04.019

Schweiz Tourismus 2005-2009. Finanzhilfe

Rime Jean-François · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

La commission a étudié le dossier des aides financières à Suisse Tourisme dans sa séance du 23 août 2004. L'entrée en matière n'a pas été combattue.

Si tous les membres sont conscients de l'importance du tourisme pour notre pays, la vision des créneaux dans lesquels il doit se développer varie suivant la sensibilité politique. Doit-on porter l'accent sur les nouveaux pays comme la Chine, l'Inde ou la Russie, comme le proposent certains? Est-il préférable de faire venir des voisins européens, se déplaçant à vélo et logeant dans des gîtes ruraux? Mais là n'est pas la question, laissons aux professionnels de la branche le soin de fixer les stratégies qui amèneront aux régions concernées le maximum de résultats. A ce niveau de la discussion, un certain nombre de remarques s'imposent.

Premièrement, comme le Conseil fédéral l'a relevé, le programme d'économies de la Confédération concerne tous les secteurs; c'est pourquoi il nous propose un montant de 200 millions de francs sur cinq ans, soit 40 millions de francs par année.

Deuxièmement, plusieurs organismes participent à l'organisation de la promotion touristique: Suisse Tourisme, Présence Suisse, l'OSEC, Pro Helvetia, Réussite Suisse, et probablement d'autres encore. Ils ne sont pas tous subordonnés au même département. C'est pourquoi nous proposons un postulat de commission (04.3434) qui va dans le même sens que la requête du Conseil des Etats. Nous demandons au Conseil fédéral de nous fournir jusqu'à fin 2005 un véritable concept de la promotion de notre pays à l'étranger. La commission est persuadée que la coordination entre les différentes entités chargées de cette tâche peut et doit être améliorée.

Dans l'attente de ce rapport, la majorité de la commission souhaite accorder les crédits pour trois ans, soit 120 millions de francs, et non pour cinq ans, même si cela n'est peut-être pas tout à fait conforme à la loi fédérale qui prévoit justement de fixer ces crédits pour cinq ans.

Concernant les minorités, la minorité III (Gysin Hans Rudolf) souhaite donner, comme le Conseil des Etats, 230 millions de francs pour cinq ans. Il y a d'autres propositions qui prévoient 200 millions de francs, également pour cinq ans.

Nous n'avons pas eu le temps de prendre position sur les propositions Amstutz et Bruderer. La proposition Amstutz va en somme dans le même sens que celle de la majorité de la commission, mais au lieu de prévoir 40 millions de francs par année, elle en prévoit 46 millions.

Concernant la proposition Bruderer, je crois que je peux donner mon point de vue personnel. Il serait faux d'introduire, dans ce programme touristique, des campagnes particulières, notamment celle qui concerne l'Eurofoot, même si je souhaite que celui-ci ait beaucoup de succès dans notre pays.

La commission souhaite également compléter la version du Conseil des Etats par un article 1a qui prévoit la conclusion d'un mandat de prestations entre Suisse Tourisme et la Confédération. Cette proposition avait été acceptée en commission par 15 voix contre 4 et 3 abstentions.

En résumé, je vous demande de soutenir la proposition de la majorité, soit 120 millions de francs sur trois ans, et de soutenir également le postulat de la commission.

Cette solution présente les avantages suivants: elle prend en compte les difficultés financières de la Confédération; elle demande un rapport qui fournira tous les renseignements sur le fonctionnement de la promotion du tourisme; elle garantit enfin à Suisse Tourisme des moyens égaux à ceux dont il a disposé en moyenne durant les dernières années. La commission s'est prononcée pour cette solution par 21 voix contre 1 et 3 abstentions.

Gysin Remo · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Es geht heute also darum zu entscheiden, welchen Rahmenkredit wir Schweiz Tourismus in welcher Periode zusprechen werden. Schweiz Tourismus ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft mit Sitz in Zürich und der Hauptaufgabe, sich in Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Stellen und Institutionen um die gesamtschweizerische Tourismuswerbung zu kümmern.

Schauen wir kurz zurück: Für die laufende Periode hat Schweiz Tourismus 190 Millionen Franken bekommen plus 10 Millionen wegen der Swissair-Krise. Das macht insgesamt 200 Millionen Franken, wobei die 10 Millionen ausserordentlich sind. Wir sollten, das ist die Meinung der Mehrheit der Kommission, das Ausserordentliche nicht einfach zum Ordentlichen machen. Das heisst, Schweiz Tourismus hat im Durchschnitt jährlich 38 Millionen Franken bekommen; mit den 10 Millionen wegen der Swissair-Krise waren es 40 Millionen.

Die verschiedenen Anträge zeigen das Spannungsfeld, in dem wir uns mit dieser Vorlage bewegen. Wir haben den Antrag von Schweiz Tourismus an den Bundesrat auf einen Beitrag von sage und schreibe 277 Millionen Franken. Das entspricht gemessen an der laufenden Periode einem Zuschlag von 46 Prozent. In der heutigen Finanzlage ist das wohl eine mittlere Provokation. Wir haben das auch entsprechend diskutiert. Der Entwurf des Bundesrates zuhanden des Parlamentes ist auf einer ganz anderen Ebene. Wir schliessen uns in unseren Kompromissüberlegungen dem Bundesrat mehr oder weniger an. Er beantragt 200 Millionen Franken, das sind 5 Prozent mehr als in der laufenden Periode. Herr Bundesrat Merz, unser Finanzminister, sprach in diesem Zusammenhang auch schon von 180 Millionen Franken. Dies ist auch die Vorlage, bei der Herr Bundesrat Blocher die provokative Anregung gemacht hat, die Beiträge auf 1 Franken zu kürzen.

Wir haben den Beschluss des Ständerates. Dessen Entscheid für einen Zahlungsrahmen von höchstens 230 Millionen Franken ist mit 18 zu 17 Stimmen äusserst knapp ausgefallen; die Minderheit wollte 200 Millionen. Und nun haben wir den Antrag der Mehrheit der WAK: Wir möchten - ich werde das noch genau begründen - die Periode auf drei Jahre verkürzen und auf dem Niveau des bundesrätlichen Entwurfes bleiben, also 120 Millionen Franken über drei Jahre sprechen.

Die Grundhaltung der WAK zum Tourismus ist klar: Sie ist einhellig der Meinung, dass der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig für die ganze Schweiz ist. Wir wollen und müssen den Tourismus fördern. Schweiz Tourismus bekommt als Organisation insgesamt sehr gute Noten. Es geht also nicht um irgendeine Gängelung von Schweiz Tourismus, wenn wir hier auch kritische Überlegungen anstellen. Klar ist auch, dass die WAK die Rahmenbedingungen für den Tourismus verbessern möchte. Dazu gehören etwa die Infrastruktureinrichtungen, die öffentlichen Verkehrsträger, Raum- und Regionalplanung, Landschafts- und Naturschutz, Kulturgüter, Naturparks, Visa-Erleichterungen und anderes. Diese Aufzählung zeigt auch ein Grundproblem auf, nämlich dass praktisch in jedem Bereich, den wir hier im Parlament ansprechen, auch eine Tourismuskomponente enthalten ist. Das spitzt sich dann noch zu, wenn wir einzelne Institutionen betrachten. Hier möchten wir ein Stück konzeptionelle Ordnung schaffen. Das ist die Hauptbegründung für die Verkürzung der fünfjährigen Zahlungsperiode auf drei Jahre.

Ich möchte die Vorlage im Namen der WAK auch in einen Gesamtzusammenhang stellen und in Erinnerung rufen, dass sich die bundesrätliche Tourismuspolitik, auch die ganz direkte, sehen lassen kann. Wir haben zum Beispiel den Rahmenkredit für die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit von 80 Millionen Franken gesprochen. Wir haben die InnoTour mit 35 Millionen, den Sondersatz der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen von 3,6 statt 7,6 Prozent. Damit kommen Steuerausfälle von jährlich 150 Millionen Franken zusammen. Wir haben Schweiz Tourismus; das sind bisher, wie gesagt, 38 Millionen Franken. Wir haben verschiedene andere Institutionen: Präsenz Schweiz, das Investitionshilfegesetz, Direktzahlungen für Landschaftspflege, bilaterale Tourismusabkommen, z. B. mit China. Wir haben die Gastlandpolitik in der Aussenpolitik. Das führt zu Konferenzen, z. B. betreffend Zypern auf dem Bürgenstock oder natürlich in Genf und an anderen Orten.

Kurz: Der Bund macht für den Tourismus schon recht viel, aber es gibt keinen Überblick. Es ist einfach Stückwerk. Es sind Fetzen, die uns entgegenfliegen, auch bei dieser Vorlage wieder. Wir möchten Ordnung schaffen und haben auch die Aufgabe, das zu tun. Das ist Sinn und Zweck des Postulates. Ich bitte Sie, es anzunehmen.

Wenn wir die direkten Subventionen des Bundes zusammenzählen, die dem Tourismus zugute kommen, dann sind das heute schon jährlich über 210 Millionen Franken. In dieser Situation hat die WAK verschiedene Erwägungen, auch finanzpolitische, zum Rahmenkredit angestellt.

Zu den Bundesfinanzen: Ich muss hier die Defizite, die wir haben, nicht weiter erwähnen. Sie belaufen sich auf über 1 Milliarde Franken, die wir schon im Budget 2005 korrigieren sollten. Wir haben daneben das Entlastungsprogramm 2003. Wir haben Aufgabenverzichtplanungen. Wir haben Stellenstreichungen in der Bundesverwaltung von sage und schreibe über 1800 in Aussicht. Sie müssen sich das vorstellen! In dieser Situation sparen wir überall, bei den Sozialversicherungen, bei der Bildung, nur bei Schweiz Tourismus nicht. Die Mehrheit der WAK will bei Schweiz Tourismus nicht überziehen bzw. übermässig aufstocken.

Hiermit habe ich angetönt, dass es nicht um eine Sparvorlage geht. Wir möchten Kontinuität wahren, allerdings nicht entsprechend der Schlaumeierei, die von einem Rahmenkredit nur das letzte Jahr nimmt - das macht Schweiz Tourismus: Das letzte Jahr war dann mit 44 Millionen Franken das am höchsten dotierte Jahr. Dann kommen sie und sagen: Das ist das Niveau, das wir halten müssen, Rahmenkredit hin oder her. Das geht natürlich nicht! Rahmenkredite haben die Funktion, dass es einen Durchschnitt gibt, eine Flexibilität über vier, fünf Jahre hinweg. Das sollte auch weiterhin so sein. Der Durchschnitt beträgt 38 Millionen Franken, und jetzt soll er auf 40 Millionen Franken aufgestockt werden - da ist die Swissair-Komponente auch drin enthalten. Dem können wir folgen.

Zu den finanzpolitischen Erwägungen gehört auch, dass die Finanzierungsanteile von Schweiz Tourismus sehr schief liegen. Es gibt hier einen Anteil der öffentlichen Seite, des Bundes, von 60 Prozent. Der Eigenfinanzierungsanteil der Tourismusbranche beläuft sich auf die Hälfte davon, nämlich auf 30 Prozent. Der Rest wird irgendwie erwirtschaftet. 60 und 30 Prozent - das ist eine Schieflage! Wir streben in der Tendenz 50 und 50 Prozent an. Auf jeden Fall braucht es eine Korrektur, und das sollte längerfristig auch erreicht werden.

Mit anderen Worten: Das finanzielle Engagement der direkt betroffenen Nutzniesser und Nutzniesserinnen sollte wesentlich erhöht werden. Wir möchten also nicht die Tätigkeit von Schweiz Tourismus schmälern, sondern wir möchten die Nutzniesser ein bisschen mehr zur Kasse bitten. Wer sind die Nutzniesser? Wir haben sehr viele Viersterne- und Fünfsternehotels, denen es ausgezeichnet geht. Diese Gruppe sprechen wir an. Wir haben die Tourismuswirtschaft im Allgemeinen; wir haben die tourismusnahe Wirtschaft, der es u. a. auch dank dem Tourismus sehr gut geht. Dazu gehören die Banken, die Uhrenindustrie, der Uhrendetailhandel, aber auch bestimmte Regionen, Kantone und Gemeinden. Diese müssen nicht sehr tief in den Sack greifen, damit das Verhältnis besser wird. Aber sie sollten ein anderes Verhältnis als 60 zu 30 zulasten der öffentlichen Seite erreichen.

Ein weiterer konzeptioneller Punkt sind die tourismusspezifischen Hausaufgaben. Wir haben hier Stimmen im Tourismusbereich selbst - im Gastgewerbe, in der Hotellerie -, die selbstkritisch sagen, wo der Hund begraben liegt. Es ist einerseits eine Strukturbereinigung nötig. Wir können nicht mit Werbemassnahmen Strukturen bereinigen. Wenn im Gastgewerbe 10 000 Betriebe zu viel sind - das hat der Präsident von Gastrosuisse, Klaus Künzli, gesagt -, dann ist es nicht die Aufgabe von Schweiz Tourismus, dies zu ändern, sondern eine Aufgabe des Gewerbes selbst. Oder wenn in der Hotellerie Überkapazitäten existieren - wir haben 5700 Betriebe mit 26 bis 100 Betten, und diese sind im Durchschnitt zu 35 Prozent ausgelastet -, dann stimmt doch etwas strukturell nicht. Das ist erkannt, das muss bereinigt werden. Hier besteht auch eine Qualitätskomponente: Die billigste und beste Art für die Tourismuswerbung ist die Mund-zu-Mund-Propaganda von zufriedenen Gästen. Da spielt die Qualitätskomponente hinein - Innovation, Berufsbildung -, und das wird vom Bund auch unterstützt. Das ist auch eine Hausaufgabe für das Tourismusgewerbe.

Werbung hat sich ja auch auf die Realität zu beziehen, sonst wird sie früher oder später entlarvt, was schädigend ist. Wie sieht nun die Realität in bestimmten Tourismusregionen aus? Nehmen Sie das Oberengadin, in dem ich bis vor kurzem eigentlich immer sehr gerne war - es ist eine wunderschöne Landschaft. Was passiert dort? Eine Zersiedelung per se. Es gibt dort die Vereinigung unter alt Bundesrat Friedrich, die den Finger darauf legt. Aber Korrekturen finden nicht statt. Ich möchte ein paar Zahlen nennen: Seit 1970 hat sich die Kapazität der oft leer stehenden Ferienwohnungen mehr als verdreifacht, von rund 19 000 auf über 65 000 Betten. Die Dörfer der Ferienregion wachsen im Oberengadin - allmählich auch im Unterengadin - zur sechstgrössten Schweizer Stadt mit 100 000 bis 120 000 Bewohnern während der Hauptsaison zusammen, mit entsprechendem Verkehr. Diese Zersiedelung macht unsere Schweiz - und schönste Orte - unattraktiv, und das können wir nicht mit zusätzlicher Werbung aufheben.

Ein weiterer Punkt für die Hausaufgaben: Der Schweizer Tourismus ist im Bereich überbetrieblicher Angebote im Rückstand. Gefragt sind strategische Kooperationen, indem zum Beispiel Betriebe und Gemeinden zu einer Region mit gemeinsamem, integriertem Angebot geformt werden. Das Gemeinsame, die gemeinsame Werbung, kommt zu kurz. Wir haben heute noch Gemeinden und Hotels, die sich im gleichen Ort, in der gleichen Region bekämpfen. So kann man keine Landeswerbung und auch keine regionale Werbung machen. Das bringen auch wir nicht weg, das muss die Branche selbst leisten!

Wie es der Ständerat im Postulat "Koordination der Landeswerbung" verlangt, möchten auch wir ein verstärktes konzeptionelles, institutionalisiertes Zusammenwirken von Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz, Osec, Handelskammer, Pro Helvetia und anderen Institutionen, die in der Landeswerbung tätig sind. Sie machen nicht alle genau das Gleiche, aber es gibt Doppelspurigkeiten und Koordinationsbedarf, beispielsweise im Bereich der Messen und Kongresse, bei Internetauftritten, Videotheken und Länderprogrammen - hier hilft das Postulat der WAK, neben demjenigen des Ständerates, Ordnung zu schaffen.

Zu den Schlussfolgerungen der WAK bzw. zum Antrag der Mehrheit: Wir schlagen Ihnen eine dreijährige Rahmenfrist vor. Ich wiederhole ganz kurz warum: Es geht um die Koordinationsaufgabe der verschiedenen Institutionen, der verschiedenen Funktionen. Dazu verlangen wir wie der Ständerat einen Bericht, der Ende nächstes Jahr, Ende 2005, vorliegen soll. Der Ständerat möchte einen Bericht auf Ende 2006. Diese Berichte müssen aufgenommen und umgesetzt werden. Das kann nicht erst drei, vier Jahre später, nach Ablauf einer fünfjährigen Rahmenfrist, geschehen. Es gibt auch einen Koordinationsbedarf mit der Osec: Wir haben die gleiche Diskussion schon über den Rahmenkredit für die Osec geführt und ebenfalls einen Bericht verlangt. Die verschiedenen Berichte sollten zeitlich zusammenfliessen und gemeinsam ausgewertet werden.

Wir kommen beim Antrag der Mehrheit auf 120 Millionen Franken. Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen. Ich erinnere noch einmal: 40 Millionen Franken pro Jahr gegenüber heute 38 Millionen Franken entsprechen dem Niveau des Bundesrates und sind ein Kompromissergebnis.

Ich bitte Sie also, den Antrag der Mehrheit zu unterstützen, die anderen Anträge abzulehnen, das Postulat ebenfalls zu unterstützen und auch den weiteren Änderungen, wie sie die Mehrheit der WAK vorgeschlagen hat, zuzustimmen.

Vaudroz René · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion

C'est vrai que vous prônez l'accueil. Mais l'agressivité avec laquelle vous vous battez contre ce tourisme m'étonne un petit peu, quand on sait l'importance - vous l'avez souligné - du tourisme en Suisse, qui est le troisième secteur économique et le premier des régions périphériques et de montagne. Vous avez cité les secteurs de l'horlogerie, de la machine-outil: ceux-ci importent le travail fait par la main-d'oeuvre bon marché mais le tourisme, lui, n'a pas la possibilité d'utiliser cette manière de faire. Et puis, vous l'avez dit, le pays ne doit pas avoir honte de ce qu'il fait.

Mais, Monsieur le rapporteur, avez-vous fait la comparaison avec nos concurrents directs qui sont l'Italie du Nord, l'Autriche et la France? Parce que cela peut être très intéressant de voir à quel niveau nous nous situons.

Gysin Remo · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Zunächst möchte ich klar unterstreichen: Die WAK und auch ich persönlich möchten den Tourismus fördern, wir möchten ihn aber auch fordern. Die Forderung liegt darin, dass die Zersplitterung, diese "Konfettikonzeption" - jeder macht ein bisschen etwas - durchbrochen wird, dass es Synergien gibt mit der Osec, mit Standort Schweiz, mit Präsenz Schweiz, damit ein Effizienzgewinn, ein Gewinn an Wirksamkeit, herausschaut. Wenn wir hier nicht Druck aufsetzen - der Druck besteht u. a. in den verschiedenen Aufträgen, die wir gegeben haben -, dann geschieht nichts. Das ist der Hintergrund.

Ich sage es nochmals: Schweiz Tourismus leistet sehr gute Arbeit. Wir anerkennen das voll. Wir brauchen den Tourismus, in der Stadt und auf dem Land. Wir möchten also den Tourismus fördern, aber er soll anders laufen als jetzt. Die Förderung wird intensiver, wenn der Tourismus selbst seine Hausaufgaben gemacht hat.

Nun zum Ländervergleich: Es kommt darauf an, was Sie vergleichen. Es gibt den Vergleich gar nicht, den wir gerne hätten, nämlich dass man alles einbezieht. Eine eingehende Übersicht wird vom Bundesrat nicht geliefert. Es liegt lediglich eine rudimentäre Statistik mit Quervergleichen vor. Ich bin nicht sicher, was alles drin ist: Sind die Gemeindeausgaben, die Verbandsausgaben enthalten? Wie sieht das für Österreich aus? Das steht nicht in der Vorlage. Also halten diese Vergleiche einer vertieften Prüfung nicht stand; sie sind sehr oberflächlich.

In diesem Sinn brauchen wir konzeptionell bessere Entscheidungsunterlagen. Das ist eine Hauptbotschaft der WAK.

Bezzola Duri · Mit-M · Nationalrat · Graubünden · Freisinnig-demokratische Fraktion

Herr Gysin, Sie haben das Beispiel Oberengadin erwähnt. Ich spüre, dass Sie Landeswerbung eigentlich mit einer Unternehmung verwechseln. Sie erwähnen immer die Region Oberengadin, sie ist eine der stärksten Regionen im Alpenraum mit Vor- und Nachteilen. Aber Sie wissen auch, dass es sehr viele schwache Regionen hat, die nur vom Tourismus abhängig sind. Meine Frage ist: Kennen Sie die Wertschöpfung in der Region Oberengadin, kennen Sie die Anzahl Arbeitsplätze, und kennen Sie auch die Ausstrahlungskraft und die positive Auswirkung dieser Region auf andere Regionen?

Gysin Remo · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Sie werden mir nicht böse sein, wenn ich Ihnen die Wertschöpfung jeder Region in der Schweiz nicht aus dem Kopf sagen kann. Aber das können wir gemeinsam nachschlagen, wenn es überhaupt erhoben wurde. Vielleicht kann uns Herr Bundesrat Deiss helfen.

Aber ich habe das Oberengadin erwähnt, weil alt Bundesrat Rudolf Friedrich - der für mich von Gewicht ist - die Stiftung "Terrafina Oberengadin" gegründet hat, die sich vor allem gegen die Zersiedelung im Oberengadin engagiert, gegen die Verschandelung der eigenen Region. Das tun Sie dort oben; das tun nicht wir irgendwo in der Schweiz; und das tut auch nicht Schweiz Tourismus. Die Zersiedelung findet im Oberengadin statt, und das schadet dem Tourismus. Sie müssen das lösen; auch wenn wir Geld in die Werbung in der ganzen Welt buttern, müssen Sie das lösen, und dann haben wir auch Mund-zu-Mund-Werbung, die sich durch die ganze Welt zieht. Sie wohnen in einer privilegierten Gegend, Sie haben arme und reiche Leute, und wir möchten, dass sich die reichen Hoteliers, denen es mit ihren Viersterne- und Fünfsternehotels sehr gut geht, stärker an der Finanzierung von Schweiz Tourismus beteiligen; das ist nicht zu viel verlangt. Überdies ist Schweiz Tourismus wirklich eine Unternehmung mit einem Ziel, welches für die Schweiz wichtig ist.

Wir müssen die Kosten-Nutzen-Frage stellen. Es ist billig, die Kosten dem Staat anzulasten und als Viersterne- oder Fünfsternehoteliers den Nutzen daraus zu ziehen. Es ist billig, wenn sich eine Region auf Kosten der öffentlichen Seite ausruht bzw. nicht selbst korrigiert. Ich habe das nicht insgesamt gegen das Engadin gesagt, Sie werden mich auch in Zukunft dort in den Ferien antreffen. Aber ich rege mich hie und da über die Verstädterung der Berggebiete auf. Wenn das so weitergeht - davon bin ich überzeugt -, leisten Sie dem Schweizer Tourismus einen Bärendienst.

Binder Max · P-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Ich bitte Sie zu beachten, dass Eintreten an und für sich nicht bestritten ist.

Kaufmann Hans · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Die SVP-Fraktion anerkennt die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus, insbesondere für die Rand- und die Bergregionen. Deshalb haben wir uns ja auch für den Mehrwertsteuer-Sondersatz für das Übernachtungsgewerbe eingesetzt. Nicht zuletzt aber aus ordnungspolitischen Gründen haben wir zusehends Mühe, weitere Zuschüsse oder sogar höhere Beiträge in eine Branche zu leiten, die selber zu wenig Anstrengungen unternimmt, ihre Kapazitäten den Marktbedürfnissen anzupassen, um sich im internationalen Wettbewerb behaupten zu können.

Dies lässt sich auch an den Mitgliederbeiträgen an Schweiz Tourismus ablesen. Auch sehen wir eine geringe Bereitschaft, eigene Leistungen zu erbringen. Während der Finanzplan 2005-2009 für Schweiz Tourismus im Vergleich zu 2004 eine Ausgabensteigerung um 25 Prozent - Sie haben richtig gehört: eine Ausgabensteigerung um 25 Prozent! - bzw. 17,5 Millionen Franken vorsieht, wollen die Tourismusunternehmen ihre Beiträge nur um eine halbe Million auf 3,5 Millionen steigern, sodass ihr Anteil an den Ausgaben mit direkten Mitgliederbeiträgen nur 4 Prozent beträgt.

Dazu kommt die Verzettelung jener Aktivitäten, mit denen im Ausland um den Standort Schweiz gekämpft wird, angefangen bei Schweiz Tourismus, über das Seco, Präsenz Schweiz oder Pro Helvetia, aber auch regionaler Anstrengungen wie Greater Zurich Area oder jenen des Kantons Bern. Wenn man die gesteigerten Ausgaben von Schweiz Tourismus mit der Anzahl Übernachtungen vergleicht, dann kann man sicher nicht von einer Erfolgsstory sprechen, hat doch die Anzahl Übernachtungen in den letzten zwölf Jahren um 18 Prozent abgenommen.

Damit habe ich unsere Unzufriedenheit über das Kosten-Leistungs-Verhältnis im Tourismusbereich umschrieben. Wir fordern hier Massnahmen, welche zu einer weiter gehenden Zusammenfassung der Wettbewerbsaktivitäten der Schweiz und zu Effizienzsteigerungen führen müssen. Ohne Zeitdruck wird hier aber nichts passieren. Deshalb schliessen wir uns der Mehrheit an, wir unterstützen die Etappierung der Finanzhilfe, indem wir vorerst 120 Millionen Franken für die Jahre 2005 bis 2007 bewilligen.

Sollte dieser Antrag der Mehrheit nicht obsiegen, werden wir den Eventualantrag der Minderheit Kaufmann bzw. den Entwurf des Bundesrates unterstützen. Eine Erhöhung der Zuschüsse kommt für uns nicht infrage. Wir wünschen vorerst ein Konzept für eine koordinierte Landeswerbung der Schweiz, wie dies im Postulat der WAK des Nationalrates formuliert ist. Wir unterstützen deshalb auch dieses Postulat.

Cina Jean-Michel · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Christlichdemokratische Fraktion

Ich werde hier auch Mund-zu-Mund-Werbung machen, aber ich werde vor allem für die Tourismusorganisation Schweiz Tourismus Mund-zu-Mund-Werbung machen. Der Ständerat hat der Marketingorganisation Schweiz Tourismus für die nächsten vier Jahre einen Kredit von insgesamt 230 Millionen Franken zugesprochen. Das ist gut so. Schweiz Tourismus leistet nämlich einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer Tourismuswirtschaft. Der Tourismus ist für viele Bergregionen die wirtschaftliche Leitbranche schlechthin. Typische Tourismusgemeinden wie Andermatt, Davos, Engelberg, Leysin, Grindelwald oder Zermatt hängen zu fast 100 Prozent vom Tourismus ab. Aber auch kleinere Gemeinden versuchen vermehrt, auf den Tourismus als Wirtschaftsbranche zu setzen. Staatliche Regiebetriebe, Armee und andere Institutionen ziehen sich aus dem ländlichen, peripheren und strukturschwachen Raum zurück. Was bleibt uns dann noch? Wie sollen der ländliche Raum und die Berggebiete wirtschaftlich überleben, wenn man ihnen den letzten Strohhalm für die Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes entzieht?

Bundesrat Blochers 1-Franken-Posse ist mir in diesem Zusammenhang wahrlich noch in schlechter Erinnerung. Es stört mich, es ärgert mich, wenn in diesem Zusammenhang wirklich eine unheilige Allianz zwischen SVP und SP entstehen könnte, um der schweizerischen Landeswerbung die notwendigen Mittel zu entziehen. Ich habe deshalb mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, dass nun die Mehrheit der SP-Fraktion den Minderheitsantrag Gysin Hans Rudolf unterstützen wird.

Investitionen ins Marketing sind nicht einfach Ausgaben. Schliesslich können wir mit einem guten Marketing neue Zielmärkte bearbeiten und damit neue Kunden für unser Land gewinnen. Dabei stehen wir mit der Unterstützung unserer nationalen Marketingorganisation nicht allein da. Alle wichtigen Länder dieser Welt verfügen über eine nationale Marketingorganisation. "Österreich Werbung" verfügt zur Erfüllung ihres Auftrages über anderthalbmal mehr Mittel als wir. Frankreich - was hat Frankreich getan? Frankreich hat eines der wichtigsten Sparprogramme beschlossen, und der einzige Bereich, wo es seine Mittel noch ausdehnt, ist eben jener der Werbung für das Land. Ich habe gestern erfahren, dass diese Ausgaben um 6,4 Prozent erhöht werden, im Budget 2005 wurde diese Erhöhung für die Landeswerbung in Frankreich beschlossen.

Der Tourismus ist für die ganze Schweiz von volkswirtschaftlicher Bedeutung und nicht nur für die Randregionen. Ich brauche Ihnen deshalb an dieser Stelle die Bedeutung des Tourismus für unser Land nicht näher zu begründen, immerhin erlaube ich mir aber folgende Hinweise: 240 000 Personen arbeiten direkt oder indirekt im Tourismus, im Wallis macht der Tourismus etwa 25 Prozent des kantonalen BIP aus, und etwa 30 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Tourismus. Der Tourismus generiert in der Schweiz an die 46 Milliarden Franken Einnahmen. Der Tourismus ist die drittbedeutendste Exportbranche der Schweiz. Deshalb ist Schweiz Tourismus als nationale Marketingorganisation nicht wegzudenken. Schweiz Tourismus ist für die Imagewerbung im Ausland unerlässlich. Landeswerbung ist die effektivste und sichtbarste Form der Imagewerbung, und Schweiz Tourismus erfüllt diesen Auftrag hervorragend! In diesem Jahr hat Schweiz Tourismus den ersten Preis für das beste nationale Tourismusbüro in Deutschland gewonnen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat der Organisation Schweiz Tourismus beste Zeugnisse ausgestellt und attestiert ihr eine vorausschauende und professionelle Arbeit. So betreibt unsere Organisation für die Landeswerbung den international am meisten besuchten Internetauftritt der Schweiz, um nur ein Beispiel zu nennen. Wird das Budget von Schweiz Tourismus zusammengestrichen, so kann die Landeswerbung nicht mehr effizient erfolgen. Gerade in Fernmärkten wie Indien, Japan und China sind Marketinginvestitionen wichtig. Die entsprechenden Mittel hierfür müssen vorgesehen werden.

Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch alle, die den Antrag Bruderer bei Artikel 1b unterstützen wollen, zur Unterstützung der Minderheit III bei Artikel 1 auffordern. Man kann den Leistungsauftrag nicht ausdehnen und Schweiz Tourismus gleichzeitig notwendige Gelder entziehen. Ich danke im Voraus für Ihr kohärentes Stimmverhalten.

Ich bitte Sie namens der CVP-Fraktion, auf die Vorlage einzutreten und in der Detailberatung bei Artikel 1 den Antrag der Minderheit III (Gysin Hans Rudolf) zu unterstützen.

Wir unterstützen das Postulat, das den Bundesrat beauftragt, eine departementsübergreifende Zusammenführung der im Ausland auftretenden Organisationen zu prüfen. Denn es macht durchaus Sinn, dass diese Aktivitäten gebündelt werden und somit eine grössere Wirkung erzielt wird.

Genner Ruth · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion

Die grüne Fraktion ist grundsätzlich für Tourismus. Wir haben uns schon vermehrt auch für Tourismusförderung ausgesprochen, aber für eine gezielte Tourismusförderung. Der Tourismus ist eine wichtige Branche für die Schweiz und hat viele Arbeitsplätze; wir haben das schon mehrfach gehört.

Wir möchten aber vom Bundesrat, dass er seine Aktivitäten und die Mittel - es ist ein hoher Mitteleinsatz - gezielt einsetzt und dazu auch klare Überlegungen macht. Wenn ich vom Mitteleinsatz spreche, dann möchte ich Ihnen noch einmal vor Augen führen, dass wir die grösste Summe, die wir für den Tourismus ausgeben, mit dem Sondersatz der Mehrwertsteuer ausgeben. Da verschenken wir gleichsam per Giesskanne 150 Millionen Franken pro Jahr. Dieses Geld wird nicht innovativ eingesetzt. Dieses Geld fliesst einfach ab und wird nicht gezielt verwendet. Ferner setzen wir für die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit Geld ein und leisten eben auch den Beitrag an Schweiz Tourismus.

Der Bundesrat muss ganz klar Überlegungen darüber anstellen, welchen Tourismus er gezielt fördert. In der Botschaft steht, dass Schweiz Tourismus ein Gesuch um Finanzhilfe mit einer Gesamtjahressumme von 47 Millionen Franken gestellt hat, davon 17 Millionen Franken zur Stärkung der Marktpräsenz in den so genannten Aufbaumärkten China, Südostasien und Russland. Einem solchen Beitrag will die grüne Fraktion nicht zustimmen. Sie wissen ganz genau, dass wir den Flugverkehr für Kurzferien in der Schweiz nicht als sinnvoll betrachten. Wir kämpfen in Zürich um eine Reduktion der Flugbewegungen, und wir sehen nicht ein, warum man das Geld - 17 Millionen Franken pro Jahr - in der weiten Ferne investieren soll.

Wir sind allerdings einverstanden und finden es richtig, wenn man in Nachbarländern wie Deutschland, Frankreich oder Italien Marketingkampagnen macht. Das ist hier genauso aufgeführt. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Ausbreitung der Gästefreundlichkeitsinitiative Enjoy Switzerland. Das sind Punkte, wo man gezielt Tourismus fördert.

Wir müssen einen nachhaltigen Tourismus fördern, wir müssen einen Tourismus fördern, der sich mit der Regionalförderung, mit der Landwirtschaftsförderung verbinden lässt, und wir müssen insbesondere die nachhaltige Entwicklung im Tourismus fördern. Das heisst, wir müssen auch auf anderen Gebieten schauen, dass wir unsere touristischen Werte erhalten - namentlich schöne Landschaften. Wir wollen schöne Naturräume nicht mit Strassen verbauen. Es ist wichtig, dass die Leute Ruhe haben können. Es ist wichtig, dass wir unsere schönen Landschaften erhalten können, dass man Sport treiben, dass man Wanderferien machen kann. In diesem Sinne braucht es ein Konzept, das der Bundesrat ausarbeitet. Wir sind deshalb auch dafür, dass man die fünfjährige Periode für einen Rahmenkredit für Schweiz Tourismus auf eine Dreijahresperiode verkürzt und dass man diesen Betrag dann auch noch kürzt. Im Gegenzug soll sich der Bundesrat aber überlegen, wie sein Konzept - ein Gesamtkonzept für die Tourismusförderung in der Schweiz - aussieht.

Ich möchte Sie bitten, nachher meinen Minderheitsantrag - den Antrag der Minderheit I - mit der Kürzung zu unterstützen. Ich werde den Antrag nachher noch begründen.

Vaudroz René · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion

Madame la porte-parole du groupe des Verts, vous avez cité tout à l'heure le problème du taux de TVA réduit pour l'hôtellerie suisse. Mais savez-vous que l'Icha a été supprimé au profit de la TVA principalement pour une raison de concurrence avec l'étranger? Donc, il n'y a pas de faveur puisque, comme vous le savez, dans beaucoup de nos régions, le tourisme vit parce que 90 voire 95 pour cent des hôtes sont des touristes étrangers. Alors, si l'on veut éviter un problème de concurrence, on doit accepter le fait que le taux de TVA ne soit pas une faveur pour le tourisme. Le saviez-vous?

Genner Ruth · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion

Es ist so, dass dieser Sondersatz für die Übernachtungen für eine Übergangsphase eingeführt worden ist. Der Bundesrat wollte ihn im Hinblick auf das Jahr 2006 abschaffen. Aber dieser Rat hat sich anders entschieden und gesagt: Der Sondersatz muss verlängert werden. Zum Glück haben wir in der Bundesverfassung nun eine Formulierung gewählt, nach der wir ihn trotzdem auf den Normalsatz erhöhen können. Wenn Sie sagen, die meisten Touristen kämen aus dem Ausland, dann ist das sicher zutreffend; sehr viele kommen aus dem Ausland. Für diese Leute ist aber der Wechselkurs zwischen Schweizerfranken und Euro oder US-Dollar viel entscheidender als dieser Sondersatz, der eine Differenz von nur 3,6 Prozent für die Übernachtung, nicht einmal für das Essen, ausmacht. Das zeigen Studien.

Recordon Luc · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

Je voudrais souligner ici un aspect qui a été évoqué par ma collègue Genner, mais qui me semble représenter un élément primordial. La plupart des orateurs qui se sont succédé jusqu'à maintenant à la tribune - si ce n'est tous - ont soulevé, parfois avec des trémolos dans la voix, à quel point le secteur de l'économie touristique était pour notre pays un élément essentiel, un pilier. C'est parfaitement exact et c'est encore plus exact pour des régions qui ne sont pas toutes extrêmement favorisées par la géographie physique, notamment, et par conséquent par les conditions économiques de base. Il faut donc accorder à l'économie touristique une attention extrêmement importante.

Si je passe sur les arguments de type environnemental qui ont été évoqués par ma collègue, je voudrais simplement attirer votre attention sur le fait qu'actuellement, avec ce crédit, on nous propose de faire du marketing, alors que nous n'avons pas réfléchi vraiment sérieusement sur le produit. Nous n'avons pas réfléchi sur la situation grave qui affecte le produit. Le produit touristique en Suisse est malheureusement un peu à la dérive. Les cash-flows sont tout à fait insuffisants dans les entreprises pour des investissements absolument nécessaires et aujourd'hui, "business as usual", on nous propose de renouveler pour cinq ans, sans grande réflexion, le montant affecté au marketing et de nous rendormir.

Cela ne va pas, mes chers collègues, cela ne va pas! C'est dangereux. Il faut véritablement empoigner le problème de notre tourisme et effectuer une réorientation stratégique. Nous devons avoir un produit attractif, un produit qui soit capable, sur le plan de l'accueil par exemple, de faire aussi bien que celui de nos concurrents et voisins autrichiens; mais nous devons aussi, sur le plan du développement durable, essayer de mettre en avant les aspects essentiels.

Alors, qu'on ne vienne pas nous dire ici, comme cela a été le cas immédiatement après l'intervention des rapporteurs, que nous en voulons à la branche touristique! C'est tout le contraire: nous y sommes fondamentalement attachés et, en particulier en tant qu'écologiste, je souligne à quel point le tourisme peut et doit être un secteur phare de notre économie. Il est parfaitement apte à équilibrer le développement durable, notamment entre l'environnement et l'économie; mais pour cela, il faut réfléchir, encore une fois, au produit et à ce que nous voulons. Certains cantons ont entrepris une véritable étude dans ce domaine. Celui dont je suis l'un des députés, en particulier, est sur le point de sortir une étude, mais malheureusement, tous ne l'ont pas fait.

Il y a véritablement des questions très importantes à se poser, comme celle qu'a posée par exemple l'expert Peter Furger à propos de la problématique des hôtels et des résidences secondaires, pour ne prendre que cet aspect-là, ou des remontées mécaniques en hiver. Quel tourisme voulons-nous, quel produit voulons-nous construire? Nous ne pouvons pas faire du "business as usual" ici. Il faut véritablement empoigner ce problème. C'est pour cette raison que, dans les propositions qui nous sont soumises, l'essentiel ne consiste même pas, je dirai, dans le montant; il consiste en réalité dans la durée.

Cette durée rapportée à trois ans a le mérite principal de donner un signe à la branche et aux autorités cantonales qui la pilotent, et aux autorités fédérales qui chapeautent le tout, en disant: "Vous avez un court délai, vous avez un court crédit et, dans ce bref laps de temps, vous pouvez tenir avec un minimum de marketing, mais vous devez réellement réfléchir et venir avec une stratégie cohérente sur le fond, sur le produit, avant même de nous proposer une stratégie marketing."

De ce point de vue, la réduction du crédit peut bien sûr passer pour douloureuse, mais elle est un signal. Il serait peut-être un peu audacieux de dire "qui aime bien châtie bien"; mais c'est quand même l'idée de base. C'est précisément parce que nous sommes très attachés au tourisme que nous soulignons à quel point il est nécessaire que la branche ne puisse pas simplement et encore une fois se reposer sur ses lauriers, ou du moins se reposer sur ses acquis. Parce que, pour ce qui est des lauriers évidemment, il y en a malheureusement de moins en moins. Il faut véritablement que nous réagissions.

J'ajoute encore un mot pour souligner ces 17 millions de francs affectés au tourisme en provenance de l'Extrême-Orient. Madame Genner a relevé à quel point il était malvenu actuellement, du point de vue environnemental, de mettre un accent aussi fort sur un tourisme qui va générer encore plus de déplacements en avion. Bien sûr, le déplacement en avion ne saurait être exclu, mais il ne faut pas l'encourager à ce point-là. En outre, par rapport au manque de réaction de la branche, il est particulièrement malvenu d'essayer de se tirer d'affaire pour quelques années avec un pis-aller et de se dire: "Les Chinois sont riches, ils ont des yuans!" Nos yeux brillent comme ceux des enfants devant le sapin de Noël. Ce n'est pas cela qu'il faut faire. Il faut véritablement se poser les vraies questions que la branche mérite que l'on se pose si on veut qu'elle ait un avenir durable et qu'à l'avenir nous puissions être fiers de notre tourisme.

La proposition de minorité I (Genner) est donc une solution assez dure, mais elle est proposée véritablement par amour pour ce pays et par amour pour le tourisme de ce pays.

Pelli Fulvio · Mit-M · Nationalrat · Tessin · Freisinnig-demokratische Fraktion

Le groupe radical-libéral demande que l'on applique la loi qui prévoit de fixer les crédits de la Confédération à Suisse Tourisme pour une période de cinq ans, et non pas de trois ans seulement, comme le proposent la majorité de la commission et la "minorité verte" - minorité I (Genner) -, qui trahissent dans leur attitude une méfiance envers un secteur économique objectivement pauvre qui, dans les régions périphériques, dépend intégralement, pour son marketing international, de l'aide de Suisse Tourisme.

Le groupe radical-libéral est surpris par cette convergence entre la droite dure, qui ne reconnaît jamais qu'une institution publique puisse bien travailler, et la gauche "Gysin Remo", antirégionale, qui fait des sélections entre les services publics, groupes qui manifestent une méfiance envers le secteur du tourisme par un non-respect de la loi rationnellement incompréhensible.

Le groupe radical-libéral juge que Suisse Tourisme fait un travail remarquable et apprécie le fait qu'une très grande partie des sommes mises à disposition de Suisse Tourisme - on nous a dit 86 pour cent - soient utilisées non pas pour couvrir des coûts fixes, comme cela se vérifie parfois dans les structures parapubliques, mais pour des actions de marketing international en faveur du secteur.

Le groupe radical-libéral est disposé à maintenir, pendant les cinq prochaines années, la contribution de la Confédération à Suisse Tourisme au même niveau que dans le passé. C'est la raison pour laquelle il refuse toute proposition visant à réduire la somme minimale à mettre à disposition à moins de 40 millions de francs par an. Dans ce sens, il ne s'exprimera positivement sur le frein aux dépenses que si la somme décidée est égale ou supérieure à 40 millions de francs par an.

Le groupe radical-libéral est divisé quant au montant de la contribution annuelle - 40 ou 46 millions de francs. Ceux qui sont plus sensibles aux difficultés des finances fédérales préfèrent la solution du Conseil fédéral, les autres, plus sensibles aux exigences du tourisme suisse, préfèrent la solution du Conseil des Etats. Les deux parties sont toutefois prêtes à voter le frein aux dépenses, soit pour 200, soit pour 230 millions de francs.

Au nom du groupe radical-libéral, je vous demande de soutenir la minorité II (Favre) ou la minorité III (Gysin Hans Rudolf).

Kiener Nellen Margret · Mit-F · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Es muss ein Ruck durch die Tourismusbranche in der Schweiz gehen. Die schönsten Prospekte von Schweiz Tourismus nützen wenig, wenn die Tourismusbranche die seit langem nötigen qualitätssteigernden Massnahmen vernachlässigt. Die schönsten Prospekte von Schweiz Tourismus nützen wenig, wenn die politischen Rahmenbedingungen durch kurzfristige, konzeptlose Abbaumassnahmen verschlechtert werden. Die SP-Fraktion will einen wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltigen Tourismus. Tourismusförderung ist nötig, ein gebündeltes Destinationsmarketing für die Schweiz auch. Eintreten ist für die SP-Fraktion unbestritten.

Die SP will die Rahmenbedingungen für den Tourismus verbessern. Sie unterstützt die dafür nötige Infrastruktur, insbesondere den öffentlichen Verkehr, eine nachhaltige Raum- und Regionalplanung, Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz, Naturparks und die Erhaltung unserer zahlreichen Kulturgüter. Die Ratifikation des Tourismusprotokolls der Alpenkonvention, das eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus im Alpenraum fordert, ist für die SP eine Voraussetzung für die heute diskutierte Finanzhilfe. Die anderen Alpenländer haben dieses Protokoll ratifiziert, unser Parlament hat es in der Hand, diesen Rückstand der Schweiz zu beheben.

Zu den Rahmenbedingungen wird auch "Schengen" gehören, denn mit den Visa-Erleichterungen des Schengener Abkommens wird für die schweizerische Hotellerie mit einer Umsatzsteigerung in dreistelliger Millionenhöhe gerechnet. Öffentliche Hilfe für Hotelkredite hingegen lehnt die SP als falsche strukturpolitische Massnahme ab. Hier ist der Abbaupfad noch zu beschliessen. Die SP fordert vielmehr qualitätssteigernde Massnahmen in der Tourismusbranche. Mit Aus- und Weiterbildung sind die Servicequalität und auch die Gastfreundschaft zu verbessern. Mit guten Arbeitsbedingungen ist die Motivation der Dienstleister und Dienstleisterinnen zu verbessern. Die touristischen Berufe sind aufzuwerten, und das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.

Ich möchte in fünf Jahren nicht hier stehen und das Gleiche nochmals betonen müssen.

Die SP fordert auch vermehrte überbetriebliche Angebote. Der Rückstand in diesem Bereich kann nicht mit gesamtschweizerischer Imagepflege wettgemacht werden. Gefragt sind strategische Kooperationen, in denen zum Beispiel Betriebe und Gemeinden zu einer Region mit gemeinsamem, integriertem Angebot geformt werden. Was nützt der schönste Prospekt von Schweiz Tourismus, wenn die ausländischen Gäste im einen Tourismusort keine Auskunft über die Angebote nebenan erhalten?

Die Schweiz hat beste touristische Voraussetzungen: Weltnaturerbe, eine unvergleichliche Alpenlandschaft und Weltkulturerbe. Dieses Angebot kommt tourismuspolitisch nur zum Tragen, wenn die politischen Rahmenbedingungen und die Qualität der Branche stimmen.

Verfassungsrechtlich ist es klar, dass es sich bei der Finanzhilfe des Bundes für Schweiz Tourismus um eine fakultative Massnahme der Strukturpolitik handelt. Der Bund kann Wirtschaftszweige fördern - er muss es nicht -, wenn zumutbare Selbsthilfemassnahmen zur Sicherung ihrer Existenz nicht ausreichen.

Die Tourismusbranche hat ihre Eigenleistungen auch an Schweiz Tourismus zu erhöhen. Das gilt für ihren Finanzierungsanteil; wir erwarten ein grösseres finanzielles Engagement von den Hauptnutzniessenden, insbesondere von der Drei- bis Fünfsternehotellerie sowie von denjenigen Wirtschaftszweigen, die stark vom Tourismus profitieren, wie Uhrenindustrie, Banken, Gewerbe und deren Verbände.

Zu den Anträgen: Die SP-Fraktion unterstützt das Postulat der WAK, das richtigerweise vom Bundesrat ein Konzept für eine koordinierte Landeswerbung der Schweiz verlangt.

Die SP-Fraktion unterstützt ebenfalls den Antrag der Kommission, die Finanzhilfe an Schweiz Tourismus aufgrund eines Leistungsvertrages auszurichten. Nur mit einem klaren Leistungsvertrag kann die Umsetzung der Empfehlungen der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) aus ihrer Evaluation von 2003 konsequent weiterverfolgt werden. Die EFK hat auf Mängel in der Wirkungsmessung und in der Berichterstattung von Schweiz Tourismus hingewiesen. Bei der Ausgestaltung des Leistungsvertrages ist diesen Punkten grösste Beachtung zu schenken.

Es ist die Aufgabe von Schweiz Tourismus, Logiernächte für die Hotellerie und die Parahotellerie zu holen. Es darf nicht weiter passieren, dass sich die Logiernächte umgekehrt proportional zu den Bundesbeiträgen entwickeln. So war es in der Vergangenheit, so darf es in der Zukunft nicht sein!

Bezüglich des Betrages und des Zeitrahmens unterstützt die Mehrheit der SP-Fraktion bei Artikel 1 den Antrag der Minderheit III (Gysin Hans Rudolf). Die Minderheit der SP-Fraktion unterstützt den Antrag der Mehrheit der WAK, der für die Jahre 2005 bis 2007 einen Zahlungsrahmen von höchstens 120 Millionen Franken bewilligt und damit den Druck auf die Eigenleistung der Branche erhöht sowie den übrigen Bundesleistungen an den Tourismus Rechnung trägt, wie es der Kommissionssprecher ausgeführt hat.

Ich bitte Sie, den Anträgen der SP-Fraktion Folge zu leisten.

Aeschbacher Ruedi · Mit-M · Nationalrat · Zürich · EVP/EDU Fraktion

Wir stehen dazu und anerkennen, dass der Tourismus ein wichtiges wirtschaftliches Standbein der Schweiz darstellt; das ist keine Frage. Wir müssen daher auch gute Rahmenbedingungen für den Tourismus schaffen. Gute Rahmenbedingungen können in finanziellen Geldleistungen bestehen. Solche Leistungen sind aber sicher nur ein kleiner Teil davon. Geld zu geben, um Werbung zu machen, kann sinnvoll sein. Werbung zu machen für ein Produkt, das gut ist, ist interessant und kann auch Spass machen. Aber es lohnt sich nicht, immer mehr Gelder für ein Produkt auszugeben, das immer schlechter wird.

Wir laufen in der Schweiz Gefahr, dass wir zwar immer noch grosse Anstrengungen machen, unser Land touristisch zu vermarkten, dass unser Produkt, das wir anbieten wollen, aber nicht besser wird, sondern dass seine Qualität stagniert oder teilweise sogar zurückgeht. Ich möchte in meinen Ausführungen den Finger nur auf diesen einen Punkt legen. Wir müssen, wenn es darum geht, für ein Land oder für ein Produkt Werbung zu machen, doch darauf achten, dass die Qualität dieses Produktes auch in Ordnung ist, dass das, was wir in der Werbung versprechen, auch tatsächlich eingehalten wird. Hier stellen wir natürlich immer wieder grosse Diskrepanzen fest: Es gibt die Werbung, die die Schönheiten zeigt, und dann ein Land, in das die Touristen kommen und das neben diesen Schönheiten auch viele - und immer mehr - Mängel aufweist.

Ich möchte ganz besonders auf einen der Werte hinweisen, die unser Land als Tourismusland bekannt gemacht haben: Das ist die Landschaft, das ist unsere Natur, unsere Alpenlandschaft, die ganz wesentlich zum Ruf der Schweizer Tourismuslandschaft beigetragen hat. Diese Landschaft - es ist in den Einleitungsreferaten bereits angetönt worden - steht unter Druck, unter Druck eines kurzfristigen Gewinnstrebens. Es werden Landschaften verbaut, und man spricht davon, dass das Oberengadin zu einer Bandstadt wird und eben beispielsweise seine hohen Qualitäten verlieren kann.

Ich kenne das Oberengadin sehr gut, und es hat noch ausserordentlich schöne Flecken und Ecken, aber wer dorthin fährt und sich dort als Tourist aufhält, stellt fest, dass es tatsächlich immer mehr zu einer Stadt wird. Seit zwanzig Jahren gibt es ein Lichtsignal in St. Moritz, und es gibt Kolonnen, wie in grösseren Städten. Was ist das Interessante an diesem Tourismusort? Solche Fragen stellen sich. Wenn schöne Spazierwege und schöne Landschaften, beispielsweise unverbaute Terrassenlandschaften im Unterengadin, durch neue, grosse und ins Auge springende Überbauungen zerstört werden, dann wird es schwierig, dann wird es wirklich schwierig, diese Qualitäten hervorzustreichen.

Unter Qualität verstehe ich aber nicht nur die Landschaft, die wir anbieten, sondern auch die Gastfreundschaft. Zur Gastfreundschaft gehören eigentlich zwei wichtige Teile: Das eine sind die Menschen, und das andere ist die Frage, was man für die Gastfreundschaft verlangt, was man von den Gästen erheischt, und diesbezüglich sind wir wirklich nicht mehr Spitze. Wir erleben doch selbst, wenn wir in gewisse Restaurants oder Hotels gehen, dass wir bezüglich der Gastfreundschaft deutliche Unterschiede feststellen können. Wer sich etwa im Ausland, auch im benachbarten Ausland aufhält, kann ohne weiteres die Feststellung bestätigen, dass uns dort sehr oft direktere, echtere Gastfreundschaft als in der Schweiz entgegenkommt. Es tut mir weh, das zu sagen, aber es ist ein Faktum, das ich mindestens persönlich immer wieder feststellen muss und auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder zu hören bekomme.

Da müssen wir ansetzen. Wir müssen unsere Qualitäten bezüglich Gastfreundschaft, bezüglich Leistungsbereitschaft und auch bezüglich Angeboten erhöhen. Papier nützt da nichts. Unsere Gesellschaft ist sowieso in der Situation, dass man dauernd hinter dem Computer sitzt und glaubt, vom Büro aus könne man das Leben managen. Das ist nicht so, das Leben findet draussen statt, von Mensch zu Mensch. Werbung, so viel wir auch produzieren, mit Papier und mit Hochglanzkatalogen, bringt es nicht allein. Es bringt es nur, wenn wir Leistung bringen. Deshalb: Mehr Leistung statt Papier! Mehr Freundlichkeit statt abzockerische Preise! In diesem Sinne wären wir gut beraten, wenn wir etwas weniger in die Hochglanzbroschüren und etwas mehr in Ausbildung, mehr auch in eine gute Besoldung der Angestellten investieren würden. Das ist nämlich auch ein Argument und eine Motivation, wenn wir auch Leute aus unseren Gegenden dafür gewinnen können, in der Gastronomie mitzuarbeiten, wenn wir nicht wegen der tiefen Löhne, die heute noch bezahlt werden, "nur" Leute finden, die aus dem Ausland kommen und mit diesen Löhnen zufrieden sind. Denn in der Schweiz wollen wir ja schweizerische Gastfreundschaft anbieten und nicht ausländische, nicht jugoslawische und auch nicht unbedingt spanische. Wenn Touristen spanische Gastfreundschaft wollen, dann gehen sie nach Spanien. Das, glaube ich, wären einige Punkte, die man auch noch beachten müsste.

Unsere Fraktion wird daher nicht die Anträge unterstützen, die jetzt auf möglichst viel Geld für diese Tourismuswerbung abzielen, sondern sie wird sich bei den Anträgen finden, die etwas weniger Geld zur Verfügung stellen wollen. Selbstverständlich unterstützen wir das Kommissionspostulat, welches sehr vernünftig verlangt, dass man die Werbung für unser Land, die Werbung für unseren Tourismus koordiniert und dass man diese verschiedenen Drähte, die da heute ausgespannt sind, etwas zusammennimmt, bündelt und effizient macht.

In diesem Sinne bitte ich Sie, diesen Anträgen zu folgen und ein wachsames Auge auf die Arbeit von Schweiz Tourismus zu halten.

Vaudroz René · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion

Vous oubliez peut-être dans votre rhétorique que nous sommes confrontés à la concurrence. Les salaires payés dans l'hôtellerie-restauration sont déjà relativement bas, mais encore trop hauts pour que nous soyons compétitifs avec les pays de l'ex-Yougoslavie, l'Espagne ou la France - comme vous l'avez cité tout à l'heure. Pour corriger ce problème de l'ambiance de l'accueil, êtes-vous prêt à envoyer votre fille travailler comme sommelière dans un restaurant, le samedi et le dimanche également, pour 3500 ou 4000 francs par mois? Et combien avez-vous envoyé d'enfants d'amis travailler dans ce secteur - puisque la théorie que vous tenez est la bonne, d'après vous?

Aeschbacher Ruedi · Mit-M · Nationalrat · Zürich · EVP/EDU Fraktion

Wenn man gute Leistungen erbringen kann, dann wird man auch Konsumenten finden, die diese guten Leistungen bezahlen. Sie können bei hoher Qualität nachher auch entsprechend höhere Löhne zahlen. Sie müssen nicht über Lohndrückereien bei den Beschäftigten einen Standard senken, was dann auch wieder die Qualität in dieser Hotellerie und in dieser Gastronomie natürlich weiter senken wird. Es ist ganz klar: Wir müssen nicht nur bei den Löhnen der Beschäftigten der Hoteliers ansetzen, sondern manchmal dünkt mich - wenn ich diese Hoteliers und ihr Umfeld anschaue -, dass man auch bei ihren Gewinnen eine Nachfrage machen müsste.

Zisyadis Josef · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktionslos

J'ai vraiment l'impression, dans ce débat, que certains ici parlent du secteur touristique comme s'il s'agissait d'une branche annexe, sans importance pour la population tout entière et pour ceux et celles qui y travaillent. Avec 22 milliards de francs de recettes en 2003, c'est le troisième secteur économique du pays. Je voudrais tout de même attirer votre attention sur un élément capital à propos de cette somme considérable: 43 pour cent de ladite somme sont liés au tourisme interne, c'est-à-dire 9,6 milliards de francs. C'est dire, pour ceux qui l'oublieraient, que cette branche ne dépend pas essentiellement des touristes étrangers.

Dans ce Parlement, il y a décidément beaucoup de donneurs de leçons, et chacun y va de sa petite histoire et de son expérience personnelle sur ce qu'il faudrait faire ici ou là pour le tourisme. Mais peut-être que tout cela cache mal une stratégie néolibérale qui consiste à faire des économies dans un secteur qui fournit de fait des prestations de service public. Le tourisme a une fonction de rééquilibrage régional, une fonction essentielle de maintien d'une agriculture multifonctionnelle et aussi d'un savoir-faire local, artisanal, de proximité. Il ne peut pas y avoir, dans cette période de mondialisation du capital, de tourisme économiquement rentable sans soutien fort des pouvoirs publics. D'ailleurs, la "maigreur" de l'engagement public suisse est à remarquer en comparaison internationale.

En disant cela, le groupe "A gauche toute!" signifie qu'il ne donnera pas de chèque en blanc à un secteur qui a encore énormément d'efforts à effectuer pour offrir des conditions de travail et de salaire acceptables socialement. Nous pensons là directement aux bas salaires, qui sont légion dans le secteur, et à l'utilisation massive d'une main-d'oeuvre au noir ou au gris.

De même, nous sommes persuadés que, pour cette branche économique, la sortie de la crise doit se faire avec une prise en compte de la réalité sociale et écologique, notamment du tourisme interne, fortement sous-estimée dans son impact économique démultiplié sur le plan régional. J'ai l'impression que certains ici confondent le débat sur le crédit-cadre avec peut-être une nécessaire loi fédérale sur le tourisme, qui devrait exister et que nous n'avons toujours pas.

Notre groupe "A gauche toute!" votera le crédit de 230 millions de francs pour cinq ans, conscient que ce n'est pas en péjorant les conditions de ce secteur qu'il y aura plus de tourisme social et écologique dans le pays, et surtout de meilleures conditions de travail pour les travailleurs et les travailleuses de ce secteur.

Ceux qui sont conscients qu'il y a besoin d'un tourisme fortement lié à sa nature de service public ne joueront pas avec le feu à propos de ce crédit-cadre.

Deiss Joseph · BPR-M · Bundesrat · Freiburg

Il n'est pas nécessaire, je le suppose, de souligner l'importance de la branche touristique pour notre économie nationale, surtout à un moment où cette économie est à la recherche de nouvelles impulsions, d'un retour vers la phase de croissance. Néanmoins, la branche touristique, qui représente à peu près 4 pour cent de notre produit intérieur brut, est importante à divers égards. D'abord parce que, traditionnellement, c'était pour notre pays l'un des éléments essentiels pour rééquilibrer une balance commerciale qui est naturellement déficitaire: c'était toujours la balance des services, et en particulier la balance touristique, qui permettait de rééquilibrer le compte des revenus extérieurs. C'est ensuite, et c'est encore plus important, pour beaucoup de nos régions, notamment alpines, la seule véritable possibilité de développement au-delà des activités agricoles et régionales habituelles. C'est donc une branche d'activité qui mérite qu'on lui accorde un intérêt particulier. C'est bien cela qui a déjà été compris par le passé et qui justifie que la Confédération mène une politique touristique active.

Mais notre branche touristique a des problèmes. Cela se lit aisément dans quelques indicateurs. Même si les nuitées ne représentent pas tout, il est symptomatique que non seulement on perde des parts de marché en valeur relative, mais qu'on recule aussi en terme absolu dans un marché de croissance. Il y a donc là un problème, mais un problème qui doit être empoigné par la branche touristique elle-même.

Je remercie tous ceux qui, ce matin, ont indiqué les pistes qui peuvent être utiles pour redonner une impulsion, pour redorer le blason de notre tourisme. Mais je crois aussi que nous avons en Suisse, et en particulier dans la branche touristique, les compétences nécessaires. Il y a un paradoxe étonnant à voir des milliers d'étrangers venir en Suisse pour se former en matière touristique et qui considèrent la Suisse comme un des hauts lieux de la connaissance en la matière et à devoir se dire, en même temps, que notre branche touristique, elle-même, a des problèmes. Je crois que la première chose à faire - même pour moi qui ne suis pas un professionnel en la matière - est donc de faire confiance à la branche elle-même, aux experts, aux professionnels dont elle dispose.

Mais nous pouvons donner un signal positif. Il y a en effet un domaine qui est difficile pour une branche qui est très compartimentée, comme l'est la branche touristique - pour des raisons régionales, pour des raisons de présence de professions différentes qui concourent à l'activité touristique -, c'est de pouvoir mener une action de promotion coordonnée à l'extérieur. C'est pourquoi la Confédération a, jusqu'ici, estimé être un de ses principaux "apports" en la matière à travers Suisse Tourisme qui doit faire ce travail de promotion.

Je le rappelle - et nous aurons peut-être l'occasion d'en rediscuter dans un instant -, Suisse Tourisme est une corporation de droit public. Elle est chargée par la Confédération, par le biais d'une ordonnance, de promouvoir l'image de notre pays auprès de la clientèle touristique. En matière de tourisme, le marketing des différentes offres doit se doubler d'une promotion de la destination. Lorsque vous voyagez, en général vous choisissez une destination définie en termes généraux et ce n'est que par la suite que vous affinez votre projet. Il faut donc mettre en évidence les éléments attractifs de notre pays en général, et c'est là le travail de Suisse Tourisme, la promotion locale, la promotion au niveau de l'entreprise particulière étant d'un ressort local, régional ou individuel.

Vous avez été nombreux à le dire à cette tribune: Suisse Tourisme fait du bon travail. Je ne le dis pas parce que cette activité est rattachée à mon département! Mais ce sont d'abord les personnes auxquelles cette activité est destinée qui le disent. On a cité des prix obtenus à l'étranger. Mais c'est aussi la Délégation des finances, ou plutôt l'inspection des finances, qui atteste d'une gestion parfaite. Alors ne nous trompons pas de destinataire lorsque nous voulons faire des critiques! Suisse Tourisme fait un bon travail et mérite que l'on soutienne cet élan. Suisse Tourisme est en mesure - et il l'a déjà fait en partie - de générer dans toute la branche touristique cet élan qui lui est nécessaire.

Par conséquent, le Conseil fédéral vous recommande d'adopter un crédit-cadre pour une période de cinq ans. Pour cinq ans, d'abord, parce que la loi le prescrit. Ce n'est pas le meilleur des arguments, mais je pars quand même de l'idée que le Parlement donnera l'exemple en suivant lui-même, en premier, les lois qu'il adopte. Mais c'est nécessaire pour cinq ans surtout parce que le travail de promotion est un travail de longue haleine. C'est un travail qui ne peut pas se faire par à-coups, mais où il est nécessaire de pouvoir gérer des moyens que l'on sait disponibles pour une durée suffisante.

D'ailleurs, la proposition Bruderer - proposition que je trouve d'ailleurs sympathique - demande que Suisse Tourisme fasse une campagne spéciale pour l'Euro 2008! Ce qui prouve bien que la seule idée concrète qui a été émise dans ce Parlement dépasse le cadre 2005-2007 que la majorité de la commission voudrait imposer! Cela prouve à mon avis à l'évidence que c'est un travail de longue haleine et qu'il faut créer les conditions pour pouvoir le faire.

Quant aux montants, je dirai ceci: le statu quo - comme l'a dit le rapporteur -, c'est 190 millions de francs pour cinq ans, plus les 10 millions de francs qui ont été attribués suite à la faillite de Swissair. Le Conseil fédéral part de l'idée que ce statu quo doit pouvoir être maintenu, même si ces 10 millions ont été ajoutés par la suite. Les 10 millions de francs de Swissair, on ne les retrouvera pas, ou plutôt on ne retrouvera pas les prestations que Swissair pouvait offrir par le biais de son réseau d'agences pour le compte du tourisme suisse. Ces 10 millions ne représentent qu'une petite partie de ce que Swissair pouvait faire à l'époque.

Si nous maintenons donc 200 millions de francs pour cinq ans, nous maintenons le statu quo, mais nous ne maintenons pas le pouvoir d'achat. Si nous voulions maintenir le pouvoir d'achat, il faudrait 220 ou 230 millions de francs. C'est bien sur les montants contenus dans cette fourchette que la réflexion du Conseil fédéral a porté. Nous ne sommes pas entrés en matière sur le montant de 277 millions de francs proposé par Suisse Tourisme; mais nous avons hésité entre les 200 et les 230 millions de francs, l'idée étant de maintenir le statu quo.

Finalement, le Conseil fédéral propose au Parlement un crédit-cadre de 200 millions de francs. Nous avons été conduits à cette décision vu les difficultés financières et la nécessité d'économies. C'est donc un projet raisonnable que le Conseil fédéral vous soumet, un projet qui, en termes réels, est légèrement en recul. Je pense que c'est un minimum que nous devons faire.

Par ailleurs, je n'ai aucun problème au sujet du postulat 04.3434 qui concerne l'examen d'une meilleure coordination entre les diverses activités de promotion de l'image suisse, puisque nous y travaillons déjà depuis que le Conseil des Etats a adopté un postulat similaire lors de la session d'été 2004 (04.3199). Cette coordination est nécessaire.

J'aimerais toutefois avertir qu'il ne faut pas tout mélanger. J'ai cru déceler une légère confusion dans les propos de Monsieur Gysin, puisqu'il parlait d'une politique touristique coordonnée, où il s'agit de coordonner Suisse Tourisme, le crédit hôtelier et tous les autres instruments, qu'il a d'ailleurs cités, ce qui est une chose. Mais il y a aussi la question de la coordination des activités de promotion de l'image de la Suisse, où il s'agit de Pro Helvetia, de Présence Suisse et d'autres encore. Or si je lis le postulat, c'est sur ce deuxième aspect qu'il porte, et pas sur le premier que Monsieur Gysin avait mentionné.

Je suis donc favorable à ce travail, et nous le ferons étant donné qu'il répond à une nécessité.

En fin de compte, il est à mon sens nécessaire de donner un signal positif, non seulement pour le tourisme, mais aussi pour l'économie suisse en général. Je m'adresse là notamment au groupe UDC, qui me donnera l'occasion de m'exprimer la semaine prochaine sur une interpellation urgente contre le blocage de l'économie suisse. Alors, démontrez aujourd'hui que vous êtes contre le blocage et que vous voulez donner des impulsions, que vous voulez donner des signaux positifs!

Le signal positif à donner ce matin, c'est de soutenir la proposition que vous fait le Conseil fédéral avec la minorité II (Favre), et que soutiennent aussi plusieurs groupes parlementaires: le groupe radical-libéral, le groupe démocrate-chrétien et le groupe socialiste en particulier.

Rime Jean-François · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Les débats l'ont prouvé si c'était encore nécessaire: les différences ne portent pas pour une fois sur l'idéologie gauche/droite, elles ne portent pas non plus, et heureusement, sur des différences entre la Suisse romande et la Suisse alémanique; elles portent naturellement sur le fait que les personnes habitant les grandes villes sont certainement moins sensibles aux efforts des régions touristiques, et naturellement aussi à l'importance du tourisme dans certaines régions. Permettez-moi de revenir sur quelques détails.

Monsieur le président de la Confédération, j'ai un peu de mal à comprendre votre remarque concernant le groupe UDC, parce que le groupe UDC soutient une proposition de 200 millions de francs et il demande d'accepter un postulat que vous soutenez également. Par contre, la divergence porte sur ces trois ans. Mais je crois que, dans les différentes propositions formulées, le problème des trois ans est peut-être le moins important. On a choisi ces trois ans simplement parce qu'on a ce fameux rapport qui devrait venir. Ce rapport devrait peut-être nous permettre au bout de trois ans de passer de 200 à 230 millions de francs. C'est en tout cas comme ça que j'ai ressenti les travaux de la commission. Mais je ne veux pas introduire ici de polémique politicienne.

Je dois aussi constater, cela a déjà été relevé avant moi, que certains groupes ont voulu faire non pas un débat sur les montants à mettre à disposition de Suisse Tourisme, mais un débat de fond sur le tourisme et les secteurs dans lesquels l'accent devrait être mis sur le domaine de la promotion. Je crois que là, on se trompe d'endroit. Dans notre système confédéral, il faut quand même considérer que les régions et les cantons sont compétents pour fixer leurs priorités dans le domaine touristique, et que dans les régions, le système démocratique fonctionne également.

Pour résumer, je crois, comme Monsieur Pelli nous l'a dit au nom du groupe radical-libéral, qu'il y a des gens plus sensibles aux problèmes financiers de la Confédération, et des gens qui le sont un peu moins; c'est là que se fera la différence entre les 200 et les 230 millions de francs. Je constate avec satisfaction que le postulat n'est pas combattu. Je crois que c'est un élément important, qui nous apportera la confirmation que Suisse Tourisme mérite toutes les louanges qu'on a entendues à son égard ce matin.

Dans ce sens, je vous demande de soutenir la proposition de la majorité de la commission, au moins en ce qui concerne les 200 millions de francs. Etant nouveau parlementaire et n'étant pas juriste, je ne peux pas savoir si les cinq ans ou les trois ans posent ou non un problème au niveau de la loi.

Chevrier Maurice · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Christlichdemokratische Fraktion

Monsieur Rime, je crois que vous êtes pour la solution minimaliste, donc pour celle de la majorité de la commission. Vous disiez tout à l'heure que le clivage que vous aviez observé était un clivage entre ville et campagne: j'en déduis que vous venez d'une grande ville, celle de Bulle, et que vous oubliez la Gruyère dont le tourisme, à mon sens, doit aussi bénéficier d'un traitement de faveur. Mais, plus fondamentalement, Monsieur Rime, est-ce que vous pensez que le meilleur moyen d'améliorer ce produit touristique - que vous appelez de vos voeux - est vraiment de priver ce secteur, donc son organisme faîtier, d'une partie de ses ressources et, surtout, de le fragiliser en diminuant la durée du soutien?

Rime Jean-François · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Monsieur Chevrier, je vous remercie de cette question. Je suis ici rapporteur et je défends le point de vue de la majorité de la commission. On l'a entendu hier de la part de Madame Simoneschi-Cortesi: le rapporteur doit rester neutre dans ses déclarations. Je crois que la façon dont j'ai voté en commission ne concerne pas directement le conseil.

Gysin Remo · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Ich glaube, die Diskussion hat gezeigt, dass es nicht um ein Ja oder Nein zum Tourismus geht. Wir sind uns einig, dass der Tourismus eine der wichtigsten Branchen ist, dass er gefördert werden muss. Es geht eigentlich nur um die Art und Weise, wie dies geschehen soll.

Nach meinem Empfinden hat sich die Diskussion auf Fragen der Regelung, der Strategie, der Grundhaltung des Bundesrates eingependelt. Sie liegt tatsächlich in der Mitte; sie enthält eine Aufstockung, und ist die Basis der Mehrheit in Bezug auf den Betrag. Es geht um 40 Millionen Franken pro Jahr, die der Bundesrat vorschlägt. Das hat die Mehrheit der WAK überzeugt und entspricht auch ihrem Antrag.

Ich möchte einfach unterstreichen, Herr Cina: Es gibt keinen Grund, in dieser Situation, in der wir uns befinden, eine Untergangsstimmung heraufzubeschwören. Der Bundesrat und das Parlament unterstützen den Tourismus jetzt schon mit jährlich 210 Millionen Franken. Was wir mit dem Antrag der WAK-Mehrheit anstreben - das wollen wohl alle hier im Saal -, ist eine Kontinuität in der Tourismusförderung. Wir wollen damit auch nach den vorgeschlagenen drei Jahren weiterfahren, aber es sollen mit der Frist gewisse Anreize geschaffen werden, die zu Verbesserungen und Effizienzgewinnen führen sollen.

Zum Antrag Bruderer führen wir anschliessend noch eine kurze Diskussion. Ich möchte dazu nur so viel sagen: Soweit er betragsrelevant ist, ist wichtig zu wissen, dass Euro 2008 selbstverständlich jetzt schon zum Pflichtenheft von Schweiz Tourismus gehört und im Betrag des Rahmenkredites entsprechend berücksichtigt ist. Die Arbeiten müssen bald an die Hand genommen werden; Konzepte können ja nicht erst im Jahre 2008 erstellt werden. Wenn hier ein Zeichen gesetzt wird, können wir dem vielleicht zustimmen. In der Kommission lag uns dieser Antrag noch nicht vor, wir haben also darüber nicht Beschluss gefasst.

Zur rechtlichen Lage bezüglich der Laufzeit von drei oder fünf Jahren möchte ich Ihnen sagen, dass hier ein Ermessensspielraum vorhanden ist. Wir haben diesen in der WAK diskutiert. Es gibt auch verschiedene Präzedenzfälle: Wir werden z. B. in dieser Session über eine Vorlage in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Osteuropa entscheiden. Der Ständerat hat den Rahmenkredit auch nicht so genehmigt, wie es der Bundesrat vorsah, sondern es wurde beschlossen, ihn für einen kürzeren Zeitraum zu verlängern. Wir haben miteinander im Exportbereich selbst einen Präzedenzfall geschaffen, nämlich beim Rahmenkredit für die Osec. Auch dort haben wir entschieden, dass Korrekturen gemacht werden müssen und dass wir Synergieeffekte bzw. Einsparungen erreichen wollen.

Zur generellen Lage möchte ich etwas unterstreichen. Wenn wir über die Hauptförderung, über Franken und längerfristige Entwicklung reden, dann müssen wir unbedingt die bilateralen Verträge anschauen. Das Schengen-Visum, das mit dem Schengen-Abkommen zu realisieren ist, führt nach Schätzungen von Herrn Botschafter Ambühl vom Integrationsbüro tatsächlich zu dreistelligen Mehrerträgen im Schweizer Tourismusbereich insgesamt. Er hat das in einem Vortrag festgehalten.

Wir stellen Weichen, der Bundesrat tut dies auch. Wir haben auch Entscheide zu fällen. Heute bitte ich Sie, der Mehrheit zu folgen. Das ist ein Zusammenführen mit den Beschlüssen gemäss Osec-Bericht. Wenn ich dem Bundesrat auch im Namen der WAK einen Vorwurf machen muss, dann ist es deswegen, weil er uns jedes Jahr wieder einen anderen Baustein vorlegt. Letztes Jahr war es die Osec, dieses Jahr ist es Schweiz Tourismus, für nächstes Jahr hat er bereits Standort Schweiz im Köcher. Was wir mit den drei Jahren wollen, ist ein Zusammenführen, ein Integrieren. Wir wollen Synergieeffekte. Die Einsparungen werden beträchtlich sein.

Die WAK hat ihren Entscheid mit 14 zu 6 Stimmen gefällt. Das ist nicht irgendeine Koalition, das ist eine Regenbogenkoalition, die mehr als zwei Parteien umschliesst. Hier irgendwelche Spiele mit unheiligen Allianzen zu vermuten ist völlig fehl am Platze. In Bezug auf die 40 Millionen Franken haben wir heute einen Konsens, so hoffe ich wenigstens.

Die Mehrheit beantragt Ihnen diesen Betrag und auch die Dreijahresfrist.

Zisyadis Josef · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktionslos

Je vous ai bien entendu et je voulais vous poser une simple question. Est-ce que c'est en réduisant les crédits à Suisse Tourisme qu'il y aura de meilleures conditions de salaire pour les travailleurs de ce secteur? Est-ce que c'est en réduisant les crédits à Suisse Tourisme qu'il y aura de meilleures conditions de vie pour les milliers de clandestins qu'emploie ce secteur économique?

Gysin Remo · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Ich weiss nicht genau, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schweiz Tourismus hat. Das ist ja auch nicht die Frage. Es geht um den Entscheid, den wir heute fällen werden: Wie viele Mittel stellen wir Schweiz Tourismus als einzelner Institution zur Verfügung? Das betrifft nicht irgendwelche Gesamtarbeitsverträge im Gastgewerbe oder die Lohnfrage insgesamt. Natürlich, wir wollen den Tourismus ja fördern, und das heisst die Kapazitäten besser auslasten. Wir wollen die Qualität und die Umsätze erhöhen, und das führt insgesamt tendenziell sicher zu besseren Arbeitsbedingungen.

Binder Max · P-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesbeschluss über die Finanzhilfe 2005-2009 an die Schweiz Tourismus

Arrêté fédéral concernant l'aide financière accordée à Suisse Tourisme de 2005 à 2009

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Art. 1

Antrag der Mehrheit

.... die Jahre 2005-2007 ein Zahlungsrahmen von höchstens 120 Millionen Franken bewilligt.

Antrag der Minderheit I

(Genner, Fässler, Recordon)

.... die Jahre 2005-2007 ein Zahlungsrahmen von höchstens 100 Millionen Franken bewilligt.

Antrag der Minderheit II

(Favre, Bührer, Markwalder Bär, Pelli)

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit III

(Gysin Hans Rudolf, Imfeld, Leu, Leuthard, Maitre, Pelli)

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Eventualantrag I

(Gysin Remo)

(falls der Antrag der Mehrheit nicht obsiegt)

.... die Jahre 2005-2009 ein Zahlungsrahmen von höchstens 190 Millionen Franken bewilligt.

Eventualantrag II

(Kaufmann)

(falls der Antrag der Mehrheit nicht obsiegt)

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag Amstutz

.... die Jahre 2005-2007 ein Zahlungsrahmen von höchstens 138 Millionen Franken bewilligt.

Art. 1

Proposition de la majorité

.... de 120 millions .... de 2005 à 2007.

Proposition de la minorité I

(Genner, Fässler, Recordon)

.... de 100 millions .... de 2005 à 2007.

Proposition de la minorité II

(Favre, Bührer, Markwalder Bär, Pelli)

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité III

(Gysin Hans Rudolf, Imfeld, Leu, Leuthard, Maitre, Pelli)

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition subsidiaire I

(Gysin Remo)

(au cas où la proposition de la majorité serait rejetée)

.... de 190 millions .... de 2005 à 2009.

Proposition subsidiaire II

(Kaufmann)

(en cas de rejet de la proposition de la majorité)

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition Amstutz

.... de 138 millions .... de 2005 à 2007.

Genner Ruth · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion

Wir haben es gehört: Tourismusförderung kann man mit verschiedenen Bausteinen machen. Diese sind nicht zu vermischen, da gebe ich unserem Bundespräsidenten Recht. Es sind per se eigene wichtige Entscheide, beispielsweise für Innovation, beispielsweise für die Qualifikation und Ausbildung des Personals. Da hatten wir gerade vor ein paar Wochen ein sehr schlechtes Beispiel, indem nämlich die Gastrosuisse bei unserer Beratung zum Bundesgesetz gegen Schwarzarbeit ein sehr schlechtes Zeichen gegeben hat, indem sie sich gegen die paritätischen Kontrollkommissionen gewendet hat. Das sind schlechte Signale! So wie wir Tourismusförderung verstehen, geht es darum, einzelne wichtige Elemente zusammenzustellen, sodass der Tourismus als Gesamtes besser wird. Dazu gehört natürlich auch, dass man das Personal entsprechend bezahlt und dass man eben auch beim Bundesgesetz gegen Schwarzarbeit Hand bietet, dass Schwarzarbeit nicht vorkommt.

Wir möchten auch Konzepte, die mit den Regionen ausgearbeitet werden, oder Förderkonzepte, die insbesondere in die Landwirtschaft hineingreifen, um auch da diese Verbindung zu machen und insbesondere dem ländlichen Raum Unterstützung zu geben. Aus diesem Grund bitten wir den Bundesrat, sich zu überlegen, welche Zielgruppe für den Tourismus wirklich angesprochen werden soll und wie nachhaltiger Tourismus gefördert werden kann. Denn Werbung allein ist kein Signal an die Schweizer Wirtschaft, wie das vorher Herr Bundespräsident Deiss gesagt hat. Werbung allein ist einfach einmal die Darstellung einer Tatsache, die sich nämlich noch bewahrheiten muss. Ich bin überzeugt, dass die Sparprogramme des Bundesrates und sein prozyklisches Verhalten in Sachen Finanzgebaren ein viel schlechteres Zeichen an die Schweizer Wirtschaft sind, als wenn wir heute diesen Tourismusförderkredit kürzen.

Wir wollen den Kredit in der Zeitdauer auf drei Jahre kürzen; das ist die Meinung der Kommissionsmehrheit. Meine Minderheit möchte ihn auf höchstens 100 Millionen Franken kürzen. Das heisst nun nicht, dass wir pro Jahr schön 33 Millionen Franken wollen, sondern nächstes Jahr soll der Status quo gelten, und nachher wird der Beitrag zurückgefahren. Wir sind ja auch überzeugt, dass in den letzten Jahren viel mehr Werbung für unsere Tourismusstandorte gemacht worden ist, denn seit der Existenz des World Wide Web hat quasi jede Region, quasi jedes grössere Hotel ihre bzw. seine eigene Website und in diesem Sinne viel mehr Werbemöglichkeiten, und die Leute haben Zugang zu den Informationen. Es ist also viel wichtiger, die Tourismusbranche per se zu unterstützen und da entsprechend an der Qualität zu arbeiten und entsprechend dem Schweizer Tourismus wirkliche Unterstützung zu geben.

Ich möchte Sie im Hinblick darauf, dass wir im schweizerischen Tourismus einen Strukturwandel haben und vom Bundesrat ein Konzept wollen, bitten, hier den Kredit für eine Dreijahresperiode zu bewilligen und wirklich zu kürzen. Wir müssen überall kürzen, das tut uns nämlich wirklich weh. Ich bin aber sicher, dass diese Kürzung, insbesondere bei der Werbung, die in den Fernen Osten gehen soll, unserer Hotellerie nicht wehtut, denn das ist keine Förderung von nachhaltigem Tourismus.

Favre Charles · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion

La minorité II vous propose de suivre le Conseil fédéral, à savoir attribuer un montant de 200 millions de francs pour cinq ans.

Il y a deux aspects dans cette proposition de minorité. D'abord, il y a la durée de cinq ans. Nous sommes opposés à une diminution de la durée à trois ans. En effet, nous considérons que, pour mettre en place une politique de promotion dans différentes nouvelles régions - l'Asie du Sud-Est, la Russie, par exemple -, il faut absolument faire un travail de fond, lequel ne se fait pas en trois ans. Il faut donc que Suisse Tourisme puisse avoir la garantie, au moment où il se lance dans une campagne de promotion, de pouvoir véritablement terminer celle-ci, et donc d'en "toucher les dividendes". Ce n'est pas par hasard que, dans la loi régissant Suisse Tourisme, cette durée a été fixée à cinq ans. Ce raisonnement était valable lorsque la loi a été mise sous toit et il est toujours valable aujourd'hui.

Dire qu'il faut trois ans pour ensuite réfléchir et trouver d'autres solutions: c'est en vertu de ce type d'argument que nous avons déjà limité le crédit hôtelier! C'est cette discussion qui a eu lieu il y a six mois; or nous ne pouvons pas, à chaque fois que nous parlons du tourisme, diminuer les crédits en disant: "Réfléchissez, et réfléchissez encore."

Ensuite, en ce qui concerne les moyens à attribuer, nous pensons que 40 millions de francs par année peuvent permettre à Suisse Tourisme de fonctionner. Et ici, nous voulons réaliser un équilibre entre la nécessité de cette action de Suisse Tourisme et la situation financière de la Confédération, une nécessité d'action qui a été répétée à maintes reprises tout à l'heure: "Oui, il faut une promotion efficace; oui, il faut aller trouver des clients sur de nouveaux marchés; oui, il y a une concurrence internationale qui est forte; oui, le tourisme est important, notamment pour nos régions périphériques." Mais notre raisonnement ne peut pas aujourd'hui se limiter à cela. Nous devons aussi tenir compte de l'autre paramètre, à savoir l'endettement de la Confédération, la nécessité d'un programme d'économies, la nécessité de demander à tous les secteurs de faire aussi bien, si ce n'est mieux, avec des moyens qu'on ne peut pas augmenter.

Suisse Tourisme, comme d'autres, peut être plus efficace, peut mieux hiérarchiser ses actions, peut avoir une collaboration accrue avec Présence Suisse, avec Pro Helvetia et ainsi réussir ce challenge difficile, mais qui est demandé à tous, comme je l'ai dit tout à l'heure, d'être encore meilleur avec des moyens que nous ne pouvons pas augmenter, vu la situation financière de l'Etat.

Nous avons déjà alloué des moyens au secteur touristique, des moyens nécessaires avec, en effet, le crédit hôtelier - j'en ai parlé -, avec Innotour - nous l'avons décidé il y a peu de temps - et avec le taux préférentiel de TVA, qui est absolument indispensable et qu'il faudra soutenir devant le peuple lors des votations de fin novembre.

Ainsi, en essayant de réaliser le meilleur équilibre possible entre cette nécessaire action de Suisse Tourisme et les contraintes financières, nous pensons qu'une disposition telle que celle du Conseil fédéral, telle que soutenue par la Commission des finances - 200 millions de francs pour cinq ans -, est la solution la plus adéquate à accepter aujourd'hui.

Gysin Hans Rudolf · Mit-M · Nationalrat · Basel-Landschaft · Freisinnig-demokratische Fraktion

Die Minderheit III empfiehlt Ihnen, dem Ständerat zu folgen.

Der Tourismus in der Schweiz generiert rund 30 Milliarden Franken pro Jahr und zählt somit zu einer der wichtigsten Branchen überhaupt. Ganze Gebiete der Schweiz sind vom Tourismus abhängig: das Wallis, der Tessin, das Bündnerland - um nur die wichtigsten zu nennen. In diesen Regionen ist der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, welcher rund 170 000 Vollzeitstellen anbietet, wobei noch zahlreiche weitere Arbeitsplätze in den Bereichen Detailhandel, Transport usw. dazukommen.

Schweiz Tourismus hilft als nationale Marketingorganisation aktiv mit, unser touristisches Angebot im Inland zu verbessern und vor allem aber im Ausland bekannt zu machen. Die Bekanntmachung im Ausland ist bitter nötig. Früher hat es vielleicht noch genügt, auf den Winter in der Schweiz hinzuweisen, und die Gäste kamen in Scharen; wie Sie wissen, ist das heute nicht mehr der Fall. Über 190 Länder weltweit haben den Tourismus zur strategischen Branche erklärt, und von diesen 190 unterhalten 176 ein nationales Dachmarketing. Anhand dieser Zahlen können Sie erahnen, wie gross die Konkurrenz zwischen diesen Ländern ist. Heute, im Zeitalter von Easy Jet, heisst die Strategie im Tourismus sehr oft, billiger zu sein. Die Schweiz als Hochpreisland kann in diesem Wettbewerb nicht mithalten. Für die Schweiz muss die Strategie darum lauten, besser zu sein. Gerade auf diesem Gebiet leistet Schweiz Tourismus wertvolle Arbeit, indem Betrieben geholfen wird, Qualitätsprogramme einzuführen und damit die Produkte- und die Servicequalität zu steigern. Die Reisegewohnheiten haben sich in den letzten Jahren verändert, die Welt ist kleiner geworden.

Heute ist der Ferne Osten ein attraktiver Tourismuspartner. Dort gilt es, rechtzeitig Akzente zu setzen. Es ist wichtig, dass sich die Schweiz Marktanteile in den Wachstumsmärkten wie z. B. China und Indien sichert. Damit dies gelingt, muss Schweiz Tourismus in diesen Ländern mit einem aufwendigen Marketing vor Ort aktiv sein können.

Es herrscht übrigens weitgehend Einigkeit darüber, dass Schweiz Tourismus weiterhin unterstützt werden soll. Bekanntlich gibt aber die Höhe des Kredites zu diskutieren. Schweiz Tourismus beantragte ursprünglich 277 Millionen Franken. Der Bundesrat hat diesen Betrag auf 200 Millionen herunterkorrigiert. Der Ständerat beschloss, im Sinne eines vernünftigen Kompromisses die Kredithöhe auf 230 Millionen Franken zu setzen. Dies entspricht dem, was Schweiz Tourismus bisher zur Verfügung hatte. Innerhalb unserer vorberatenden Kommission herrschte grosse Uneinigkeit in Bezug auf die Kredithöhe. Von Finanzpolitikern kamen sehr wohl berechtigte Argumente gegen den hohen Förderungsbetrag. Diese Argumente sind nicht unbedingt von der Hand zu weisen, aber die Finanzhilfe an den Tourismus ist keine Subvention: Die Finanzhilfe ist eine unerlässliche Investition in die Zukunft.

Die Minderheit III ist der Meinung, dass der Tourismus eine Wachstumsbranche ist, in welcher heute, jetzt investiert werden muss und nicht erst, wenn die Märkte bereits gesättigt sind. Eine effektive Bearbeitung durch Schweiz Tourismus in den vielversprechenden Zielmärkten ist daher dringlich. Der Schweizer Tourismus braucht eine starke Marketingagentur, und Schweiz Tourismus hat diese starke Marketingagentur in den letzten Jahren - das wurde hier auch belegt - durchaus verkörpert. Damit sie ihren Auftrag weiterhin effektiv durchführen kann, braucht es das spezielle, weil teure Produkt Schweiz, aber es braucht dafür auch die entsprechenden Mittel. Wenn wir unserer Tourismusförderung nun den Zahn ziehen, werden wir das zwar nicht unmittelbar, aber in einigen Jahren in aller Härte zu spüren bekommen.

Ich bitte Sie deshalb dringend, bei dieser speziellen Ausgangslage wenigstens das zu bewilligen, was Schweiz Tourismus bis jetzt auch hatte, nämlich diese 230 Millionen Franken, wie sie die Minderheit III beantragt.

Kaufmann Hans · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Als ich in der Kommission meinen Eventualantrag stellte, existierte die Minderheit II noch nicht. Es geht ja in meinem Eventualantrag darum, dass wir, wenn die Mehrheit nicht durchkommt, der Tourismusbranche immerhin den Status quo gewähren, also den vom Bundesrat vorgeschlagenen Betrag von 200 Millionen Franken sprechen. Es ging bei uns aber nicht um irgendwelche Signalsetzungen, wie sich das unser Bundespräsident vorgestellt hat. Wenn man Finanzhilfen spricht, setzt man keine positiven Signale für die Wirtschaft, sondern man sagt der Branche eigentlich: Ihr seid nicht fähig, euch aus eigener Kraft im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Deshalb sehe ich das doch etwas anders als unser Bundespräsident.

Wir möchten im schlimmsten Fall 200 Millionen Franken gewähren. Weil der Antrag der Minderheit II (Favre) aber den gleichen Betrag wie mein Eventualantrag beinhaltet, ziehe ich meinen Eventualantrag zurück.

Amstutz Adrian · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Ich verzichte darauf, all die guten Gründe der Mehrheit, die richtigerweise mit der zeitlichen Begrenzung Druck zur Optimierung der Landeswerbung machen will, und der Minderheit, die richtigerweise die Notwendigkeit einer wirkungsvollen Präsenz geltend macht, noch einmal zu wiederholen.

Mein Antrag will ja nichts anderes, als das Notwendige mit dem Nützlichen zu verbinden. Das heisst, ich verschmelze die beiden Anliegen; erstens sollen die notwendigen Mittel für Schweiz Tourismus sichergestellt werden, und zweitens soll erheblicher Druck auf der Zeitachse zur Verwesentlichung und Straffung der ganzen Landeswerbung ausgeübt werden. Dies natürlich auch in Anlehnung an das eingereichte Postulat der WAK für eine koordinierte Landeswerbung, das ich vollumfänglich unterstütze.

Mein Antrag zur Sicherstellung eines geordneten Übergangs von drei Jahren soll Schweiz Tourismus aber die Möglichkeit geben, seine Aufgaben gerade auch in den zurzeit heftig umkämpften Wachstumsmärkten Indien und China gewinnbringend wahrzunehmen. Entgegen Ihrer Aussage, Frau Genner, sind es gerade die Gäste aus den Wachstumsmärkten China und Indien, die nicht Kurzferien, sondern die dringend benötigten ein- und mehrwöchigen Aufenthalte in unserem Land machen.

Der Stellungsbezug in diesen riesigen und für uns matchentscheidenden Wachstumsmärkten ist voll im Gange, und es wäre meines Erachtens fatal, wenn wir, die Schweiz, uns hier abmelden müssten.

Ich bitte Sie, meinem Antrag zuzustimmen.

Bruderer Pascale · Mit-F · Nationalrat · Aargau · Sozialdemokratische Fraktion

Den Einzelantrag, der Ihnen vorliegt, stelle ich, um etwas in Erinnerung zu rufen, nämlich den Erfolg der schweizerisch-österreichischen Kandidatur für die Euro 2008. Der Zuschlag, den wir am 12. Dezember 2002 vom Uefa-Exekutivkomitee erhielten, gab in unserem Land den Startschuss für ein Grossereignis der wirklich ausserordentlichen Art, welches für den Tourismusstandort Schweiz sehr wohl grosse Bedeutung haben wird.

Fussball-Europameisterschaften übertreffen in ihrer Wirkung und in ihrer internationalen Ausstrahlung so manchen Anlass. Als bedeutender eingestuft werden nur gerade die Fussball-Weltmeisterschaften und die Olympischen Sommerspiele. Das Jahr 2008 ist darum nicht nur als sportlicher und gesellschaftlicher Höhepunkt zu werten, sondern es wird in unserem Land darüber hinaus auch eine wohl einmalige Plattform bieten, auf der wir uns mit enormer Reichweite als Tourismusstandort präsentieren können, als freundlicher Gastgeber, als landschaftlich und kulturell faszinierendes Land. Es ist eine hochwillkommene Plattform für den Sport in unserem Land, aber auch für den Tourismus.

Die vergangenen Events, wie z. B. die Euro 2004 in Portugal, haben wir alle ja noch in bester Erinnerung. Sie haben uns gezeigt: Der Erfolg kommt logischerweise nicht von alleine, im Gegenteil. Wir sind nun, da wir den Zuschlag erhalten haben, alle erst recht gefordert. Bund, Kantone, die Austragungsorte, die Medien und last, but not least auch der Schweizerische Fussballverband müssen noch viel leisten, um diese Plattform auch wirklich nützen und umsetzen zu können. Die verschiedenen Players sind sich dessen bewusst, und sie sind sich einig: Dafür wird eine gut vorbereitete und gut koordinierte Kampagne nötig sein, natürlich auch in Abstimmung mit der Kampagne in unserem Nachbarland Österreich, dessen Gastfreundschaft ja fast als ebenso stark und überzeugend gilt wie dessen Skifahrer.

Mit meinem Antrag - Sie sehen es - fordere ich eine Beteiligung seitens Schweiz Tourismus an dieser Kampagne. Ich stelle diesen Antrag ganz bewusst im Rahmen dieser Finanzierungsvorlage, hängt doch das Engagement direkt mit dem Leistungsauftrag und den dafür benötigten finanziellen Mitteln zusammen. Schweiz Tourismus erhält vom Bund finanzielle Unterstützung im Sinne der Tourismusförderung; das unterstütze ich voll und ganz. Da darf, ja da muss doch erwartet werden, dass sich Schweiz Tourismus an den Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Durchführung der Euro 2008 beteiligt - im ureigenen Interesse natürlich - und damit den Bund in seinem Engagement zu einem bestimmten Teil entlastet. Ich habe grosse Hoffnungen und guten Grund zur Annahme, dass sich Schweiz Tourismus dieser Aufgabe engagiert, professionell und in guter Zusammenarbeit mit anderen Stellen annehmen wird. Die Euro 2008 ist vor anderthalb Jahren zu uns gekommen, und jetzt gilt es unsererseits, ihr entgegenzugehen, nach den eher schwierigen vergangenen Monaten "good news" zu schaffen und gemeinsam auf das grosse Fest aufmerksam zu machen, das uns in knapp vier Jahren erwartet. Es ist ein Fest, das unsere Bevölkerung begeistern wird, das aber auch viele Europäerinnen und Europäer anziehen wird. Denen haben wir in unserem Land doch etwas zu bieten.

Ich danke dem Bundesrat für die Sympathie gegenüber meinem Antrag und bitte Sie alle, ihm parteiübergreifend im Sinne des Sports, im Sinne des Tourismus in diesem Land zuzustimmen.

Binder Max · P-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Frau Bruderer hat mir einen Steilpass zugespielt. Ohne das Abstimmungsverhalten beeinflussen zu wollen, kann ich Ihnen das Resultat des gestrigen Freundschaftsspieles des FC Nationalrat gegen die höheren Stabsoffiziere bekannt geben: Der FC Nationalrat hat mit 4 zu 1 gewonnen! (Beifall)

Maitre Jean-Philippe · 1VP-M · Nationalrat · Genf · Christlichdemokratische Fraktion

Je signale tout d'abord, conformément à l'usage, que je suis membre du comité de Suisse Tourisme et j'interviens ici au nom du groupe démocrate-chrétien qui soutient résolument la minorité III (Gysin Hans Rudolf), c'est-à-dire la variante à 230 millions de francs.

La promotion de la destination Suisse, cette tâche de marketing, est clairement une tâche d'Etat; elle repose sur une loi, votée par ce même Parlement. Ce dont nous parlons aujourd'hui, ce n'est pas d'une subvention, mais du financement d'une tâche publique. Cette tâche est assumée par Suisse Tourisme avec efficacité, ce qui a d'ailleurs été relevé par le président de la Confédération qui s'est référé au rapport du Contrôle fédéral des finances - qui n'est généralement pas très tendre, donc ça mérite d'être souligné: "Le travail de Suisse Tourisme est considéré par la plupart des personnes comme impressionnant, perspicace, professionnel et systématique s'agissant de la concrétisation." On ne saurait mieux dire.

Cette tâche d'Etat est assumée par Suisse Tourisme non seulement de manière efficace, comme cela vient d'être dit, mais également pour une partie importante, puisque c'est 40 pour cent de son budget, avec des recettes qui lui sont propres, donc sans intervention des deniers publics. On a le sentiment, quand on constate cela, que la majorité de la commission souhaite en quelque sorte - et c'est un paradoxe - punir Suisse Tourisme, parce que Suisse Tourisme fait trop bien son travail.

Le tourisme vit une très profonde restructuration et c'est une restructuration que tous les pays connaissent. Or, qu'est-ce qu'on voit sur un plan international? 176 pays du monde financent la promotion de leur propre destination touristique. Face aux restructurations que vit aujourd'hui la branche touristique dans le monde entier, on constate que dans tous les parlements, il y a en quelque sorte une union sacrée, tous partis confondus, pour financer les atouts de son propre pays. Il n'y a vraiment qu'en Suisse où l'on trouve des partis qui font une sorte d'union malheureuse pour renoncer à valoriser nos propres atouts. Je trouve personnellement que cela est assez choquant.

230 millions de francs sur cinq ans, c'est en réalité le niveau actuel, et je remercie Monsieur le président de la Confédération de l'avoir souligné. Parce que 230 millions de francs sur cinq ans, compte tenu de l'abandon d'un certain nombre de prestations qui étaient jusqu'ici assumées par Swissair, et compte tenu de l'inflation qui doit être estimée sur la durée considérée, c'est en réalité le niveau actuel. C'est même moins que le niveau actuel si on prend en considération un fait supplémentaire: vous vous souviendrez que l'Office fédéral de la statistique a renoncé à établir la statistique des nuitées hôtelières, qui est un instrument fondamental pour mener une politique de marketing digne de ce nom. C'est Suisse Tourisme qui a dû reprendre en charge cette activité-là. Cela coûte 1 million de francs par année.

Que va-t-il se passer si l'engagement de la Confédération est abaissé à 200 millions de francs pour cinq ans? Suisse Tourisme va devoir réduire un certain nombre de prestations tout en maintenant des priorités. Des priorités, c'est notamment la promotion de notre pays - de la destination de notre pays -, en particulier sur des marchés tels que l'Inde, la Chine, la Russie, pour prendre quelques exemples. Cela signifie qu'il faudra faire une compression du personnel en Suisse, qu'il faudra réduire l'effort sur un certain nombre de prestations en Suisse; c'est donc un transfert inévitable sur la promotion assumée par des organisations régionales: Valais Tourisme, Grisons Tourisme, etc. En d'autres termes, c'est un transfert, pour partie, sur le soutien que devront apporter les cantons concernés.

Que va-t-il se passer si on réduit à 120 millions de francs ou, comme le propose Monsieur Amstutz, à 138 millions de francs, soit une réduction sur trois ans seulement? On a entendu à ce propos Monsieur Recordon qui a signalé, avec le talent qui est le sien, l'affection, l'amour qu'il portait à Suisse Tourisme; on a eu de sa part la description parfaite du meurtre par passion: plus je t'aime, plus je t'étrangle! C'est en fait ce qui se passe avec les propositions d'abaisser le crédit à 120 ou à 138 millions de francs. Celles-ci sont d'abord contraires à la loi. La loi nous oblige de faire des planifications quinquennales, sous forme de projets à cinq ans. Ces propositions sont de surcroît un coup fatal pour la promotion, notamment sur les marchés asiatiques. Ceux qui connaissent la mentalité de ces marchés savent très bien qu'on doit travailler sur la durée, que ceux qui sont impatients n'ont aucune chance. Croyez-vous un seul instant que la concurrence va nous faire le cadeau de ne pas mettre en évidence le fait que nous avons réduit la durée de nos budgets, que nous n'avons pas l'ambition sur la durée, notamment sur ce type de marchés? La concurrence ne va pas se gêner.

Je conclus en disant que le tourisme - cela a été dit - est un secteur essentiel pour le maintien des places de travail et pour les PME. Tout le monde parle des places de travail, tout le monde parle des PME. Je vois que le groupe UDC ne manque aucune occasion de parler des PME et en l'occurrence, quand il s'agit des PME du secteur touristique, alors tout d'un coup on change de discours. Je vois qu'une partie de nos collègues socialistes ne manquent aucune occasion de parler des places de travail, mais quand il s'agit des places de travail dans le secteur touristique, alors on change de registre, on change de discours.

Mes chers collègues, il faut se ressaisir, il faut vraiment avoir l'ambition de l'avenir pour la place touristique suisse et il faut voter le crédit à 230 millions de francs, comme le demande la minorité III.

Recordon Luc · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

La dernière intervention a le mérite considérable de résumer tous les malentendus et les incompréhensions voulus ou involontaires. Pour n'en prendre qu'une, si Monsieur Maitre m'avait réellement écouté, il ne me ferait pas seulement l'honneur de me citer, mais il me citerait exactement. Je n'ai pas proclamé un quelconque amour pour Suisse Tourisme, mais pour ce pays et pour sa branche touristique. C'est considérablement différent.

Ce malentendu a précisément la vertu d'attirer l'attention sur le problème. A quoi bon soutenir Suisse Tourisme, quels que soient ses mérites dans l'accomplissement de sa tâche, si l'on ne soutient pas d'abord le produit, je le répète. Et comment voulez-vous, puisque là encore on en appelle aux PME, qu'une branche qui n'a pratiquement pas de grandes entreprises leaders puisse parvenir à agir de manière coordonnée sans qu'il y ait une impulsion forte des pouvoirs publics, des cantons, qui le font dans une certaine mesure, et de la Confédération, qui, à mon avis, ne le fait pas du tout? Monsieur Favre a rappelé qu'on avait voulu donner un signal avec le crédit hôtelier. J'ai franchement l'impression qu'il n'a pas été entendu. Ce qu'il faut aujourd'hui, c'est donner un nouveau signal. Peut-être que celui-ci sera entendu et qu'il le sera d'abord par le représentant du Conseil fédéral ici présent.

Dans une branche aussi émiettée, il faut indiscutablement que la Confédération prenne en main la réflexion sur l'avenir de celle-ci, non pas, comme le demandait Monsieur Zisyadis, par une loi sur le tourisme, qui à mon avis ne servirait à rien, mais probablement en faisant s'asseoir les partenaires autour d'une table, pour avoir un programme coordonné de réflexions sur le produit avant de penser à sa promotion, qui viendra ensuite et pas tout de suite.

Ainsi donc, il ne s'agit pas de réduire les moyens de Suisse Tourisme pour le plaisir de les réduire, même pas à cause de la raréfaction de l'argent, qui frappe tous les secteurs de la Confédération, mais précisément - permettez-moi cette expression un peu hardie - pour botter les fesses à un secteur qui en a sérieusement besoin et d'ailleurs peut-être aussi à ceux qui, dans les pouvoirs publics, n'ont pas pris conscience de la gravité de la situation. C'est là qu'est le véritable enjeu. Je l'ai dit tout à l'heure, et je le répète: il n'est pas acceptable de faire aujourd'hui comme si on était en situation de "business as usual".

Vollmer Peter · Mit-M · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Die SP-Fraktion - Sie haben es bereits beim Eintreten gehört - unterstützt die Minderheit III (Gysin Hans Rudolf); wir unterstützen also die Erhöhung dieser Finanzhilfe auf 230 Millionen Franken. Es gibt eine Minderheit - das wurde auch gesagt -, die die Kommissionsmehrheit unterstützen möchte.

Die SP-Fraktion unterstützt auch den Antrag Bruderer. Wenn wir den Antrag Bruderer unterstützen, dann umso mehr im Wissen, dass die Leistung, die hier erbracht werden muss, natürlich auch die notwendigen Mittel erfordert. Dem Antrag Bruderer zuzustimmen heisst in Konsequenz auch, dem Antrag der Minderheit III, der Erhöhung auf 230 Millionen Franken, zuzustimmen.

Es ist uns erstens wichtig, hier festzuhalten, dass 230 Millionen Franken keine Aufstockung sind; es ist im Grunde genommen ein Halten. Es wurde bereits dargelegt, auch von Bundespräsident Deiss, dass es heute ein falsches Signal wäre, wenn wir einen Abbau betreiben würden. Wir stehen heute in einem sehr scharfen weltweiten Wettbewerb. Es wäre wahrscheinlich das Dümmste, wenn wir jetzt eine Politik betreiben würden, mit der wir unseren Beitrag vermindern und unsere Infrastruktur für die touristische Branche schwächen würden.

Die Kritik an der schweizerischen Tourismuswirtschaft, die hier verschiedentlich geäussert wurde, ist sehr ernst zu nehmen. Ich möchte es noch einmal unterstreichen - auch aus der Sicht unserer Fraktion -: Wir sind entschieden und klar der Meinung, dass es jetzt wirklich ein entschiedenes Eingreifen des Bundesrates braucht, um die verschiedenen Gefässe, mit denen heute Landeswerbung betrieben wird, zu koordinieren, zu bündeln und effektiver und produktiver zu machen.

Zweitens ist uns auch wichtig - da muss der Bundesrat endlich den Tatbeweis antreten -: Der Bundesrat ist aufgefordert, die verschiedenen touristischen Instrumente im engeren Sinne besser zu koordinieren und zu bündeln. Auch da gibt es Effizienzgewinne herauszuholen.

Die SP-Fraktion unterstützt mehrheitlich den Betrag von 230 Millionen Franken, nicht zuletzt aus den folgenden zwei Gründen: Wir sind der Auffassung, dass die Tourismuswirtschaft ganz klar einen wichtigen Infrastrukturbeitrag in den Regionen erbringt. Es ist Regionalpolitik, und wenn Sie den Tourismus schwächen, schwächen Sie unsere Regionen und damit auch die Arbeitsplätze, Herr Maitre.

Das zweite Argument: Tourismus hat auch sehr viel mit öffentlichem Verkehr zu tun - dies auch an die Adresse der Grünen. Wenn wir den Tourismus schwächen, schwächen wir auch den öffentlichen Verkehr in den Randregionen. 70 Prozent der Einnahmen der Rhätischen Bahn werden heute beispielsweise aus dem Tourismus generiert. Schwächen wir den Tourismus, so schwächen wir diese Regionen auch in ihren Infrastrukturen und in ihren Funktionen des Service public und leisten damit dem Abbau dieser Regionen Vorschub.

Ich bitte Sie deshalb im Namen der Mehrheit der SP-Fraktion, der Minderheit III (Gysin Hans Rudolf) zuzustimmen und 230 Millionen Franken zu bewilligen.

Kaufmann Hans · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Es geht doch bei dieser Vorlage nicht darum zu entscheiden, ob die Organisation Schweiz Tourismus ihre Arbeit gut oder schlecht macht. Letztlich geht es darum zu entscheiden, wer für die Tourismuswerbung bezahlt werden soll und wie viel bezahlt werden soll.

Es wurde von Herrn Cina erwähnt, dass der Tourismus eine Wertschöpfung von 46 Milliarden Franken erbringen soll. Rechnen Sie doch einmal aus: Die Erhöhung um 30 Millionen Franken bzw. 6 Millionen jährlich, die hier gefordert wird, entspricht 6 Franken auf 46 000 Franken Umsatz. Ich bin der Meinung, wenn die Unternehmer, die von Schweiz Tourismus profitieren, wirklich mehr Werbung machen wollen, sollen sie diese auch selber bezahlen.

Ich werde jetzt dann hören, in diesem Gewerbe seien ja vor allem KMU vertreten. Ich vermiete auch eine kleine Ferienwohnung im Tessin, und da bezahle ich meine Fremdenverkehrsabgabe, damit der lokale Tourismusverein entsprechende Veranstaltungen durchführen kann. Ich bin der Meinung, dass das auch jene Unternehmer machen können, die davon profitieren. Mit dem gleichen Recht könnten ja auch andere Branchen kommen und sagen, sie seien auch wichtig. Auch die Maschinenindustrie ist wichtig und sichert viele Arbeitsplätze; warum machen wir für sie nicht auch für 200 Millionen Franken Werbung im Ausland?

Wenn gesagt wird, der Tourismus sei eine Wachstumsbranche, so möchte ich Sie doch nochmals daran erinnern, dass dies weltweit zwar der Fall ist, aber in der Schweiz hatten wir in den letzten 12 Jahren 18 Prozent weniger Übernachtungen. So wachstumsträchtig sind wir also auch wieder nicht! Ich bin der Meinung, dass unser Staat schon etwas für den Tourismus tun kann. Wenn ein Tourist in die Schweiz kommt, erhält er kein Begrüssungsgeld. Wenn er mit dem Auto kommt, bezahlt er zuerst einmal 40 Franken für die Vignette. Kommt er nach Zürich, so bezahlt er im Tag noch 40 Franken für einen Parkplatz. Für dieses Geld kann er im Ausland übernachten! Kommt er mit dem Flugzeug, so zahlt er teure Flughafengebühren, und die Fahrt mit der Bahn von Zürich ins Berner Oberland kostet wahrscheinlich so viel wie sein Flug von weither in die Schweiz.

Die Auflagen, die wir ständig machen - demnächst geht es um die Arbeit auf Abruf -, gehen in die genau gleiche Richtung. Es werden wieder neue Auflagen gemacht, die eine Verteuerung für den Tourismus bringen. Dort müssen wir ansetzen und nicht bei diesen 6 Millionen Franken im Jahr! Diesen Betrag soll die Tourismusbranche selber bezahlen.

Deshalb befürworte ich, dass wir weiterhin die Mehrheit unterstützen und im schlimmsten Fall 200 Millionen Franken für die ganze Periode von fünf Jahren beschliessen.

Zisyadis Josef · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktionslos

Monsieur Kaufmann, j'ai bien entendu que vous payiez votre taxe de séjour au Tessin: vraisemblablement, dans ce canton, c'est obligatoire. Mais est-ce que vous vous battez, dans votre canton, celui de Zurich, pour que la taxe de séjour soit obligatoire, ce qui n'est pas le cas? La question que je vous pose accessoirement est la suivante: comment voulez-vous régler le problème du tourisme sans avoir une loi fédérale sur le tourisme?

Kaufmann Hans · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Für mich ist der Fremdenverkehr eine lokale Einrichtung, weil ja auch die Veranstaltungen lokal stattfinden. Wenn Zürich findet, man müsse das machen, dann können wir darüber diskutieren, aber das würde dann eben nicht den Steuerzahler kosten, sondern jene Unternehmen, die vom Tourismus profitieren.

Deiss Joseph · BPR-M · Bundesrat · Freiburg

Praktisch alle, die sich heute früh ausgesprochen haben, sind der Meinung, man müsse mehr für unseren Tourismus tun. Ich hoffe aber, dass nun der Entscheid, der gefällt wird, nicht darauf hindeutet, dass man weniger tut - die Gefahr ist in der Tat vorhanden.

Zuerst einmal zum Betrag: Der Bundesrat schlägt 200 Millionen Franken vor. Ich glaube, es ist ein vernünftiger Vorschlag, welcher der jetzigen Finanzlage des Bundes gerecht wird, der real sogar weniger bedeutet als bisher. Mit diesem Betrag soll Schweiz Tourismus auch neue Märkte erobern. Es ist uns soeben gelungen, in China - einem wachsenden Markt - die Zulassung als Destination zu erlangen. Haben Sie schon einmal versucht, in China etwas zu verkaufen? Wenn Sie das tun, stellen Sie fest, was das an Anstrengungen bedeutet. Und dann, Herr Kaufmann, muss ich sagen, ist die Überlegung, die Sie hier angestellt haben, doch etwas "à la grand-papa". Tourismuswerbung im Ausland kann natürlich nicht über die lokalen Veranstaltungen passieren, da genügt es nicht, wenn Sie die Taxen für Ihre Wohnung in einem Ferienort bezahlen. Da braucht es mehr, und das ist eben Schweiz Tourismus: Es braucht eine geballte, gebündelte Strategie nach aussen. Das kann die Tourismusbranche nicht - sogar die Gegner der heutigen Vorlage haben es gesagt -, denn sie ist naturgemäss zu sehr über die Regionen, über die verschiedenen Berufe, die dazugehören, und über die Betriebe verzettelt. Es gibt keine Grossbetriebe in dieser Branche. Da müssen wir etwas tun, und als Wirtschaftsfachmann müssten Sie das doch erkennen.

Das Zweite ist die Dauer. Beim Betrag sind wir uns ja einig, da brauchen wir uns nicht zu sehr ins Zeug zu legen. Aber es geht noch um die Dauer: Hier stehen wir vor einer Aufgabe, die langfristig angelegt werden muss. Sie können, Herr Maitre hat es gesagt, schwierige Auslandmärkte, wo Sie sich in hartem Wettbewerb befinden, nicht mit kurzfristiger Planung und Aktivität bearbeiten. Sie müssen langfristiger angelegte Programme durchziehen können.

Es geht auch um die Motivation. Es genügt nicht, das Geld zu haben. Es genügt nicht, die Zeit zu haben. Man muss noch motiviert sein. Nun haben wir mit Schweiz Tourismus eine Organisation, die in den höchsten Tönen gelobt wird. Niemand hat das heute früh bestritten. Und jetzt will man dort einen Dämpfer aufsetzen. Glauben Sie, dass das auf die Mitarbeiter einer solchen Organisation als zukunftsträchtiges Zeichen wirkt? Oder glauben Sie nicht, dass die Leute vielleicht andere Möglichkeiten suchen? Ich glaube, es wäre falsch, nun das Zeichen bei Schweiz Tourismus zu setzen, zumal die Mitarbeiter gute Arbeit leisten. Deshalb beantrage ich Ihnen, dem Bundesrat zu folgen.

Sie werden mir sagen, die drei Jahre seien im Vergleich mit den fünf Jahren kein wichtiges Zeichen. Doch das Parlament würde damit ein sichtbares Zeichen setzen, denn es entschiede gegen seine eigenen Gesetze, gegen das Gesetz, das fünf Jahre vorsieht. Das werden Sie wohl nur tun, wenn Sie einen wirklich triftigen Grund dafür haben. Ich glaube, Sie haben diesen Grund nicht, und es ist heute wichtig, dass Sie für unsere Wirtschaft, für den Tourismus ein positives Zeichen setzen, die Motivation fördern und für die fünf Jahre stimmen.

Genner Ruth · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion

Herr Bundespräsident, Sie haben hier im Saal keine Gegner dieser Vorlage. Es gibt einfach Leute, die diese Vorlage verbessern wollen, die auch die Tourismusstrategie effizienter und koordinierter machen wollen. Sind Sie der Auffassung, wenn Sie die neuen Märkte in Ostasien erschliessen, dass Sie da nachhaltigen Tourismus machen? Wir müssen uns auch dem Gesetz der Nachhaltigkeit stellen.

Deiss Joseph · BPR-M · Bundesrat · Freiburg

Wir haben mit dem asiatischen Markt sicher einen Markt, der für uns äusserst interessant ist. Ich weiss, Sie haben vorhin die Langstreckenflüge kritisiert, nach dem Motto: Zu Hause ist es vielleicht am schönsten. Aber eines ist sicher: Sowohl für die Inder wie auch für die Chinesen und andere Asiaten ist die Schweiz eine Art Paradies, eine Art Vorbild. Ich konnte dies im Sommer in Locarno miterleben; am Filmfestival habe ich die indischen Filmemacher empfangen und begleitet. In indischen Filmen kann ein Happy-End nur in der Schweiz stattfinden. Wieso sollten wir, Frau Genner, diesen Gästen dieses Glück vorenthalten? Deshalb bin ich überzeugt, dass die Schweiz für die Asiaten eine äusserst interessante Destination und Asien für unseren Tourismus ein äusserst interessanter Markt ist.

Rime Jean-François · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

J'ajouterai quelques mots sur les propositions Amstutz et Bruderer. Madame Bruderer a parfaitement raison lorsqu'elle fait allusion aux synergies qu'il y a entre des manifestations comme un championnat d'Europe de football, un championnat du monde de ski ou une autre manifestation culturelle et sportive, et le tourisme. La commission propose déjà d'introduire l'article 1a concernant la conclusion d'un mandat de prestations entre la Confédération et Suisse Tourisme, ce qui est très bien; mais je crois quand même, malgré ma première remarque, qu'il serait faux d'introduire une obligation supplémentaire dans cet arrêté. Je pars de l'idée qu'aussi bien les spécialistes de l'Eurofoot que ceux du tourisme auront l'intelligence d'utiliser les synergies qu'il y a entre une manifestation comme un championnat d'Europe de football et la promotion du tourisme suisse.

Dans ce sens-là, je crois que vous devriez repousser la proposition Bruderer.

Concernant la proposition Amstutz, j'ai déjà eu l'occasion de le dire précédemment, la notion des trois ans n'est intervenue que suite à la décision de soutenir la demande d'un rapport qui avait été faite par le Conseil des Etats.

Si je me réfère à l'esprit des discussions qu'il y a eues en commission, je crois qu'il y a deux variantes: il y a la variante qui est celle de la majorité de la commission et puis il y a la variante qui est, semble-t-il, soutenue par une majorité des membres de ce conseil et qui est plus généreuse. Je crois que la question avait été bien résumée par Monsieur Pelli lorsqu'il a pris la parole au nom du groupe radical-libéral. Il y a des gens qui sont plus soucieux que d'autres des finances de la Confédération, qui vous demandent de donner 40 millions de francs par année et il y en a d'autres qui sont un petit peu plus généreux, à tort ou à raison, et qui vous demandent de donner 46 millions de francs par an.

Gysin Remo · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Ich hätte mir gewünscht, dass wie Herr Maitre auch andere Vorstandsmitglieder von Schweiz Tourismus ihre Interessenkollision hier offen legen würden. Ich glaube, es ist richtig, dass wir zukünftig zwischen dem Parlamentsmandat und der Mitgliedschaft bei Schweiz Tourismus trennen. Das ist vorgesehen, und ich denke, aufgrund der Debatte ist das wirklich angezeigt.

Herr Vollmer, es gibt keinen einzigen Antrag, der den Tourismus schwächen möchte. Wer das behauptet, führt in die Irre. Es geht hier nur um Förderung. Verschiedene Vorredner und Vorrednerinnen haben es gesagt: Alle möchten den Tourismus fördern; da sind wir uns einig. Wir möchten Schweiz Tourismus fördern. Aber da muss ich schon sagen, Herr Gysin und Herr Maitre: Hier geht es doch wirklich um Subventionen, sogar um einen klassischen Fall von Subventionen. Wir sprechen einer öffentlichen Institution einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken oder von 40 Millionen Franken jährlich zu. Diese Beiträge sind Subventionen, wenn Sie das anders nennen möchten, wird es schwierig.

Ich möchte mit einem Stichwort noch einmal an den Anfang der Diskussion zurückführen. Das Stichwort heisst "Finanzlage". Wir sparen nach Massgabe des Bundesrates im Sozialversicherungsbereich, wo es sehr wehtut, in der Bildung, überall. Wenn jetzt die CVP kommt und über das Mass des Bundesrates aufstocken will, muss ich schon sagen: Ihre Prioritäten werden von der WAK nicht geteilt, und Ihre Finanzprioritäten können von der Bevölkerung nicht verstanden werden. Das ist nicht möglich; das liegt schief, aber ich möchte Ihnen hier eigentlich nichts unterschieben.

Ich will nicht die ganze Diskussion wiederholen. Aber es ist viel Konfuses zum Betrag gesagt worden. Es steht klar fest: Bis jetzt hat Schweiz Tourismus pro Jahr 38 Millionen Franken bekommen, und wir schlagen zusammen mit dem Bundesrat 40 Millionen Franken vor. Das ist eine leichte Aufstockung, zu der wir uns durchgerungen haben. Das ist eine Wertschätzung von Schweiz Tourismus, es ist ein Signal, dass wir den Tourismus fördern möchten. Wenn jetzt gesagt wird, das sei nicht so, weil ja noch die Swissair-Beträge dazugerechnet werden müssten, dann sagen Sie, dass rückblickend eine Einmaligkeit in Zukunft einfach fortgeführt werden soll. Wir berücksichtigen das mit der Aufstockung um 2 Millionen Franken. Diese Swissair-Geschichte ist also integriert. Aber es ist dann Schlaumeierei, Herr Maitre, wenn Sie sagen: Jetzt schauen wir nur das letzte Jahr an, da haben wir 44 Millionen Franken verbraucht; Rahmenkredit auf fünf Jahre hin oder her, wir müssen vom letzten Jahr ausgehen. Dann stellen Sie mit dieser Ansicht das ganze Konzept der Rahmenkredite infrage. Rahmenkredite geben Flexibilität; die Jahrestranchen sollen unterschiedlich sein, der Durchschnitt ist für uns massgebend. Ich kann Ihnen nur sagen, dass die Mehrheit der WAK Kontinuität für die Zukunft will.

Zum Bundesgesetz: Ich habe schon mehrere Beispiele erwähnt; ich erwähne noch einmal die Osec, bei der wir auch einen Rahmenkredit gekürzt und nicht so gehandelt haben, wie es im Gesetz steht. Hier handelt es sich um einen Parallelfall. Es ist aber absolut gesetzeskonform, wenn wir den alten Rahmenkredit von fünf Jahren jetzt um drei Jahre verlängern. Wir haben diese Frage in der WAK diskutiert, und wir müssen uns hier deswegen keine grauen Haare wachsen lassen.

Zu den einzelnen Anträgen: Ich bitte Sie im Namen der WAK, den Antrag Amstutz abzulehnen. Wir haben diesen Antrag zwar nicht diskutiert, aber er beinhaltet eine Aufstockung über den bundesrätlichen Durchschnittsjahreskredit von 40 Millionen Franken und liegt hiermit nicht auf der Linie der Mehrheit der WAK. Ich bitte Sie also, diesen Antrag abzulehnen.

Zum Antrag Bruderer: Auch diesen Antrag haben wir erst jetzt im Plenum bekommen, wir haben ihn nicht diskutieren können. Ich möchte unterstreichen, dass der Leistungsauftrag für Euro 2008 eigentlich bereits bei Schweiz Tourismus liegt; es liegt also in ihrem Ermessen, ihn hervorzuheben oder nicht. Eine Betragsaufstockung braucht es nicht, weil diese Aufgabe bereits in den normalen Aufgabenbereich integriert ist. Persönlich finde ich es aber ein positives Signal, nach innen und nach aussen, das vielleicht Innovationen fördert. Ich würde dies gerne persönlich unterstützen, wenn dieser Zusatz in einem Leistungsvertrag enthalten sein wird.

Zu den Eventualanträgen: Der Eventualantrag II (Kaufmann) wurde zurückgezogen. Zum Eventualantrag I, den ich eingereicht habe, möchte ich nicht reden. Ich möchte Sie aber informieren, dass auch in der WAK darüber gar nicht diskutiert worden ist, weil es nicht mehr nötig war. Diesbezüglich hat man ja schon einen klaren Mehrheitsentscheid; so wie er Ihnen vorliegt, wurde er mit 14 zu 6 Stimmen gefällt. Zur Philosophie will ich Ihnen aber sagen, dass diese 190 Millionen Franken im Fall einer Fünfjahresperiode vom heutigen Status quo - von 38 Millionen Franken jährlich - ausgingen; fünfmal 38 Millionen ergeben 190 Millionen Franken. Auch hier ist also kein Abbau vorgesehen. Aber wie gesagt, das ist die zweitbeste Lösung.

Ich glaube, es ist alles gesagt. Ich bitte Sie, frankenmässig auf der Linie des Bundesrates zu bleiben: Der Betrag von 40 Millionen Franken jährlich entspricht dem Antrag der Mehrheit der WAK. Ich bitte Sie aber, bei drei Jahren zu bleiben. Bei drei Jahren kann Schweiz Tourismus die Strategie, die die Organisation hat, weiterführen. Wir haben Kontinuität gewahrt. Wir knüpfen an beim Zusammenführen der verschiedenen Institutionen: Präsenz Schweiz, Osec, Schweiz Tourismus und anderen, und wir hoffen, so einen Anreiz für eine zukünftig intensivere Tourismusförderung liefern zu können.

Ich bitte Sie also, der Mehrheit der WAK zu folgen und alle anderen Anträge abzulehnen, auch den Antrag der Minderheit III (Gysin Hans Rudolf), der eine Aufstockung vorsieht, wie auch den Antrag der Minderheit I (Genner), denn diese 100 Millionen Franken sind aus Sicht der Mehrheit der WAK zu wenig. Das wäre ein Stück Abbau, und das möchten wir nicht.

Abstimmung

Präsident (Binder Max, Präsident): Herr Kaufmann hat seinen Eventualantrag II zurückgezogen.

Erste Abstimmung - Premier vote

Für den Antrag der Minderheit II .... 97 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit III .... 82 Stimmen

Abstimmung

Zweite Abstimmung - Deuxième vote

Für den Antrag der Minderheit II .... 125 Stimmen

Für den Antrag Amstutz .... 56 Stimmen

Abstimmung

Dritte Abstimmung - Troisième vote

Für den Antrag der Minderheit II .... 96 Stimmen

Für den Antrag der Mehrheit .... 85 Stimmen

Abstimmung

Vierte Abstimmung - Quatrième vote

Für den Antrag der Minderheit II .... 147 Stimmen

Für den Eventualantrag I .... 34 Stimmen

Abstimmung

Fünfte Abstimmung - Cinquième vote

Für den Antrag der Minderheit II .... 140 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit I .... 37 Stimmen

Abstimmung

Ausgabenbremse - Frein aux dépenses

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Ausgabe .... 156 Stimmen

Dagegen .... 20 Stimmen

Das qualifizierte Mehr ist erreicht

La majorité qualifiée est acquise

Binder Max · P-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Art. 1a

Antrag der Kommission

Die Finanzhilfe erfolgt aufgrund eines Leistungsvertrages zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Schweiz Tourismus.

Art. 1a

Proposition de la commission

Le versement de l'aide financière est subordonné à la conclusion d'un mandat de prestations entre la Confédération et Suisse Tourisme.

Deiss Joseph · BPR-M · Bundesrat · Freiburg

Vorerst danke ich all jenen, die den Bundesrat nun unterstützt haben und damit ein positives Zeichen aussenden. Ich muss sagen, dass ich bei Artikel 1a ein Problem habe. Es ist nicht so, dass wir Schweiz Tourismus keinen genau definierten Auftrag erteilen wollen; aber Schweiz Tourismus ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft des Bundes, und ich sehe nicht, wie es dem Bund möglich sein soll, mit sich selbst einen Vertrag abzuschliessen. Was man hier verlangt, ist einfach nicht möglich! Es gibt nämlich ein Gesetz über die Tourismusförderung - das Bundesgesetz über die Schweizerische Verkehrszentrale -, und es gibt die Verordnung. Ich kann höchstens die Aufforderung entgegennehmen, dass man Schweiz Tourismus in der Verordnung irgendwelche weiteren Aufträge gibt. Aber es kann nicht zwischen Bund und Bund ein Vertrag abgeschlossen werden.

Gysin Remo · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Was Herr Bundespräsident Deiss jetzt gesagt hat, ist etwas vom Unverständlichsten, was ich in diesem Saal je gehört habe. Es gibt doch verschiedene Regelungsebenen. Wir holen mit der Gesetzgebung, mit einem Bundesbeschluss, die Berechtigung, Subventionen zu sprechen. Damit ist aber im Detail nicht festgelegt, wofür die Subventionen in einer bestimmten Periode bzw. Rahmenfrist verwendet werden sollen. Gesetz und Verordnung sind nicht an einen Zeitrahmen gebunden. Sie kennen das bundesrätliche Kreisemodell. Auch Bundesinstitutionen, Flag-Ämter und andere, die in eine gewisse Autonomie entlassen worden sind, werden immer mit einem Leistungsvertrag, mit einer Leistungsvereinbarung versehen. Das ist eine Konkretisierung der Aufgaben, die z. B. ausdrückt, was in einer Periode erreicht werden soll. Es sind darin beispielsweise auch Schlichtungsverfahren geregelt, für den Fall, dass es Uneinigkeiten gibt.

In meinem Kanton, Basel-Stadt, wird seit über zehn Jahren keine Subvention mehr erteilt, ohne in einer Leistungsvereinbarung klar zu sagen, was als Gegenleistung erwartet wird. Hier geht es um eine ökonomische Rationalität und um nichts anderes. Auf dieses Instrument jetzt zu verzichten, das hat der Herr Bundespräsident schon in der WAK zur Diskussion gestellt. Er ist auf kein Gehör gestossen. Es gibt hier ja auch keinen Gegenantrag. Ich bitte Sie also, bei der Variante der geschlossenen WAK zu bleiben.

Es braucht eine Leistungsvereinbarung! Dagegen ist aus ökonomischer, aber auch aus konzeptioneller Sicht wohl nichts zu sagen. Wir haben das übrigens auch mit Erfolg bei der Osec beschlossen, der Herr Bundespräsident kann nachsehen, wie gut die das gemacht haben. Aber das Parlament muss ja auch zuerst das Signal setzen, zuerst mit gesetzlichen Grundlagen, mit einem Bundesbeschluss und dann auf einer konkretisierten Ebene. Wir wollten bei der Osec eine Leistungsvereinbarung, einen Leistungsvertrag, und das wollen wir hier auch.

Ich bitte Sie im Namen der WAK dringend, hier ihrem unumstrittenen Antrag zuzustimmen.

Deiss Joseph · BPR-M · Bundesrat · Freiburg

Ich muss es nochmals sagen: Die Osec ist ein privater Verein. Deshalb muss mit diesem Verein ein Leistungsvertrag abgeschlossen werden. Das ist mit der Situation von Schweiz Tourismus nicht vergleichbar, denn Schweiz Tourismus ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft. Mit der will ich als Bundesrat, als Exekutive, nicht einen Vertrag abschliessen, sondern ihr über die Verordnung sagen, was sie zu tun hat.

Binder Max · P-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Kommission .... 146 Stimmen

Für den Antrag des Bundesrates .... 25 Stimmen

Art. 1b

Antrag Bruderer

Mit diesem Leistungsauftrag verbunden ist die Verpflichtung seitens Schweiz Tourismus, für die Euro 2008 eine Kampagne für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Schweiz zu führen.

Art. 1b

Proposition Bruderer

Ce mandat de prestations inclut l'obligation, pour Suisse Tourisme, de mener une campagne en faveur de la place économique et touristique suisse lors de l'Euro 2008.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag Bruderer .... 85 Stimmen

Dagegen .... 63 Stimmen

Art. 2

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes .... 163 Stimmen

Dagegen .... 6 Stimmen