Bau- und Nutzungsordnung
Auw
Document
- Numéro
- 4223
- Commune
- Auw
- Canton
- Argovie
- Niveau
- Commune
- Autorité
- Gemeindeverwaltung
- Adopté
- 27 mars 2002
- En vigueur depuis
- 14 oct. 2009
- Source
- ÖREBlex, canton Argovie
Carte
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Fichiers
NUPLA-4223-2009-V.pdfOuvrir dans un nouvel onglet
Texte
Kanton Aargau
Gemeinde Auw
Teilrevision Bau- und Nutzungsordnung 2008 gemäss § 15 BauG
2009swisstop0 (JM051014)
Vorprüfungsbericht vom:
24. März 2009
Mitwirkungsbericht:
12. Januar 2009
Öffentliche Auflage vom:
,07. April
06. Mai 2009
bis
Beschlossen von der Gemeindeversammlung am:
3. Juni 2009
Der Gemeindeammannn:
Der Gemei
schreiber:
ye-71-7
Genehmigung:
Genehmigung durch den Regierungsrat Aarau, den Ae ota-t-ckee> 2°09 Der Staatsschreiber:
metron
Metron Raumentwicklung AG Stahlrain 2, Postfach, CH-5201 Brugg Tel. 056 460 91 11 / Fax 056 460 91 00 [email protected]
3. Juni 2009 / BWE/BGL
F: \DATEN\M4 \41-383B\04_BER\SYNOPSE\ SYN-BNO_V18.DOC
Teiländerung Bau- und Nutzungsordnung (BNO) 2008 BNO der Gemeinde Auw, beschlossen von der Gemeindeversammlung am 30. November 2001 genehmigt durch den Regierungsrat am 27. März 2002
BNO geltend
BNO geändert
2.
Raumplanung
2.
Raumplanung
Art. 4 Sondernutzungsplanpflicht
Art. 4 Sondernutzungsplanpflicht
1 Die im Bauzonenplan bandierten Flächen (ehemalige 2. Etappe) dürfen nur erschlossen und überbaut werden, wenn ein rechtskräfti-
1 Die im Bauzonenplan bandierten Flächen (ethemalige-2-E--tappe)-dür-
ger Sondernutzungsplan vorliegt. Der Inhalt des Sondernutzungspla-
fen nur erschlossen und überbaut werden, wenn ein rechtskräftiger Sondernutzungsplan vorliegt. Der Inhalt des Sondernutzungsplanes
nes wird vom Gemeinderat im Einzelnen festgelegt.
wird vom Gemeinderat im Einzelnen festgelegt.
2 Bei verkehrsmässig ausreichend erschlossenen Parzellen kann der Gemeinderat auf einen Sondernutzungsplan verzichten.
2 Bei verkehrsmässig ausreichend erschlossenen Parzellen kann der Gemeinderat auf einen Sondernutzungsplan verzichten. 3 Für die einzelnen im Bauzonenplan festgelegten Gebiete mit Sondernutzungsplanpflicht gelten folgende Zielsetzungen: Gebiet Bergstrasse / Oberdorf — Berücksichtigung des Dorfbachs bei der Freiraumgestaltung — Abstimmung der Verkehrserschliessung auf das umliegende Wohngebiet (z.B. Verkehrsberuhigung oder Verkehrsbeschränkung) — Gute Anbindung von Fuss- und Velowegnetz in Richtung Zentrum / Schule
1
BNO geltend
BNO geändert
4 Für die im Bauzonenplan festgelegten Gebiete mit Gestaltungsplanpflicht gelten folgende Zielsetzungen: — besonders gute Einpassung ins Orts- und Landschaftsbild — Berücksichtigung des Übergangs zur Uferschutzzone bei der Freiraumgestaltung sowie Unterhalt und Pflege der Uferschutzzone — qualitativ hochwertige Gestaltung der Aussenräume — Quartierfreundliches und verkehrsberuhigtes Erschliessungsnetz und gute Anbindung von Fuss- und Velowegnetz in Richtung Zentrum / Schule — Gestaltung der Bauten und Aussenräume damit die Immissionen aus der landwirtschaftlichen Nutzung minimiert werden
3.
Zonenvorschriften
3.
Zonenvorschriften
3.1
Bauzonen
3.1
Bauzonen
Art. 14 Uferschutzzone (US)
Art. 14 Uferschutzzone (US)
Die Uferschutzzone dient als Schutz des öffentlichen Gewässers und der Erhaltung des ökologischen Korridors entlang des Gewässers.
Die Uferschutzzone und die überlagerte Uferschutzzone dienen als Schutz des öffentlichen Gewässers und der Erhaltung des ökologischen Korridors entlang des Gewässers.
Veränderung der Uferschutzzonengrenze
Veränderung der Uferschutzzonengrenze
2
BNO geltend
BNO geändert
2In der Uferschutzzone ist das Erstellen von Bauten sowie andere das Uferbild beeinträchtigende Veränderungen, wie Ablagerungen, Beseitigung von Baum- und Gebüschgruppen und dergleichen nicht gestattet. Ausgenommen sind Unterhaltsarbeiten, sowie Aufwertungsmassnahmen zu Gunsten von Natur- und Landschaftsschutz.
3.3
Spezialzone im Kulturland
2In der Uferschutzzone ist das Erstellen von Bauten sowie andere das Uferbild beeinträchtigende Veränderungen, wie Ablagerungen, Beseitigung von Baum- und Gebüschgruppen und dergleichen nicht gestattet. Ausgenommen sind Unterhaltsarbeiten, sowie Aufwertungsmassnahmen zu Gunsten von Natur- und Landschaftsschutz.
3.7
Spezialzone im Kulturland
Art. 17a Spezialzone Reitsport
1 Die Spezialzone Reitsport ist ausschliesslich für den Ausbau und den Betrieb eines gewerblichen Reitsportzentrums bestimmt. Zulässig sind die damit verbundenen Aktivitäten innerhalb und ausserhalb der Gebäude und Anlagen wie die Haltung von Pensionspferden, die Ausbildung von Pferden, die Erteilung von Reitstunden und dergleichen. Es sind maximal zwei publikumswirksame Anlässe wie Dressur- / Fahrprüfungen und Ähnliches pro Jahr zulässig. 2 Die exponierte Lage am Ortseingang erfordert eine optimale landschaftliche Eingliederung der Anlageteile, insbesondere der Hochbauten entlang der Kantonsstrasse mittels einer Hochstammbepflanzung. 3 Gestattet sind Bauten und Anlagen, die den zulässigen Nutzungen dienen sowie betriebsnotwendige Aussenanlagen und Parkplätze. Insbesondere zulässig sind Freilaufstall, Remise, Fahrplatz, Fahrpisten, Weiden und weitere betriebsnotwendige Anlagen. Ein-
3
BNO geltend
BNO geändert zimmerwohnungen / Unterkünfte für das Betreuungspersonal sind bei ausgewiesenem Überwachungsbedarf zulässig. Es gilt die Empfindlichkeitsstufe III. 4 Sofern für den Ausbau der Reitsportanlage im schraffierten Bereich innert 7 Jahren ab Rechtskraft dieser Nutzungsänderung keine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt und die Realisierung nicht begonnen wurde, ist die Errichtung von Hochbauten nicht mehr zulässig. 5 Wird der Betrieb des gewerblichen Reitsportzentrums eingestellt, ist der gesamte in der Spezialzone gelegene Teil der Anlage vollständig aufzuheben (Rückbau), das Gelände wieder in den vormaligen Zustand zu überführen und für die landwirtschaftliche Nutzung herzurichten. Die Rückführbarkeit zu Fruchtfolgeflächen ist im Baugesuchsverfahren für sämtliche Bauten und Anlagen mit einem Bodenschutz- / Rekultivierungskonzept nachzuweisen. 6 Zusätzlichen Parkierungsmöglichkeiten während der publikumswirksamen Anlässe sind vorgängig mit dem Gemeinderat abzusprechen. 7 Hochbauten und befestigte Flächen wie Parkplätze und Ausläufe sind einzig in den im Kulturlandplan schraffierten Bereichen zulässig. Ausserhalb des schraffierten Bereichs dürfen nur Anlagen realisiert werden, die mit wenig Aufwand rückgebaut werden können. Das anfallende Bodenmaterial darf nicht abtransportiert werden, sondern muss auf dem Gelände nach Bodenhorizonten getrennt, fachgerecht zwischengelagert werden. Die Hochbauten sind einheitlich zu gestalten und optimal einzugliedern. Die Masse
4
BNO geltend
BNO geändert werden im Einzelfall durch den Gemeinderat unter Abwägung der privaten und öffentlichen Interessen festgelegt. 8 Massnahmen zur Gewährleistung des ökologischen Ausgleichs sind im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens festzulegen. 9 Die Betriebszeiten der Anlage sind im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens festzulegen.
3.6
Schutzobjekte
3.6
Schutzobjekte
Art. 30 Substanzschutz
Art. 30 Substanzschutz
1 Die im Anhang bezeichneten Gebäude sind von kulturgeschichtlichem oder symbolischem Wert und in ihrer Substanz geschützt. Sie
1 Die im Bauzonen- / Kulturlandplan (rot) und im Anhang bezeichneten Gebäude sind von kulturgeschichtlichem oder symbolischem Wert
dürfen nicht abgebrochen werden und sind zu unterhalten. Innerhalb des bestehenden Volumens dürfen sie aus- und umgebaut werden,
und in ihrer Substanz geschützt. Sie sind zu unterhalten und dürfen nicht abgebrochen werden. Innerhalb des bestehenden Bauvolumens dürfen sie aus- und umgebaut werden, soweit dies mit dem Schutzziel
soweit dies dem Schutzziel nicht entgegensteht.
vereinbar ist. Bei Einhaltung der Schutzziele ist die Errichtung zusätzlicher Kellerräume (Tank- und Schutzräume usw.) zulässig.
Art. 31 Volumenschutz
2 Die im Anhang bezeichneten Gebäude sind für das Strassen- und Ortsbild von besonderem Wert und in ihrem Volumen geschützt. Zusätzlich zu den beim Substanzschutz zugelassenen baulichen Massnahmen dürfen sie abgebrochen werden, sofern die Erstellung von Ersatzbauten gesichert ist. Sie müssen an gleicher Stelle und in etwa
Art. 31 Volumenschutz
2 Die im Bauzonen- / Kulturlandplan (violett) und im Anhang bezeichneten Gebäude sind für das Strassen- und Ortsbild von besonderem Wert und in ihrem Volumen geschützt. Zusätzlich zu den in Abs. 1 zugelassenen baulichen Massnahmen dürfen sie abgebrochen werden, sofern die Erstellung von Ersatzbauten gesichert ist. Sie müssen an
5
BNO geltend
BNO geändert
mit den bisherigen Aussenmassen wieder aufgebaut werden. Davon
gleicher Stelle und mit den bisherigen Aussenmassen wieder aufge-
kann nur abgewichen werden, wenn dadurch eine für das Strassen-
baut werden. Von diesen kann nur abgewichen werden, wenn dadurch
und Ortbild mindestens gleichwertige Lösung entsteht. Aus Gründen der Verkehrssicherheit kann eine geringfügige Standortverschiebung
eine für das Strassen- und Ortsbild gleichwertige Lösung entsteht. Aus Gründen der Verkehrssicherheit kann eine geringfügige Standortver-
verlangt werden.
schiebung verlangt werden. Gesamthaft ist auf eine besonders gute Einpassung in das Ortsbild und auf eine angemessene Umgebung, der Schutzobjekte zu achten.
Art. 47b Hochwasserschutz
1 Wer in hochwassergefährdetem Gebiet baut, hat im Baugesuch nachzuweisen, dass er dem Projekt entsprechende Massnahmen zur Schadenminimierung getroffen hat. In der Regel sind die Massnahmen auf das hundertjährliche Hochwasser HQ100 auszurichten. 2 Als massgebliche Überprüfungs- und Projektierungsgrundlagen gelten namentlich die Gefahrenhinweiskarte, der aktuelle Stand der Gefahrenkarte, der Schutzhöhenkarte und des Ereigniskatasters sowie die Massnahmenplanung, welche auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden können. 3 Die Baubewilligungsbehörde kann, wenn nötig, auf Kosten der Bauherrschaft eine Begutachtung durch Fachleute anordnen. Soweit überwiegende öffentliche Interessen es erfordern, kann die Baubewilligungsbehörde weitergehende Massnahmen verlangen oder Bauvorhaben untersagen.
6
9. Anhang: Liste der Schutzzonen und Schutzobjekte
BNO geltend
BNO geändert Einzelbäume
Einzelbäume 3.49
2 Linden
3.83
4 Feldahorne / Mitteldorf
3.84
Linde Kirche
7
Liste der kommunalen Schutzobjekte: Substanzschutz
BNO geändert
BNO geltend Nr.:
Objekt:
Strasse
Geb.
Parz.
Nr.:
Objekt:
Strasse
Geb.
Parz.
901
Wohnhaus
Sinserstrasse 3
90
345
5.1 (901)
Wohnhaus
Sinserstrasse 3
90
345
902
Doppelwohn-
Sinserstrasse 6
114
355
5.2 (902)
Doppelwohn-
Sinserstrasse 6
114
355
haus
haus 904
Gasthof Linde
Sinserstrasse 11
126
447
5.3 (904)
Gasthof Linde Sinserstrasse 11
126
447
906
Doppelwohn-
Sinserstrasse 19/21
142A/B
429/430
5.4 (906)
Doppelwohn-
142A/B
429/430
159
446
haus
haus 907
Sigristenpfrund Mühlauerstrasse 3
159
446
5.5 (907)
Doppelwohn-
Sigristenpfrund Mühlauerstrasse 3 haus
haus 908
Sinserstrasse 19/21
Mühlauerstrasse 4/6
164A/B
434/440
5.6 (908)
Doppelwohn-
Mühlauerstrasse 4/6 164A/B
434/440
haus
haus 909
Speicher
Mühlauerstrasse
162
440
5.7 (909)
Speicher
Mühlauerstrasse
162
440
911
Doppelwohn-
Maria-Bernarda-Strasse 3
179
480
5.8 (911)
Doppelwohn-
Maria-Bernarda-
179
480
haus
Strasse 3
haus 912
Wohnhaus
Herrenhof
184
549
5.9 (912)
Wohnhaus
Herrenhof
184
549
913
Wohnhaus
Bachweg 4
154
457
5.11 (913)
Wohnhaus
Bachweg 4
154
457
917
Wohnhaus
Bergstrasse 9
48
388
5.12 (917)
Wohnhaus
Bergstrasse 9
48
388
8
BNO geändert
BNO geltend Nr.: 920
Objekt:
Strasse
Geb.
Parz.
Nr.:
Objekt:
Strasse
Geb.
Parz.
Gasthof Hir-
Sinserstrasse 4
92
357
5.13 (920)
Gasthof Hir-
Sinserstrasse 4
92
357
schen
schen 921
Spritzenhaus
Hinterdorfstrasse
73
338
5.14 (921)
Spritzenhaus
Hinterdorfstrasse
73
338
923
Wohnhaus
Hinterdorfstrasse 9
70
161
5.15 (923)
Wohnhaus
Hinterdorfstrasse 9
70
161
925
Wohnhaus
Rüstenschwil 1
188
61
5.16 (925)
Wohnhaus
Rüstenschwil 1
188
61
926
Wohnhaus
Rüstenschwil 26
249
96
5.17 (926)
Wohnhaus
Rüstenschwil 26
249
96
928
Wohnhaus
Rüstenschwil 31
211
78
5.18 (928)
Wohnhaus
Rüstenschwil 31
211
78
924 A
Friedhofkreuz
Friedhof
433
5.19 (924 A) Friedhofkreuz
Friedhof
433
924 B
Friedhofkreuz
Kirche
433
5.21 (924 B) Friedhofkreuz
Kirche
433
924 C
Wegkreuz
Sinserstrasse
398
5.22 (924 C) Wegkreuz
Sinserstrasse
398
924 D
Wegkreuz
Berg- / Alikonerstrasse
377
5.23 (924 D) Wegkreuz
Berg- / Alikonerstras-
377
se 924 E
Wegkreuz
Bergstrasse
631
5.24 (924 E) Wegkreuz
Bergstrasse
631
930
Wegkreuz
Rüstenschwil 31
78
5.25 (930)
Wegkreuz
Rüstenschwil 31
78
931
Brunnen
Rüstenschwil 25
81
526 (931)
Brunnen
Rüstenschwil 25
81
9
Volumenschutz
BNO geändert
BNO geltend Nr.:
Objekt:
Strasse
Geb.
Parz.
Nr.:
Objekt:
Strasse
Geb.
Parz.
903
Waschhaus
Käsereistrasse
113
355
6.1
Waschhaus
Käsereistrasse
113
355
914
Wohnhaus
Käsereistrasse 13
104B
394
6.2
Wohnhaus
Käsereistrasse 13
104B
394
918
Wohnhaus
Alikonerstrasse 13
42
377
6.3
Wohnhaus
Alikonerstrasse 13
42
377
919
Mühlescheune Alikonerstrasse 6
57
324
6.4
Mühlescheune
Alikonerstrasse 6
57
324
Scheune
Käsereistrasse
112
355
6.5
Scheune
Käsereistrasse
112
355
Scheune
Hinterdorfstrasse 6
75
340
6.6
Scheune
Hinterdorfstrasse 6
75
340
Scheune
Sinserstrasse 4
91
357
6.7
Scheune
Sinserstrasse 4
91
357
Wohnhaus
Sinserstrasse 9
120
450
6.8
Wohnhaus
Sinserstrasse 9
120
450
Wohnhaus
Sinserstrasse 8
111 B
398
6.9
Wohnhaus
Sinserstrasse 8
111 B
398
Wohnhaus
Käsereistrasse 1
111 A
397
6.11
Wohnhaus
Käsereistrasse 1
111 A
397
146/147
442/443
6.12
Wohnhaus und
Mühlauerstrasse 2
146/147
442/443
Wohnhaus und Mühlauerstrasse 2 Scheune
Scheune
10
Gemeinde Auw BAU- UND NUTZUNGSORDNUNG Gemäss § 15 BauG
Genehmigungsexemplar Vorprüfungsbericht vom: 26. September 2001 Öffentliche Auflage vom : 08. Oktober 2001
bis: 06. November 2001
Beschlossen von der Gemeindeversammlung: 30. November 2001
Der Gemeindeammann:
Der Gemeindeschreiber:
Paul Leu
Stefan Schumacher
Genehmigung:
Genehmigung durch den Regierungsrat Aarau, den 2.4. rt.;zoz Der Staatsschreiber:
bno.doc
30.01.2002
INHALTSVERZEICHNIS 1. Geltungsbereich § 1
Art. 2 Geltungsbereich
Bauzonen- und Kulturfandplan Uebergeordnetes Recht
Seite 5 5 5
2. Raumplanung
Art. 3
165 autres articles
Art. 4 Verdichtung und Siedlungsemeuerung
Sondernutzungsplanpflicht
5 5
3. Zonenvorschriften 3.1 Bauzone
Art. 5
Art. 6
Art. 7
Art. 8
Art. 9
Art. 10
Art. 11
Art. 12
Art. 13
Art. 14 Bauzonen
Lärmvorbelastete Flächen Wohnzone am Hang (W 1) Dächer Breiten Than Wohnzone 2 Geschosse (W 2) Wohnzone 3 Geschosse (W 3) Wohn- und Gewerbezone 3 Geschosse (WG 3) Lager Säge Dorfzone (D) Zweck Nutzung Beratung Nachweis Ortsbildschutz Modelle Abbruch Baukörper Räumliche Lage Richtwerte Allgemeine Bauvorschr Erleichterung Gestaltung Gewerbezone (G) Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (0E) Grünzone Bepflanzung Uferschutzzone (US) Veränderung der Ufetschutzzonengrenze
6 6 6 6 6 7 7 7 7 7 7 7 7 8 8 8 8 8 8 8 8 8 9 9 9 9 9 9
3.2 Landwirtschaftszone
Art. 15 Landwirtschaftszone
10 2
Art. 16 Weg- und Meliorationsanlagen
Bauten in der Landwirtschaftszone
10 10
3.3 Spezialzone im Kulturland
Art. 17 Spezialzone für bodenunabhängige Produktion
10
3.4 Schutzzone
Art. 18 §
§ § § § §
19 20 21 22 23 24
Naturschutzzone Kulturland Nutzungseinschränkungen Feuchtgebiet Magerwiese, magere Böschung Blumenwiesen Ruderalstandort Uferschutzzone Naturschutzzone im Wald Besonderer Waldbestand Mariahaldentobel Massnahmen
11 11 11 11 11 12 12 12 12 12 12
3.5 überlagerte Schutzzone
Art. 25 Landschaftsschutzzone
13
3.6 Schutzobjekte
Art. 26
Art. 27
Art. 28
Art. 29
Art. 30
Art. 31
Art. 32 Waldrand
Hochstammobstbestände Hecken, Feld- und Ufergehölze Einzelbäume Substanzschutz Volumenschutz Übrige Schutzobjekte
13 13 13 14 14 14 14
4. Definitionen
Art. 33
Art. 34
Art. 35
Art. 36
Art. 37 Arealüberbauung
Zonenabweichungen Ausnützungsziffer Mindestausnützungsziffer Mehrlängenzuschlag Tiefbauten Grenz- und Gebäudeabstand Abstand gegenüber dem Kulturland Stützmauern Untergeschoss Gewerbe
15 15 15 15 16 16 16 16 16 16 16
3
5. Bauvorschriften 5.1 Erschliessung
Art. 38 Oeffentliche Einrichtungen, Benützung von Privateigentum
17
5.2 Technische Bauvorschriften
Art. 39
Art. 40
Art. 41 Allgemeine Anforderungen
Brandruinen Baulücken Energiesparmassnahmen Nachisolationen
17 17 17 17 18
5.3 Wohnhygiene
Art. 42
Art. 43
Art. 44 Ausrichtung der Wohnungen
Bezug von Wohnungen Nebenräume in Mehrfamilienhäusern Spielplätze
18 18 18 18
6. Schutzvorschriften
Art. 45
Art. 46
Art. 47 Landschafts- und Ortsbildschutz
Rüstenschwil Dachgestaltung Schneefangvorrichtungen Materialablagerungen
18 19 19 19 19
7. Vollzug und Verfahren
Art. 48
Art. 49
Art. 50 Zuständigkeit
Vollzug Naturschutz Gebührenreglement
19 20 20
8. Schluss- und Uebergangsbestimmungen, Genehmigung
Art. 51 Aufhebung bisherigen Rechts
Genehmigung
20 20
9. Anhang
-
Schutzzonen Schutzobjekte
4
BAUORDNUNG
1. Geltungsbereich
Art. 1 Geltungsbereich
Die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) beinhaltet das kommunale Raumplanungs-, Umweltschutz- und Baurecht. 2
Ihre Vorschriften finden Anwendung auf alle Bauten und Anlagen, deren Nutzung sowie den Schutz des Bodens. Die BNO gilt für das gesamte Gemeindegebiet.
3
Bauzonen- und Kulturlandplan
4
Der Bauzonenplan 1:2000 sowie der Kulturlandplan 1:5000 sind Bestandteile dieser BNO. Sie sind auf der Gemeindeverwaltung zur Einsicht offenzuhalten. Einzig diese Originalpläne sind rechtsverbindlich.
Art. 2 Übergeordnetes Recht
-
einschlägigen Vorschriften des eidgenössischen und kantonalen Rechts bleiben vorbehalten. Die wichtigsten Bestimmungen des übergeordneten Rechts finden sich im kantonalen Handbuch zum Bau- und Nutzungsrecht (BNR).
2. Raumplanung
Art. 3 Verdichtung und
Siedlungserneuerung
Der Gemeinderat kann in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern und unter Beizug von Fachleuten ein Konzept zur Verdichtung und Erneuerung untemutzter bzw. sanierungsbedürftiger Gebiete erstellen.
Art. 4 SondernutzungsplanPflicht
Die im Bauzonenplan bandierten Flächen (ehemalige 2. Etappe) dürfen nur erschlossen und überbaut werden, wenn ein rechtskräftiger Sondernutzungsplan vorliegt. Der Inhalt des Sondemutzungsplanes wird vom Gemeinderat im Einzelnen festgelegt. 2Bei verkehrsmässig ausreichend erschlossenen Parzellen kann der Gemeinderat auf einen Sondernutzungsplan verzichten.
5
3. Zonenvorschriften 3.1 Bauzonen
Art. 5 i
Bauzonen
Der Bauzonenplan 1:2000 scheidet folgende Bauzonen aus:
Äushützinige.
Gesellkitt.
Gebäude;
Ziffer
zahl
höhe
liChkeU4 stufe
Gebäudeabstand
lange ohne
Setilitten
MehrUngenzuschlag max.
Wohnzone
W1
II
0.4
'Mex.
max. 12 m
ani Hang Wohnzone 2
W2
12m
§
Wohnzone 3 Wohn- und Gewerbezone 3 , Dorfzone D
Art. 10 Gewerbezone
Art. 11 Zone für
OE
II
Art. 12 Oeffentliche
bauten und Anlagen
..
Die eingeklammerten Masse gelten bei Neubauten als Richtwert Der Gemeinderat kann Abweichungen von diesem Richtwert bewilligen, falls der Zonenzweck nicht beeinträchtigt wird. Die mit x bezeichneten Masse legt der Gemeinderat unter Abwägung der betroffenen privaten und öffentlichen Interessen im Einzelfall fest. Lärmvorbelastete Flächen
4
1n den im Bauzonenplan dargestellten lärmvorbelasteten Flächen gilt die Empfindlichkeitsstufe III.
Art. 6 Wohnzone am Hang (W 1)
Die Zone VV1 ist für den Bau von freistehenden, 1-2 geschossigen Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Doppeleinfamilienhäuser bestimmt. Nichtstörendes Gewerbe ist zugelassen.
Dächer
2 In der ganzen Zone W1 sind Schrägdächer mit mind. 15° Neigung vorgeschrieben. Klein- und Anbauten können mit einem Flachdach versehen werden.
Breiten
Im Gebiet "Breiten" darf die Höhenkote 498.0 m. ü. M. durch keine Gebäudeteile überschritten werden (ausgenommen Kamine).
3
6
Than
4
Die schonende Ueberbauung des steilen landschaftlich empfindlichen Gebietes "Than" ist mit einem kommunalen Gestaltungsplan mit Sondemutzungsvorschriften zu gewährleisten. Im Gebiet Than gilt eine max. Gebäudehöhe von 7.5 m und eine max. AZ von 0.35.
Art. 7 Wohnzone 2 Geschosse
(W 2)
Die Zone W 2 ist für freistehende und zusammengebaute Einfamilienhäuser sowie für kleine Mehrfamilienhäuser bestimmt. Reihen- und Mehrfamilienhäuser können bis zu einer Gesamtlänge von 30 m bewilligt werden. Nichtstörendes Gewerbe ist zugelassen.
Art. 8 Wohnzone 3 Geschosse
(W 3)
Die Zone W 3 ist für den Bau von Mehrfamilienhäusern mit einer Mindestausnützungsziffer von 0.5 bestimmt. Nichtstörendes Gewerbe ist zugelassen.
Art. 9
Wohn- und Gewerbezone 3 1 Die Zone WG 3 ist für den Bau von Wohn- und GeschäftsGeschosse (WG 3) häuser mit einer Mindestausnützungsziffer von 0.5 bestimmt. Bei reinen Wohnbauten gilt eine maximale Ausnützungsziffer von 0.65. Mässig störendes Gewerbe ist zugelassen. 2
Eingeschossige Gewerbebauten bis zu einer Firsthöhe von 4 m können mit einem allseitigen Grenzabstand von 4 m errichtet werden. 3
Lager
Lager im Freien können ausnahmsweise zugelassen werden, wenn Sie bezüglich Höhe, Lage, Kubatur, Material usw. nicht störend in Erscheinung treten.
Säge
Für das im Bauzonenplan speziell bezeichnete Gebiet "Säge" ist ein Gestaltungsplan zu erstellen, um eine den örtlichen Gegebenheiten (Nähe zur Dorfzone und zum Denkmalschutzobjekt) angepasste Überbauung zu gewährleisten. 4
Art. 10 Dorfzone (D)
Zweck
'Die Dorfzone bezweckt die Erhaltung des Ortsbildes mit der noch gut erhaltenen (bäuerlichen) Bausubstanz sowie eine massvolle bauliche Weiterentwicklung, welche die gewachsene Struktur von Bauten und Freiräumen berücksichtigt.
Nutzung
Die bestehenden Bauten sind nach Möglichkeiten zu erhalten. Umbauten und Renovationen sind Neubauten vorzuziehen. Gestattet sind Wohn- und Geschäftsbauten sowie Landwirtschafts- und mässig störende Gewerbebetriebe. 2
31m punktierten Bereich der Parzelle Nr. 38 beim Restaurant Räber in Rüstenschwil sind ausschliesslich Tiefbauten (na-
7
mentlich Parkplätze für das Restaurant) zulässig. Beratung
Bei Bauvorhaben ist möglichst früh (vor dem eigentlichen Baugesuch) mit dem Gemeinderat Kontakt aufzunehmen, so dass eine projektbegleitende Beratung bezüglich Ortsbildschutz erfolgen kann.
Nachweis Ortsbildschutz
5 Baugesuche für Neu-, An- und Ersatzbauten sowie (falls das äussere Erscheinungsbild betroffen ist) für Zweckänderung, Umbauten und Renovation sind vom Gemeinderat durch einen neutralen Fachexperten überprüfen zu lassen oder den entsprechenden kantonalen Fachstellen (Ortsbildschutz) zur Stellungnahme zu unterbreiten. Diese überprüfen, ob die Anliegen des Ortsbildschutzes im Projekt angemessen berücksichtigt worden sind.
4
6
Modelle
Auf Verlangen des Gemeinderates sind, zur besseren Beurteilung der Projekte, Perspektivzeichnungen oder Modelle, welche die Nachbarbauten miteinbeziehen, anzufertigen.
Abbruch
7
Abbrüche oder Teilabbrüche dürfen nur bewilligt werden, wenn das Ortsbild nicht beeinträchtigt wird oder die Erstellung einer Ersatzbaute für die entstehende Bau- und/oder Anlagelücke gesichert ist.
Baukörper
sEs sind einfache Baukörper anzustreben, die sich in den Dimensionen und der räumlichen Stellung an den bereits bestehenden, für das Dorfbild typischen Baukuben orientieren. Dies gilt insbesondere für Ersatzbauten, welche dem bisherigen Baukörper weitgehend in ihrem äusseren Erscheinungsbild anzugleichen sind. Neubauten dürfen nicht dominierend in Erscheinung treten und sind normalerweise freistehend zu konzipieren. Eine gestaffelte Bauweise ist unerwünscht.
Räumliche Lage
9
Der Gemeinderat kann die räumliche Lage und Ausdehnung von Neu- und Ersatzbauten vorschreiben, falls übergeordnete Interessen des Ortsbild- und Denkmalschutzes dies erfordern.
Richtwerte
10
Grenzabstände, Geschosszahlen, Gebäude- und Strassenabstände, Ausnützungsziffer sowie Grösse und Anordnung der Parkflächen werden vom Gemeinderat von Fall zu Fall festgelegt. Im Vordergrund steht dabei die Erhaltung der Bausubstanz und der bestehenden Bebauungsstruktur.
Allgemeine Bauvorschr. Erleichterung
11 Der Gemeinderat kann in Einzelfällen, wo es um die Erhaltung von Altbauten oder von Altbauteilen geht, Erleichterungen gegenüber den allgemeingültigen kommunalen Bauvorschriften gestatten.
Gestaltung
Die äussere Gestaltung von Bauten und Anlagen hat mit den für das Dorfbild charakteristischen Formen, Farben und Materialien zu harmonisieren. Spezielle Beachtung ist der Gestaltung der Dachlandschaft zu schenken. Dacheinschnitte sind nicht zulässig. 12
8
Art. 11 Gewerbezone (G)
l
ln der Gewerbezone sind Gewerbebetriebe aller Art zulässig, die die benachbarten Wohnzonen nicht übermässig stören. Wohnbauten können aus betrieblichen Gründen bewilligt werden (z. B. für Betriebsinhaber, Abwart) sofern keine anderen überwiegenden Interessen entgegenstehen. 21n der Gewerbezone entscheidet der Gemeinderat nach den betrieblichen Anforderungen über Gebäudehöhe, Lagerplätze etc.. Gegenüber angrenzenden Zonen sind deren Abstandsvorschriften einzuhalten. 3Gebäude mit einer Firsthöhe von mehr als 12 m sind nur mit
einem Gestaltungsplan zulässig.
Art. 12
Zone für öffentliche Bauten Die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen ist für vorhanund Anlagen (0E) dene und künftige, dem öffentlichen Interesse dienenden Bauten und Anlagen bestimmt. 2Gebäudehöhe, Grenz- und Gebäudeabstände für öffentliche
Bauten werden vom Gemeinderat festgelegt. Gegenüber angrenzenden Zonen sind deren Abstandsvorschriften einzuhalten.
Art. 13 Grünzone
Die Grünzone dient der Anpassung und Eingliederung der Bauzone in die Landschaft. Bauten und Anlagen sind nicht gestattet. Terrainveränderungen, Böschungssicherungen und Einfriedigungen sind jedoch im Rahmen eines Gestaltungsplanes zulässig.
Bepflanzung
2
Hecken innerhalb der Grünzone sind mit standortheimischen Sträuchern, Büschen und Einzelbäumen zu gestalten. Die restliche Fläche kann als Garten genutzt werden.
Art. 14 Uferschutzzone (US)
Die Uferschutzzone dient als Schutz des öffentlichen Gewässers und der Erhaltung des ökologischen Korridors entlang des Gewässers.
Veränderung der Uferschutzzonengrenze
2
1n der Uferschutzzone ist das Erstellen von Bauten sowie andere das Uferbild beeinträchtigende Veränderungen, wie Ablagerungen, Beseitigung von Baum- und Gebüschgruppen und dergleichen nicht gestattet. Ausgenommen sind Unterhaltsarbeiten, sowie Aufwertungsmassnahmen zu Gunsten von Natur- und Landschaftsschutz.
9
3.2 Landwirtschaftszone
Art. 15 Landwirtschaftszone
Die Landwirtschaftszone ist für die bodenabhängige landwirtschaftliche und gartenbauliche Produktion sowie für die innere Aufstockung bestimmt. 2Ersatzaufforstungen sowie Anlagen zum ökologischen Ausgleich (z.B. Terrainveränderungen) bis 50 a pro Anlage sind zulässig soweit keine überwiegenden, insbesondere landwirtschaftlichen, Interessen entgegenstehen.
Weg- und Meliorationsanlagen
3 Die Benützung der öffentlichen Weg- und Entwässerungsanlagen soll mit angemessener Sorgfalt erfolgen. Bei der Bodenbearbeitung ist gegenüber dem Strassenmarch ein Abstand von mindestens 40 cm einzuhalten.
Art. 16 Bauten in der Landwirtschaftszone
.. alle Bauten und Anlagen ist ein in Abwägung sämtlicher Fur betroffener Interessen optimaler Standort zu wählen. Sie haben sich in Bezug auf Ausmass, Gestaltung, Stellung sowie Umgebungsbepflanzung ins Landschaftsbild einzufügen. 2Für Wohngebäude sind 2 Geschosse erlaubt. Im übrigen werden Gebäudehöhen und Gebäudelängen vom Gemeinderat unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse und der bau- und feuerpolizeilichen sowie wohnhygienischen Erfordernisse festgelegt. Es gilt für alle Bauten gegenüber den angrenzenden privaten Grundstücken generell ein Grenzabstand aus der halben Gebäudehöhe, mindestens aber 4 m. 3 1n der Landwirtschaftszone gilt die Empfindlichkeitsstufe III.
3.3 Spezialzone im Kulturland
Art. 17 Spezialzone für bodenunabhängige Produktion
Die Spezialzone für bodenunabhängige Produktion (im Kulturlandplan als Landwirtschaftszone II bezeichnet) ist für die bodenabhängige und bodenunabhängige Produktion im Bereich des Pflanzenbaus und der Tierhaltung bestimmt. 2
Bauten und Anlagen sind gestattet, soweit sie der zulässigen Nutzung dienen und betriebsnotwendig sind. § 16 Abs. 1 und 2 gelten sinngemäss. Es gilt die Empfindlichkeitsstufe III.
10
3.4 Schutzzone
Art. 18 Naturschutzzone
Kulturland
Die Naturschutzzone bezweckt die Erhaltung und Verbesserung von Lebensräumen schutzwürdiger Tiere und Pflanzen.
Nutzungseinschränkungen
2
Es bestehen folgende Nutzungseinschränkungen: Fischerei, Düngung, Verwendung von Pflanzenschutz- und Unkrautvertilgungsmittel, Entwässerung, Beweidung, Umbruch sowie Aufforstung sind nicht gestattet. Die Gebiete dürfen nur im Rahmen von Bewirtschaftung, Unterhalt und Überwachung betreten werden. 3
Bauten, Anlagen, Terrainveränderungen (Abgrabungen, Aufschüttungen, Ablagerungen) sind verboten, soweit sie nicht dem Schutz oder Unterhalt der Naturschutzzone dienen.
4Die Waldränder, welche die Gebiete begrenzen, sind stufig aufzubauen, beziehungsweise zu erhalten.
Art. 19 Feuchtgebiet
Die im Kulturlandplan bezeichneten Feuchtgebiete sind zu erhalten. Ihre Nutzung beschränkt sich auf eine Streumahd im Spätherbst oder Winter. Das Schnittgut ist abzuführen. Im übrigen gelten die Vorschriften von § 18 Abs. 2 und 3 BNO.
Art. 20 Magervviese, magere
Böschung
Magerwiesen und magere Böschungen sind extensiv genutzte Flächen mit besonders schutzwürdigen Pflanzen- und Tiergemeinschaften auf trockenem Untergrund. Der Pflanzenbestand darf weder durch Düngung, Bewässerung, Beweidung oder durch andere Vorkehren beeinträchtigt werden. Zu den mageren Böschungen gehört ein 1 m breiter Streifen oberhalb der Böschungsoberkante. 1
Die Verwendung von Pflanzenschutz- und Unkrautvertilgungsmitteln ist untersagt.
2
Die Nutzung als Heuwiese (mit spätem Schnitt) ist gestattet.
3
Art. 21 Blumenwiesen
Die im Kulturlandplan bezeichneten Blumenwiesen sind zu erhalten. Der erste Schnitt soll möglichst spät erfolgen. Eine einmalige jährliche Mistdüngergabe sowie die extensive Beweidung sind gestattet, sofern die Grasnarbe dadurch nicht beschädigt wird.
11
Art. 22 Ruderalstandort
Der Ruderalstandort beim Scheibenstand ist zu erhalten. Die Nutzung beschränkt sich auf das Zurückschneiden der Vegetation. Der Unterhalt des Scheibenstandes bleibt jedoch gewährleistet.
Art. 23 Uferschutzzone
Die im Kulturlandplan (symbolisch) bezeichnete Uferschutzzone umfasst beidseits der Gewässer die Ufervegetation, sowie einen Streifen von 3 m Breite, gemessen von der Uferlinie des mittleren Sommerwasserstandes. 2
Untersagt sind das Pflügen, die Verwendung von Dünge-, Pflanzenschutz- und Unkrautvertilgungsmitteln sowie weitere Veränderungen. Vorbehalten sind die im öffentlichen Interesse erforderlichen Unterhaltsarbeiten gemäss Baugesetz. Die nicht die Ufervegetation umfassende Bereiche können als Heuwiese genutzt werden. Bezüglich der Uferbestockung gilt
Art. 28
BNO.
Art. 24 Naturschutzzone im Wald
1Das Waldgebiet Bindelen zeichnet sich durch seine standortgerechte Bestandesstruktur und Artenzusammensetzung aus. Diese sind durch entsprechende Bewirtschaft langfristig zu erhalten und zu verbessern. Dabei ist der Altersphase der Baumschicht besondere Beachtung zu schenken. Es dürfen keine zusätzlichen Entwässerungsanlagen gebaut werden.
Besonderer Waldbestand
2 1n den im
Mariahaldentobel
Massnahmen
Kulturlandplan als besondere Waldbestände bezeichneten Flächen "Falk" und "Chlichräbselen" sind die standortheimischen Arten zu erhalten und auf dem Weg der Durchforstung zu fördern. Der natürliche Totholzanteil ist zu belassen. Die Bewirtschaftung erfolgt generell nach den Grundsätzen des naturgemässen Waldbaus. 3 Das "Mariahaldentobel" mit seinen Seitenbächen ist geomorphologisch und waldökologisch wertvoll. Tobel und Seitenbäche sind in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten. Der Wald zeichnet sich aus durch einen weitgehend naturnahen Bestandesaufbau mit meist standortheimischen Baumarten und durch verschiedene Flächen mit hohem Altholzanteil. Diese Verhältnisse sind mit der Bewirtschaftung zu erhalten und zu verbessern. 4In nicht naturgemässen Beständen sind auf dem Weg der Duchforstung primär die standortheimischen und wo solche fehlen, die standortsgemässen Baumarten zu fördern. 5
Der Unterhalt der Bäche und die Sicherung der Ufer haben nach Möglichkeit mit ingenieur-biologischen Massnahmen zu 12
erfolgen. Die Stabilität der Bachböschungen ist durch waldbauliche Massnahmen, namentlich mit kleinflächigen Verjüngungsschlägen zu erhalten bzw. zu verbessern. 3.5 Überlagerte Schutzzone
Art. 25 Landschaftsschutzzone
'Die Landschaftsschutzzone ist der Landwirtschaftszone überlagert. Sie dient der Erhaltung der Landschaft in ihrem Aussehen und ihrer Eigenart. Unter Vorbehalt von Abs. 3 sind Bauten und Anlagen sowie Terrainveränderungen (Abgrabungen, Aufschüttungen, Ablagerungen) verboten. 2
Die zulässige Nutzung bestimmt sich nach § 15 Abs. 1.
Kleinere Terrainveränderungen, Bienenhäuschen, Weideunterstände, Fahmisbauten, die der Bewirtschaftung dienen, sowie betriebsnotwendige Installationen (Hagelschutznetze, usw.) und Bauten und Anlagen für den ökologischen Ausgleich können bewilligt werden, wenn sie auf den Standort angewiesen sind und keine überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen. 3
3.6 Schutzobjekte
Art. 26 Waldrand
i
Der im Kulturlandplan speziell bezeichnete Waldrand (Nr. 3.13) ist in seinem stufig strukturierten Aufbau zu erhalten. 2Die besonders wertvollen und zur Aufwertung geeigneten Waldränder sind auszulichten und periodisch und abschnittsweise zu verjüngen, damit ein stufiger und strukturierter Waldrand entstehen kann.
Art. 27 Hochstammobstbestände
1 Das Landschaftsbild wird wesentlich von hochstämmigen Obstbäumen mitgeprägt. Deren Bestand soll erhalten bleiben. 2
Abgehende Bäume sind mit Hochstamm-Obstsorten zu ersetzen.
Art. 28 Hecken, Feld- und
Ufergehölze
• • Die im Kulturlandplan bezeichneten Hecken (einschliesslich Sträucher und Gebüschgruppen, Ufer- und Feldgehölze sowie Bäume innerhalb der Hecken) sind landschaftlich und biologisch wertvoll und dürfen nicht beseitigt oder beeinträchtigt werden. Sie sind periodisch zurückzuschneiden bzw. zu verjüngen. Im gleichen Jahr darf durch Pflege nicht mehr als ein 13
Drittel einer Hecke auf den Stock gesetzt werden. Durch Pflegemassnahmen darf der biologische Wert nicht vermindert werden. 2Eine
Beseitigung liegt insbesondere vor, wenn die Stöcke ganz oder teilweise entfernt oder überschüttet werden, oder wenn Teile der Hecke dauernd auf den Stock gesetzt werden. 3Eine Rodung von Hecken aus zwingenden Gründen darf nur mit Bewilligung des Gemeinderates bzw. bei Ufergehölzen mit solcher des Baudepartementes vorgenommen werden. Die Erteilung einer Bewilligung setzt voraus, dass an geeigneter Stelle Ersatz geschaffen wird.
Art. 29 Einzelbäume
Di im Kulturlandplan bezeichneten Einzelbäume bilden eine Einheit mit der Landschaft und dürfen nicht beseitigt werden. Bei natürlichem Abgang ist an derselben Stelle Ersatz zu schaffen. 2
Der Gemeinderat kann bei geeignetem Ersatz Ausnahmen bewilligen.
Art. 30 Substanzschutz
Die im Anhang bezeichneten Gebäude sind von kulturgeschichtlichem oder symbolischen Wert und in ihrer Substanz geschützt. Sie dürfen nicht abgebrochen werden und sind zu unterhalten. Innerhalb des bestehenden Bauvolumens dürfen sie aus- und umgebaut werden, soweit dies dem Schutzziel nicht entgegensteht.
Art. 31 Volumenschutz
Die im Anhang bezeichneten Gebäude sind für das Strassenund Ortsbild von besonderem Wert und in ihrem Volumen geschützt. Zusätzlich zu den beim Substanzschutz zugelassenen baulichen Massnahmen dürfen sie abgebrochen werden, sofern die Erstellung von Ersatzbauten gesichert ist. Sie müssen an gleicher Stelle und in etwa mit den bisherigen Aussenmassen wieder aufgebaut werden. Davon kann nur abgewichen werden, wenn dadurch eine für das Strassenund Ortsbild mindestens gleichwertige Lösung entsteht. Aus Gründen der Verkehrssicherheit kann eine geringfügige Standortverschiebung verlangt werden.
Art. 32 Uebrige Schutzobjekte
Die im Kulturlandplan bezeichneten und im Anhang aufgelisteten Schutzobjekte (Kulturobjekte, Findlinge) sind geschützt und dürfen nicht beseitigt werden.
14
4. Definitionen
Art. 33 Arealüberbauung
l Arealüberbauungen sind nur in den Zonen W1 (ohne Gebiet Than), W2, W3 und WG3 zulässig. Arealüberbauungen sind nur dann möglich, wenn die zusammenhängende, anrechenbare Landfläche folgende Minimalwerte aufweist:
Zone Zone Zone Zonenabweichungen
W1 W2 W3 / WG3
2000 m2 3000 m2 4000 m2
2Bei Erfüllung der notwendigen Voraussetzungen sind bezüg-
lich der zonenmässigen Bauweise folgende Abweichungen zulässig: Eine Erhöhung der Anzahl Vollgeschosse gegenüber § 5 BNO ist nur mit Gestaltungsplan zulässig. Eine Erhöhung der Ausnutzungsziffer berechnet sich nach der folgenden Skala Nutzung I.
AZ 0.95 0.9 0.85 0.8 0.75 0.7 0.65 0.6 0.55 0.5 0.45 0.4 0.35
WG3
• W3
W2
•
•
vsz°
e
b°(+) cbo°()
W1
v
m2
Art. 34 Ausnützungsziffer
Raume im Dach-, Attika- und Untergeschoss werden nicht zur anrechenbaren Bruttogeschossfläche gezählt.
Mindestausnützungsziffer
2 Bei Neubauten in den Zonen W3 und WG3 darf die vorge-
schriebene werden.
Mindestausnützungsziffer
nicht
unterschritten
3VVird nur ein Teil der Parzelle überbaut, dann ist nachzuweisen, dass mit einer zonengemässen Überbauung des restlichen Grundstückes die Mindestausnützungsziffer eingehalten werden kann. Der Gemeinderat kann Ausnahmen gestatten, wenn das Grundstück wegen öffentlichen Baubeschränkungen nicht voll überbaubar ist.
15
Art. 35 Mehrlängenzuschlag
VVird die vorgeschriebene Gebäudelänge überschritten, so erhöhen sich die Grenzabstände gegenüber den verlängerten Gebäudeseiten um einen Viertel der Mehrlänge, jedoch höchstens um 4.00 m. 1
Bei rückspringenden Gebäudeteilen darf die für die Bemessung des Mehrlängenzuschlages massgebliche Gebäudelänge um das Mass des Rücksprunges verringert werden. 3
Tiefbauten
Erdregister und Erdsonden müssen einen Grenzabstand von 2.0 m aufweisen.
Grenz- und Gebäudeabstand
4
Abstand gegenüber dem Kulturland
5
Gegenüber Mehrfamilienhäusem ist nur die ungleiche Verteilung der Grenzabstände zulässig.
Gegenüber dem Kulturland ist für Gebäude der zonengemässe Grenzabstand einzuhalten. Dieser Grenzabstand kann durch einen mit dem Baugesuch einzureichenden Dienstbarkeitsvertrag bis auf maximal 2 m reduziert werden (§ 47 Abs. 2 BauG). Sind der Eigentümer des Bau- und des Kulturlandes identisch, ist die Reduktion des Grenzabstandes auf 2 m ohne weiteres möglich.
Stützmauern
'Für Stützmauern entlang von Gemeinde- und Privatstrassen gilt § 111 Abs. 1 lit. c und d BauG sinngemäss.
Art. 36 Untergeschoss
Abgrabungen für Hauseingänge und Garageneinfahrten sind bis 1/3 der Fassadenlänge, mindestens aber bis 6 m, zulässig.
Art. 37 Gewerbe
'Als nicht störende Gewerbe gelten in Wohnquartieren passende Kleinbetriebe mit geringem Zubringerverkehr wie Läden, Büros und Geschäfte, die keine erheblich grösseren Auswirkungen entfalten, als sie aus dem Wohnen entstehen. 2
Als mässig störend gelten Betriebe mit Auswirkungen, die im Rahmen herkömmlicher Handwerks- und Gewerbebetriebe bleiben, auf die üblichen Arbeits- oder Oeffnungszeiten beschränkt sind und nur vorübergehend auftreten. Betriebe, die ein hohes Mass von quartierfremdem Verkehr verursachen, gelten als übermässig störend.
16
5. Bauvorschriften 5.1 Erschliessung
Art. 38 Oeffentliche Einrichtungen,
Benützung von Privateigentum
Die Benennung und Kennzeichnung der Strassen, Wege und Plätze, sowie die Strassenumerierung der Bauten, ist Sache des Gemeinderates. Öffentliche Brunnen, Kabelverteilkasten, Personenunterstände bei Bushaltestellen und andere im öffentlichen Interessen liegende Einrichtungen, dürfen an die Grenze der Privatgrundstücke gestellt werden. 2
Auf die Interessen des betroffenen Grundeigentümers ist möglichst Rücksicht zu nehmen. 3
5.2 Technische Bauvorschriften
Art. 39 Allgemeine Anforderungen
Hinsichtlich Sicherheit, Fundation, Konstruktion, Material und Feuchtigkeitsisolation gelten die anerkannten Regeln der Baukunst als Richtlinie. 2
Der Gemeinderat kann, wenn nötig, auf Kosten der Bauherrschaft eine Begutachtung durch Fachleute anordnen und besondere Massnahmen verlangen, soweit überwiegende öffentliche Interessen dies erfordern.
Art. 40 i
Brandruinen
Durch Brand oder andere Elementarereignisse beschädigte oder zerstörte Gebäude müssen innert 2 Jahren ganz abgetragen oder im Rahmen dieser Bauordnung wiederhergestellt werden.
Baulücken
2
Baulücken, die durch Elementarereignisse oder Abbruch entstanden sind, müssen vollständig geräumt, ausreichend gesichert und ästhetisch befriedigend hergerichtet werden.
Art. 41 Energiesparmassnahmen
1Es sollen nach Möglichkeit keine Einzelfeuerungsanlagen erstellt werden, sofern ein Zusammenschluss zu einer Gruppenheizung oder die Versorgung mit Abwärme oder zentral hergestellter Wärme möglich, sinnvoll und zumutbar ist.
17
Nachisolationen
2Aussenwände von bestehenden Bauten dürfen nachisoliert werden, selbst wenn dadurch die Vorschriften über die Grenzund Gebäudeabstände nicht mehr in vollem Masse eingehalten und die Ausnützungsziffer überschritten werden.
5.3 Wohnhygiene
Art. 42 Ausrichtung der Wohnungen
Die Ausrichtung der Wohnungen ist auf die örtlichen Verhältnisse (Lärm, Besonnung, Nutzung der Räume, Einpassung, usw.) abzustimmen. Ausschliesslich nach Norden orientierte Wohnungen sind nur in Ausnahmefällen gestattet.
Bezug von Wohnungen
Der Gemeinderat kann den Bezug von Wohnungen und Arbeitsräumen verweigern, wenn das Gebäude nicht genügend ausgetrocknet ist, die Sicherheits- und Schutzvorkehren oder die Anforderungen des Schall- oder Wärmeschutzes nicht erfüllt sind. 2
Art. 43 Nebenräume in Mehrfamilienhäuser
'Zu jeder Wohnung ist ein Nebenraum als Abstellraum oder Vorratsraum von wenigstens 4 m2 vorzusehen. Wenn ein gut zugänglicher Dachraum fehlt, ist der Abstellraum innerhalb der Wohnung oder auf dem gleichen Geschoss wie die zugeordnete Wohnung vorzusehen. 2In jedem Mehrfamilienhaus sind genügend grosse, separat zugängliche und abschliessbare Abstellräume für Velos, Kinderwagen und dgl. vorzusehen. 3
Es müssen separate und abschliessbare Mietkeller von mindestens 4 m2 Fläche für eine 1-Zimmerwohnung und für jedes weitere Zimmer 1 m2 Fläche zusätzlich vorgesehen werden.
Art. 44 Spielplätze
Bei Mehrfamilienhäuser und Arealüberbauungen sind auf privatem Grund Spielplätze zu erstellen. Sie müssen durch die Grundeigentümer unterhalten werden, zugänglich bleiben und dürfen nicht zweckentfremdet werden. Die Grösse der Spielplätze hat gesamthaft mindestens 15% der anrechenbaren Bruttogeschossfläche zu betragen.
2
6. Schutzvorschriften
Art. 45 Landschafts- und Ortsbildschutz
i
Neu- und Umbauten, sowie sonstige Anlagen, Reklamen, Schriften, Bemalungen und Beleuchtungen, dürfen das Landschafts-, Orts-, Quartier- und Strassenbild nicht beeinträchti18
gen. 2Gebäude und andere nach aussen in Erscheinung tretende
bauliche Massnahmen, haben sich in Bezug auf Stellung, Form, Staffelung und Gliederung der Baumassen, Dachform und Dachneigung, Material, Farbgebung und Terraingestaltung so in ihre bauliche Umgebung einzuordnen, dass eine gute Gesamtwirkung entsteht. Auf Verlangen sind Farb- und Materialmuster vorzulegen. Die Eingliederung von Bauten und Anlagen in die Landschaft soll mit standortheimischen Pflanzen vorgenommen werden. 4
Der Gemeinderat kann Verbesserungen oder die Beseitigung störender Anlagen und Bauteile verlangen, wenn dies technisch möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Rüstenschwil
s
Alle Gebäude im Dorfteil Rüstenschwil haben sich in Bezug auf Stellung, Form, Dachform und Dachneigung, Material, namentlich Bedachungsmaterial, Farbgebung und Terraingestaltung so in ihrer Umgebung einzuordnen, dass eine gute Gesamtwirkung entsteht. Der Gemeinderat kann die Projekte für die Gebäude durch einen neutralen Fachexperten überprüfen lassen, ob sie ins Orts- respektive ins Landschaftsbild passen.
Art. 46 Dachgestaltung
'Alle Dachaufbauten müssen ästhetisch befriedigen und mit den darunterliegenden Fassaden harmonieren. 2Die Dachfläche darf maximal auf einer Länge von 1/3 der Fassadenlänge durch Dachaufbauten, Dacheinschnitte oder liegende Dachfenster durchbrochen werden. Dachdurchbrüche dürfen mit keinem Teil näher als 1.0 m an eine First-, Grat- oder Trauflinie heranreichen. Der seitliche Randabstand muss mindesten 2.0 m betragen.
Schneefangvorrichtungen
3Schrägdächer müssen gegenüber öffentlichen Wegen und Strassen mit Schneefangvorrichtungen versehen werden.
Art. 47 Materialablagerungen
Ablagerungen sind nur in der Gewerbezone zulässig.
7. Vollzug und Verfahren
Art. 48 Zuständigkeit
Der Gemeinderat kann Kommissionen mit beratender Funktion bestellen. Er kann für die Prüfung von Gesuchen und für Vollzugskontrollen externe Fachleute sowie regionale Stellen 19
beiziehen. 2
Der Gemeinderat kann die Bewilligungen von Bauvorhaben, die weder nachbarliche noch öffentliche Interessen berühren, an die Bauverwaltung / die Baukommission delegieren. Im übrigen ist für Verfügungen und Entscheide aller Art der Gemeinderat zuständig.
Art. 49 Vollzug Naturschutz
Der Gemeinderat erlässt Richtlinien zum Vollzug Naturschutz.
Art. 50 Gebührenreglement
Die Gebühren und die Tragung der weiteren Verfahrenskosten (Auslagen für externe Fachleute und regionale Stellen, Expertisen usw.) richten sich nach dem Gebührenreglement der Gemeinde.
8. Schluss- und Uebergangsbestimmungen, Genehmigung
Art. 51 Aufhebung des bisherigen
Rechts
Durch diese Bau- und Nutzungsordnung werden aufgehoben : a) die Bauordnung vom 02. Juli 1996 b) die Nutzungsordnung vom 02. Juli 1996
Genehmigung
Diese Bau- und Nutzungsordnung ist von der Gemeindeversammlung am 30. November 2001 beschlossen worden. Im Namen der Gemeindeversammlung Der Gemeindeammann: Paul Leu Der Gemeindeschreiber: Stefan Schumacher Diese Vorlagen wurden durch den Grossen Rat anlässlich der genehmigt. Sitzungen vom
20
9. Anhang Liste der Schutzzonen und Schutzobjekte (Nr. gemäss Landschaftsinventar) Folgende Einzelobjekte sind unter Schutz gesteift und im Kulturlandplan eingetragen:
Nr.:
Naturschutzzonen:
3.8
Streuwiese / Krebsbachtäli
3.10
Streuwiese / Luegete
3.12
Streuwiese / Bindelen
Nr.:
Feilefitesbiete:
2.6
Weiher, Bach / Bächlen
2.8
Weiher / Wässerig
3.11
Streuwiese / Oberbaum
Meierwiesen, matitere Baichurwen: 3.2
Magerwiese / Helgisbüel
3.9
Magerwiese (Nasswiese) / Langebuech
3.76
Magerwiese / Eiächer
3.1
Magere Böschung / Rossweiden
3.5
Magere Böschung / Chrümpelen
3.7
Magere Böschung / Strudel
3.32
Magere Böschung / Fuchshalde
Blumenwiesen: 3.3
Blumenwiese / Tannenbüel
3.4
Blumenwiese / Tannenbüel
3.6
Blumenwiese / Grosskellerhof
3.25
Blumenwiese / Tannenbüel
J
Ruderalstandort: 1.5
Ruderalstandort / Scheibenstand
21
ursc one Wald, Besonderer Waldbestand, Be., sonderer Waldrand 3.12
Naturschutzzone im Wald / Bindelen
3.13
Besonderer Waldrand / Rossweiden
1 D (VVNI)
Besonderer Waldbestand / Mariahaldentobel
2 A (VVNI)
Besonderer Waldbestand / Chlichräbselen
3 B (VVNI)
Besonderer Waldbestand / Falk
Hecken, Feld- und Uferoehölze 2.1
Bach, Ufergehölze/ Büntenbach
2.2
Bach, Ufergehölze / Sembach
2.3
Bach, Ufergehölze / Mariahaldenbach
2.4
Bach, Ufergehölze / Fuchshaldenbach
2.5
Bach, Ufergehölze / Arbach
2.7
Bach, Ufergehölze / Landbach
3.22
Hecke / Schalmen
3.23
Hecke / Luegeten
3.24
Hecke / Zielboden
3.25
Hecke / Wässerig
3.26
Hecke / Züchbüel
3.27
Hecke / Autoabbruch Huber
3.28
Hecke / Than
3.29
Hecke / Than
3.30
Hecke / Reservoir Bergstrasse
3.31
Hecke / Chälen
3.33
Hecke / Berghof
3.34
Hecke / Stöckhof
3.35
Hecke/Bim
3.36
Einzelstrauch / Eiächer
3.37
Einzelsträucher! Maiächer
3.38
Hecke / Halden
Nr.:
inzelbäume:
3.40
Nussbaum / Schalmen
3.41
Nussbaum / Rüstenschwil 22
3.43
Wilder Pflaumenbusch / Langebuech
3.44
Stieleiche / Chlichräbselen
3.45
Stieleiche / Chlichräbselen
3.46
Pappel / Tannenbüel
3.47
2 Nussbäume, 1 Winterlinde / Tannenbüel
3.48
Bimbaum / Buechlen
3.55
Nussbaum / Ob. Fuchshalde
3.56
Fichte / Sack
3.57
Birke / Stöckhof
3.58
Kirsche / Stöckhof
3.59
Stieleiche / Stöckhof
3.60
Pyramidenpappel / Stöckhof
3.62
Winterlinde / Berghof
3.63
Nussbaum / Berghof
3.65
Nussbaum / Aspi
3.66
Nussbaum, Winterlinde / Chrümpelen
3.67
Nussbaum / Grosskellerhof
3.68
Winterlinde / Strudel
3.69
Nussbaum / Bächlen
3.70
Apfelbaum / Sandacher
3.71
Bimbaum / Tribetfeld
3.72
Birnbaum / Helgisbüel
3.73
Birnbaum / Helgisbüel
3.74
Birnbaum / Bruggfeld
3.75
2 Nussbäume, 1 Sommerlinde / Bächlen
3.79
Linde / Oberdorf
3.80
Linde / Mitteldorf
3.81
Nussbaum / Mitteldorf
3.82
Linde / Hinterdorf
-Kuttuieblekte: 4.04
Wegkreuz / Sembachfeld
4.05
Wegkreuz / Sembachfeld
4.06
Wegkreuz / Helgisbüel
4.11
Wegkreuz / Wässerig
23
4.13
Wegkreuz / Rigel
4.14
Wegkreuz / Unt. Fuchshalde
4.15
Wegkreuz / Ob. Fuchshalde
4.3 (A)
1 Gemeindegrenzstein / VVagmatt
4.3 (B)
4 Kantonsgrenzsteine / Stöckhof
Nr.;
Finallmi
3.76
Findling / Eiächer
Liste der kommunalen Schutzobjekte Folgende Gebäude und Einzelobjekte sind unter Substanzschutz gestellt:
Nr.:
Oblekt:
Strasse
Geb.
Parz.
901
Wohnhaus
Sinserstrasse 3
90
345
902
Doppelwohnhaus
Sinserstrasse 6
114
355
904
Gasthof Linde
Sinserstrasse 11
126
447
906
Doppelwohnhaus
Sinserstrasse 19/21
142A/B
429/430
907
Sigristenpfrundhaus
Mühlauerstrasse 3
159
446
908
Doppelwohnhaus
Mühlauerstrasse 4/6
164A/B
434/440
909
Speicher
Mühlauerstrasse
162
440
911
Doppelwohnhaus
Maria-Bernarda-Strasse 3
179
480
912
Wohnhaus
Herrenhof
184
549
913
Wohnhaus
Bachweg 4
154
457
917
Wohnhaus
Bergstrasse 9
48
388
920
Gasthof Hirschen
Sinserstrasse 4
92
357
921
Spritzenhaus
Hinterdorfstrasse
73
338
923
Wohnhaus
Hinterdorfstrasse 9
70
161
925
Wohnhaus
Rüstenschwil 1
188
61
926
Wohnhaus
Rüstenschwil 26
249
96
928
Wohnhaus
Rüstenschwil 31
211
78
924 A Friedhofkreuz
Friedhof
433
924 B Friedhofkreuz
Kirche
433
924 C Wegkreuz
Sinserstrasse
398
924 D Wegkreuz
Berg- / Alikonerstrasse
377
924 E Wegkreuz
Bergstrasse
631
930
Rüstenschwil 31
78
Wegkreuz
24
931
Brunnen
Rüstenschwil 25
81
Folgende Gebäude und Einzelobjekte sind unter Volumenschutz gestellt:
Nr.:
Objekt:
Strasse
Geh.
Patz
903
Waschhaus
Käsereistrasse
113
355
914
Wohnhaus
Käsereistrasse 13
104B
394
918
Wohnhaus
Alikonerstrasse 13
42
377
919
Mühlescheune
Alikonerstrasse 6
57
324
Scheune
112
355
Scheune
Käsereistrasse _ Hinterdorfstrasse 6
75
340
Scheune
Sinserstrasse 4
91
357
Wohnhaus
Sinserstrasse 9
120
450
Wohnhaus
Sinserstrasse 8
111 B
398
Wohnhaus
Käsereistrasse 1
111 A
397
Wohnhaus und Scheune
Mühlauerstrasse 2
146/147
442/443
25
SACHREGISTER Die Zahlen verweisen auf die §§ der kommunalen Bau- und Nutzungsordnung
A Allgemeine Anforderungen Arealüberbauung Aufhebung bisheriges Recht Ausnützungsziffer Ausrichtung der Wohnungen
Art. 39
Art. 33
Art. 51
Art. 34
Art. 42 Baulücken
Bauten in der Landwirtschaftszone Bauzonen Bauzonen- und Kulturlandplan Bezug von Wohnungen Blumenwiesen Brandruinen Breiten
Art. 40
Art. 16
Art. 5
Art. 1
Art. 42
Art. 21
Art. 40
Art. 6 Dächer
Dachgestaltung Dorfzone D
Art. 6
Art. 46
Art. 10 Einzelbäume
Energiesparmassnahmen
Art. 29
Art. 41 Feuchtgebiet
Art. 19 Gebührenreglement
Geltungsbereich Genehmigung Gewerbe Gewerbezone G Grünzone
Art. 50
Art. 1
Art. 51
Art. 37
Art. 11
Art. 13 26
Hecken-, Feld- und Ufergehölze Hochstammobstbestände
Art. 28
Art. 27 Kulturland, Abstand
Art. 35 Landschafts- und Ortsbildschutz
Landschaftsschutzzone Landwirtschaftszone Lärmvorbelastete Flächen
Art. 45
Art. 25
Art. 15
Art. 5 Magerwiese, magere Böschung
Mariahaldentobel Materialablagerungen Mehrlängenzuschlag
Art. 20
Art. 25
Art. 47
Art. 35 Nachisolation
Naturschutzzone Kulturland Naturschutzzone Wald Nebenräume in Mehrfamilienhäusern
Art. 41
Art. 18
Art. 24
Art. 43 0
Öffentliche Einrichtungen, Benützung von Privateigentum Ortsbildschutz
Art. 38
Art. 11 Ruderalstandort
Rüstenschwil
Art. 22
Art. 45 Schneefangvorrichtungen
Schutzobjekte Sondemutzungsplanpflicht Spezialzone für bodenunabhängige Produktion Spielplätze Substanzschutz
Art. 46
Art. 32
Art. 4
Art. 17
Art. 44
Art. 30 Than
Art. 6 27
Übergeordnetes Recht Uferschutzzone Ungleiche Verteilung der Grenzabstände Untergeschoss
Art. 2
Art. 14 , 23
Art. 35
Art. 36 V
Verdichtung und Siedlungserneuerung Vollzug Naturschutz Volumenschutz
Art. 3
Art. 49
Art. 31 Waldfeststellung
Waldrand Weg- und Meliorationsanlagen Wohnzone am Hang W 1 VVohnzone VV 2 VVohnzone W 3 Wohn- und Gewerbezone WG 3
Art. 5
Art. 26
Art. 15
Art. 6
Art. 7
Art. 8
Art. 9 Zone für bodenunabhängige Produktion
Zone für öffentliche Bauten und Anlagen Zuständigkeit