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Naturalisation. Procédure humiliante

de Dardel Jean-Nils · Conseil national · Genève · Groupe socialiste

Mon interpellation vise les votations populaires dans les communes qui ont décidé que le peuple devait se prononcer sur les naturalisations. Cette intervention a été déposée après la première votation à Emmen. Je m'empresse de dire qu'au vu de l'évolution de la situation, il ne faut pas jeter la pierre uniquement à la commune d'Emmen. Il y a d'autres communes où des décisions analogues de caractère tout à fait discriminatoire, voire raciste, ont été prises en votation populaire. Même en Suisse romande - nous faisons la leçon aux Suisses alémaniques -, s'il y avait des votations populaires dans certaines grandes communes, je me demande si le résultat serait très différent de celui d'Emmen.

Quoi qu'il en soit, je partage l'avis des constitutionnalistes, essentiellement les professeurs Zimmerli et Auer, qui disent que la démocratie directe a des limites. Les plus fervents défenseurs de la démocratie directe - dont je suis - doivent reconnaître qu'il y a des limites à celle-ci. Tout particulièrement, des décisions qui sont de nature administrative et qui portent sur des questions de statut personnel ne doivent pas faire l'objet de décision en votation populaire. Par exemple, on n'aurait pas l'idée qu'une autorisation de construire soit délivrée par votation populaire. La même chose, toutes proportions gardées, doit aussi intervenir en matière de naturalisation. Le problème qui se pose est très immédiat: comment empêcher de nouvelles votations populaires discriminatoires, voire racistes, comme celle d'Emmen? D'abord, pourquoi faut-il les empêcher, et le plus rapidement possible?

La première raison, c'est que de telles votations font des victimes de manière insupportable. Ces victimes, ce sont les requérants qui sont déboutés de manière injuste, qui sont humiliés et dont la dignité est foulée aux pieds. Ensuite, de telles votations salissent la Suisse. Je ne parle pas de l'image de la Suisse, mais de la conscience et de la dignité de notre pays. A l'intérieur et à l'extérieur, ces choses-là sont plus qu'importantes.

Alors, quelles sont les solutions? Faut-il faire confiance au Tribunal fédéral? On pourrait le penser, par exemple selon le modèle d'un événement que vous connaissez bien, Madame la Conseillère fédérale, c'est celui de la discrimination qui était faite aux femmes dans le canton d'Appenzell. Ce problème a finalement été résolu par le Tribunal fédéral. Malheureusement, l'acquisition de la nationalité suisse n'est pas un droit et, en conséquence, on peut penser que le Tribunal fédéral, s'il maintient sa jurisprudence, n'entrera pas en matière sur des recours relatifs à des naturalisations. La voie judiciaire au Tribunal fédéral semble donc bouchée. Faut-il faire confiance aux cantons et aux communes? C'est ce que le Conseil fédéral a dit jusqu'à maintenant: "Il faut que les cantons et les communes prennent en charge ce problème, c'est leur compétence." On peut avoir des doutes. Par exemple, la commune d'Emmen a décidé de faire des efforts en matière d'intégration des étrangers, mais elle n'a pas du tout pris la décision - elle ne l'envisage pas en tout cas - de supprimer sa législation particulière en matière de naturalisation. Faut-il introduire un droit de recours? Il semble que ce soit l'idée de l'administration. C'est aussi l'idée de la Commission des institutions politiques du Conseil national qui présente une motion dans ce sens. Un droit de recours, c'est très bien, mais c'est insuffisant. L'exemple de Pratteln le montre, parce que le tribunal administratif de Bâle-Campagne a annulé la décision prise en votation populaire, mais a simplement renvoyé de nouveau l'affaire en votation populaire. Là, vous êtes d'accord, Madame la Conseillère fédérale: on ne sait pas très bien ce qui risque de se passer.

Donc, la seule solution satisfaisante, c'est d'interdire ces votations populaires, par voie légale. C'est possible. La constitution, qui prévoit que la Confédération fixe les conditions minimales en matière d'acquisition de la nationalité suisse, peut être interprétée dans le sens que le législateur fédéral prend en main la question et décide que la naturalisation ne peut en aucun cas intervenir par décision de démocratie directe dans les communes.

Bortoluzzi Toni · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Ich sehe mich legitimiert, zu diesem Thema ein paar Bemerkungen zu machen. Ich war sechzehn Jahre lang Bürgergemeinderat, davon ein Dutzend Jahre Präsident; ich habe mich mit Einbürgerungsfragen direkt beschäftigt und Gespräche mit den Einbürgerungswilligen geführt. Dazu kommt, dass ich aus einer Familie stamme, deren Einbürgerung noch nicht allzu weit zurückliegt. Mein Vater war noch italienischer Staatsangehöriger; ich habe die Integration auch aus dieser Sicht mitgemacht und vermag sie zu beurteilen. Nicht zuletzt diese Kenntnisse haben mich dazu bewogen, mich aktiv für die letzte Vorlage des Bundes zur erleichterten Einbürgerung junger Ausländer einzusetzen. Sie wurde abgelehnt; Sie vermögen sich daran zu erinnern, das ist bekannt.

Wenn Sie nun heute mit der Überweisung der Motion Hubmann 98.3582 wieder eine solche Vorlage verlangen und wenn ich mir dazu noch die Interpellation de Dardel mit den entsprechenden Ausführungen zu Gemüte führe, muss ich Ihnen sagen: Sie haben nichts gelernt und anscheinend auch nichts begriffen.

Was ist eine Einbürgerung? Einbürgerung ist kein isolierter Akt, mit welchem das Bürgerrecht eines bestimmten Wohnortes erteilt wird. Es ist der Abschluss eines Integrationsprozesses, welcher mehr oder weniger lange dauert und auch nicht durch eine Loslösung von der ehemaligen Staatsbürgerschaft - ob freiwillig oder mehr oder weniger erzwungen - vollzogen wird. Die Einbürgerung ist mit der Idee Schweiz verbunden, und die föderalistischen Grundsätze kommen im Einbürgerungsverfahren besonders deutlich zum Ausdruck. Eine Integration besteht aus einem Prozess, in welchem sich das Vertrauen mit der Umgebung bildet. Dieses wächst vor allem dann, wenn der Integrationswillige seinen Beitrag erbringt, und der Prozess wird mit einer Einbürgerung letztlich nur abgeschlossen.

Dieser Integrationsprozess ist heute schwer gestört. Wir haben einerseits zu viele Ausländer, Asylbewerber und andere Staatsangehörige in unserem Land. Das ist für viele Schweizerinnen und Schweizer grundsätzlich eine Überforderung. Dann kommt unter den Ausländern eine grosse Zahl von Integrationsunwilligen hinzu, die abgeneigt sind, sich anzupassen, und das teilweise provokativ leben. Dass das zu Reaktionen führt, ist nicht erstaunlich.

Die Empörung darüber, meine Damen und Herren zur Linken, wie Sie sie vorhin bei der Motion Hubmann - mit Applaus - zum Ausdruck gebracht haben bzw. bei ablehnenden Einbürgerungsentscheiden zum Ausdruck bringen, ist meines Erachtens unehrlich. Das mag damit zu erklären sein, dass Sie das Einbürgerungsverfahren - welches mit den föderalistischen Grundsätzen unseres Staates verbunden ist; welches die Idee Schweiz zum Ausdruck bringt - schon längst abgeschrieben haben.

Um ernsthaft über erleichterte Einbürgerung oder geänderte Einbürgerungsverfahren zu befinden und zu sprechen, muss das Integrationsumfeld geändert werden. Dafür, Frau Bundesrätin, haben Sie die Asyl- und Ausländerpolitik eben so zu gestalten, dass sie glaubwürdig ist. Diese Glaubwürdigkeit geht heute meiner Meinung nach der gesamten Ausländer-, Asyl- und Integrationspolitik ab. Es ist deshalb sinnlos, über geänderte Einbürgerungsverfahren zu sprechen und zu entscheiden.

Seiler Hanspeter · P-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Herr Bortoluzzi, Herr de Dardel will Ihnen eine Frage stellen.

Bortoluzzi Toni (V, ZH): Ich denke, das hat wenig Sinn, Herr de Dardel! Ich habe meine Meinung geäussert; Sie haben diesbezüglich eine andere Meinung. Ich bin nicht bereit, auf Ihre Fragen einzutreten.

Schlüer Ulrich · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Ich äussere mich aus der gleichen Betroffenheit wie mein Vorredner: Auch ich habe in Gemeindestrukturen jahrelang Verantwortung getragen. Ich habe persönlich auch mehrere Einbürgerungsverfahren erfolgreich durchgeführt, auch so genannt schwierige Einbürgerungen wie beispielsweise jene von Kurdinnen oder von Mitbürgern aus Ex-Jugoslawien. Dies nur, damit Sie sich nicht allzu sehr an Vorurteilen orientieren.

Es existiert in unserem Land das grundsätzliche Recht, wonach der Bürger oder die Bürgerin abstimmen darf, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Es ist ein Freiheitsrecht von Bürgern und Bürgerinnen, abstimmen zu dürfen. Und das Resultat ist zu akzeptieren - es muss weder begründet noch gerechtfertigt werden. Dieser demokratische Grundsatz gilt in unserem Land.

Frau Bundesrätin, wenn ich in Ihrer Antwort auf die zur Diskussion stehende Interpellation lese, dass UN-Ausschüsse mit unserem Einbürgerungsverfahren nicht unbedingt zufrieden sind, dann ist dieser Uno zu New York folgender Grundsatz beizubringen: Das Recht des Bürgers, in völliger Freiheit abzustimmen, ist ein geltendes Freiheitsprinzip; daran gibt es nichts zu rütteln, auch nicht vonseiten der Uno.

Wenn in dieser Interpellation - und dazu, so meine ich, wäre jetzt eine bundesrätliche Erklärung nötig - allen Ernstes pauschal in die Welt gesetzt wird, es werde aus rassistischen Gründen geurteilt, dann ist das in aller Form zurückzuweisen. Ich habe vorhin Ihre Ausführungen, Frau Bundesrätin, darüber angehört, was der Bundesrat zur Erleichterung der Einbürgerung in die Wege leiten will. Wenn Sie hier nicht klaren Kurs behalten und den Bürger, der frei entscheidet, nicht in aller Form lossprechen von irgendwelchen rassistischen Verdächtigungen, dann wird die Einbürgerungspolitik, die Sie hier verfolgen, kläglich Schiffbruch erleiden - und dies zu Recht.

Es ist eine Ungehörigkeit grössten Ausmasses, den Bürgern und Bürgerinnen pauschal und unbegründet derartige Vorwürfe zu machen. Es ist eine ganz besondere Ungehörigkeit, wenn diese Vorwürfe von jemandem ausgehen, der hier einen Eid geschworen hat, die Rechte der Eidgenossen und der Eidgenossinnen zu schützen und zu schirmen. Dieses Prinzip freier, nicht zu rechtfertigender Abstimmung gilt, auch der Bundesrat ist daran gebunden, und er hat dies auch zum Ausdruck zu bringen. Ich warte gespannt auf Ihre Antwort.

Fehr Hans · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Es ist natürlich das politische Recht von Herrn de Dardel und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, dass sie eine Einbürgerungspolitik - übrigens auch Einwanderungspolitik - der "offenen Scheunentore" verlangen. Sie möchten geradewegs 300 000 oder wenn möglich noch mehr Personen kollektiv einbürgern. Das alles ist Ihr politisches Recht, aber es ist auch mein politisches Recht, das zu bekämpfen. Der Fall Emmen und ähnliche Fälle werden nun als Vorwand genommen, dass man einen Rechtsanspruch auf Einbürgerung postuliert. Das ist nicht der Sinn des Bürgerrechtsgesetzes, Herr de Dardel, und das ist auch nicht die Meinung der Verfassung. Das kann auch nicht der Sinn der Schweiz - so, wie ich sie verstehe - sein.

Für mich gibt es einen Grundsatz, der fundamental ist, dass nämlich der definitive Entscheid über Einbürgerungen bei der Gemeinde verbleiben muss, so, wie das auch das Bürgerrechtsgesetz vorsieht. Sie möchten diese Entscheidbefugnis aushöhlen. Mir ist es an und für sich egal, welches Gremium auf Gemeindeebene diesen definitiven Entscheid fällt. Das kann eine Bürgerrechtskommission sein, das kann die Exekutive der Gemeinde sein, das Parlament oder ein Ausschuss des Parlamentes. Wenn eine Gemeinde, Herr de Dardel, festlegt, dass dies die Gemeindeversammlung ist, dann ist es eben die Gemeindeversammlung. Ein Gemeindeversammlungs- und ein Volksentscheid können immer mit Willkür behaftet sein, aber diese "Willkür" müssen Sie in Kauf nehmen. Ich werde gegen jeden Rechtsanspruch auf Einbürgerung kämpfen, und ich will, dass der Entscheid auf Gemeindeebene verbleibt. Ich bitte auch Sie, Herr de Dardel, die Gemeindeautonomie zu respektieren. Sie ist eine Grundsäule unseres Staates.

Eggly Jacques-Simon · Conseil national · Genève · Groupe libéral

Je ne peux pas partager l'approche et les propositions de M. de Dardel, quand bien même, sur le fond, je pouvais partager son sentiment et avoir été choqué par la décision prise à Emmen. Nous, les libéraux, venons d'ailleurs de voter la motion qui veut permettre la naturalisation facilitée des jeunes étrangers. Mais la question n'est pas là. C'est une question de respect du peuple, du fédéralisme et aussi de l'autonomie communale.

Monsieur de Dardel, nous sommes tous les deux Genevois. Il ne s'agit pas ici d'une commune. Nous étions au Grand Conseil tous les deux. Pensez-vous que le préavis décisif du Grand Conseil genevois soit le même, suivant que l'on ait une majorité avec une poussée du Parti Vigilance, comme ç'a été le cas il y a quelques années, qui était donc très opposé à l'idée qu'il y ait trop de naturalisations, ou bien suivant que l'on ait la majorité actuelle au Grand Conseil? Le Grand Conseil lui aussi, qui est finalement l'assemblée élue par le peuple genevois, peut avoir des états d'âme et des sensibilités différentes successivement, et tout n'est pas simplement application de critères objectifs.

Alors qu'à Emmen, la population a eu en quelque sorte un réflexe de peur, une crispation - et on peut le déplorer -, je crois que la persuasion doit se faire dans les registres politique, psychologique et éventuellement moral, mais en aucun cas il ne doit se faire par la contrainte de la législation fédérale. Personnellement, en tant que fédéraliste et respectueux à la fois de l'autonomie communale et de l'autonomie cantonale, j'estime que l'on doit se garder dans cette affaire d'un coup de force venu d'en haut à l'égard des communes.

S'il s'agissait de quelque chose qui vous arrangeait, Monsieur de Dardel, alors là vous seriez un grand chantre du processus de démocratie directe. Le vrai sens de la démocratie et du fédéralisme, c'est d'accepter ce que cela comporte, même quand la conclusion ne vous plaît pas. On ne peut pas faire une législation fédérale en fonction de ses préférences. On doit faire une législation fédérale en fonction des valeurs fondamentales sur lesquelles est établi ce pays. Et ce pays est établi sur le fédéralisme et sur la démocratie directe. C'est avec ces instruments qu'on doit finalement arriver à faire une bonne politique, notamment dans le domaine de l'asile.

C'est la raison pour laquelle, à l'inverse de ce que vous avez dit à cette tribune, je ne ferai qu'inciter Mme Metzler, conseillère fédérale, si elle n'en est pas déjà persuadée, de ne surtout pas mettre en oeuvre ce que vous proposez et de laisser aux cantons et aux communes leur avis décisif en matière de naturalisation.

Studer Heiner · Conseil national · Argovie · Groupe évangélique et indépendant

Ich melde mich in erster Linie aufgrund des Votums von Herrn Schlüer. Ich war jahrelang in meiner Gemeinde - der grössten des Kantons Aargau - Präsident der Einbürgerungskommission, welche eine Kommission der Exekutive ist. Diese ist aus Leuten der verschiedensten politischen Richtungen zusammengesetzt. Ich war auch in der Kommission des Grossen Rates. Das ist ein Bereich, der mich in all diesen Jahren sehr bewegt hat. Vieles lief rund, aber dort, wo es nicht rund lief, verbergen sich dahinter auch Tragödien. Wenn jetzt das "Hohelied der Demokratie" gesungen wird, dann bin ich damit einverstanden, wenn es um Sachentscheide geht, wenn es um Wahlen in Gremien geht; da soll man echt wählen können, kämpfen können, mit Abstimmungen entscheiden können. Aber viele Entscheide, die direkt Menschen betreffen, werden so gefällt, dass sie - wenn man Vergleiche macht - nicht mehr gerecht sind.

Gerade aufgrund der Beschäftigung mit diesem Thema komme ich zur klaren Folgerung: Es wäre viel besser, wir könnten mit der Zeit zu einer Lösung kommen, wonach der Bund durch die Gesetzgebung saubere Kriterien festlegen würde und wonach diejenigen, die diese Kriterien erfüllten, einen Rechtsanspruch auf Einbürgerung hätten. Ich bin überzeugt, dass man damit vielen Gemeindebehörden die Arbeit erleichtern könnte. Ich tendiere eher zu dem, was der Interpellant sagte, gerade auch aus den Erfahrungen meiner langjährigen Praxis heraus.

de Dardel Jean-Nils · Conseil national · Genève · Groupe socialiste

J'aimerais dire une chose qui me semble très importante aux divers intervenants du groupe de l'Union démocratique du centre. Vous voulez continuer de mettre toutes sortes d'obstacles à la procédure de naturalisation. C'est ça votre grand but. C'est pour cette raison qu'il y a aujourd'hui en Suisse 20 pour cent d'étrangers, parce qu'on décourage les étrangers de devenir citoyens et citoyennes suisses. Vous voulez continuer cette politique, vous voulez que cette proportion absolument exceptionnelle de 20 pour cent d'étrangers croisse encore pour mieux développer votre politique xénophobe. Il faut bien le dire: la manière dont vous avez parlé aujourd'hui démontre qu'en fait vous êtes satisfaits de décisions comme celles qui ont été prises à Emmen.

A M. Eggly, je dis que celui qui partage mon opinion à Genève, en tout premier lieu c'est un membre de son parti, M. Froidevaux, qui a mené toute une action très digne et très intelligente en faveur des victimes du vote d'Emmen. Je dois dire que je félicite M. Froidevaux et que je ne vous félicite pas, Monsieur Eggly!

Maitre Jean-Philippe · Conseil national · Genève · Groupe démocrate-chrétien

L'interpellation de Dardel qui fait suite, comme l'a rappelé son auteur, à l'affaire d'Emmen montre clairement que des décisions peuvent être entachées d'arbitraire. Il n'y a pas de doute que lorsqu'une décision tout à fait différente est prise à propos de personnes qui réunissent des conditions semblables, on a affaire à une décision arbitraire.

Le problème est de savoir quelles conséquences il faut en tirer. Est-ce qu'une modification de procédure imposant une sorte de règle uniforme sur le plan fédéral est souhaitable? Autant la décision arbitraire est contestable, autant il y a lieu de réfléchir à deux fois sur des modifications de procédure qui pourraient avoir pour effet de créer d'autres distorsions, là où des procédures semblables existent et sont vécues de manière parfaitement paisibles et ouvertes.

Dans notre pays, en effet, selon les législations cantonales, il y a de très nombreuses petites communes où les procédures de naturalisation dépendent d'un préavis donné par un conseil général ou par une assemblée populaire, et cela se passe de manière tout à fait paisible. Cela montre bien que la première distinction qui doit être faite a trait à la taille des collectivités communales dont il s'agit. On ne peut pas, par définition, traiter de la même manière les petites communes où les rapports de proximité sont tels que tout le monde se connaît et dans lesquelles les procédures de naturalisation ne posent pas de problème parce que l'intégration est vécue au quotidien, et les villes ou en tout cas les plus grandes agglomérations communales - et tel est bien le cas d'Emmen - où le nombre d'habitants est tel que les gens ne se connaissent pas suffisamment pour pouvoir être en mesure de statuer sur une demande de naturalisation sans être tentés de succomber à des arguments de type périphérique - c'est un euphémisme, ils sont très souvent odieux -, et c'est là que la possibilité d'arbitraire intervient.

Je crois donc que le groupe de travail qui a été mis en place par le Département fédéral de justice et police va être à même de traiter ces différentes situations et d'examiner dans quelle mesure une règle uniforme pourrait être éventuellement envisagée sur le plan suisse. Ce qui serait en revanche très contestable, c'est qu'à l'occasion de situations extrêmement pénibles, telles que celle qu'on a vue à Emmen, on cède de l'autre côté à la tentation de donner des leçons. Il y a un certain nombre de travers dans lesquels il ne faut pas tomber.

Personnellement, je regrette la décision qui a été prise par le Conseil municipal de la Ville de Genève, parce qu'elle me paraît erronée dans la mesure où la naturalisation est par excellence l'achèvement d'un processus d'intégration, la reconnaissance de ce processus. Force est d'admettre que les candidats malheureux à la naturalisation à Emmen ne sont pas intégrés à Genève et que c'est davantage une démonstration que le Conseil municipal de la Ville de Genève a voulu faire qu'une véritable réflexion politique propre à résoudre les problèmes posés. Ceux-ci sont effectivement sérieux.

Nous attendons donc beaucoup du groupe de travail mis en place par Mme Metzler, conseillère fédérale. Il devra régler tant des problèmes de procédure que, davantage encore, des problèmes de fond. Sur ce point, nous savons qu'il y a beaucoup à faire, en particulier dans le domaine de la naturalisation facilitée des jeunes étrangers nés dans notre pays.

Metzler Ruth · BR-F · Conseil fédéral · Appenzell Rh.-Int.

Es gibt nicht nur Emmen, das wurde heute mehrmals gesagt. Der Bundesrat hat anlässlich des Entscheides der Gemeinde Emmen dieses Jahr seine Besorgnis über das Abstimmungsergebnis ausgedrückt. Der Bundesrat hat aber auch ganz klar gesagt, dass er dieses Abstimmungsergebnis respektiert.

Es gibt nicht nur Emmen, und mir scheint es etwas gefährlich, wenn man jetzt generell von rassistischen Abstimmungen über Einbürgerungsgesuche spricht.

Es gibt nicht nur Emmen, es gibt im Kanton Luzern auch andere Gemeinden, die auch anders entscheiden. In meiner Heimatgemeinde Willisau-Stadt werden Einbürgerungsgesuche in der Gemeindeversammlung, ohne viel Aufhebens zu machen, genehmigt, und weil nicht viel Aufhebens von diesen Gesuchen gemacht wird, werden sie nicht in die Medien transportiert und machen so keine Schlagzeilen.

Wir müssen uns bewusst sein, dass das, was wir jetzt alles gehört haben, nicht alles ist, was in unserem Land läuft und vor allem positiv läuft. Das ist für mich eine ganz wichtige Feststellung.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger tragen bei Abstimmungen die Verantwortung, auch die Verantwortung betreffend die Grundrechte, die in unserer Bundesverfassung verankert sind. Bezüglich demokratischer Rechte - es wurde heute gesagt, und ich habe es schon mehrmals angetönt -, z. B. bei Abstimmungen, könnte es eine Lösung sein, dass nicht mehr direkt in Gemeindeversammlungen abgestimmt wird, sondern dass Einbürgerungskommissionen Einbürgerungsentscheide fällen. Das war auch etwas, das mir im Zusammenhang mit Emmen sehr bewusst geworden ist, als mir Personen ganz konkret gesagt haben, man kenne ja die Leute nicht, über deren Einbürgerung abgestimmt werden müsse. Das ist auch ein Kernproblem, dem z. B. mit Einbürgerungskommissionen, die sich konkret mit diesen Menschen und mit der Situation dieser Menschen beschäftigen, besser Rechnung getragen werden könnte.

Die Dreistufigkeit des Bürgerrechtes ist ein Grundsatz in unserem Land, der sich bisher bewährt hat und nicht einfach ohne weiteres und sehr schnell aufgegeben werden sollte.

Der Bundesrat kann sich heute nicht im Detail zu den verschiedenen Fragen äussern. Ich habe das schon mehrmals betont; ich hatte ja schon mehrmals Gelegenheit, zur Frage der Einbürgerungen zu sprechen.

Wir wollen den Bericht der Arbeitsgruppe "Bürgerrecht" abwarten. Diese Arbeitsgruppe war eigentlich ursprünglich eingesetzt worden, um mögliche Lösungen im Bereich der erleichterten Einbürgerung junger, in der Schweiz geborener und aufgewachsener Ausländerinnen und Ausländer aufzuzeigen. Diese Arbeitsgruppe wurde in den vergangenen Monaten noch mit Zusatzaufträgen versehen; diese bestehen darin, all die Fragen, die wir jetzt auf dem Tisch haben, vertieft anzuschauen und uns auch Lösungen aufzuzeigen, damit sich der Bundesrat aufgrund des Berichtes der Arbeitsgruppe eine eigene Meinung bilden und das weitere Vorgehen in dieser Frage bestimmen kann.