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Pas d'accord de l'OMS sans l'approbation du Parlement
Glarner Andreas · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Ich beginne mit der "NZZ", die in ihrem Artikel vom 23. Dezember 2023 schreibt: "Noch ist unklar, inwieweit das geplante Abkommen den WHO-Mitgliedstaaten konkrete Pflichten auferlegen wird, die sie umsetzen müssen. Zu Beginn wurde der Pakt explizit als rechtlich verbindlich [...] bezeichnet. Inzwischen heisst es, dass eventuell nur einzelne Punkte verpflichtend seien und andere nicht."
Durch den neuen Pandemievertrag und die Änderungen der internationalen Gesundheitsvorschriften sollen und können also die Einflussmöglichkeiten der WHO zulasten der Staaten massiv erweitert werden. Bereits eine potenzielle, also eine mögliche, aber nicht gesicherte gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite soll ausreichen, um den Generaldirektor zur Feststellung einer internationalen Gesundheitsnotlage zu ermächtigen. Dazu ist eine Einigung mit den Vertragsstaaten nicht mehr erforderlich, und überdies braucht der Generaldirektor den Rat des von ihm selber eingesetzten Notfallausschusses auch nicht zu befolgen, sondern er kann sich darüber hinwegsetzen. Das hat er der Welt bei der Ausrufung des internationalen Gesundheitsnotstands anlässlich der Affenpocken am 23. Juli 2022 eindrücklich demonstriert.
Entsprechende Kontrollmechanismen fehlen also gänzlich, ebenso ein wirksamer Schutz unserer Grundrechte und unserer Verfassung. Besonders gravierend ist, dass sich die Staaten mit diesen Verträgen verpflichten, sogenannte - nach Ansicht der WHO - falsche und irreführende Informationen bei Gesundheitsrisiken zu bekämpfen. Dies stellt einen eklatanten Verstoss gegen die verfassungsmässig gewährleistete Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit und gegen die Informationsrechte der Bürgerinnen und Bürger dar. Die WHO erhielte also durchgreifende Möglichkeiten, das zu zensieren, was sie als Fehlinformation oder Desinformation betrachtet. Bis heute liegt keine Verlautbarung des Bundesrates vor, die sich mit diesem geplanten Machtausbau der WHO und den entstehenden Gefahren für die Schweiz und ihre Bevölkerung kritisch auseinandersetzt.
Eine solche Machtkonzentration, insbesondere ohne Kontrollmöglichkeit, widerspricht einer freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen Grundordnung und ist für die Schweiz deshalb unannehmbar. Es handelt sich hier um eine massive, einschneidende Änderung des Charakters der WHO von einer beratenden Organisation, welche Empfehlungen ausspricht, zu einem Leitungsorgan, dessen Vorgaben rechtlich bindend wären. Ich wiederhole und betone: Unsere Grundrechte und unsere Menschenrechte würden aufgehoben werden können. Gesundheitsrelevante Informationen und Wissenschaftler, deren Meinung von der WHO abweicht, würden weltweit zensiert werden können. Im Falle eines potenziellen Gesundheitsnotstands der WHO könnten dieser weitreichende Befugnisse auf unbestimmte Zeit übertragen werden.
Die Ausweitung des Geltungsbereichs der internationalen Gesundheitsvorschriften auf Szenarien, die nur das Potenzial haben, die öffentliche Gesundheit zu beeinträchtigen, kommt für uns nicht infrage. Die Empfehlungen der WHO wären für alle Mitgliedstaaten verbindlich. Weiter würden sich die Mitgliedstaaten dazu verpflichten müssen, die WHO als führende, koordinierende Behörde für Fragen der internationalen öffentlichen Gesundheit anzuerkennen und die diesbezüglichen Empfehlungen der WHO zu befolgen.
Nach und nach kommen Tatsachen ans Licht, die auch den hartgesottensten Pandemiefans Rätsel aufgeben müssen, so z. B. die RKI-Files, aus denen zweifelsfrei hervorgeht, dass die Heraufstufung des Risikos willkürlich und ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage durch eine einzelne Person verfügt worden war. Wir sind also gut beraten, wenn wir den Bundesrat mit dieser Motion auffordern, diesen Vertrag dem Parlament, also uns, zur Genehmigung zu unterbreiten. Bei einem derart wichtigen, einschneidenden Regelwerk muss das Parlament das letzte Wort haben.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Je tiens à préciser que les négociations pour un nouvel accord de l'Organisation mondiale de la santé (OMS) sur les pandémies sont toujours en cours. Pour l'instant les négociations sont prévues jusqu'au mois de mai de cette année.
Il est important de rappeler et de mentionner qu'en tant qu'Etat membre souverain, la Suisse, notre pays, est libre de signer et de ratifier un nouvel accord de l'OMS. Ce n'est qu'à l'issue des négociations, conformément au contenu final qui est négocié, que la Suisse décide si elle souhaite ou non s'y lier. A cet égard, chaque traité international est donc soigneusement examiné selon les dispositions pertinentes de notre Constitution et des lois fédérales, pour déterminer s'il doit être soumis à votre Parlement pour approbation.
En l'état actuel du projet, et dans la mesure où il est prévu que le texte contienne des éléments juridiques contraignants, il est probable que son approbation relève de la compétence du Parlement, vu les éléments qui, possiblement, sont des éléments de la négociation.
Le Conseil fédéral tient donc à ce que les négociations soient aussi transparentes que possible vis-à-vis du Parlement. A ce titre, l'Office fédéral de la santé publique informe régulièrement les commissions compétentes de l'avancement et des négociations. J'ai eu l'occasion aussi de donner des indications à la commission du Conseil des Etats et je répète que, quelle que soit l'issue des négociations, il convient de noter que le nouveau traité n'aura aucun impact sur le droit souverain de notre pays de décider de sa propre politique de la santé et des éventuelles mesures à prendre en situation de pandémie.
C'est fort de ces précisions que le Conseil fédéral vous propose le rejet de la motion.
Grüter Franz · Mit-M · Conseil national · Lucerne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Frau Bundesrätin, ich habe eine Frage. Wir haben ja das Epidemiengesetz. Dort steht, dass Pandemien in der Schweiz gestützt auf die Empfehlungen der WHO ausgerufen werden. Hat damit dieses WHO-Abkommen, das ja Soft Law ist, nicht faktisch eine gesetzliche Wirkung und müsste deshalb zwingend ins Parlament gebracht werden? Liege ich hier falsch?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Merci beaucoup pour votre question. Nein, Sie liegen nicht absolut falsch, aber auch nicht absolut richtig.
Selon la nature juridique des éléments, c'est votre Parlement qui sera compétent. Par contre, actuellement, au niveau des discussions et des négociations, il n'y a aucun élément qui concerne, par exemple, une obligation de vaccination ou de port du masque. Nous serions donc, comme nous l'avons été, totalement libres et compétents pour prendre des décisions relatives à la santé publique dans le cadre d'une pandémie.
Reimann Lukas · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Frau Bundesrätin, Sie wissen, dass dieses Thema die Bevölkerung und auch das Parlament sehr beschäftigt. Sind Sie bereit, über alles transparent auf Ihrer Webseite zu informieren, namentlich darüber, wie die Schweiz sich positioniert, wie sie sich einbringt und wo die Verhandlungen stehen? Denn aktuell herrscht in diesem Bereich einfach viel zu wenig Transparenz.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Wie ich gesagt habe, sind wir so transparent wie möglich, d. h. so transparent, dass man noch verhandeln kann.
Nous informons régulièrement les commissions parlementaires sur l'avancée des négociations. On peut aussi donner des informations sur le site de l'Office fédéral de la santé publique, mais vous comprenez que, quand les choses ne sont pas décidées ou débattues dans le cadre de la négociation, on ne peut pas les mentionner, parce que le propre d'une négociation est justement de permettre à deux partenaires de négocier avec une certaine liberté.
Rutz Gregor · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Frau Bundesrätin, als Mitglied der Regierung eines Landes, das sich immer genau an die Verträge hält, möchte ich Sie doch noch einmal fragen: Kann man, wenn man sieht, dass erstens der Vertragsentwurf den Hinweis enthält, dass keine Vorbehalte seitens der unterschreibenden Staaten möglich sind, und dass zweitens in Artikel 4 Absatz 2 Litera b des Epidemiengesetzes steht, dass sich die Schweiz in Pandemien insbesondere an internationalen Empfehlungen und Richtlinien orientiert, dann wirklich noch sagen, dass wir völlig frei sind? Wir verpflichten uns doch, hier dem zu folgen, was beschlossen wird.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Il faut bien faire une distinction juridique. S'orienter, prendre connaissance des indications et des éléments de stratégie ou de politique internationale, c'est une chose; mais prendre des décisions, comme on l'a fait par rapport à la question de la vaccination ou par rapport à la question du port du masque, ce n'est pas du tout la même chose. Nous gardons notre souveraineté pour ces décisions-là. S'orienter ne signifie pas appliquer un à un des éléments juridiques, loin de là.
Wyssmann Rémy · Mit-M · Conseil national · Soleure · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Liebe Frau Bundesrätin, Sie haben gesagt, es sei nicht eindeutig, es könne so oder anders sein. Wäre es nicht besser, wenn der Vertrag im Zweifelsfall, wenn man unsicher ist, gleich dem Parlament zur Genehmigung unterbreitet würde?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Ce qu'il est important de dire, c'est que les commissions parlementaires seront informées. S'il y a des éléments fondamentaux qui sont de nature politique et qui concernent des modifications de loi, il est évident que le traité sera soumis au Parlement. Mais s'il s'agit d'éléments sur lesquels on a des indications et dont on peut parler en toute transparence, il n'y a pas de nécessité de le soumettre au Parlement.
Bläsi Thomas · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Si l'on acceptait ce type de texte et de soumission à l'OMS, les médecins cantonaux, les pharmaciens cantonaux, les chimistes cantonaux que nous avons dans l'administration pourraient ne plus avoir de compétences décisionnelles. Le maintien de ces fonctionnaires est-il envisagé dans le cas de l'acceptation de cet accord? Qu'allez-vous en faire puisqu'ils vont devenir des fonctionnaires de l'OMS et non plus des fonctionnaires suisses?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Merci beaucoup Monsieur le conseiller national Bläsi. Je crois que vous avez la réponse à votre question. Vous savez très bien que les responsables cantonaux, que ce soit les pharmaciens ou les médecins cantonaux, gardent leurs compétences au niveau de la sphère de compétence cantonale. Il ne s'agit pas du tout de transférer une réglementation juridique qui n'a pas de force obligatoire dans notre pays. Il n'y aura donc aucun changement à ce niveau-là.
Bühler Manfred · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Qu'est-ce qui retient le Conseil fédéral de soumettre ce texte, qui n'aurait pas beaucoup d'influence, si j'en crois vos mots, au Parlement? Avez-vous peur de la démocratie parlementaire? Avez-vous peur qu'il soit refusé dans cet hémicycle?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Au contraire, je respecte et j'apprécie la démocratie, qu'elle soit parlementaire, directe ou indirecte. Je ne dis pas qu'il est exclu que ce texte soit soumis au Parlement; la motion vise à soumettre tous les textes au Parlement. Sur ce texte-là, on discutera, si des éléments politiques l'exigent, en toute transparence: on le soumettra au Parlement. Si cela n'est pas nécessaire, on dira pourquoi cela n'a pas été nécessaire.
Pamini Paolo · Mit-M · Conseil national · Tessin · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Madame la conseillère fédérale, êtes-vous d'accord avec le fait que la votation sur l'initiative "pour la liberté et l'intégrité physique", au mois de juin prochain, sera de facto un référendum contre le traité de l'OMS?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Non, je ne partage pas votre appréciation sur la votation du 9 juin en ce qui concerne l'intégrité psychique et physique. C'est une autre question, d'autant plus que, dans le cadre de cette votation, il n'est jamais fait référence aux questions de vaccination. Cette votation concerne le respect des droits fondamentaux de la personne qui sont aujourd'hui d'ores et déjà inscrits dans notre Constitution. Les accords avec l'OMS ne changent rien au respect des droits fondamentaux dans notre Constitution.
Gysi Barbara · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Besten Dank. Nachdem Herr Aeschi uns gestern hierherbemühte, weil kein Interesse da war, ist heute sein Interesse auch nicht so gross. Aber ich möchte Sie bitten, zu bestätigen - ich bin auch Präsidentin der SGK des Nationalrates -, dass die Kommission das Geschäft an der nächsten Sitzung vom 2. und 3. Mai schon wieder auf der Traktandenliste hat und sich zum zweiten Mal in diesem Jahr mit dem Thema beschäftigen wird.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
Ja, ich bestätige das sehr gerne. Wir behandeln das Geschäft mit Transparenz und mit Verantwortung, und wir diskutieren mit beiden Kommissionen. Und, sicher, wenn es nötig ist, dann können wir das hier auch tun.
Vote
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 116 Stimmen
Dagegen ... 69 Stimmen
(3 Enthaltungen)