Source: fallrecht.ch

41 III 160

41 III 160

Rubrum

34. Urteil der II, Zivilabteilung vom 18. März 1916 i. S.

Leih- und Sparkasge Aadorf în Liquidation, als « Zessionarin » der Bürgergemeinde Aadorf, Klägerin, gegen Oswald, Beklagten.

Erw. 1 und 2: Statio fisci ais Prozesspartei. — Erw. 3: Prozessfähigkeit der « Liguidationsmasse » eines Schuldners, der seinen Gläubigern sein ganzes Vermögen zur Liquidierung überlassen hat, und dem in diesem Sinne ein « Nachlassvertrag » bewilligt wurde.

Sachverhalt

A.

— Die Bürgergemeinde Aadorf betrieb seit 1873, zuerst unter dem Namen « Leih-, Viehleih- und Sparkasse Aadorf », dann (seit 1906) unter dem Namen « Leibhund Sparkasse Aadorf », eine « Geldverkehrsanstalt » zum Zwecke der Gewährung von Anleihen an Handwerker, Gewerbetreibende und Landwirte. Als Mittel zur Erreichung dieses Zwecks waren in den Statuten von 1873 genannt :

a) das Vermögen der bisherigen Viehleihkasse, b) das Vermögen der bisherigen Sparkasse, c) und @) aufzunehmende Anleihen.

In den Statuten von 1906 waren dagegen als solche Mittel aufgezählt :

a) die Kapitalien der Bürgergemeinde, b) der Reservefond, c)-g) Anleihen, Sparkassaeinlagen u. s. w.

Áls « Verwaltungsorgane » waren in den Statuten in erster Linie genannt :

a) die Bürgergemeinde, b) der Verwaltungsrai der Bürgergemeinde unter Beigabe von zwei Mitgliedern, c) der Kassaverwalter.

Über die Befugnisse des Kassaverwalters bestimmten die Statuten von 1906:

« § 22. Der Verwalter leitet den gesamten Kassaverè kehr und die Buchführung der Anstalt nach Statuten,

Portée: Le traitement de cette décision par les juridictions ultérieures n’a pas été analysé.