsmehrheit folgen, wird es diese Einsparungen nicht mehr geben. Die Quelle für meine Information ist auch die Aussage des BAG. Wir haben gehört, dass semivertrauliche Preismodelle angewendet werden. Dort, wo sie angewendet werden, geht es um Einsparungen von mehreren hundert Millionen Franken zugunsten der Patienten und Patientinnen und der Prämienzahlenden. Ich denke, wir sollten aus diesem Geld, aus diesen Rabatten, einen Nutzen ziehen, und wir sollten in der Schweiz nicht höhere Preise zahlen.
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Herr Aeschi begründet die Anträge der Minderheit Amaudruz und auch die Anträge seiner Minderheit.
Aeschi Thomas · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Ich spreche zuerst über die Anträge der Minderheit Amaudruz und der Minderheit II (Amaudruz) bei Artikel 52d, "Vorläufige Vergütung von Arzneimitteln". Dieser Artikel wurde ursprünglich nicht vom Bundesrat, sondern vom Nationalrat im Rahmen seiner Beratungen eingefügt.
Der rückvergütete Innovationszugang ist ein Fortschritt, der den Innovationsstandort Schweiz stärkt und die Sicherheit bringt, dass auch Schweizer Patienten direkt ab Zulassung eines Medikaments durch Swissmedic von der Innovation profitieren können. Er beinhaltet ebenso ein grosses Entgegenkommen der heimischen Pharmaindustrie, welche Rückvergütungen nach Abschluss des ordentlichen Preisfestsetzungsverfahrens durch das BAG bereits vorläufig zustimmt. Das ist bemerkenswert. Der Tag-null-Ansatz darf aber nicht zum Papiertiger werden, was er mit den vom Ständerat beschlossenen Ergänzungen und Zusatzauflagen zu werden droht. In der Fassung des Ständerates wird diese Bestimmung kaum je angewandt werden. Bis Medikamente in der Schweiz auf der Spezialitätenliste aufgeführt werden - was sehr lange dauert -, sind sie nur über die Einzelfallvergütung erhältlich. Das ist nicht im Sinn der kranken Menschen in der Schweiz.
Es gibt Vorbilder, namentlich Deutschland, die den rückvergüteten Innovationszugang schon haben. Ohne dieses Modell gemäss Beschluss des Nationalrates müssen wir den betroffenen, schwer kranken Menschen erklären, wieso sie lebensnotwendige Medikamente immer noch über die Einzelfallvergütung beantragen und die Unsicherheit erleiden müssen, ob ein Medikament von der Kasse übernommen wird oder nicht, und wieso innovative Medikamente in der Schweiz nicht ab dem Tag der Zulassung provisorisch vergütet werden, wie das in Nachbarländern der Fall ist.
Die Menschen verstehen nicht, wieso ein in der Schweiz zugelassenes Medikament noch nicht vergütet werden kann; vor allem verstehen sie das nicht, wenn es sich um ein innovatives Medikament handelt und ein Menschenleben auf dem Spiel steht. Es geht aber nicht nur um die Gesundheit der Menschen, sondern indirekt auch um die Kosten: Werden Menschen weniger schnell gesund, weil man ihnen wirksame Medikamente vorenthält, steigen die Kosten. Letztlich wird es nach wie vor Monate, wenn nicht Jahre dauern, bis die Medikamente endlich auf der Spezialitätenliste und für alle zugänglich sind.
Wer der Ansicht ist, im Paket müssten alle Prozesse enthalten sein, die bei neuen Medikamenten und Indikationserweiterungen auf eine rasche Zulassung abzielen, der sollte auch hier die Anträge der Minderheiten entsprechend unterstützen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle empfiehlt ebenfalls, dass Swissmedic und das BAG ihre beschleunigten Verfahren harmonisieren. Die rückwirkende Rückerstattung garantiert den schnellen Zugang, die Harmonisierung und die Kostenneutralität. Ich bitte Sie deshalb, beim Beschluss des Nationalrates zu bleiben. Eventualiter stimmen wir auch der Präzisierung gemäss Antrag der Minderheit I (Silberschmidt) zu.
Damit komme ich noch zu meiner Minderheit in Artikel 52e Absatz 1 KVG zu den Kostenfolgemodellen. Hier bitte ich Sie, dem Antrag meiner Minderheit zuzustimmen, die Frage der Kostenfolgemodelle von der Hauptvorlage abzuspalten und als ausgegliederten Entwurf an die Kommission zurückzuweisen, damit zu dieser Fragestellung Anhörungen durchgeführt werden.
Die Umsetzung der Kostenfolgemodelle auf Basis der Formulierung von Artikel 52e KVG ist heute unklar, insbesondere in Bezug auf die Frage, wann und wie im gesamten Preisfindungsprozess solche Kostenfolgemodelle zur Anwendung kommen sollen. Zudem wurde zu den Kostenfolgemodellen keine Vernehmlassung durchgeführt. Sie waren auch nicht Bestandteil der Botschaft des Bundesrates. Mit einer Rückweisung an die Kommission geben Sie uns die Gelegenheit, diese Fragestellung seriös zu erörtern und nach Anhörung der betroffenen Kreise darüber zu beschliessen.
Ich danke Ihnen, dass Sie diesbezüglich den Antrag meiner Minderheit unterstützen.
Porchet Léonore · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S
Vingt-cinq pour cent des dépenses de l'assurance obligatoire des soins sont consacrés aux médicaments. Sur 1000 francs payés par l'assurance-maladie pour des médicaments, jusqu'à 900 francs sont versés aux entreprises pharmaceutiques à titre de bénéfice. C'est quand même assez rentable cette histoire! Et qu'est-ce qu'on nous propose maintenant? Eh bien, de nous faire des rabais cachés sur ces immenses bénéfices de l'industrie pharmaceutique. En fait, on nous propose de légaliser un fait accompli, puisque cela concerne actuellement presque la moitié des modèles de prix, sans qu'on ait vu - vous en conviendrez - de très grands effets sur les coûts des médicaments, et cela, contrairement à ce que vient de nous dire, par exemple, M. Silberschmidt.
Qu'est-ce qui est proposé dans ce projet? D'abord, parlons des critères EAE. Tout à coup sont apparues dans ce projet - dont le but est, je le rappelle, de baisser les coûts - des propositions visant à mettre des médicaments sur le marché le plus vite possible, sans suivre la voie normale, notamment sans les études d'économicité. Nous allons donc suivre la majorité de la commission en ce qui concerne l'examen différencié des critères EAE, parce que l'examen, le contrôle de ces critères par l'Office fédéral de la santé publique (OFSP) et la Commission fédérale des médicaments (CFM) garantit que les substances les plus efficaces sont mises sur le marché au prix le plus avantageux. Contourner cette vérification pourrait conduire à l'inscription sur la liste des spécialités de médicaments dont l'efficacité n'est pas claire, qui pourraient mettre en danger la sécurité des patients et entraîner des coûts inutiles. Toutefois, on comprend bien l'intérêt de la pharma de mettre des médicaments sur le marché le plus vite possible, sans qu'on ait trop la capacité de contrôler leur efficacité - mais bon, tant qu'on peut les vendre!
L'autre gros paquet de cette proposition, ce sont ces fameux prix cachés, et je rappelle quand même de quoi il s'agit. Ce sont des rabais négociés entre l'OFSP et la pharma; des modèles de prix confidentiels. Ces négociations de rabais ont comme effet - c'est en tout cas ce qui est prétendu - de faire diminuer les coûts des médicaments. Où est-ce que les prix de ces médicaments ont diminué? Si je prends par exemple les médicaments anticancéreux, qui sont parmi les plus chers du marché, ils augmentent. Vous n'allez donc pas nous dire que ces fameux rabais cachés sont efficaces en matière de coûts des médicaments. En plus, c'est une vraie gangrène pour notre système de santé, puisque cela constitue une entorse inacceptable à la loi sur la transparence.
Je vous propose donc de suivre la majorité sur ces points et de refuser ces fameux rabais cachés. Ces prix cachés sont inacceptables d'un point de vue démocratique, mais ils le sont aussi d'un point de vue économique, et ça ne fonctionne pas. Nous avons de notre côté des associations, notamment des associations qui sont engagées dans le domaine de l'accompagnement des personnes cancéreuses, qui ne sont pas préoccupées par l'accès à ces médicaments; ce n'est pas là leur préoccupation. Ce qui est inacceptable pour ces associations, c'est le prix de ces médicaments et les marges et les bénéfices gigantesques que cela génère pour la pharma, qui arrive encore, avec l'immense pouvoir qu'elle a en Suisse, à faire en sorte que le Conseil fédéral propose au Parlement de s'asseoir sur la loi sur la transparence pour qu'elle puisse encore plus faire le flou sur ses énormes bénéfices, pour qu'elle puisse en faire encore plus tout en nous disant qu'elle est bien gentille de nous faire des rabais. Voilà ce qui nous est proposé aujourd'hui, et je trouve assez insupportable que l'on nous fasse ce genre de proposition la bouche en coeur, en nous disant que cela va nous permettre de diminuer les coûts des médicaments sans qu'on ait le moyen de le vérifier - et la réalité nous montre que les prix des médicaments ne diminuent pas. Nous avons la chance d'avoir ici une majorité de la commission qui refuse cette entorse à la loi sur la transparence et je vous encourage à la suivre.
Je vous propose aussi de suivre la majorité à l'article 52d, parce qu'un remboursement provisoire doit être distinct de la liste des spécialités limitées dans le temps et que les prix fixés provisoirement jusqu'à l'obtention de plus de preuves d'efficacité doivent être égaux ou inférieurs aux prix déterminés par la procédure "off-label". Ce sont là aussi des efforts de la pharma pour diminuer le contrôle sur la mise sur le marché. Je vous encourage à ne pas céder à ce type de tentative.
Crottaz Brigitte · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe socialiste
Au nom du groupe socialiste, je vous demande de rejeter toutes les propositions de minorité contenues dans ce deuxième bloc traitant des médicaments, minorités qui ne feraient qu'affaiblir la cohérence et l'efficacité des réformes. A l'article 32 alinéa 3 et à l'article 52 alinéa 4, la minorité Sauter propose d'exempter certaines prestations et certains médicaments du réexamen périodique des critères d'efficacité, d'adéquation et d'économicité. Toutefois, à nos yeux, ces critères sont essentiels pour garantir la pertinence des prestations remboursées par l'assurance obligatoire et sont essentiels pour renforcer la sécurité et garantir une maîtrise des coûts.
A l'article 52c, la majorité de notre commission a conclu qu'il était exclu d'autoriser le Conseil fédéral à négocier des rabais confidentiels qui affaiblissent la transparence du système, exposant patients et payeurs à des inégalités et à des abus. La version actuelle, qui interdit ces pratiques, améliore la transparence, protège la confiance et l'équité au sein de l'assurance obligatoire des soins, et nous vous demandons de rejeter la minorité Silberschmidt.
A l'article 52d, la version du Conseil des Etats, avec sa formulation potestative et l'obligation de consultation d'experts, assure un équilibre entre rapidité d'accès aux médicaments et sécurité pour les patients. Contrairement aux propos qui ont été tenus précédemment par les porte-parole des minorités, il n'y a pas de retard significatif pour l'arrivée de nouveaux médicaments en Suisse. Nous rejetons donc les propositions des minorités II (Amaudruz) et I (Silberschmidt), qui affaibliraient ces garanties soit en rendant la procédure obligatoire, soit en supprimant la consultation de la commission compétente.
A l'article 52e, la minorité Aeschi Thomas propose que cet article sorte du réexamen actuel de la LAMal et soit traité séparément. A nos yeux, diviser ce projet affaiblirait sa cohérence et retarderait une réforme attendue depuis de nombreuses années. L'introduction d'une compensation en cas de gros volumes de marché est une mesure juste et équilibrée qui responsabilise les acteurs pharmaceutiques et qui est une des seules véritables sources d'économies de ce projet.
Nous vous demandons donc de soutenir les propositions de la majorité pour garantir un système accessible et transparent.
Meyer Mattea · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste
Wir haben es hier mit einem Kostendämpfungspaket zu tun. Aber um ehrlich zu sein: So sehr werden die Kosten hier nicht gedämpft, ausser im Medikamentenbereich, wenn sich die Mehrheit durchsetzt.
Medikamente machen mittlerweile mit über 9 Milliarden Franken, Tendenz steigend, den grössten Kostenpunkt in der obligatorischen Krankenversicherung aus. Was die Prämien auf der einen Seite in die Höhe treibt, bedeutet auf der anderen Seite hohe Gewinne für die Pharma.
Pharmafirmen wirken in einem Gebiet - ich glaube, das dürfen wir nicht vergessen -, in dem wir alle extrem verletzlich sind, weil es um unsere Gesundheit geht. Dies machen sich viele Pharmakonzerne zunutze, weil sie weitgehend Preise diktieren können, die nichts mehr mit den Forschungs-, Entwicklungs- oder auch Produktionskosten zu tun haben. Umso wichtiger ist es, hier genau hinzuschauen und wirksame Massnahmen zu treffen, wie etwa Kostenfolgemodelle, also Mengenrabatte auf umsatzstarke Medikamente, vorzusehen. Die Kommission hat das einstimmig befürwortet. Das bringt Einsparungen von bis zu 400 Millionen Franken, was ein Prämienprozent ausmacht.
Wenn wir das aber von der ursprünglichen Vorlage trennen, bedeutet das nichts anderes, als auf eine Verzögerungstaktik zu setzen und auf diese Einsparungen zu verzichten. Die Kommission schlägt Ihnen zu Recht vor, auf vertrauliche Preismodelle zu verzichten, weil auch diese bedeuten würden, dass Pharmafirmen einfach Preise festlegen und diktieren können, weil nur sie das Wissen haben, welche Preise in welchen Ländern gelten. Umso wichtiger ist es, dass sich hier die Fassung der Mehrheit der nationalrätlichen Kommission durchsetzt.
Ich komme zum dritten Punkt, zur Vergütung ab Tag null oder zur vorläufigen Vergütung. Das ist eine Massnahme, die der Pharma entgegenkommt und von der selbstverständlich auch die Patientinnen und Patienten profitieren. Wenn solche Medikamente aber ab Tag null vergütet werden, dann bitte zu einem anständigen Preis, einem Preis, der insbesondere durch das BAG festgelegt wird, wobei die Eidgenössische Arzneimittelkommission und alle anderen Akteure ebenfalls eingebunden werden, damit die Medikamente zu möglichst tiefen Preisen an die Patientinnen und Patienten abgegeben werden können.
In diesem Sinne danke ich Ihnen, wenn Sie in allen Punkten der Mehrheit folgen, weil das bedeutet, dass wir mit diesem Kostendämpfungspaket wirklich auch Kosten einsparen können.
de Courten Thomas · Mit-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Zu Artikel 32, also zur WZW-Prüfung: Wir bitten Sie, hier der Minderheit Sauter zu folgen. Es geht um eine differenzierte WZW-Prüfung. Wir haben dieses Thema im Parlament schon mehrfach behandelt. Im Nationalrat wurde eine pragmatische Lösung gefunden, indem der Bundesrat Leistungen von der periodischen Überprüfung gemäss Absatz 3 ausnehmen kann, wenn es angesichts der Versorgungssicherheit oder der Minimalpreise keinen Sinn ergibt, den Preis stets weiter nach unten zu korrigieren. Es geht darum, eine WZW-Prüfung zu definieren, die sinnvoll ist und garantiert, dass der nötige Aufwand der betroffenen Unternehmen, um die WZW-Kriterien erfüllen zu können, für diese plan- und berechenbar ist. Stimmen wir dem Beschluss des Ständerates und damit der bundesrätlichen Variante zu, so legen wir die Kompetenz zur Festlegung der WZW-Kriterien ausschliesslich in die Hände der Verwaltung. Wir wünschen aber eine berechenbare Situation, die auch für die Wirtschaft tragbar ist. Deshalb möchte ich Sie bitten, am Beschluss des Nationalrates festzuhalten.
Zur Vertraulichkeit von Informationen betreffend Rückerstattungen: Hier geht es um die Thematik der Vertraulichkeit, also um die Massnahmen zum Zugang nach dem Öffentlichkeitsgesetz. Wie zuvor der Nationalrat hat auch der Ständerat die Möglichkeit von vertraulichen Preismodellen gutgeheissen. Der Ständerat hat aber den Text geändert und die Muss- in eine Kann-Formulierung umgewandelt. Der Unterschied zwischen der Version des Nationalrates und der des Ständerates ist nicht materieller Natur. Es war aber immer die Idee, eine Kann-Formulierung zu wählen. Anders gesagt: Es war nie die Idee, alle Preismodelle immer vertraulich zu machen, sondern eben nur einen sehr kleinen Teil davon. Das war sowohl in der Vernehmlassungsbotschaft wie auch in der Botschaft des Bundesrates so festgehalten, und es wurde in den Kommissionen und den Räten jeweils auch so debattiert.
Nach Abklärung mit dem Bundesamt für Justiz gelangte die Kommission zum Schluss, dass diese Bestimmung zu starr formuliert ist. Es handelt sich damit um eine kleine Differenz, weil es der Nachvollzug dessen ist, was wir immer gesagt haben. Bezüglich der grundsätzlichen Frage der Vertraulichkeit bleibt die SVP-Fraktion dabei, dass nur der hier vorgesehene Ansatz tatsächlich Kosteneinsparungen gewährleistet und gleichzeitig eine unabhängige Transparenz sicherstellt. Dies ist für uns das Wesentliche. Hinsichtlich der Transparenz wollen wir eine unabhängige Bewertung der Kosteneinsparungen, die auch das Vertrauen der Öffentlichkeit stärkt.
Zu Artikel 52d, dem Tag-null-Ansatz beim Innovationszugang, hat sich bereits Kollege Aeschi ausführlich geäussert. Wir bitten Sie, hier der Minderheit Amaudruz zu folgen.
Zu den Kostenfolgemodellen: Der Ständerat hat das Kostenfolgemodell in dieses Paket aufgenommen, um die von den Räten angenommene Motion Dittli 19.3703, "Medikamentenkosten. Es braucht Anpassungen beim Zulassungs- und Preisbildungssystem im Bereich der Grundversicherung", direkt umzusetzen. Das Kostenfolgemodell ist also nach dem Tag-null-Ansatz bereits die zweite grössere Massnahme, die ohne Vernehmlassung vom Parlament direkt ins vorliegende Paket aufgenommen wurde.
Wir sind der Meinung, dass beide Massnahmen komplementär von grosser Relevanz und von grosser Bedeutung auch für den Wirtschaftsstandort sind. Kostenfolgemodelle führen zu einem massiven Umbau des herkömmlichen Preisbildungssystems bei Medikamenten. Sie wurden erst im Zweitrat in die Vorlage aufgenommen, obwohl das BAG eigentlich vier Jahre Zeit gehabt hätte, die Motion Dittli umzusetzen. Die SVP-Delegation lehnt Kostenfolgemodelle nicht per se ab. Sie sollen aber nicht isoliert und vorschnell ins Gesetz aufgenommen, sondern in eine Gesamtmodernisierung des Preisbildungssystems eingebettet werden. Unseres Erachtens sollte dieser Bereich in eine separate Vorlage ausgegliedert werden.
Mit der Minderheit Aeschi Thomas beantragen wir, mit den übrigen Elementen des Kostendämpfungspaketes 2 keine Zeit zu verlieren und die Frage der Kostenfolgemodelle in einen zweiten Entwurf auszugliedern. Vor der Erstellung dieses Entwurfes müssten Anhörungen und zum entsprechenden Vorentwurf eben auch eine ordentliche Vernehmlassung stattfinden. Damit kämen wir sehr viel rascher und konziser voran.
Besten Dank für Ihre Zustimmung.
Hess Lorenz · Mit-M · Conseil national · Berne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
In Artikel 32 Absatz 3 schlagen wir Ihnen vor, der Mehrheit zu folgen, weil es tatsächlich Sinn macht, eine differenzierte WZW-Prüfung betreffend die Periodizität und die Kriterien anzuwenden. Der Antrag, der hier von der Mehrheit vertreten wird, ist ein Kompromiss, ein Kompromiss zwischen dem ersten Beschluss des Nationalrates und dem Beschluss des Ständerates. Die Kommissionsmehrheit geht aber doch einen beträchtlichen Schritt auf den Ständerat zu.
Bei Artikel 52c zur Semivertraulichkeit von Informationen betreffend Rückerstattungen empfehlen wir Ihnen, die Minderheit Silberschmidt zu unterstützen, die Differenz zu beseitigen und damit gemäss Ständerat zu legiferieren. Es ist einfach so, das wurde schon ausgeführt: Wenn man daran interessiert ist, dass diese Rückerstattungen tatsächlich stattfinden, dann kann und darf man diese Informationen nicht dem Öffentlichkeitsgesetz unterstellen. Es ist richtig, dass Transparenz herrscht gegenüber der Behörde, gegenüber der unabhängigen Stelle, die das beurteilt. Aber stellen Sie sich vor, dass Konkurrenzfirmen aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes ein Gesuch stellen können, um dann zu schauen, wie die andere Firma verhandelt. Dann schaukelt sich ja letztlich der Preis hoch, und dann ist genau das Gegenteil von dem der Fall, was wir wollen. Es gibt Mehrkosten, und das System dieser Rückerstattungen funktioniert nicht mehr. Übrigens ist es noch wichtig, zu wissen, dass die vorläufige Vergütung ja kostenneutral ist, indem am Schluss eine Rückzahlung erfolgt. Das wird häufig auch vergessen.
Bei der vorläufigen Vergütung - Entschuldigung, ich komme noch einmal darauf zurück - unterstützen wir die Minderheit I (Silberschmidt). Die Ständeratslösung ist tatsächlich viel zu starr. Sie würde vielleicht etwa 6 Prozent der Medikamente oder Indikationen betreffen, was wiederum zum Nachteil der Patientinnen und der Patienten ist. Es soll nicht nur ein beschleunigtes Verfahren geben, das Fast-Track-Verfahren, bei dem eine vorläufige Vergütung möglich wäre, sondern die Bestimmung muss offener formuliert sein. Als beschleunigte Zulassungsverfahren gelten auch befristete Zulassungsverfahren und Verfahren mit Voranmeldung. Also hier muss eine breitere Palette angelegt werden, dies in erster Linie auch im Sinne der Zugänglichkeit für die Patientinnen und Patienten.
Was die Kostenfolgemodelle anbelangt, ist ja das, was wir jetzt in der Vorlage sehen, unseren Informationen zufolge, und das wurde auch in der Kommission gesagt, nicht zuletzt das Ergebnis von mindestens einer zusätzlichen Runde oder eines zusätzlichen runden Tisches, den das BAG mit der Pharmaindustrie durchgeführt hat. Wir sind der Meinung, dass wir hier nicht der Minderheit Aeschi Thomas folgen, die Kostenmodelle ausgliedern und so Zeit verlieren sollten, sondern dass wir in diesem Punkt der Mehrheit folgen sollten, weil hier tatsächlich Kosten eingespart werden können.
Hierzu möchte ich im Hinblick auf die Verordnung eine Frage an die Frau Bundesrätin richten: In einem Bericht des BAG vom 19. November wird gesagt, dass bei der Umsetzung der Kostenfolgemodelle, die wir hier ausdrücklich unterstützen, auch Verhandlungen mit Eckwerten stattfinden und bei den Rabatten nicht nur starre Schwellen vorgesehen werden sollen. Wenn Sie das noch bestätigen könnten, Frau Bundesrätin, wäre ich froh. Wir sind der Meinung, dass die Kostenfolgemodelle eine wichtige Massnahme sind. Wir sollten sie nicht vertagen und nicht in eine separate Vorlage packen. Wir bitten Sie, hier der Mehrheit zuzustimmen.
Bläsi Thomas · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe de l'Union démocratique du Centre
La LAMal précise bien la situation: elle dit que toute restitution financière doit directement aller aux patients. J'ai entendu votre collègue, M. Silberschmidt, dire que ce n'était pas grave, car les réserves vont un peu aux patients, mais la LAMal est claire: c'est la totalité du montant qui doit aller aux patients. Dans le système de confidentialité que vous nous proposez, qui vérifie que ces montants vont bien directement et en totalité aux patients?
Hess Lorenz · Mit-M · Conseil national · Berne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Danke, Herr Kollege; Sie haben ja dieselbe Frage auch Herrn Silberschmidt gestellt. Er hat die Frage richtig beantwortet. Man macht es richtig, indem man eine unabhängige Stelle schafft, die überwacht und Bericht erstattet. Festzulegen, ob das zwangsläufig via Versicherer an die Versicherten erfolgt und in welchem Umfang es erfolgt, ist Aufgabe dieser Stelle, und diese wird rapportieren. Ich sehe das Problem nicht, das Sie sehen.
Mettler Melanie · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe vert'libéral
Wenn man das Gewicht betrachtet, das Medikamentenpreise in der öffentlichen Diskussion einnehmen, könnte man meinen, dass wir die Haushaltseinkommen in der Schweiz allein mit Massnahmen bei den Arzneimitteln flächendeckend entlasten könnten. Dabei sind die ganz grossen Hebel für die Entlastung der Prämienzahlenden noch anderswo anzusiedeln. Allerdings ist es trotzdem gelungen, im Kostendämpfungspaket 2 mit der Pharmabranche bei den Kostenfolgemodellen eine Lösung zu erarbeiten, die eine Entlastung von bis zu 400 Millionen Franken pro Jahr bedeutet. Zum Vergleich der Grössenordnung dieser Einigung: Der runde Tisch sämtlicher Akteure aus dem Gesundheitswesen, den die Frau Bundesrätin vor einigen Wochen erfolgreich durchführen konnte, hat sich gemäss Medienberichten gerade mal zu Totaleinsparungen von 300 Millionen Franken pro Jahr verpflichtet. Es war ein langer Weg bis zu dieser Lösung, und die Grünliberale Fraktion schliesst sich hier gerne der Mehrheit an.
Noch keine Einigung gibt es beim rückvergüteten Innovationszugang. Bei der Abwägung zwischen dem Zugang zu Innovation und einem kostendämpfenden Effekt gewichtet die Grünliberale Fraktion den Zugang in dieser Frage stärker, dies vor allem, weil nicht nur der individuelle Nutzen von verfügbarer Innovation für Patientinnen und Patienten enorm ist, sondern auch der volkswirtschaftliche Nutzen in der Gesamtbeurteilung als erheblich eingeschätzt wird. Wir folgen hier deshalb der Minderheit I (Silberschmidt) vor der Minderheit II (Amaudruz) und vor der Mehrheit.
Auch bezüglich der Preistransparenz schliesst sich die Fraktion der Grünliberalen der Minderheit Silberschmidt an. Es scheint zwar kontraintuitiv - das ist verständlich -, aber in diesem Fall verteuert zusätzliche Transparenz die Preise. Wenn Preise international verhandelt werden, ist es im Interesse der Versorgungssicherheit und im Interesse der Prämienzahlenden, dass diese Preise nicht öffentlich zugänglich sind. Um beim Balanceakt den effizientesten Weg zu finden, mit der WZW-Prüfung Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit zu garantieren, gleichzeitig die Preisverhandlungen nicht zu behindern und keine unnötigen aufwendigen administrativen Prozesse durchzuführen, folgen wir der Mehrheit.
Silberschmidt Andri · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Der FDP-Liberalen Fraktion ist es ein grosses Anliegen, dass alle Menschen in der Schweiz Zugang zu hoch innovativen Medikamenten zu einem fairen Preis haben. Das stellen wir am besten sicher, indem wir gute Rahmenbedingungen für die Pharmaunternehmen schaffen, sodass sie in der Schweiz forschen, in der Schweiz Arbeitsplätze schaffen und somit auch in der Schweiz Steuern bezahlen.
Wir stehen im Wettbewerb zu anderen Ländern, die noch so gerne eine hohe Wertschöpfung ihrer Pharmaunternehmen hätten. Wir sollten dieser innovativen Branche Sorge tragen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Medikamentenpreise bezahlbar sind.
Genau dafür haben wir uns in den Verhandlungen zum Kostendämpfungspaket eingesetzt. Durch die Einführung der sogenannten Kostenfolgemodelle sowie der gesetzlichen Verankerung von semivertraulichen Preismodellen werden die Ausgaben für Medikamente um mehrere hundert Millionen Schweizerfranken pro Jahr gesenkt. Wir schaffen mit der vorläufigen Vergütung ab dem Tag der Zulassung die Möglichkeit, dass innovative Medizin schnell bei Patientinnen und Patienten ankommt. Andere Länder wie Deutschland haben solche Modelle längst eingeführt. Wir sollten bei den Gesetzesartikeln jedoch darauf achten, dass am Schluss auch möglichst alle Innovationen darunterfallen und es keine neuen Löcher gibt, weshalb ich Sie bitte, meiner Minderheit zu folgen.
Wir sehen eine Teilung der Vorlage kritisch, sie würde sinnvolle Massnahmen verzögern. Die Arbeit in der Kommission war sehr konstruktiv, und wir konnten viele Massnahmen teils einstimmig verabschieden. Es liegt mir am Herzen, zu betonen, dass es für Lösungen im Gesundheitswesen viele verschiedene Akteure braucht: das BAG, aber auch die Versicherer und die Pharmaunternehmen. Diese drei Akteure sind parallel zu den Gesetzesberatungen daran, die Prozesse der Vergütung von Medikamenten zu diskutieren.
Mit der Einführung der Kostenfolgemodelle gibt es grosse Einsparungen bei den Medikamentenausgaben. Ich glaube, es wäre richtig, wenn das BAG und die Versicherungen diesen Schritt der Pharma und den Entscheid der vorberatenden Kommission anerkennen und in anderen Bereichen versuchen, gemeinsam mit der Pharma eine Lösung zu finden, sodass man am Schluss eine Verordnung hat, welche ein ausbalancierter Kompromiss aller Interessen ist.
Die Kommission hat im Gesetz die Verhandlungslösung auf Produktebene für Kostenfolgemodelle präzisiert. Dies stärkt die Planbarkeit für die Akteure. Auch die beschlossene Übergangsfrist wirkt sich positiv für Patientinnen und Patienten aus, indem Planungsunsicherheit vermieden werden kann. Ergänzend zu den Klarstellungen auf Gesetzesebene wurden in der Kommission auch Anpassungen in den kommenden Änderungen der KVV und KLV besprochen. Diese sollen dazu dienen, den Zugang für Patientinnen und Patienten trotz der zusätzlichen wirtschaftlichen Belastung durch die Kostenfolgemodelle zu erhalten. Namentlich braucht es anstelle von starren Schwellen Leitplanken für die Rabatte auf Verordnungsebene. Das war auch das, was wir in der Kommission so besprochen haben.
Ich bitte Sie in diesem Sinne, meinen Minderheiten sowie der Minderheit Amaudruz zu folgen. Sie stellen damit sicher, dass die innovativen Medikamente, welche hier erforscht und entwickelt werden und welche auch hier von Swissmedic bewilligt werden, möglichst rasch allen Menschen in der Schweiz zur Verfügung stehen. Hoch innovative Medikamente können Krankheiten heilen. Sie können Schmerzen lindern. Es wäre falsch, wenn diese Medikamente - gerade auch die, welche in der Schweiz entwickelt werden - zuerst in anderen Ländern und nicht in der Schweiz auf den Markt kommen. Ich glaube, die Menschen in der Schweiz würden das nicht verstehen.
Folgen Sie deshalb bitte meinen Minderheiten. Sie sparen damit auch mehrere hundert Millionen Franken an Kosten im Gesundheitswesen und stellen gleichzeitig den Zugang zu innovativen Medikamenten sicher.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Dans ce deuxième bloc, il est question du domaine extrêmement sensible des médicaments, et ce, avec cinq thématiques: l'examen différencié des critères d'efficacité, d'adéquation et d'économicité (EAE); les modèles de prix; la question sensible de la confidentialité des informations relatives aux restitutions; la rémunération provisoire des médicaments; les modèles d'impact budgétaire.
Je vous inviterai à suivre la majorité de votre commission, excepté pour ce qui concerne la confidentialité des informations relatives aux restitutions.
Concernant l'examen différencié des critères EAE: le premier sujet est donc l'introduction de la possibilité d'effectuer un examen différencié des différents critères. Il s'agit principalement d'améliorer la sécurité de l'approvisionnement en médicaments, surtout en ce qui concerne les plus anciens et, souvent, déjà peu chers. Le Conseil fédéral continue de considérer que sa proposition, reprise par le Conseil des Etats, est la plus à même d'atteindre cet objectif.
Die Version der Mehrheit der Kommission übernimmt teilweise den Vorschlag des Bundesrates, indem die Möglichkeit, eine differenzierte Überprüfung bezüglich der Häufigkeit festzulegen, beibehalten wird. Allerdings wird die Möglichkeit gestrichen, den Umfang der Überprüfung zu differenzieren: Entweder findet sie statt oder sie findet nicht statt. Eine solche Differenzierung ist jedoch sinnvoll, da sie beispielsweise die Möglichkeit eröffnet, unter bestimmten Bedingungen eine weniger umfassende Überprüfung durchzuführen.
La minorité Sauter demande le maintien de la décision initiale du Conseil national; une version, en quelque sorte, du tout ou rien, qui ne permet pas de différencier l'examen des critères EAE, en renonçant, par exemple, à l'examen d'économicité. Par ailleurs, cette proposition est complétée par l'exclusion de tout réexamen de certains médicaments présentant un faible chiffre d'affaires ou lorsque l'approvisionnement est menacé.
Or, ces critères ne sont pas adaptés. A titre d'exemple, il existe certains médicaments très onéreux, mais dont le chiffre d'affaires est relativement modeste. Ces médicaments seraient exclus du réexamen, ce qui n'est pas souhaité. Par ailleurs, selon la formulation de la commission, le réexamen dans son ensemble est exclu, alors qu'un réexamen des critères de l'efficacité et de l'adéquation pourrait être adéquat.
Certes, ce n'est pas avec un enthousiasme inconditionnel, mais le Conseil fédéral vous propose de suivre la majorité de la commission de votre conseil.
J'en viens à l'exception à l'accès aux documents au sens de la loi sur la transparence. Nous en venons donc à la confidentialité des modèles de prix. Selon la version du Conseil des Etats, qui est reprise par la commission de votre conseil, ces derniers ne peuvent être mis en oeuvre qu'à titre exceptionnel.
Vertrauliche Preismodelle bei der Vergütung von Medikamenten sind in Europa sowie in den OECD-Ländern leider eine weitverbreitete Praxis. Der Bundesrat musste daher eine Interessenabwägung zwischen den Auswirkungen der vollständigen Transparenz und dem Zugang zu hochpreisigen, lebensnotwendigen Medikamenten vornehmen. Er kam zum Schluss, dass der Zugang zu innovativen Arzneimitteln zu angemessenen Kosten wichtiger ist als die vollständige Transparenz.
Votre conseil avait accepté cette mesure, et la version qui vous est soumise aujourd'hui permet davantage de transparence. En effet, la version initiale a été adaptée de façon à la rendre moins stricte et à permettre au Conseil fédéral de définir quelles informations ne sont pas accessibles aux tiers. L'objectif est donc de rendre accessibles aux tiers certaines données non secrètes, ce que la version initiale ne permettait pas.
Malgré cette extension de la transparence, la majorité de la commission de votre conseil a rejeté la mesure que le Conseil fédéral continue de considérer comme nécessaire dans le contexte international actuel.
Pour ces différentes raisons, je vous invite donc à suivre la minorité de la commission de votre conseil et à adhérer ainsi à la version du Conseil des Etats.
J'en viens à la rémunération provisoire des médicaments. Concernant la possibilité du remboursement d'un médicament dès l'autorisation de mise sur le marché donnée par Swissmedic, je rappelle qu'il s'agit d'une mesure proposée par le Conseil national qui a été modifiée par le Conseil des Etats.
Der Ständerat hat den Beschluss des Nationalrates verbessert. Die neue Fassung sieht insbesondere die Berücksichtigung der Eidgenössischen Arzneimittelkommission und eine Kann-Formulierung vor. Die Kommission kann prüfen, ob eine vorläufige Erstattung aufgrund einer guten Wirksamkeit im Vergleich zu anderen bestehenden Therapien angezeigt ist, was von Swissmedic nicht geprüft wird. Es ist wichtig, dass die von der Erstattung und Finanzierung betroffenen Akteure in diesen Prozess eingebunden werden. Ansonsten riskiert man, dass kostenintensive Medikamente wie Abnehmspritzen zu überhöhten Preisen provisorisch vergütet werden müssen. Die Version des Ständerates sieht zudem keine Beschwerdemöglichkeit vor, was eine jahrelange provisorische Rückerstattung zu einem zu hohen Preis ermöglicht. Zudem hat der Ständerat eine neue Bestimmung eingeführt, die die Kostenübernahme in besonderen Fällen zeitlich begrenzt, wenn das vorläufig aufgenommene Medikament nicht definitiv aufgenommen wird.
Le Conseil fédéral accueille favorablement le contenu de la formulation du Conseil des Etats qui maintient la fixation du prix provisoire par l'OFSP, qui ne doit pas uniquement dépendre des prix à l'étranger.
Je vous invite à rejeter la proposition de la minorité I (Silberschmidt), car elle exclut l'avis des experts, des patients et des assureurs-maladie représentés au sein de la Commission fédérale des médicaments. Dans le groupe de travail avec les représentants de l'industrie pharmaceutique, l'OFSP s'efforce de trouver des solutions appropriées sur le plan des ordonnances afin que le remboursement dès l'autorisation puisse être utilisé et conduise à un accès rapide à des médicaments.
La minorité II (Amaudruz) doit également être rejetée, car elle retire toutes les améliorations apportées par le Conseil des Etats et péjore très largement le système actuel d'examen des médicaments. Il s'agit ainsi d'une formulation absolue qui court-circuite l'examen habituel des critères EAE. En bref, tout médicament, et même un médicament très peu efficace autorisé par Swissmedic dans le cadre d'une procédure rapide, devra être remboursé par l'assurance obligatoire des soins pendant 2 ans au minimum.
En résumé, je vous invite donc à suivre la majorité de la commission de votre conseil et à adhérer à la version du Conseil des Etats.
J'en viens aux modèles d'impact budgétaire.
Mit den sogenannten Kostenfolgemodellen sind ab bestimmten Umsätzen definierte Rückerstattungen respektive Mengenrabatte vorgesehen. Bei diesen hohen Umsätzen kann von der Amortisation der Kosten für Forschung und Entwicklung ausgegangen werden. Mit solchen Kostenfolgemodellen können bei Hochkostenmedikamenten mit Blockbustern berechtigte Einsparungen erzielt werden. Es wird je nach Ausgestaltung der Umsatzschwellen und Rabatte mit Einsparungen in der Höhe von bis zu 400 Millionen Franken pro Jahr gerechnet. Kostenfolgemodelle werden auch in anderen Ländern umgesetzt und stellen eine von den Akteuren unterstützte effektive kostendämpfende Massnahme bei Medikamenten dar, ohne die Versorgung zu gefährden. Die verschiedenen Akteure, inklusive die Pharmaindustrie, befürworten im Prinzip dieses System der Kostendämpfung. Dies haben die Anhörungen in Ihrer Kommission und Gespräche mit der Verwaltung gezeigt.
Je peux peut-être répondre à la question de M. le conseiller national Hess Lorenz qui a demandé ce qu'il en était au sujet des discussions. Effectivement, l'objectif, sur le plan de l'ordonnance, est d'avoir une solution équilibrée, avec des principes, mais aussi des possibilités d'exception. Au lieu de s'en tenir de manière unilatérale à des "Schwellenrabatte", il s'agit de discuter de cas en cas, pour avoir une possibilité d'économie, mais aussi une possibilité de discussion harmonieuse avec l'industrie pharmaceutique, en particulier. Les adaptations proposées par la commission de votre conseil ne changent d'aucune façon le contenu des modèles d'impact budgétaire, tels qu'ils ont été votés par le Conseil des Etats. Les conditions et modalités d'application des modèles d'impact budgétaire doivent toujours être réglées de manière générale, pour que tous les médicaments soient pris en considération dans les ordonnances d'application. La majorité de la commission de votre conseil a encore prévu un délai transitoire de 2 ans pour les médicaments déjà inscrits sur la liste des spécialités. Elle a également prévu que l'OFSP rédige un rapport sur la mise en oeuvre des modèles d'impact budgétaire. Nous considérons ces adaptations comme bienvenues.
La minorité Aeschi Thomas vous propose de retirer les modèles d'impact budgétaire du projet dont nous discutons aujourd'hui, alors même que les coûts des médicaments augmentent de façon plus importante que la moyenne et contribuent ainsi à l'augmentation des primes. Retirer cette mesure de ce paquet d'économies reviendrait à renoncer, de manière très claire, à 400 millions de francs d'économies potentielles par année, soit environ 0,5 pour cent des primes. Nous ne pouvons pas nous le permettre, étant donné que cette mesure est un des éléments essentiels qui a été longuement débattu, discuté et qui n'est pas véritablement contesté par les différents acteurs, dont, comme je l'ai dit précédemment, les entreprises pharmaceutiques avec lesquelles le dialogue est ouvert. Je vous invite donc à suivre la majorité de la commission de votre conseil et à rejeter la minorité Aeschi Thomas.
En conclusion, excepté en ce qui concerne la confidentialité des informations relatives aux restitutions liées aux modèles de prix, je vous invite à suivre la majorité de la commission de votre conseil.
de Courten Thomas · Mit-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Geschätzte Frau Bundesrätin, wir setzten uns in der Kommission intensiv mit den Kostenfolgemodellen auseinander. Es gab unter anderem einen speziellen Bericht des BAG, der auch die Formulierung des Ständerates erläutert. Diese lautet: "Das BAG berücksichtigt bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen oder Umsätzen sowie die Versorgungssicherheit." Die Preise bzw. Preisabstände von Biosimilars und Generika werden ja genau nach diesen Mengen und Umsätzen festgelegt. Deshalb kommt das BAG im Fazit unter Ziffer 7 seines Berichtes ja auch zu folgendem Schluss: "Für Originalpräparate und deren Generika/Biosimilars sind Kostenfolgemodelle nicht die geeignete Massnahme und werden daher davon ausgenommen." Können Sie das zuhanden der Materialien in diesem Saal so bestätigen?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Ja, ich kann das bestätigen. Es ist so, wie wir das in der Kommission diskutierten. Wir werden das so festlegen.
Roduit Benjamin · Mit-M · Conseil national · Valais · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Les enjeux de ce second bloc sont énormes. Il s'agit de réduire les coûts des médicaments sans mettre en péril la sécurité de l'approvisionnement. La version du Conseil des Etats présente, dans une solution équilibrée, un potentiel d'économie de 400 millions de francs. Il s'agit notamment du fameux modèle d'impact budgétaire, à l'article 52e, et je commencerai par là, à savoir là où notre conseillère fédérale a terminé. Cette disposition a été rajoutée tacitement par la Chambre haute au paquet de mesures.
Il s'agit de laisser la possibilité à la Confédération de fixer à l'avenir des rabais de quantité pour les médicaments ayant un grand volume de marché. Notre commission est favorable à ces modèles. Après s'être informée de l'état actuel des discussions sur une éventuelle mise en oeuvre de cette mesure entre l'industrie pharmaceutique, les caisses-maladie et l'administration, elle propose toutefois plusieurs adaptations par rapport à la version du Conseil des Etats, afin d'assurer la sécurité juridique par des directives claires et de mieux tenir compte des caractéristiques des médicaments concernés. Concrètement, l'Office fédéral de la santé publique (OFSP) devra tenir compte de manière appropriée des spécificités d'un médicament, par exemple de la disponibilité du principe actif et du nombre d'indications remboursées, lorsqu'il décide des rabais de quantité. En outre, les rabais de quantité doivent pouvoir être fixés dès l'inscription, dès le jour zéro, sur la liste des spécialités. De plus, les médicaments déjà remboursés par le biais de la liste des spécialités doivent bénéficier d'un délai de transition, comme vous l'avez entendu, de deux ans. Par un autre ajout, la commission veut s'assurer des effets des modèles de suivi et des autres mesures du deuxième paquet par une évaluation six ans après l'entrée en vigueur de la révision.
Une minorité Aeschi Thomas voudrait retirer les modèles d'impact budgétaire de ce volet de mesures pour les traiter séparément. Sa proposition a été écartée par 18 voix contre 5.
Revenons aux autres dispositions de ce bloc qui font l'objet de minorités. A l'article 32 alinéa 3, notre commission propose de simplifier sa proposition de contrôle de l'efficacité, de l'adéquation et de l'économicité différencié par 16 voix contre 8. Il s'agit cependant non seulement de prendre des critères de fréquence, mais aussi de renoncer à toute notion d'ampleur, de proportion ou d'étendue, puisque certains critères ne seront très certainement pas examinés pour des médicaments au chiffre d'affaires très faible. En outre, elle soutient le principe selon lequel les modèles de prix peuvent être également prévus pour les moyens et les appareils. Une minorité Sauter veut en rester à la proposition initiale de notre conseil.
Sur la thématique déjà longtemps discutée et médiatisée de la confidentialité des informations relatives aux restitutions à l'article 52c, la commission est très partagée, puisque c'est par la voix de sa présidente qu'elle vous propose, par 12 voix contre 12 et 1 abstention, de biffer la disposition. Auparavant, elle s'était prononcée, par 17 voix contre 6 et 1 abstention, en faveur de la formulation potestative adoptée par le Conseil des Etats. Elle s'oppose à ce que certaines informations relatives aux restitutions dans les modèles de prix puissent être exclues de la loi sur la transparence (LTrans). Mais une minorité Silberschmidt propose de suivre le Conseil des Etats, se fondant sur le fait que ce système de prix confidentiels appliqué dans toute l'Europe est nécessaire pour obtenir des remboursements importants et continuer à proposer des médicaments innovants. C'est dans cette mesure que réside le plus grand potentiel d'économies sur les prix, soit environ 100 millions de francs, selon l'analyse de notre administration.
A l'article 52 alinéa 1, enfin, la commission soutient la version du Conseil des Etats en ce qui concerne la rémunération provisoire des médicaments innovants. Là aussi, de manière serrée, par 12 voix contre 12 et 1 abstention, avec la voix prépondérante de sa présidente, elle a rejeté la proposition de la minorité I (Silberschmidt) d'étendre ce remboursement provisoire à tous les médicaments examinés par Swissmedic et surtout - on peut peut-être le déplorer - de renoncer à impliquer la commission compétente pour accélérer la procédure. Une proposition de la minorité II (Amaudruz) a été rejetée par 16 voix contre 8 et 1 abstention. Elle soutenait la version de notre conseil qui permettrait déjà, selon elle, l'accès rapide à l'harmonisation et à la neutralité des coûts.
Relevons encore qu'une minorité Amaudruz veut biffer l'article 52d alinéa 2bis, s'opposant ainsi au Conseil des Etats, qui précise les cas particuliers de retrait ou de refus des admissions définitives d'un produit, estimant que cela s'opposerait au principe "jour zéro". La commission a cependant rejeté cette proposition par 13 voix contre 12.
Pour la majorité, il s'agit en effet d'éviter qu'on cherche à contourner la rémunération au cas par cas, lorsque l'entreprise pharmaceutique ne veut pas négocier un prix satisfaisant sur la liste des spécialités.
Au terme de notre débat, je réitère, au nom de la majorité de la commission, notre volonté de mettre en oeuvre le plus rapidement possible ce deuxième volet de mesures tant attendues, qui permettront de freiner la hausse des coûts de la santé et qui constitueront également la première pierre posée sur le socle du financement uniforme des prestations ambulatoires et stationnaires (Efas).
Sauter Regine · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Block 2 umfasst alle Bestimmungen, die die Zulassung und Preisbildung von Medikamenten betreffen. Es bestehen mehrere Differenzen zum Ständerat. Zudem hat dieser dem Paket noch zusätzliche Massnahmen hinzugefügt.
Bei Artikel 32 Absatz 3 und Artikel 52 Absatz 4 geht es um Anpassungen bei der WZW-Prüfung von Leistungen bzw. um gewisse Ausnahmen von der regelmässigen Überprüfung. Der Ständerat hat sich hier grundsätzlich dem Bundesrat angeschlossen, der auch Ausnahmen bei der Überprüfung der Arzneimittel will. So soll zwar eine Überprüfung vorgenommen werden können, diese kann sich aber auch nur auf einzelne Aspekte beziehen. Die Mehrheit Ihrer Kommission beantragt Ihnen mit 16 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung, einer Kompromissformulierung zuzustimmen. Es wird explizit festgehalten, dass auch nur einzelne Kriterien überprüft werden können. Eine Minderheit Sauter, übernommen von Andri Silberschmidt, beantragt Festhalten am Beschluss des Nationalrates. Sie befürchtet, dass bei der gewählten Formulierung des Ständerates und der Mehrheit der Kommission die Kompetenz zur Festlegung der WZW-Kriterien ausschliesslich bei der Verwaltung liegt und damit für die Hersteller der Produkte zu wenig Rechtssicherheit besteht.
Bei Artikel 52b geht es um Preismodelle. Wie der Nationalrat möchte der Ständerat Preismodelle nur im Ausnahmefall. Der Ständerat formuliert es etwas anders, als Sie es formuliert haben, im Grundsatz geht es aber in die gleiche Richtung. Somit gibt es hier keine Differenz mehr.
Bei Artikel 52c geht es um die Vertraulichkeit. Wie zuvor der Nationalrat hat auch der Ständerat die Möglichkeit von vertraulichen Preismodellen gutgeheissen. Der Ständerat hat aber den Text geändert und die Muss- in eine Kann-Formulierung umgewandelt. Zudem hat der Ständerat eine textliche Präzisierung der zuvor etwas zu starren Formulierung vorgenommen. Nicht alle Preismodelle sollen halbvertraulich sein, sondern nur ein Teil davon. Mit 12 zu 12 Stimmen bei 1 Enthaltung und mit Stichentscheid der Präsidentin beantragt Ihnen die Mehrheit Ihrer Kommission, diese Bestimmung wieder zu streichen; eine Minderheit Silberschmidt beantragt, dem Ständerat zu folgen.
Bei den Bestimmungen zum rückvergüteten Innovationszugang - dazu gehören Artikel 52d Absatz 2 und weitere - geht es um die vorläufige Vergütung von Arzneimitteln. Ziel ist es, dass Patientinnen und Patienten rascher von Innovationen profitieren können. Dazu werden die Medikamente mit einem provisorischen Preis auf der Liste der zu vergütenden Arzneimittel aufgenommen, mit der Verpflichtung, eine allfällige Differenz zu einem definitiven tieferen Preis zurückzuerstatten. Diese Massnahme war nicht in der Vernehmlassung und wurde vom Nationalrat eingebracht. Der Ständerat hat sich dem Konzept angeschlossen. Es gibt hier allerdings noch Differenzen. Der Ständerat möchte, dass trotz des raschen Verfahrens die wichtigsten Akteure angehört werden. Diese sind in der Eidgenössischen Arzneimittelkommission vertreten. Damit soll sichergestellt werden, dass der medizinische Bedarf im Vergleich zu bestehenden Therapien wirklich beurteilt werden kann. Zudem hat der Ständerat festgehalten, dass das Beschwerderecht entfallen soll. Da es eine provisorische Liste mit einer beschränkten Frist und einer automatisierten Preisfestsetzung sein soll, braucht es auch kein Beschwerderecht.
Die Mehrheit der Kommission beantragt Ihnen mit 12 zu 12 Stimmen bei 1 Enthaltung und mit Stichentscheid der Präsidentin, dem Ständerat zu folgen. Die Minderheit I (Silberschmidt) beantragt, die Anhörung der zuständigen Kommission zu streichen, die vom Ständerat eingeführt wurde, weil das zu Verzögerungen führen würde. Die Minderheit II (Amaudruz) beantragt, an der ursprünglichen Version des Nationalrates festzuhalten. Die Kommission lehnt dies mit 16 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung ab.
Wir kommen zu Artikel 52d Absatz 2bis und weitere. Bei diesen Bestimmungen geht es um die Frage, wie vorzugehen ist, wenn ein Produkt nicht auf der definitiven Liste aufgenommen ist. Mit 13 zu 12 Stimmen empfiehlt Ihnen die Mehrheit, dem Ständerat zu folgen. Die Minderheit Amaudruz beantragt die Streichung von Absatz 2bis.
Bei der letzten Differenz in diesem Block, die sicher die grösste ist, geht es um die sogenannten Kostenfolgemodelle und den neuen Artikel 52e. Der Ständerat ergänzt damit das Kostendämpfungspaket und setzt gleichzeitig die Motion Dittli 19.3703, "Medikamentenkosten. Es braucht Anpassungen beim Zulassungs- und Preisbildungssystem im Bereich der Grundversicherung", um, die vom Parlament angenommen wurde. Es handelt sich um die zweite grosse Massnahme, die vom Parlament direkt in das Paket aufgenommen wird und zu der keine Vernehmlassung durchgeführt wurde.
Mit dem Kostenfolgemodell wird die Idee der Mengenrabatte, die man aus anderen Lebensbereichen kennt, in die Krankenversicherung übernommen. Es geht hier um Medikamente mit grossem Marktvolumen, man geht von einem Umsatz von rund 25 Millionen Franken aus. Nur solche sind vom Kostenfolgemodell betroffen. Nicht betroffen wären Generika, Biosimilars und patentabgelaufene Präparate. Ebenfalls berücksichtigt werden soll die Versorgungssicherheit. Die genaue Ausgestaltung des Kostenfolgemodells wird mit einer Verordnung geregelt. Man geht von Einsparungen von 300 bis 400 Millionen Franken aus, wenn diese Massnahme umgesetzt wird.
In der Kommission wurde unter anderem die Frage des Einflusses einer solchen Regelung auf Innovation, Zugang zu und Verfügbarkeit von Medikamenten diskutiert. Die Kommissionsmehrheit hat deshalb in der Folge in Artikel 52e im Vergleich zum Beschluss des Ständerates noch Präzisierungen vorgenommen, die den Akteuren einerseits eine Kostenkontrolle und Kostensenkung erlauben, es andererseits aber auch ermöglichen, den hohen Versorgungsgrad sowie die Innovation weiterhin auf einem guten Niveau zu halten.
Die Minderheit Aeschi Thomas verlangt, die Frage der Kostenfolgemodelle in einer separaten Vorlage zu regeln, das heisst, die entsprechenden Bestimmungen aus diesem Gesetz herauszulösen und in eine neue Vorlage 2 zu transferieren. Verbunden ist dies mit einem Antrag auf Rückweisung an die Kommission und dem Auftrag, Anhörungen zu den Kostenfolgemodellen durchzuführen. Die Kommission lehnte dies mit 18 zu 5 Stimmen ab.
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 18 Abs. 2septies Bst. b
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 18 al. 2septies let. b
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 32 Abs. 3
Antrag der Mehrheit
Der Bundesrat kann je nach Art der Leistung die Häufigkeit der Überprüfung von Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit differenziert festlegen und nur einzelne dieser Kriterien überprüfen.
Antrag der Minderheit
(Sauter, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze, Wyssmann)
Festhalten
Art. 32 al. 3
Proposition de la majorité
Le Conseil fédéral peut fixer la fréquence d'un réexamen différencié de l'efficacité, l'adéquation et du caractère économique en fonction du type de prestation et ne réexaminer que certains de ces critères.
Proposition de la minorité
(Sauter, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze, Wyssmann)
Maintenir
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Abstimmung gilt auch für Artikel 52 Absatz 4.
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 115 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 73 Stimmen
(1 Enthaltung)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 52 Abs. 2, 4
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Sauter, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze, Wyssmann)
Abs. 4
Festhalten
Art. 52 al. 2, 4
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Sauter, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze, Wyssmann)
Al. 4
Maintenir
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Sauter haben wir soeben bei Artikel 32 Absatz 3 abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Art. 52b Abs. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 52b al. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 52c
Antrag der Mehrheit
Streichen
Antrag der Minderheit
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Hess Lorenz, Lohr, Mettler, Roduit, Sauter, Stadler, Thalmann-Bieri, Vietze)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 52c
Proposition de la majorité
Biffer
Proposition de la minorité
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Hess Lorenz, Lohr, Mettler, Roduit, Sauter, Stadler, Thalmann-Bieri, Vietze)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Abstimmung gilt auch für Ziffer 1 Artikel 14quinquies Absätze 2 bis 4, Ziffer 1 Übergangsbestimmung zur Änderung vom ... Absatz 1 sowie Ziffer III Absatz 5.
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 105 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 82 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 52d
Antrag der Mehrheit
Abs. 1, 2bis, 3
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit I
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Mettler, Sauter, Vietze)
Abs. 1
... für eine Behandlung in einem der beschleunigten Verfahren erhalten haben, können auf Antrag der designierten Zulassungsinhaberin per Datum der Zulassung durch das Schweizerische Heilmittelinstitut zu ...
Antrag der Minderheit II
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Abs. 1
Festhalten
Antrag der Minderheit
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Abs. 2bis
Streichen
Art. 52d
Proposition de la majorité
Al. 1, 2bis, 3
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité I
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Mettler, Sauter, Vietze)
Al. 1
... a attribué un statut permettant un traitement selon une des procédures rapides, peuvent, sur demande du titulaire de l'autorisation désigné être admis sur une liste provisoire des médicaments pris en charge et rémunérés à la date de l'autorisation par l'Institut suisse des produits thérapeutiques ...
Proposition de la minorité II
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Al. 1
Maintenir
Proposition de la minorité
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Al. 2bis
Biffer
Abs. 1 - Al. 1
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Abstimmung gilt auch für Ziffer 1 Artikel 14sexies Absatz 1.
Vote
Erste Abstimmung - Premier vote
Für den Antrag der Minderheit I ... 105 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 82 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Vote
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
Für den Antrag der Minderheit I ... 117 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit II ... 71 Stimmen
(1 Enthaltung)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Abs. 2bis - Al. 2bis
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Abstimmung gilt auch für Ziffer 1 Artikel 14ter Absatz 3 Buchstabe bbis und Ziffer 1 Artikel 14sexies Absatz 2bis.
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 109 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 79 Stimmen
(1 Enthaltung)
Übrige Bestimmungen angenommen
Les autres dispositions sont adoptées
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Art. 52e
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
Erreicht ein Arzneimittel nach Artikel 52 Absatz 1 Buchstabe b ein grosses Marktvolumen in der Schweiz, kann die Inhaberin der Zulassung bei der Aufnahme in die Spezialitätenliste oder anlässlich der nächsten Überprüfung der Aufnahmebedingungen verpflichtet werden, einen angemessenen Teil des tatsächlich erzielten Umsatzes an die obligatorische Krankenpflegeversicherung auszugleichen. Das BAG berücksichtigt bei der Verfügung bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen oder Umsätzen, die Versorgungssicherheit, produktspezifische Gegebenheiten bei der Herstellung und beim Vertrieb, sowie die Anzahl vergüteter Indikationen angemessen.
Abs. 2
Erreicht ein Arzneimittel nach Artikel 14ter Absatz 5 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung ein grosses Marktvolumen in der Schweiz, kann die Inhaberin der Zulassung bei der Aufnahme in die Liste nach Artikel 14ter Absatz 5 IVG oder anlässlich der nächsten Überprüfung der Aufnahmebedingungen verpflichtet werden, einen angemessenen Teil des tatsächlich erzielten Umsatzes an die obligatorische Krankenpflegeversicherung auszugleichen. Das BAG berücksichtigt bei der Verfügung bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen oder Umsätzen, die Versorgungssicherheit, produktspezifische Gegebenheiten bei der Herstellung und beim Vertrieb, sowie die Anzahl vergüteter Indikationen angemessen.
Abs. 3, 4
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Streichen
Art. 52e
Proposition de la majorité
Al. 1
Si un médicament au sens de l'article 52 alinéa 1 lettre b atteint un volume important sur le marché suisse, le titulaire de l'autorisation peut être tenu, lors de l'admission sur la liste des spécialités ou du prochain réexamen des conditions d'ad mission, d'accorder à l'assurance obligatoire des soins une compensation d'une partie adéquate du chiffres d'affaires effectivement réalisé. L'OFSP prend en compte de manière appropriée, dans la décision concernant l'obligation de compensation, les obligations déjà existantes en matière de quantités ou de chiffre d'affaires, la sécurité de l'approvisionnement, les conditions de fabrication et de distribution spécifiques au produit, ainsi que le nombre d'indications remboursées.
Al. 2
Si un médicament au sens de l'article 14ter alinéa 5 de la loi fédérale du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité atteint un volume important sur le marché suisse, le titulaire de l'autorisation peut être tenu, lors de l'admission sur la liste au sens de l'article 14ter alinéa 5 LAI ou du prochain réexamen des conditions d'admission, d'accorder à l'assurance obligatoire des soins une compensation d'une partie adéquate du chiffre d'affaires effectivement réalisé. L'OFSP prend en compte de manière appropriée, dans la décision concernant l'obligation de compensation, les obligations déjà existantes en matière de quantités ou de chiffre d'affaires, la sécurité de l'approvisionnement, les conditions de fabrication et de distribution spécifiques au produit, ainsi que le nombre d'indications remboursées.
Al. 3 ,4
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Biffer
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Abstimmung gilt auch für Ziffer 1 Artikel 14septies, Ziffer 1 Artikel 14octies, Ziffer 1 Übergangsbestimmung zur Änderung vom ... Absätze 2 und 3, Ziffer III Absätze 5bis und 5ter sowie die Vorlage 2.
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 148 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 40 Stimmen
(1 Enthaltung)
Riniker Maja · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe libéral-radical
Ziff. III Abs. 5, 5bis, 5ter, 7
Antrag der Mehrheit
Abs. 5
Streichen
Abs. 5bis
Bisher in die Liste nach Artikel 52 Absatz 1 Buchstabe b aufgenommene Produkte fallen im Umfang des vor dem Inkrafttreten der Regelung von Artikel 52e erzielten Umsatzes für zwei Jahre nicht unter die Regelung von Artikel 52e.
Abs. 5ter
Das BAG evaluiert die Umsetzung und die Auswirkungen der Ausgleichsmodelle im Sinne von Artikel 52e Absätze 1 und 2, namentlich betreffend die Einsparungen, den Zugang zu neuen Arzneimitteln und die Verzögerungen bei der Einreichung beim Schweizerischen Heilmittelinstitut sowie beim Marktzugang, und legt spätestens vier Jahre nach Ablauf der Frist gemäss Ziffer III Absatz 5bis einen entsprechenden Bericht vor.
Abs. 7
Der Bundesrat evaluiert die Auswirkungen der Änderung vom ... und erstattet dem Parlament spätestens sechs Jahre nach Inkrafttreten dieser Änderung Bericht.
Antrag der Minderheit
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Hess Lorenz, Lohr, Mettler, Roduit, Sauter, Stadler, Thalmann-Bieri, Vietze)
Abs. 5
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Abs. 5bis, 5ter
Streichen
Ch. III al. 5, 5bis, 5ter, 7
Proposition de la majorité
Al. 5
Biffer
Al. 5bis
Pendant deux ans, les produits figurant jusqu'à présent sur la liste visée à l'article 52 alinéa 1 lettre b ne sont pas soumis à la réglementation de l'article 52e pour ce qui est du chiffre d'affaires réalisé avant l'entrée en vigueur de la réglementation prévue à l'article 52e.
Al. 5ter
L'OFSP évalue la mise en oeuvre et l'impact des modèles de compensation selon l'article 52e alinéas 1 et 2, en particulier en ce qui concerne les économies, l'accès à de nouveaux médicaments et les retards dans les soumissions à l'Institut suisse des produits thérapeutiques et l'accès au marché, et soumet un rapport correspondant au plus tard quatre ans après l'expiration du délai selon ch. III alinéa 5bis.
Al. 7
Le Conseil fédéral évalue les effets de la modification du ... et remet au Parlement un rapport au plus tard six ans après l'entrée en vigueur de ladite modification.
Proposition de la minorité
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Hess Lorenz, Lohr, Mettler, Roduit, Sauter, Stadler, Thalmann-Bieri, Vietze)
Al. 5
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Al. 5bis, 5ter
Biffer
Abs. 5 - Al. 5
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Silberschmidt haben wir bei Artikel 52c abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Minderheit
Adopté selon la proposition de la minorité
Abs. 5bis, 5ter - Al. 5bis, 5ter
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Aeschi Thomas wurde bei Artikel 52e abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Übrige Bestimmungen angenommen
Les autres dispositions sont adoptées
Änderung anderer Erlasse
Modification d'autres actes
Ziff. 1 Art. 14ter
Antrag der Mehrheit
Abs. 3 Bst. b, bbis
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Abs. 3 Bst. bbis
Streichen
Ch. 1 art. 14ter
Proposition de la majorité
Al. 3 let. b, bbis
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Al. 3 let. bbis
Biffer
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Amaudruz haben wir bei Artikel 52d Absatz 2bis abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Ziff. 1 Art. 14quater Abs. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 art. 14quater al. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. 1 Art. 14quinquies Abs. 2-4
Antrag der Mehrheit
Streichen
Antrag der Minderheit
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Hess Lorenz, Lohr, Mettler, Roduit, Sauter, Stadler, Thalmann-Bieri, Vietze)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 art. 14quinquies al. 2-4
Proposition de la majorité
Biffer
Proposition de la minorité
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Hess Lorenz, Lohr, Mettler, Roduit, Sauter, Stadler, Thalmann-Bieri, Vietze)
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Silberschmidt haben wir bei Artikel 52c abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Minderheit
Adopté selon la proposition de la minorité
Ziff. 1 Art. 14sexies
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit I
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Mettler, Sauter, Vietze)
Abs. 1
... den Status für eine Behandlung in einem der beschleunigten Verfahren erhalten haben, können auf Antrag der designierten Zulassungsinhaberin per Datum der Zulassung durch das Schweizerische Heilmittelinstitut zu ...
Antrag der Minderheit II
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Abs. 1
... vom Schweizerischen Heilmittelinstitut einen fast track Status erhalten haben, werden auf Antrag der designierten Zulassungsinhaberin per Datum der Zulassung durch das Schweizerische Heilmittelinstitut zu einem vom zuständigen Bundesamt festgelegten provisorischen Preis befristet mit der Auflage einer möglichen Rückerstattungspflicht in eine provisorische Liste von vergüteten Arzneimitteln aufgenommen und vergütet. Diese provisorische Liste hat dieselbe Wirkung wie die Liste gemäss Artikel 14ter Absatz 5.
Antrag der Minderheit
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Abs. 2bis
Streichen
Ch. 1 art. 14sexies
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité I
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Mettler, Sauter, Vietze)
Al. 1
... a attribué un statut permettant un traitement selon une des procédures rapides, peuvent, sur demande du titulaire de l'autorisation désigné être admis sur une liste provisoire des médicaments pris en charge et rémunérés à la date de l'autorisation par l'Institut suisse des produits thérapeutiques ...
Proposition de la minorité II
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Al. 1
... a attribué un statut "fast track", sont, sur demande du titulaire de l'autorisation désigné, admis sur une liste provisoire des médicaments pris en charge et rémunérés à la date de l'autorisation par l'Institut suisse des produits thérapeutiques, à un prix provisoire fixé par l'office fédéral compétent, sous réserve d'une éventuelle obligation de restitution. Cette liste provisoire a le même effet que la liste visée à l'article 14ter alinéa 5.
Proposition de la minorité
(Amaudruz, Aellen, Aeschi Thomas, Mettler, Sauter, Silberschmidt, Thalmann-Bieri, Vietze)
Al. 2bis
Biffer
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit I (Silberschmidt) und den Antrag der Minderheit II (Amaudruz) haben wir bei Artikel 52d abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Minderheit
Adopté selon la proposition de la minorité
Ziff. 1 Art. 14septies
Antrag der Mehrheit
Titel
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 1
Erreicht ein Arzneimittel nach Artikel 14ter Absatz 5 ein grosses Marktvolumen in der Schweiz, kann die Inhaberin der Zulassung bei der Aufnahme in die Liste nach Artikel 14ter Absatz 5 IVG oder anlässlich der nächsten Überprüfung der Aufnahmebedingungen verpflichtet werden, einen angemessenen Teil des tatsächlich erzielten Umsatzes an die Invalidenversicherung auszugleichen. Das zuständige Bundesamt berücksichtigt bei der Verfügung bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen und Umsätzen, die Versorgungssicherheit, produktspezifische Gegebenheiten bei der Herstellung und beim Vertrieb, sowie die Anzahl vergüteter Indikationen angemessen.
Abs. 2
Erreicht ein Arzneimittel nach Artikel 52 Absatz 1 Buchstabe b KVG ein grosses Marktvolumen in der Schweiz, kann die Inhaberin der Zulassung bei der Aufnahme in die Spezialitätenliste oder anlässlich der nächsten Überprüfung der Aufnahmebedingungen verpflichtet werden, einen angemessenen Teil des tatsächlich erzielten Umsatzes an die Invalidenversicherung auszugleichen. Das zuständige Bundesamt berücksichtigt bei der Verfügung bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen oder Umsätzen, die Versorgungssicherheit, produktspezifische Gegebenheiten bei der Herstellung und beim Vertrieb, sowie die Anzahl vergüteter Indikationen angemessen.
Abs. 3, 4
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Streichen
Ch. 1 art. 14septies
Proposition de la majorité
Titre
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 1
Si un médicament au sens de l'article 14ter alinéa 5 atteint un volume important sur le marché suisse, le titulaire de l'autorisation peut être tenu, lors de l'admission sur la liste au sens de l'article 14ter alinéa 5 LAI ou du prochain réexamen des conditions d'admission, d'accorder à l'assurance-invalidité une compensation d'une partie adéquate du chiffre d'affaires effectivement réalisé. L'office fédéral compétent prend en compte de manière appropriée, dans la décision concernant l'obligation de compensation, les obligations déjà existantes en matière de quantités ou de chiffre d'affaires, la sécurité de l'approvisionnement, les conditions de fabrication et de distribution spécifiques au produit, ainsi que le nombre d'indications remboursées.
Al. 2
Si un médicament au sens de l'article 52 alinéa 1 lettre b LAMal atteint un volume important sur le marché suisse, le titulaire de l'autorisation peut être tenu, lors de l'admission sur la liste des spécialités ou du prochain réexamen des conditions d'admission, d'accorder à l'assurance-invalidité une compensation d'une partie adéquate du chiffres d'affaires effectivement réalisé. L'office fédéral compétent prend en compte de manière appropriée, dans la décision concernant l'obligation de compensation, les obligations déjà existantes en matière de quantités ou de chiffre d'affaires, la sécurité de l'approvisionnement, les conditions de fabrication et de distribution spécifiques au produit, ainsi que le nombre d'indications remboursées.
Al. 3 ,4
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Biffer
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Aeschi Thomas haben wir bei Artikel 52e abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Ziff. 1 Art. 14octies
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Streichen
Ch. 1 art. 14octies
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Biffer
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Aeschi Thomas haben wir bei Artikel 52e abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Ziff. 1 Art. 67 Abs. 1bis
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 art. 67 al. 1bis
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. 1 Übergangsbestimmung zur Änderung vom ...
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
Streichen
Abs. 2
Bisher in die Liste nach Artikel 14ter Absatz 5 aufgenommene Produkte fallen im Umfang des vor dem Inkrafttreten der Regelung von Artikel 14septies erzielten Umsatzes für zwei Jahre nicht unter die Regelung von Artikel 14septies.
Abs. 3
Das zuständige Bundesamt evaluiert die Umsetzung und die Auswirkungen der Ausgleichsmodelle im Sinne von Artikel 14septies Absätze 1 und 2, namentlich betreffend die Einsparungen, den Zugang zu neuen Arzneimitteln und die Verzögerungen bei der Einreichung beim Schweizerischen Heilmittelinstitut sowie beim Marktzugang, und legt spätestens vier Jahre nach Ablauf der Frist gemäss Übergangsbestimmung Absatz 2 einen entsprechenden Bericht vor.
Antrag der Minderheit
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Hess Lorenz, Lohr, Mettler, Roduit, Sauter, Stadler, Thalmann-Bieri, Vietze)
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Abs. 2, 3
Streichen
Ch. 1 Disposition transitoire de la modification du ...
Proposition de la majorité
Al. 1
Biffer
Al. 2
Pendant deux ans, les produits figurant jusqu'à présent sur la liste visée à l'article 14ter alinéa 5 ne sont pas soumis à la réglementation de l'article 14septies pour ce qui est du chiffre d'affaires réalisé avant l'entrée en vigueur de la réglementation prévue à l'article 14septies.
Al. 3
L'office fédéral compétent évalue la mise en oeuvre et l'impact des modèles de compensation selon l'article 14septies alinéa 1 et 2 en particulier en ce qui concerne les économies, l'accès à de nouveaux médicaments et les retards dans les soumissions à l'Institut suisse des produits thérapeutiques et l'accès au marché, et soumet un rapport correspondant au plus tard quatre ans après l'expiration du délai selon la disposition transitoire alinéa 2.
Proposition de la minorité
(Silberschmidt, Aellen, Aeschi Thomas, Amaudruz, Hess Lorenz, Lohr, Mettler, Roduit, Sauter, Stadler, Thalmann-Bieri, Vietze)
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Al. 2, 3
Biffer
Abs. 1 - Al. 1
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Silberschmidt haben wir bei Artikel 52c abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Minderheit
Adopté selon la proposition de la minorité
Abs. 2, 3 - Al. 2, 3
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Über den Antrag der Minderheit Aeschi Thomas haben wir bei Artikel 52e abgestimmt.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
2. Bundesgesetz über die Krankenversicherung (Kostenfolgemodelle)
2. Loi fédérale sur l'assurance-maladie (Modèles d'impact budgétaire)
Antrag der Mehrheit
Nichteintreten
Antrag der Minderheit
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Eintreten und Rückweisung der Vorlage an die Kommission
mit dem Auftrag, Anhörungen zu den Kostenfolgemodellen durchzuführen.
Proposition de la majorité
Ne pas entrer en matière
Proposition de la minorité
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Entrer en matière et renvoyer le projet à la commission
avec mandat de procéder à des auditions au sujet des modèles d'impact budgétaire.
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Den Antrag der Minderheit Aeschi Thomas haben wir bei Artikel 52e abgelehnt. Dadurch wird die Abstimmung über Eintreten hinfällig.
Antrag der Minderheit
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Titel
Bundesgesetz über die Krankenversicherung (Kostenfolgemodelle). Änderung vom ...
Ingress
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 7. September 2022, beschliesst:
Ziff. I Einleitung
Das Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung wird wie folgt geändert:
Ziff. I Art. 52e Titel
Ausgleich an die obligatorische Krankenpflegeversicherung bei grossem Marktvolumen
Ziff. I Art. 52e Abs. 1
Erreicht ein Arzneimittel nach Artikel 52 Absatz 1 Buchstabe b ein grosses Marktvolumen in der Schweiz, kann die Inhaberin der Zulassung anlässlich der nächsten Überprüfung der Aufnahmebedingungen verpflichtet werden, einen angemessenen Teil des tatsächlich erzielten Umsatzes an die obligatorische Krankenpflegeversicherung auszugleichen. Das BAG berücksichtigt bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen oder Umsätzen sowie die Versorgungssicherheit.
Ziff. I Art. 52e Abs. 2
Erreicht ein Arzneimittel nach Artikel 14ter Absatz 5 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung ein grosses Marktvolumen in der Schweiz, kann die Inhaberin der Zulassung anlässlich der nächsten Überprüfung der Aufnahmebedingungen verpflichtet werden, einen angemessenen Teil des tatsächlich erzielten Umsatzes an die obligatorische Krankenpflegeversicherung auszugleichen. Das BAG berücksichtigt bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen oder Umsätzen sowie die Versorgungssicherheit.
Ziff. I Art. 52e Abs. 3
Für die Vertraulichkeit der Ausgleiche gelten Artikel 52b Absatz 5 und Artikel 52c sinngemäss.
Ziff. I Art. 52e Abs. 4
Der Bundesrat regelt die Einzelheiten.
Ziff. II Einleitung
Das Bundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung wird wie folgt geändert:
Ziff. II Art. 14septies Titel
Ausgleich an die Invalidenversicherung bei grossen Marktvolumen
Ziff. II Art. 14septies Abs. 1
Erreicht ein Arzneimittel nach Artikel 14ter Absatz 5 ein grosses Marktvolumen in der Schweiz, kann die Inhaberin der Zulassung anlässlich der nächsten Überprüfung der Aufnahmebedingungen verpflichtet werden, einen angemessenen Teil des tatsächlich erzielten Umsatzes an die Invalidenversicherung auszugleichen. Das zuständige Bundesamt berücksichtigt bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen und Umsätzen sowie die Versorgungssicherheit.
Ziff. II Art. 14septies Abs. 2
Erreicht ein Arzneimittel nach Artikel 52 Absatz 1 Buchstabe b KVG ein grosses Marktvolumen in der Schweiz, kann die Inhaberin der Zulassung anlässlich der nächsten Überprüfung der Aufnahmebedingungen verpflichtet werden, einen angemessenen Teil des tatsächlich erzielten Umsatzes an die Invalidenversicherung auszugleichen. Das zuständige Bundesamt berücksichtigt bezüglich der Verpflichtung zum Ausgleich bereits bestehende Auflagen zu Mengen und Umsätzen sowie die Versorgungssicherheit.
Ziff. II Art. 14septies Abs. 3
Für die Vertraulichkeit der Ausgleiche gilt Artikel 14quinquies sinngemäss.
Ziff. II Art. 14septies Abs. 4
Der Bundesrat regelt die Einzelheiten.
Ziff. III Abs. 1
Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.
Ziff. III Abs. 2
Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.
Proposition de la minorité
(Aeschi Thomas, Amaudruz, de Courten, Glarner, Wyssmann)
Titre
Loi fédérale sur l'assurance-maladie (Modèles d'impact budgétaire). Modification du ...
Préambule
L'Assemblée fédérale de la Confédération suisse, vu le message du Conseil fédéral du 7 septembre 2022 arrête:
Ch. I introduction
La loi fédérale du 18 mars 1994 sur l'assurance-maladie 1 est modifiée comme suit:
Ch. I art. 52e titre
Compensation en faveur de l'assurance obligatoire des soins en cas de gros volume de marché
Ch. I art. 52e al. 1
Si un médicament au sens de l'article 52 alinéa 1 lettre b atteint un volume important sur le marché suisse, le titulaire de l'autorisation peut être tenu, lors du prochain réexamen des conditions d'admission, d'accorder à l'assurance obligatoire des soins une compensation d'une partie adéquate du chiffre d'affaires effectivement réalisé. L'OFSP prend en compte, en ce qui concerne l'obligation de compensation, les obligations déjà existantes en matière de quantités ou de chiffre d'affaires ainsi que la sécurité de l'approvisionnement.
Ch. I art. 52e al. 2
Si un médicament au sens de l'article 14ter alinéa 5 de la loi fédérale du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité atteint un volume important sur le marché suisse, le titulaire de l'autorisation peut être tenu, lors du prochain réexamen des conditions d'admission, d'accorder à l'assurance obligatoire des soins une compensation d'une partie adéquate du chiffre d'affaires effectivement réalisé. L'OFSP prend en compte, en ce qui concerne l'obligation de compensation, les obligations déjà existantes en matière de quantités ou de chiffre d'affaires ainsi que la sécurité de l'approvisionnement.
Ch. I art. 52e al. 3
Les article 52b alinéa 5 et 52c s'appliquent par analogie à la confidentialité des compensations.
Ch. I art. 52e al. 4
Le Conseil fédéral règle les modalités.
Ch. II introduction
La loi fédérale sur l'assurance-invalidité du 19 juin 1959 est modifiée comme suit:
Ch. II art. 14septies titre
Compensation en faveur de l'assurance-invalidité en cas de gros volume de marché
Ch. II art. 14septies al. 1
Si un médicament au sens de l'article 14ter alinéa 5 atteint un volume important sur le marché suisse, le titulaire de l'autorisation peut être tenu, lors du prochain réexamen des conditions d'admission, d'accorder à l'assurance-invalidité une compensation d'une partie adéquate du chiffre d'affaires effectivement réalisé. L'office fédéral compétent prend en compte, en ce qui concerne l'obligation de compensation, les obligations déjà existantes en matière de quantités ou de chiffre d'affaires ainsi que la sécurité de l'approvisionnement.
Ch. II art. 14septies al. 2
Si un médicament au sens de l'article 52 alinéa 1 lettre b LAMal atteint un volume important sur le marché suisse, le titulaire de l'autorisation peut être tenu, lors du prochain réexamen des conditions d'admission, d'accorder à l'assurance-invalidité une compensation d'une partie adéquate du chiffre d'affaires effectivement réalisé. L'office fédéral compétent prend en compte, en ce qui concerne l'obligation de compensation, les obligations déjà existantes en matière de quantités ou de chiffre d'affaires ainsi que la sécurité de l'approvisionnement.
Ch. II art. 14septies al. 3
L'article 14quinquies s'applique par analogie à la confidentialité des compensations.
Ch. II art. 14septies al. 4
Le Conseil fédéral règle les modalités.
Ch. III al. 1
La présente loi est sujette au référendum.
Ch. III al. 2
Le Conseil fédéral fixe la date de l'entrée en vigueur.
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Den Antrag der Minderheit Aeschi Thomas haben wir bei Artikel 52e abgelehnt. Das Geschäft geht an den Ständerat zurück.